ARGENTINIEN Ständige Mobilisierungen gegen Fabrikräumung
Donnerstag Nacht räumte ein Grossaufgebot der Polizei die Kleiderfabrik Brukman und hält sie seither besetzt. Währenddessen finden grosse Mobilisierungen gegen die Fabrikräumung statt.
Seit zwei Tagen finden ständige Mobilisierungen vor der Fabrik Brukman in Buenos Aires statt. Donnerstag Nacht wurde die von den ArbeiterInnen verwaltete Fabrik von einem Grossaufgebot der Polizei geräumt. Seither befinden sich zwischen 200 und 300 Polizisten in der Fabrik und in dem Strassenstück davor. Sie weigern sich trotz massiver Mobilisierungen der ArbeiterInnen, AnwohnerInnen, Studierenden, Arbeitslosen und weiterer Solidarischer, die Fabrik zu verlassen.
Dabei stützen sie sich auf einen Räumungsbefehl des Richters. Dieser hatte darin vorgesehen, dass die Fabrik von der Polizei besetzt bliebe, bis der Besitzer - voraussichtlich am Montag - eintreffe und die Schlüssel entgegennehme. Derselbe Besitzer hatte seine Angestellten während Monaten nicht bezahlt und dann im Dezember 2001 versucht, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Fabrik zu entleeren. Als er dabei erwischt wurde, warf er die Schlüssel der Fabrik auf den Boden und verschwand. Seither führten die ArbeiterInnen die Produktion ohne Chef weiter, und die Kleiderfabrik wurde zu einem Beispiel der Selbstverwaltung und einem Symbol für Arbeit in Würde.
Dass die Fabrik nicht nur für die ArbeiterInnen wichtig ist, zeigte sich in den Mobilisierungen seit der Räumung. In der Nacht der Räumung fanden sich spontan mehrere Hundert Menschen ein, und gestern versammelten sich etwa 3500 Menschen, die bereit waren, die Fabrik wieder einzunehmen. Die Stimmung war zu Zeiten sehr gespannt, gegenüber der Demonstrierenden waren mehrere Linien von Robocops. Zudem hatte die Polizei auch Schusswaffen.
Unterdessen fanden Gespräche zwischen ArbeiterInnen der Fabrik, Menschenrechtsanwälten und dem Richter statt. Während erstere versuchten, den Richter zum Befehl des Abzugs der Polizei zu bewegen, forderte dieser stattdessen, dass sich die Proteste auflösen. Die Gespräche wurden ohne Lösung beendet.
Die ArbeiterInnen suchen eine friedliche Lösung der Auseinandersetzung. Sie riefen zu weiteren Mobilisierungen für die kommenden Tage auf. Zahlreiche der Protestierenden sind bereit, die Fabrik zu stürmen, falls eine Lösung mittels Gespräch nicht möglich ist.
Internationale Protestfaxe an die Justiz und Regierung von Buenos Aires sind wichtig! Ebenso Solidaritätsbriefe mit den Brukman-ArbeiterInnen.
(Habe allerdings die Adressen nicht gefunden... Wenn sie jemand anfügen kann, wäre das gut. Sonst die Briefe via Indymedia Argentina.)
Mehr Infos auf www.argentina.indymedia.org
Dabei stützen sie sich auf einen Räumungsbefehl des Richters. Dieser hatte darin vorgesehen, dass die Fabrik von der Polizei besetzt bliebe, bis der Besitzer - voraussichtlich am Montag - eintreffe und die Schlüssel entgegennehme. Derselbe Besitzer hatte seine Angestellten während Monaten nicht bezahlt und dann im Dezember 2001 versucht, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Fabrik zu entleeren. Als er dabei erwischt wurde, warf er die Schlüssel der Fabrik auf den Boden und verschwand. Seither führten die ArbeiterInnen die Produktion ohne Chef weiter, und die Kleiderfabrik wurde zu einem Beispiel der Selbstverwaltung und einem Symbol für Arbeit in Würde.
Dass die Fabrik nicht nur für die ArbeiterInnen wichtig ist, zeigte sich in den Mobilisierungen seit der Räumung. In der Nacht der Räumung fanden sich spontan mehrere Hundert Menschen ein, und gestern versammelten sich etwa 3500 Menschen, die bereit waren, die Fabrik wieder einzunehmen. Die Stimmung war zu Zeiten sehr gespannt, gegenüber der Demonstrierenden waren mehrere Linien von Robocops. Zudem hatte die Polizei auch Schusswaffen.
Unterdessen fanden Gespräche zwischen ArbeiterInnen der Fabrik, Menschenrechtsanwälten und dem Richter statt. Während erstere versuchten, den Richter zum Befehl des Abzugs der Polizei zu bewegen, forderte dieser stattdessen, dass sich die Proteste auflösen. Die Gespräche wurden ohne Lösung beendet.
Die ArbeiterInnen suchen eine friedliche Lösung der Auseinandersetzung. Sie riefen zu weiteren Mobilisierungen für die kommenden Tage auf. Zahlreiche der Protestierenden sind bereit, die Fabrik zu stürmen, falls eine Lösung mittels Gespräch nicht möglich ist.
Internationale Protestfaxe an die Justiz und Regierung von Buenos Aires sind wichtig! Ebenso Solidaritätsbriefe mit den Brukman-ArbeiterInnen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen