1. Mai in Leipzig
Nachdem in den letzten Jahren der 1. Mai in Leipzig aus libertär-linksradikaler Sicht recht schwach war, gelang es auf der diesjährigen Demonstration immerhin, antikapitalistische und arbeitskritische Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Enttäuschend gering allerdings war die TeilnehmerInnenzahl von ca. 100-300 Menschen bei der traditionellen Gewerkschaftsdemo, die sich wie in jedem Jahr gegen 9 Uhr am Connewitzer Kreuz Richtung Markt in Bewegung setzte. Überraschend - vor allem für die "üblichen verdächtigen" DemoteilnehmerInnen - war das Erscheinen von ca. 20 jungen, arbeitskritischen Linksradikalen - die FAU-IAA Leipzig hatte im Vorfeld zu der Demo mobilisiert. Gemessen an der gesamten TeilnehmerInnenzahl und der frühen Uhrzeit sind 20 libertäre Linksradikale mit 4 Transparenten schon als kleiner Erfolg zu werten.
Nach einiger Zeit gelang es, fast an der Demospitze einen "Anti-Arbeits-Block" zu bilden - unter anfänglichem Widerstand von IG-Metall-Mitgliedern, die schliesslich nebeneinander im Abstand von wenigen Zentimetern zum Fronttranspi des Blocks ("Gegen Arbeitswahn und Kapitalismus") liefen, um dieses zu verdecken. Auch sonst sorgten die ArbeitsgegnerInnen für eine deutliche Belebung der - normalerweise von grauhaarigen GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen und autoritären KommunistInnen und von in Endlosschleife abgespielten, traditionellen Kampfliedern geprägten - Demo: z.B. durch viele Sprechchöre wie "Stress, kaum Geld und keine Zeit - das ist (die) freie Lohnarbeit.", "100 Jahre DGB/SPD tun dem Kapital nicht weh.", "Arbeit, Geld und Ware - da kriegt man graue Haare!", "Gegen Chefs und Spaltung - für Selbstverwaltung!"
Auf dem Marktplatz waren schliesslich ca. 300-500 Menschen zur Abschlusskundgebung anwesend. Während der eher langweiligen Reden mit den immergleichen Inhalten hatte mensch Zeit, sich die vielen Info- und Verkaufsstände näher anzuschauen. Vertreten waren u.a.: Naturfreunde e.V., Neues Deutschland, Aktionskreis Frieden, MLPD, Che-Guevara-Fans, irgendeine Finanzdienstleistungsfirma, PDS, SPD, alle möglichen Gewerkschaften, ein Bastelstand von jungen DDR-RomantikerInnen, etc.
Aus der Reihe tanzten hier: eine gemütliche Sitzecke mit Sesseln, Sofas und Teppich von der ver.di-Jugend, die FDP, die mit einem Transpi "Liberal ist sozialer." und dem Verteilen von gelben Nelken provozieren wollte, sowie Menschen vom Mobilisierungsbündnis für die Anti-Arbeits-Demo in Erfurt, die dem allgemeinen Arbeitswahn etwas Urlaubsstimmung entgegensetzen wollten - leider gingen sie mit den 2 Sonnenschirmen, einem kleinen Tisch und einem Transpi am Rande ein wenig unter. Verteilt wurden mehrere Flugblätter mit arbeitskritischen Inhalten und es wurde auf die Demo in Erfurt aufmerksam gemacht.
Demonstration "Gegen die Arbeit - Für das Leben"
Dienstag 6. Mai, 15.30 Uhr, Karl-Marx-Platz (am Juri-Gagarin-Ring) in Erfurt
Das Leipziger Mobilisierungsbündnis:
http://www.linxxnet.de/ameisen
Die Erfurter Demo-Veranstalter:
http://ameisen.arranca.de
[P.S.: Leider trat meine Kamera kurz nach Demobeginn in den Streik - höchstwahrscheinlich wird aber bald noch eine weitere (und komplette) Fotoserie gepostet ...]
Nach einiger Zeit gelang es, fast an der Demospitze einen "Anti-Arbeits-Block" zu bilden - unter anfänglichem Widerstand von IG-Metall-Mitgliedern, die schliesslich nebeneinander im Abstand von wenigen Zentimetern zum Fronttranspi des Blocks ("Gegen Arbeitswahn und Kapitalismus") liefen, um dieses zu verdecken. Auch sonst sorgten die ArbeitsgegnerInnen für eine deutliche Belebung der - normalerweise von grauhaarigen GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen und autoritären KommunistInnen und von in Endlosschleife abgespielten, traditionellen Kampfliedern geprägten - Demo: z.B. durch viele Sprechchöre wie "Stress, kaum Geld und keine Zeit - das ist (die) freie Lohnarbeit.", "100 Jahre DGB/SPD tun dem Kapital nicht weh.", "Arbeit, Geld und Ware - da kriegt man graue Haare!", "Gegen Chefs und Spaltung - für Selbstverwaltung!"
Auf dem Marktplatz waren schliesslich ca. 300-500 Menschen zur Abschlusskundgebung anwesend. Während der eher langweiligen Reden mit den immergleichen Inhalten hatte mensch Zeit, sich die vielen Info- und Verkaufsstände näher anzuschauen. Vertreten waren u.a.: Naturfreunde e.V., Neues Deutschland, Aktionskreis Frieden, MLPD, Che-Guevara-Fans, irgendeine Finanzdienstleistungsfirma, PDS, SPD, alle möglichen Gewerkschaften, ein Bastelstand von jungen DDR-RomantikerInnen, etc.
Aus der Reihe tanzten hier: eine gemütliche Sitzecke mit Sesseln, Sofas und Teppich von der ver.di-Jugend, die FDP, die mit einem Transpi "Liberal ist sozialer." und dem Verteilen von gelben Nelken provozieren wollte, sowie Menschen vom Mobilisierungsbündnis für die Anti-Arbeits-Demo in Erfurt, die dem allgemeinen Arbeitswahn etwas Urlaubsstimmung entgegensetzen wollten - leider gingen sie mit den 2 Sonnenschirmen, einem kleinen Tisch und einem Transpi am Rande ein wenig unter. Verteilt wurden mehrere Flugblätter mit arbeitskritischen Inhalten und es wurde auf die Demo in Erfurt aufmerksam gemacht.
Demonstration "Gegen die Arbeit - Für das Leben"
Dienstag 6. Mai, 15.30 Uhr, Karl-Marx-Platz (am Juri-Gagarin-Ring) in Erfurt
Das Leipziger Mobilisierungsbündnis:
http://www.linxxnet.de/ameisen Die Erfurter Demo-Veranstalter:
http://ameisen.arranca.de [P.S.: Leider trat meine Kamera kurz nach Demobeginn in den Streik - höchstwahrscheinlich wird aber bald noch eine weitere (und komplette) Fotoserie gepostet ...]
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Berichtet die LVZ ...
???
hä?
aber sicher!!!
l´état pourqoui???
Also...