Rafah: ISM-Aktivistin von Bulldozer getoetet
Am Sonntag, 16. Maerz um ca. 17 Uhr wurde im Rafah Fluechtlingslager Rachel Corey, Aktivistin des International Solidarity Movements ISM, durch einen Bulldozer der israelischen Besatzungsarmee IOF getoetet. Sie versuchte mit anderen AktivistInnen, die illegalen Hauszerstoerungen der IOF zu verhindern.
Rachel Corey, 23-jaehrige Aktivistin von ISM Gaza, wurde heute Nachmittag von einem IOF-Bulldozer getoetet, der ein Haus im Quartier Al-Salam im Fluechtlingslager Rafah zerstoeren wollte. Rachel verhandelte zuerst mit dem Soldaten im Bulldozer, blieb aber erfolglos. Der Fahrer hatte deutlich erkannt, dass es sich beim spaeteren Opfer um eine internationale Menschenrechtsaktivistin handelte. Da der Bulldozer mit der Zerstoerung fortfuhr, fiel Schutt auf die amerikanische Aktivistin und sie strauchelte. Der Bulldozer fuhr schliesslich zweimal ueber die am Boden liegende Aktivistin. Gemaess Dr. Ali Musa vom Al-Najar-Spital starb Rachel an verschiedenen Schaedel- und Knochenbruechen.
Dies ist nicht der erste direkte und absichtliche Angriff israelischer Besatzungssoldaten auf internationale AktivistInnen. Rachel Corey ist jedoch das erste Todesopfer aus den Reihen ISMs. Ihr Tod ist fuer die AktivistInnen vor Ort ein Schock, ISMs fortdauernder Widerstand gegen die alltaeglichen Kriegsverbrechen der israelischen Regierung und der IOF steht deswegen nicht in Frage. Die israelische Besatzungsarmee unterscheidet nicht zwischen unbewaffneten Zivilpersonen und bewaffneten Kaempfern und weicht laengst nicht mehr davor zurueck, internationale AktivistInnen offen anzugreifen und gar - wie heute - zu ermorden.
Seit Ausbruch der 2. Intifada starben neben Rachel bereits mehr als 2320 PalaestinenserInnen durch die Repression der israelischen Besatzungsarmee. Im Gaza-Streifen wurden bislang mehr als 600 Haeuser, davon der groesste Teil in Rafah nahe der Grenze zu Aegypten, von den IOF zerstoert, was Art. 53 der 4. Genfer Konvention eindeutig verletzt. ISM-AktivistInnen, darunter gegenwaertig zwei schweizer Staatsangehoerige, unterstuetzen seit Monaten den gewaltlosen Widerstand gegen die systematischen Hauszerstoerungen u.a. in Rafah.
ISM ist eine palaestinensisch-internationale Bewegung, deren Ziel es mitunter ist, dass Leiden der palaestinensischen Zivilbevoelkerung unter der israelischen Besatzung zu lindern bzw. gegen die alltäglichen Exzesse der israelischen Armee einzustehen. Obwohl gemaess der 4. Genfer Konvention die Zivilbevoelkerung im Falle einer Besatzung oder eines bewaffneten Konfliktes als ?geschuetzt? behandelt werden muss, hat sich die internationale Gemeinschaft seit Jahren nicht ernsthaft mit der Situation der palaestinensischen Bevoelkerung befasst und freiwillige, ungeschuetzte Menschen aus aller Welt uebernehmen seit laengerem diese Verantwortung. Rachel hat heute ihr Engagement gegen die alltaeglichen Menschenrechtsverletzungen mit ihrem Leben bezahlt.
Nablus, Occupied Palestine, 16/03/03
Dies ist nicht der erste direkte und absichtliche Angriff israelischer Besatzungssoldaten auf internationale AktivistInnen. Rachel Corey ist jedoch das erste Todesopfer aus den Reihen ISMs. Ihr Tod ist fuer die AktivistInnen vor Ort ein Schock, ISMs fortdauernder Widerstand gegen die alltaeglichen Kriegsverbrechen der israelischen Regierung und der IOF steht deswegen nicht in Frage. Die israelische Besatzungsarmee unterscheidet nicht zwischen unbewaffneten Zivilpersonen und bewaffneten Kaempfern und weicht laengst nicht mehr davor zurueck, internationale AktivistInnen offen anzugreifen und gar - wie heute - zu ermorden.
Seit Ausbruch der 2. Intifada starben neben Rachel bereits mehr als 2320 PalaestinenserInnen durch die Repression der israelischen Besatzungsarmee. Im Gaza-Streifen wurden bislang mehr als 600 Haeuser, davon der groesste Teil in Rafah nahe der Grenze zu Aegypten, von den IOF zerstoert, was Art. 53 der 4. Genfer Konvention eindeutig verletzt. ISM-AktivistInnen, darunter gegenwaertig zwei schweizer Staatsangehoerige, unterstuetzen seit Monaten den gewaltlosen Widerstand gegen die systematischen Hauszerstoerungen u.a. in Rafah.
ISM ist eine palaestinensisch-internationale Bewegung, deren Ziel es mitunter ist, dass Leiden der palaestinensischen Zivilbevoelkerung unter der israelischen Besatzung zu lindern bzw. gegen die alltäglichen Exzesse der israelischen Armee einzustehen. Obwohl gemaess der 4. Genfer Konvention die Zivilbevoelkerung im Falle einer Besatzung oder eines bewaffneten Konfliktes als ?geschuetzt? behandelt werden muss, hat sich die internationale Gemeinschaft seit Jahren nicht ernsthaft mit der Situation der palaestinensischen Bevoelkerung befasst und freiwillige, ungeschuetzte Menschen aus aller Welt uebernehmen seit laengerem diese Verantwortung. Rachel hat heute ihr Engagement gegen die alltaeglichen Menschenrechtsverletzungen mit ihrem Leben bezahlt.
Nablus, Occupied Palestine, 16/03/03
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Ergänzungen
aha
vielleicht ja sogar "zionistic occupied palestine", oder was??
Nein Danke!
Das braucht Kein Mensch!
Verpiss dich Uncle Sam!
auf die hauptseite
Nicht fürchten die Geldraffer so sehr
In Bhopal haben sie triumphiert in ihren Börsen als Tausende über Nacht Tot umfielen, und Zigtausende Vergiftet und Verkrüppelt überlebten, aber wehe es würde ein Inder auf die Idee kommen, ein Kilo Bhopal an die Absender zurück schicken.
Hat wer die Anschrift von Union Carbide?
frage an xy
lies dir einfach mal das durch:
eine ergänzung
Die israelische Armee ist heute in das Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen eingerückt. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitsvertreter und Krankenhausmitarbeiter sind bei dem Einsatz fünf Menschen getötet worden - darunter auch ein Baby und ein 13-jähriger Junge.
@10.34
"Was will Indymedia nicht sein?
- ...
-Plattform für sexistische, rassistische, faschistische u./o. antisemitische Beiträge jeder Art.
Ende Zitat
ich wollte hiermit nur darauf aufmerksam machen, dass dieser Artikel bis jetzt nicht ihm Newswire gelandet ist und dies meiner Meinung nach aus Zensur geschehen ist. Denn gerade die deutsche Linke tut es sich schwer mit Kritik am Staate Israel, sei dies nun wegen der Geschichte oder wegen was auch immer. Ich kann kotzen von Selbstmordattentaten aber ebenso kann ich auch kotzen wenn eine internationale Aktivistin von einem Bulldozer überfahren wird! Und dann findet man es nicht mal für Notwendig es auf die Startseite (in den Newswire) zu bringen. Dies sagt wohl schon genug aus.
Geschichte kann man auf zwei Arten fälschen: Entweder man streitet es ab, was schwierig ist, da es oftmals genug Beweise gibt oder man verschweigt ganz klar Tatsachen, welches die einfachere und perfidere Variante ist, da man zu diesen Tatsachen dann auch nicht Stellung nehmen muss.
gruss von jemanden der nicht in Deutschland wohnt
Nanu?
Die Zensur übst Du aus, wenn Du willst, daß bei Indy nach "Wichtigkeit" moderiert wird.
Im Übrigen sind die Mods nicht rund um die Uhr im Internet (wie scheinbar manche user) und so dauert es sowieso ein bischen, bis die einzelnen Postings moderiert werden.
Rachel Corey ?
Denn der name klingt sehr jüdisch.
Wäre nett wenn jemand genaueres zu der Person Rachel Corey kennen würde. Danke
Fotos von Rachel Corrie
und hier ohne Burka (2002):
Bilder von Rachel
Das Statement dazu:
Es gibt dazu auch einige Aufnahmen.
Bilder von ihr (vor ihrem Tod):
Bilder mit Aktivisten und Freunden:
Der Bulldozer, 3 Meter vor ihr:
Der Bulldozer, 1 Meter vor ihr:
Der Bulldozer, rückt ab, er hat sie überfahren:
Blutig und schwerverletzt am Boden:
Rachel in der Notaufnahme:
Ärzte stellen den Tod fest:
Geschockte Freunde und Aktivisten:
Die Stellungnahme ihrer Eltern (Text):
Auf
gibt es auch noch viele interessante Bilder, wobei das Wort interessant schon eher den Tränen nahe ist.
Sie hat viel geleistet, wir dürfen sie niemals vergessen.
Danke Rachel, danke für deinen mutigen Einsatz.
2.