Direct Action Rückblick Giessen Frühjahr 2003

Institut zur Erforschung von Militanz und Sub 16.05.2003 18:11 Themen: Soziale Kämpfe
Der Raum Giessen ist seit Sommer 2002 Schauplatz einer bunten Mischung verschiedener Aktionsformen, in denen Kreativität und Subversion eine wichtige Rolle spielen. Die beteiligten Gruppen oder Personen, zum Teil offen sichtbar auf den Straßen Giessens und anderer Städte, zum großen Teil aber auch als unbekannte Aktivistis in den Nächten der Region, scheinen sich die Taktiken kreativer Guerilla angeeignet zu haben. Mit List und Tücke zerren sie politische Themen ans Tageslicht, brechen Normalität, bringen visionäre Ideen ein und entziehen sich so penetrant der strafrechtlichen Verfolgbarkeit, dass Polizei und Justiz sogar ganz offiziell zugeben müssen, recht hilflos dazustehen. Angaben über die AkteurInnen zu machen, scheint angesichts der Vielfalt von Aktionsformen gänzlich unmöglich. Das ist auch nicht der Gegenstand der folgenden Aufzählung – sondern allein die sichtbaren oder bekanntgewordenen Aktionen und ihre Wirkungen selbst. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass etliche weitere Aktionen geschahen, aber nie das Licht der Öffentlichkeit erreicht haben. Denn eines ist im Raum Giessen schon seit Herbst 2002 klar: Parteienfilz, Verwaltung, Polizei und Justiz sowie die Presse können (zumindest bislang) keinerlei Erfolge bei der Aufdeckung von Straftaten oder ähnlichem verzeichnen. Es bleibt ihnen allein der Versuch, alles totzuschweigen und somit wenigstens die politische Wirkung zu minimieren.
Die Zeitrechnung beginnt diesmal Ende Februar 2003. Zu dieser Zeit ebbte die kreative Protestwelle gegen die Gefahrenabwehrverordnung in Giessen ab – über zwei Monate gab es jeden Samstag kreative Störungen in der Innenstadt, von echten bis subversiven Demos, kreativem Straßentheater und verbotetenem Lagern an zentralen Punkten.
Ein Kurzüberblick über das Geschehen:
· Donnerstag, 12.12., 17 Uhr: Vor dem Eingang zur Stadtverordnetenversammlung (dort soll abgestimmt werden) beginnt eine Kundgebung ... und mehr? Kreative Aktionen sind geplant. Das ist der Auftakt. Eigene Aktionen, Aufrufe usw. sind erwünscht - Vielfalt gegen die Monotonie der herrschenden Politik!!!
· Samstag, 14.12. (Treffpunkt: 12 Uhr bei den Drei Schwätzern im Gießener Seltersweg): Kreative Aktionen ... Lagern, Saufen, Innenstadt säubern und vieles mehr. Denkt Euch selbst was aus und kommt dann einfach dahin.
· Samstag, 21.12.: Verschiedene Aktionen, u.a. eine Demo für mehr Sicherheit, mehr Polizei usw. ... mit Original-Bullenkette zum Schutz der Einkaufsmeile
· Samstag, 28.12.: U.a. eine spirituelle Prozession zur Überwachungskameras am Marktplatz, ins Karstadt (ebenfalls Gebete und Gesang unter Kameras) und zum BGS in den Hauptbahnhof)
· Samstag, 4.1.: Lieder und Sprüche gegen Arbeitswahn, auch wieder in zwei Kaufhäusern und vorm SPD-Stand - jaja, die Wahlstände sind die nächsten vier Wochen auch immer da!!!
· Donnerstag/Freitag, 9./10.1.: Noch vor dem Wahlkampfauftritt von Roland Koch in Grünberg werden zwei Projektwerkstättler wieder auf offener Straße verhaftet und "verschwinden" (ohne Möglichkeit zu telefonieren ...). Am nächsten Morgen stürmt der Staatsschutz die Projektwerkstatt und entfernt alle Computer, Drucker, Monitore, dazugehörige Tastaturen, Stromkabel usw. Mehr zu diesem Überfall ohne Durchsuchungsbefehl ...
· Samstag, 11.1.: Bei den Aktionen kommt es zu einer Spontandemo gegen die Bullengewalt. Der beim CDU-Stand anwesende Innenminister Bouffier und der mit ihm schwätzende Polizeipräsident Meise kommandieren höchstpersönlich Bullenkommandos, um gegen die Demo vorzugehen. Doch ... unglaubliches passiert: Die wehrt sich. Bullen dreschen auf ProtestlerInnen ein, CDU boxen - minutenlang findet am zentralsten Punkt von Giessen eine Schlägerei von 30-40 Menschen statt. BürgerInnen beteiligen auf Seiten der DemonstrantInnen! Ein Projektwerkstättler wird erneut verhaftet.
· 18.1. in Giessen (12 Uhr ab Drei Schwätzer im Seltersweg): Demo, Aktionstag usw. gegen Polizeiterror, Sicherheit und Ordnung - aus Anlaß der Gefahrenabwehrverordnung ( http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu) und der Polizeigewalt gegen die Projektwerkstatt Giessen ( http://www.projektwerkstatt.de/saasen).
Schon auf dem Weg zum Treffpunkt gerieten ProjektwerkstättlerInnen und einige weitere DemonstrantInnen bzw. PassantInnen, die sich in der Nähe aufhielten, in eine Polizeikontrolle. Sie wurden in eine Nebengasse der FußgängerInnenzone gedrängt und 45min in einem Polizeikessel festgehalten und einzeln an die Wand gestellt zwecks Durchsuchung. Sahnespray und Rasierschaum wurden sichergestellt! Bericht auch zur weiteren Demo unter  http://www.de.indymedia.org/2003/01/39041.shtml.
· Am 25.1. lief gleich mehreres:
· Ab 12 Uhr Innenstadtaktionen, diesmal mit Infostand und Aktionen vor allem bei SPD- und CDU-Stand. Die Rede von Müntefering von Zwischenrufen stark gestört, z.B. bei "Wir sichern den Sozialstaat" kam "Clement, Clement" oder bei "Wir lassen uns nicht auf Kriegsabenteuer ein" der Spruch "Die Soldaten sind ja auch noch in Afghanistan".
· Anschließend im Jokus (Ostanlage 25): Veranstaltung zum Weltsozialforum, auch mit kritischen AKs und Infostand der Projektwerkstatt - das war jedenfalls geplant. Leider kamen kaum Gäste
· Abends eine Soli-Punker&Popper-Party im Infoladen (s.o.) mit Infostand der Projektwerkstatt
Bei allem: Bücher, Infos, Diskussionen und Aktions-T-Shirts auch zum Selbstbedrucken!!!
· Am 1.2. gabs Straßentheater zum Unsinn von Wahlen und viele Kleinaktionen vor bis in den Wahlständen. Den Aggressions-Award bekommt diesmal Harald Scherer von der F.D.P., der gleich gewalttätig auf eine Demonstrantin losging und nur mit Mühe von (s?)einer Frau am Stand zurückgehalten werden konnte. Den Widerlichkeits-Award teilen sich R. Kaufmann und einige CDUler, die gleich und öffentlich die DemonstrantInnen mit "Geht arbeiten!" und "Ihr lebt auf unsere Kosten!" angriffen. Sozialrassismus live!
· 8.2. Demo gegen den Krieg.
· 22.2.: Infostand für Umsonstökonomie (Kein Wert! Keine Verwertung!) - ein Laden zum Schenken und Mitnehmen in der FuZo!
· 1.3. ab 21 Uhr: Nachttanzdemo durch Giessen - frech, frei, kreativ. Ab Südanlagenpark (zwischen Südanlage und Johannesstraße). Mehr unter  http://www.de.indymedia.org/2003/03/43120.shtml.

Übersichten und Aktionsberichte sind zu finden unter:
- http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu


Fake-Parade
Eine Firma namens „City safety“ lädt zur Ausbildung als Stadthelfer und Hilfspolizist ein. Auf dem blauen Werbefaltblatt (andere erhielten die offenbar in anderen Farben) wurde nicht nur für den resoluten Dienst geworben, sondern Absatz für Absatz über Innereien städtischer Ordnungspolitik berichtet, Namen genannt und mehr. Die Betroffenen dementierten oder schwiegen angespannt ... denn schließlich waren gerade wenige Tage vergangen, als die Überwachungskamera am Marktplatz zum Gegenstand eines Informationsblattes wurde, das an Menschen in Giessen verteilt wurde. Beide hatten etwas gemeinsam: Es waren Fälschungen, sogenannte „Fakes“. Die sind ein wichtiger Bestandteil des politisches Kampfes gegen Herrschende, denn ihre Hauptstrategie ist die Subversion: Argumente und Methoden der mächtigeren GegnerInnen werden genutzt und gegen sie gewendet. Dazu gehören autoritätsorientierte Briefköpfe, kommerzielles Outfit, bürokratischer Sprachstil, Arroganz usw., also die Mittel, die Herrschaft im Normalfall auszeichnen. Auch der Giessener Bürgermeister Haumann, populistischer Law-﷓and-﷓Order-﷓Politiker kassierte ein solches „Fake“ in den letzten Wochen - verteilt offenbar in der Nähe von Behörden, die zuvor Ziel militanter Aktionen waren.
Im Mai gab es ein weiteres Fake in der Stadt Grünberg, wo Innenminister Bouffier die Polizeistation besuchen wollte (siehe Bilder oben und Extra-Bericht unten).
Mehr Interesse an Fakes? Im Internet gibt es:
-Kommunikationsguerilla: www.contrast.org/KG
-Direct-Action-Seiten: www.direct-action.de.vu
-Seite zu innerer Sicherheit und Utopien mit Berichten von einigen Fakes im Raum Gießen:  http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu
-Genauerer Bericht vom „City safety“-Fake: www.de.indymedia.org/2003/02/42971.shtml


Politische Graffitis in Giessen
Offenbar war da einige lange unterwegs ... oder es war eine gut durchdachte Aktion. Aber eines Morgens sah es in Giessen etwas anders aus. An vielen, meist gut sichtbaren Stellen prangten Graffitis. Sie warben für buntes Leben statt grauer Einheitssosse, für Lust und Laune statt Law an Order oder nahmen die städtischen Verbote satirisch auf den Arm. Eine besondere Dichte hatten die Graffitis an der Ferniestrasse. Das muß die Polizei ordentlich geärgert haben. Direkt vor ihrer Tür sprühten Unbekannte mehrere Sprüche gegen Polizeistaat, Sauberkeitswahn und gegen den hessischen Innenminister Volker Bouffier. Denn der wollte am nächsten Morgen das Polizeipräsidium besuchen - zu einer Veranstaltung über „Vandalismus und Graffiti“. Naja, Anschauungsmaterial hatte er ja dann ...
Genauerer Bericht erschien unter www.de.indymedia.org/2003/03/47134.shtml


Stadtverordnete verstört
Das sind sie wohl nicht gewöhnt ... meist stimmen die Stadtverordneten Giessens in aller Ruhe über die Tagesordnungspunkte ab, die oft genug das Leben einzelner oder vieler Menschen berühren und meist einschränken. Die Elite im Saal tagt meist ohne grosses Interesse von BürgerInnen, die ZuschauerInnenränge bleiben weitgehend leer. Das war auch am 27.3. so - jedenfalls fast. Neben weniger als einer Handvoll BürgerInnen waren aber etliche Menschen gekommen, die gegen die Law-﷓and-﷓order-﷓Politik der Stadt protestierten wollten. Und ebensoviele PolizistInnen ... in Zivil. Später behaupteten Bürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher, sie hätten von allem nichts gewußt - wer's glaubt ... Polizei und Protestgruppe kannte sich aber offenbar gut. Auch die Staatsschutzbeamtin Mutz war dagegen. Die Protestaktion legte die Versammlung für eine Weile lahm, drei Aktivisten landete in den Zellen der Polizei. Die Presse schrieb wie üblich nur von 1 bzw. 2 Personen, die aktiv waren. Journalisten gehören halt zu den Eliten und da zählt „Eine Hand wäscht die andere!“. Fotos unter www.de.indymedia.org/2003/03/47134.shtml


Anti-Kriegsaktionen
Im Raum Gießen gab es mindestens zwei militante Anschläge, zum einen auf das Soldatendenkmal in Laubach (Abschlagen der Waffe, Teeren und Federn) sowie wenige Stunden nach Beginn des Irak-Krieges ein Brandanschlag auf das Kreiswehrersatzamt in Wetzlar. Ein Bericht über diese und andere offenbar nicht zufällig weitgehend verschwiegende Aktionen unter  http://www.de.indymedia.org/2003/04/48618.shtml.
Herrschaftskritische Gruppen beteiligten sich an Vorbereitung und Durchführung der Giessener Friedensdemo am 3.4.2003 – vor allem mit dem Ziel, andere Positionen einzubringen und auch zu sehen, wieweit moralbürgerliche Gruppen offen sind dafür. Beim Auftakt gab es einen dazupassenden Redebeitrag (dokumentiert unter  http://www.no-law-no-war.de.vu), während der Demo immer wieder passende Parolen (z.B. auf die Durchsage am Megaphon „Schluß mit dem rechtswidrigen Krieg!“ die Entgegnung „Schluß mit rechtswidrigen und allen rechtmäßigen Kriegen!“ usw.).



Attacken gegen Innenminister-Besuche im Ostkreis Gießen
Anfang Mai besuchte Innenminister Volker Bouffier die Polizeistation Grünberg und den Golfplatz Winnerod. Zu ersterem wurde in Grünberg ein kompliziertes Fake massenhaft verteilt (siehe Bilder oben). Das Fake wurde zudem an Vereine verschickt, so landete es auch auf dem Fax des Instituts zur Erforschung von Militanz und Subversion (schönen Dank!). Die kleinen Aufkleber waren fast überall in Grünberg verteilt – meist klebten sie auf Geschäftseingängen oder Telefonzellen.
Per Anruf informierten Golfer selbst darüber, dass in der Nacht vor dem Bouffier-Besuch auf dem Golfplatz Winnerod dieser erheblich zerstört wurde – mit Parolen gegen Bouffier, Sicherheitswahn, Kapitalismus usw., die auf verschiedene Hütten und Flächen aufgesprüht oder in Greens eingeritzt waren. Ein Großaufgebot an Bullerei sicherte den Bouffierauftritt.



Und ständig: Schöner kleben, malen und mehr
Gießen und andere Orte werden ständig optisch aufgewertet – Werbeplakate und andere Orte tragen vermittlungsreiche Aufkleber. Zur Zeit prangen Mengen von großen und kleinen Sprechblasen gegen die Vermarktung von Körpern und die sexistische Reduzierung von Frauen auf Sexualität auf Werbeplakaten in und um Gießen.



Überregional ...
Aktivistis aus Gießen und Umgebung waren bei vielen überregionalen Aktionen dabei – von der Wahnmache in Frankfurt über Hausbesetzungen, Demos bis zum „Exportschlager“ in Sachen Straßentheater, dem Kamera-Gottesdienst, der nach der Premiere in Gießen (siehe  http://www.de.indymedia.org/2002/12/37826.shtml) in Frankfurt und Hamburg wiederholt wurde – mit allerhand neuen Ideen.



Theorie und Strategie
1. Neu entwickelt wurde die Idee der Offenen Aktionsplattformen, die auf Kongressen, Camps und größeren Aktionen einen gleichberechtigten Zugang zu allen Ressourcen schaffen können. Nach einigen Rückschlägen, vor allem Verbote durch linke Eliten, konnte die Aktionsplattform auf dem Jugendumweltkongreß erstmals verwirklicht werden – wenn auch noch als nur kleiner Anfang. Ein Bericht unter  http://www.de.indymedia.org/2003/04/49652.shtml.
2. Dominanzabbau in Gruppen, Betrieben, auf Veranstaltungen usw.
Nach einjähriger Arbeit ist der Reader „Entscheidungsfindung von unten“ fertig. Auf über 70 Seiten werden Ideen gegen Hierarchien und Langeweile sowie für Gleichberechtigung und Kreativität vorgestellt einschließlich ganz konkreter Methodenvorschläge. Der Reader ist gegen 6 € in der Projektwerkstatt zu erhalten. Texte und Infos zum Reader unter  http://www.projektwerkstatt.de/von-unten.
3. Kritik an Friedensbewegung
Systematisch wurden proeuropäische, nationalistische, antisemitische, rassistische, kriegsbefürwortende und herrschaftsstützende Zitate aus verschiedenen „linken“ und moralbürgerlichen Gruppen gesammelt und zu einer Ausstellung verarbeitet, die mehrfach zu sehen war. Die Zitate sind auch auf der Internetseite  http://www.no-law-no-war.de.vu zu finden einschließlich einer Downloadmöglichkeit der Ausstellungsteile.
4. Ein Seminar (25.-27.4. in der Projektwerkstatt) und zwei Infoveranstaltungen (Fishbowl am 11.3. sowie Vorträge mit Diskussion am 15.5. im Infoladen Giessen) drehten sich um gesellschaftliche Utopien und Herrschaftsfreiheit.


Finale: Mai 2002
Der Verfassungsschutzbericht der BeeRDigen! erscheint ... danach (mit welchem Motiv auch so veröffentlicht oder verfälscht) haben „linksextremistische“ Straftaten bundesweit deutlich abgenommen, in Hessen aber ebenso deutlich zugenommen. Naja ...
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Die nächsten Termine ...

Projektwerkstätti 16.05.2003 - 18:21
Dienstag, 20.5., Vokü und dann ab 21 Uhr: Treffen zum Utopienprojekt und zur Zeltstadt "UtopieStattGiessen" ... alles im Infoladen. Mehr zum Projekt unter  http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu

Mittwoch, 21.5. im Infoladen Gießen: Vorbereitungstreffen für den Aktionstag gegen Rassismus und Abschiebung (wahrscheinlich 20.6. in Gießen)
18 Uhr: Workshops, u.a. zur Planung kreativer Aktionen an dem Tag und drumherum
19.30 Uhr: Gesamttreffen zur weiteren Planung

Donnerstag, 22.5., 10 Uhr, Amtsgericht München, Raum 232/II, in der
Nymphenburger Str. 16: Prozess wegen
Anti-NATO-Aktionen gegen einen Projektwerkstatts-Aktivisti

Verbesserungsvorschläge

Antifascist tick 16.05.2003 - 23:31
Die Graffitti hier und vor allem auf anderen Fotos die ich gesehen hab sehen ja doch etwas schmierig aus.
Vielleicht was ruhiger angehen, weniger aufregen, nicht so viel Kaffee vorher trinken. Alkohol ja sowoeso am besten nicht.

Bei sprühschablonen vielleicht mehr Abstand am rand lassen.
Wenn es sich nicht vermeiden lässt über den Rand zu sprühen vielleicht lieber andere Farben als Schwarz verwenden, denn schwarz wirkt besonders schmierig/unschön.
Soll doch vielleicht auch ein bischen ansprechend sein.
Gerade, wenn es darum geht graue Wende bunt zu verschönern.
Bevor ich hier etwa zu Straftaten anrege:
Ich nehm mal an die Aktion war völlig legal:-)

Nehmt dies als solidarische Kritik.

Lasst die Herrschenden tanzen wenn sie es nicht wollen!

gießen ist bunter geworden

farbtupfer 17.05.2003 - 00:57
Ja, sind ganz wichtige Tips, die du da gibst ... ansonsten ist zu sagen, dass mensch beim Rundgang durch Gießen noch allerhand veränderte Wände sieht, wo Sprüche gegen Law and Order bzw. für buntes Leben zu sehen sind. Und auch an Werbeplakaten bzw. Bushaltestellen nehmne Spruchblasen mit Kritik an Schönheitsnormen, Geschlechterverhältnissen und Sexismus zu ... macht zur Zeit richtig Spass, durch die Innenstadt zu latschen, naja, bis auf die vielen Behörden und Justiz-Komplexe, die passen nicht zu einem unkontrollierten Leben..

Freut mich...

li-la-launebärchen 17.05.2003 - 14:29
...dass hier nicht wieder so viele Kommentare nach dem Motto "ihr seid doch alle so doof.", "geht doch mal arbeiten" ... zu lesen sind.
Ich hoffe, die merkwuerdigen Leute, die diese Aktionen durchfuehren, werden weiterhin viele kreative Ideen haben.
Lasst euch von der Pozilei nicht unterkriegen! Ich wuensche euch ganz viel Kraft und Spass... das Leben als Baustelle denken ;)

leute

weist 17.05.2003 - 17:02
''die merkwuerdigen Leute, die diese Aktionen durchfuehren''

...denkwürdigen, nicht merkwürdigen ;-) tja, im sumpf blühen doch manchmal die schönsten blumen!
lasst euch nicht unterkriegen!