1, 2, 3 - ääähhh...
An einer Knastdemo in Berlin beteiligten sich nur knapp über 50 Leute.
Aus Solidarität mit den in der Walpurgisnacht und am 1. Mai in Berlin Festgenommenen und für die linken politischen Gefangenen gab es heute (Sonntag, 4.5.) eine Demo zum Knast in Moabit. Leider scheint das Thema nicht mehr allzu viele zu interessieren. Es kamen nur knapp über 50 Leute und die Bullen erteilten die Auflage, dass die Demo nur auf dem Gehweg stattfinden dürfte. Nach einer halben Stunde sollte es losgehen und die Demo formierte sich trotzdem auf der Strasse. Nun wurden die Bullen hektisch und drohten an, die Demo sofort aufzulösen, wenn die Leute nicht von der Strasse gehen würden. Diese Forderung wurde auch mehrmals über den Lauti verkündet. An der ersten Kreuzung machten dann die Bullen eine Kette, liessen nur den Lauti durch und drängten die Leute auf den Gehweg. So ging es dann bis zum Knast. Auch immer schön warten, bis die Ampel auf grün schaltete. Und der Lauti tuckerte nebenher. Irgendwann wurde den Bullen dann auch noch die Musik zu laut und sie drohten, den Lauti einzuziehen, wenn es nicht leiser gedreht werden sollte. Es gab dann noch zwei kurze Kundgebungen, an dem Park vor dem Knast und um die Ecke bei der Tanke. Dann wurde die Demo aufgelöst, obwohl sie zurück bis zum Ausgangspunkt angemeldet war.
Antirepression und Knastsolidarität sind nicht mehr so angesagt. Die Knastdemos werden immer kleiner. Die Bullen haben so die Möglichkeit, ihre bescheuerten Auflagen ziemlich einfach durchzusetzen. Und die Leute, die wegen ihren linken politischen Aktionen oder Überzeugnungen in den Knast gegangen sind, müssen sich langsam auch im Stich gelassen fühlen, wenn die Solidarität von draussen nur so schwach daherkommt. Vielleicht kann mir ja mal jemand erklären, woran das liegt...
Antirepression und Knastsolidarität sind nicht mehr so angesagt. Die Knastdemos werden immer kleiner. Die Bullen haben so die Möglichkeit, ihre bescheuerten Auflagen ziemlich einfach durchzusetzen. Und die Leute, die wegen ihren linken politischen Aktionen oder Überzeugnungen in den Knast gegangen sind, müssen sich langsam auch im Stich gelassen fühlen, wenn die Solidarität von draussen nur so schwach daherkommt. Vielleicht kann mir ja mal jemand erklären, woran das liegt...
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Ergänzungen
Wirklich traurige Sache
Daß es sowenige waren hat aber noch andere Gründe. Meiner Meinung nach gibts in Berlin nur noch sehr wenige politisch aktive Menschen. Vielleicht ein oder zwei Hundert. Dazu kommen dann noch mal jede Menge "Szenies" (bestimmt 1 oder 2 Tausend), die aber eher Lifestyle-Links aka Identitätspolitisch sind. Die kommen nur zu Parties und "angesagten" Ritualen. Ist manchmal echt zum Verzweifeln.
Vielleicht sollten wir zusehen, daß wir uns wieder mehr nach aussen öffnen, bevor wir ganz verschwinden.
Macht nichts
Vielleicht sollten wir eine Würstchenbude und Bierausschank bei unsern Demos mit dabei haben, vielleicht kommen dann ja mehr?
die zeit, der wandel, blabla
die gefangenen- ea- und rote_hilfe- sache geht ja zurück auf 80er jahre zustände in denen es in westberlin eine starke linke basis gab. je nu, die gibt's nicht mehr. das liegt, abgesehen von den diversen gründen warum die linke weltweit (alter, zusammenbruch des real.soz) und in deutschland (spaltung, vereinnahmung zb der grünen) in der krise ist, in berlin noch an etwas anderem: anstatt weitere generationen von autonomen entstehen zu lassen, haben dies diverse sektenheinis wahrscheinlich aus angst vor einem machtverlust verhindert - und sich abgeschottet. dann brauchte nur noch der alterungsprozess ein übriges zu tun. weiter signifikant in berlin: der strukturwandel von der insel- zur hauptstadt. damit verbunden der zuzug vieler vieler junger leute, darunter auch viele linke. die man organisieren könnte. 'man' tut es aber nicht wegen bekloppter ressentiments den 'zugezogenen' gegenüber. und lässt sie im regen stehen - selbst wenn sie von sich aus zu gremien kommen, werden sie oft auf platteste art abgefertigt, sei es mit (vorgeschützter?) zivi-paranoia oder durch überhebliches wahrheitsapostel-getue. so braucht man sich nicht wundern, wenn selbst die letzten linken infrastrukturen wegbrechen. und wenn in ein paar jahren auch die letzten besetzerkneipen schick gemacht sind, wird die autonome berliner linke nur noch in geschichtsbüchern existieren. schuld eigene, genossen.
Schade
Allerdings sitzt da im Knast garantiert auch ein Teil Leute, die am 1. Mai festgenommen wurden und keine linken politischen Gefangenen sind.
Das wäre aber auch kein Grund für die anderen nich hinzugehen.
weitere mögliche Gründe
Aber zusätzlich: Dadurch das viele Linke nach Berlin zuziehen und nicht integriert sind in bestehende Gruppe und sich nicht gegenseitig solidarisieren hat nicht nur mit dem Sektierertum der bestehenden Gruppen zu tun. (die ich auch so wahr nehme). Dazu kommt wohl ein generelles misstrauen aller gegen aller irgendwie.
Menschen vertrauen offensichtlich in bezug auf gemeinsamkeiten in pol. Fragen nur noch einigen wenigen, wenn überhaupt jemanden.
Anarcho feelings sind doch recht hoch. Auf jeden fall jene eher alleine sein Ding zu drehen als mit anderen. Dazu gehört auch sich nicht anarcho "gruppen" anschliessen zu wollen. man ist wohl lieber erstmal anarcho und steht auch eher zu eigenen fehlern als bei anderen mitzumachen um sich dadurch mit schwerer kontrollierbaren peinlichkeiten/blödsinn einzelner in einer gruppe identifizieren zu müssen. (bspw. reden auf Demos von Gruppenmitgliedern die bewirken das andere Freunden/bekannten aus dem weiteren sozialen Netz eines Gruppenmitglieds, dieses ansprechen und sagen: "Sach mal, biste nich auch in der Gruppe? Findste das ok was der/die da oben labert!")
Das ganze scheint auch eine entwicklung des durch den kapitalismus forcierten Individualismus zu sein.
Auf kurz oder lang heisst das für eine stark sein wollende linke sich entweder wieder mehr zu vertrauen, oder die linken Strukturen darauf auszurichten das ein eher anonymes Partisanentum zumindest nicht behindert wird (wie beispielsweise den Habitus in Volxküchen oder anderen Orten fremden Gegenüber immer gleich misstrauische Blicke entgegenzuwerfen).
Das heißt auch: Politik so zu machen das möglichst viele sich artikulieren können, daraus folgt: alles was kommunikation zentralisiert bzw. auf einige wenige begrenzt gehört vermieden (nämlich auf die, die zB zugang zum Mikro haben und die, die ihn nicht haben; auf die, die auf Podien sitzen, weil man "sich kennt", in Gruppentreffen zwischen denen, die sich kennen und denen die sich fremd sind.)
Daraus folgt ALLE müssten an neue Gruppendynamischen austauschformen arbeiten:
offene Mikros,
Wechselnde Moderationen,
weniger peinliche Kennenlernrituale
vermeidung von podiumsdiskussion stattdessen eher ne art fishbowl.
open space etc. etc.
Ebenfalls vom Habitus befreien, das mensch den man/frau mal auf ner pol. Veranstaltung gesehen oder "kennen gelernt" hat, so einzuschätzen das er/sie für "immer und ewig" der Gruppe von der die Veranstaltung ausging angehören möchte.
Menschen holen sich ihre "Dosis Politik" leider im moment ab wie alles andere in der Konsumwelt auch.
Das muss geändert werden, ist klar. Dazu müssen wir uns aber alle ändern.
Ich ginge noch einen Schritt weiter
@Icke
@politisch Aktiver
für eine starke linke !
hasta la victoria siempre !
ääähhh... wen hatten sie erwartet
die leute der 15 uhr demo die leute der 18 uhr demo die leute vom heini die feuer gelegt haben, die aus dem mauerpark, die antis, pros, adf, pds, exaab, abl, apk, rim, cnn, ntv, ard vom boxi, kotti, helmi, humi, vokü oder rollis, prollis,....... wen????
hat einer geschnupft ?
ääähhmm- gesundheit.
alles hat politische ursachen, hoffe da sind wir uns einig.
die gewalt der steinewerfer war politisch aber nicht politisch motiviert.
(ich muss euch leider weh tun)
es waren schurken, die dir und deinen freunden den letzten shit wegrauchen und die ec karte klauen, dir den ausweis und schlüssel abnehmen, während ihre kumpels dich beschützen und ein kaffee ausgeben, und deine wohnung besuchen. wixer - einfach wixer, die keine andere sprache verstehen als aufs maul. (ist jetzt hart wahr).
vati und mutti haben versagt aber jeden tag in butter gebratene vogelbrust auf den tisch gesetzt. die wollen sicher eine andere gesellschaft. eine gesellschaft die nach ihrem regime läuft.
ich bin hier in 36 fast 40 jahre- die wixer hier sind zwar unpolitisch, aber nicht doof. wenn sie scheisse bauen und du versuchst sie freundlich oder weniger freundlich hinzuweisen, sie brüllen faschist. aber richtig laut. und eumel und träumel aus jwd haben aufeinmal einen richtigen fascho den sie verprügeln können. krass, aber leider wahr. wehe du bist dann allein. dann klingelts bei dir im gebiss und ........
gerne spucken sie auch neben dir aus. aus respekt.
fuck it.
solange die leute sich nur im stressi den vokü fahrplan rausreissen und sonst egomane sind ......
am ersten mai war ich dabei -
15 uhr demo - max. 3000
18 uhr max. 2000
randale fuzzis am heini max. 250
3. mai
rollkommando gegen militarismus - max. 90
future mayos
- eine demo - 10 bühnen - 2 trucks - am heini battle mit gummiklötzchen, psv gegen ali achmed-kraus - breitstellung mehrer fahrzeuge zum umkippen - löschübung der wienerwache unter gummiklötzchen beschuss - abwinken der bayr. bulls mit gemeinsamen zuprosten. der bezirk hatte 35000 l befriedungs "frei" bier bereitgestellt.
manche behaupten später dem stoff wär hängolin beigemischt.
ab 1.30 2g free dope am kotti aus der asservatenkammer.
(nur gegen amtl. betuzgsschein)
was ein jammer
kinders, ich sehe gar nicht schwarz - die widersprüche verstärken sich täglich.
radikalisieren wird sich das zwangsläufig - wohin, das sollte mit an uns liegen geneigter leser.
solange sich hirnis zur avangarde aufblähen können, haben wir nicht verstanden das wir nicht die avangarde sind.
hoffe, ich bin 1hellig missverstanden worden.
grüss g
rotfront
und forceattack (roststokk)
Hallo
was heißt...
wo habt ihr eure infos eigentlich immer her??
ich gehöre zu den menschen ,die seit mehreren jahren die leute nach dem 1.mai aus dem knast abholen.(erspart euch eure kommentare wie "menschenrechtsarbeit" oder "mutter theresa" das machen schon unsere freundinnen) natürlich ist uns klar, daß wir nicht nur "linke" (was immer das sein soll, mittlerweile kenn ich mich nicht mehr aus) bzw. "politisch aktive" menschen abholen. aber ,ob ihr's glaubt oder nicht, auch dieses jahr sind wieder welche nach moabit gebracht worden, die vielleicht vor eurem strengen auge doch noch als politisch durchgehen würden. hast halt pech, wenn du durch bestimmte politische aktionen den bullen bekannt bist und die dann glücklich sind, dich wegen "beamten- beleidigung" ( von den am 2.mai entlassen gab es 4 die diesen extrem schweren vorwurf hatten)hochnehmen.
noch beschissener bist du dran, wenn du ein 17jähriger taubstummer bist, wie im schlechtesten hollywood-film wurde dieser mann zusammengeschlagen von den bullen, ... "weil er nicht schnell genug geantwortet hat".
fremd in der stadt, punk aus einem anderen land??? pech gehabt, wir kennen dich nicht, und vorsichtshalber sagen wir mal gleich das du nicht politisch bist sondern randale gemacht hast.das du jetzt in moabit sitzt, die sprache nicht spricht, als punk höchstwahrscheinlich nicht gerade toll behandelt wirst, weder von denn bullen, noch von den nasen im knast, interessiert uns nicht..... du gehörst nicht zu uns. bleib doch beim nächsten 1.mai in kroatien.
du hast dein zuhause am kotti?? du bist auf methadon und deswegen nicht schnell genug weg ,bzw. denkst dummerweise daß die bullen doch sehen müssen daß du aus anderen gründen wie die 1.mai-demo unterwegs bist???? etwas naiv, nicht politisch, braucht keine solidarität.du wirst festgenommen, 1. weil du eine "leichte beute" für die bullen bist, und 2. weil die bullen 137 festnahmen brauchen. ( wer die zeitungen gelesen hatte, wußte welche vorgaben die bullen hatten, der po-prä hat in jedem interview gesagt , daß er vermutet das trotzdem wieder soviele menschen festgenommen werden, weil "randale wird auf jeden fall sein")
du bist eine junge punkerin und auf dem weg nach hause???
du bist wütend weil die bullen dich nicht nach hause lassen und sagst einen "dummen spruch"... dein pech wenn du dann im knast landest, beleidigt und geschlagen wirst, und du dich im flur ausziehen mußt, unter dem gejohle des sek's und mit offenen zellentüren der männerzellen.
weißt du ,punkerin, deine schuld.....
so könnte ich jetzt noch seitenweise weiterschreiben ( wir haben mit etwa 50 -60 menschen geredet, nicht jede/r rauskommt will erzählen).
ja, ihr habt recht, einigen geht es vielleicht wirklich nur um randale oder so, aber verdammt, die werden doch garnicht festgenommen, es sind doch ganz andere, und ihr wisst dies auch.
habt ihr eigentlich nicht verstanden wie das spiel läuft?
stimmt
Die anderen, die zuschauen und in der Nähe sind haben meistens die Arschkarte gezogen, wenn die bullen dann gnadenlos alles niederprügeln.
Allerdings...
Warum dagegen demonstrieren?
Die vom 1. Mai lediglich wissen, daß dies der einzige Tag im Jahr mit garantierter Aussicht auf Randale ist, daß man den "scheiß Bullen" an diesem Tag just for fun ein paar Glaßflaschen an die Helme feuern kann, daß das Eigentum von Leuten aus Spaß an der Freude zerstört wird, z. B. Autos, die "leider zur falschen Zeit am falschen Ort" geparkt sind einfach umgeworfen und angezündet werden.
Was glaubst Du, wer da wohl im Knast sitzt in Bezug auf die Ausschreitungen? Vielleicht und wahrscheinlich sogar manche, die leider ohne Mollis und Steine ebenfalls zur falschen Zeit am falschen Ort waren, nämlich zwischen diesen Pottköpfen, die plötzlich angefangen haben, Randale zu machen.
Was ist die Kernforderung der Demo gewesen: Freiheit für die Gefangenen? Für welche Gefangenen genau? Ging die Demo gegen die Inhaftierung aller Gefangenen im Zuge des 1. Mai? Oder nur gegen manche, die aufgrund von Pech, Willkür und Mißverständnissen inhaftiert worden sind? Oder vielleicht doch gegen die Inhaftierung als Strafmaßnahme und damit gleichzeitig Schutz der Bevölkerung generell?
Ich befürchte ja leider Letzteres, weil ich noch nie aus der ultralinken bis anarchistischen Szene gehört habe, wie man mit Verbrechern sonst umgehen soll.
ritualisierte Knastdemos
nix nur 50!
'Auf der arbeislosendemo am 1. april in Berlin Wedding waren es doch auch nur ca. 50, jedenfalls auf der Demo. Und das bei äh wieviel Arbeitslose hat Berlin?'
blödsinn! Hast du eine null vergessen?
Am 1.april waren wir ca 400, die greenies liessen uns
(bis zur naechsten verschaerfung... err 'reform' des demo'rechts') gar auf der strasse laufen!
(wenn auch nur kurz)
Sogar die sonst die gegend verpestenden filmfan-gangs der bullozei-filmschule waren kaum zu sehen.
Klar bei x-mio arbeitslosen sind auch 400 nicht viel,
dennoch waren auf der demo etliche neue gesichter zu sehen.
Natuerlich wuerden mobile 'Würstchenbude und Bierausschank' helfen. (speziell, wenn sie a-lo preislich mal ok waeren: siehe die preise am ende von manch' anderen demos).
Also falls du einen tragbaren grill & bierfass besitzt, helfe ich gerne naechstes mal mit.
@knastabholerin
vielleicht
vielleicht interpretiert ihr mal alle ein bischen zuviel?
kann es einfach sein dass die autonomen aus den 80'ern einfach älter geworden sind und jetzt kinder haben?
kann es vielleich sein dass die einfach nicht mehr können, weil sie irgendwie für ihre kinder aufkommen.
kann es sein das die kids heute angemacht werden, von den übrigebliebenen besserwissern, die auf einmal merken, dass die eigene eingeschmissene scheibe auch ihre eingliederung in dieses system gefährdet weil sie mittlerweile wunderbar eingegliedert sind?
kann es sein das dass genau die spiessigkeit ist, die früher, den demokraten zugeschustert werden konnte weil, die alten von damals, noch richtige revolutionen erlebt hatten? die dann auch wussten, wie eine kaputte fensterscheibe zu bewerten ist und hey autos? der rest waren "linke spiesser" (marx und lenin auf den nachttisch...).
kann es sein, dass die kids einfach auch ganz anderen umgang mit politik haben, als das was von den knastläufern gerne gesehen würde?
es hat sich einiges geändert!
viele haben den glauben an demonstrationen verloren oder es als form des gebettels an die macht erkannt. sie haben erkannt, dass demonstrationen in den letzten 50 jahren wenig verändert haben - schon gar keine gefangenen aus dem knast gebracht - aber schon viele dort hin.
die kids lachen über diese "dummen" autonomen oder sonstwie linken, die sich da auf der strasse ihren kleinkrieg mit den bullen laufen. nicht weil sie nicht wüssten auf welcher seite sie stünde, oder irgendwas für bullen übrig haben, sondern weil sie sehen, dass das ein einziges rennen gegen windmühlen ist und sich so gar nichts verändert.
perspektiven für kids in der linken? wo denn? die bleiben mit ihren problemen doch total aussenvor. wer interessiert sich schon in dieser sich als links definierenden dafür wie es denen geht? wer interessiert sich schon dafür was die für eine vorstellung von ihrer zukunft. nein unsere zukunft ist es nicht mehr und sie haben sich nicht für unseren kampf zu interessieren, sondern wir die ältern sollten endlich anfangen, zu überlegen, warum wir uns nicht um darum kümmern, was die für vorstellungen habe.
vielleicht haben sie ja recht? vielleicht ist so eine knastdemo von leuten, die da zum knast laufen wirklich nur, lächerlich und führt gar nirgend wohin(ausser zu blauen augen und inneren blutungen und platzwunden)?
klar ist, das sich ohne druck nichts, aber auch gar nichts ändern wird und ohne ideen wie eine änderung von statten gehen soll sowie so nicht.
solidarität ist wichtig - mit wem? mit leuten, die nichts anzubieten haben. mit leuten, die zeigen, dass auf diesem weg nur knast und armut und elend zu erwarten ist?
ps: ich gehe schon auf knast-demos, einfach weil es auch meine freunde sind die da einsitzen. weil ich so viele hoffnungen mit ihnen versucht habe durchzusetzen und sie nur die strafe absitzen, die ich genauso bekommen hätte - das ist aber eine andere geschichte als dieses herumgehacke auf leuten, die das nicht tun. schon ganz und gar etwas anderes als erlärungsversuche, die auf schuldsuche hinauslaufen. der erste schritt ist mein eigener und nicht der eines anderen.
free all prisoners
das system ist der fehler!!
achja
da waren ein paar münchner bei mir, die hatten wohl letztes jahr dort ein haus besetzt(ja - nur für eine nacht). mit erstaunen stellten, sie fest, dass so etwas auf gar keine ablehnung sondern grossen zuspruch bei der bevölkerung fand. sie erzählten mir von alten leuten, die angerufen hatten und ihre solidarität bekundet hatten und nachfragten ob sie nicht irgendwie unterstützen könnten. dann dieses selbstniedermachen. schwachsinn es gibt eine grosse linke in deutschland. es ist nur auch in dieser linken, die einstellung weit verbreitet, die weisheit gepachtet zu haben - ohne wirklich irgendwelche ideen anbieten zu können. diese grabenkampfmentalität, das hinterherlaufen und reagieren. das gegenseitige bekämpfen von dingen die noch nie ausprobiert wurden, weil es ja doch so wichtig ist in seinen eigenen zurechtgesponnen fehlern zu verharren. das lässt manchen leuten an eine kleine linke glauben, weil sie merken, das niemand mehr an ihrer vorstellungen misserfolg-wiederholung glaubt. dass heisst aber noch lange nicht, dass die leute weniger revolutionär oder gar auf einmal rechts sind.
Berlin 1. Mai 2003 - Zusammenstellung
Witzischkeit kennt keine Grenzen
Juppie
Macht euch da gegenseitig an, dass die Demos nicht 100% korrekt war und was ihr aber selber für schlaue Schleimbeutel seid, dass ihr euch nie erwischen lasst.
Dass es einfach viel zu viel Mißstand gibt als eine hoffnungslose Demo gegen protestieren könnte is doch das Problem dass so wenig kommen. BerufsdemonstrantIn is halt n verdammt teurer Job. UNd ich glaube, als ich nach dem Castor aus einer vergleichsweise kuscheligen GESa in Neutramnm rauskam (da kommt man eigentlich nur grundlos rein) war ich sowas von froh, dass da direkt davor Essen war, Leute vor den Toren getrommmelt haben, Nette Menschemn mir PLatz zum Füßetrocknen boten.
Vielleicht sollte die Linke mal aufhören sich immer weiter zu zersplittern in Antideutsch und Imps, Antiantideutsche und Antiimps, PDS komunnistische PLattform und Linker Flügel und Dissident und Rote Liste und VoKü Gruppe wie sie alle heißen. trägt alles nur zur Elitenbildung bei.
Wär doch nett mal ne Demo gegen alles was scheiße ist zu machen! UNd so lange zu demonstrieren, bis alles was scheiße ist weg ist. Einfach aufn Alex stellen und da bleiben. Hungerstreik, Schlüsselklimpern, Topfschlagen.
In anderen Ländern nennt man das dann Aufstand oder Revolution. In Deutschland macht man das feiner und schmeißt sich auf der Loveparade ein paar Pillen rein, damit die Welt besser wird. Oder halt in der linken VoKükneipe ein paar Bier. Eigentlich kein Unterschied.
Ihr liebt das System zu sehr, als dass ihr es besiegen könntet.
Ihr seid noch viel zu fett für richtige Wut!
KnastabholerInnen sind toll!
IMK am 70.Jahrestag der Bücherverbrennung
Von: ygy< 05.05.2003 18:43
demo 10.Mai gegen die innenministerkonferenz in erfurt
das system ist der fehler!!
URL:
ich find es wichtig zur/gegen die Innenministerkonferenz zu mobilisieren, möchte jedoch anmerken das ich die Parole
"free all prisoners" nicht teile.
Mörder, Nazis, Vergewaltiger ... geniessen nicht meine Solidarität, sondern nur meine Verachtung und ich bekämpfe sie, soweit ich dazu in der Lage bin.
(Wobei eine Debatte über Deffinitionsmacht, wer ist Mörder, Nazis, Vergewaltiger...erhalten bleiben muß. Soweit in aller kürze zu den üblichen undifferenzierten platten populistischen Parolen, mit denen inflationär herumgeworfen wird)
Ansonsten wollte ich auch aufgrund des schlechten Erinnerungsvermögen und der Geschichtslosigkeit vieler Menschen auf den 70. Jahrestag der Bücherverbrennung
hinweisen
70. Jahrestag der Machtergreifung des NS Regimes
Veranstaltungswoche zum Thema und mehr
deine höflichkeiten
es ist schön dass du dich in geschichtsbewusstsein vergräbst aber mit strafe und knast hast du dich wohl nicht weiter beschäftigt.
vergiss einfach mal das strafe oder knast vor vergewaltigern oder gar mördern befreit. vergiss es! bei mord oder vergewaltigung haste mit abschreckung null chancen. funzt nicht fertig. unabhängig von knast und strafe machen die weiter oder nicht(klassisch: mord: keine wiederholungstäter).
insbesondere mit vergewaltigung wirste mit repression überhaupt nicht fertig. das heisst nicht akzeptieren - das heisst aber nach lösungen suchen(und da sind vorallem auch die männer gefragt).
du musst dafür sorgen dass es zu keinen vergewaltigungen kommt. insbesondere zb. in der hochheiligen allesüberragenden familie.
streit um die definition: ich gestehe opfern rachegefühle zu. aber der rest ist unsinn. du musst nicht irgendwie definieren welche rache angemessen ist. das kann das opfer nur fühlen und da wirst du nie ran kommen mit irgendeiner definition.
sag mir lieber, wie du vergewaltigung verhindern willst. denn kriminalität, insbesondere was du aufzählst, ist vorrangig weitergegebenes wissen. zumeist über die gesellschaft weitergegeben - über umgangsweisen, verhaltensweisen.
wer kriminalität nicht gelernt hat, ist krank und so jemand gehört schon gar nicht in den knast, sondern in behandlung.
das typisch populäre geschwalle - wahr bleibt wahr