Szenereinheit hergestellt

XYZ 22.04.2003 16:30
Übergriff auf israelsolidarische AntifaschistInnen in Frankfurt

[Bericht für die Startseite]

Der Übergriff ereignete sich bei einem Punkkonzert im besetzten Haus "die Au" in Frankfurt-Rödelheim in der Nacht vom 19. zum 20. April.

Mit den Worten: "Ich kann diese Israel-Scheisse nicht mehr sehen!" schlug ein Konzertbesucher plötzlich um sich. Anlass für ihn war das Statement: "SAVE ISRAEL", dass jemand an eine Wand geschrieben hatte, wodurch sich der Schläger berechtigt fühlte, den vermeintlichen Verursacher und alle, die diese Person zu schützen versuchten, anzugreifen.
Glücklicherweise konnte diese Schlägerei zunächst noch im Keim erstickt werden. Unbegreiflich ist jedoch, dass nun ausgerechnet das Opfer dieses Übergriffs vor die Tür gesetzt wurde. Verantwortlich hierfür war eine Person, die sich als "Türsteher der Au" (gleich: Verantwortlicher des Abends) ausgab. Ob mensch den Schläger rausschmeißen sollte, stand scheinbar nicht zur Debatte. Nach längerer Diskussion war der "Türsteher der Au" dann jedoch bereit, den Angegriffenen weiterhin zu dulden: "Ihr könnt wieder reingehen, der Typ (d.h. der Schläger) hat sich jetzt beruhigt." Trotz dieser demütigenden Behandlung waren der Angegriffene und diejenigen, die sich mit ihm solidarisiert hatten, nicht bereit, sich den Spaß am Konzert verderben zu lassen.

Bis zu dessen Ende verlief der Abend daraufhin friedlich, die Situation schien beruhigt. Doch weit gefehlt. Es folgte nun eine Aktion, die allem Anschein nach keine Affekthandlung war, sondern eher nach einem abgesprochenen Angriff aussah. Nachdem der oben genannte Verantwortliche des Abends gefordert hatte, dass der Spruch mit "dicken, schwarzen Balken" versehen wird, was natürlich abgelehnt wurde, offenbarte er in einem Gespräch auch seine Definition von Selbstverwaltung ( O-Ton: "Das hier ist mein Laden." Frage des Gesprächspartners: "Das ist Dein Laden, der gehört Dir?", Antwort: "Das ist mein Laden!"). Nach einer offensichtlichen Warnung ("Du weißt, wie das hier läuft?") zog er sich plötzlich aus einem Gespräch zurück und verschwand. Daraufhin tauchte der Schläger mit mindestens zwei AdjudantInnen wieder auf und versuchte zwei als israelsolidarisch Identifizierte gewaltsam rauszuschmeißen. Einer Genossin, die sich dem in den Weg stellte, wurde mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen. Es entwickelte sich eine Schlägerei, in der jede/r etwas abbekam, der/die nur irgendwie mit irgendwelchen sogenannten Antideutschen in Verbindung gebracht wurde. Der Hauptaggressor ist dabei regelrecht durchgedreht. Einer Person, die zuvor schon am Auge verletzt worden war, trat er gegen den Hals. Glücklicherweise verfehlte er den Kehlkopf knapp, und verursachte so "nur" einen (...) Bluterguss am Hals. Bezeichnenderweise wurde nicht der Angreifer von den Anwesenden zurückgehalten, sondern die Attackierten, die sich zur Wehr setzen wollten. Die meisten der nicht direkt Beteiligten mischten sich mit qualifizierten Kommentaren ein, wie dem gegen die Angegriffenen gerichteten "Verpisst Euch, Ihr Arschlöcher!"

Der Hauptschläger, der mit der Unterstützung seiner KameradInnen mindestens sechs Leute verletzt hat, ist kein Unbekannter. War es doch derselbe, der bereits vor 12 Monaten im Café Exzess mit den Worten "Der Mossad hat wohl Feierabend" auf ein Mitglied der Gruppe sinistra! einschlug. Auch dieser Übergriff wurde zunächst nicht durch einen Rausschmiss geahndet und im Nachhinein von Teilen der "Szene" relativiert oder gar insgeheim unterstützt. Mittlerweile scheinen Pöbeleien, Gewaltandrohungen, Anrempeleien und ähnliches von Seiten bestimmter Antiimps und (Alt-)Autonomer gegenüber als israelsolidarisch Identifizierten zur Normalität zu werden. Indiz dafür sind auch die Vorfälle am Tag der Nazidemo in Hanau, als eine Kleingruppe mit der Fahne des jüdischen Staates permament abwertenden Kommentaren bis zur Androhung von Schlägen ausgesetzt war und am Abend versucht wurde, eine dieser Gruppe zugehörigen Person aus dem Exzess zu werfen.

Vor diesem Hintergrund ist auch diesmal wohl nicht mit einer fairen Diskussion zu rechnen. So wurde schon zu Beginn der Auseinandersetzungen in der Au ein Angebot, die Intention der Wandmalerei auf dem Au-Plenum zu begründen, eindeutig abgelehnt. Offensichtlich geht es nicht darum, Debatten zu führen und Kritik zu reflektieren, stattdessen soll die kuschelige Szene rein gehalten werden von störenden ideologiekritischen Elementen, die immer wieder mit "dieser Israel-Scheiße" auf Mißstände hinweisen. Jene abwehrende Haltung, die eine Weiterentwicklung linker Positionen unmöglich macht, und die sich nur noch in Schlägen auszudrücken vermag, was dann zudem noch geduldet und unterstützt wird - so konnte der Schläger danach noch relaxt mit seinen Kumpels in der Au weitertrinken - zeigt seismographisch den Zustand der deutschen Linken an.

Wir fordern die Frankfurter Linke auf, klar Stellung zu den Vorfällen zu beziehen. Solche Gewaltausbrüche können und dürfen nicht geduldet werden. Der schon mehrfach seinen Wahn unter Beweis gestellt habende, völlig skrupellos agierende Schläger gehört ausgeschlossen aus allen Zusammenhängen, die emanzipatorische Absichten verfolgen.

Gruppe "Au tut weh" ___Francoforte/ Magenza
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Ergänzungen

Nein, nein, nein!

Noergler 22.04.2003 - 16:34
Indy ist _KEIN_ Flugblattständer der linken Szene, und vor allem nicht von so'nen links-sektierischen Sekten!

Was will indymedia NICHT sein?

 http://www.de.indymedia.org/static/ms.shtml
 http://www.de.indymedia.org/static/moderation.shtml

@ Noergler

der kleine antideutsche 22.04.2003 - 16:44
was soll der scheiß? das ist eindeutig ein bericht, ein ziemlich erschreckender noch dazu, erfüllt alle startseiten-kriterien. gefällt dir der inhalt nicht?

nörgler, halt's maul und gute besserung an die genossinnen in frankfurt!

@ kleiner Antideutscher

Insider 22.04.2003 - 16:49
Dieser Text ist
a) ein Gruppenstatement
b) ein Crossposting (wurde auch bei Indy schon mehrmals gepostet)
c) Szeneinterne Streiterei zwischen kleinen, aggressiven Politsekten
d) wahrscheinlich ein Falschbericht. Sämtliche Geschichten antideutscher Yuppies haben sich bislang im endeffekt als Fake herausgestellt

Dieser Text gehört mindestens ins Open Posting, wenn nicht sogar herausgenommen. Mit unabhängiger Berichterstattung hat der nichts zu tun. Im Übrigen: Antideutsche haben ja immer wieder erklärt, daß sie das Konzept "unabhängiges Medienzentrum" ablehnen. Nicht umsonst überfluten sie die Seite mit Sinnlos-Debatten, Terminen, Flugis etc.

vom sinistra Forum

entnommen 22.04.2003 - 16:52
Geht´s hier eigentlich um nen konkreten antisemitischen Vorfall? Oder hat einer von den "besoffenen" Antideutschen rumgeprollt, hat ärger bekommen und meint nun, das sei Antisemitismus.
Warum können die bahamsdoitschen und - hörige nicht endlich ihr Versprechen wahrmachen und aus der linklen Szene verschwinden. Ich kann auf leute verzichten, die geistig (gemeinsam mit deutschen truppen) in Afganistan einmaschieren, begeistert Bomben auf den Irak werfen und im Kriegtaumel gleich wieter nach Syrien wollen, die gemeinsam mit allen möglichen ultrakonservativen dem "Islamfaschismus" den "Krieg der Kulturen" erklärt haben, in ihrer Postille italienische Rassistinen abfeiern , die in ihrer Phantasie in den Reihen der präfachistischen italienischen Paramiltärs in Genua mitlaufen, wenn die auf den "antisemitischen mob" von G8- gegnern schießt und die psychoanalytische Vergewaltigungsrechtfertigung betreiben. Steht ihr auch in den Reihen der spießigen doitschen Volksgemeinschaft die jubbelt wenn die "antisemitischen zentren" Au und Ex geräumt werden?
Das primäres Ziel scheint, in pseudo-kritischem Gestus, alles was linksradikal ist anzugreiffen und zu zerstören, das Gesellschaftsbild das dahinter steht, scheint zutiefst reaktionär, eine totale Affirmation der bestehnenden Herrschaftsverhältnisse. Warum sollte man solche leute in linksradikalen zusammenhängen noch dulden, wir sind keine sozialpädagogen, die sich jeden scheiß reintun und jeden proll "bekehren" müssen.
das heißt nicht, das ich führ den umkehrschluß bin, jede kritik zu unterbinden und sich in die "harmonische volksgemeinschaft" der linksradikalen zusammenhänge zurückzuziehen. Harte Kritik, gerade des linken-antisemitismus im kontext von "fridensbewegung"und pali-soli, ist dringend notwendig, aber nicht gemeinsam mit der "Partei Bilbeltreuer Christen", nicht gemeinsam mit Georg W. Bush und auch nicht mit Samuel L. Hunigton.
Genausowenig wird emanzipation mit jusos oder linksruck-antisemiten zu diskutieren sein, weshalb sie ja auch nicht in die linksradikalen diskussionszusammenhänge eingebunden sind.

Ich fürchte, gerade auch linksradikale antideutsche müssen sich gegen die rechten Inseldoitschen wehren, so wie ich von linksradikalen kriegsgegnern die reflexion und distanzierung von antisemitischen tendenzen in der "friedensbewegung" erwarte. Es geht darum den positiven kritischen einflusss der antideutschen auf die radikale linke gegen banalisierung und relaltivierung zu retten

Deutsches Volk angreifen- Au verteidigen.
Am längsten lebe Israel!

@der kleine antideutsche

Nörgler 22.04.2003 - 16:54
Reichen Euch denn Eure eigenen Seite nicht dafür aus? Ich habe den Verdacht, dass ihr hier besonders gerne euren Kram reinstellt, weil es hier die größeren Zugriffszahlen gibt, oder?

Ganz abgesehen davon, dass dieser "Artikel"sicher nicht die Qualität hat, um auf die Startseite zu kommen, sage ich nochmal, dass es sich hierbei um subjektiven Spam einer Psychosekte handelt. Punkt.

gruppenrabatt - wer hat noch nicht???

szeneguru 22.04.2003 - 17:05
ich weiß nicht, aber vielleicht sollten sich diese antideutschen Rassefanatiker aus Politikgruppen, die "Zerschlagt die deutsche Linke" fordern, nicht unbedingt wundern, wenn sie in linken Jugendtreffs eins auf die Nase bekommen.

revolutionärsein ist international -
Nicht deutsch
Nicht antideutsch !!!

Ein paar Gedanken dazu

- 22.04.2003 - 17:08
Die FAZ titelte am 20.4.(sic!) im Feutillon: "Warum ein neuer Kolonialismus für Aghanistan, Irak und andere die einzige Chance ist"Die Argumentation ähnelte dem, was ich von antideutschen Demagogenschriften kenne: Selbsternannte Intellektuelle wurden in die Pflicht genommen, endlich einzusehen, daß reaktionäre Ideologie manchnal die Bessere sei. Antideutsche, die sich (aus persönlichkeitsbedingten Gründen) selbst als "Intellektuelle" bezeichnen, scheinen ganau in diesen Kreisen sozialisiert zu sein. Aus bestimmten Gründen halten sie sich für Links.

aus bestimmten gründen halten sie sich für li

otfried fischer 22.04.2003 - 17:28
...fragt sich nur, welche Gründe sie dafür ins Feld führen sich links zu fühlen? Also ich kann bei Rassefanatiker, die das Bombardement von Zivilisten mit Streubomben verteidigen, die imerialistischen Staaten zum Einmarsch in andere Staaten gratulieren, die "Zerschlagt die deutsche Linke" fordern und obendrein noch "Fusionsanwälte" werden wollen nichts, aber rein gar nix linkes erkennen.
Es ist doch erstaunlich dass sie aber just dann, wenns auf die Nase gab, den solidrischen Diskussionsprozess einfordern. Komisch das in oben geanntem Falle niemandem der sonst in der politischen Diskussionslandschaft der antideutschen rassefanatiker stets wiederkehrende Spruch "Pazifismus hilft nicht gegen Terror" einfiel...

so kanns laufen...

AntiAntiD 22.04.2003 - 17:29
"anti"Deutsche Provos überall angreifen und raus aus den zusammenhängen! die Saison ist eröffnet.

Für eine starke Linke!

@ szeneguru

der kleine antideutsche 22.04.2003 - 17:31
erklär das mal mit den "rassefanatikern". ich bin gespannt.

seltsamer titel

22.04.2003 - 17:41
seltsamer titel um eine schlaegerei zu beschreiben

Das könnte so gemeint sein:

Me 22.04.2003 - 17:47
Also wer Menschen nach ihrer Herkunft bewertet, immer nach Nationen sortierte Kollektive konstruiert, bestimmten Kulturen die Existenzberechtigung abspricht, gar die Vernichtung bestimmter Kulturen propagiert, kann ohne weiteres dem Rasse-Wahn zugesprochen werden. Sicher gibt es auch Antideutsche, die (zwar dogmatisch) eher links und antirassistisch sind, doch diese sind innerhalb der antideutschen Strömung eine Ausnahme.
"Nuke Bagdad", "Palis übern Jordan", "Paliscum sucks" usw. sind Parolen, wie sie immer wieder aus antideutschem Umfeld zu hören sind.

Ich selbst bevorzuge aber eine etwas weniger demagogische Sprache. Die beiden Sekten, die hier im Streit liegen, nehmen sich wenig.

In d Bundesrepublik werden Islamis verfolgt!

Lola 22.04.2003 - 18:01
In der Bundesrepublik werden Höchstoffiziel vom Verfassungschutz kontnuierlich seit immer Agressiver Jahren Islamis in den Medien defamiert, verfolgt, und mit Dünner oder ganz fehlender Beweislage, in der Letzten Zeit immer Repressiver behandelt!

ich kann diese israel-scheiße auch nicht...

pele 22.04.2003 - 18:13
...mehr sehen. leute, überlegt euch mal, ob ihr nicht genau das gegenteil von dem erreicht, was ihr erreichen wollt. oder wollt ihr das sogar? andererseits kann ich über diese neureichen cdu-kiddies, die die paar antideutschen leutchen darstellen auch nur mitleidig lachen. so, macht man keine politik. die nächste israel-fahne, die ich sehe, ist auch weg. aber nicht, aus antisemitismus, sondenr nur weil mir der scheiß so etwas auf den senkel geht und ich nicht kapiere wie so eine kleine minderheit so einen spaltungsversuch starten kann?

AU verdammt

save israel 22.04.2003 - 18:14
solidarische grüsse an die angegriffenen! lasst euch nicht unterkriegen, auch wenn ihr als die "stressmacher" gesehen werdet und die "szene" gegen euch ist!
behaltet nen klaren kopf und seid ganz lieb gegrüsst von mir...
save israel.

Du sprichst mir aus dem Herzen, pele

kuno 22.04.2003 - 19:06

Die meisten Linken sind pro Herrschaft!

Anti-Herrschaft! 22.04.2003 - 19:13
Ob nun der Bericht so dem Geschehen nahekommt oder nicht (Anti-Ds haben sich bereits öfter Prügelszenen ausgedacht, wenn ihnen grad die Munition fehlte gegen andere "Linke"), finde ich ziemlich egal. Alles zeigt nur, daß "Linke" sind in Doitschland herrschaftsförmig organisieren und Herrschaft als Politikform attraktiv finden. Angriffe gegen Andersdenkende sind an der Tagesordnung. Probleme werden mit Faust- und Hausrecht gelöst - die meisten Linken sind deutlich unter der bürgerlichen Brutalogesellschaft angesiedelt.

Nur ... die Antideutschen sind hier keinen Deut besser. Ihr Säbelrasseln, ihre Mackrigkeit, ihr Machtanspruch und ihre Ausgrenzung gegenüber anderen Meinungen sind doch eher mit der Höhepunkt einer insgesamt eher widerlich herrschaftsförmigen "Linken".
Weder das eine noch das andere ist emanzipatorische Politik, sondern eher ähnlich dem Straßenkampf mackriger Gangs. Wer politisch nix mehr auf die Reihe kriegt, gefrustet von Niederlagen sein Dasein fristet, sich selbst und andere kreative Versuche verbietet - der kann positive Erlebnisse offenbar nur noch aus dem "Sieg" über andere Kellerkinder, Polit-Ghettos u.ä. ziehen.

Für etwas ganz anderes als diesen Sumpf an Herrschaftsideologie und Mackrigkeit!

an dden tollen herrschaftsfreien

ente 22.04.2003 - 19:21
ach so, die antideutschen sind also a) eh alle gleich und b) denken sich sowas aus und c) sind sie eigentlich noch viel schlimmer. jaja, deswegen gibt es ja sicher auch ständig ebrichte von attacken und mordversuchen von antideutschen an anti-imps, oder was? so ein quark. bisher sind noch alle mir bekannten übergriffe im antisemitismusstreit von autonomen, anti-imps und anderen antizionistinnen ausgegangen. denk ma drüber nach.
p.s. das bedeutet nicht, dass ich mit allen behauptungen aler antideutscher übereinstimme.

"ente" verfälscht, um zu verschleiern

22.04.2003 - 20:09
es gab sehr viele übergriffe gegen linke seitens der antideutschen. beispielsweise potzlow. beispielsweise der letzte erste mai in berlin. im gegensatz zu euch posten die anderen linken nicht alle 2 wochen irgendwelche erdachten schlägereien. am im endeffekt sehe ich sowieso keinen unterschied zwischen antideutschen und antiimps. beide stalinino-strömungen sind völkisch, autoritär und streben eine faschistoide gesellschaftsform an.

22.04.2003 - 20:43
wahrscheinlich wars leider gar nicht so schlimm wie die`s beschreiben!

verlogen

rheim 23.04.2003 - 00:00
wie können leute, die jede stinkende israelische militäraktion gegen palästinensische zivilisten als "antifaschistische aktion" (mir kommt da nur das kotzen!) bejubeln, eigentlich so empfindlich sein wenn sie mal gewalt am eigenen leib erfahren? ich dachte ihr wärt gegen pazifismus? wer soll euch eintlich ernstnehmen?
geht heim und lernt was.

au verteidigen - bahamas versenken!

die frankfurter linke 23.04.2003 - 02:15
wer linke zusammenhänge denunziert und sich mit der staatsgewalt verbündet, wenn es dann darum geht, diese zusammenhänge anzugreifen, der sollte sich nicht wundern, wenn ihm aus diesen zusammenhängen heraus geballte wut entgegenschlägt. für eine antirassistische und antichauvinistische linke - gegen die sharonistischen provokateure - die au bleibt!

pech gehabt

pm 23.04.2003 - 03:00
weg mit den antideutschen rassistinnen
gruß an die freunde auf dem punkkonzert
isoliert diese dummen antideutschen provos endlich

23.04.2003 - 10:28
liebe grüße und gute besserung nach frankfurt.
laßt euch nicht unterkriegen.


solidarität mit israel!
für den kommunismus!

an einen grossteil der kommentatorInnen

fassungslos 23.04.2003 - 11:10
was geht den hier eigentlich ab? ist die linke total verrueckt? ich weiss nicht, wer hier weniger links ist, der angebliche bahamasmob oder die sog. palifreundInnen. ich muss nicht in die schublade bahamas=antideutsch=nicht links gehoeren, um die vorfaelle in frankfurt absolut indiskutabel zu halten. was dort passiert ist, ist keine kleine pruegelei besoffener, sondern offen zutage tretender antisemitismus angeblicher linkermit keinerlei geschichtsbewusstsein. vielleicht sollten die betreffenden pruegelnden personen doch lieber in eine kameradschaft eintreten, dort finden sie sich vielleicht noch besser aufgehoben als in einer antisemitischen, angeblich linken szene. (damit meine ich diejenigen, die diese vorfaelle decken). ich faende es sehr gut fuer eine konstruktive diskussion zu diesem thema, wenn nicht immer die einzelnen schubladen aufgerissen wuerden.
gute besserung und solidarische gruesse an die genossInnen in frankfurt. gegen jeglichen antisemitismus. fuer den kommunismus.

Meister Propper 23.04.2003 - 13:53
So sind sie, die Menschen in diesem Land. Nicht alle, aber offenbar die allermeisten, wenn man sich die hier veröffentlichten Kommentare anschaut.

Da wird ein Punkkonzert schnell zu einem linken Szenetreff, auf dem nur gesagt werden darf, was in diesen "Freiräumen" oder "Lebensräumen", wie sie oft auch in Anlehnung an biologische Terminologie genannt werden, erlaubt ist.

Genausowenig sollte man mit einem Iro bei Karl Moik auflaufen, das steht fest. Die Reaktionen wären sicher nicht ganz unähnlich.

Wie das aber in Biotopen nun einmal ist, kann niemand, kein Käfer keine Larve Kein Frosch oder Kamel frei darüber entscheiden, zu welchem Biotop es gehören möchte. Ein Kamel würde auch nicht verstehen, was ein Frosch plötzlich in der Wüste möchte. Denn dort gehört ein Frosch ja nun wirklich nicht hin.

Was unterscheidet nun das Kamel von einem menschlichen Bewohner solcher "Lebensräume", die ja oft auch als "selbstbestimmt" apostrophiert werden?

Nun sicher ist dies die Selbstbestimmtheit. Und dies scheint auch der einzige Moment, im allzu ontologisch geprägten "Leben" dieser, ja man muß es fast schon so sagen, Kreaturen zu sein, in dem so etwas wie Individualität aufzublitzen scheint.

Nämlich dann, wenn es darum geht die Biotopsgrenzen klar abzustecken. Vermischung ist nicht erlaubt, auf gar keinen Fall, denn das hat die Natur nicht vorgesehen, das passt nicht. Da ist es doch auch nur sinvoll, nur die passensten (fittest, C. Darwin) dort zu belassen.

Und da endet die Individualität auch schon wieder. Sie speist sich aus dem Seienden und blitzt nur dann auf, wenn es gilt den biologisch determinierten Aufrtag zu erfüllen.

Der Wille wird lediglich zum Vollstrecke der nichtreflektierten aber sich so wohlig anfühlenden Ordnung und Selbstbestimmung wird zur Willkür.

Allerdings muß ich nicht, um Kirmesschläger zu treffen, auf ein Punkkonzert gehen. Das kan ich auch in der Wetterau haben. Dort sind die biologischen und politischen Verhältnisse ähnlich klar strukturiert.

Save Israel!

23.04.2003 - 13:58
Was Meister Popper damit meint: "Argumente statt Verbote". Meister Popper will in aller Öffentlichkeit Menschen aufgrund ihrer Herkunt als Minderwertig bezeichnen dürfen.
Das nennt er dann Meinungsfreiheit. Im Übrigen hat es sich anders als im Text behauptet zugetragen. Aber wen interessiert sowas schon im Kampf der politsektierenden
Yuppie-Kinder? Save Israel vor deutschen Yuppie-Kindern, die Israel zur Projektion ihrer rassischen wahnvorstellungen missbrauchen!

An die Kontrollidioten

23.04.2003 - 16:34
Bezeichnenderweise sind ja die meisten Flugblätter, Demoaufrufe und Links zu "konventionellen Medien" informativer als der Stuß, der sonst hier verbreitet wird (von dem völlig hirnfreien Delirieren à la "Nina" ganz
abgesehen). Irgendwelche anal fixierte Kontrollmamas & -papas, denen das nicht passt, können meinetwegen Fahrkarten abknipsen oder Kinderzimmer aufräumen, für Indymedia sind sie nur eine Last, die verschwendeten Speicherplatz bedeutet. Hierarchiefrei wollt ihr sein? Oberlehrer seid ihr, denen die Form jederzeit wichtiger ist als der Inhalt, selbst wenn
der Inhalt zum Himmel stinkt. Haut doch ab.

sach ma Mr. Abraxas ...

zynikerIn 23.04.2003 - 18:25
... merkst du eigentlich, dass du rassistischen scheiss schreibst oder ist das so ne typisch amokdeutsche provo, um den bösen bösen deutschen zu zeigen wie scheisse sie sind.

Au weia, wie blöd wird man eigentlich, wenn man den ganzen tag adorno ,interpretiert'.
wenn da jemand antirassismus ernst nimmt, gehts eben nicht nur gegen schwer verdaulichen stammtischrassismmus und -nationalismus, sondern auch gegen solch antiarabischen mist, wie du ihn dilletierst. Ist übrigens das gleiche niveau wie beim dummdeutschen alltäglichen antisemitischen gequassel, nur das leute wie du in ihrer masslosen arroganz sich auch noch für intelligent halten.

kein wunder, wenns denn mal was aufs rassistenmaul gibt, du arschloch!

kölner linke 23.04.2003 - 19:19
bitte was, frankfurter linke? save israel an eine wand schreiben, dafür auf die fresse kriegen und dann einen soften text dazu schreiben, in dem nicht steht, dass irgendein linkes zentrum geschlossen oder angegriffen werden soll, heißt:
sich mit den bullen gegen ein zentrum stellen. ("achtung, achtung, unser autonomes zentrum ist akut gefährdet durch die bösen antideutschen, die schreiben sogar selbstverständlichkeiten an wände, man stelle sich sowas vor, wir müssen jetzt aber endlich mal durchgreifen, damit die innere sicherheit unseres zentrums wieder hergestellt ist".)und, dafür zu sein, dass israel überlebt, heißt: sharonist (was is'n das?) zu sein. du hast ja echt ne satte paranoia.

23.04.2003 - 19:22
Isolieren, angreifen, fertig machen, so geht ihr Linken mit anderen Linken um, nur weil sie in Bezug auf Israel nicht Eure Meinung vertreten und das auch ausdrücken bzw. an eine Wand schreiben? Gruselig!

Au ,hatts weh getan?

saul 23.04.2003 - 20:46
Is ja nix Neues, gabs im Ex auch schon. Die Israelgraffiti der Antideutschen und Sinistra sollen ja provozieren und über diese Israelfans würden Israelis sich sehr wundern. Das sie es nicht tun liegt daran, das in Israel niemand was davon mitbekommt. Ist Ja auch nicht die Zielgruppe, das sind die Dumpfbackenantiimps und ihre "Freiräume". Nützt es was die letzten verbliebenen Palifreunde zu überzeugen das sie einer Steinzeitideologie anhängen? Das die Projektion der eigenen Wünsche auf sog. Befreiungsbewegungen hier längst jede Basis verloren hat? Wenn mir heut ein ex DkPler sagt, das er 0 Verständnis für das hat was in Palestina läuft? Still und leise haben sich diejenigen die mal dabei waren, auf keiner Demo fehlten und auch ihr Pallituch trugen, von den Illusionen verabschiedet und sehen nicht mehr jede Untergrundarmee als Vertreter einer besseren Zukunft. Nur in den linken Freiräumen ist die Zeit stehengeblieben und die Scene bleibt sauber. Diese Sauberkeit muß gelegentlich mit der Faust verteidigt werden. Da bieten sich Sinistra und derartige Vertreter gradezu an. Da zeigt der Dumpfbackenaniimp worin seine argumentative Stärke liegt. Zu mehr als Prügel scheints nicht zu reichen. Klar, wem die Argumente ausgehen, der schlägt um sich.
Der Frühjahrsputzwahn ist ja schon aus Berlin bekannt, wenn mal wieder ne Sau durchs Dorf getrieben wird. Die Scene von allem freihalten was da nicht reingehört, von der bösen Bahamas ohnehin und vor allem von Leuten die noch selbst denken und nicht jede Dummheit mitmachen. Revierkämfpe im Freigehege zuwischen Uni, Ex Und Au, mehr ist es nicht und Außenstehende bekommens nichtmal mit.

mein lieber scholli

bestimmt kein antiD 23.04.2003 - 22:48
was soll die Kacke, seine eigenen Leute verhauen, na toll!
in Berlin wollen ja auch irgendwelche Spinner Die 18Uhr-Demo verhindern, aber gegen den Naziaufmarsch machen sie garnichts, dass ist ihn egal!
Deutschland = Scheißland
deutsche Linke = beschissene LinkE!

wer weiss eigentlich was genau passiert ist ?

einer der nicht dabei war 24.04.2003 - 00:02
bei allen kommentaren wird ausser acht gelassen das der bericht aus der sicht des betroffenen stammt. wie wärs denn erst mal abzuwarten wie andere (neutrale) beobachter die geschehnisse schildern ? sicher macht jeder mensch andere wahrnehmungen und bekommt nicht alle einzelheiten mit, aber aus mehreren berichten lässt sich meist ein bild rekonstruierern, das der wahrheit recht nahe kommt. dann könnte mensch das verhalten der beteiligten politisch und emotional bewerten und diskutieren.
ach, ihr wollt eh nur ablassen was ihr der anderen seite vorwerfen wollt?? dann kommts auf objektivität und rationalität sowieso nicht an... ganz schön arm, ich hab auf sowas seit meiner kindergartenzeit keinen bock mehr...
(ich warte auf weitere berichte)

xyzabc 24.04.2003 - 10:14
Antideutsche gehören nicht zur Linken. Sie wollen nicht zur radikalen Linken gehören, verhalten sich nicht so und argumentieren auch nicht so. Bleibt doch mal easy. Was soll das ganze Geschreie? Die Linke hat sich das mehr oder weniger 10 Jahre lang angeschaut, hat es wirken lassen, hat die Antideutsche/Antifa argumentieren lassen, mit der Ruhe, die die Linke eben kennzeichnet. Game over - Schonzeit vorbei. Es ist überfällig, daß diese Leute rausgekantet werden. Wenns eben nicht anders geht, dann gibts halt paar aufs Maul. Was solls, is eben so - können sich ja ihre Freunde bei Mossad, Bundesregierung und aus Amiland holen. Ein dickes F*** You!

Lustig

24.04.2003 - 13:21
besucher eines punkkonzerts fühlen sich provoziert - gar belästigt. cool, ich werde jetzt antideutscher - asskickin´

aua

ich 24.04.2003 - 19:54
ich finde das im wesentlichen zu wenig Außeinandersetzung zwischen den konventionellen teils antisemitischen Linken und der AntiDs stattfindet.

Die teils sehr berechtigte Kritik der AntiDs an der deutschen Linken denke ich ist doch im wesentlichen äußerst gerechtfertigt.

Große Teile der deutschen Linken (und auch der Frankfurter) sind potentiell antisemitisch und lassen sich das auch von den Lippen lesen.

Und noch was.. Was ist den Antifaschismus noch wert wenn auf Israelfreundliche Genossen geprügelt wird ?

Yupies

reichundlinks 25.04.2003 - 01:15
Wiso werden hie eigentlich die Antideutschen immer als Yuppies oder deren Kinder bezeichnet? Gibt es da irgendeinen Zusammenhang? Eine Weltverschwörrung? Oder was?

Nein, keine Weltverschwörung

25.04.2003 - 01:33
Alles Ganz normal: Wenn wirtschaftlich bessergestellte Kids in ihrer Pubertät scheinbar politisiert werden, tun sie das selten aus dem Wunsch heraus, die Welt zu verändern. Ihnen gehts ja gut. Wirtschaftlich zumindest. Meist ist es nur Identitätsstiftende "Ich bin ja besser als Ihr alle"-Ideologie. Dabei werden Versatzstücke aus der konservativen Sozialisierung solchermassen eingbaut, damß man manchmal gar nicht weiß, ob sich diese Kids nun als links oder rechts sehen. Diese Art von Leuten (die es gewohnt sind, arrogant auf andere herabzublicken, denen es eingetrichtert wurde, sich per Ellenbogegen gegen andere durchzusetzen, die dieses Denken immer des Beste sein zu müssen, eingetrichtert bekommen haben) inden sich halt meist zusammen und machen komische Sachen. Das ist alles. Keine Verschwörungstheorien und kein Sozialneid. Menschen entwickeln sich oft ihrer Sozialisierung gemäß. Manchmal nervt's nur ein wenig.

25.04.2003 - 11:59
also kurz gefasst: politisches engagement ist nur dann legitim, wenn es auch von "armen", "proletariern" etc. ausgeübt wird, wenn also die eigene prekäre lage dazu treibt. diese verelendungstheorie ist ja nun echt das dümmste und spießigste, was man sich vorstellen kann. dazu würde es sich lohnen, den ollen marx zu lesen. jedenfalls dürfte sich nach dieser logik in deutschland ÜBERHAUPT niemand links engagieren. wer "die" antideutschen sind, weißt du dementsprechend auch überhaupt nicht. aber da sie nicht alles wiederkäuen, was die autoritäre (sich selbst oft genug antiautoritär schimpfende) linke seit jahren verbrät, deshalb müssen sie ja zwangsläufig kinder reicher eltern sein. danke für die schublade!

Danke für diese Klischee-Reaktion

Dr.Freud 25.04.2003 - 12:28
Also ist der Kommentar genau ins Schwarze. Er hat genau genau getroffe, er hat Dich genau beschrieben. Sozialisierungstheorien lehnst Du vor allem ab, weil sie Dich erklären und das, was hinter Deiner Ideologie steckt, entlarven.
Im Kommentar wurde nicht gesagt, daß alle Reichen doof sind und nur arme Leute was erzählen dürfen. Das unterstellst Du aber dem Kommentar. Warum? Weil Du Dich nicht damit auseinandersetzen willst. Yuppie-Kinder wie Du sind es gewohnt sich grundsätzlich nie in Frage zu stellen und immer die anderen als "falsch"und "böse" anzusehen, besonders wenn sie Dich kritisieren.
Also lies noch mal den Kommentar, denk nach oder lass dieses peinliche Heulen, Du getroffener Hund!

Übrigens: Wer die Antideutschen kennt, weiss was an dieser Story dran ist. Ich hab einmal erlebt, daß ein Antideutscher von einem Maoisten auf die Fresse bekommen hat und zwei mal andersum. Kommunisten unter sich. Aber eben anders, als im Propaganda-Text gelogen.

25.04.2003 - 13:46
issoch wurscht ob der antideutsche als solcher, Yuppi, Prolet, Frau, Mann, Opa oder Kiddie is. sich verpissen aus der Linken sollne sich, aber schleunigst!!! Is doch nicht so schwer zu verstehen?! Nix surrender!

25.04.2003 - 20:19
Meine Eltern haben beide Hauptschulabschluss, mein Vater hat Fernmeldertechniker gerlernt und meine Mutter ist Verkäuferin.
So ihr Linken,jetzt die Karten auf den Tisch zur Sozialerhebung.
Wird alles vetraulich behandelt.

SOLIDARITÄT MIT ISRAEL
FÜR DEN KOMMUNISMUS

Antiimps und Antideutsche

Gruppe sozialrevolutionärer ArbeiterInnen 26.04.2003 - 20:18
Au und Exzess:
Antideutsche und Antiimps in Frankfurt am Main

Die radikale Linke des Kapitals unter sich: Im April 2003 kam es am Rande eines Punk-Konzertes in der "Au", einem "selbstverwalteten" Treffpunkt von Leuten, die sich selbst als Teile der radikalen Linken sehen, oder die sich wenigstens ganztägig, oder in Teilzeit von ihrem Lebensstil her einer radikalen und alternativen Szene zuordnen, zu einem "Übergriff".

Ein sich heroisch dünkender Mann schrieb zwei Worte an die Wand: Save Israel. Diese erbärmlich-lächerliche Aussage nahm ein "antiimperialistischer" Türsteher der Au zum Anlaß, die mehr oder weniger genau als Antideutsche identifizierten Punk- und Sharonfreunde aus dem Veranstaltungsraum zu schmeißen, und ihnen so jeden "Spaß am Konzert" zu verderben. Alle Beteiligten fühlten sich dabei an Ereignisse des letzten Jahres erinnert, als im famosen "Café Exzess" auf einen Kameraden der antideutsch-universitären Gruppe "sinistra" eingeschlagen wurde. Der (Antiimp-)Schläger nahm an, dass es sich beim besagten Studenten, um einen "Mossad-Agenten auf Feierabendtour" handele.

Die Antideutschen fordern Härte (noch mehr Härte!) gegen die palästinensische Bevölkerung, weinen den Tausenden von Verbrannten ArbeiterInnen Dresdens keine Träne nach, beschimpfen alle Kritiker Israels und ihrer selbst als "Antisemiten", üben sich in einem völkischen "Deutschenhass" (wobei sie z.B. die "deutschen Zustände" mit den ihnen als besonders ekelhaft erscheinenden ArbeiterInnen in Deutschland verwechseln), bejubeln die amerikanische Politik und ihre kriegerischen Fortsetzungen, greifen jeden an, der es wagt auf ihren Veranstaltungen Kritik zu üben und so weiter. Wird ihnen selbst aber auch nur ein wenig Unbehagen bereitet, werden sie daran gehindert, ein Punk-Konzert zu genießen, dann rufen sie gleich "nach Mama". Die antideutsch-völkischen Komplizen von Kapital, Nation und Staat scheinen uns deshalb auch noch ziemlich verlogen und wehleidig zu sein.

Das soll aber ganz und gar nicht heißen, daß die handgreiflichen Au- und Exzess-Antiimps irgendwie sympathischer oder gar "revolutionärer" wären, als ihre Kameraden im Geiste, die Antideutschen. Bezeichnend für diese Leute ist nicht nur, daß ihre Fäuste so locker sitzen, wie die Schrauben in ihren Hirnen, sondern daß sie in ihrer völkisch-nationalistischen, etatistischen und antiproletarischen Dumpfheit, z.B. die grundlegende Ablehnung der Unterstützung aller nationalen Befreiungsbewegungen und "befreiten" Staaten reflexhaft als "antideutsch" denunzieren.

Sowohl die Antideutschen, als auch die Antiimps sind Feinde der globalen Arbeiterklasse. Sie stützen sich jeweils auf unterschiedliche nationale, staatliche und kapitalistische Mächte und Ideologien, die aber allesamt der Beherrschung der ArbeiterInnen sowie der Aufrechterhaltung kapitalistischer Produktions- und Reproduktionsverhältnisse dienen. Wir dagegen unterstützen ausschließlich den globalen und unteilbaren Klassenkampf der ArbeiterInnen gegen Kapital, Lohnarbeit, Staat und Nation.

Die Au-Ereignisse innerhalb einer abgewrackten, spießigen und anti-proletarischen Szene möchte die Gruppe "Au tut weh" - so nennen sich nun die von den "palästinasolidarischen AntifaschistInnen" geschlagenen "israelsolidarischen AntifaschistInnen" - nutzen, um Solidarität von der Frankfurter Linken zu erheischen. Sollen sie doch, dort gehören sie hin, sie sind Teil von ihr.

Die Frankfurter Linke, das ist die Linke des Kapitals, wie auch die Auseinandersetzungen zwischen Antiimps und Antideutschen nichts anderes sind, als Pöbeleien und Schlägereien unter Wesensverwandten. Dieses Verhalten ist selbst schon ein Indikator, um festzustellen mit welcher Art von Szene wir es hier zu tun haben. Derartige auf dem "Recht des Stärkeren" gegründete Auseinandersetzungen, solch eine Art von hysterischer, eitler und gewalttätiger "Streitkultur" sind typisch für Rivalitäten konkurrierender antiproletarischer Gangs.

Wir müssen verstärkt darauf achten, dass sich solche Umgangsformen nicht auch in die politischen Diskussionen unter Revolutionären einschleichen. Der proletarischen, antinationalen, antikapitalistischen, revolutionär-anarchistischen, sozialrevolutionären und kommunistischen Linken könnte es eigentlich ziemlich gleichgültig sein, wie unsere Feinde miteinander umspringen.

Allerdings ist zu befürchten, dass sich solcherart Auseinandersetzungen innerhalb der kapitalistischen Linken weiter verschärfen werden. Diese Umgangsformen können sich negativ auf die nach einer revolutionären Alternative zum Kapitalismus suchenden ArbeiterInnen auswirken, wenn sie nämlich den falschen Eindruck gewinnen, dass dieses Gehabe typisch für "die Linke" sei. Darüber hinaus steigern derartige Gewalttätigkeiten das ohnehin schon auf der ganzen Welt hohe antisoziale Gewalt- und Hassniveau innerhalb und zwischen den kapitalistischen Gesellschaften. Daran können wir kein Interesse haben.

Auch wenn wir nicht in der Lage sein sollten, auf die Prügeleien un-ter völkischen, nationalistischen und kapitalistischen Gangs beruhigend Einfluß zu nehmen, so könnten wir es definitiv nicht dulden, wenn sie - was eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist - auf den Gedanken kommen sollten, uns anzugreifen.

Im aktuellen Konflikt zwischen Antiimps und Antideutschen sind wir weder mit der einen, noch mit der anderen Seite auf irgendeine Weise solidarisch, sondern wir betrachten die beteiligten Gruppen als außerhalb der proletarischen Linken stehend.

Keine Parteinahme für irgendeine Fraktion der kapitalistischen Linken, weder für Antiimps, noch für Antideutsche, noch für sonst eine Gruppe.

Für eine offene und solidarische Debatte unter den Militanten und Gruppen des revolutionären proletarischen Milieus.

Am längsten lebe der mit der Anarchie identische Kommunismus!


Gruppe sozialrevolutionärer ArbeiterInnen (26.04.03)