Chemonuklearer Angriff auf den Irak

Aug und Ohr, Gegeninformationsinitiative 11.04.2003 18:06 Themen: 3. Golfkrieg
In der Folge sind einige Quellen zusammengestellt, die unmittelbar den Einsatz von Waffen aus abgereichertem Uran durch die ?Vereinigten Staaten? im laufenden Krieg bezeugen. Diese Tatsache wurde bis jetzt von der Presse der europäischen Mörderstaaten verschwiegen.
Chemonuklearer Angriff auf den Irak!

Irakisches Territorium wird für immer verseucht bleiben.

Bereits Mitte März drohten US-Militärs mit dem künftigen Einsatz von Waffen aus angereichertem Uran. Diese Art der Kriegsführung hat in Bosnien und im Irak unzählige entstellte und verkrüppelte Kinder zur Folge gehabt.

"Das ist eine Waffe, die wir auch in Zukunft verwenden werden, wenn es nötig sein wird, gepanzerte Fahrzeuge anzugreifen" sagte der US-Gesundheitsbeauftragte für die Golfkriegsveteranen, Dr. Michael Kirkpatrick auf einer Pressekonferenz im Pentagon (1).

Das russische Militär, das sich eng mit dem Irakkrieg befasst, wird noch deutlicher: "Es besteht kein Zweifel, dass die Vereinigten Staaten Nuklearwaffen einsetzen werden, die bereits an US-Militärstützpunkte in Kuwait überstellt wurden," meint Generaloberst Leonid Iwaschow, Vizepräsident der Geopolitischen Akademie in Moskau (2). Iwaschow zufolge würde DU dann zum Einsatz gelangen, wenn die Streitkräfte der Alliierten bei Bodenoperationen auf starken Widerstand stoßen. Die Vereinigten Staaten hätten erst vor kurzem intensiv an der Weiterentwicklung panzerbrechender nuklearer Geschosse gearbeitet, ähnlich wie kurz vor dem Krieg gegen Jugoslawien

.Auch die Los Angeles Times hatte berichtet, das Pentagon würde Kernwaffen einsetzen, um unterirdische Bunker zu zerstören. (3)

"Kollateralschäden" waren, speziell beim Einsatz von DU-Waffen, wie beim Überfall auf den Irak vor 12 Jahren, abzusehen.

Die Prophezeiungen Iwaschows haben sich bewahrheitet. Die - mit den Worten des Generals Gallois - chemonukleare Kriegsführung, ist im laufenden Kriege bereits gegen fünf irakische Städte eingesetzt worden. Das hat vor kurzem das erste Mal der irakische Botschafter in Pakistan, Dr. K. A. Rawi bekanntgegeben. ?Tagtäglich beschießen die Alliierten die Iraker mit abgereichertem Uran. Diese tödliche Waffe besteht aus chemisch toxischem nuklearen Abfall? erklärter Rawi gegenüber der pakistanischen Tageszeitung The Nation.

In Bagdad, Basra, Najaf, Nasiriya, Mosul und in der Umgebung der größeren Städte sei DU bereits zum Einsatz gelangt. Ziel seien insbesondere die Republikanischen Garden und Zivilisten, die harten Widerstand leisten (4).

Reuters berichtet schließlich am 2. April, der Einsatz von DU-Waffen sei auch von amerikanischer Seite bestätigt worden. Bei Najaf hat ein Reuters-Korrespondent beobachtet, wie sich ein A-10 Warthog im Tiefflug über der Stadt befand und kurz darauf das Feuer auf die Fedayin-Milizen eröffnete. Vom Heer verlautete Reuters zufolge, bei der Aktion seien auch Apache-Hubschrauber zum Einsatz gelangt, und es seien vermutete Stellungen der Fedayin mit 30mm-Projektilen vom Kaliber 30mm beschossen worden. Die Stadt sei ein Zentrum des Widerstands der Fedayin-Milizen. ?Unser Ziel ist es, die Fedayin-Einheiten zu zerstören, so wie jeden, der versucht, unsere Kommunikationslinien zu unterbrechen. ... Wir werden sie zerstören.? sagte Chris Holden von der 101. Luftlandeeinheit (5).

Dana Lewis kam als ?eingebetteter? Heeresjournalist zusammen mit der 101. Luftlandedivision nach Al-Kifl am Euphrat, etwa 160 km südwestlich von Bagdad und berichtete auftragsgemäß. Dort wurde die irreguläre Kriegsführung der Irakis mit aller Brutalität gekontert. Lewis schreibt: Zu Beginn wurden zwei 120-mm-Hochgeschwindigkeitsgeschoße aus abgereichertem Uran losgeschossen und durch das entstehende Vakuum wurden die Guerillakämpfer aus ihren Verstrecken auf die Hauptstraße geradezu hinausgesaugt und dort entweder mit Kleinfeuerwaffen niedergeschossen und oder einfach von Panzern überfahren.

Die bewegliche Taktik der Iraker konnte dem nicht allzu viel entgegensetzen, wenn auch der Vormarsch der Invasoren vorübergehend zurückgehalten werden konnte. Die irakischen Kämpfer in Kleintransportern, LKWs, Autos, aber auch Booten (deren Besatzung hatte die Brücke zu verminen) wurde auf schreckliche Weise dezimiert. Die Szenen der DU-Kriegsführung ähneln der des 2. Golfkriegs.

Ein Konzentrat des US-amerikanischen Weltbilds findet sich in folgenden Sätzen: ?Am Samstag säumten noch Dutzende Leichen die Straßen. Einige waren in blaue und schwarze Säcke verpackt, andere lagen noch im freien und verfaulten in der Mittagssonne. Einige quollen aus ihren verkohlten und verwüsteten Autos heraus, bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.? (6)

?Im Wüstenstaub ist der Tod verborgen?, sagt Dr. Jawed Al-Ali, Krebsforscher und Mitglied der britischen Royal Society of Physicians. ?Aus unseren Studien geht hervor, dass mehr als 40 Prozent der Bevölkerung im Raum Basra an Krebs erkranken werden.? (7)

Ian Willmore von Friends of the Earth in London berichtete IPS: ?Ein Spital in Bagdad berichtet, daß allein dort in der letzten Zeit 8 Kinder ohne Augen zur Welt gekommen sind. Die durchschnittliche Erkrankungsrate ist 1 zu 50 Millionen.? (8)

Abgereichertes Uran hat eine Halbwertzeit von mehr als 4 Milliarden Jahren. Das ist etwa so lang wie das Alter der Erde überhaupt. Tausende Quadratkilometer sind am Balkan, in Kuwait und im südlichen Irak für immer vergiftet worden. Wenn George Bush senior, Dick Cheney, Colin Powell und Bill Clinton auf ein Vermächtnis Wert legen sollten, dann werden sie ein schreckliches hinterlassen, eines das für alle Ewigkeit bleiben wird.? (7)

In den Vereinigten Staaten gibt es bereits einen gutorganisierten Widerstand gegen den weltgrößten Hersteller von Munition aus abgereichertem Uran, Alliant Techsystems. Die Zentrale dieser Firma befindet sich in Edina, Minnesota. Dort fand am 2. April eine Protestkundgebung und Mahnwache statt, an der mehrere hundert Menschen teilnahmen. (9)

Aug und Ohr
Gegeninformationsinitiative
(1) Reuters, zit. nach CADU (Campaign Against Depleted Uranium, www.cadu.org.uk/), 19. 3. 2003
(2) RBC.ru, 19. 3. 2003
(3) Richard T. Cooper: Making Nuclear Bombs ?Usable?, Los Angeles Times, 3. 2. 2003
(4) Javed Rana: Depleted uranium bombs used in 5 cities, The Nation (Pakistan), 30. 3. 2003; vgl. auch: Deepika (Indien), 31. 3. 2003
(5) ABC News, 2.4. 2003
(6) Dana Lewis, NBC, 31. 3. 2003
(7) Alexander Cockburn & Jeffrey St. Clair: Du, Cancer as a Weapon - Radioactive War, Counterpunch, 5. 2. 2001
(8) IPS, 1. 4. 2003
(9) DU-Watch, 31. 3. 2003
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Ergänzungen

@@@

gabba 11.04.2003 - 18:50
zitat: "wie beim Überfall auf den Irak vor 12 Jahren"

überfall?
der irak wurde als ?imperialistische? besatzungsmacht aus kuweit gekickt.

???

Zweifler 11.04.2003 - 18:55
"Lewis schreibt: Zu Beginn wurden zwei 120-mm-Hochgeschwindigkeitsgeschoße aus abgereichertem Uran losgeschossen und durch das entstehende Vakuum wurden die Guerillakämpfer aus ihren Verstrecken auf die Hauptstraße geradezu hinausgesaugt und dort entweder mit Kleinfeuerwaffen niedergeschossen und oder einfach von Panzern überfahren"
Häh??? Wie soll das funktionieren? Wenn die Kämpfer durch ein Vakuum auf die Hauptstrasse gesogen wurden, müsste dieses ja auf der Strasse herrschen...

naja

elsch 11.04.2003 - 19:16
@zweifler: das ist halt wie bei nem Feuersturm; wenn du in ner kleinen Nebengasse bist, saust der Druck da durch und reisst dich mit.

@gabba: Der irak wurde allerdings in eine falle gelockt. Washington hat zuvor, nach Geheimunterlagen, die letztens entdeckt wurden, dem Irak zugestimmt, Kuwait zu besetzen!

beg to differ

weist 11.04.2003 - 19:49
Die Vorgeschichte des Kriegs 90/91 ist eine große Verarsche gewesen, das ist schon korrekt (ohne auf gefälschte bzw nichtexistierende Satellitenfotos von der saudisch-irakischen Grenze einzugehen: eine Suche nach ''April Glaspie'' vermag als Sprungbrett dienen).

Trotzdem ist es so, daß die (in keinster Weise demokratisch legitimerte, aber damit kommen noch ganz andere durch heutzutage) kuwaitische Regierung die damalige Koalition - tatsächlich eine der Willigen, nicht der Billigen - beauftragte, sie wieder einzusetzen. Der UNWSC hat das Ganze dann abgesegnet; der Rest ist Geschichte.

Mensch mag sich vielleicht an der Formulierung ''..aus kuweit gekickt'' stoßen, aber das ist Haarspalterei. Vom Irak als ''imperialistischem'' Staat zu sprechen ist bedingt richtig; ''hegemonialistisch'' ist vermutlich korrekter (Saddam wollte zwar anfangs versuchen, ein regionales ''Imperium'' zu schaffen, aber nachdem der erste Golfkrieg im Sand verlaufen war, verlegte er sich auf den Versuch, eine politisch-militärische Dominanz über die Region von irakischem Boden aus aufzubauen. Der Überfall auf Kuwait hatte ökonomische und nationalistische Gründe und war nicht Teil eines größeren Expansionsplans, wie man mittlerweile weiß).

Ich dachte, das wäre allgemein bekannt?!

Bagdad brennt und US Millitärs plündern!

Heike 11.04.2003 - 20:12
Seit der US Befreiung brennt Bagdad, im Wahrsten Sinne des Wortes, und es herrscht Anarchie, nun sind auch die Befreier/Besatzer vom im Irak grassierenden Plünder Virus infiziert, und die US Millitärs plündern mit den Irakern Munter mit, hoffentlich ist das Ansteckend, wenn die US Millitärs, wie nach jedem USA Raubzug Üblich, zuerst für ein Paar Monate in die Bundesrepublik zur Quarantäne kommen!

Leute tankt eure Schubkarren Bollerwagen und Sackkarren auf!

ziemlich oberflächlich

Rambazamba 11.04.2003 - 20:19
Es handelt sich bei diesen Geschossen nicht um "Kernwaffen" !! Sie besitzen einen Kern aus Uran (welche Massezahl ist mir nicht bekannt, das Wort "abgereichert" höre ich zum ersten Mal. Da es sich aber um Abfall aus KKWs handeln soll, wäre es allerdings interessant, näheres über den chemischen Prozess der Zubereitung zu erfahren). Es findet also keine Kettenreaktion statt. Die Explosion selbst ist nichts außergewöhnliches: die ziemlich schmalen Sprengkörper durchschlagen selbst harte Panzerungen und explodieren dann innerhalb des Fahrzeugs. Bei diesem Prozeß wird allerdings ein Großteil des Urans pulverisiert und schlägt sich dann als radioaktiver Fallout in der Umgebung ab - in der Folge dann großflächig über das ganze Land. Besonders verhängnisvoll ist, daß solche zerschossenen Panzer spielende Kinder fast magisch anziehen, die dann hochgradig verseucht werden. Solcher Schrott steht mitunter jahrelang in der Gegend herum. Die Thematik wird übrigens keinesfalls verschwiegen, sondern selbst in den Mainstream-Medien immer wieder gebracht.
In dem obigen Beitrag scheint mir einiges auch mit anderen Waffensystemen, wie dieser MOAB verwechselt worden zu sein.
Wenn ich heute oder morgen noch was Zeit finde, suche ich einige Links dazu - vielleicht tut's auch jemand anderes. Wär bestimmt nötig, denn was da oben steht ist angesichts der Fülle von Material im Netz ziemlich hanebüchen.

noch was:

Ramba 11.04.2003 - 20:23
Diese Fotos zeigen Folgeschäden:

 http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2003/2003-01-28-irak.html

Schaut euch die Seite aber nicht vor dem Essen an.

zusatz

11.04.2003 - 20:25
Kuwait hat, wie fast alle Golfstaaten im ersten Golfkrieg (Irak-Iran) den Irak unterstützt . Irak wäre niemals allein in der Lage gewesen diesen Krieg zu führen .

kleine physikalische Information

ein Physiker 11.04.2003 - 21:42

Natur-Uran besteht aus zwei verschiedenen Isotopen, U238,U235. Kernwaffenfähig ist nur das U235, das in Natur- Uran nur zu 0,7% vorkommt. In deutschen Kernkraftwerken wird Uran verwendet, das einen U235 Anteil von ca 3% hatt. Dafür muß Natur-Uran vorher angereichert werden. Dabei erhält man als Nebenprodukt, daß sogenannte abgereicherte Uran, das einen sehr geringen U235 Anteil besitzt. Dieses abgereicherte Uran, wird dann als Geschoß verwendet, da es aufgrund der Masse, sehr gut in der Lage ist schwere Panzerungen zu durchdringen. Beim Aufprall verdampft ein großer Teil des Urans und es entsteht u.a Uranoxid, das krebs verursachen kann. Das gefährliche an dem Einsazt dieser Geschoße ist, das neben den entstehenden Uranoxid, das Uran in der Luft verteilt wird, in somit von Menschen eingeatmet werden kann, und sich damit im Körper ansammeln kann, so daß man einer dauernden Bestrahlung ausgesetzt ist. Uran ist ansonsten, solange es nicht inkorporiert wird ungefährlich, da die vom ausgehende Strahlung in Luft eine Reichweite von nur maximal 10cm besitzt und schon durch ein Blatt Papier vollständig absorbiert werden kann.

Weitere Infos zu Abgereichertem Uran

gwr 11.04.2003 - 22:01

Von der IPPNW gibt ne eigene Homepage zum Thema Uran-Geschosse und seine Folgen:

 http://www.ippnw.de/frieden/du/index.htm

undbedingt lesenswert!

@Heike-Nina

elfboi 11.04.2003 - 23:21
Anarchie herrscht nicht! Das da unten ist nicht Anarchie, sondern Faustrecht.

@ elfboi Du Hast Recht!

Nina 12.04.2003 - 01:58
Ich bin wieder Gedankenlos der Stichwortgebenden Medien Propaganda aufgesessen

Das was gerade in Bagdad abläuft ist Kriminelles Faust Recht!

Und Anarchie ist das Organisierte Chaos!

DU-Munition aus Deutschland?

Thomas 12.04.2003 - 02:03

Vor ein paar Wochen habe ich auf dem "Militär- und Sicherheitspolitischen Symposium" der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg Prof Günther zu DU Munition gehört. Er sagte, auf den Beschaffungslisten des Pentagon stände hinter der DU-Munition "gefertigt nach deutscher Lizenz". Konnte die Listen im Internet nicht finden, daher keine Bestätigung.

Allerdings gibt Rheinmetall auf der Homepage des "Defence"-Geschäftszweiges zu,

...in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Stellen des Bundes in den 70er Jahren einige wenige Tests mit uranhaltiger Munition durchgeführt [zu haben].

Auch MBB war an Test beteiligt. Beide Unternehmen im Auftrag des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz.

Die für die usamerikanischen Abrams-Panzer verwendeten DU-Geschosse (M829, M829A1 und A2 und jetzt wahrscheinlich E3) werden z.B. von Alliant Tech Systems produziert. Diese lassen sich auf ihrer Homepage zitieren:

Alliant transferred 120mm technology from Germany and type-classified four rounds: a kinetic energy antiarmor round, designated the M829, ...
 http://www.atk.com/homepage/products/

Ob damit tatsächlich die Technologie von KE-Geschossen (Kinetische-Energie) mit DU oder die jetzt von Rheinmetall verkauften Wolfram-Geschosse sind, ist unklar.

Das Bundesministerium der Verteidigung ließ unter Wörner CDU 1986 eine Machbarkeitsstudie des Rüstungsunternehmens Dynamite Nobel hinsichtlich DU-Munition anfertigen, mensch hätte dagegen entschieden, weil der Bau einer Anlage "angesichts des politischen Umfeldes nicht durchzusetzen sei".
SZ vom 24./25.1.2001, zitiert nach ami 31- Jg. Heft 2, Feb. 01
im Netz unter  http://userpage.fu-berlin.de/~ami/ausgaben/2001/2-01_4.pdf (Sehr interessant)

Darin läßt sich auch nachlesen, dass die Federation of American Scientists unbestätigt behauptet, für den Leo II sei in Deutschland DU-Munition gefertigt worden. Die amerikanische DU-Munition ist übrigens in Leo II verwendbar. Außerdem hat die Bundeswehr DU-Lennkflugkörper aus NVA-Beständen übernommen und "entsorgt".

Und ich bleibe dabei!

Nina 12.04.2003 - 02:09
Der Prozess der beim Durchbruch eines Unran Geschoßes abläuft, das Erhitzen und Durchschmelzen des Uran Geschoßes ist (wenn auch Tels) auch ein Thermo Nuklearer Prozess, der sich bloß nicht wie bei der Nuke Bombe verselbstständigt, Mangels Masse an zu einer Kettenreaktion Geeigneten Materials, die Reaktion wird durch de Geschoß Energie gestartet, aber verlöscht nach dem Durchbruch, oder dem Verbrauch durch Verdamfen des Uran Materials, und das die Panzerbrechende Wirkung, nicht Allein auf die Größere Dichte des Materials zurück zu führen ist!

Zusatz

Rambazamba 12.04.2003 - 04:21
Sind ja schon gute Quellen genannt. Zusätzlich möchte ich noch folgende Links nennen:

 http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/themen/DU-Geschosse/bundeswehrverband.html zeigt, wie sensibel und vorsichtig die Militärs vor kurzer Zeit noch waren. Mittlerweile scheinen sie den entstehenden "Kollateralschaden" ja für vertretbar zu halten. Das Verschiessen dieser Geschosse war in den Mainstream-Medien übrigens noch nicht verwerflich, als für Schröder und Fischer getötet wurde. Doch auch zu dieser Zeit erschienen erste Reportagen (z.B. in Panorama), die sich in Sachen wissenschaftlicher Erkenntniss gar nicht sehr von den heutigen Berichten unterschieden. Und das ist lange her!

 http://www.asamnet.de/oeffentl/bi/100101a.htm ist ein Kurzinfo über das Verschiessen solcher Munition auf Truppenübungsplätzen in Deutschland - hier Grafenwöhr. Leider nur aus privaten Quellen weiss ich, daß sich hier mittlerweile eine Gruppe von Ärzten gefunden hat, die ein Ansteigen der Krebsrate in der Umgebung feststellte und in dieser Richtung recherchiert und arbeitet. Mein Gefühl schreit richtig auf, daß dort Uranmunition in nicht unerheblicher Menge verschossen worden und das Zugegebene nur die Spitze des Eisberges ist. Ich bin gespannt, was diese Ärzte noch zu Tage bringen (Denke, die werden auch mit dem IPPNW verbandelt sein).
Das zeigt eigentlich schön sinnbildlich, wie Militärs und Politiker denken: ob irakische Kaffernkinder krepieren, oder arische weiße Demokraten ist ihnen einerlei. Es ist kein rassisches oder geostrategisches Denken, daß sie morden läßt, sondern die Unterscheidung der Menschheit in Scheissdreck und Ich. Grrrr...ich könnte die kalte und heiße Wut gleichzeitig kriegen.

Für Anti-Akw-Freaks wie mich sind solche Geschichten übrigens eher lächerlicher Pipifatz. Die Zahl der Todesopfer von Tchernobyl (Verkrüppelte nicht mitgerechnet) wird von Leuten aus dem Dunstkreis des Atomforums bei weltweit etwa 2 Millionen angesetzt, Skeptiker unter Radiologen schätzen 20 Millionen. Eine Expertengruppe im Auftrag der russischen Regierung geht von 500.000 Umgekommenen bis heute allein auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion aus. Die Rechnerei kann jedenfalls noch ein paar Jahrhunderte dauern.

@Physiker

Rambazamba 12.04.2003 - 04:48
Aha. Das pulverisierte Uran setzt hauptsächlich Alpha-Strahlung frei. Dies sind raltiv große Teilchen, die durch den Kernzerfall aus den Atomen herausgeschleudert werden. Bereits ein Blatt Papier oder die Haut können den Flug aufhalten. Setzen sich jedoch mini-kleine Uran-Teilchen im Körper fest, können sie kollosale Schäden beim zarten, umgebenden Zellgewebe verursachen.

Eine größere Gefahr bedeutet jedoch das Plutonium. Das dieser Stoff in der Munition vorhanden ist, wird offiziell zwar bestritten, ist aber gerade angesichts der Herstellungsweise wahrscheinlich, denn er entsteht in kleinen Mengen auch bei der Anreicherung des Urans als "Abfall". Plutonium gilt als die tödlichste Substanz auf dieser Erde. Bereits ein Atom, das sich dauerhaft in deinem Körper festsetzt, löst eine Krebserkrankung aus, da es derart aggressiv strahlt, daß es ein regelrechtes Loch in den Leib brennt. Infolge seines hohen Atomgewichts und dem Umstand, daß es nur künstlich oder kosmisch erzeugt werden kann, kommt es im Gegensatz zum Uran, das an einigen Stellen auf der Erde durch Erdverschiebung an die Oberfläche kommt und dort ebenfalls für eminent erhöhte Krebsraten sorgt, theoretisch nur im Mittelpunkt der Erde vor - wo es auch hin gehört.

soso

iii 12.04.2003 - 08:02
zu der munition wäre zu sagen, das es sich nun nicht um einen thermo nuklearen prozess handelt. die wirkung solcher
sog. wuchtgeschosse beruht auf hoher geschwindigkeit, kleinem durchmesser, hoher härte sowie auf eine der länge und dem durchschnitt entsprechende masse. das gleiche prinzip gilt eben auch für wolframcharbid bzw wolfram kerne innerhalb solcher (auch pfeilgeschoss genannter) geschosse. letztere haben sogar eine höhere penetrationswirkung, als uran munition. diese gibt es deswegen, weil das sog. abgereicherte uran in der tat ein abfallprodukt ist. also wesentlich billiger als ein wolfram kern. die wirkung ist in der tat erst dann gesundheitsschädlich/tödlich, wenn der staub eingeatmet, geschluckt wird.
übrigens der hinweis auf russland ist nicht angebracht, da auch sie massenhaft uranmunition besitzen, einsetzen. wo sind eigentlich die kriegsgegner gewesen, als es in tcheschenien krieg gab?
ein grosser teil des abgereicherten urans kommt aus der brd, da wäre zum beispiel gronau in nrw...

uran im urin

weist 12.04.2003 - 12:48
Die USA haben in Afghanistan offenbar damit begonnen, Geschosse mit 'Penetratoren' aus Natururan einzusetzen. Diese erhalten nicht die verräterische Beimischung von U236, die abgereichertes Uran als solches kenntlich macht:

 http://www.umrc.net/index.asp ('Afghan Field Trip Report 2')

@ rambazamba

ei n Physiker 12.04.2003 - 22:25
"Eine größere Gefahr bedeutet jedoch das Plutonium. Das dieser Stoff in der Munition vorhanden ist, wird offiziell zwar bestritten, ist aber gerade angesichts der Herstellungsweise wahrscheinlich, denn er entsteht in kleinen Mengen auch bei der Anreicherung des Urans als "Abfall"."
Das Plutonium kann bei der Abreicherung von Uran eigentlich nicht enstehen, da bei der Uranabreicherung nur die verschiedenen Uran-Isotope getrennt. Um Plutonium zu erzeugen müßte man U238 mit Neutronen beschießen.


"Plutonium gilt als die tödlichste Substanz auf dieser Erde."
Das ist absoluter Schwachsinn. Plutonium ist eine normaler Alpha- Strahler, an dem außer der Tatsache, daß der Plutoniumkern leicht gespalten werden kann nichts besonderes gibt. Plutonium hat eine geringere Halbwertszeit als Uran, und somit eine höhere Aktivität, absolut betrachtet ist diese aber nicht wirklich( Das radioaktive C-14, das durch die Höhenstrahlung entsteht hat eine bedeutend höhere Aktivität)

"Bereits ein Atom, das sich dauerhaft in deinem Körper festsetzt, löst eine Krebserkrankung aus, da es derart aggressiv strahlt, daß es ein regelrechtes Loch in den Leib brennt."
Nochmal absoluter Schwachsinn. Wie schon oben gesagt, Plutonium ist ein normaler Alpha-Strahler. Die Wahrscheinlichkeit, das ein einzelnes Plutoniumatom spontan zerfällt ist äußerts gering, außerdem ist es ebenso unwahrscheinlich, daß durch eine Alpha-Zerfall, sich gleich ein Tumor entwickelt (ist aber theoretisch möglich).
Jedoch ist außerdem anzumerken, das Radioaktivität Elemente normal in der Natur vorkommen, und jeder Mensch einer gewissen natürlichen Radioaktiven Strahlung ausgesetzt ist.


etwas übertrieben

dlp 12.04.2003 - 22:59
"den Einsatz von Waffen aus abgereichertem Uran durch die Vereinigten Staaten im laufenden Krieg bezeugen. Diese Tatsache wurde bis jetzt von der Presse der europäischen Mörderstaaten verschwiegen."

dass uranmunition schon im 2. golfkrieg '91 (und nicht erst jetzt!!) eingesetzt wurde und seitdem den boden und die bevölkerung verseucht, ist eigentlich kein so großes geheimnis. sicher wird nicht gerade den medien breitgetreten, aber totgeschwiegen wird es garantiert nicht. man braucht nur mal diese ard/zdf reportagen zu schauen.

DANKE PHYSIKER

pcp 13.04.2003 - 13:17
nett von dir, daß du mal fachlich fundierte informationen lieferst! scheinbar kommen in kriegszeiten vor allem die hysteriker und scharfmacher zu wort! vor allem hier können sie fast unter ausschluß der öffentlichkeit ihre abstrusen verschwörungstheorien fahren!

gegen verharmlosung der atomgefahren

anti-atomi 13.04.2003 - 16:53
plutonium ist sehr wohl einer der giftigsten und für die biosphäre gefährlichsten substanzen die es überhaupt gibt!
aber dass hier die "kernenergie"-lobby auch versucht, kriegsgegner von ihrer begründeten angst vor strahlungsschäden abzulenken und mit pseudowissenschaftlichen und oft falschen, schon oft widerlegten aussagen vor der gefahr zu täuschen versuchen, die durch "kernenergie" entsteht, war ja nur abzusehn, nach den bombardierungen der anti-atom-foren mit immer denselben standard-briefen...
wer plutonium für ungefährlich hält, soll mal nach sellafield gehn und da sein leben verbringen, mal sehn, wie lang er ohne schäden bleibt.
fakt ist, dass atomenergie immer verknüpft ist mit der herstellung von atomaren waffen, die ja auch dann eingesetzt werden müssen, wie jetzt im golfkrieg, wie in afghanistan etc. pp....
wer gegen atomwaffen ist, darf ihre herstellung nicht erlauben!

und noch was zu dem abgereicherten uran: auch die einfach "fehlgeschossene" munition liegt dort rum und strahlt vor sich her, was genauso schäden verursacht wie der staub der aufgeplatzten...
aber wenn du so von der ungefährlichkeit der DU-Munition überzeugt bist, lager doch bitte ein bischen schwach-radioaktiven abfall in deinem kühlschrank, oder unterm bett, dann können wir uns ja vielleicht das endlagerproblem etwas vereinfachen

Hallo anti-atomi

Icke 13.04.2003 - 20:37
Wenn Du hier so behauptest, daß "Physiker" jemand von der Atomlobby sei:
Bitte beleg doch mal Deine Behautungen mit dem Uran. Ich will bestimmt die Atomkraft nicht gut reden (spästestens seit Tschernobyl und WAA wissen wir bescheid), aber Plutonium als einer der giftigsten Stoffe...?
Und sag jetzt bitte nicht, sämtliche Physikbücher der Welt seien verfälscht!

@dlp

aug und ohr 29.04.2003 - 00:22
Ich meinte, bisher hat über den DU-Einsatz laufenden (oder eben zuende gegangenen) Krieg keine Zeitung zumindest im deutschsprachigen Bereich berichtet. Von anderen mainstream-Zeitungen ist mir bis dato auch nichts bekannt.

das ja noch immer kein sicheres ENDLAGER gibt

lobosolar 29.04.2003 - 10:01
, ist das doch toll den Mist so loszuwerden. und vielleicht sind das ja auch keine collateralschäden sondern kalkül. die usa macht das so mit von ihr ungeliebten ethnien. auch nordamerikanische indianer (glaube dakotas) werden dort beim uranabbau vergiftet, erstens wird ungerechter weise auf ihrem territorium uran abgebaut, zweitens null sicherheits vorkehrungen beim abbau, oder umsiedlung; ähnlich wie im Irak anstieg von leukämie um 1000% und öfters werden auch sogenante jellybabys(babys ohne knochen) geboren!

@gabba

auo 05.05.2003 - 22:23
Der Irak wurde mit einem Trick nach Kuweit hineingelockt, und daraufhin wurde der Irak, und zwar das gesamte Land, überfallen, und es wurde ein Massenschlachten an der Zivilbevölkerung verübt.