Medienkrieg und Kuba

selva 02.05.2003 22:57 Themen: Globalisierung Medien Weltweit
Unter dem Vorwand des Kampfes um die Pressefreiheit
haben sich die " Reporter ohne Grenzen " in ein Instrument der Regierung in Washington & deren Interssensektion in Havana verwandelt. Zur Unterwanderung der kubanischen Revolution kaufte der Cia-Agent Robert Menard die Dienste der Pseudoreporter welche die Presse der Faschisten,Annexionisten & Batisten in Miami unterhalten........so recherchiert ein Artikel im lateinamerikanischen Netz
Etwas gekürtzte Übersetzung + Zusatz aus Spanien
( VORAB: dies ist eine meinungsfreie Übersetzung ohne jegliche persönliche Positionierung )

Unter Missbrauch der Namen internationaler Organisationen ( Granma ) war es für den neoreaktionären Pseudojournalisten , Heuchler & CIA-Agenten Robert Menard ein Leichtes, in den weltweiten Raum der Kommunikation Eingriff zu nehmen - ebenso wie die hierzu notwendige Finanzierung zu erlangen : CIA; National Endowment for Democracy ( NED ) & die United Status Agency for International Development( USAID ) .
SINA nutze die Verhaftungen wegen Kollaboration mit US-amerikanischen Interessen um eine antikubanische Hysteriekampagne im Sinne der Konterrevolutionäre in Miami zu initiieren - wobei "Reporter ohne Grenzen " weder mehr als NGO noch als unabhängig bezeichnet werden kann. ( & '#8220 / ” )
Seit bereits einigen Jahren sind Menard & RSF ( CIA ) dabei , die Redaktionen verschiedener französischer & internationaler Medien zu infiltrieren - unter dem Deckmantel der Verteidigung der Menschenrechte/ ImperialismusVariante - mit dem vermeintlichen Recht, sich in die inneren Angelgenheiten anderer Staaten einmischen zu dürfen. - abgesegnet durch die Kriegshaltung ihrer Freunde. So publizierte RSF unlängst eine
skandalöse Parallelisierung der Menschenrechtssituation im Irak und auf Kuba - um so die Unterschiede zwischen dem US- amerikanischen Angriffskrieg und der Situation Kubas , welches seine Revolution gegen eine unverfrorene Einmischung von aussen zu verteidigen sucht, zu verwischen. Während einer Pressekonferenz am 09.April wies der kubanische Kanzler Felipe Perez auf die Isolierung von Informationsquellen hin, die zwar von Kuba eingeladen worden seien, jedoch voraussichtlich in Verbindung mit der " humanitären Organisation " Menards stehen. Ein solches Ungleichgewicht ist gleichbedeutend mit
der Sabotage berichterstattender Objektivität...
Green-Card Regen
Allein das Internationale Institut der Republik der USA erhielt 2002 1 674 462 U$ $ ; Hilfe zum Aufbau internationaler Unterstützungsbasen; Instrumentarien & moralisch-ideologische Unterstützung der Aktivisten auf Kuba ( “/” ) . Am 27.12.02 erklärte Adolfo Franco ( einer der mehr als 20 Kuba-Amerikaner die als sog. Miami-Connection der Bush-Administration zugehören & der als Administrator der USAID für
Lateinamerika & die Karibik fungiert ) öffentlich vor dem Subkomitee Relaciones Exteriores de la Camara Representantes ( Kammer für Auslangsbeziehungen ) , dass die nordamerikanische Agentur für Auslandshilfen 22 Mio $$ zur Übersendung von Instrumentarien ( u. a. 7000 Radios zum Empfang von Radio Marti ) & für Propagandamaterial ec. investierte.( Radio Marti erhält jährlich 25 Mio $$ aus dem Büdget von " The Voice of America " & ist schlicht ein Sprachrohr derselben ; ¼ ). Defacto fliessen jährlich 100derte von Millionen U$ Dollars an die Kollaborateure aus Miami, Paris oder Havana.
James cason, ebenfalls Agent der CIA & Chef von SINA, Beuaftragter der US-Administration die Kampagne " Contra-Kuba" zu forcieren, erklärte im TV von Miami, dass es hierzu Treffen gegeben hat ( “ ) unter der steten Teilnahme der Fundacion National Cubano-Americano ( FNCA ) aufgebaut und unterhalten
von der CIA - im Dienste von NED & USAID - laut dem Terroristen Luis Posada Carriles , momentan in Panama, als primärer Geldgeber inhaftiert. Ebenso bemerkenswert sind die aktionistischen & ideologischen Verbindungen Casons zur paramilitärischen Version der FNCA, dem Cuba Liberty Council & den kooper rierenden Terroristen Ninoska Lucrecia Perez Castellon & Roberto Martin Perez, Letzterer verantwortlicher Organisator verschiedener terroristischer Akte gegen Cuba.
In seinem antikommunistischen Hass machte Menard seine Gruppe zu einer konterrevolutionären Agentur der Verbreitung von Des-&Fehlinformation für alle Kommunikationsmedien der Neofaschisten & Batisten Süd Floridas. So wurden mindesten 20 Journalisten mit einer monatlichen Summe zum Lebensunterhalt für " eine gewisse Tendenz ihrer Reportagen " von Menard in Dollar bezahlt. Dies Material unbestimmbarer Herkunft entspricht den Plänen des Weissen Hauses in Washington zur Diskreditierung der Cubanischen
Revolution. Die 3 Organisationen welche die Büdgets festsetzen , über deren grösste Steigerung verfügen und, unter dem " Slogan" der Verteidigung der Pressefreiheit, in Wirklichkeit jedoch als gröbste Monopolisten, den globalen Informationsmarkt bedienen, sind die Menards & die nordamerikanischen :
CPJ, New York und die Inter American Press, Miami.
Menard unterstützte ausserdem die Presse des Multimilionärs Gustavo Cisnevos & der Putschisten gegen Präseident Hugo Chavez in Venezuela. Parallel werden die brutalen Attacken auf und die Inhaftierungen von Reportern mit Verbindung zur Globalisierungskritischen Bewegung, insbesondere im Fall von Indymedia, unterschlagen. Simultan mit dem Missbrauch der Verteidigung der Menschenrechte als Rechtfertigung der patriotischen Kriegsführung George W. Bush`s und das Lancieren der " Bomben des Rassismus " unterbindet Menard , als Kooporateur der CIA , den freien Fluss der Informationen ...für den " Traum " eines" Grenzenlosen Amerikas " ( www.granma.cu )
Print > http://barcelona.indymedia.org/front.php3?article_id=40181&group=webcast

Ausserdem hierzu:
Am Sa, 26.04.03 protestierten vor dem cubanischen Konsulat in Madrid ca 3oo Personen gegen die Hinrichtung dreier Menschen, welche versucht hatten,mit einem Boot, Cuba zu verlassen.
Tatsächlich aber war diese Demonstration bereits vor Bekanntwerden dieser jüngsten Ereignisse angemeldet worden.Die Excil-Kubaner bezeichneten sie als die nummerisch grösste Konzentration innerhalb Spaniens und verschwiegen dabei, was nur durch die Kameraaufzeichnungen von Tele5 publik wurde:
Unter den demonstranten befanden sich zahlreiche Mitglieder der Neofaschistischen Partei " espana 2002 ", gegründet von dem Anwalt der Extremen Rechten Jose Louis Roberto....
Einige Medien beklagten das Fehlen politischer Unterstützung; andere zeigten nur die Transparente der Kubaner; Antena 3 ein Plakat mit Kritik an Jose Luis R. Zapatero.
Schlussatz des Artikels: " Wenn die Exilkubaner die Solidarität der spanischen Gesellschaft gegen das diktatorische Regime Castros wünschen - mögen sie Acht darauf geben, mit wem sie sich alliieren.......
Print: >  http://barcelona.indymedia.org/front.php3?article_id=38748&group=webcast
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Ergänzungen

Feind meines Feindes ist nicht mein Freund

Tom 03.05.2003 - 01:14
Die Tatsache, daß rechtsradikale & reaktionäre Kreise gegen Castro und Cuba konspirieren macht die Diktatur Castros, die Verurteilung der Dissidenten und die Anwendung der Todesstrafe nicht besser.

Desinfotainment

Johnny Walker 03.05.2003 - 01:43
Willst Du etwa das totalitäre Unterdrückerregime Castros hier rechtfertigen? Warst Du eigentlich schonmal auf Cuba? Liest Du die Berichte von ai über Cuba? Bist Du ein Befürworter von Willkürherrschaft, Meinungsdiktat. Gleichschaltung und Misswirtschaft?

Ziemlich billiger Versuch, erinnert mich an den debilen "Schwarzen Kanal" des DDR-Fernsehens. Sorry, aber sowas muss Indymedia nicht haben.

@ Johnny Walker & Co.

Tania Bunke 03.05.2003 - 02:06
Ich glaube, du bist noch nie auf Cuba gewesen,
andernfalls würdet du sicher nicht so eine
undifferenzierte, reaktionäre Kacke rausblasen!!

Auch ich bin keine Freundin der Todesstrafe,
Cuba würde sich nix vergeben, sie abzuschaffen.

Aber eine inhaltliche politische Diskussion
bewegt sich immer in einem weltlichen Kontext.

GEH SPIELEN!!

An alle

Differenzierter 03.05.2003 - 02:25
Kuba muss man wohl sehr differenziert sehen. Einerseits eine gute Gesundheitsversorgung (Lebenserwartung auf Westniveau, da kommt sonst kein anderes Land dieser Kaqtegorie hin)und eine gute Schulbildung. Außerdem gilt es zu bedenken, dass dieses Land unter Jahrzehnten des Wirtschaftsembargos leidet und sich dafür noch echt gut hält. Andererseits Unterdrückung jeglicher Opposition und Todesstrafe, so kann ein fortschrittliches sozialistisches Land einfach nicht aussehen, wenn es etwas besser machen will. Und Leute hinzurichten, nur weil sie das Land verlassen möchten, steht doch der linken Utopie von offenen Grenzen krass entgegen.
Trotzdem muss man sagen, dass unter dem Joch des Wirtschaftsembargos einiges geschafft wurde, und wenn dieses nicht bestehen würde, würde es wahrscheinlich auch politisch freier zugehen.

....

redessaince 03.05.2003 - 05:01
Ich war an Ostern auf Kuba.
Wie von "differenzierter" beschrieben, ist die Armut weit geringer als in den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern.
Das Bildungssystem scheint relativ gut zu sein und das gesundheitssystem leidet nur unter fehlen an wichtigen Medikamenten, die in der benötigten Masse nicht importiert werden können.
Aber politische freiheit existiert auf Kuba kaum.
Es gibt praktisch nur eine Zeitung "Granma", die nicht unter aufsicht der Partei steht und sogar die primitivsten sachen wie z.B. einen Diebstahl nicht berichten darf (den in sozialistischen Ländern existiert angeblich kein Diebstahl) und praktisch Innenpolitisch nur irgendwelche Entscheidungen bejubeln darf.
Internetzugang ist nicht gestattet.
Es existieren zwei staatliche Sender.
Radiosender dürfen nur kubanische Gehört werden und ganz besonders kein BBC (auch wenn das viel doch geschieht und großteils toleriert wird).
Es wird Zeit, dass Fidél die Revolution für beendet erklärt und mehr politische Mitbestimmung und politische Freiheit zulässt.
Ich bin mir sicher, dass der Großteil der Bevölkerung sehr wohl das Positive des Systems erkennt und keine Kapitalistischen Staat anstrebt, wie der große Nachbar USA einer ist.
Durch die hohe Bildung sollten die Kubaner schlau genug sein zu wissen, dass sie den Wohlstand der USA auf einem solchen Wege nicht erlangen können-

reporter ohne grenzen

03.05.2003 - 08:21
sind ein reaktionärer bis faschistischer haufen, das ist seit jahren offensichtlich. nicht nur bezgl. cuba. in spanien ist es auch nicht anders. jede kritik an der widerlichen gleichgeschalteten spanischen presse wird als angriff auf die pressefreiheit, bedrohung der pressefreiheit oder terror gegen dieselbige denunziert. dass währenddessen im baskenland jegliche form von freier meinungsäusserung mit staatsterrorismus begegnet wird, war diesen heuchlern noch nie auch nur ein wort wert.
aber ihre arbeit wirkt leider, wie mensch hier oben in einigen kommentaren sehen kann...bitter. die menschen auf cuba wissen selbst am besten, was gut für sie ist. also hört auf, ihnen ständig zu sagen, in was für einem beschissenen system sie leben. sie entscheiden sich seit jahren für das, was ist. und wenn der terror seitens der usa aufhören würde, hätten die leute dort vielleicht auch wieder mehr spielraum, die revolution fortzusetzen.

reportern ohne grenzen die grenzen zeigen!
cia-agenten wegsperren. für immer.

@: Tania Bunke

johnny Walker 03.05.2003 - 11:14
ai und Reporter ohne Grenzen sind also undifferenziert? Ja, das ist auch gut so, weil sie keine ideologischen Scheuklappen haben. Leide bezahlen dafür einig mit ihrem Leben, aber das ist den Idealisten von der linksextremen Ecke egal. Wer von "reaktionär" faselt sollte man ganz stille sein. "Reaktionär" sind für mich die Leute, die an den alten totalitären Foltersystemen festhalten. Die die DDR gerne zurückhätten. Ich war schon des öfteren auf Kuba, und nicht nur im Asta-Vergnügungsressort. Und freue mich immer, wieder zurück zu kommen, in ein Land, wo man seine Meinung sagen darf. Frag mal die Leute auf Kuba, was passieren würde, wenn Fidel die Grenzen öffnen würde, für Investitionen, für die Menschen und für freie Meinung. Das erzählen sie Dir natürlich nur hinter vorgehaltener Hand.

Es wird Zeit, dass Castro abtritt.
Freie Wahlen für Kuba.
Darauf einen Cuba libre ....
Schönes Wochenende, hasta lunes.

PS: ohne Demokratie und Menschenrechte bringt eine "inhaltliche" Diskussion wenig.

Geh selbst spielen, wenn Du ein Mann wärst würd ich sagen: am besten das, wa Du am besten kannst: cinco contra uno.

auf diese "Revolution" pfeif ich

clandestino 03.05.2003 - 12:08
Für die Castro-Freunde ist alles ne riesige Verschwörung, wirklich lächerlich. Wie schon oben gesagt: Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund. Und das Gegenteil von Scheisse ist nicht Gold. Die Revolution auf Cuba steht noch aus. Castro steht jeglicher emanzipativer Entwicklung im Weg. Verstaatlichte Gesellschaft oder Kapitalismus, Pest oder Cholera. Wie war noch mal das Ergebnis der letzten Volksabstimmung zugunsten der "Verewigung des Sozialismus"? 99 %? :-)))
Scheisst auf Castro, lest lieber Pedro Juan Gutierrez oder Reinaldo Arenas. Und spült Marxismus-Leninismus und Völkerfreundschaft die Toilette runter.

noch differenzierter

rfo 03.05.2003 - 13:44
Wenn über mangelnde Pressefreiheit auf Cuba geredet wird, muss auch immer bedacht werden, dass auf Cuba Papiermangel herrscht. Das Papier würde garnicht für mehrer Tageszeitungen reichen. Und das in diesem Falle die Regierung nur Ihre Zeitung haben will ist verständlich. Das Problem Cubas ist differenzierter als hier diskutiert wird. Z.B wollten die revolutionäre nicht so ein System wie es herrscht, auf die Idee mit dem "Sozialismus" sind sie nur gekommen, weil nach den Verstaatlichungen nach dem Sturz Batistas Cuba von ihrem ehemaligen wirtschaftlichen Hauptpartner USA isoliert wurden und die SU sich als neuer Partner angeboten hat.
Die Situation auf Cuba wäre eine ganz andere, wenn die USA dieses Land endlich normal behandeln würden. Die Situation wäre auch eine andere, wenn nicht tausende von Europäern und Kanadiern zum billig Ficken in die Caribik fliegen würden.
Bei den Todesstrafen geht es auch nicht um normale Ausreise, die theoretisch erlaubt ist (auch wenn sie für einen Kubaner nicht finanzierbar ist, da der Peso nicht als Währung "anerkannt" wird.
Und das die Cubaner keine ausländischen Sender hören dürfen ist mir neu, bei meinem Kubaaufenthalt, wo ich privat und teilweise illegal (bei Kubanern wohnen ist nur mit Genehmigung möglich --> Verhinderung von Prostitution) und in Hotels für Kubaner und Touristen gewohnt habe, wurden auch immer amerikanische Sender im TV gesehen.
Und die Stimmung im Lande war unterschiedlich, in Havana war sie nicht so Regierungsfreundlich (Havana war auch der Revolution abgeneigt und tendierte zu Batista), aber auf dem Land waren die Menschen schon dem Regime sehr positiv eingestellt. Weil dem normalen Bauern geht es einfach viel besser.
Die Versorgungslage in Havana war teilweise sehr schwierig, was die Versorgung mit Fleisch und Konsumgütern angeht, aber es gibt keine Menschen, die Hungern mußten. Es gab viele Soja-Ersatzprodukte, z.B. Soja-Eise, weil die Milch für die Schulkinder ist. Die Versorgung mit Gemüse ist eigentlich sehr gut, nur ist das Interesse an Gemüse nicht sonderlich groß.
Die Versorgungslage in anderen Regionen ist definitiv besser, auch sind die repressiven Elemente des Systems weniger zu spüren, genauso wie der "Run" nach Dollars nicht so zum tragen kommt.
Faszinierend fand ich auch, dass es keine Rolle spielte, was die Menschen beruflich machen, die eine Familie, bei der wir wohnten, da war die Frau Ärztin und der Mann KFZ-Mechaniker und in der anderen Familie, bei der wir oft zu Besuch waren, da war der Mann Tabakbauer und seine Frau ist gerade Juristin geworden (sie wohnten in einer kleine Hütte mit Lehmboden und Brunnen, waren aber sehr zufrieden). Die Eltern der Frau wohnten in Havana am Malecon, in einem traumhaften Haus, mit Atrium 5 Zimmern, eine absolute Luxuswohnung und waren nur am Schimpfem über die Regierung, weil der Mann als Akademiker nicht genug Dollars verdiente. Es war eine Interessante Diskussion mit Ihm, dass er sich die Wohnung unter "normalen" Umständen nicht leisten könnte. Aber die ganze Sache mit der hohen Miete in Deutschland war den Cubanern kaum zu erklären. So, ich höre mal auf, ich komme immer von einem Thema zum anderen. Es gäbe noch soviel zu erzählen, z.B. die ganzen Sextouristen und der teilweise absurde Kampf dagegen oder das Problem mit den Dollars und den Touristikzentren und all die anderen Probleme mit der Privatwirtschaft im "Sozialismus" und den Streit zwischen Partei und Jugend um das Thema. Interessant sind auch die Versuche der Mitbestimmung in den Betrieben oder das Schulsystem (was in unseren Augen manchmal putzig anmutet, wenn man die kurzen in Ihren Uniförmchen sieht, oder das Gesundheitssystem was auf der einen Seite nicht funktionieren kann, weil es an allem fehlt, deshalb aber führend auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Vorsorge ist. Aber andererseit gibt es eine starke Gentechnikindustrie, die versucht gegen Konzerne wie Montesan zu arbeiten und versucht den Kreislauf von veränderten Saatgut und Düngern in der dritten Welt zu durchbrechen.
Auch darf die internationale Solidarität nicht vergessen werden, für die Cuba, trotz aller Probleme, riesen Summen an Geld ausgiebt. So werden US-Amerikaner der Unteschicht (die sich ein Studium nicht leisten können) zu Ärzten ausgebildet, wenn sie zusagen, dass sie in den USA in den Ghettos arbeiten und sich um die Ärmsten der Armen kümmern.
Oder den Versuchen zu Mitbestimmung in den Betrieben
Wie gesagt, es gibt soviel über Cuba zu berichten und es ist schwierig zu verstehen und zu deuten.
Bei der Betrachtung Cubas sollte fairerhalber immer berücksichtigt werden, dass Cuba immernoch in einem faktischen Kriegszustand überlebt. Ebenso kann Cuba nicht mit einem europäischen Land verglichen werden sondern sollte mit einem Land der Region verglichen werden und da hat es viele positive Seiten und natürlich auch negative.
Für eine kritische Solidarität mit Cuba!

@rfo

Tom 03.05.2003 - 15:38
Danke für Deinen Beitrag. Das war eine echte Ergänzung. Ich war noch nie auf Cuba und habe ganz, ganz widersprüchliches gehört. Eines ist sicher: Ohne die reaktionären Exilis käme Castro unter einen ganz anderen Druck von außen und innen. De facto hat Castro der CIA viel zu verdanken. Wie ja auch Saddam dank Embargo mittels Lebensmittelkarten die Bevölkerung sehr viel besser unter Druck halten konnte. Wie auch immer: Die Verurteilung der Dissidenten war die größte Bankrotterklärung seiner Diktatur, die sich denken läßt. Und das schlimme ist, daß er damit umso besser durchkommt, je mehr die USA den Druck erhöht.

Die Hinrichtungen war ein Fehler...

Alfons Kilad 03.05.2003 - 16:13
Vor allem schönen Dank für den Artikel, der tiefere Einblicke gewährt und zum Verständnis beiträgt..

Ich kenne Kuba recht genau und habe selbst mit Dissidenten
gesprochen.

Die positiven Seite dort überwiegen deutlich den negativen, auch wenn dies Besucher anderer Länder oft stärker wahrnehmen als manche Cubaner selbst. Es gibt genau betrachtet in Kuba mittlerweile sogar eine bessere soziale Grundversorgung aller als im sterbenden deutschen Sozialstaat.

Es stimmt eindeutig, dass seit Bush viel extremer wieder versucht wird, von innen als auch von außen, Cuba zu destabilisieren.

Trotzdem war die Reaktion der cubanischen Regierung ein Fehler. Zurecht wird betont, dass die Feindschaft zu den Gegnern Kubas nicht bedeuten kann für die Todesstrafe zu sein. Dies ist der erste Fehler der kubanischen Regierung.
Haftstrafen hätten gereicht, Öffentlichkeit hätte eher genutzt als geschadet. Damit verbunden ist der zweite Fehler Kubas: sie haben genau das gemacht, was die Gegner Kubas, voran die USA wollten - eine Ablehnung Kubas.

Zwar hat Kuba in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass dort aus Fehlern selbstkritisch gelernt wird, wie z.B.
bezüglich Bürokratie oder der starken Übernahme sowjetrussischer Normen in den 70ziger und 80ziger Jahren,
oder der Freigabe des Dollars anstatt "Intershop"-Wirtschaft; ob dies diesmal wieder geschieht ist fraglich,
ja gefährlich - da Kuba bereits auf der Liste der durch die Bush-Junta zu eleminierenden Staaten steht.

Hier trifft natürlich auch folgende linke Einstellung zu:
Eine Ablehnung der gegenwärtigen Politik Kubas, kann nicht bedeuten deren Feinde positiv gegenüberzustehen und deren
Machenschaften gut zu heißen.

@alfons kilad

clandestino 03.05.2003 - 18:15
>Die positiven Seite dort überwiegen deutlich den negativen, auch wenn dies Besucher anderer Länder oft stärker wahrnehmen als manche Cubaner selbst. Es gibt genau betrachtet in Kuba mittlerweile sogar eine bessere soziale Grundversorgung aller als im sterbenden deutschen Sozialstaat.

Alle werden versorgt mit gleichviel Mangel auf Cuba, soviel steht fest und das wahrscheinlich teilweise wirklich besser als hier. Aber das macht Folter und Todesstrafe und Dissidentenhetze nicht wett. Ausserdem geht es bei einer Revolution um mehr als das Erlangen eines materiellen Auskommens für alle, nämlich um die Emanzipation von Herrschaft. Selbst wenn man den Druck der USA auf Cuba miteinbezieht und all die Steine, die Cuba vom big brother aus dem Norden in den Weg gelegt werden miteinbezieht, waren, sind und bleiben Castro & Co. eine linksreaktionäre Blockade für wirklich emanzipative Umwälzungen. Das Konzept der marxistisch-leninistischen Menschen- und Ressourcenverwaltung und der nachholenden industriellen Entwicklung ist schon lange gescheitert und selbst wenn es funktionieren würde, bleibt es der falsch Weg, da er eben in die Verewigung des Staates führt, der selbst nichts ist als ein Resultat der kapitalistischen Barbarei. Man kann den Staat nicht beliebig für Zwecke einsetzen, die seinem Wesen absolut widersprechen, das ist ein ganz grosser Irrtum.

>Hier trifft natürlich auch folgende linke Einstellung zu:
Eine Ablehnung der gegenwärtigen Politik Kubas, kann nicht bedeuten deren Feinde positiv gegenüberzustehen und deren
Machenschaften gut zu heißen.

Selbstverständlich kann es das nicht heissen. Aber solidarische Kritik an der Todesstrafe ist auch nicht besser.

Cuba libre

Brenner 04.05.2003 - 17:30
Dass es in Cuba keine Meinungsfreiheit gibt, weil Papiermangel herrscht, hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Warum wohl der "Peso" nicht als "Währung anerkannt ist? Ja, überlegt mal. Ein, zwei Semester VWL könnten da nicht schaden ... wenn dem Peso ein realer Wert entgegenstünde und keine Fantasiewerte, dann wär alles i.O. Aber so ist das nunmal in der Planwirtschaft ... war übrigens in der DDR nicht anders.

Die negativen Aspekte in Kuba sind dermassen übel, dass ich wenig positive finde. Kleine Preisfrage: was würde passieren, wenn die Grenzen geöffnet würden? Millionen von US-Amerikanern würden nach Kuba fliehen, um Arbeitslosigkeit und Ausbeutung zu entgehen... Wär ein lustiges Thema für einen Film namens "Good bye, Castro".

Ich finde es zum Kotzen, wie hier ein paar "Linke" das Elend, die Unterdrückung, die Abschneidung von Menschenrechte für ihre Spielwiesen in Kauf nehmen, weil sie selbst nicht drunter leiden zu haben.

Wiedergabe

selva 06.05.2003 - 09:58
Dieser Artikel ist eine ÜBERSETZUNG
wie sie unter der angegebenen URL
steht
keine Meinung dazu-kein Kommentar
warum soll diese position hier nicht benannt
werden-wenn sie so im LateinoNetz steht
Kontroverse-Kontroverse-Kontroverse: JA
Die Auseinandersetzung mit " fernen " Positionen
halte ich für relevant

Schon immer

Ralf 06.05.2003 - 22:51
Hallo Selva,

die waren nie anders. Wer der El Mundo Lügnerin und Hetzerin, Carman Gurrutchaga einen Preis verleiht und wer quasi die Schließungen baskischer Zeitungen und die Inhaftierung deren Journalisten gutheißt und dazu schweigt, da weiß man mit wem man es zu tun hat

todesstrafe

solemio 06.05.2003 - 23:08
ja, die todesstrafe gehoert in cuba, wie in soviel anderen staaten der welt, leider zum strafsystem. aber soweit ich gehoert habe, wurde sie dort seit 10 jahren das erste mal wieder angewendet.
also da frag ich mich doch die ganze zeit, warum aus der durchaus berechtigten kritik an der verurteilung diese hysterie entstanden ist?
vergleich ich das z.b. mit texas, erscheint cuba eher sanft.