Hamburg: Schülerdemo - The day after

k.A. 25.03.2003 12:24
+++ Achtung, Agentur-Meldungen +++ Achtung, Agentur-Meldungen +++ Achtung, Agentur-Meldungen +++

Wiefelspütz kritisiert Polizeieinsatz bei Hamburger Schülerdemo

Berlin/Hamburg (dpa/lno) - Der innenpolitische Sprecher der SPD- Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat den Polizeieinsatz bei der Hamburger Schülerdemonstration am Montag scharf kritisiert. «Ich halte es für vollkommen unverhältnismäßig, auf Schüler einzuprügeln und gleichsam Jagd auf sie zu machen», sagte Wiefelspütz am Dienstag der dpa. Die Polizei habe in solchen Fällen eine besondere Verantwortung. «Die politische Verantwortung trägt Innensenator Ronald Schill - ich halte ihn für ein Sicherheitsrisiko», sagte er.

erschienen am 25.03.2003 um 11:55 Uhr  http://news.bz-berlin.de/bz/message.php?channel=all&keyword=&suche=Hamburg&nid=26761

Nach Schüler-Demonstration: keine Anzeigen gegen einzelne Polizisten

Hamburg (dpa/lno) - Einen Tag nach dem umstrittenen Vorgehen der Polizei gegen demonstrierende Schüler in Hamburg sind bisher keine Anzeigen gegen Beamte eingegangen. Das sagte am Dienstag der Sprecher der Innenbehörde, Thomas Model. Schülervertreter hatten den Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken als unverantwortlich kritisiert. Innenstaatsrat Walter Wellinghausen hatte dazu aufgerufen, solche Vorfälle zu melden, die dann untersucht würden. Konkrete Vorwürfe gegen einzelne Beamte seien aber nicht erhoben worden, meinte Model.

25.03.2003 um 11:43 Uhr  http://news.bz-berlin.de/bz/message.php?channel=all&keyword=&suche=Hamburg&nid=26756

Kritik an Polizei-Einsatz bei Hamburger Schüler-Demonstration

Hamburg (dpa) - Nach den schweren Krawallen am Rande einer Friedensdemonstration in Hamburg wird Kritik an der Polizei laut. Schülervertreter nannten das Vorgehen unverantwortlich. Es könne nicht sein, dass junge Schüler mit Wasserwerfern und Schlagstöcken vertrieben werden, sagte die Vorsitzende der SchülerInnenkammer, Katharina Meyn. Gleichzeitig distanzierte sie sich von den gewaltbereiten Demonstranten. Hunderte hatten sich gestern Kämpfe mit der Polizei geliefert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

erschienen am 25.03.2003 um 09:57 Uhr  http://news.bz-berlin.de/bz/message.php?channel=all&keyword=&suche=Hamburg&nid=26684
Don't believe the hype!
Fight the Power!
Party for your right to fight!
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Mal ne Bitte

kleine Bitte 25.03.2003 - 12:33
Also wenn Du die Meldungen bürgerlichen Zeitungen schon nicht als Ergänzung postest, sondern als extra Artikel (wo Indy doch selbserschreiben heisst), dann bitt nicht den ganzen Inhalt in die Zusammenfassung. Je länger die Zusammenfassungen der texte sind, desto länger braucht die Open Posting- Seite zum Laden. Viele Leute gehen noch per Modem ins Netz.

BITTE

25.03.2003 - 13:01
Es wird langsam Zeit, dass die Zusammenfassung endlich eine maximal zulässige Zeichenanzahl bekommt! Da braucht Ihr doch im Formular einfach nur z.B. maxlenght=200 zu ergänzen. Bitte liebe Indys, das wäre wirklich extrem wichtig, damit Indymedia vernünftig genutzt werden kann.

Repressionen

Tse Tse 25.03.2003 - 15:32
Nachdem ich in aller Ruhe und ungehindert hinter der Front der Cops fotografiert hatte, darunter auch die Dreiergruppe (  http://de.indymedia.org/2003/03/46383.shtml ), ging ich in Richtung Dammtorbahnhof zurück. Ein älterer, rothaariger Mann sprach mich an. Er hatte mich beobachtet, wie ich die Cops fotografiert hatte und wollte wissen, ob ich den Schlagstockeinsatz auf die Kinder auch mitgekriegt und ob ich deswegen die Cops fotografiert hatte. Nachdem ich ihm meine Beobachtungen kurz mitgeteilt hatte, erzählte er mir, dass er und weitere Zeugen mitgekriegt hätten, dass genau diese drei Cops auf die Kinder eingedroschen hatten. Zur Sicherheit zeigte ich ihm das Foto noch einmal auf dem Display meiner Kamera. Ja, genau die seien es gewesen, bestätigte er mir. Während ich ihm die Bilder zeigte, kamen noch zwei Frauen hinzu, die wohl zu dem Mann gehörten oder ihn kannten. Auch sie bestätigten, dass dies die Täter seien. Da ich bei dem Angriff gut 80 Meter entfernt gewesen war, hatte ich die Gesichter der Cops nicht so genau sehen können. Aber ich habe sehen können, dass auf die Kinder mit den Knüppeln eingeschlagen wurde.

Vielleicht gibt es ja weitere Zeugen, die die mutmaßlichen Täter unter den Cops zweifelsfrei wiedererkennen können und bereit sind sie wegen ihres eigenmächtigen Handeln und wegen Körperverletzung etc. anzuzeigen. Denn laut Polizeisprecher Fallak habe es keinen befehl zum Schlagstockeinsatz gegeben.

Doch Vorsicht! Repressionen seitens der Cops sind zu befürchten. Am besten zuerst zum Anwalt, dann erst in dessen Begleitschutz zum Staatsanwalt.

Anzeigen!

25.03.2003 - 20:17
und zwar schnellstmöglich! Sprecht euch mit den Eltern ab, geht zum Anwalt Eures Vertrauens. Besorgt euch Zeugen.
Geht nicht zu Vorladungen der Polizei, so was ist freiwillig, auch wenn es immer anders verkauft wird. Nur vor dem Richter müßt ihr Aussagen machen.
Eine Diskussion über Polizeigewalt kann nur da entstehen, wo sich Personen finden, die tatsächlich betroffen sind. Kein Kläger - kein Richter!