HU Berlin: VV voller Erfolg! - Bilder
Die wenigsten hatten damit gerechnet: der Kinosaal der Humboldt-Universität Berlin platzte aus allen Nähten, mehrere hundert Studierende haben sich heute mittag dicht gedrängt zur Vollversammlung getroffen und es passte keine/r mehr rein, auch die Fensterplätze waren rar...
4 Fotos wurden nachträglich hinzugefügt
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Es herrscht viel Un(i)mut an den Universitäten, und selbst die Sonstigen MitarbeiterInnen der HU haben sich mit den Studierenden solidarisiert, denn schließlich sind auch deren Arbeitsplätze möglicherweise bedroht. Die Studierenden auf der VV hatten mehrere Aktionsvorschläge, "auch solche die weh tun" wurden gefordert. Einig waren sich die HU- Studierenden, daß sie sich mit den anderen Unis zusammen tun wollen, und auch mit anderen gesellschaftlichen Kräften, z.B. mit den Gewerkschaften und Erwerbslosen am 17. Mai gegen die Agenda 2010. Voraussichtlich in der Woche vom 19.-23. Mai ird es eine Reihe von Protesaktionen von Studierenden geben. Die nächste HU- Vollversammlung findet bereits in einer Woche statt, die FU- und TU-Studierenden treffen sich morgen zu VVs, wobei die erste VV an der FU noch etwas spärlich besucht war - das kann sich ja morgen ändern.
Berliner Sparpläne: Uni dicht?
Eine interne Information über die Pläne von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) platzte letzte Woche in die Berliner Vor- Maifeierlichkeiten: er plane für alle Studierenden ab 2005 Studiengebühren, Langzeitstudierende sollten sogar schon ab 2004 tief in ihre leeren Taschen greifen. Die erwarteten Einnahmen, die der Finanzsenator auf jährlich 180 Millionen Euro beziffert, will er allerdings nicht den Unis zukommen lassen.
Wegen den Sparplänen beschloß die Humboldt-Universität, die bisher jährlich knapp 6000 StudentInnen immatrikulierte, einen völligen Zulassungstopp für das kommende Wintersemester. Damit können gar keine neuen StudentInnen mehr aufgenommen werden. Die anderen beiden großen Berliner Hochschulen, die Technische Universität (TU) und die Freie Universität (FU), wollen wegen der drohenden Kürzungen eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus) für sämtliche Fächer einführen. Pikant: Die Unileitung der FU gab den Beschluß flächendeckender NCs zuerst der Presse bekannt, und erst zwei Stunden später wurde die Vorlage in den Akademischen Senat eingebracht. Ein eindrückliches Beispiel für das Demokratieverständnis Berliner Unipräsidenten. Ihre Empörung beschränkte sich oft darauf, daß Einsparungen nicht direkt dem Haushalt der Unis zugute kommen würden.
Und nachdem FU-Präsident Peter Gaehtgens mit dem Ruf nach Studiengebühren schon seit längeem unrühmliche Schlagzeilen macht, legte nun auch HU-Präsident Jürgen Mlynek nach und sprach von 1000 Euro jährlich. Frei nach dem Motto "nach oben buckeln und nach unten treten" wird so der absurden Finanzpolitik des Berliner Senats zugearbeitet, anstatt diese gründlich abzulehnen. Da gab es für den ReferentInnenrat der HU (gesetzlich AStA) nur eins: der RefRat forderte den Rücktritt des HU-Präsidenten.
"Die Berliner Universitäten haben ein Machtwort gesprochen, wie es nur Ohnmächtige sprechen können." Berliner Zeitung, 25.4.03
Mehr Infos:
http://www.allefueralle.tk
Aktionen gegen Berliner Sparpolitik:
http://www.berlin-umsonst.tk
Uni Potsdam: Alternativuni- Woche Anfang Juni:
http://www.alternativuni.de
17. Mai: Großkundgebung von ver.di und Erwerbsloseninis: ab 11 Uhr Marlene-Deitrich-Platz,
5 vor 12 am Potsdamer Platz
Studieren in Berlin? - Kannste knicken!:
http://de.indymedia.org/2003/04/50164.shtml
Sarrazin will Studenten zur Kasse bitten (Tsp.):
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.04.2003/544525.asp
Jurist: Totaler Zulassungsstopp an Universität kaum durchsetzbar:
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=30&template=arttextwissenschaft&ausgabe=17658&redaktion=1&artikel=106910090
HU-Präsident soll zurücktreten:
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/030429/berlin/story600675.html
Noch nicht sooo lange her: Damals, 2002 in NRW: Massive Streiks und Demonstrationen gegen die Bildungspolitik:
http://de.indymedia.org/2002/06/23611.shtml
Berliner Sparpläne: Uni dicht?
Eine interne Information über die Pläne von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) platzte letzte Woche in die Berliner Vor- Maifeierlichkeiten: er plane für alle Studierenden ab 2005 Studiengebühren, Langzeitstudierende sollten sogar schon ab 2004 tief in ihre leeren Taschen greifen. Die erwarteten Einnahmen, die der Finanzsenator auf jährlich 180 Millionen Euro beziffert, will er allerdings nicht den Unis zukommen lassen.
Wegen den Sparplänen beschloß die Humboldt-Universität, die bisher jährlich knapp 6000 StudentInnen immatrikulierte, einen völligen Zulassungstopp für das kommende Wintersemester. Damit können gar keine neuen StudentInnen mehr aufgenommen werden. Die anderen beiden großen Berliner Hochschulen, die Technische Universität (TU) und die Freie Universität (FU), wollen wegen der drohenden Kürzungen eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus) für sämtliche Fächer einführen. Pikant: Die Unileitung der FU gab den Beschluß flächendeckender NCs zuerst der Presse bekannt, und erst zwei Stunden später wurde die Vorlage in den Akademischen Senat eingebracht. Ein eindrückliches Beispiel für das Demokratieverständnis Berliner Unipräsidenten. Ihre Empörung beschränkte sich oft darauf, daß Einsparungen nicht direkt dem Haushalt der Unis zugute kommen würden.
Und nachdem FU-Präsident Peter Gaehtgens mit dem Ruf nach Studiengebühren schon seit längeem unrühmliche Schlagzeilen macht, legte nun auch HU-Präsident Jürgen Mlynek nach und sprach von 1000 Euro jährlich. Frei nach dem Motto "nach oben buckeln und nach unten treten" wird so der absurden Finanzpolitik des Berliner Senats zugearbeitet, anstatt diese gründlich abzulehnen. Da gab es für den ReferentInnenrat der HU (gesetzlich AStA) nur eins: der RefRat forderte den Rücktritt des HU-Präsidenten.
"Die Berliner Universitäten haben ein Machtwort gesprochen, wie es nur Ohnmächtige sprechen können." Berliner Zeitung, 25.4.03
Mehr Infos:
http://www.allefueralle.tk Aktionen gegen Berliner Sparpolitik:
http://www.berlin-umsonst.tk Uni Potsdam: Alternativuni- Woche Anfang Juni:
http://www.alternativuni.de 17. Mai: Großkundgebung von ver.di und Erwerbsloseninis: ab 11 Uhr Marlene-Deitrich-Platz,
5 vor 12 am Potsdamer Platz
Studieren in Berlin? - Kannste knicken!:
http://de.indymedia.org/2003/04/50164.shtml Sarrazin will Studenten zur Kasse bitten (Tsp.):
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.04.2003/544525.asp Jurist: Totaler Zulassungsstopp an Universität kaum durchsetzbar:
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=30&template=arttextwissenschaft&ausgabe=17658&redaktion=1&artikel=106910090 HU-Präsident soll zurücktreten:
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/030429/berlin/story600675.html Noch nicht sooo lange her: Damals, 2002 in NRW: Massive Streiks und Demonstrationen gegen die Bildungspolitik:
http://de.indymedia.org/2002/06/23611.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Frage an den/die Autor/in
Die Zahl der Studierenden bei der VV schätze ich auf 600 bis 800.
Was vielleicht noch erwähnt werden könnte: Ein Vertreter der Mitarbeiter an der HU ergriff das Wort, um seine Solidarität mit den Studierenden zu bekunden. Dabei sagte er auch, daß die Mitarbeiter gerne zusammen mit den Studierenden auf die Straße gehen würden. Daraufhin gabs natürlich kräftigen Applaus. Nächste Woche gibts dann eine weitere VV an der HU.
Die britische Erfahrung mit Studiengebuehren
Momentan wird die Einfuehrung einer sogenannten "Top-up fee" vorbereitet, sprich Regierung (Blair + Bildungsminister) und Unipraesidenten fordern sie. Diese "Top-up fee" besagt, dass Studierende an den 20 besten Universitaeten (das entspricht in etwa dem Niveau durchschnittlicher deutscher Universitaeten) pro Jahr 7500 bis 10'000 Pfund zahlen sollen (11'000 bis 15'000 Euro). Es ist absehbar, dass diese Gebuehr nach den naechsten Wahlen eingefuehrt wird.
HU-Präsident Jürgen Mlynek sollte sich das Beispiel UK angucken. Wenn er glaubt, dass Studiengebuehren die Unterfinanzierung deutscher Universitaeten mindert, dann irrt er gewaltig. Gebuehren sorgen lediglich dafuer, dass der Staat noch mehr Geld kuerzt, da es ja nun von den Studierenden kommt.
Das Beispiel Grossbritanien zeigt, dass wenn erstmal eine Gebuehr eingefuehrt ist, es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese erhoeht wird
@ FotoFixx
Was sollen die Fotos denn bringen, sie zeigen keine Inhalte oder wichtige Sachen. dokumentieren halt bloß, dass der 2. grösste Raum voll war - und einen vollen grossen Raum können sich eigentlich die meisten vorstellen.
Indy nicht vollspammen (was zwar sowieso getan wird, aber egal
Hallo FotoFixx
Fotos
Bei andern Aktion/Demos mags ja sinnvoller sein, aber hier wird ja nu nicht gegen Gesetze verstoßen und mensch will doch was gutes tun oder ? Kann nich verboten sein...
;)
Hallo Mama
1) Nazis - sammeln gerne Bilder von aktiven Linken jeglicher Art um sie auf "Anti-Antifa"-Seiten für vogelfrei zu erklären.
2) Polizei - sammelt gerne Bilder nach dem Motto "wer auf zwei Bildern drauf ist, ist 'Rädelsführer'", das hat wenig damit zu tun ob das wirklich so ist. Die haben ihre Vorgaben die sie erfüllen müssen, also "Anführer" notfalls selber aussuchen damit einer da ist.
3) Nachbarn - vielleicht ist ja der Vermieter rechts oder möchte keine "Chaoten" im Haus haben? Oder der Bruder der Freundin hat was gegen Linke und setzt die Freundin auf einmal unter Druck? Oder...
4! Selbstbestimmung! Jede/r hat das Recht selbst darüber zu bestimmen ob sie und zu welchen Zwecken gezeigt wird, vo allem medial.
Nur in Ausnahmefällen können diese Punkte mißachtet werden.
Bilder sind jetzt drinne
Kleine Bitte an den Pöbler von weiter oben: Wenn Du das hier alles als Spam empfindest, solltest Du Indy lieber nicht besuchen.