Zum Tod von Rachel Corrie
Die amerikanische Friedensaktivisten wurde absichtlich von einem israelischen Militärbulldozer überollt und getötet.
Ablauf, Bilder und Hintergrund des Vorfalls.
Ablauf, Bilder und Hintergrund des Vorfalls.
Amerikanische Friedensaktivistin Rachel Corrie absichtlich von
Bulldozer überfahren
Berlin, Heidi Niggemann, ISM-Aktivistin
Am Sonntag, den 16. März 2003 wurde die 23 jährige amerikanische Aktivistin der International Solidarity Movement (ISM) im Flüchtlingslager von Rafah, Gaza Streifen, von einem israelischen Militärbulldozer überfahren und getötet. Zusammen mit sieben weiteren AktivistInnen hatte sie versucht, die Zerstörung von palästinensischen Häusern zu verhindern.
Entgegen den Darstellungen der israelischen Armee war dies kein Unfall. Die ISM-Aktivistin war durch eine leuchtend orange Sicherheitsweste klar als unbewaffnete internationale Zivilistin zu erkennen und sprach per Megafon mit dem Fahrer des Bulldozers. Zum Zeitpunkt des Vorfalls dauerte der gewaltfreie Protest gegen die Häuserzerstörung bereits zwei Stunden an. Der Fahrer des Bulldozer hat gewusst, wo sich Rachel befand, und hat sich bewusst dafür entschieden, sie zu überfahren. Obwohl die anderen AktivistInnen schrieen und dem Fahrer Zeichen machten zu stoppen überrollte der Bulldozer sie vollständig und setzte dann – die schwere Schaufel immer noch unten – zurück und überfuhr Rachel so ein zweites Mal. Rachel wurde praktisch zermalmt und erlag ihren schweren Verletzungen wenig später im Krankenhaus.
Hintergrund des Vorfalls ist die Errichtung einer zwölf Meter hohen Metallmauer mit einem weit über hundert Meter breiten „Sicherheitsstreifen“ an der Grenze zu Ägypten. Für dieses Projekt, dass den Waffenschmuggel unterbinden soll, aber de facto den Gaza Streifen auch wirtschaftlich völlig von Ägypten isoliert, werden in der palästinensischen Stadt Rafah blockweise Häuser zerstört und hunderte von Menschen obdachlos gemacht. Die BewohnerInnen erhalten keinerlei Kompensation und keine Zeit, ihr Hab und Gut aus den Häusern zu retten. Die Zerstörungen finden häufig nachts statt und die einzige „Vorwarnung“ ist in vielen Fällen der Beschuss der Häuser. Das Haus, das Rachel Corrie zu schützen versuchte, als sie getötet wurde, gehörte dem palästinensischem Arzt Dr. Samir und seiner Familie, die mit Rachel und den anderen FriedensaktivistInnen bereits länger bekannt und befreundet waren.
Häuserzerstörungen finden außer aus militärstrategischen Erwägungen auch als Kollektivstrafe gegen die Familien von palästinensischen Militanten und Selbstmordattentätern statt, obwohl Kollektivstrafen nach internationalem Recht verboten sind. Bereits mehrfach wurden unbeteiligte PalästinenserInnen dabei getötet. Nur zwei Wochen vor Rachel Corrie starb die im neunten Monat schwangere Nuha Sweidan. Ihr Haus brach über ihr und ihren Kindern zusammen, als das Nachbarhaus von der israelischen Armee gesprengt wurde. Wenige Wochen vorher starben bei zwei unterschiedlichen Vorfällen in Gaza ein behinderter Mann und eine ältere Frau, beide nahezu taub, unter den Trümmern ihrer gesprengten Häuser, weil die israelische Armee ihre Anwesenheit „nicht bemerkt“ hatte.
Diese Vorfälle sind, wie Rachel Corries Tod, keine Unfälle, sondern symptomatisch für die Haltung der israelischen Armee gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung. Über 2400 PalästinenserInnen wurden seit Beginn der neuen Intifada getötet und zigtausend verwundet, die große Mehrheit davon unbewaffnete ZivilistInnen. Die gesamte palästinensische Bevölkerung wird zur Geisel genommen und unter lang anhaltende Ausgangssperren gestellt, die Städte und Dörfer von einander isoliert. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in den besetzten palästinensischen Gebieten ist völlig zum Erliegen gekommen. Im Gaza Streifen liegt die Arbeitslosigkeit bei über 80% und über 2/3 der palästinensischen Haushalte lebt unter der Armutsgrenze. 30% der Kinder leiden unter chronischer und 21% unter akuter Unterernährung. Bis Ende Februar 2003 starben 90 palästinensische PatientInnen an israelischen Straßensperren, die ihnen den Zugang zu medizinischer Versorgung verwährten, 29 davon neugeborene Babys.
All dies geschieht im Namen der israelischen Sicherheit, erreicht jedoch das Gegenteil: Noch nie waren israelische BürgerInnen so unsicher wie unter der Regierung Sharons, noch nie starben so viele israelische ZivilistInnen bei palästinensischen Anschlägen, vor allem bei den schrecklichen Selbstmordattentaten. Wirkliche Sicherheit und dauerhafter Frieden kann nicht aus Kontrolle und Unterdrückung entstehen, die weiteren Haß und Verzweiflung schüren, sondern nur aus einer gerechten Lösung des israelischen-palästinensischen Konflikts.
Die International Solidarity Movement (ISM) ist eine Selbstorganisation palästinensischer und internationaler AktivistInnen, die sich in diesem Sinne mit gewaltfreiem Widerstand für ein Ende der Besatzung einsetzen. ISM kooperiert dabei mit internationalen und israelischen Menschenrechts- und Friedensorganisationen, sowie mit einer großen Zahl von Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft. Dieser Widerstand ist nicht gegen Israel, sondern gegen die menschenverachtende Politik des israelischen Besatzungsregimes gerichtet. Er ist universellen Werten wie Gerechtigkeit und Freiheit und den Menschenrechten aller in der Region lebenden Menschen verpflichtet.
Rachel Corrie war keine Abenteurerin, sondern eine mutige und besonnene junge Frau, die mit großer Konsequenz für ihre Überzeugungen gelebt hat und für diese Überzeugungen auf brutale Weise getötet wurde. Ihr Tod erfüllt uns mit Trauer, aber auch mit Entschlossenheit, ihre Arbeit fortzusetzen. Wir brauchen dafür die Unterstützung von Menschen aus aller Welt, die nicht bereit sind, wegzuschauen.
Weitere Berichte und Informationen unter
www.palsolidarity.org
http://electronicintifada.net
www.palestinemonitor.org
http://rafah.virtualactivism.org/
ISM-Kontakt in Deutschland
Heidini@gmx.de
Bulldozer überfahren
Berlin, Heidi Niggemann, ISM-Aktivistin
Am Sonntag, den 16. März 2003 wurde die 23 jährige amerikanische Aktivistin der International Solidarity Movement (ISM) im Flüchtlingslager von Rafah, Gaza Streifen, von einem israelischen Militärbulldozer überfahren und getötet. Zusammen mit sieben weiteren AktivistInnen hatte sie versucht, die Zerstörung von palästinensischen Häusern zu verhindern.
Entgegen den Darstellungen der israelischen Armee war dies kein Unfall. Die ISM-Aktivistin war durch eine leuchtend orange Sicherheitsweste klar als unbewaffnete internationale Zivilistin zu erkennen und sprach per Megafon mit dem Fahrer des Bulldozers. Zum Zeitpunkt des Vorfalls dauerte der gewaltfreie Protest gegen die Häuserzerstörung bereits zwei Stunden an. Der Fahrer des Bulldozer hat gewusst, wo sich Rachel befand, und hat sich bewusst dafür entschieden, sie zu überfahren. Obwohl die anderen AktivistInnen schrieen und dem Fahrer Zeichen machten zu stoppen überrollte der Bulldozer sie vollständig und setzte dann – die schwere Schaufel immer noch unten – zurück und überfuhr Rachel so ein zweites Mal. Rachel wurde praktisch zermalmt und erlag ihren schweren Verletzungen wenig später im Krankenhaus.
Hintergrund des Vorfalls ist die Errichtung einer zwölf Meter hohen Metallmauer mit einem weit über hundert Meter breiten „Sicherheitsstreifen“ an der Grenze zu Ägypten. Für dieses Projekt, dass den Waffenschmuggel unterbinden soll, aber de facto den Gaza Streifen auch wirtschaftlich völlig von Ägypten isoliert, werden in der palästinensischen Stadt Rafah blockweise Häuser zerstört und hunderte von Menschen obdachlos gemacht. Die BewohnerInnen erhalten keinerlei Kompensation und keine Zeit, ihr Hab und Gut aus den Häusern zu retten. Die Zerstörungen finden häufig nachts statt und die einzige „Vorwarnung“ ist in vielen Fällen der Beschuss der Häuser. Das Haus, das Rachel Corrie zu schützen versuchte, als sie getötet wurde, gehörte dem palästinensischem Arzt Dr. Samir und seiner Familie, die mit Rachel und den anderen FriedensaktivistInnen bereits länger bekannt und befreundet waren.
Häuserzerstörungen finden außer aus militärstrategischen Erwägungen auch als Kollektivstrafe gegen die Familien von palästinensischen Militanten und Selbstmordattentätern statt, obwohl Kollektivstrafen nach internationalem Recht verboten sind. Bereits mehrfach wurden unbeteiligte PalästinenserInnen dabei getötet. Nur zwei Wochen vor Rachel Corrie starb die im neunten Monat schwangere Nuha Sweidan. Ihr Haus brach über ihr und ihren Kindern zusammen, als das Nachbarhaus von der israelischen Armee gesprengt wurde. Wenige Wochen vorher starben bei zwei unterschiedlichen Vorfällen in Gaza ein behinderter Mann und eine ältere Frau, beide nahezu taub, unter den Trümmern ihrer gesprengten Häuser, weil die israelische Armee ihre Anwesenheit „nicht bemerkt“ hatte.
Diese Vorfälle sind, wie Rachel Corries Tod, keine Unfälle, sondern symptomatisch für die Haltung der israelischen Armee gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung. Über 2400 PalästinenserInnen wurden seit Beginn der neuen Intifada getötet und zigtausend verwundet, die große Mehrheit davon unbewaffnete ZivilistInnen. Die gesamte palästinensische Bevölkerung wird zur Geisel genommen und unter lang anhaltende Ausgangssperren gestellt, die Städte und Dörfer von einander isoliert. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in den besetzten palästinensischen Gebieten ist völlig zum Erliegen gekommen. Im Gaza Streifen liegt die Arbeitslosigkeit bei über 80% und über 2/3 der palästinensischen Haushalte lebt unter der Armutsgrenze. 30% der Kinder leiden unter chronischer und 21% unter akuter Unterernährung. Bis Ende Februar 2003 starben 90 palästinensische PatientInnen an israelischen Straßensperren, die ihnen den Zugang zu medizinischer Versorgung verwährten, 29 davon neugeborene Babys.
All dies geschieht im Namen der israelischen Sicherheit, erreicht jedoch das Gegenteil: Noch nie waren israelische BürgerInnen so unsicher wie unter der Regierung Sharons, noch nie starben so viele israelische ZivilistInnen bei palästinensischen Anschlägen, vor allem bei den schrecklichen Selbstmordattentaten. Wirkliche Sicherheit und dauerhafter Frieden kann nicht aus Kontrolle und Unterdrückung entstehen, die weiteren Haß und Verzweiflung schüren, sondern nur aus einer gerechten Lösung des israelischen-palästinensischen Konflikts.
Die International Solidarity Movement (ISM) ist eine Selbstorganisation palästinensischer und internationaler AktivistInnen, die sich in diesem Sinne mit gewaltfreiem Widerstand für ein Ende der Besatzung einsetzen. ISM kooperiert dabei mit internationalen und israelischen Menschenrechts- und Friedensorganisationen, sowie mit einer großen Zahl von Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft. Dieser Widerstand ist nicht gegen Israel, sondern gegen die menschenverachtende Politik des israelischen Besatzungsregimes gerichtet. Er ist universellen Werten wie Gerechtigkeit und Freiheit und den Menschenrechten aller in der Region lebenden Menschen verpflichtet.
Rachel Corrie war keine Abenteurerin, sondern eine mutige und besonnene junge Frau, die mit großer Konsequenz für ihre Überzeugungen gelebt hat und für diese Überzeugungen auf brutale Weise getötet wurde. Ihr Tod erfüllt uns mit Trauer, aber auch mit Entschlossenheit, ihre Arbeit fortzusetzen. Wir brauchen dafür die Unterstützung von Menschen aus aller Welt, die nicht bereit sind, wegzuschauen.
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Ergänzungen
Weitere Informationen zu Corrie
Solidarität....
Leider meinen viele Linke sich in diesem total verworrenen und viel zu weit weg liegenden Konflikt positionieren zu müssen, ohne auch nur ansatzweise zu durchblicken, worum es eigentlich geht. Israel und Palästina Fahnen werden auf Demos getragen, obwohl mensch ansonsten doch jedes Staatenkonstrukt ist.
Erst letztens diskutierte ich mit einem "Anti-Deustchen" über die Mittel, die Israel einsetzt, um sein Land zu schützen und musste mir dann anhören, dass JEDES Mittel gerechtfertigt sei, um Israel zu schützen.
Ich bewundere Menschen wie Rachel Corrie, die sich friedlich den Repressionen entgegenstellen. Solidarität mit denen, die um Frieden im Nahen Osten bemüht sind!
Herr Nilsson.
warum schon wieder ?
Danke.
Mañana
no vengas a llorar
nunca estare bajo tierra
soy viento de la libertad
Bericht ist ziemlich mau
1. Friedensaktivistin?
Rachel Corrie war eher eine propalästiensische Aktivistin. Sie freiweg als "Friedensaktivistin" zu bezeichnen dürfte falsch sein.
In ihrer Stadt Olympia war Rachel Corrie eine umtriebige Friedensaktivistin, die z.B. Teach-Ins, medienkritische Konferenzen und Künstler-Happenings für den Frieden organisiert hat.
So, wie ich es sehe, begann Rachel Corrie ihre Tätigkeit am 18.01.2003 in der Westbank als Friedensaktivistin, veränderte ihre Haltung im Laufe ihres Aufenthalts jedoch in Richtung propalästinensischer Militanz. Unter dem Eindruck des großen Leids der palästinensischen Bevölkerung, dass sie hautnah in Rafah miterleben musste, wurde Rachel Corrie in ihren Aktionen militanter und entschlossener. Vor allem aber änderte sich ihre Haltung. Diese wurde nun militant pro-palästinesisch inklusive der Unterstützung des bewaffneten Kampfes der Palästinenser. Sie schwärmte von dem Mut der palästinensischen Kämpfer und sprach diesen jedes Recht zu, "sich zu wehren". Ihre Solidarität ging selbstredend so weit, vor den Augen palästinensischer Kinder selbstgemalte israelische Fahnen zu verbrennen. Man mag darüber spekulieren, ob dies der Friedenserziehung gedient haben soll. Im Ernst, man kann dafür allemal Verständnis haben, daber eine Gewalt propagierende Haltung disqualifiziert sie als "Friedens-Aktivistin".
Ehrlich gesagt, unter dem Druck der Verhältnisse, unter dem tagtäglich sichtbaren israelischen Besatzerterror habe ich persönlich großes Verständnis für ihre Entwicklung hin zur Befürwortung palästinensischer Gegen-Gewalt, wenngleich mir ihre vorbehaltlose Begeisterung dafür mehr als fremdartig erscheint.
2. Unterstützung palästinensischen Waffenschmuggels?
Rachel Corrie wusste von den unterirdischen Schmuggeltunneln zwischen Rafah und der nahen ägyptischen Grenze. Sie wusste damit auch vom Waffenschmuggel und davon, dass Israel versucht hat, diesen Waffenschmuggel zu unterbinden. Einem reinen Friedensaktivisten sollten diese Aktivitäten der palästinensischen Seite durchaus suspekt sein. Sie hingegen hat dies mit persönlichem Engagement unterstützt, und hat z.B. unter größtem persönlichen Mut versucht, die Leichen von Palästinensern aus diesen Schmuggelwegen zu bergen. Das kann man gut finden. Man kann das aber nicht unbedingt als Aktivität einer Friedensaktivistin verstehen. Ich jedenfalls sehe darin (wie sie es auch in ihren Briefen beschrieben hat) die Unterstützung des gewalttätigen palästinensischen Widerstands.
Die Redlichkeit streite ich Rachel Corrie nicht ab. Nur war sie halt keine Friedensaktivistin mehr.
3. Quellen für diese Aussagen und weitere Quellen in Englisch:
a)
(Anmerkung: Dieser furchtbare, rechtorientierte, derbe und hetzerische Link enthält trotz allem ein paar Informationen, z.B. ungekürzte Briefe von Rachel Corrie)
b)
(Anmerkung: Im Olympian Movement for Justice & Peace hat die ermordete Rachel Corrie gearbeitet. Es finden sich dort weitere Infos zu Rachel Corrie)
c)
(Anmerkung: Diese Sammlung von Emails ist lesenswert, gleichwohl schönend gekürzt. Man kommt zu einem komplett anderen Bild, wenn man Rachel Corries Email vom 07.03.03 und 10.03.03 im Original und ungekürzt liest.)
d)
(Anmerkung: Zur reichlich speziellen Art des israelischen Militärs, Kondolenzgrüße zu überbringen)
e)
(Anmerkung: Ein lesenswerter, längerer Bericht zu Rachel Corrie)
f)
(Anmerkung: Zeugenaussagen zu Rachels Ermordung)
4. Rachel Corries Beschreibung ihrer ISM-Aktivitäten:
"Brief Calendar of Events
Tuesday 11th February
Underground explosions in Yibna and Rafah due to Israeli Army anti-tunnel bombs.
Group monitored, photographed, and demonstrated presence with banners. Tufah visits. Internationals witness aftermath of house demolition in Block J and another large explosion in block J-Yibna area. Abu Holi check point reported closed after army killed a man there. Principle day of Eid festival.
Wednesday 12th February
Continued underground explosions. Abu Holi closed several hours. Unsuccessful attempt to enter Mowasi-Tufah. 2 houses demolished in Block-J Eshroot area at 6 pm. Four tanks, two bulldozers and back-hoe returned between 9 and 10 pm. No further demolitions reported. Eid festival continues.
Friday 14th February
Reports received of two men trapped or killed in tunnels. Internationals respond to house demolition in Block O. Bulldozer partially demolishes house with internationals inside.
Saturday 15th February
International day of protest. ISMers participate in protest in Rafah. Tank blown up in Northern Gaza strip by resistance forces. Five person team enters tunnel in unsuccessful attempt to recover bodies. One arrested according to reports from family.
Sunday 16th February
ISM resumes human shield work in Canada/Tel El Sultan, Rafah after break for Eid holiday. Ten men arrested and corpses confiscated after recovery from tunnels.
Monday 17th February
Palestinian ISM activist witnesses assassination by military plain-clothes commandos and two tanks on road between Abu Holi and Gaza. Man killed is later confirmed by international media to be Riyad Abu Zeid, a Hamas leader. Unconfirmed numbers injured. ISMers see smoke rising from settlement/Mowasi area for much of the morning—unable to identify source.
Wednesday 19th February
11 reported killed in Gaza during night of 18th February. During day, four "Qassam" rockets reported by international media to be fired from North Gaza strip toward Sderot. Hamas claims responsibility. Water work continues.
Thursday 20th February
Checkpoints closed all day.
Friday 21st February
One man reported killed by army at Erez checkpoint, another killed at settlement in Northern Gaza strip. Medicines Sans Frontiers group report being fired upon while trying to cross Abu Holi checkpoint, despite prior permission from military. Mosque destroyed in Block J was abandoned previously due to earlier attacks.
Saturday 22nd February
Water work continues. Internationals, responding to reports of house demolition in Block J, witness further underground bombing. Reports are received that one house was demolished prior to their arrival. Heavy shooting in Block J during the night. Reports later confirmed by various sources that Israeli soldiers on foot entered at least one house in Hi Salaam area during the night.
Sunday 23rd February
Large scale demonstration in solidarity with the people of Iraq. El Hash-Ash area invaded and occupied. 150-200 men held under gunfire containment for 3-4 hours. 25 greenhouses destroyed. Internationals intervene in house demolition near Salah El Dinn gate. Eight deaths reported in Beit Hanoun—including possible deaths by stabbing. Five houses reported demolished in Tufah area. Internationals unable to return to Rafah due to closure of checkpoint.
Monday 24th February
All checkpoints in Gaza strip reported closed during morning. Water work continues. Abu holi checkpoint alternately open and closed during day. House protected Sunday is destroyed during the night of 24th February.
For information on the above reports please contact Rachel at 067-857049 or e-mail