Revolutionärer 1.MAI 2003 - Aufruf Kritik & Praxis (KP) Berlin
Heraus zum Revolutionären 1.MAI 2003, 18.00 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz:
Aufruf von Kritik & Praxis [KP] Berlin
Nie wieder Frieden
Fight New World Order - fuck old europe
Nie wieder Frieden?
Frieden wäre schön. Weil die derzeitige US-Regierung Krieg zum selbstverständlichen Bestandteil ihrer Politik macht und sich das mit ihrer militärischen Überlegenheit leisten kann, wird sie oft für die Abwesenheit von Frieden verantwortlich gemacht. Doch würde der Irak nicht bombardiert, wäre dann Frieden? Hält sich die US-Regierung nur einfach nicht an die aufgeklärten Regeln der westlichen Welt, die ein zivilisiertes Durchsetzen der eigenen Interessen ermöglichen würden, ohne dass jemanden ein Leid geschähe? Nach dem Verständnis der Bundesregierung, ihrer Verbündeten in der Friedensbewegung und des Papstes wohl schon. Wenn die Linke dem US-Krieg im Irak einfach empathisch Frieden entgegenhält, dann verdoppelt sie den Schein eines herrschaftsfreien, gewaltfreien ?westlichen? Systems und stellt nicht die Frage, die ihr eigentliches Geschäft darstellt: Heißt kapitalistischer Normalzustand Frieden?
Krieg war in allen Phasen kapitalistischer Gesellschaften und ihrer staatsförmigen Organisation ein Mittel zur Interessensvertretung. Zwar endet der Staat an seinen Grenzen, nicht aber seine Interessen. Die über die Grenzen hinausreichenden Interessen müssen sich nicht in der Form des konventionellen Krieges erfüllen: sie können in Kolonialisierung, Vertragsabschlüssen, Einrichten von Freihandelszonen, Erpressen der Regierung oder ähnlichem realisiert werden.
Freiheit und Gleichheit - Begriffe und Werte, die die jeweilige westliche Welt in die jeweilige Feindkonstruktion hineinbomben will (USA gegen Irak und Afghanistan, NATO inklusive BRD im Kosovo, Frankreich gegen Elfenbeinküste etc.) - sind und waren Voraussetzungen für die Durchsetzung von kapitalistischem Warentausch, Verwertung und Konkurrenz. Sie sind nicht das unerreichte Ideal bürgerlicher Gesellschaft, sondern seine Existenzform und werden im Kapitalismus gleichzeitig realisiert und unterlaufen. Kapitalistische Verwertung produziert und reproduziert notwendig die Entgegensetzung von Kapital und Arbeit. Zudem produziert sie bestimmte Formen des Denkens über Gesellschaft: Dass Gesellschaft eine Ansammlung von privaten, nur gegeneinander zu denkenden Interessen sei, dass gesellschaftliche Verhältnisse nicht gemacht sind, sondern ?natürlichen? Eigenarten von Dingen und Menschen entspringen würden, dass Gemeinschaftlichkeit auf solchen natürlichen Eigenarten basiere - der Zugehörigkeit zu einer ?Nation?, ?Kultur?, ?Rasse? oder ähnlichem. Diese Denkformen verhindern es, die Widersprüchlichkeiten der Gesellschaft zu denken und provozieren statt dessen den Bezug auf Zugehörigkeiten, was bis zur Vernichtung der ?Anderen? getrieben werden kann. Der Fanatismus, Rassismus, Fundamentalismus, der in der westlichen Welt oft als ?irrationales Relikt? erscheint, das durch die Durchsetzung von Aufklärung / Kapitalismus zu beseitigen wäre, entsteht innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer Zerrissenheit; ihre Überwindung bedeutet die Abschaffung des Kapitalismus.
Selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob man bombardiert wird oder acht Stunden zur Arbeit geht. Der Krieg im Irak ist zu verurteilen, ebenso wie es die Kriege in Tschetschenien, im Kosovo und in Ex-Jugoslawien sind. Er steht nicht außerhalb des westlichen, zivilisierten Systems. Die Jahrzehnte nach 1945 waren nicht friedlich, weil sich die ?Völkergemeinschaft? auf das Völkerrecht geeinigt hat, sondern weil das Gleichgewicht des Schreckens offene Kriegsführung zur allgemeinen Existenzbedrohung gemacht hat und sie waren nicht friedlich: Stellvertreterkriege und low-intensity-wars (der CIA sprach vom ?World War 3?) waren die Mittel der Wahl.
Ein Krieg zur Durchsetzung von kapitalistischen Verwertungsinteressen ist von der Linken zu bekämpfen. Das linke Gegenkonzept kann aber nicht einfach ?Frieden? heißen. Zumindest nicht, solange Frieden nicht die Abschaffung des Kapitalismus bedeutet. Wer vom Kapitalismus nicht sprechen will, soll vom Frieden schweigen.
Krieg und Neue Weltordnung - Don?t fight the player, fight the game
Globalisierung, Neoliberalismus, Ende der Blockkonfrontation - es gibt viele Umschreibungen dafür, dass der Kapitalismus in den letzten zwanzig Jahren die Form seiner Organisation und Reproduktion verändert hat. Die Grundlagen - Warenproduktion, Wertvergesellschaftung, Antagonismus von Kapital und Arbeit - bleiben. Abgestoßen wurde die Vorstellung, dass die Realisierung der Werte auf Massenkonsum und Vollbeschäftigung basieren sollte. Gleiches gilt für die Annahme, dass - zumindest in der ?1. Welt? - die Integration breiter Bevölkerungsschichten angestrebt werde und materiell möglich sei. Ideologisch gewendet heißt das Ende des Fordismus damit das ?Ende des Anspruchsdenkens?, die ?Verschlankung? staatlicher Sicherungssysteme und Betonung der ?Selbstverantwortung? - und eine ?Liberalisierung? der rigiden Gleichmachungsforderungen des Fordismus. ?Es lebe die Differenz? bedeutet für die Menschen eine Befreiung von altbackenen Vorstellungen, allerdings um den Preis existenzieller Verunsicherung.
Mit dem Zusammenbruch des fordistischen Modells ist der Vorstellung einer allgemeinen, gleichgewichtigen, durch staatliche Regulierung angeleiteten industriellen Entwicklung die Grundlage entzogen. Auf diese Verwertungskrise des Kapitals folgte die Liberalisierung von Geld- und Kapitalmärkten mit Internationalisierung von Produktion und Welthandel. Einerseits wurde der kapitalistische Weltmarkt homogenisiert, gleichzeitig nimmt aber die Fragmentierung der Weltgesellschaft zu. Die unmittelbare Konkurrenz von Waren, von Arbeitsbedingungen und die verschärfte Konkurrenz der Standorte um günstige Verwertungsbedingungen für internationales Kapital führen zur Zuspitzung ökonomischer und sozialer Spaltungen.
Die Fragmentierung der Weltgesellschaft - auch innerhalb der ?1.Welt? - forciert soziale Spaltungen und führt zu einem Auftrieb für wohlstandschauvinistische, rassistische, völkische und faschistische Bewegungen, die Gemeinschaftlichkeiten anzubieten haben, wo der Neoliberalismus nur ?Selbstverantwortung? zu bieten hat. In den Ideologien erfahren sich die Menschen als handlungsfähig, sie verorten sich selbst in der Gesellschaft und machen sich die Welt verstehbar. Die Ideologien funktionieren dabei von ?unten nach oben? wie auch von ?oben nach unten? und binden die Menschen, bzw. diese binden sich selbst, auf spezifische Weise in herrschaftliche Interessen ein. Die Verschärfung von ideologischen Gegensätzen - andere nennen es den Clash der Kulturen - nimmt dabei die Fragmentierung der Weltgesellschaft wieder auf. War es früher die ?rassische? Unterlegenheit, in der die Kolonialisierung und Ausbeutung der ?3. Welt? abgebildet und mit bürgerlichen Werten versöhnt wurde, sind es heute die Diktaturen, die Menschenrechtsverletzungen (die es gibt), ist es das ?insgesamt Unaufgeklärte?, was das Gegenmodell zum vorherrschenden westlichen Modell darstellt. Weltregionen, die durch die Fragmentierung der Weltgesellschaft mangels interessanter Standorte und verwertbarer Bevölkerung herausfallen (wie weite Teile des afrikanischen Kontinents), sind dabei keines Krieges im Namen der Menschenrechte o.ä. wert. Weder die Ideologien noch Armut und Elend sind durch Kreuzzüge für Kapitalismus zurückzudrängen. Sein Bezug auf Gleichheit, Freiheit und Aufklärung bedeutet einerseits die Durchsetzung von Rechtsverhältnissen. Gleichzeitig ist es die Freiheit der Warenbesitzer und des Warenverkehrs, die Freiheit des Eigentums, Vertragsfreiheit bei An- und Verkauf der Arbeitskraft und die Gleichheit der Warenbesitzer, die sich gegenüberstehen und Äquivalenzen tauschen, die auf seinen Fahnen stehen. Eine Kritik am Krieg, die sich bloß aufs Völkerrecht bezieht, verdoppelt nur die Oberfläche von Vertragsfreiheit und der Fähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, ihre Probleme im Rahmen der ?freien Marktwirtschaft? zu regeln. Zwar kann das Völkerrecht die Verhandlungsposition der ?Verliererseite? in der Weltgesellschaft stützen, doch die Kritik am Krieg muss über die formalrechtliche Argumentation hinausgehen. Die Linke muss die ?Subjekte? des Völkerrechts, die Staaten und ihre Interessen und Funktionen in der kapitalistischen Weltgesellschaft zum Gegenstand ihrer Kritik machen.
Staaten müssen in der neoliberalen Weltgesellschaft einerseits ihre Standorte sichern (verschärfte Sicherheitspolitik ohne Sozialpolitik). International sind sie (auf der ?Gewinnerseite?) gewissermaßen ?Sachwalter? von Kapitalfraktionen, die den Weg für die Internationalisierung der Märkte freimachen sollen und damit auch übergeordneten, ?allgemeinen? Kapitalinteressen dienen. Andererseits (auf der ?Verliererseite?) werden sie wahrgenommen als Hemmschuh gegen diese Internationalisierung des betreffenden Marktes, der zu entfernen ist, so er sich nicht auf vertragliche Regelungen (Freihandelszonen etc) einlässt. Um diesen Forderungen nach der Liberalisierung des Weltmarktes nachzukommen, stehen verschiedene Machtblöcke und Staaten bereit, deren Einflussbereiche umkämpft sind (Deutschland reklamiert den Balkan, Frankreich Nordafrika, die USA tendenziell alles). Ihre Mittel sind unterschiedliche, so hatte die BRD bei der Zerschlagung Jugoslawiens zunächst auf Verhandlungen gesetzt, später auf Angriffskrieg.
Der Kampf um die Einflussbereiche ist ein Kampf um internationale Hegemonie - nicht nur um militärische Vorherrschaft, sondern auch um ökonomische Hegemonie, also ob die vertretenen Kapitalfraktionen erfolgreich sind. Die US-Regierung ist auf dem Weg, die Hegemonialposition in der Durchsetzung von Kapitalinteressen und der Ordnung der Welt herbeizubomben. Der Kampf gegen diesen Krieg darf sich nicht auf einen anderen Machtblock beziehen - wie etwa Europa oder Deutschland.
Fuck old europe
Dass Europa und Deutschland im Zweifelsfall ihre Interessen ebenfalls mit Angriffskriegen durchsetzen, hat sich zuletzt im Kosovokrieg gezeigt (aktuell auch Frankreichs Einmarsch in der Elfenbeinküste). Als angebliche Leitbilder der Umstrukturierung Ex-Jugoslawiens dienten Werte wie Humanismus und Menschenrechte zur Transformation der Eliten, der Eigentumsverhältnisse und der Wirtschaftsstruktur. ?Old europe? steht seither mit größerer Berechtigung für Kolonialismus und Faschismus und aktuell für die Entstehung eines eigenen Machtblocks. Eine ?Selbstethnisierung? der Europäer ist damit ideologischer Scheiß, der mit der Sehnsucht nach Gemeinschaftlichkeit nicht brechen kann. Wer sich über die Grundlagen des Krieges Illusionen macht, wird ihn nicht bekämpfen können. Wer gegen ihn Gemeinschaftskonstruktionen in Anschlag bringt, sei es das alte Europa oder eine nationale Befreiungsbewegung, der bleibt dem ideologischen Reflex auf kapitalistische Herrschaft verhaftet.
In diesem Sinne
rufen wir Euch zur Teilnahme an der diesjährigen revolutionären 1. Mai Demonstration um 18.00 Uhr unter dem gemeinsamen Bündnismotto ?Don´t fight the players fight the game? durch Berlin Mitte auf. Über den Schlossplatz zum Auswärtigen Amt, über Gendarmenmarkt und Friedrichstraße wollen wir unseren Protest gegen diesen Krieg und diesen Frieden genau dort vor den Symbolen von new world order und old Europe zum Ausdruck bringen. Die Demonstration wird in Kreuzberg enden. Wir werden keinen Frieden mit dem ?Alten Europa? schließen und wir werden keinen Frieden mit der neuen Weltordnung schließen:
Let?s push things forward - Kapitalismus abschaffen!
Kritik & Praxis [KP] Berlin, April 2003
Kritik & Praxis [KP] Berlin
?Die Bessere Hälfte? der AAB
net: www.kp-berlin.de
e-mail:
post.abb@linkeseite.zzn.com
fax: 030-2759 3222
Im Vorbereitungskreis 18.00 Uhr RL-Platz sind folgende Gruppen vertreten: Kritik & Praxis (KP) Berlin; Autonome Antifa Nordost (AANO); Venceremos; Anticapitalista; Subcutan; PostpessimistInnen; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus (BgAA); Anarcho-Kommunistische Gruppe; White Leave; Gruppe International Webteam; Entertainment Left; Antifa Jugend Aktion Kreuzberg (AJAK); Antifa U7; Bündnis gegen Antisemitismus;
01.Mai 03 Berlin:
ab 11.00 Uhr: Naziaufmarsch verhindern! Achtet auf Ankündigungen.
Mehr dazu unter www.nordost.antifa.de
01.Mai 03 Rosa-Luxemburg-Platz:
16.30 Uhr Live-Konzert mit Mia, u.a.
18.00 Uhr Revolutionäre 1.Mai Demonstration.
02.Mai 03 Pfefferberg, Haus 13:
21.00 Uhr 1.Mai Soliparty ?Don?t fight the player, fight the game.? Popantifa vs. Dial mit den DJs Carsten Jost, Lawrence u.v.a. in Kooperation mit dem Pfefferwerk.
Ermittlungsausschuss (EA): (030) 69 2 22 22
Aufruf von Kritik & Praxis [KP] Berlin
Nie wieder Frieden
Fight New World Order - fuck old europe
Nie wieder Frieden?
Frieden wäre schön. Weil die derzeitige US-Regierung Krieg zum selbstverständlichen Bestandteil ihrer Politik macht und sich das mit ihrer militärischen Überlegenheit leisten kann, wird sie oft für die Abwesenheit von Frieden verantwortlich gemacht. Doch würde der Irak nicht bombardiert, wäre dann Frieden? Hält sich die US-Regierung nur einfach nicht an die aufgeklärten Regeln der westlichen Welt, die ein zivilisiertes Durchsetzen der eigenen Interessen ermöglichen würden, ohne dass jemanden ein Leid geschähe? Nach dem Verständnis der Bundesregierung, ihrer Verbündeten in der Friedensbewegung und des Papstes wohl schon. Wenn die Linke dem US-Krieg im Irak einfach empathisch Frieden entgegenhält, dann verdoppelt sie den Schein eines herrschaftsfreien, gewaltfreien ?westlichen? Systems und stellt nicht die Frage, die ihr eigentliches Geschäft darstellt: Heißt kapitalistischer Normalzustand Frieden?
Krieg war in allen Phasen kapitalistischer Gesellschaften und ihrer staatsförmigen Organisation ein Mittel zur Interessensvertretung. Zwar endet der Staat an seinen Grenzen, nicht aber seine Interessen. Die über die Grenzen hinausreichenden Interessen müssen sich nicht in der Form des konventionellen Krieges erfüllen: sie können in Kolonialisierung, Vertragsabschlüssen, Einrichten von Freihandelszonen, Erpressen der Regierung oder ähnlichem realisiert werden.
Freiheit und Gleichheit - Begriffe und Werte, die die jeweilige westliche Welt in die jeweilige Feindkonstruktion hineinbomben will (USA gegen Irak und Afghanistan, NATO inklusive BRD im Kosovo, Frankreich gegen Elfenbeinküste etc.) - sind und waren Voraussetzungen für die Durchsetzung von kapitalistischem Warentausch, Verwertung und Konkurrenz. Sie sind nicht das unerreichte Ideal bürgerlicher Gesellschaft, sondern seine Existenzform und werden im Kapitalismus gleichzeitig realisiert und unterlaufen. Kapitalistische Verwertung produziert und reproduziert notwendig die Entgegensetzung von Kapital und Arbeit. Zudem produziert sie bestimmte Formen des Denkens über Gesellschaft: Dass Gesellschaft eine Ansammlung von privaten, nur gegeneinander zu denkenden Interessen sei, dass gesellschaftliche Verhältnisse nicht gemacht sind, sondern ?natürlichen? Eigenarten von Dingen und Menschen entspringen würden, dass Gemeinschaftlichkeit auf solchen natürlichen Eigenarten basiere - der Zugehörigkeit zu einer ?Nation?, ?Kultur?, ?Rasse? oder ähnlichem. Diese Denkformen verhindern es, die Widersprüchlichkeiten der Gesellschaft zu denken und provozieren statt dessen den Bezug auf Zugehörigkeiten, was bis zur Vernichtung der ?Anderen? getrieben werden kann. Der Fanatismus, Rassismus, Fundamentalismus, der in der westlichen Welt oft als ?irrationales Relikt? erscheint, das durch die Durchsetzung von Aufklärung / Kapitalismus zu beseitigen wäre, entsteht innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer Zerrissenheit; ihre Überwindung bedeutet die Abschaffung des Kapitalismus.
Selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob man bombardiert wird oder acht Stunden zur Arbeit geht. Der Krieg im Irak ist zu verurteilen, ebenso wie es die Kriege in Tschetschenien, im Kosovo und in Ex-Jugoslawien sind. Er steht nicht außerhalb des westlichen, zivilisierten Systems. Die Jahrzehnte nach 1945 waren nicht friedlich, weil sich die ?Völkergemeinschaft? auf das Völkerrecht geeinigt hat, sondern weil das Gleichgewicht des Schreckens offene Kriegsführung zur allgemeinen Existenzbedrohung gemacht hat und sie waren nicht friedlich: Stellvertreterkriege und low-intensity-wars (der CIA sprach vom ?World War 3?) waren die Mittel der Wahl.
Ein Krieg zur Durchsetzung von kapitalistischen Verwertungsinteressen ist von der Linken zu bekämpfen. Das linke Gegenkonzept kann aber nicht einfach ?Frieden? heißen. Zumindest nicht, solange Frieden nicht die Abschaffung des Kapitalismus bedeutet. Wer vom Kapitalismus nicht sprechen will, soll vom Frieden schweigen.
Krieg und Neue Weltordnung - Don?t fight the player, fight the game
Globalisierung, Neoliberalismus, Ende der Blockkonfrontation - es gibt viele Umschreibungen dafür, dass der Kapitalismus in den letzten zwanzig Jahren die Form seiner Organisation und Reproduktion verändert hat. Die Grundlagen - Warenproduktion, Wertvergesellschaftung, Antagonismus von Kapital und Arbeit - bleiben. Abgestoßen wurde die Vorstellung, dass die Realisierung der Werte auf Massenkonsum und Vollbeschäftigung basieren sollte. Gleiches gilt für die Annahme, dass - zumindest in der ?1. Welt? - die Integration breiter Bevölkerungsschichten angestrebt werde und materiell möglich sei. Ideologisch gewendet heißt das Ende des Fordismus damit das ?Ende des Anspruchsdenkens?, die ?Verschlankung? staatlicher Sicherungssysteme und Betonung der ?Selbstverantwortung? - und eine ?Liberalisierung? der rigiden Gleichmachungsforderungen des Fordismus. ?Es lebe die Differenz? bedeutet für die Menschen eine Befreiung von altbackenen Vorstellungen, allerdings um den Preis existenzieller Verunsicherung.
Mit dem Zusammenbruch des fordistischen Modells ist der Vorstellung einer allgemeinen, gleichgewichtigen, durch staatliche Regulierung angeleiteten industriellen Entwicklung die Grundlage entzogen. Auf diese Verwertungskrise des Kapitals folgte die Liberalisierung von Geld- und Kapitalmärkten mit Internationalisierung von Produktion und Welthandel. Einerseits wurde der kapitalistische Weltmarkt homogenisiert, gleichzeitig nimmt aber die Fragmentierung der Weltgesellschaft zu. Die unmittelbare Konkurrenz von Waren, von Arbeitsbedingungen und die verschärfte Konkurrenz der Standorte um günstige Verwertungsbedingungen für internationales Kapital führen zur Zuspitzung ökonomischer und sozialer Spaltungen.
Die Fragmentierung der Weltgesellschaft - auch innerhalb der ?1.Welt? - forciert soziale Spaltungen und führt zu einem Auftrieb für wohlstandschauvinistische, rassistische, völkische und faschistische Bewegungen, die Gemeinschaftlichkeiten anzubieten haben, wo der Neoliberalismus nur ?Selbstverantwortung? zu bieten hat. In den Ideologien erfahren sich die Menschen als handlungsfähig, sie verorten sich selbst in der Gesellschaft und machen sich die Welt verstehbar. Die Ideologien funktionieren dabei von ?unten nach oben? wie auch von ?oben nach unten? und binden die Menschen, bzw. diese binden sich selbst, auf spezifische Weise in herrschaftliche Interessen ein. Die Verschärfung von ideologischen Gegensätzen - andere nennen es den Clash der Kulturen - nimmt dabei die Fragmentierung der Weltgesellschaft wieder auf. War es früher die ?rassische? Unterlegenheit, in der die Kolonialisierung und Ausbeutung der ?3. Welt? abgebildet und mit bürgerlichen Werten versöhnt wurde, sind es heute die Diktaturen, die Menschenrechtsverletzungen (die es gibt), ist es das ?insgesamt Unaufgeklärte?, was das Gegenmodell zum vorherrschenden westlichen Modell darstellt. Weltregionen, die durch die Fragmentierung der Weltgesellschaft mangels interessanter Standorte und verwertbarer Bevölkerung herausfallen (wie weite Teile des afrikanischen Kontinents), sind dabei keines Krieges im Namen der Menschenrechte o.ä. wert. Weder die Ideologien noch Armut und Elend sind durch Kreuzzüge für Kapitalismus zurückzudrängen. Sein Bezug auf Gleichheit, Freiheit und Aufklärung bedeutet einerseits die Durchsetzung von Rechtsverhältnissen. Gleichzeitig ist es die Freiheit der Warenbesitzer und des Warenverkehrs, die Freiheit des Eigentums, Vertragsfreiheit bei An- und Verkauf der Arbeitskraft und die Gleichheit der Warenbesitzer, die sich gegenüberstehen und Äquivalenzen tauschen, die auf seinen Fahnen stehen. Eine Kritik am Krieg, die sich bloß aufs Völkerrecht bezieht, verdoppelt nur die Oberfläche von Vertragsfreiheit und der Fähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, ihre Probleme im Rahmen der ?freien Marktwirtschaft? zu regeln. Zwar kann das Völkerrecht die Verhandlungsposition der ?Verliererseite? in der Weltgesellschaft stützen, doch die Kritik am Krieg muss über die formalrechtliche Argumentation hinausgehen. Die Linke muss die ?Subjekte? des Völkerrechts, die Staaten und ihre Interessen und Funktionen in der kapitalistischen Weltgesellschaft zum Gegenstand ihrer Kritik machen.
Staaten müssen in der neoliberalen Weltgesellschaft einerseits ihre Standorte sichern (verschärfte Sicherheitspolitik ohne Sozialpolitik). International sind sie (auf der ?Gewinnerseite?) gewissermaßen ?Sachwalter? von Kapitalfraktionen, die den Weg für die Internationalisierung der Märkte freimachen sollen und damit auch übergeordneten, ?allgemeinen? Kapitalinteressen dienen. Andererseits (auf der ?Verliererseite?) werden sie wahrgenommen als Hemmschuh gegen diese Internationalisierung des betreffenden Marktes, der zu entfernen ist, so er sich nicht auf vertragliche Regelungen (Freihandelszonen etc) einlässt. Um diesen Forderungen nach der Liberalisierung des Weltmarktes nachzukommen, stehen verschiedene Machtblöcke und Staaten bereit, deren Einflussbereiche umkämpft sind (Deutschland reklamiert den Balkan, Frankreich Nordafrika, die USA tendenziell alles). Ihre Mittel sind unterschiedliche, so hatte die BRD bei der Zerschlagung Jugoslawiens zunächst auf Verhandlungen gesetzt, später auf Angriffskrieg.
Der Kampf um die Einflussbereiche ist ein Kampf um internationale Hegemonie - nicht nur um militärische Vorherrschaft, sondern auch um ökonomische Hegemonie, also ob die vertretenen Kapitalfraktionen erfolgreich sind. Die US-Regierung ist auf dem Weg, die Hegemonialposition in der Durchsetzung von Kapitalinteressen und der Ordnung der Welt herbeizubomben. Der Kampf gegen diesen Krieg darf sich nicht auf einen anderen Machtblock beziehen - wie etwa Europa oder Deutschland.
Fuck old europe
Dass Europa und Deutschland im Zweifelsfall ihre Interessen ebenfalls mit Angriffskriegen durchsetzen, hat sich zuletzt im Kosovokrieg gezeigt (aktuell auch Frankreichs Einmarsch in der Elfenbeinküste). Als angebliche Leitbilder der Umstrukturierung Ex-Jugoslawiens dienten Werte wie Humanismus und Menschenrechte zur Transformation der Eliten, der Eigentumsverhältnisse und der Wirtschaftsstruktur. ?Old europe? steht seither mit größerer Berechtigung für Kolonialismus und Faschismus und aktuell für die Entstehung eines eigenen Machtblocks. Eine ?Selbstethnisierung? der Europäer ist damit ideologischer Scheiß, der mit der Sehnsucht nach Gemeinschaftlichkeit nicht brechen kann. Wer sich über die Grundlagen des Krieges Illusionen macht, wird ihn nicht bekämpfen können. Wer gegen ihn Gemeinschaftskonstruktionen in Anschlag bringt, sei es das alte Europa oder eine nationale Befreiungsbewegung, der bleibt dem ideologischen Reflex auf kapitalistische Herrschaft verhaftet.
In diesem Sinne
rufen wir Euch zur Teilnahme an der diesjährigen revolutionären 1. Mai Demonstration um 18.00 Uhr unter dem gemeinsamen Bündnismotto ?Don´t fight the players fight the game? durch Berlin Mitte auf. Über den Schlossplatz zum Auswärtigen Amt, über Gendarmenmarkt und Friedrichstraße wollen wir unseren Protest gegen diesen Krieg und diesen Frieden genau dort vor den Symbolen von new world order und old Europe zum Ausdruck bringen. Die Demonstration wird in Kreuzberg enden. Wir werden keinen Frieden mit dem ?Alten Europa? schließen und wir werden keinen Frieden mit der neuen Weltordnung schließen:
Let?s push things forward - Kapitalismus abschaffen!
Kritik & Praxis [KP] Berlin, April 2003
Kritik & Praxis [KP] Berlin
?Die Bessere Hälfte? der AAB
net: www.kp-berlin.de
e-mail:
post.abb@linkeseite.zzn.com fax: 030-2759 3222
Im Vorbereitungskreis 18.00 Uhr RL-Platz sind folgende Gruppen vertreten: Kritik & Praxis (KP) Berlin; Autonome Antifa Nordost (AANO); Venceremos; Anticapitalista; Subcutan; PostpessimistInnen; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus (BgAA); Anarcho-Kommunistische Gruppe; White Leave; Gruppe International Webteam; Entertainment Left; Antifa Jugend Aktion Kreuzberg (AJAK); Antifa U7; Bündnis gegen Antisemitismus;
01.Mai 03 Berlin:
ab 11.00 Uhr: Naziaufmarsch verhindern! Achtet auf Ankündigungen.
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01.Mai 03 Rosa-Luxemburg-Platz:
16.30 Uhr Live-Konzert mit Mia, u.a.
18.00 Uhr Revolutionäre 1.Mai Demonstration.
02.Mai 03 Pfefferberg, Haus 13:
21.00 Uhr 1.Mai Soliparty ?Don?t fight the player, fight the game.? Popantifa vs. Dial mit den DJs Carsten Jost, Lawrence u.v.a. in Kooperation mit dem Pfefferwerk.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Nein,Nein, Nein!
Habt ihr keine eigene Homepage bzw. wenn ja, die wird wohl nicht so gut besucht, was?
Ansonsten lest mal das hier gut duch:
Was will indymedia NICHT sein? ...
@nörgler
Aber vielleicht passt Dir der Text ja auch einfach aus inhaltlichen Gründen nicht, was Dein Kommentar nahelegt... In dem Fall solltest Du dann auch inhaltlich begründen, warum der Text Deiner Meinung nach nicht auf Indymedia gehört, und nicht so ein Unsinn von wegen Mod-Kriterien und Terminankündigungen. Bei all den andren Aufrufen und 1. Mai-Artikeln bis jetzt, hast Du doch auch den Mund gehalten!
Is nämlich echt nervig, wenn Leute und gar solche Nörgler wie Du versuchen, eine inhaltliche Debatte, bzw. schlicht das Zurkenntnisnehmen eines inhaltlichen Aufrufs durch das ewig gleiche Vorbeten bestimmter formaler Mod-Kriterien zu unterdrücken versuchen...
sehr gute sache, da gehn wir hin...
und ohne stalinisten-maoisten und antisemiten ermoeglicht wird. ihr seid wirklich die bessere haelfte. schimpf und schande der alb, die mit den antisemiten der rks kooperieren!!!!!
Warum passen solche Texte nicht auf Indymedia
Zur Zeit gibts Indy-extern eine Diskussion über eine "Qualitätsoffensive" - 80% der Postings sind keine Berichte.
Endlich!
@ pete
Muß echt noch einiges passieren bis ich unter
nie wieder schlechte mottos
@Jammerlappen 07.04.2003 17:22
# Mensch Nörgler, Du raffst es nicht. Ist das da oben eine
# Terminankündigung oder ein inhaltlicher Text, ein
# Demo-Aufruf gar? Was meinst Du? Eben. Also erst denken,
# dann nörgeln.
jenau. ist das ein termin? - ja. ein aufruf? - steht sogar in der überschrift. ein inhaltlicher text? - schon, aber in aaallen flugblättern steht was inhaltliches. ist ein text, sobald er inhaltliche teile hat, ein extra für indy geschriebener artikel im sinn von berichterstattung? -nein.
# nicht so ein Unsinn von wegen Mod-Kriterien und Terminankündigungen.
sorry leuts, wenn wir diesen unsinn bleiben lassen, schaun wir mal wie indy dann aussähe
# Bei all den andren Aufrufen und 1. Mai-Artikeln bis jetzt, hast Du doch auch den
# Mund gehalten!
so ein mod würde gern unter jeeeden aufruf und 1.mai-artikel was schreiben - stell dir mal vor, wieviel wir dann zu tun hätten ... wenns ab und zu mal vorkommt, ist es dann stellvertretend für die -zig aufrufe und crosspostings jeden tag!
# Is nämlich echt nervig, wenn Leute und gar solche Nörgler wie Du versuchen, eine
# inhaltliche Debatte, bzw. schlicht das Zurkenntnisnehmen eines inhaltlichen
# Aufrufs durch das ewig gleiche Vorbeten bestimmter formaler Mod-Kriterien zu
# unterdrücken versuchen...
and again: für inhaltliche debatten ist indymedia _nicht_ da. so ist es einfach.
jede benutzerIn möchte immer, dass indy das ist, was sie eben grade braucht: wo gerade sie oder er ihren aufruf möglichst oft absetzen kann, wo alles interessante zu diesem
oder jenem thema gesammelt ist, oder selbstgemachte berichterstattung - oder dieses oder jenes. drittgenanntes wollen zufällig alle leute, die indy betreuen und am leben
erhalten. deswegen versuchen wir das durchzusetzen. die wichtigen inhaltlichen debatten führen wir und bitte *fleh* auch alle anderen auf anderen seiten. wie sollen diese denn
jemals bekannt und wichtig werden, wenn alle ihre sachen immer im indy-open-posting abladen? dessen struktur soo ungeeignet ist zum diskutieren?
1. Mai Hamburg
1. Mai Hamburg:
revolutionäre 1. Mai Demo um 11 Uhr Fischmarkt
sie wird getragen von einem Bündnis aus inzwischen 22 autonomen, anarchistischen und Sozialrevolutionären Gruppen aus Hamburg sowie vielen weiteren aus Schleswig Holstein und Niedersachsen
Heulochen !!!!
und Ihr Sprechen von antiamericanismus .
In italien Junge arbeiter von whirpool (Americaner multinacional , haben seiner Vertrag nicht renovieren damit ihnen am 2 von diesen monat Streiker .
italien General Sterik 2-4 .
Wenn die Deutschen spielen in andere landen kampfen !!!!!
interessant, interessant
@undog: stimme dir inhaltlich ja zu, "für die linke interessant" ist aber auch eine sehr subjektive sache. für interessant wird hier wohl jedeR seinen/ihren beitrag halten.
gewagtes motto
rotfront
alles wird wie neu sein
ich find den text gut
ich finde auch, daß indy nur noch texte veröffentlichen darf, die meine meinung enthalten. nachrichten will ich bei indy nicht mehr sehen! die sind nämlich antisemitisch!
lang lebe der krieg! militarismus ist gut!
zum demo-motto
im übrigen zeigt der kp aufruf jawohl, dass "nie wieder frieden" weder zynisch noch wohlstandschauvinistisch gemeint ist. das ist wohl eher der fall, wenn man den krieg im irak auf eine stufe setzt mit sozialabbau in deutschland (wenn man z.b. vom "krieg nach innen und außen spricht") und dabei den grundsätzlichen unterschied in der gewaltförmigkeit verneint, also damit die strukturellen unterschiede zwischen "vermitteltem zwang" und "direkter gewalt" ausblendet. als wäre lohnarbeit das gleiche wie bombardiert zu werden. das kp-motto versucht dagegen eher in provokativer weise den schönen schein der zivilisierten verhältnisse, auf den sich auch die friedensbewegung mitunter bezieht, kapitalismuskritisch zu durchbrechen. das finde ich wesentlich wichtiger als den einheitsbrei von fischer, schröder und attac oder die plattheiten von autokomms und rks. ob die kp dafür so ein provo-motto braucht, steht auf einem anderen blatt. das bündnis motto ist mir auch lieber. für eine linksradikale, undogmatische revolutionäre 1. mai demo, 18.00 uhr durch mitte.
Da hab ich doch gleich mal eine Frage
Gibt es auch Veranstaltungen von Libertären oder sollten diese besser nach Hamburg fahren und Berlin den Psychos überlassen, die den Tag unter dem Motto: "Randalieren
für die Einzig_Wahre_Kommunistische_Partei(TM) - die Anderen sind DIE_Falschen(TM)" ritualistiert zusammen mit Zivilpolizei und Nazihools begehen?
informierer
1. Gruppe INternational Webteam besteht aus einer person, die aufkleber "entsorgt die deutsche linke!" und ähnliche inhalte, jedoch immer mit israel-fahne im antifa-logo produziert.
2. Subcutan ist eine studentengruppe, die nach internen streitereien zum "linken antsiemitismus" nur noch aus 2 personen besteht.
3. Anticapitalista rufen definitiv nicht zur demo um 18 uhr auf, das ist glatt gelogen
4. Postpessimisten sind keine gruppe sondern frustrierte jusos (2-3)
5. eine Anarcho-Kommunistische Gruppe existiert nicht, ist wahrschenlich eine propaganda-erfindung
6. Entertainment left sind 2 mitglieder der kp-berlin, die gerne pop-konzerte machen
7. Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus ist ein teil der sich mit dem Bündnis gegen Antisemitismus über die methoden zur bekämpfung der deutschen linken zerstritten hat
8. AJAK und Antfa U7 sind praktisch nicht merh existierende Jugendgruppen der AAB, deren namen nun von der KP Berlin benutzt werden
ich würde ja gerne zur 18uhr demo gehen, aber dass sind ja wirklich seltsame methoden. sowas kenne ich eigentlich nur von der rim. ist da etwa geistesverwandtschaft zu konstatieren? versucht die KP Berlin ihren namensvorfahren nachzueifern. grusel, grusel...
wenn du denn gerne zur demo gehen würdest...
Antikaps unterstützen 18 Uhr Demo nicht!
Hiermit wird klar gestellt, daß die Antikaps Berlin(hier antikapitalista!?) den 18 Uhr Aufruf der Gruppe K&P Berlin nicht unterstützen. Die Gruppe hat sich nicht und wird sich auch in keinster Weise an den Vorbereitungen und der Ausführung der Demonstration beteiligen.
Witzigkeit
Subcutan besteht nur aus 3-5 antideutschen Hanseln; White Leave: noch nie davon gehört in Berlin; entertainment-left: ein ex-aab Yuppi, der immer fleißig Platten auflegt;
Postpessimisten: 2 frustrierte ex-jusos; venceremos gibt´s schon seit ca. 2 Jahren offiziell nicht mehr; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus: der gute alte Bahamas-Freundeskreis; Gruppe Internationale Webteam: eine antideutsche person, die ganz Berlin mit Mails nervt, usw.
was soll das, wollt ihr uns verarschen? Ich will zwar auch nicht mit den RKs um 13 Uhr demonstrieren, aber dieses "breite Bündnis" ist auch nicht besser, als die Gruppen aus X-Berg! Warum macht ihr da nicht einfach mit?
@DESinformierer
AJAK und U7
Ach ja, dass mit Subcutan ist natürlich auch Schwachsinn - die Gruppe existiert, über ihre Mitgleiderstärke ist hier nicht zu spekulieren. Und ob die PostpessimistInnen frustriert sind oder nicht, ist mir egal - jedenfalls machen sie linksradikale Politik. Zum beispiel am 1. Mai. Um 18 Uhr, RLP.
Noch eine Kleinigkeit zum Motto der Kritik und Praxis: Mir wurde ein kleiner Auszug aus einer Rede zugetragen, die der polizeiliche Einsatzleiter des 1. Mais gestern auf einem von den Bullen einberufenen AnmelderInnentreffen hielt: In dieser outete er sich als "politisch denkender Mensch" und erklärte: "Wenn wir den Frieden zelebrieren wollen, dann ist das ein uns gemeinsames Anliegen. Da können wir uns gut treffen." Um Zitierung dieser Worte bat er ausdrücklich! Hier nun die angemessene Kommentierung:
NIE WIEDER FRIEDEN! Nicht mit den Bullen und schon gar nicht mit der Volksgemeinschaft!
"informierter" versucht es mit Nebelkerzen
Genaugenommen kann man sagen, daß 2 Gruppen für diese Demo aufrufen: KP und AANO - und 5 Einzelpersonen.
2.) na dann: Das Fest auf dem Mariannplatz hat nix mit den beiden Kommie-Demos um 15.00/18.00 (die jeder Libertäre meiden sollte) zu tun.
Vorsicht mit den "Lügen"
VS Verfassungsschutz
wer hat euch nu so ruiniert????
Gegen die Friedensbewegung
- sie wollen gegen die Friedensbewgung demonstrieren
- sie wollen gegen die Revolutionären Kommunisten (RK eine völlig unbedeutende, aber nervige Mao-Sekte in Berlin) demonstrieren
- sie suchen die nähe zu linken kriegsbefüwortern
- sie hören lieber pop-musik
- und eine gruppe (AAB-abspaltung namens KP) will sich profilieren und es der AAB mal richtig zeigen.
was drumherum erzählt wird, ist kindertheater. und mit emanzipatorischer politik hat das alles nichts zu tun.
es langweilt!
MIA hat abgesagt
Aber ich kann MIA verstehen.
@krisis
Keine AAB-Abspaltung, und MIA spielt
2. Gleiches trifft für Ellens Behauptung zu, dass Kritik und Praxis eine AAB-Abspaltung sei: Unsinn! Zur Richtigstellung: Die AAB hat sich im Februar in 2 etwa gleich große Gruppen aufgespalten: Die Antifaschistische Linke Berlin (Kreuzberg-Demo) und Kritik und Praxis Berlin (18Uhr-Demo). KP hat mit der 18Uhr-Demo nicht etwa im Sinn, der ALB eins "auszuwischen": Die KP knüpft vielmehr an die Politik der AAB an, indem sie eine undogmatische, linksradikale Demonstration durch Mitte ausrichtet (Was die AAB letztes Jahr gemacht hat). Das Verhalten der ALB sieht tatsächlich vielmehr nach dem Versuch aus, den anderen eins auszuwischen: Nachdem sie mehrere Angebote zur Zusammenarbeit für die 18Uhr-Demo ausgeschlagen hatte, beschloss sie, es mal mit den RKs zu versuchen - nachdem die ganzen "Theoriefuzzies" bei KP dem nicht mehr im Weg stehen. Verblüffend ist das vor allen Dingen, da KP und ALB sich inhaltlich laut ihren Veröffentlichungen noch immer recht nahe zu stehen scheinen - zumindest näher als ALB und RKs. Lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass Gewisse Eitelkeiten auf ALB-Seite es nicht zulassen, mit ihren ach so "verkopften, antideutschen" Ex-Genossen zusammenzuarbeiten.
Zumindest der mythos, dass die KP eine antideutsche oder bellizistische Gruppe wäre, sollte der obige Aufruf eigentlich ausräumen. In diesem Sinne: Glaubt nicht irgendwelchen Spekulationen auf indymedia, sondern lest die Veröffentlichungen der betroffenden Gruppen und macht euch selbst ein Bild. In diesem Sinne bis 1. Mai, 18Uhr, RLP...
Zum fürchten!
Eine Argumentation können Menschen wie "Informierer" nicht hervorbringen, sie können nur beschuldigen, ansonsten käme es nicht zu der dümmlichen Behauptung das BGAA wäre ein Bahamas-Klon. Vom ganzen Tag Hetzjagden bei Indymedia zu veranstalten wird sich die Welt bestimmt nicht ändern.
Argumentieren solche Leute wie "Informierer" nicht immer damit, dass Indymedia eine Nachrichtenseite sei?
1.Mai Berlin Übersichts thread