Lagebericht Irak vom 25.03.2003, 12:30 Uhr Moskauer Zeit
Übersetzung von:
http://www.aeronautics.ru/news/news002/news078.htm
Das IRAQWAR.RU Analyse-Center wurde jüngst von einer Gruppe Journalisten und russicher Militär-Experten ins Leben gerufen, um genaue und aktuelle Nachrichten und Analysen des Irak-Kriegs bereit zu stellen. Das Folgende ist die deutsche Übersetzung der englischen Übersetzung des IRAQWAR.RU-Reports, der auf Daten des russischen Militär-Geheimdiensts basiert.
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[Hinweis vom Übersetzer "Translator": Trotz zutreffender Aussagen in den bisherigen Berichten aus dieser Quelle, kann keine Garantie für die Richtigkeit der gemachten Aussagen gegeben werden. Die Informationen klingen zwar vernünftig, es gibt aber keine andere Quelle, die dazu dienen könnte, sie zu verifizieren. (Außer natürlich de Zukunft, die zeigen wird, ob die Aussagen stimmen.)]
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Das IRAQWAR.RU Analyse-Center wurde jüngst von einer Gruppe Journalisten und russicher Militär-Experten ins Leben gerufen, um genaue und aktuelle Nachrichten und Analysen des Irak-Kriegs bereit zu stellen. Das Folgende ist die deutsche Übersetzung der englischen Übersetzung des IRAQWAR.RU-Reports, der auf Daten des russischen Militär-Geheimdiensts basiert.
25. März 2003, 12:30 Moskauer Zeit (GMT +3)
Am Morgen des 25. März war die Situation an den irakischen Fronten ruhig. Beide Seiten bereiten sich auf zukünftige Einsätze vor. Nachdem die durch Kämpfe erschöpft wurde, ist die 3. motorisierte Infanteriedivision des USA nun durch neue Einheiten aus Kuwait verstärkt worden. (Wahrscheinlich bis zu 1 Brigade Marineinfanterie und 1 Panzerbrigade der 1. Panzerdivision [alle aus den Reservetruppen der Koalition] und Teilen der britischen 7. Panzerbrigade aus der Gegend von Umm Kasr.) Die Truppen haben die Anweisung, sich neu zu formieren und - nach Durchführung weitere Aufklärungsoperationen - An Nasirija innerhalb von 2 Tagen einzunehmen.
Die Irakis haben die Besatzung von An Nasirija mit einigen Artilleriebattalionen und ener gorßen Anzahl Panzerabwehrwaffen verstärkt. Außerdem legen die Irakis Landminen im Vorfeld ihrer Stellungen aus.
Zur Zeit jedoch sind die Kämpfe fast eingestellt, da ein Sandsturm über der Region tobt. Laut Wetterberichten ist mit einem Ende des Sturms gegen Mittag des 26. März zu rechnen. Laut abgehörtem Funkverkehr hängt der weitere Vorstoß der Koalitionstruppen vom Endzeitpunkt des Sandsturms ab und ist für die Nacht vom 26. auf den 27. März geplant. Das Koalitionskommando rechnet damit, dass ein Nachtangriff seinen Truppen das Element der Überraschung bietet und es ihnen erlaubt, die Vorteile ihrer speziellen Nachtkampfausrüstung auszuspielen.
Es gab in den letzten 10 Stunden keine Berichte über Verluste durch direkte Kampfhandlungen. Es gbt jedoch Informationen über zwei Kampffahrzeuge der Koalition, die durch Landminen zerstört wurden. Bei einem dieser Zwischenfälle wurden 3 US-Soldaten verwundet.
In der Nähe von Basra herrscht weiterhin Stellungskrieg. Die Koalitionstruppen in dieser Gegend reichen offensichtlich nicht aus, um den Angriff voranzutreiben und das Gewicht liegt hauptsächlich auf Artillerie und Luftwaffe. Die Stadt liegt unter dauerndem Beschuss und Bombardement, dies hatte bisher aber nur geringen Einfluss auf die Kampfbereitschaft der irakischen Einheiten. Letzte Nacht fuhr ein durch Panzer verstärktes irakisches Bataillon um die Koalitions-Stellungen im Bereich des Flughafens von Basra und griff die Koalitionstruppen an der Flanke an. Dieser Angriff warf die US-Truppen 1.5 bis 2 Kilometer zurück, so dass der Flughafen und nahe Gebäude unter irakischer Kontrolle stehen. Zwei gepanzerte Truppentransporter (APCs) und ein Panzer wurden bei diesem Gefecht zerstört. Radioaufklärung deutet darauf hin, dass mindestens 2 US-Soldaten getötet und nicht weniger als 6 verwundet wurden.
Die Koaltionstruppen haben es noch immer nicht geschafft, die Kleinstadt Umm Kasr komplett zu erobern. Gegen Ende des vorigen Tages kontrollierten Koalitions-Einheiten nur die strategisch wichtigen Straßen durch die Stadt, aber in den Wohnbezirken gab es weiterhin schwere Kämpfe. Mindestens zwei britische Soldaten wurden innerhalb der letzten 24 Stunden durch Scharfschützen in Umm Kasr getötet.
Das Koalitionskommando ist sehr besorgt über wachsenden Widerstand im Rücken der vorrückenden Streitkräfte. Während eines Treffens im Kommandozentrum der Koalition wurde berichtet, dass bis zu 20 irakische Aufklärungseinheiten im Hinterland der Koalitionsfront aktiv sind. Die Irakis greifen leicht bewaffnete Versorgungseinheiten an; sie legen Landminen aus und führen Aufklärungsmissionen durch. Hinzu kommt bewaffneter Widerstand in eroberten Dörfern, der sowohl Aufklärung im Dienste des irakischen Kommandos durchführt als auch Angriffe gegen Koalitionstruppen organisiert. Innerhalb der letzten 24 Stunden hat die Koalition mehr als 30 Fahrzeuge durch solche Angriffe verloren. Etwa 7 Koalitionssoldaten werden vermisst, 3 Soldaten starben und 10 wurden verwundet.
Der Koalitionskommandant Gen. Tommy Franks befahl seinen Truppen, das Hinterland so schnell wie möglich von versprengten irakischen Einheiten und Partisanen zu säubern. Die Briten werden dafür verantwortlich sein, die Befehle durchzuführen. Eine Einheit des 22. Regiments der Special Air Services, unterstützt von der 1., 5. und 10. Spezialeinheiten-Gruppe der USA, wird diese Operation durchführen. In jeder dieser Einheiten sind einige asiatisch- oder arabischstämmige Amerikaner. Die Gruppen haben auch Ortskundige und Übersetzer aus den Reihen der Irakis, die ein Schnelltraining in spezialisierten Zentren in Tschechien und Großbritannien durchlaufen haben.
Die Sandstürme haben sich als größter Feind der amerikanischen Militärausrüstung erwiesen. Allein die 3. motorisierte Infanteriedivision hat mehr als 100 nicht einsatzfähige Fahrzeuge. Die Wartungs-Crews arbeiten rund um die Uhr, um die beschädigten Ausrüstungsgegenstände wieder in Betrieb zu nehmen. Diese Situation macht dem Koalitionskommando ernsthaft Sorgen. Die M1A2 Abrams Panzer sind schon unternormalen Umständen nicht für die Zuverlässigkeit ihrer Motoren bekannt, aber unter Sandsturmbedingungen werden mehrfache Ausfälle zu einem echten Problem für die Panzerbesatzungen.
Versuche von US-Fallschirmjägern, die Stadt Kirkuk zu besetzen, sind ergebnislos geblieben. Die Amerikaner rechneten mir Unterstützung durch die Kurden, diese aber haben es abgelehnt, an den Angriffen teilzunehmen und fordern vom US-Kommando Garantien, dass es eine türkische Invasion verhindern werde. Die Türken selbst vermeiden es, solche Zusicherungen zu geben.
Zusätzlich wird die Lage [bei Kirkuk] durch den Mangel an schweren Waffen auf Seiten der US-Fallschirmjäger beeinflusst. Die Luftunterstützung alleine reicht eindeutig nicht aus. Die nördliche Gruppe des Kommandanten Marine-Brigadegeneral Osman hat Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge angefordert.
Bis jetzt deutet alles darauf hin, dass die USA es nicht schaffen, in dieser Region eine kampffähige Truppe aufzubauen.
Satellitenaufklärung lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass die Irakis Zeit hatten, den gekaperten Apache Longbow Hubschrauber des 11. Luftwaffenregiments abzutransportieren. Die Trümmer an der Landestelle, die nach einem US Bombenangriff zurückgeblieben sind, deuten darauf hin, dass die Bomben eine simpel konstruierte Attrappe getroffen haben.
Das Luftbombardement Bagdads hat bisher nicht die erwarteten Resultate erzielt. Alle vor dem Krieg ausgewählten Ziele wurden 3 bis 7 mal getroffen, dies hatte jedoch beinahe keinen Effekt auf die Kampfbereitschaft der irakischen Armee, ihre Luftverteidigung oder die Kommando- und Kontrollstrukturen.
Es sieht so aus als hätten die Irakis während der Vorbereitungen auf den Krieg Zeit gehabt, neue, gut geschützte Kommunikationslinien und Kontrollzentren aufzubauen. Es gibt eine Menge Aufklärungs-Informationen, die darauf hindeuten, dass es dem US-Aufklärungsnetzwerk bisher nicht gelungen ist, dass Kommunikationsnetzwerk des irakischen Kommandos zu lokalisieren und zu beschädigen, was auf ein technisch ausgefeiltes Netzwerk hindeutet.
Eine besondere Sorge des US-Kommandos ist der übermäßige Einsatz von Präzisionswaffen und Cruise Missiles. Die Vorräte an schweren Cruise Missiles wie der "Tomahawk" sind bereits zu einem Drittel aufgebraucht und beim derzeitigen Verbrauch bleiben den US-Kräften nur die nicht für diese Zwecke verfügbare strategische Reserve dieser Raketen. Bei anderen Arten präzisions-gesteuerter Geschosse sieht die Situation ähnlich aus. "Die Verbrauchsrate dieser Waffen passt nicht zu den erzielten Resultaten. Wir schmeissen buchstäblich Gold in den Dreck!", sagte Gen. Richard Mayers gestern in einem Meeting im Pentagon.
US-Experten bezeichnen diesen Krieg bereits als "Krise". "Es reichte, dass der Feind ein wenig Widerstand und etwas Kreativität zeigte, um unsere gesamte technische Überlegenheit bedeutungslos werden zu lassen. Unsere Ausgaben lassen sich nicht durch die erzielten Resultate rechtfertigen. Der Feind benutzt weitaus billigere Waffen, um die selben Ziele zu erreichen, für die wir Milliarden ausgegeben haben, um die technischen Spielereien der Verteidigungsindustrie zu erwerben!", sagte Gen. Stanley McCrystal während desselben Pentagon-Meetings.
Seit dem frühen Morgen sind das Koalitionskommando und die Oberbefehlshaber in einer Online-Konferenz zusammen mit Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Dieses Meeting folgt direkt einem Meeting gestern Abend im Weißen Haus. Während des Abendmeetings mit Präsident Bush wurden Notfallpläne aufgezeigt, mit denen der Stillstand im Irak aufgelöst werden könnte. Der derzeitige Kurs wird als "ineffektiv und Weg in eine Krise" gesehen. Außenminister Colin Powell warnte, dass eine Kriegsdauer vonmehr als einem Monat zu unvorhersehbaren Konsequenzen in der internationalen Politik führen könnte.
Der Vorsitzende des Militär-Oberkommandos, Gen. Richard Mayers, berichtete von vorgeschlagenen Aktionen und Korrekturen am Operationsplan im Irak. George Bush verlangte, dass das Militär den Stillstand im Irak auflösen und innerhalb einer Woche signifikante Fortschritte erzielen solle. Besondere Aufmerksamkeit solle laut Bush darauf verwendet werden, die Spitzen der politischen und militärischen Führung des Iraks zu finden und auszuschalten. Bush glaubt, dass Saddam Hussein und seine engsten Mitarbeiter der Eckpfeiler der irakischen Verteidigung sind.
Während der heutigen Online-Konferenz im Koalitions-Hauptquartier wurde Gen. Franks für die unzureichende Führung seiner Truppen und für seine Unfähigkeit, seine Truppen auf die Hauptaufgaben zu konzentrieren, kritisiert.
Nach Berichten der [russischen Militär-]Aufklärung hat das Pentagon die Entscheidung getroffen, die Koalitionskröfte signifikant zu verstärken. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden bis zu 50.000 Soldaten und nicht weniger als 500 Panzer von US-Militärbasen in Deutschland und Albanien im Kampfgebiet eintreffen. Bis Ende April werden 120.000 weitere Soldaten und bis zu 1200 zusätzliche Panzer eintreffen, um im Irakkrieg Unterstützung zu leisten.
Es wurde entschieden, die Art, wie die Luftwaffe in diesem Krieg genutzt wird, zu ändern. Die Benutzung von Präzisionsgeschossen wird gemindert und diese Waffen werden nur noch genutzt, um bekannte, bestätigte Ziele anzugreifen. Es werden verstärkt konventionelle Bomben, Aerosol-Bomben und Brandbomben eingesetzt. Das Luftwaffen-Kommando der USA wurde angewiesen, den Flughäfen, die bei Angriffen gegen den Irak genutzt werden, einen Zwei-Wochen-Vorrat von Ein-Tonnen-Fliegerbomben und höheren Kalibern zu liefern, sowie Aerosol-Bomben ("volume-detonation bombs") und Brandbomben. Dies bedeutet, dass Washington auf die "Verbrannte Erde"-Taktik und Flächenbombardements zurückgreift.
(Quelle: iraqwar.ru, 25.03.2003, englische Übersetzung von Venik, deutsche Übersetzung von Translator)
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http://www.aeronautics.ru/news/news002/news078.htm Das IRAQWAR.RU Analyse-Center wurde jüngst von einer Gruppe Journalisten und russicher Militär-Experten ins Leben gerufen, um genaue und aktuelle Nachrichten und Analysen des Irak-Kriegs bereit zu stellen. Das Folgende ist die deutsche Übersetzung der englischen Übersetzung des IRAQWAR.RU-Reports, der auf Daten des russischen Militär-Geheimdiensts basiert.
25. März 2003, 12:30 Moskauer Zeit (GMT +3)
Am Morgen des 25. März war die Situation an den irakischen Fronten ruhig. Beide Seiten bereiten sich auf zukünftige Einsätze vor. Nachdem die durch Kämpfe erschöpft wurde, ist die 3. motorisierte Infanteriedivision des USA nun durch neue Einheiten aus Kuwait verstärkt worden. (Wahrscheinlich bis zu 1 Brigade Marineinfanterie und 1 Panzerbrigade der 1. Panzerdivision [alle aus den Reservetruppen der Koalition] und Teilen der britischen 7. Panzerbrigade aus der Gegend von Umm Kasr.) Die Truppen haben die Anweisung, sich neu zu formieren und - nach Durchführung weitere Aufklärungsoperationen - An Nasirija innerhalb von 2 Tagen einzunehmen.
Die Irakis haben die Besatzung von An Nasirija mit einigen Artilleriebattalionen und ener gorßen Anzahl Panzerabwehrwaffen verstärkt. Außerdem legen die Irakis Landminen im Vorfeld ihrer Stellungen aus.
Zur Zeit jedoch sind die Kämpfe fast eingestellt, da ein Sandsturm über der Region tobt. Laut Wetterberichten ist mit einem Ende des Sturms gegen Mittag des 26. März zu rechnen. Laut abgehörtem Funkverkehr hängt der weitere Vorstoß der Koalitionstruppen vom Endzeitpunkt des Sandsturms ab und ist für die Nacht vom 26. auf den 27. März geplant. Das Koalitionskommando rechnet damit, dass ein Nachtangriff seinen Truppen das Element der Überraschung bietet und es ihnen erlaubt, die Vorteile ihrer speziellen Nachtkampfausrüstung auszuspielen.
Es gab in den letzten 10 Stunden keine Berichte über Verluste durch direkte Kampfhandlungen. Es gbt jedoch Informationen über zwei Kampffahrzeuge der Koalition, die durch Landminen zerstört wurden. Bei einem dieser Zwischenfälle wurden 3 US-Soldaten verwundet.
In der Nähe von Basra herrscht weiterhin Stellungskrieg. Die Koalitionstruppen in dieser Gegend reichen offensichtlich nicht aus, um den Angriff voranzutreiben und das Gewicht liegt hauptsächlich auf Artillerie und Luftwaffe. Die Stadt liegt unter dauerndem Beschuss und Bombardement, dies hatte bisher aber nur geringen Einfluss auf die Kampfbereitschaft der irakischen Einheiten. Letzte Nacht fuhr ein durch Panzer verstärktes irakisches Bataillon um die Koalitions-Stellungen im Bereich des Flughafens von Basra und griff die Koalitionstruppen an der Flanke an. Dieser Angriff warf die US-Truppen 1.5 bis 2 Kilometer zurück, so dass der Flughafen und nahe Gebäude unter irakischer Kontrolle stehen. Zwei gepanzerte Truppentransporter (APCs) und ein Panzer wurden bei diesem Gefecht zerstört. Radioaufklärung deutet darauf hin, dass mindestens 2 US-Soldaten getötet und nicht weniger als 6 verwundet wurden.
Die Koaltionstruppen haben es noch immer nicht geschafft, die Kleinstadt Umm Kasr komplett zu erobern. Gegen Ende des vorigen Tages kontrollierten Koalitions-Einheiten nur die strategisch wichtigen Straßen durch die Stadt, aber in den Wohnbezirken gab es weiterhin schwere Kämpfe. Mindestens zwei britische Soldaten wurden innerhalb der letzten 24 Stunden durch Scharfschützen in Umm Kasr getötet.
Das Koalitionskommando ist sehr besorgt über wachsenden Widerstand im Rücken der vorrückenden Streitkräfte. Während eines Treffens im Kommandozentrum der Koalition wurde berichtet, dass bis zu 20 irakische Aufklärungseinheiten im Hinterland der Koalitionsfront aktiv sind. Die Irakis greifen leicht bewaffnete Versorgungseinheiten an; sie legen Landminen aus und führen Aufklärungsmissionen durch. Hinzu kommt bewaffneter Widerstand in eroberten Dörfern, der sowohl Aufklärung im Dienste des irakischen Kommandos durchführt als auch Angriffe gegen Koalitionstruppen organisiert. Innerhalb der letzten 24 Stunden hat die Koalition mehr als 30 Fahrzeuge durch solche Angriffe verloren. Etwa 7 Koalitionssoldaten werden vermisst, 3 Soldaten starben und 10 wurden verwundet.
Der Koalitionskommandant Gen. Tommy Franks befahl seinen Truppen, das Hinterland so schnell wie möglich von versprengten irakischen Einheiten und Partisanen zu säubern. Die Briten werden dafür verantwortlich sein, die Befehle durchzuführen. Eine Einheit des 22. Regiments der Special Air Services, unterstützt von der 1., 5. und 10. Spezialeinheiten-Gruppe der USA, wird diese Operation durchführen. In jeder dieser Einheiten sind einige asiatisch- oder arabischstämmige Amerikaner. Die Gruppen haben auch Ortskundige und Übersetzer aus den Reihen der Irakis, die ein Schnelltraining in spezialisierten Zentren in Tschechien und Großbritannien durchlaufen haben.
Die Sandstürme haben sich als größter Feind der amerikanischen Militärausrüstung erwiesen. Allein die 3. motorisierte Infanteriedivision hat mehr als 100 nicht einsatzfähige Fahrzeuge. Die Wartungs-Crews arbeiten rund um die Uhr, um die beschädigten Ausrüstungsgegenstände wieder in Betrieb zu nehmen. Diese Situation macht dem Koalitionskommando ernsthaft Sorgen. Die M1A2 Abrams Panzer sind schon unternormalen Umständen nicht für die Zuverlässigkeit ihrer Motoren bekannt, aber unter Sandsturmbedingungen werden mehrfache Ausfälle zu einem echten Problem für die Panzerbesatzungen.
Versuche von US-Fallschirmjägern, die Stadt Kirkuk zu besetzen, sind ergebnislos geblieben. Die Amerikaner rechneten mir Unterstützung durch die Kurden, diese aber haben es abgelehnt, an den Angriffen teilzunehmen und fordern vom US-Kommando Garantien, dass es eine türkische Invasion verhindern werde. Die Türken selbst vermeiden es, solche Zusicherungen zu geben.
Zusätzlich wird die Lage [bei Kirkuk] durch den Mangel an schweren Waffen auf Seiten der US-Fallschirmjäger beeinflusst. Die Luftunterstützung alleine reicht eindeutig nicht aus. Die nördliche Gruppe des Kommandanten Marine-Brigadegeneral Osman hat Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge angefordert.
Bis jetzt deutet alles darauf hin, dass die USA es nicht schaffen, in dieser Region eine kampffähige Truppe aufzubauen.
Satellitenaufklärung lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass die Irakis Zeit hatten, den gekaperten Apache Longbow Hubschrauber des 11. Luftwaffenregiments abzutransportieren. Die Trümmer an der Landestelle, die nach einem US Bombenangriff zurückgeblieben sind, deuten darauf hin, dass die Bomben eine simpel konstruierte Attrappe getroffen haben.
Das Luftbombardement Bagdads hat bisher nicht die erwarteten Resultate erzielt. Alle vor dem Krieg ausgewählten Ziele wurden 3 bis 7 mal getroffen, dies hatte jedoch beinahe keinen Effekt auf die Kampfbereitschaft der irakischen Armee, ihre Luftverteidigung oder die Kommando- und Kontrollstrukturen.
Es sieht so aus als hätten die Irakis während der Vorbereitungen auf den Krieg Zeit gehabt, neue, gut geschützte Kommunikationslinien und Kontrollzentren aufzubauen. Es gibt eine Menge Aufklärungs-Informationen, die darauf hindeuten, dass es dem US-Aufklärungsnetzwerk bisher nicht gelungen ist, dass Kommunikationsnetzwerk des irakischen Kommandos zu lokalisieren und zu beschädigen, was auf ein technisch ausgefeiltes Netzwerk hindeutet.
Eine besondere Sorge des US-Kommandos ist der übermäßige Einsatz von Präzisionswaffen und Cruise Missiles. Die Vorräte an schweren Cruise Missiles wie der "Tomahawk" sind bereits zu einem Drittel aufgebraucht und beim derzeitigen Verbrauch bleiben den US-Kräften nur die nicht für diese Zwecke verfügbare strategische Reserve dieser Raketen. Bei anderen Arten präzisions-gesteuerter Geschosse sieht die Situation ähnlich aus. "Die Verbrauchsrate dieser Waffen passt nicht zu den erzielten Resultaten. Wir schmeissen buchstäblich Gold in den Dreck!", sagte Gen. Richard Mayers gestern in einem Meeting im Pentagon.
US-Experten bezeichnen diesen Krieg bereits als "Krise". "Es reichte, dass der Feind ein wenig Widerstand und etwas Kreativität zeigte, um unsere gesamte technische Überlegenheit bedeutungslos werden zu lassen. Unsere Ausgaben lassen sich nicht durch die erzielten Resultate rechtfertigen. Der Feind benutzt weitaus billigere Waffen, um die selben Ziele zu erreichen, für die wir Milliarden ausgegeben haben, um die technischen Spielereien der Verteidigungsindustrie zu erwerben!", sagte Gen. Stanley McCrystal während desselben Pentagon-Meetings.
Seit dem frühen Morgen sind das Koalitionskommando und die Oberbefehlshaber in einer Online-Konferenz zusammen mit Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Dieses Meeting folgt direkt einem Meeting gestern Abend im Weißen Haus. Während des Abendmeetings mit Präsident Bush wurden Notfallpläne aufgezeigt, mit denen der Stillstand im Irak aufgelöst werden könnte. Der derzeitige Kurs wird als "ineffektiv und Weg in eine Krise" gesehen. Außenminister Colin Powell warnte, dass eine Kriegsdauer vonmehr als einem Monat zu unvorhersehbaren Konsequenzen in der internationalen Politik führen könnte.
Der Vorsitzende des Militär-Oberkommandos, Gen. Richard Mayers, berichtete von vorgeschlagenen Aktionen und Korrekturen am Operationsplan im Irak. George Bush verlangte, dass das Militär den Stillstand im Irak auflösen und innerhalb einer Woche signifikante Fortschritte erzielen solle. Besondere Aufmerksamkeit solle laut Bush darauf verwendet werden, die Spitzen der politischen und militärischen Führung des Iraks zu finden und auszuschalten. Bush glaubt, dass Saddam Hussein und seine engsten Mitarbeiter der Eckpfeiler der irakischen Verteidigung sind.
Während der heutigen Online-Konferenz im Koalitions-Hauptquartier wurde Gen. Franks für die unzureichende Führung seiner Truppen und für seine Unfähigkeit, seine Truppen auf die Hauptaufgaben zu konzentrieren, kritisiert.
Nach Berichten der [russischen Militär-]Aufklärung hat das Pentagon die Entscheidung getroffen, die Koalitionskröfte signifikant zu verstärken. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden bis zu 50.000 Soldaten und nicht weniger als 500 Panzer von US-Militärbasen in Deutschland und Albanien im Kampfgebiet eintreffen. Bis Ende April werden 120.000 weitere Soldaten und bis zu 1200 zusätzliche Panzer eintreffen, um im Irakkrieg Unterstützung zu leisten.
Es wurde entschieden, die Art, wie die Luftwaffe in diesem Krieg genutzt wird, zu ändern. Die Benutzung von Präzisionsgeschossen wird gemindert und diese Waffen werden nur noch genutzt, um bekannte, bestätigte Ziele anzugreifen. Es werden verstärkt konventionelle Bomben, Aerosol-Bomben und Brandbomben eingesetzt. Das Luftwaffen-Kommando der USA wurde angewiesen, den Flughäfen, die bei Angriffen gegen den Irak genutzt werden, einen Zwei-Wochen-Vorrat von Ein-Tonnen-Fliegerbomben und höheren Kalibern zu liefern, sowie Aerosol-Bomben ("volume-detonation bombs") und Brandbomben. Dies bedeutet, dass Washington auf die "Verbrannte Erde"-Taktik und Flächenbombardements zurückgreift.
(Quelle: iraqwar.ru, 25.03.2003, englische Übersetzung von Venik, deutsche Übersetzung von Translator)
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Zerstörung der Städte oder Aushungern
"Noch nie in der Geschichte der Kriege sei, so Militärhistoriker, eine Großstadt wie Bagdad militärisch von einer Invasionsarmee erobert worden. Für die Alliierten im Irak gäbe es nur zwei Möglichkeiten, Badgad oder auch Basra zu erobern: Die Städte völlig zu verwüsten oder sie auszuhungern. Basra gilt schon jetzt als militärisches Ziel. Das heißt: Straßenkampf. Und der könne letztlich nicht gewonnen werden."
weiter bei Telepolis
Mal sehen, wann die Atomwaffen zum Einsatz kommen...
dankeschoen ...
bei den berichten die ich im fernsehen sehen kann wird viel erzaehlt und nichts gesagt.das kommt hier informativer
rueber.BITTE weiter so.
@teja
Beweise kommen erst morgen früh in den Nachrichten ;-)
OH, ÜBRIGENS: Lest doch alle bitte noch mal den vorletzten Absatz ein wenig genauer!
gru
kann wer arabisch?
Was steht auf dem Schild, und was stand wohl auf dem unteren Teil, der jetzt abmontiert ist (achtet auf den weißen Rand)?
und noch einen
laut tagesschau von eben ist der 'vormarsch' der koalition 150km südwestlich von baghdad nach schweren kämpfen (hmmmm? waren das nicht angeblich mal 80?).
Danke
eine hab ich noch
Sie tragen woodland camo-Tarnanzüge, die für den Gebrauch in eher naßkaltem Wetter und wie der Name sagt zur Tarnung in mitteleuropäischem Mischwald entwickelt wurden, und wie sie auch aus army shops wohlbekannt sind. Viele, darunter auch ich, schätzen den Tragekomfort dieser Kleidung, und daß, wenn sie naß und klamm ist, der Schritt nicht so schnell wundscheuert; extrem praktisch z.B. auf langen Demos.
Wie mittlerweile bekannt ist, wurden im 91er-Krieg US-Soldaten in den bekannten Sand-mit-Steinchen-Uniformen an Fotografen vorbeiparadieren lassen, um zu verschleiern, daß die meisten US-Truppen in völlig ungeeigneten (teilweise einfarbig olivgrünen) 'Tarn'uniformen kämpfen mußten. Korruption und Vetternwirtschaft hatten eine rechtzeitige Ausrüstung der Armee mit wüstentauglichen Uniformen verhindert.Aber das, was die Amis momentan aufmarschieren lassen, ist auch nicht weniger zerlumpt als ihr irakischer Gegenpart. Naja, dafür ist Dick Cheney jetzt noch dicker.
''Verwundet'' - wenn die Zensur schlampt, und die n-tv-Redaktion nix peilt:
US Marine Corps - eine hochmotivierte, exzellent ausgerüstete Elitetruppe:
Ja, Häme. Na und, wer's Maul so voll nimmt wie das Pentagon, muß damit rechnen, daß Leute nachtreten, wenn er (hin)fällt.
Selbst schuld, die soldier boys; hätten ja auch desertieren können. Tja, dafür ist es jetzt zu spät.
zweifel
neue entwicklung (unbestätigt)
Die erwähnten Truppen sind 4000 US Marines, welche offenbar entweder eingekesselt oder in Panik geflohen sind.
Der ''zweite Stoßkeil'' bezieht sich auf vorgeschobene Einheiten der 7. US-Kavalleriedivision zwischen Kerbela und an-Najaf, die gestern morgen noch ''80 Kilometer vor Baghdad'' standen.
80 Kilometer zurückgetrieben in 24 Stunden, na, ich frag mich, ob das den Mainstreammedien auffällt.
Unbestätigte Berichte legen nahe, daß die 'Medina'-Panzerdivision der Republikanischen Garde bei Kerbela/an-Najaf und die angeblich am Freitag ''kapitulierte'' 51. irakische Panzergrenadier(?)division bei Basra heute morgen in die Offensive gegangen sind. Der Sandsturm hält weiter an und behindert Luftangriffe der Koalition, die demzufolge zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen militärische und zivile Ziele übergegangen sind; auch, weil die Vorräte an Präzisionswaffen sich erschöpfen.
Aw: Kann wer Arabisch?
dem Verkehrsschild
bedeutet,
ist hier eine Antwort:
Die oberste Zeile lautet: B-Gh-D-A-D, also 'Baghdad'
(kurze Vokale werden nicht geschrieben)
In der zweiten Zeile: K-W-T, das kann 'Kuut' oder 'Kawat' heißen
und steht nicht in meinem Wörterbuch
(bin selbst nur ein ungeübter Nicht-Araber),
aber ein Palästinenser, den ich fragte, kannte auch kein
solches Wort und vermutet wie ich,
dass es auch ein Ortsname ist.
Wer hat eine gute Landkarte vom Irak?
@El Moustache
Grüsse