Bericht: Walpurgisnacht in Berlin [Mauerpark]
Nachdem es bereits in letzten Jahr zu Krawallen gekommen war, waren auch dieses Jahr wieder Ausschreitungen zu erwarten und so kam es dann auch. Die Polizei wollte sich zurückhalten, solange die Feuer nicht auf die Straße verlegt würden und keine Bäume gefährdet seien. Dennoch waren 2.500 Bullen vor Ort und im Hintergrund standen auch schon Wasserwerfer bereit.
Fotos folgen bis hoffentlich Dienstag.
VERLAUF:
Als ich mit meinem Kumpel so gegen 21:30 im Mauerpark ankam war die Lage noch sehr ruhig. Zwei größere Feuer brannten, und die Stimmung wirke einigermaßen ausgelassen, auch wenn hier und da schon einige sehr alkoholisiert wirkende Personen rumpöbelten. Wir gingen von der Max-Schmeling-Halle vor zur Eberswalder Str.. Der Bereich, der letztes Jahr als WC benutzt wurde war diesmal von den Grünlingen abgesperrt. Sie trugen ihre Helme zwar bei sich aber nicht auf dem Kopf.
Unten stand ein Antifa-Truck auf dem eine Reggae-Band spielte. Ein paar Meter weiter Richtung U-Bhf stand noch eine weitere Bühne und einige Stände waren dort. Was mich nur störte war der Fakt, das da irgendwie haufenweise Nazis im Mauerpark zu seien schienen. Bereits im Park stand eine Gruppe die verdammt, nach Naziskins aussah. Hier brüllte gerade jemand "Ausländer raus!". Keine Ahnung was diese Arschlöcher hier wollten [später auf dem Rückweg brüllten noch irgendwelche Prolls andauernd: "Zecken!"].
Aufgrund des einsetzenden Regenschauers gingen mein Kumpel und ich noch vor zu Konopke und setzten uns da hin. Auch hier sehr viele Menschen aber, mal abgesehen von einem Autofahrer, der Versuche eine Ampel umzufahren, auch hier noch sehr ruhig. Als der Regenschauer vorbei war, gingen wir wieder zurück um noch weitere Leute von uns zu suchen. Der Park wurde voller und voller. So saßen wir da unten rum [inzwischen hatten wir etliche Leute getroffen].
Hubschrauber waren keine zu hören, aber dafür hatten die Bullen die Flutlichtscheinwerfer der Stadions eingeschaltet und die ganze Wiese war hell erleuchtet. Ob es nun taktisch klug war oben auf der Wiese und unten auf der Eberswalder Stellung zu beziehen ist fraglich. Natürlich konnten die Bullen so verhindern, dass die Leute ein kleines Feuer auf der Straße machten [wie im letzten Jahr] und hatten die ganze Zeit Überblick, allerdings waren sie so die ganze Zeit present, was dann auch irgendwann dazu führte, dass irgendwelche Leute anfingen die unbehelmten Pozilisten mit Flaschen zu bewerfen. Laut der Polizei 'Chaoten, die überwiegend nicht aus dem linken Feld kommen'. Ob das nun stimmt, weiß ich nicht genau, aber ich könnte mir es gut vorstellen. Einmal aufgrund dessen, das der 1. Mai mehr und mehr unpolitisch ist, und zweitens ging, soweit ich weiß, von den Bullen keine direkte Provokation aus.
So fingen jedenfalls gegen Mitternacht die Krawalle an. Die Polizisten standen immernoch oben auf dem Berg in einem enormen Flaschenhagel [Steine flogen nicht, da es im Mauerpark keine gibt]. Auch flogen jetzt die Feuerwerkskörper, die vorher nur in den Himmel abgeschossen wurden in Richtung der Herren in Grün. Aber irgendwie machten diese nicht viel. Sie standen nur dumm rum. Erst wollte mir nicht ganz einleuchten, warum sie nicht reagiereten. Aber im Laufe der Zeit postierte sie oben auf dem Berg eine immer längere Bullenkette - sie waren also nur beim vorbereiten der Räumung. Mich störte nur irgendwie, dass sie bereits so nah waren. Im Vorjahr blieben die Krawalle überwiegend im vorderen Bereich des Parks.
Und dann irgendwann fingen die Bullen auch an zu räumen. Etliche Leute fingen an zu rennen als die Bullen den Hügel runter kamen. Weiterhin wurden Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Pozilisten geworfen. Dennoch arbeiteten sich diese langsam vorwärts und trieben so die Leute in den hinteren Teil des Parks. Links von mir auf dem Weg liefen bereits etliche Bullen im Pulk. Glücklicherweise trennten mich Büsche von ihnen, dennoch wollte ich mit ihnen auf einer Höhe bleiben, damit sie nicht hinter mir zu machen und ich in der Falle sitze. Die Grünlinge auf der Wiese, auf der auch ich war, waren noch gut 30m entfernt. Sie liefen aber so langsam, wie die Leute, die sich zurück zogen. Überwiegend zählte ich mit zu den letzten Reihen. Das heißt, dass sie Distanz hielten. Ob das nun Taktik war, oder sie einfach keine Flaschen abkriegen wolten weiß ich nicht.
Dann irgendwann wurde es eng und einige Leute fingen an zu drängeln. Hinten am Ende drängelten sich etliche Leute auf einem Spielplatz ich bog links ab vor die Max-Schmeling-Halle [die Bullen links waren langsamer geworden, ich wollte aber trotzdem nicht riskieren in einen Kessel zu kommen. Vor der Max-Schmeling-Halle traf ich dann den Rest meiner Leute wieder, die schon vorgelaufen waren. Sie drängelten mich zum gehen.
Plötzlich flog die erste Tränengasgranate. Ich glaube es blieb bei dem Zeitpunkt bei nur einer, weiß aber nicht ob später hier noch mehr eingesetzt wurde.
Hinter der Max-Schmeling-Halle in einem eingezäunten Bereich stand eine Hundertschaft, mit Schilden und Hunden. Ich stellte mich an den Zaun, um ein Foto zu machen, plötzlich ging das große Tor auf. "UPS! Was'n nu los?" Ich entfernte mich rasch, weil ich plötzlich schiss bekam, dass mir einer der Bullen den Film abziehen will. Aber dann marschierte die ganz Hundertschaft raus und machte einfach hinter mir dicht [hinter mir = zwischen mir und dem Mauerpark, wo immernoch Krawalle waren]. Das heißt, ich hatte Glück dass meine Kumpels so gedrängelt haben, sonst wär ich jetzt noch auf der anderen Seite gewesen. Ich glaube sie haben die Leute zwar noch rausgelassen, aber sicher ist sicher =)...
Dann gingen wir vor zum U-Bhf Eberswalder. Dort war es völlig ruhig. Es waren zwar viele Leute da, aber kaum Polizei. Der Bahnhof wurde ab und zu dicht gemacht und dann aber auch wieder geöffnet.
Plötzlich kommt in entgegengesetzter Fahrtrichtung ein fast schwazer Bullenwagen angerast [Format: Wanne, aber etwas größer und ohne Fenster - BGS?], ohne Sirene. Ich hatte ihn noch rechtzeitig gesehen und konnte so wegspringen, bei einem meiner Kumpel fuhr er vielleicht mit 20cm Abstand in einem Affenzahn vorbei. Ich stand genau in seiner Bahn. Hätte ich ihn nicht gesehen, hätte er mich umgekarrt - bei dem Speed hätte der nicht mehr bremsen können! Ich hab mich so über den aufgeregt - hätte er nicht einfach seine Sirene anmachen können, dann hätte ihn jeder gehört. Verdammte Idioten!!! Ich stand zwar auf der Straße, aber die war ja eh gesperrt und so standen da auch etliche andere Leute.
Von einem Kumpel erfuhr ich auch, dass sie ihn im Mauerpark beinahe umgerannt hätten, obwohl er seine Hände erhoben hatte.
Über dem Mauerpark kreiste jetzt ein Hubschrauber. Ich glaube vom BGS.
Bald entschieden wir uns zu gehen, bis dato [also ca. 01:00] war es hier vorne immernoch ruhig. U-Bahn und Nachtbusse fuhren nicht mehr so mussten wir laufen. Zuhause angekommen konnte, man immernoch das helle leuchten der Scheinwerfer am Himmel sehen. Ich lag so bei offnem Fenster im Bett [ca. 02:00] und der Wind wehte aus Richtung das Mauerparks immerwieder irgendwelches Polizeigequäke zu mir rüber. "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" Aha, da war also immernoch was los, und es hatte sich auf die Schönhauser Allee verlegt. "Bitte folgen sie den Anweisungen der Polizei ... ... unterlassen sie die Straftaten" Und noch einen Haufen anderes Zeugs. Das ging so eine ganze Stunde, also bis um 3:00. Und immer und immer wieder: "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" Dann machte ich entnervt mein Fenster zu, weil ich so nicht pennen konnte. Randnotiz: ich wohne ein gutes Stück vom Mauerpark weg.
FAZIT:
Schade, vor zwei Jahren war's noch ruhig im Mauerpark. Jetzt kam es im zweiten Jahr in Folge zu Krawallen und wird sich wahrscheinlich auch in den näxten Jahren so fortsetzen. Trotz der Bemühungen der Bewohner mit Hilfe eines eines kleinen Festes, eine andere Stimmung aufkommen zu lassen, schlug Punkt 0:00 die Stimmung um. Ich hab's nix gegen Krawalle wie beim Naziaufmarsch Dezember 2001 oder beim Bush-Besuch [was stellen sich die Bullen auch den Leuten in den Weg?], aber diese Form von Krawallen finde ich Scheiße! Was bringt es denn irgendwelche Bullen grundlos mit Flaschen zu bombardieren?
Zum Polizeieinsatz selbst? Hmm, naja. Warum stehen sie auch, für jeden sichtbar auf dem Hügel? Wenn auch ohne Helm und Schild, aber trotzdem ist es irgendwann klar, dass irgendwas passiert. Taktisch hatten sie zwar eine gute Position so, aber waren halt auch eben provokativ präsent. Zwar aus den Fehlern im letzten Jahr gelernt aber dafür neue gemacht.
Inzwischen zieht es auch etliche Krawall-Prolls und sogar Nazis in den Mauerpark. Was wollt ihr im Mauerpark? Verpisst euch ihr dreckigen Rassistenschweine. Vorschlag für's näxte Jahr: jeder der irgendwo Nazis sieht oder hört bewirft die mit Flaschen...
ZITATE:
Bulle: "Hmm, es riecht hier irgendwie nach Tränengas..."
Bulle: "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" --> Nach dem 100. Mal hatten es sicher alle Leute im Umkreis von 3km mitbekommen...
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Weitere Berichte und Fotos zu linken Demos im Raum Berlin:
http://mai.unbefugter.de
[Hinweis: dieser Bericht und der zum 1. Mai sind noch nicht hochgeladen [server-probleme], aber hoffentlich bis mitternacht]
VERLAUF:
Als ich mit meinem Kumpel so gegen 21:30 im Mauerpark ankam war die Lage noch sehr ruhig. Zwei größere Feuer brannten, und die Stimmung wirke einigermaßen ausgelassen, auch wenn hier und da schon einige sehr alkoholisiert wirkende Personen rumpöbelten. Wir gingen von der Max-Schmeling-Halle vor zur Eberswalder Str.. Der Bereich, der letztes Jahr als WC benutzt wurde war diesmal von den Grünlingen abgesperrt. Sie trugen ihre Helme zwar bei sich aber nicht auf dem Kopf.
Unten stand ein Antifa-Truck auf dem eine Reggae-Band spielte. Ein paar Meter weiter Richtung U-Bhf stand noch eine weitere Bühne und einige Stände waren dort. Was mich nur störte war der Fakt, das da irgendwie haufenweise Nazis im Mauerpark zu seien schienen. Bereits im Park stand eine Gruppe die verdammt, nach Naziskins aussah. Hier brüllte gerade jemand "Ausländer raus!". Keine Ahnung was diese Arschlöcher hier wollten [später auf dem Rückweg brüllten noch irgendwelche Prolls andauernd: "Zecken!"].
Aufgrund des einsetzenden Regenschauers gingen mein Kumpel und ich noch vor zu Konopke und setzten uns da hin. Auch hier sehr viele Menschen aber, mal abgesehen von einem Autofahrer, der Versuche eine Ampel umzufahren, auch hier noch sehr ruhig. Als der Regenschauer vorbei war, gingen wir wieder zurück um noch weitere Leute von uns zu suchen. Der Park wurde voller und voller. So saßen wir da unten rum [inzwischen hatten wir etliche Leute getroffen].
Hubschrauber waren keine zu hören, aber dafür hatten die Bullen die Flutlichtscheinwerfer der Stadions eingeschaltet und die ganze Wiese war hell erleuchtet. Ob es nun taktisch klug war oben auf der Wiese und unten auf der Eberswalder Stellung zu beziehen ist fraglich. Natürlich konnten die Bullen so verhindern, dass die Leute ein kleines Feuer auf der Straße machten [wie im letzten Jahr] und hatten die ganze Zeit Überblick, allerdings waren sie so die ganze Zeit present, was dann auch irgendwann dazu führte, dass irgendwelche Leute anfingen die unbehelmten Pozilisten mit Flaschen zu bewerfen. Laut der Polizei 'Chaoten, die überwiegend nicht aus dem linken Feld kommen'. Ob das nun stimmt, weiß ich nicht genau, aber ich könnte mir es gut vorstellen. Einmal aufgrund dessen, das der 1. Mai mehr und mehr unpolitisch ist, und zweitens ging, soweit ich weiß, von den Bullen keine direkte Provokation aus.
So fingen jedenfalls gegen Mitternacht die Krawalle an. Die Polizisten standen immernoch oben auf dem Berg in einem enormen Flaschenhagel [Steine flogen nicht, da es im Mauerpark keine gibt]. Auch flogen jetzt die Feuerwerkskörper, die vorher nur in den Himmel abgeschossen wurden in Richtung der Herren in Grün. Aber irgendwie machten diese nicht viel. Sie standen nur dumm rum. Erst wollte mir nicht ganz einleuchten, warum sie nicht reagiereten. Aber im Laufe der Zeit postierte sie oben auf dem Berg eine immer längere Bullenkette - sie waren also nur beim vorbereiten der Räumung. Mich störte nur irgendwie, dass sie bereits so nah waren. Im Vorjahr blieben die Krawalle überwiegend im vorderen Bereich des Parks.
Und dann irgendwann fingen die Bullen auch an zu räumen. Etliche Leute fingen an zu rennen als die Bullen den Hügel runter kamen. Weiterhin wurden Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Pozilisten geworfen. Dennoch arbeiteten sich diese langsam vorwärts und trieben so die Leute in den hinteren Teil des Parks. Links von mir auf dem Weg liefen bereits etliche Bullen im Pulk. Glücklicherweise trennten mich Büsche von ihnen, dennoch wollte ich mit ihnen auf einer Höhe bleiben, damit sie nicht hinter mir zu machen und ich in der Falle sitze. Die Grünlinge auf der Wiese, auf der auch ich war, waren noch gut 30m entfernt. Sie liefen aber so langsam, wie die Leute, die sich zurück zogen. Überwiegend zählte ich mit zu den letzten Reihen. Das heißt, dass sie Distanz hielten. Ob das nun Taktik war, oder sie einfach keine Flaschen abkriegen wolten weiß ich nicht.
Dann irgendwann wurde es eng und einige Leute fingen an zu drängeln. Hinten am Ende drängelten sich etliche Leute auf einem Spielplatz ich bog links ab vor die Max-Schmeling-Halle [die Bullen links waren langsamer geworden, ich wollte aber trotzdem nicht riskieren in einen Kessel zu kommen. Vor der Max-Schmeling-Halle traf ich dann den Rest meiner Leute wieder, die schon vorgelaufen waren. Sie drängelten mich zum gehen.
Plötzlich flog die erste Tränengasgranate. Ich glaube es blieb bei dem Zeitpunkt bei nur einer, weiß aber nicht ob später hier noch mehr eingesetzt wurde.
Hinter der Max-Schmeling-Halle in einem eingezäunten Bereich stand eine Hundertschaft, mit Schilden und Hunden. Ich stellte mich an den Zaun, um ein Foto zu machen, plötzlich ging das große Tor auf. "UPS! Was'n nu los?" Ich entfernte mich rasch, weil ich plötzlich schiss bekam, dass mir einer der Bullen den Film abziehen will. Aber dann marschierte die ganz Hundertschaft raus und machte einfach hinter mir dicht [hinter mir = zwischen mir und dem Mauerpark, wo immernoch Krawalle waren]. Das heißt, ich hatte Glück dass meine Kumpels so gedrängelt haben, sonst wär ich jetzt noch auf der anderen Seite gewesen. Ich glaube sie haben die Leute zwar noch rausgelassen, aber sicher ist sicher =)...
Dann gingen wir vor zum U-Bhf Eberswalder. Dort war es völlig ruhig. Es waren zwar viele Leute da, aber kaum Polizei. Der Bahnhof wurde ab und zu dicht gemacht und dann aber auch wieder geöffnet.
Plötzlich kommt in entgegengesetzter Fahrtrichtung ein fast schwazer Bullenwagen angerast [Format: Wanne, aber etwas größer und ohne Fenster - BGS?], ohne Sirene. Ich hatte ihn noch rechtzeitig gesehen und konnte so wegspringen, bei einem meiner Kumpel fuhr er vielleicht mit 20cm Abstand in einem Affenzahn vorbei. Ich stand genau in seiner Bahn. Hätte ich ihn nicht gesehen, hätte er mich umgekarrt - bei dem Speed hätte der nicht mehr bremsen können! Ich hab mich so über den aufgeregt - hätte er nicht einfach seine Sirene anmachen können, dann hätte ihn jeder gehört. Verdammte Idioten!!! Ich stand zwar auf der Straße, aber die war ja eh gesperrt und so standen da auch etliche andere Leute.
Von einem Kumpel erfuhr ich auch, dass sie ihn im Mauerpark beinahe umgerannt hätten, obwohl er seine Hände erhoben hatte.
Über dem Mauerpark kreiste jetzt ein Hubschrauber. Ich glaube vom BGS.
Bald entschieden wir uns zu gehen, bis dato [also ca. 01:00] war es hier vorne immernoch ruhig. U-Bahn und Nachtbusse fuhren nicht mehr so mussten wir laufen. Zuhause angekommen konnte, man immernoch das helle leuchten der Scheinwerfer am Himmel sehen. Ich lag so bei offnem Fenster im Bett [ca. 02:00] und der Wind wehte aus Richtung das Mauerparks immerwieder irgendwelches Polizeigequäke zu mir rüber. "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" Aha, da war also immernoch was los, und es hatte sich auf die Schönhauser Allee verlegt. "Bitte folgen sie den Anweisungen der Polizei ... ... unterlassen sie die Straftaten" Und noch einen Haufen anderes Zeugs. Das ging so eine ganze Stunde, also bis um 3:00. Und immer und immer wieder: "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" Dann machte ich entnervt mein Fenster zu, weil ich so nicht pennen konnte. Randnotiz: ich wohne ein gutes Stück vom Mauerpark weg.
FAZIT:
Schade, vor zwei Jahren war's noch ruhig im Mauerpark. Jetzt kam es im zweiten Jahr in Folge zu Krawallen und wird sich wahrscheinlich auch in den näxten Jahren so fortsetzen. Trotz der Bemühungen der Bewohner mit Hilfe eines eines kleinen Festes, eine andere Stimmung aufkommen zu lassen, schlug Punkt 0:00 die Stimmung um. Ich hab's nix gegen Krawalle wie beim Naziaufmarsch Dezember 2001 oder beim Bush-Besuch [was stellen sich die Bullen auch den Leuten in den Weg?], aber diese Form von Krawallen finde ich Scheiße! Was bringt es denn irgendwelche Bullen grundlos mit Flaschen zu bombardieren?
Zum Polizeieinsatz selbst? Hmm, naja. Warum stehen sie auch, für jeden sichtbar auf dem Hügel? Wenn auch ohne Helm und Schild, aber trotzdem ist es irgendwann klar, dass irgendwas passiert. Taktisch hatten sie zwar eine gute Position so, aber waren halt auch eben provokativ präsent. Zwar aus den Fehlern im letzten Jahr gelernt aber dafür neue gemacht.
Inzwischen zieht es auch etliche Krawall-Prolls und sogar Nazis in den Mauerpark. Was wollt ihr im Mauerpark? Verpisst euch ihr dreckigen Rassistenschweine. Vorschlag für's näxte Jahr: jeder der irgendwo Nazis sieht oder hört bewirft die mit Flaschen...
ZITATE:
Bulle: "Hmm, es riecht hier irgendwie nach Tränengas..."
Bulle: "Achtung Achtung! Hier spricht die Polizei. Bitte verlassen sie die Schönhauser Allee in Richtung Pankow!" --> Nach dem 100. Mal hatten es sicher alle Leute im Umkreis von 3km mitbekommen...
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Ergänzungen
Ihr seid wirkliche dufte
Recht habt Ihr, wird oft vergessen oder auf "Feindessuche" verdrängt. Bin jetzt nicht vom VS oder so ;-)
Der Bericht hat mir auch sehr gut gefallen, schau jetzt öfter mal da vorbei...
"Antifa-Truck neben Naziskins"
Berliner kümmert euch lieber um Eure Nazis -
die mögen Krawalle...
Für einen sinnvollen 1.Mai
Grundlos?
Die Bullen sind eines der wichtigste, wenn nicht gar das wichtigste Repressionsorgan in Deutschland (und dem Rest der Welt). Es gibt also immer eine begruendete Wut auf die Polizei und also auch immer einen Grund sie anzugreifen.
Kampf dem Kapitalismus und seiner Polizei!!!
PS.: Das dort Nazis ungestoert rumspringen konnten ist wirklich eine Schande.
Nazis?
Der nächste Punkt ist, dass Randale wie am 1.Mai diesen Jahres nicht unpolitisch sein dürfen, da sie so nicht vermittelbar sind. Im Mauerpark wurde allerdings gezielt gegen Bullen vorgegangen, die nicht wie im Artikel oben beschrieben nur blöde rumstanden. Das war in jeder Nachrichtensendung eindeutig zu sehen.
Als nächstes sollte es uns auch klar sein, dass es wesentlich wichtiger ist den Staat und seine ausführenden Organe anzugreifen, als immer nur von Militanz gegenüber Nazis zu sprechen. Dies ist nicht revolutionär. Der Feind Nummer 1 ist immer das System. Egal ob Deutschland, oder sonstwer.
Re:
ausserdem im endeffekt sind die bullen trotzdem die verteidiger diesen staates und somit dessen system und genau das ist es ja was nicht mehr lange existieren soll also sind die bullen auch solange unsre feinde wie sie noch dieses Land verteidigen ...
Mauerpark
Ihr seid mal einfach dumm
die Polizei mit der Begründung anzugreifen, dass sie mal einfach das Feindbild sind, ist hohl.
Wenn ihr von einigen Glatzen attackiert werdet, seid ihr froh, wenn wir auftauchen und wenn wir zur Absicherung irgendwo rumstehen ist es legitimiert, Flaschen zu werfen ???
Rechnet mal mit, dass wir auch blos Menschen sind, die Familie haben und nach so einem Einsatz nach Hause wollen und zwar gesund.
Wenn ich mich von solchen Leuten bedroht finde, ist es klar, dass sie voll auf die Fresse kriegen.
Der Leitsatz: Lieber 10 schwerverletzte Randalierer als einen leichtverletzten Beamten ist nur verständlich.
Ich jedenfalls bin dafür das ihr mal überdenkt, was ihr damit erreicht, nämlich gar nichts.
Und der ach so böse Staat zahlt euch faulem Gesockse auch noch die Stütze, eigentlich müsst ihr zufrieden sein.
Fickt euch ins Knie ihr penner, bis nächstes jahr !
acab
Berlin 1. Mai 2003 - Zusammenstellung