Schröder im Mai

antifax 01.05.2003 16:30 Themen: Soziale Kämpfe
Proteste gegen Arbeitswahn und Sozialabbau im Hessenpark

Demonstranten fordern Sturz der Regierung und kritisieren Gewerkschaften/ Massives Polizeiaufgebot unterdrückt freie Meinungsäußerung/ Bunte Mischung as antifas, Gewerkschaften, Arbeitsloseninitiativen und arbeitsgeilen spd lern.....
AntifaschistInnen haben am 1.Mai gegen den Besuch Gerhard Schröders protestiert. Mit Pfiffen und Sprechchören wie "Luxus für alle - sonst gibt es Krawalle!" sowie "Nie wieder Arbeit!" machten die Demonstranten ihrer Ablehnung der "neoliberalen" Pläne der SPD Führung Luft.

Die Polizei, welche in Erwartung von linken Protest bereits Früh Morgens im Umkreis von über 5 Kilometern um den Hessenpark Strassensprerren errichtet hatte missachtete die Meinugsfreiheit: Unzähligen Besuchern wurden ohne nähere Begründung Platzverweise für den gesamten Bereich des Hessenparks erteilt, Transparente wurden beschlagnahmt und Gewerkschaftsmaterialien wurden schon in Bad Homburg von Zivilpolizisten beschlagnamt. Mit einem martialisches Aufgebot (Hunde, Hubschrauer) machte die Polizei ihre Botschaft an alle konsequenten Gegner von Arbeitswahn und Soziallabbau klar - "Protest wird nicht gedultet".

Eine Antifa Sprecherin kritisierte die Zusammenarbeit der Gewerkschaften mit der Regierung scharf:

"Der Sozialabbau ist das Ergebnis der Entwicklung des Kapitalismus. Wer sich ein schönes Leben für alle Menschen wünscht, muss daher gegen das System als ganzes angehen anstatt nationalistisch für den sogenannten "Standort Deutschland" die gesellschaftlichen Widersprüche einzuebnen. Klassenkampf statt sozialpartnerschaftlichem Kaffeklatsch ist angesagt."


Angesichts der sich "verschärfenden Zwangsverhältnisse" forderte die antifa Gruppen alle Linken auf verstärkt gemeinsam gegen die "deutschen Zustände" vorzugehen und kündigte weitere Aktivitäten an:
"Wir werden uns in der Sparte "trouble an der heimatfront" auch in Zukunft weiter mit großem Einsatz engagiere. Unsere Chancen für eine letztlich positive Bilanz stehen gut - wir haben schließlich das beste Produkt. Für das laufende Geschäfstjahr streben wir daher den Sturz der Regierung und mittelfristig die Umwälzung der kapitalistischen Verhältnisse sowie die Einrichtung einer herrschaftsfreien Gesellschaft an." Unbestätigten Gerüchten zufolge gibt es Überlegungen Aktivtitäten zum SPD-Sonderparteitag zu starten. Rock on!


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trouble an der heimatrfont - ein service der autonomen antifa

viel getan. viel zu tun.
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Ergänzungen

mehrere Infos

Revoltura 01.05.2003 - 17:26
Über  http://www.kanalb.de wird der 1. Mai mit spannenden Videos fast live übertragen.

01.05.2003 - 19:34
Ich find es sau gut das auch die radikale Linke wieder bezug nimmt zu Arbeitsproblematik, da es ohne die Masse des Proletariats keine Art der Revolution möglich ist. Die Gewerkschaften sind zu dem in einem struktuellen Problem ,das sie auch selber wissen, Sozialabgaben sind nun mal in diesem System Wirtschaftsfeindlich. EIne radikale Kritik der Verhältnisse setzt zur Zeit genau an der richtigen Stelle an, da Millionen von Menschen massiv durch die REformen betroffen sind!
Allerdings Parolen wie gegen Arbeitswahn oder Luxus für alle sind kontra produktiv. Da die Arbeiterinnen sicherlich nicht an Arbeitsgeilheit leiden und nichts sehnlicher wünschen als stärker ausgebeutet zu werden. Luxus ist ein bügerlicher Begriff für extremen Konsum, dass diesen alle gießen können ist Schwachsinn.
Überträgt mensch eure Forderungen in einen konkreteren Arbeitskampf, wie jetzt in Agentien wird klar dass sie in keinsterweise realisierbar sind. Die Leute besetzen dort nicht aus Arbeitswahn Farbiken und riskieren ihr Leben da bei. Sie haben dort leider nicht die Möglichkeit auf Luxus sie würden eher verrecken.

Gegen die Knechtschaft! Für die Eneignung aller Bonzen!!!

Re:

... 01.05.2003 - 20:21
Luxus is eh verdammt relativ ...

Luxus is doch nur solange Luxus wie es nur eine kleine Elite gibt die sich diesen leisten kann aber das is ja genau das was wir beim besten willen nicht brauchen irgendwelche Eliten die über uns herrschen wollen ...

Nebengedanke

Heidjer 01.05.2003 - 20:38
Das Problem bei der ganzen Sache ist doch das Schröder den Sozialstaat abbauen muss um unser exportorientiertes Land ,in Zeiten der Globalisierung, in dem kapitalististischen Weltsystem, wirtschaftlich zu halten. Genau das ist ja auch die Forderung aus Wirtschaft, Medien und Gesellschaft alle wollen Arbeit haben. Länder wie GB haben den Sozialabbau schon vor Jahren betrieben und stehen wirtschaftlich besser da.(Teure Operationen im hohen Alter werden von Krankenkassen nicht bezahlt)
Doch selbst wenn Deutschland die geforderten Reformen(für die Wirtschaft) durchführen sollte begibt es sich damit in einen Teufelskreislauf in dem die geringer werdende Sozialeabsicherunge zu sozialen Spannungen und zu Ungerechtigkeit führen wird. Als zukünftige Alternative wäre eine weltweite Gewerkschaft oder ähnliches zu organiesieren. Was bringt es uns den wenn wir verarmen um alle gemeinsam zu hungern.

Antikap X 01.05.2003 - 22:16
Ist nicht Attac sowas wie ne weltweite Gewerkschaft?
Allerdings wird bei ihr klar, wie lächerlich der Reformismus ist. Da 3% rüchführung der der Gewinne aus der 3.Welt nichts am Hungertot von 20-40 Millionen+XMillionen ander Proletarier ändern würde. ES ist schon jetzt genug zu Futtern da und HIV und andere Seuchen könnten könnten auch viel wirksamer ohne, dass Eigtumsrecht gelößt werden.
SEien wir realistisch ohne Revolution läuft nichts! Denn nach einigen zu geständnissen wird die Weltgewerkschaft reformistitisch werden! Außerdem läuft es doch bei dennen genauso wie in Unternehemen, sie müssen ständig fusionieren um schlag kräftig zu bleiben, die oberen Gewerjschafter verdienen das dicke Geld (mehere 100.000 Euro pro Jahr), während teure Betonbauten und kleinst Angestellte gefeuert werden!

richtige internetadresse

autonome antifa 02.05.2003 - 22:34


www.autonome-antifa.com