GATS-Aktionstag: Bilder aus Berlin und Den Haag

Mr. FotoPhix 15.03.2003 00:18 Themen: Bildung Globalisierung
Am 13.3. fanden europaweite Proteste gegen das GATS statt (Special dazu), mit dessen Hilfe Bildung, Erziehung und Wasser als "Dienstleistungen" verschachert werden sollen. In Deutschland scheint dieses Thema nur einige wenige zu interessieren - was nicht nur an der Abstraktheit des Themas liegen wird.
Während in Berlin einige wenige protestierten, fand in Den Haag eine Demonstration mit 10.000 Teilnehmenden statt.
Am Alexanderplatz wurde von der BUND-Jugend und von attac eine ganztägige Aktion veranstaltet, an der verrückterweise auch die Jugendorganisationen der Regierungsparteien teilnahmen. Auf einer Bühne fanden Theateraktionen statt, wurden Infos Infos verlesen. Es gab ein Infozelt, Flugblätter und mehr. Derweil demonstrierten am Rosa-Luxemburg-Platz mehrere hundert Gewerkschafter, die ihren Streik extra auf den GATS-Tag verlegt hatten. Befremdlich allerdings, daß der Aufruf zum Streik nur an diejenigen gerichtet war, welche "abkömmlich" seien.
Mehr Bilder auch bei ich-bin-gats.de

In Den Haag war der Gats-Aktionstag wesenlich erfolgreicher: Neben vielen Aktionen rund um den 14.3. demonstrierten dort etwa 10.000 Menschen.



Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

SPOG-Spiel ohne Grenzen

SPOG 15.03.2003 - 00:26
Der ultimative Kongress zur Antiglobalisierungsbewegung. Dort gibt es auch eine Veranstaltung zur Sicht der Gewerkschaften auf die sogenannte Globalisierung und die Antiglobalisierungsbewegung.

Ambivalente Gefühle dazu

Maxx 15.03.2003 - 00:42
Schon irgendwo ulkig: Einerseits schön, daß überhapt was passiert (die "radikale" Linke ist ja nur noch mit sich selbst und ihren Psychos beschäftigt), andererseits ist es alles andere als wohltuend mit Jusos und der rechten GdP zu protestieren. Hoffen wir, daß das sich gerade gründende Social Forum Berlin wieder Bewegung bringt.

Zu dem über mir beworbenden Kongress: Dieser ist ideologisch einseitig ausgerichtet und eher autoritär-dogmatischen Ideologen veranstaltet.
Diese Ideologen haben eine sehr interessante Definition von Analyse: Die Schlussfolgerungen stehen schon fest und die Logik, sowie die Prämissen werden dabei so gewählt, daß alles passt. Obs dann mit der Realität übereinstimmt ist eine andere Sache. Hauptsache diese Weltanschauung ist in sich stimmig. Übrigens wird von diesen Ideologen davon ausgegangen, daß die vielen globalen Protestbewegungen ein homogener Block wären (diese Ideologen gehen halt von sich selbst aus?). Naja, kriegt wohl jeder selbst mit, der mal den Link anklickt.

Link angeklickt

B-L 15.03.2003 - 02:39
Ich fahr auch jeden Fall nach München! Mehr von solchen Kongressen, wie "Spiel ohne Grenzen"!

Schade, daß so wenig läuft

... 15.03.2003 - 11:35
Ich sehe das auch so, daß die Linke in Berlin gar nichts mehr auf die Reihe bekommt. Momentan siehts ja sogar so aus, als wenn die letzten Strukturen wegbrechen würden. Die Interim erscheint nur noch sporadisch, wenn mehr als 10 Leute zusammenkommen, spalten sie sich, an Aktionen beteiligen sich meist nur noch 20 Personen.
Leute wie den Kongressbewerber (der sich erst SPOG und dann B-L nennt) mag das gefallen, weil sie dann noch mehr dominieren können.... aber langsam sollten sich vielleicht doch einige überlegen, was man tun kann.
Der Tag zu Gats war in Berlin ein Flop.

@11:35

SPOG 15.03.2003 - 12:39
He, nicht gleich die Verschwörung vermuten. Der Kongress findet vom 23.-25.Mai in München statt. Und so dreist, mich als Borst von x-berg.de auszugeben, bin ich nun wirklich nicht. Unser Programm ist echt spannend:
 http://www.spiel-ohne-grenzen.org/programm.html

haut ab

15.03.2003 - 12:45
niemand ausser euch sekten-heinis hat auf den sekten-kongress irgendwelcher dogmatischen sekten bock.
wie oben schon erwähnt, steht bei euch das ergebinis jeglicher (schein)analyse schon vorraus fest.
wenn du den kongress toll findest, dann wohl, weil er deine neoliberale bahamas-ideologie unterstützt.

Hatz-Papiere im Zusammenhang

Icke 15.03.2003 - 12:54
Auch andere "Reformintiativen" wie Hartz und Co, die mit den WTO- und sonstigen Verhandlungen zusammenhängen müssen mehr im Zusammenhang gesehen werden. Bei Hartz passiert langsam wenigstens irgendwas. Heute ist das Thema in vielen Tageszeitungen auf Seite 1. Erstmals wird ganz unverholen zugegeben, daß die wenigen verbliebenen sozialen Errungenschaften jetzt beseitigt werden.
Daß aber die Studenten (die doch angeblich so intellektuell (*lach*) sein sollen) nicht peilen, was jetzt geplant ist und was die Auswirkungen sind und nicht den geringsten Widerstand leisten (von den NRW-Protesten abgesehen), dürfte die Machthabenden ziemlich bestätigen.
Aber das war ja hoffentlich war es nicht die letzte Aktion.

"Der ultimative Kongress..."

seltsam 15.03.2003 - 12:59
ich weiß ja nicht warum das unter einem GATS-artikel steht, aber diese konferenz scheint mir doch eher ein deutsches elite-treffen gegen die sogenannte ""Antiglobalisierungsbewegung"" zu sein, ich meine heißt die überhaupt so? ich finde da nur wohlverdiente linksintellektuelle, "autoren", "regisseure", ich meine nichts gegen Diedrich Diedrichsen und die anderen theoretiker und ich meine ich lese ja auch weiterhin die jungle world obwohl das ein kriegstreiberblatt ist, wenn der müll außer acht gelassen wird ist die zeitung nach wie vor relativ ok, aber wie mir scheint ist da kein mensch dabei der auch nur annähernd was mit der ""Antiglobalisierungsbewegung"" zu tun hat. und was ist überhaupt mit ""Antiglobalisierungsbewegung"" gemeint? doch nicht die in der BRD, wenn es eine solche hier gibt dann doch eher die globalisierungskritsche bewegung also sowas wie attac oder sind eher die italienischen antiglobals gemeint? dann fällt noch was auf, fast alle im programm stammen aus den deutschsprachigen metropolen, sprich vor allem berlin, hamburg, wien... ich meine geht es hier um die ""Antiglobalisierungsbewegung"" oder um ein treffen der linktheoretiker aus den ehemaligen stammgebieten des 3. reiches? ich meine wenigstens ein paar leute aus italien hätten eingeladen werden können. da helfen auch nicht kanak attak als quotendeutschtürken. ich werde den eindruck nicht los, daß die organisatoren was ganz anderes im sinn haben. die rückeroberung der linken deutschen heimat vor dem unberechenbaren nicht-staatlichen mob der globalisierungsgegner der der deutschen traditionslinken mit ihren beiden zwillingen "antideutschtum - diese avocado ist antisemitisch weil sie nicht aus israel ist" und "antiimperialismus - solidarität mit allen völkern, außer mit israel, das machen die kollegen nebenan". ich glaube wenn die deutsche linke nicht wäre, dann hätten wir den kapitalismus schon längst abgeschafft.
die herrschaften sollten sich also zurückziehen auf ihre altbewährten hobbies wie antisemitenjagd (ich meine "antisemiten aufs maul", aber muß ständig davon gefaselt werden?) und kulturkritik aber was um gottes willen haben die mit der ""Antiglobalisierungsbewegung"" zu tun, die wissen ja offenbar nicht mal was das ist, sonst hätten sie leute von denen gekannt und eingeladen. schreibt doch mal an PGA oder ähnliche organisationen, die können sicher besser über ""Antiglobalisierungsbewegung"" sprechen als leute die diese nur aus funk und fernsehen kennen...
namensvorschlag für die konferenz: begrenztes spiel, neue deutsche elite der linkstheoretiker gegen globale bewegungen. untertitel: wir haben angst um unsere linke deutsche heimat, ihr ausländer dürft unsere vormachtstellung nicht gefährden.

Dogmatismus, Sekten blabla

Borst-L 15.03.2003 - 13:40
1. dienen die benannten Begriffe lediglich der politischen Denunziation unmissliebiger Personen, um sich um die Argumente herumzudrücken, vielleicht, weil man selbst keine hat und um seine linke Kuschel-Identität nicht destruiert zu wissen. (statt sich mit den Fehlschlüssen und reproduzierten Denkformen der bürgerlichen Gesellschaft auseinanderzusetzen)

2. finde ich es nicht problematisch, wenn Menschen der Praxis ein Primat geben. Aber eine Reflexion der Aktivitäten sollte stattfinden und dies sehe ich nicht. Und innerhalb der Global.kritischen gibt es vielerlei Fehlschlüsse, die zu kritisieren sind und dies sollte erlaubt sein. Nichts anderes machen die Menschen auf diesem Kongress.

3. bin ich B-L und nicht SpOG, höchstens manchmal Mr.Spock und dann sage ich nur "Faszinierend" :-)

@ haut ab @seltsam

SPOG 15.03.2003 - 13:49
@ haut ab
"haut ab!" - wirklich toller diskussionstil hier.
es ist völlig schwachsinnig uns -die vorbereitungsgruppe- als sekte hinzustellen. wir sind eine sehr gemischte gruppe, die aus verschiedenen gruppen und einzelpersonen besteht ( siehe veranstalterInnen). das ergebnis des kongresses steht nicht im vornherein fest, wir sind auch gewiss keine anhängerInnen einer "neo-liberalen bahamasideologie", sondern stellen auf dem kongress z.b.die frage, ob das neoliberalismuskonzept eine sinnvolle beschreibung des aktuellen kapitalismus ist.

@seltsam
der kongress "spiel ohne grenzen" ist kein "elite-treffen" gegen die "antiglobalisierungsbewegung". auf dem kongress wird die globalisierungskritische bewegung, wenn es dieser begriff besser trifft ( vornehmlich auf deutschland bezogen, andere aspekte kommen da aber auch mit rein) beleuchtet. der kongress ist durchaus pluralistisch angelegt, zum beispiel wird es ein podium zu "empire" geben, das ja eine dominante rolle bei der no-global-bewegung spielt, auf dem verschiedene positionen dazu zu wort kommen.
p.s. bitte nicht mehr kanak attak als "quotendeutschtürken"
beleidigen.

@ Borst/SPOG

fight communism 15.03.2003 - 14:22
An Borst: "dienen die benannten Begriffe lediglich der politischen Denunziation unmissliebiger Personen"
Was soll das für eine komische Umdefinition sein? Wegen fehlender Argumente versuchst Du nun ganz nach Stalin Begriffe umzudeuten. "Hach was heisst schon Dogmatismus..."
Ja und ein bischen "Reflexion der Aktivitäten" sollte wirklich stattfinden. Wer aber Euch krisisiert kann ja nur ein ganz schlimmer sind ("Wer nicht so denkt wie wir ist Nazi" ist eine typisch Antideutsche Weisheit) sein, weil Ihr per Definition immer recht habt.
Ganz deutlich: Du bist der klassische Linklsdogmat, vor 20 Jahren wäre Mao Dein Hero. Heute sind es irgendwelche Yuppie-Ikonen.

an SPOG:
Wenn Du Dich über den Stil beschwerst: Dieser Stil kommt von Euch. Ihr spammt hier hier unter Gats-Texten irgendwelche neoliberale CSU-Propaganda und diffamiert pauschal alle Menschen, die nicht Eure wirre Ideologie teilen.
Genau wie Borst versuchst Du durch Umdeuten von Begriffen, Verdrehungen und Lügen Deine Inhalts- und Argumentlosigkeit, sowie vor allem Deine Absichten zu verschleiern. Ich denke auch, daß es sich bei beiden Nicks um eine Person handelt.
Und ja: Das Ergebnis des Kongresses steht fest. Wer abweicht ist ja Antisemit und Nazi und so weiter. Das ist Euer Stil und Eure Methodik und da eird sich nichts ändern.
Wie weiter oben beschrieben habt Ihr ja nicht ohne Grund nur Leute eingeladen, die Eure Ideologie teilen. Kritische Stimmen sind unerwünscht.

Noch mal kurz: SPOG und BL - Eure plumpe Scheindiskussion ist einfach zu durchschauen. Ihr wisst selbst um die Falschheit Eurer Behauptungen, Ihr diskutiert nur strategisch, also völlig unehrlich.



Strugazkii: "Die Menschen suchen nach Antworten - nicht nach der Wahrheit"
Kommunismus und andere irrationale Heilslehren, die nur durch Umdeutung der Realität bestehen können, belegen dies.




"der kongress ist durchaus pluralistisch angelegt, zum beispiel wird es ein podium zu "empire" geben, das ja" eine dominante rolle bei der no-global-bewegung spielt"
Tatsächlich: Ihr kennt die Bewegung nur aus dem Fernsehen! Dieses Buch spiel vielleicht bei einigen Strömungen eine Rolle.
Ihr seid echt peinliche Demagogen!

wie bitte?

seltsam 15.03.2003 - 14:43
SPOG, das ist wohl nicht dein ernst oder?
"der kongress "spiel ohne grenzen" ist kein "elite-treffen" gegen die "antiglobalisierungsbewegung"."

ach so, jetzt weiß ich aber mehr. dann sind wohl die ganzen "autoren", "herausgeber" usw. wohl marginalisierte dissidenten? nur, warum müssen diese die einzige neue emanzipatorische bewegung mit standardvorwürfen zerreden statt sich gegen die selbst benannten übel zu wenden? aber staat und kapital sind wohl zu gefährliche gegner, da würden sie wohl von der uni münchen geschmissen wie idelogiekritische konferenzen die nicht den widerstand hintertreiben.

"auf dem kongress wird die globalisierungskritische bewegung, wenn es dieser begriff besser trifft ( vornehmlich auf deutschland bezogen, andere aspekte kommen da aber auch mit rein) beleuchtet."
aha, beleuchtet, so mit taschenlampen oder was? da trifft es sich gut, daß diese bewegung selbst nicht zu wort kommt. könnte womöglich schief gehen.
ich frage mich auch warum deutsche linkskonservative eine globale bewegung "auf deutschland bezogen" reduzieren. ist wohl einfach in nationalen kategorien globale phänomene zu fassen. hahaha. linkskonservative strömungen sind stets bemüht alle neuartigen erscheinungen auf ihr bekanntes terrain zu reduzieren. egal ob der ursprung der globalisierunggegnerschaft in den usa liegt und dort weiterhin das zentrum derer ist, nee, "die sind ja alle antiamerikanisch". und ich werde kanak attak so lange quotendeutschtürken nennen so lange sie als solche herhalten dürfen. kanak attak darf natürlich nur über multikulti und "nationale" identitäten reden. emanzipatorischer anspruch null, minderheiten werden auf ihnen zugewiesene minderheiten-themen reduziert. türken dürfen über nationale identitäten reden also über türken und deutsche sein wahrscheinlich oder deutschtürken, "kanaken" eben.
"andere aspekte" - hahaha, hahaha! diese bewegung ist global, da gibts nicht andere aspekte. sie auf einen nationalstaat zu reduzieren ist völlig dem entgegengesetzt was sie ist. ich weiß ja, daß linkskonservative in ihren konstrukten etwa der deutschen nation sich ja so gut auskennen und diese gern reproduzieren, aber aus einer globalen bewegung einen nationalen teil zu konstruieren obwohl sogar so eine wenig revolutionäre organisation wie attac transnational ist, ist einfach völlig lächerlich. da bleibt mir die spucke weg. nochmal, seattle liegt NICHT in eurem so heißgeliebten deutschland. höre ich da ein "deutschland halts maul über transnationale bewegungen"? euer deutschland ist nicht der nabel der welt und nur weil die deutsche linke deutsch ist und keinen kontakt zur außenwelt hat, bedeutet das nicht, daß die bewegung gegen den globalen kapitalismus in eure fußstapfen treten wird. deutsche besserwisser sollten lieber ein wenig kontakt über die eigene nation hinaus suchen. wenn hier wer antiamerikanisch ist, dann diese deutschen die der in der usa erwachten globalen bewegung in den rücken fallend einen kriegskurs der rechtsnationalen us-regierung unterstützen im namen einer "zivilisation" die jegliche amerikanischen ideale verleugnet.
"durchaus pluralistisch angelegt"? wieso, weil nicht nur ein jungle world-redakteur spricht sondern mehrere? wo ist der aufruf eigene workshops anzumelden? was für ein elitäres gehabe ist denn das? sowas ist mir wirklich noch nicht untergekommen, eine elitäre veranstaltung als pluralistisch auszugeben. außer etwa bei der wto. da dürfen ja auch ngo's mitreden, hahaha! hahaha!

Gats?

Dont feed the troll 15.03.2003 - 14:45
Was hat das mit gats zu tun?
Mag ja sein, daß sich irgendwelche Yuppies über Gats und Hartz und so weiter freuen und alle gegner des Neoliberalismus abdissen müssen. Aber müsst Ihr immer mit denen diskutieren? Es bringt nichts, wenn Ihr die zum hundertstenmal wiederlegt. Die besuchen Indy um Aufmerksamkeit zu erregen.
Wiedereinmal haben sie es geachfft. Selber schuld, wenn Ihr drauf eingeht!

@ Fight Communism

Borst 15.03.2003 - 15:59
Schön projektiv gelesen. Weder habe ich (ich bin übrigens kein Teil von einem Kollektiv namens "Euch") habe ich Heilslehren verbreitet, noch Menschen als Nazis oder Antisemiten denunziert. Die Denunziation aller politisch Missliebigen als "Demagogen" oder "Dogmaten" ist in sich schon demagogisch und dogmatisch.

Und Deine Vorstellung, dass SPOG und ich die gleiche Person darstellen, hat schon fast etwas mit kritikresistentem Wahn zu tun. welchem zugrunde liegt, dass eine Art Verschwörung alles kontrollieren will.

"Fight Communism" - ich würde eher sagen, dass das CSU/McCarthy Propaghanda ist. Aber naja.

Bors argumentiert wie Linksruck

fight communism 15.03.2003 - 16:13
Ein Ausspruch wie ""Fight Communism" - ich würde eher sagen, dass das CSU/McCarthy Propaghanda ist. Aber naja." geht ziemlich in die Linksruck-Richtung, diese setzen Anarchisten, Libertäre, Rätekommunisten, Linksliberale mit reaktionären Ideologen gleich. Im Übrigen ist die politische Ausrichung des von Dir so beworbenen Anti-D-Treffens in München tatsächlich CSU/McCarthy-mässig.

Mit "Euch" meinte ich die Anhänger einer bestimmten Ideologie, die sich Antideutsch nennt und eine bestimmte Methodik wählt, um gegen soziale Bewegungen und linke Inhalte zu agitieren.

Das was Du zum Dogmatisus-Begriff schreibst ist pure Rethortik. Du bist dogmatisch. Deine x-berg-Plattform noch viel mehr. Ausserhalb Eurer Ideologie lasst Ihr nichts gelten. Da kannst Du noch hundertmal den Begriff Dogmatismus im orwellschen Sinne ("Krieg ist Frieden") umdefinieren.

PS: Das mit dem Wahn ist so mehr Dein Ding: Wer sich einzig über Ablehnung Anderer definiert, ist echt arm.

lächerliche Anschuldigungen

SPOG 15.03.2003 - 16:17
Das Niveau der Diskussion hier lässt wirklich zu wünschen übrig. Alles nur Verschwörungstheorien: SPOG=Borst, sowie Diffamierungenen und dumme Kritik. Wir würden den Neoliberalismus befürworten, CSU-Propaganda machen, oder ähnlichen Blödsinn. CSU-Propaganda kann ich hier allerdings nur in der Parole "Fight communism!" erkennen, wobei ich mich frage, gegen was sich die Parole richten soll, wird doch auf der SPOG-Page der Kommunismus mit keinem Wort erwähnt. Aber mit dem Lesen habt ihr es ja nicht so.
Der Kongress wird kein Kongress auf dem sich die globalisierungskritische Bewegung selbst repräsentieren soll, sondern auf dem mit einem breiten Publikum über diese Bewegung diskutiert werden soll. Als Rahmen wurde die Bewegung in Deutschland gewählt, da wir uns nicht anmassen wollen, die Anti-WTO-Bewegung in Indien oder globalisierungkritische Gruppen in Mexiko zu beurteilen. Solche Bewegungen sind einfach nicht zusammenzufassen, da sie keinen homogenen Block darstellen.
Da sich die deutsche Antiglobalisierungsbewegung aber auf solche Bewegungen in der ganzen Welt bezieht und Argumentationen aus diesen aufgreift, wird dies im Kongress auch behandelt.
Worauf bezieht sich eigentlich der Vorwurf ein Yuppie zu sein und was sagt das in einer Argumentation aus?

@ seltsam

ânarchia si 15.03.2003 - 16:24
genau getroffen! echt klare worte über diese deutschen studenten. wahrscheinlich können sie gats kaum erwarten, weil sie neolibaralismus für antifaschismus halten?
aber es nützt wohl auch nichts, antideutsche zum 100ersten mal zu outen. wir wissen beschid und die werden um keinen preis der welt selbstkritisch werden.
ignorieren ist einfach das beste in dem falle.

was ist denn überhaupt Neoliberalismus?

SPOG 15.03.2003 - 17:05
Wie mensch sieht, könnt ihr das ja nicht mal richtig schreiben. Auf dem Kongress wird es eine Veranstaltung zu Postfordismus geben, in der auch auf das Neoliberalismuskonzept eingegangen wird.
Wer nicht weiß, was Neoliberalismus ist, soll anderen diesen Begriff nicht um die Ohren hauen. Und wer nur von Neoliberalismus redet, aber vom Kapitalismus schweigt, sollte andere nicht als obrigkeitshörig diffamieren, da seine politische Theorie nur die Inhalte des SPD-Wahlprogramms widerspiegelt.

Mehr Infos

SPOG 2 15.03.2003 - 17:18
Sehr nett. Der Kongress ist also eine antideutsche Verschwörung von deutschen Studenten-Yuppies die gemeinsam mit der CSU und dem wiederbelebten McCarthy versuchen neoliberalen Antifaschismus zu machen.
Zur Klärung folgendes: Der AStA war in den letzten beiden Jahren aktiv an den Vorbereitungen zu den Demos gegen die NATO-Sicherheitskonferenz beteiligt, hat ein äußerst aktives Antifa-Referat und weiß sehr wohl, dass sich in der „Antiglobalisierungsbewegung“ bzw. globalisierungskritischen Bewegung auch progressive Menschen befinden. Auch um dafür zu sorgen, das dieses Potential nicht völlig im deutschnationalen Wahn untergeht ist dieser Kongress da.

Zur inhaltlichen Klärung noch ein Text, der ein paar inhaltliche Überlegungen zu dem Kongress wiederspiegelt:


Die "Weltgesellschaft" ist von Gewalt- und Herrschaftsverhältnissen geprägt, von Ausbeutungsstrukturen und sozialen Schichtungen. Die Dynamik der Durchkapitalisierung aller Bereiche der Gesellschaft verstärkt sich stetig. Seit dem Ende der Blockkonfrontation und der Systemkonkurrenz wird von vielen ein zentrales Element des gegenwärtigen Stadiums des weltweit konkurrenzlosen kapitalistischen Systems als „Globalisierung“ bezeichnet. Diese scheint eine solche Bedrohung zu sein, dass sich eine große heterogene soziale Bewegung dagegen gebildet hat. Diese mobilisiert seit einigen Jahren nicht nur gegen die Zusammenkünfte der Vertreter der kapitalistischen Metropolen und ihrer Institutionen (WTO, NATO, EU-Gipfel, etc...), sondern zieht auch alle systemoppositionellen Kräfte in ihrer Bann, da sich bei der Suche nach einem revolutionären Subjekt endlich ein Hoffnungsschimmer am Horizont zu zeigen scheint. Es erscheint eine soziale Bewegung die – im Unterschied zur Ökologie- oder Friedensbewegung – die Ökonomie als Hauptansatzpunkt ihrer Aktivitäten gewählt hat. Tausende strömen gegen die ungerechte Welt auf die Straßen, ohne dass jedoch genau klar wird, was mit der kritisierten „Globalisierung“ oder dem "neoliberalen Turbokapitalismus" eigentlich gemeint ist, oder wie die Alternativen aussehen sollen. Nachdem die erste Euphorie in der Linken nun langsam verklingt, sie sich aber aufgrund mangelnder Alternativen weiterhin positiv auf die Antiglobalisierungsbewegung bezieht ist es nun an der Zeit einen fundierten Blick auf die „Bedrohung Globalisierung“ und die sich dagegen gerichtete Bewegung werfen.
Der Kongress „Spiel ohne Grenzen“ will zwei Dinge leisten: Einerseits will er, anknüpfend an seit längerem vereinzelt geführte Debatten, die Kritik an der Antiglobalisierungsbewegung zusammenführen, weiterentwickeln und kritisch überprüfen. Andererseits will er über die Tragfähigkeit von konkurrierenden theoretischen Modellen diskutieren, die den gegenwärtigen Zustand der kapitalistischen Welt beschreiben. Wir halten daran fest, dass eine fundierte Analyse des Kapitalismus zur Entwicklung von Überwindungsstrategien essentiell ist.


POLITISCHE ÖKONOMIE

Zunächst werden in mehreren Veranstaltungen drei zentral diskutierte Konzepte zur Erklärung des Kapitalismus auf ihre Stärken und Schwächen hin überprüft:
- Empire und Multitude
- Postfordismus
- Imperialismus
Wir wollen diese Theorien untersuchen, in Bezug zueinander setzen, gegebenenfalls weiterentwickeln oder kritisieren. Weiterhin wird analysiert, was sich als Hauptfeindbild der globalisierungskritischen Bewegung bezeichnen ließe: Das „transnationale Kapital“. Nachgegangen wird der Frage, ob sich das Kapital in der Globalisierung aus der Bindung mit dem Nationalstaat gelöst hat und welche Rolle dem Nationalstaat im globalen Kräftespiel zukommt. Sind der an Geschwindigkeit zunehmende Abbau sozialer Sicherungssysteme und das verstärkte Auftreten innerimperialistischer Konkurrenzkämpfe um Einflusssphären, Rohstoffe und Absatzmärkte Phänomene, die sich mit der Auflösung des Nationalstaates in der Globalisierung erklären lassen? Und sind es Entwicklungen, die sich mit dem Ruf nach dem Sozialstaat oder der Kontrolle der Finanzmärkte lösen lassen? Eine Bewegung, die sich mit der Regierung einig ist, dass der Kapitalismus nicht das Grundübel ist, sondern lediglich national kontrolliert und sozial gestaltet werden muss, oder blind dem strömungsübergreifenden Konsens vom „ressourcengeilen Weltpolizisten USA“ als eindimensionale Erklärung für geopolitische Neuordnungen und Auseinandersetzungen hinterherläuft, wäre für die Linke kein Gewinn.

IDEOLOGIEKRITIK
Dort, wo innerhalb der globalisierungskritischen Bewegung fundamentalere Opposition gegen das kapitalistische Verwertungsprinzip eingefordert wird, tauchen nicht selten Verschwörungstheorien, längst überwunden geglaubte dichotomisch-antiimperialistische Weltbilder, antisemitische Stereotype und nationalrevolutionäre Querfrontstrategien wieder auf, denen entgegengetreten werden muss.
Wie neben vielen Beispielen auch die jüngste Demonstration gegen die „Sicherheitskonferenz“ in München gezeigt hat, wollen auch Rechtsextreme in Sachen „Globalisierungskritik“ gerne andocken. Wenn sie sich, wie schon in diversen Bundesländern passiert, den Protestzügen anschließen und Parolen wie "Nationale Rebellion gegen die Globalisierung" skandieren, dann reicht es nicht aus, dies allein mit deren taktischem Kalkül zu erklären. Es kommt ihnen entgegen, dass auch Bewegungs-Linke oft nicht in der Lage sind, Kapitalismus als gesellschaftliches Verhältnis zu kritisieren, sondern ihn in die einzelnen Bereiche Staat, Politik und Wirtschaft zerlegen. Das hat die Illusion zur Folge, Staat und Politik könnten den "Raubtierkapitalismus" bändigen. Dort, wo Teile der Bewegung den Nationalstaat gegenüber dem globalisierten Kapital stärken wollen und die Institutionen des Kapitalismus stärker kontrollieren wollen, entstehen in der Außenwirkung fatale Gemeinsamkeiten.
Es geht nicht um die Gleichsetzung linker und rechter Kritik, sondern darum, die Gefahren struktureller Ähnlichkeiten herauszustellen. Obwohl die emanzipativen Motivationen großer Teile der globalisierungskritischen Bewegung denen der extremen Rechten diametral entgegenstehen, sind manche Programmatiken zum Verwechseln ähnlich. Auch relevante Teile der globalisierungskritischen Bewegung preisen die Vorzüge des Lokalen, des Nationalstaats und kritisieren statt des Kapitalismus lediglich die Finanzmärkte und das Geld. An der Börse, da wo mit Geld Geld gemacht wird und mensch reicher werden kann als durch eigener Hände Arbeit, da könne es nicht gerecht zugehen. Nur weil das nicht unbedingt falsch ist, sollte nicht verkannt werden, dass im Kapitalismus jede Arbeit Ware ist, und dass der Handel von Geld sich nicht prinzipiell vom Handel mit Computern oder Karotten unterscheidet. Die Rechte unterteilt hier in "raffendes" und "schaffendes Kapital“.
Wir wollen die Voraussetzungen für blinde Flecken in der politischen Praxis und Theorie der – sehr heterogenen – globalisierungskritischen Bewegung analysieren, die zu Vorfällen führen, wie dem Dulden von Nazis und Antisemiten auf Demos, oder die emotionale, positive Bezugnahme auf bundesdeutsche Regierungspolitik im Konkurrenzkampf mit den USA. Ohne das Erkennen von Schwächen und das Aufbrechen simplifizierender Weltbilder wird es auch für diese Bewegung schwer sein unmöglich sein ihre inhaltlichen Defizite zu überwinden.

KULTUR UND IDENTITÄT

Der Kongress wird zudem sowohl "Globalisierung" als auch die "Antiglobaliserungsbewegung" als Kulturphänomen untersuchen. Die identitären Konzepte einer sozialen Bewegung und ihre Ausdrucksformen sind ebenso Thema wie globale Kommunikationsstrukturen und die Versuche durch kulturelle Renationalisierung und Regionalisierung ein Gegengewicht zur anscheinend alles erdrückenden globalen Kulturindustrie zu setzen.


Diese „Antiglobalisierungsbewegung“ funktioniert als ideelles und organisatorisches Dach, unter das alle schlüpfen können. Je diffuser und inhaltsleerer sie daherkommt, desto größer wird ihre mediale Präsenz und der Selbstbetrug, hier entstünde tatsächlich eine Systemopposition bzw. ein sich neu konstituierendes revolutionäres Subjekt. In einer Zeit, in der neofaschistische Demonstrationen mit „internationalistischen“ Parolen und subkulturellem Habitus durchgeführt werden; in einer Zeit, in der Teile der Linken und Rechtsextreme sich mit der Mehrheit des deutschen Nationalkollektivs einig sind, dass den von der Globalisierung unterdrückten „Völkern“ die Sympathien zu gehören haben; in einer Zeit der kulturellen Renationalisierung als Konzept gegen den angeblichen amerikanischen Kulturimperialismus; in einer Zeit, in der sich ein Großteil der identitätsstiftenden Auseinandersetzung über die sg. Globalisierung auf dem Niveau von Indymedia-Postings bewegt, wollen wir Gegen- und Zustand der globalisierungskritischen Bewegung untersuchen. Wir wollen uns dabei weder als allwissende Vordenker der Antiglobalisierungsbewegung gerieren, noch alle GlobalisierungskritkerInnen als Reaktionäre bezeichnen, sondern einen Beitrag dazu leisten, dass die Linke weiß womit sie es zu tun hat, um dementsprechend innerhalb der Bewegung zu wirken.

@ Fight C. et al

der studierte Yuppie Borst :-P 15.03.2003 - 17:46
Na dann fangt doch ma an, zu klären:

1. Was ist Dogmatismus?

2. Was ist Neoliberalismus?

3. Was ist Globalisierung?

4. Gibt es Wahrheit, die man über gesellschaftliche Phämnomene formulieren kann?

Wenn´s "Euch" zu schwerfällt, dann lasst "Euch" Zeit.

Übrigens, was hier wieder auffällt: Das Ticket "antideutsch" wird jeder missliebigen Person angehafftet. Dann ist alles gesagt, jeder kann seine Projektionen und Sehnsüchte reinpacken. Das gleiche läuft bei "Jude", "Kanacke", "Zigeuner" oder "Schwuchtel" oder auch "Schlampe".

SPOG offenbart sich

15.03.2003 - 17:48
Während es oben noch heisst "Ach, was ist denn Dogmatismus" heisst es nun "was ist denn überhaupt Neoliberalismus". Immer wieder dasselbe: Einziger Inhalt ist Rethorik, Verdrehungen und Umdeutung. Weiter wird die Inhaltsleere mit "könnt ihr das ja nicht mal richtig schreiben" (aufgrund eines Tippfehlers!) verdeckt. Gelingt nur nicht ganz.

Klar, daß Du als Yuppie Neoliberalismus und Gats gut findest. Natürlich traust Du Dich nicht öffentlich zuzugeben, also diese Nebelkerzen: "Ach, was ist denn Dogmatismus" und "was ist denn überhaupt Neoliberalismus".

Da hilft es auch nicht, zum x-tem mal auf Deine pauschalisierten Yuppie-Kampfschriften verweist. Der Text geht an der Realität vorbei und das weisst Du.

wer ist inhaltsleer?

SPOG 15.03.2003 - 18:05
Wenn nicht du? Auf unseren Text entgegnest du es wäre "Rethorik". Nun Rhetorik schreibst sich so und bedeutet so viel wie Redekunst. Du scheinst damit wohl nicht begabt zu sein. Wo steht denn, dass GATS und Neoliberalismus gut wären? Ich warte immer noch auf die Argumentation, versuch doch einfach mal einen Kommentar ohne Beschimpfungen und mit Inhalt zu schreiben.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, Borst und ich wären dieselbe Person. Oder gibt es da jemand, der solche Geschöpfe wie uns in den "Metropolen" Berlin und München steuert?

Ja darauf hab ich gewartet

15.03.2003 - 18:30
"Hach, was ist denn Rethorik"... immer wieder dasselbe Muster. So kannst Du mich von den Vorzügen des Neoliberalismus überzeugen. Naja, macht mal Eure Sektenparty in München. Vielleicht schaut ja der Stoiber vorbei und verrät Euch ein paar Ticks, um mit diesen Linken fertig zu werden.

Borst: Das was Du mir vorwirfst ist Dein Stil: Ihr Antideutschen heftet pauschal allen Leuten "Sterne" an.
"Alle die gegen Krieg sind, sind Nazis", "Globalisierungsgegner meinen eigentlich Israel", und wie Eure Weisheiten alle heissen.

*wartend* auf Antwort

Borst 15.03.2003 - 18:33
dumm di dumm

@ den comment über mir

Borst 15.03.2003 - 18:46
Da schrieb eineR:

"Borst: Das was Du mir vorwirfst ist Dein Stil: Ihr Antideutschen heftet pauschal allen Leuten "Sterne" an.
"Alle die gegen Krieg sind, sind Nazis", "Globalisierungsgegner meinen eigentlich Israel", und wie Eure Weisheiten alle heissen."

Wunderbare Reproduktion bürgerlicher Ideologie. Subsumtion eines Individuums unter ein konstruiertes affirmiertes Kollektiv ("Ihr Antideutschen") und Rück-Anrechnung einiger Aussagen von Teilen dieses Kollektives auf eine Person. Das ist Stigmatisierung. Läuft strukturell wie, wenn man einen "doofen Schwarzen" kennt und daraus schließt, dass alle "Neger" doof sind.

Was noch auffällt, dass dies ohne jeglichen Beweis vorgeht. Wie bei jedem kritikresistenten Ressentiment, welches von seiner irrationalen Existenz an sich lebt. Ich habe solche zitierten Aussagen nicht geäußert und antideutsch habe ich mich nie genannt. Aber wie gesagt, das Ressentiment lebt von solchen Irrationalismen. Als nächstes sagt jemand, dass schon allein die Tatsache, dass ich mich dagegen verwehre, dafür spricht, dass etwas von dem Müll stimmen muss, der gesagt wurde.


ganz einfach

fight communism 15.03.2003 - 18:54
1.) Dogmatismus? Starre Behauptungen ohne Beweis. Ihr habt keine Faken, daher müsst Ihr verdrehen und lügen. Wer nicht so denkt wie Ihr, wird bekämpft.
2.) Neoliberalismus ist eine bestimmte Doktrin/Ideologie innerhalb des Systems. An der konkreten Wirkunsweise des Systems lässt sich das system kritisieren. (Die Erfolge in Mexiko, Argentinien, Italien, Indien usw. geben uns ja recht). Für Dich als Gewinner des systems ist der Neoliberalismus natürlich erstrebenswert.
3.) Globalisierung ist fast dasselbe (hierzu gab und gibt es viele gute Texte bei Indy, Zmag etc.) Als Fremdwort könnte es "Angleichung" bedeuten. Globalisierung als zu kritisirenden Begriff heisst nicht (wie von BIld und Spiegel behauptet) das Zusammenwachsen der Welt zum Dorf. In Wirtschaft/Politik ist das Wort anders besetzt als von dem Mainstream, daher ist das Wort von den meisten Bewegungen nur noch im bestimmten Konext gebräuchlich.
4.) DIE Wahrheit gibts wohl nur für Marxisten und bibeltreue Christen. Was aber möglich ist: Wir können uns ein Modell nehmen, welches unserer Vorstellung von Wahrheit nahekommt. Da Ihr der Ansicht seid, immer recht zu haben, geht Ihr von einer Wahrheit aus, in dessem Besitz Ihr Euch wähnt.

Den Begriff "Antideutsch" hefte ich nicht "missliebigen Personen wie ... Juden" an, sondern konkret Leuten, die eine bestimmte Form des Dominanzkampfes innerhalb der autoritären Linken praktizieren. Wenn wer wem was anheftet, dann Du und Deine Glaubensbrüder. (übrigens könnte Dein Vorwurd antisemitisch gedeutet werden)


So. Nun meine Fragen:

1.) Warum bist Du gegen alternative Ansätze wie Indymedia und Co?
2.) Warum agitierst Du gegen jegliche Bewegung, die kapitalismuskritisch ist?
3.) Warum bist Du nicht in der Lage, ehrlich zu diskutieren?
4.) Was ist Dein Problem an Proteste gegen das GATS? Fändest Du die rasche Einführung gut?

15.03.2003 - 19:02
"Das ist Stigmatisierung. Läuft strukturell wie, wenn man einen "doofen Schwarzen" kennt und daraus schließt, dass alle "Neger" doof sind"
Was sagen Antideutsch so alles?
DIE Friedensbewegung ist so und so
DIE NoGlobals sind so und so (die Ergbisse des München--Kongresses stehen ja schon fest, geladen sind nur bestimmte Redner)
DIE Linken sind alle so und so

und so weiter. Ja echt schlimm diese Subsumtion. Brauchst Du einen Spiegel?

ergebnisse

SPOG II 15.03.2003 - 19:22
"die Ergebnisse des München-Kongresses stehen ja schon fest, geladen sind nur bestimmte Redner"

Wen sollten wir den deiner Meinung nach einladen? Etwa "Fight Communism" oder "anarchia si"?
Der obige Text (den anscheinend keiner liest) belegt wohl, dass die Antworten nicht so feststehen wie hier es manche gerne hätten um ihre Feindbilder bestätigt zu bekommen.

So wahnsinnig abstoßend ist der Kongress wohl nicht, sonst würden sicher die Leute von Attac nicht kommen wollen:
 http://www.attac-muenchen.de/foren/viewtopic.php?t=60&sid=7bcf2a20a3b12808f1e57b2895aa8c13

www.spiel-ohne-grenzen.org

SPOG II 15.03.2003 - 19:36
Natürlich nicht ".de" sondern ".org"

Das ist jedoch kein Ausdruck unserer zugegebenmaßen antinationalen Einstellung, sondern die andere war einfach schon weg.

Ach ja: Die Liste der UnterstützerInnen sollte nu wirklich den Verdacht beseitigen, dass wir reaktionäre neoliberale CSUler sind. Aber Verschwörungstheorienn ist auch eine Veranstaltung auf dem Kongress gewidmet - jetzt weiss ich endlich wie notwendig das ist.

MitveranstalterInnen:
Ak Antisemitismus – AStA der Universität München – r.a.be – Ak Internationale Politik der PDS München – konkret - 17Grad - Phase 2 - Jungle World

UnterstützerInnen:
PDS München - PDS Bayern - Risse - autonome antifa nordost berlin - Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung - HaidhausenKolleg -

und so weiter und so fort...

Globalisierung und so weiter

SPOG 15.03.2003 - 19:36
"Neoliberalismus ist eine bestimmte Doktrin/Ideologie innerhalb des Systems."
Also das, was als Neoliberalismus bezeichnet wird, ist doch nicht nur eine Doktrin, sondern ein aktuelles Phänomen. Diese Beschreibung ist anti-materialistisch.
"An der konkreten Wirkunsweise des Systems lässt sich das system kritisieren."
Und was ist das System, was ist sein Fehler? Wenn du siehst, dass der Neoliberalismus nur eine Erscheinungsform von etwas anderem ist, warum bleibt deine Analyse dann dort stehen?

"(Die Erfolge in Mexiko, Argentinien, Italien, Indien usw. geben uns ja recht)."
Tut mir leid, ich kann da keine großen Erfolge sehen. Die Bauern und Bäuerinnen in Mexiko leben immer noch im Elend, in Argentinien ist sogar das KleinbürgerInnentum abgesackt, und in Indien verhungern immer noch jeden Tag Menschen. Erst wenn es in der sogenannten "3.Welt" keinen Hunger und Elend mehr geben würde, könnte mensch von einem großen Erfolg sprechen.

"Für Dich als Gewinner des systems ist der Neoliberalismus natürlich erstrebenswert."
Du bist genau so Gewinner des Systems. Rede dir da nichts schön. Und StudentInnen wie Borst oder die Kongressvorbereitungsgruppe lassen sich sicher nicht zu den GewinnerInnen von Privatisierung, der Einführung von Studiengebühren und sozialstaatlichen Kürzungen zählen.( Wobei mensch im Gegenzug nicht seine Politik auf außerparlamentarische Sozialdemokratie und Staatsfetischismus beschränken muss)

"Globalisierung ist fast dasselbe.Als Fremdwort könnte es "Angleichung" bedeuten."
Das ist doch das, was als Globalisierung beschrieben wird nicht. Die "3.Welt" gleicht sich eben nicht an die "1.Welt" an, das wäre doch schön. Statt dessen existiert eine strukturelle Ungleichheit zwischen den beiden. Diese gibt es schon seit Anbeginn der "Globalisierung", nämlich seit es das kapitalistische Weltsystem gibt ( ist schon 'ne Weile her).

in foren posten

seltsam 15.03.2003 - 20:02
also in anderen foren kannst du also auch posten spog. und die antworten dort von attac münchen etwa
 http://www.attac-muenchen.de/foren/viewtopic.php?t=60&postdays=0&postorder=asc&start=5&sid=e2ab11fbb743d53ba14f50f114ed7d90
zeigen doch eher unbeholfenheit der kongress-orga überhaupt das thema richtig zu erfassen und zu benennen. ich kann nur hoffen, daß attac dort mit 500 leuten aus halb europa auftaucht, dann sehen die ganzen "autoren" nämlich alt aus. attac-bashing klappt nämlich nur solange wie sich die leute nicht selbst wehren können. daher wurden sie auch nicht beteiligt bisher, oder? ich würde an deren stelle aber eher einen gegenkongress veranstalten um diese hegemonielle verzerrung der selbsternannten linken wortführer zu brechen. wenn die "autoren" sich so gut in der materie der haarspalterei zwischen neoliberalismus und kapitalismus und anderen phänomenen die die meisten menschen synonym benutzen auskennen, warum gibts keine workshops zum thema "was ist gats im unterschied zu trips oder gatt?" oder "welche auswirkungen wird gats auf den 'neoliberalismus' haben und welche auf den 'kapitalismus'? da sind also ein paar leute die ihre standard-themen haben, die selben vorwürfe richten sie an die "friedensbewegung", an die "antiatom-bewegung" und scheinbar an alle anderen vorhandenen oder selbst erdachten bewegungen auch.
mal so nebenbei, meinen die antisemitenjäger nicht, daß gats zum antisemtismus beitragen wird indem nachfolgende generationen sich keine grundlegenden geschichtskenntnisse mehr aneignen werden können weil sie dann zu teuer sind? aber der pawlowsche reflex der antisemitenjäger erzeugt nur kurzfristige feindbilder die nach dem gleichen prinzip wie der antisemitismus selbst funktionieren. herausgreifen einer eh verfemten und unter öffentlichem druck stehenden gruppe, diese zu einem homogenen abstraktum zusammenfügen und dann als gruppe brandmarken.

nochmal

seltsam 15.03.2003 - 20:11
spog 2, wo sind bei den unterstützenden oder beteiligten globalisierungsgegner, globalisierungskritiker, no-globals, internationalistische antikapitalisten oder wie sie alle heißen mögen? ich sehe nach wie vor nur linkskonservative verschiedener couleur die alle ihre gründe haben das status quo aufrechtzuerhalten und um ihren einfluß fürchten angesichts ihrer inhaltlichen und thematischen bedeutungslosigkeit. da ist mir attac wirklich langsam lieber, die schauen nach vorne, behandeln konkrete themen und über starken druck aus auf die regierung und halten sich im gegensatz zu dem kongress von parteien bislang ganz gut fern.

Neoliberalismus

SPOG 15.03.2003 - 20:36
"welche auswirkungen wird gats auf den 'neoliberalismus' haben und welche auf den 'kapitalismus'?"

Das ist falsch rum aufgezogen: GATS ist doch ein Ausdruck des "Neoliberalismus", der wiederrum nur eine bestimmte Politik in der kapitalistischen Weltgesellschaft ist.
Für den Unterschied zwischen GATS und TRIPS, muss mensch keinen Kongress machen, das kann man in vielen Broschüren zum Thema nachlesen. Viel interessanter ist es doch die so was bedingende Warengesellschaft zu analysieren, die es erst möglich macht, dass auch ein genetischer Code zur Ware werden kann. Oder die Frage, warum die WTO oder der IWF so und nicht anders handelt.

Einen guten Text zu verkürzter Kapitalismuskritik habe ich neulich auf Indy gelesen:
 http://germany.indymedia.org/2003/03/43178.shtml
Verkürzte Kapitalismuskritik, sowie Arbeitsverherrlichung werden auf dem Kongress auch behandelt. Eine Kritik der aktuellen Ökonomie wird nicht zu kurz kommen.

@ seltsam

Mistfink 15.03.2003 - 20:37
"also in anderen foren kannst du also auch posten spog. und die antworten dort von attac münchen etwa "

*kopfschüttel* Nee, das war nicht SPOG, sondern der CIA oder Mossad oder die judäo-amerikanische Weltverschwörung. *dollkopfschüttel*

@ fight C.

Borst 15.03.2003 - 21:15
Ganz einfach?

Moment mal, ist das etwa ein Wahrheitsanspruch?

Weiter:

"Dogmatismus? Starre Behauptungen ohne Beweis. Ihr habt keine Faken, daher müsst Ihr verdrehen und lügen. Wer nicht so denkt wie Ihr, wird bekämpft."

Hör endlich auf mit Deinem "Wir". Entweder Du diskutierst mit mir oder wir hören auf. Ich kann nichts für die Entscheidungen und Positionen anderer. Ansonsten kann ich den Ball komplett zurückspielen...oder bekämpfst Du mich gerade nicht? Wieso dann "FIGHT communism"? Ergo bist Du Dogmatiker. So kommen wir nicht weiter.

"2.) Neoliberalismus ist eine bestimmte Doktrin/Ideologie innerhalb des Systems. An der konkreten Wirkunsweise des Systems lässt sich das system kritisieren. (Die Erfolge in Mexiko, Argentinien, Italien, Indien usw. geben uns ja recht). Für Dich als Gewinner des systems ist der Neoliberalismus natürlich erstrebenswert. "

Also ich wusste gar nicht, dass Du weißt, wer ich bin, dass so konkret weißt, dass ich ein Gewinner "des Systems" bin. Erst mal gibt es kein "System". Das Kapitalverhältnis vollzieht sich ja gerade "hinter dem Rücken" der Individuen. Zu Deiner Neoliberalismus-"Kritik" ist ja bereits genug von SPOG gesagt worden.

"3.) Globalisierung ist fast dasselbe (hierzu gab und gibt es viele gute Texte bei Indy, Zmag etc.) Als Fremdwort könnte es "Angleichung" bedeuten. Globalisierung als zu kritisirenden Begriff heisst nicht (wie von BIld und Spiegel behauptet) das Zusammenwachsen der Welt zum Dorf. In Wirtschaft/Politik ist das Wort anders besetzt als von dem Mainstream, daher ist das Wort von den meisten Bewegungen nur noch im bestimmten Konext gebräuchlich."

Versteh ich nicht. Aber Glob. ist nicht das gleiche wie Neoliberalismus, sondern nur ein neues Wort für ein Phänomen, welches sich nach der Erschließung des ehemals sozialistischen Raumes konstituierte. Ok, Neoliberalismus auch, aber nur historisch fiel das etwa zusammen. Liberalisierung fing ja schon vor dem Zusammenbruch der SU und Co an. z.B. in den USA oder GB. Letzendlich ist doch Globalisierung nur die Beschreibung für das Erschließen neuer Märkte und die - da gebe ich Dir recht - sollen bestimmten Interessen angeglichen werden.

"4.) DIE Wahrheit gibts wohl nur für Marxisten und bibeltreue Christen. Was aber möglich ist: Wir können uns ein Modell nehmen, welches unserer Vorstellung von Wahrheit nahekommt. Da Ihr der Ansicht seid, immer recht zu haben, geht Ihr von einer Wahrheit aus, in dessem Besitz Ihr Euch wähnt."

Wer ist denn "Wir"? Übrigens hat diese Aussage schon in sich Wahrheitsanspruch. Auch die Globalisierungs"kritik" hat in sich Wahrheitsanspruch. Wenn es keine Wahrheit gäbe, dann würden wir gar nicht streiten, weil dann ja jeder "seine Meinung" haben könnte und gut. Auch Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus oder Homophobie wären dann einfach Meinungen, die man den Leuten eben lassen muss.

"Den Begriff "Antideutsch" hefte ich nicht "missliebigen Personen wie ... Juden" an, sondern konkret Leuten, die eine bestimmte Form des Dominanzkampfes innerhalb der autoritären Linken praktizieren. Wenn wer wem was anheftet, dann Du und Deine Glaubensbrüder. (übrigens könnte Dein Vorwurd antisemitisch gedeutet werden)"

Mensch, Du weißt echt ne Menge von mir. Ruf mich doch mal an, vielleicht können wir das mal inna Kneipe klären. So sehr, wie Du mich kennst, dürfte meine Telefonnummer ja auch kein Problem sein, oder?

1.) Warum bist Du gegen alternative Ansätze wie Indymedia und Co?

Wo bin ich das? Wo habe ich das geschrieben? Wie war das noch mit den Behauptungen ohne Beweise und Fakten. Nach Deiner Definition bist Du ein Dogmatiker!

2.) Warum agitierst Du gegen jegliche Bewegung, die kapitalismuskritisch ist?

Was ist kapitalismuskritisch? Zudem versuche ich, einen Gegenstand zu klären. Ob die Leute mir zustimmen oder nicht, sollte deren Vernunft entscheiden.

3.) Warum bist Du nicht in der Lage, ehrlich zu diskutieren?
??? Wieso mache ich das nicht.

4.) Was ist Dein Problem an Proteste gegen das GATS? Fändest Du die rasche Einführung gut?

Nö, aber ich reduziere meine Kritik nicht auf einzelne Phänomene und bleibe beim Beharren auf dem Sozialstaat stehen.

ach so

seltsam 15.03.2003 - 21:17
jetzt kommen wir der sacher näher, konkrete auswirkungen des neoliberalismus respektive des kapitalismus kann jedes kind nachlesen und diese sollten auch nicht zur debatte stehen, denn viel wichtiger ist es die "weltgesellschaft" zu erklären. ich meine du willst mich mit theorie beeindrucken und meinst meine kapitalismuskritik sei verkürzt nur weil ich konkrete themen befürworte im gegensatz zu vereinfachten welterklärungen a la "weltgesellschaft"? ich glaube Foucault und die 68er sind an dir vorbeigegangen, oder? schon mal über den gesellschaftsbegriff nachgedacht? oder kennst du nur kritik am begriff volk und den begriff gesellschaft findest du gut?
ich weiß ja nicht warum du mir diese faq empfiehlst aber ich vermute dein elitärer anspruch flüstert dir zu ich sei dir irgendwie untergeordnet und müßte erst belehrt werden?
luxus für alle samt der damit einhergehenden zerstörung der lebenswelt soll also die einzig zeitgemäße kapitalismuskritik sein? aber ist das nicht genau das versprechen des kapitalismus, der luxus? die vernachlässigung der menschlichlichkeit zugunsten von luxus und hedonistischem genuß ist also die beste kapitalismuskritik? da werde ich doch lieber reich, ist weniger aufwand als eine weltrevolution und luxus gibts dann ganz sicher, aber tut mir leid, ich lasse mich ungern vom menschen zum verbraucher reduzieren. nein, danke, mallorca für alle nicht mit mir. der menschlichen entwicklung ist luxus abträglich, für diese einsicht brauchst du nicht nach indien fahren.

@ seltsam

Borst 15.03.2003 - 21:31
"aber ist das nicht genau das versprechen des kapitalismus, der luxus?"

Das ist das Versprechen des Liberalismus, in so Formulierungen wie "persuit of happiness", richtig. Aber das wird ja täglich dementiert durch die Schranken der Freiheit respektive des Eigentums.

"die vernachlässigung der menschlichlichkeit zugunsten von luxus und hedonistischem genuß ist also die beste kapitalismuskritik?"

Was ist denn Menschlichkeit. Jedes Individuum ist unterschiedlich und unterschiedlich in seinen Ansichten usw.! Es geht darum, das Glücksversprechen als solches nicht aufzugeben und in Regression zu verfallen, wie z.B. das Rekurrieren auf "Naturvölker" und damit die Zivilisationsfortschritte zu negieren, die doch die freie Assoziation der Individuen durchaus möglich macht (aber duch die entpersonalisierten Zwänge eben dementiert werden)

"da werde ich doch lieber reich, ist weniger aufwand als eine weltrevolution und luxus gibts dann ganz sicher, aber tut mir leid, ich lasse mich ungern vom menschen zum verbraucher reduzieren."

Hahahahaha. Das bist Du längst, nämlich ein juristisches Subjekt, Anhängsel der Kapitalverwertung - wie ich und alle hier. Das ergibt sich aus bürgerlichen Subjektskonstitution, welche Dich in juristisches Subjekt und Privatperson spaltet. Und das auch ohne GATS.

umfassende kapitalismuskritik

seltsam 15.03.2003 - 21:38
kann nicht allein im raum stehen. kapitalismus ist nur eine unterform von herrschaft. wer also einen anständigen einstieg in eine kapitalismuskritik will, der liest zum beispiel das:
 http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13628/1.html

ein kleiner tip, der autor hat im gegensatz zu selbsternannten eliten wirkliche autorität, er hat ein kleines relativ bekanntes buch geschrieben ;-). außerdem hat er mir was voraus, er liest keine jungle world.

seinem zitat: "Das Ziel kann nur eine gesellschaftliche Selbstverwaltung der vereinigten Individuen sein." kann ich mich bis auf den falschen begriff "gesellschaftliche" anschließen. davon kann sich die konferenz noch eine scheibe abschneiden mit ihrem aufgezwungenen von-oben-herab gestus.

keine menschen

seltsam 15.03.2003 - 21:44
tut mir leid Borst, aber wer von "subjekten" und nicht menschen redet ist mir einfach nur unheimlich. tut mir leid für dich, daß du dir die menschlichkeit hast nehmen lassen, ich für meinen teil kämpfe gegen den alltag um meine zu bewahren und weiterzuentwickeln und da lasse ich mich auch nicht von dir zum "subjekt" erklären auch wenn das schlaue philosophen so praktizieren. der widerstand auf individueller ebene besteht eben darin sich solchen zuschreibungen nicht aufgebend zu fügen so wie du das tust.

@ seltsam

Borst 15.03.2003 - 22:03
1. konstituieren Dich wie mich die Verhältnisse (die natürlich von Menschen gemacht und reproduziert werden, leider unreflektiert) als Subjekte und das ist leider ziemlich real. Das ist nicht meine Erfindung.

2. hast Du immer noch nicht geklärt, was Menschlichkeit sein soll. Und Deine dummen Beleidigungen spar Dir mal lieber.

@seltsam

SPOG 15.03.2003 - 22:30
Ach jetzt komm nicht mit Robert Kurz an. Wenn du wenigstens mit dessem Niveau argumentieren würdest. Dessen Entscheidung nicht mehr für die Jungle zu schreiben, weil diese bellizistisch wäre, ist im übrigen nicht sehr konsequent, wenn er noch für die Konkret schreibt, wo die selben Autoren zu Wort kommen. Der Artikel ist aber keine Einführung in die Kapitalismuskritik. Auch wenn ich so meine Kritik an Kurz habe, so muss ich im zugestehen, dass seine Analyse nicht nur Neoliberalismus und Co. umfasst.

"der widerstand auf individueller ebene besteht eben darin sich solchen zuschreibungen nicht aufgebend zu fügen so wie du das tust."
Tja hier kommt auch wieder der Idealismus durch. Du bist -wie wir alle- ein Subjekt in der bürgerlichen Gesellschaft, auch wenn du dich innerlich noch so dagegen wehrst. Das soll nicht heißen, dass diese Tatsache toll wäre. Dennoch muss sie reflektiert werden und kann nur durch die radikale Veränderung der äußeren Verhältnisse überwunden werden.

Niemand hat hier die Gesellschaft gelobt. Mensch weiß sogar ohne die Lektüre von Foucaults "Überwachen und Strafen", dass diese ein Zwangsverhältnis ist ( das durch die freie Assoziation von Individuen ersetzt werden sollte - und nicht durch eine völkische Gemeinschaft). Eines will ich noch wissen: wo haben denn die 68er die Gesellschaft als solche in Frage gestellt?





auf spog würd ich nicht mehr eingehen

??? 15.03.2003 - 23:10
von dem kommen statt argumente nur "du hast dich verschrieben, also liegst falsch" oder "kurz hat unrecht, weil der anders denkt".
spog hängt bei dieser demagogen-veranstaltung deutscher ideologie-yuppie mit drinne und ist nicht mal in der lage sich inhaltlich zu verteidigen.
hey seltsam: antworte doch auf mich "ieeehhh du hast einen pickel auf der nase!" tolles niveau bei euch kommunisten!

@Fake SPOGIII

SPOG 15.03.2003 - 23:41
Bei dir zeigen sich Ressentiment und Intellektuellenfeindlichkeit. Wir machen einen Kongress und wie bei solchen so üblich steht Theorie und nicht Praxis dort im Vordergrund. Doch ohne Theorie keine Praxis, der AStA macht nebenbei eine Menge an praktischer Arbeit.
Von uns wurde niemand als "Nazi" oder sonst etwas diffamiert.

"Im Anschluss werden in der Innenstadt Linke und Araber gejagt"
Hier ist aber der Gipfel der Denunziation erreicht! Woher bitte schön nimmst du die Information, dass wir rassistisch wären. Ich verweise dich auf den Text einer unserer ReferentInnen:
 http://contextxxi.mediaweb.at/print/schmidinger/islamfeind.html
Antiislamismus als rechtsextremes Ideologieelement (Thomas Schmidinger). Wenn wir so furchtbare RassistInnen wären, würde er wohl kaum kommen,oder?

SPOG ist intellektuellenfeindlich

SPOGIII 15.03.2003 - 23:58
SPOG ist gegen Analyse - er will lieber quasi-religiöse Anbetung. Hinterfragen ist verboten. Blind glauben nennt er "intellektuell". Unglaublich.
Wer die Theorie an der Praxis erprobt und mit in der Praxis erlangten Wissen seine Theorie modifiziert gehört für SPOG wohl an die wand gestellt?
Unglaublich diese Intellektuellenfeindlichkeit der kommunistischen Demagogen!
Mao lässt grüßen, wa SPOG? Habt Ihr die RIM auch eingeladen? Oder dürfen nur Antideutsche Ikonen als Redner kommen?

letzte folge

seltsam 16.03.2003 - 00:15
noch ein paar sachen, tut mir leid, daß ich kein vrzeigeintellektueller bin wie Robert Kurz, aber das ist nicht mein ziel, vielmehr halte ich die überbewertung des intellekts zuungunsten anderer teile der menschlichen existenz für eine krankheit der "westlichen zivilisation".
"...kann nur durch die radikale Veränderung der äußeren Verhältnisse überwunden werden." ist nur eine ausrede für nichtstun und ein messianisches heilsversprechen das jegliches reales politisches wirken blockiert. nach dem motto "wenn der kapitalismus erstmal weg ist, geht es uns allen gut". doch die "subjekte" werden sich auch ohne "bürgerliche gesellschaft" weiter umbringen und unterdrücken solange sie nicht ihr menschliches potential ausschöpfen, das in der westlichen zivilisation völlig verkümmert ist. insofern kann nur die aus eigenem antrieb erreichte emanzipation jedes einzelnen zu einer überwindung unterdrückender systeme und beziehungen führen. die projektion des bösen nach außen ist wie ihr selber erkannt habt "strukturell antisemitisch". das gleiche gilt auch dann wenn kein fixpunkt in einer personenguppe gesucht wird. es ist schlicht neurotisch die eigene menschliche unreife nach außen zu projizieren und jegliche änderung der eigenen lebensweise auf das paradies nach dem kapitalismus zu verlegen. das ist eher eine art machterhaltung vergleichbar mit der katholischen kirche.
und Foucault hat sich explizit an die 68er gewandt und seine systemkritik in die damalige bewegung einfließen lassen. ich werde jetzt nicht das buch heraussuchen und zitieren. er hat sie also unterstützt statt sich über sie zu stellen wie das die konferenz macht. und warum eine konferenz nur theorie sein soll verstehe ich auch nicht, die sozialforen sind ja auch "konferenzen". und was "menschlichkeit" sein soll, das kann ich schlecht erklären, dann fragt doch am besten gleich nach "dem sinn des lebens". was menschlichkeit bedeutet sollten einzelne selbst herausfinden.

konferenz für emanzipatorische linke

seltsam 16.03.2003 - 01:25
und tatsächlich, es gibt sie: "Sozialkritik an den historischen Grenzen des Kapitalismus"
 http://www.giga.or.at/others/krisis/krisis-seminar2003.html
nennt sich aber bescheidenerweise "seminar". gute nacht.

@ all

Borst 16.03.2003 - 11:52
Mal abgesehen von "seltsam" (welcheR wenigstens versucht, sachlich ins Gespräch zu kommen) scheinen die meisten anderen fast schon ein Interesse zu haben, die Zwistigkeit zwischen KritikerInnen der no-globals und diesen selbst zu verschärfen. Wem nützt es? Meine Antwort: dem Staat.

Aber egal, ich will hier nicht auch noch dem Denunziationswahn verfallen. Fakt ist, dass ich praxisorientierte Politik - auch gegen das GATS - grundsätzlich ok finde. Kritik und Selbstreflexion sollten eben nur nicht vernachlässigt werden. Dazu wird der Kongress beitragen. Und ich hoffe auch, dass viele von ATTAC und Co erscheinen werden.

Borst ist ja heute gnädig!

Das musste noch gesagt werden 16.03.2003 - 12:28
Also attac darf dann kommen und sich anhören, was die Antideutschen so über die Bewegung der Bewegungen befinden. Voraussetzung muss aber der deutsche Pass sein. Auf diesem Kongress dürfen nämlich nur deutsche reden, die bitte möglichst die Bewegung nur aus dem "Spiegel" kennen.
Tatsächliche Protagonisten der Bewegung sind höchst unerwünscht, da sie das bereits feststehende Ergebnis gefährden!

Cops against WTO!!!

Fahnenflucht 16.03.2003 - 12:45
Wär doch super wenn die Gewerkschaft der Polizei ein paar Einsatzhundertschaften zur Blockade des nächsten WTO-Gipfel schickt. ;-)

Das muss aber auch noch gesagt werden

Borst 17.03.2003 - 00:35
"Die" Bewegung? Und ich dachte, dass sich hier immer gewehrt wird, also gegen die Aussage, das ganze Spektakel wäre ein homogener Block. Was denn nun?

Ansonsten sind Deine Beleidigungen nicht mehr zu kommentieren, sie sprechen schlichtweg für sich. Die "Protagonisten" können zudem glücklicherweise selbst entscheiden, ob sie kommen, das sind ja Individuen und eben keine Teile eines homogenen Blocks.

Zudem riecht das Rekurrieren auf "Protagonisten" schon fast wieder nach Führungspersonal. Aber das ist ja eh nur Deine Einzelposition.

bla

reisender 17.03.2003 - 02:10
noch nie was von "bewegung der bewegungen" gehört? während diese global vernetzt und hetereogen ist, seid ihr einfach nur eine handvoll deutscher studierender, die die welt aus ihrem deutschen mittel-klasse-blickwinkel sehen. fahr doch mal für einen monat nach lateinamerika und guck dir da alles an. du wirst deine miefige kleinstadt und die ideologien in dieser mit neuen augen sehen!

@reisender

SPOG 17.03.2003 - 10:44
Mehrere Leute der Vorbereitungsgruppe - ich inklusive- waren schon in Lateinamerika. Zu sehen, wie Leute von Subsistenzwirtschaft und in absoluter Armut leben müssen, führte mich zu meiner heutigen Position. Aber wahrscheinlich hast du unseren Text so wie so nicht gelesen, denn da wird so was thematisiert.

Die Vorwürfe "wir" seien Deutsche, "MetropolenbewohnerInnen" und privilegierte StudentInnen und hätten demzufolge nichts zu melden, ist absolut lächerlich. Denn unsere KritikerInnen hier leben genauso in den deutschen "Metropolen" und sind genauso privilegiert, müssen nicht hungern, auch wenn sie nicht an der Uni eingeschrieben sind. Hier zeigt sich die typische paternalistische Antiimptradition, nämlich die eurozentristische Arroganz, mensch könne für die Leute in den "Entwicklungsländern" sprechen und würde ohnehin nur ihre Interessen vertreten. Im Gegensatz zu euch lehnen wir eine solche eurozentristische Arroganz ab, in dem wir das was Antiglobalisierungsbewegung in den "Entwicklungsländern" genannt wird, nicht auf dem Kongress bewerten wollen. Wir maßen uns nicht an für diese Leute zu sprechen, sie in irgendwelche Kollektive einzusortieren oder sonstige Projektionen auf sie zu übertragen.
!Viva SPOG cabrones!
Und klickt doch da mal auf den Link auf unserer Homepage wo iz3w draufsteht.

Na jetzt wirds aber lächerlich

Anti-SPOG 17.03.2003 - 11:37
Willst Du jetzt sagen: "Wir waren in Lateinamerika und wissen jetzt, daß die Bewegung nur aus deutschen Standpunkt betrachtet werden muss"? Wo wart Ihr? Holliday Inn?

Noch mal rekapitulieren:

- Zu Beginn der 90er entstand eine neue Bewegung (Angeregt durch den Aufstand der Zapatistas und Entwicklungen in Italien). Diese Bewegung wuchs und wuchs und schuf eine unglaubliche Dynamik, im Sommer 2001 kam es zu einer ersten Eskalation. Die Bewegung wuchs weiter und auch die Friedensbwegung gehört "irgendwie" dazu.
Das Besondere: Es ist eine "Bewegung der Bewegungen" - global verbetzt und absolut heterogen. Das ist eine wesentliche Stärke, da die Heterogenität nicht unbedingt Beliebigkeit bedeutet.

- In Deutschland gibt es eine extreme Strömung, die sich um 1989/90 aus dem K-Sekten-Spektrum entwickelt hat. Momentan dürften ihr in etwa 200 Studenten angehören, die zumeist zu den finanziell besser gestellten in der Gesellschaft zählen. Diese Studenten lehnen politischen Aktivismus und Veränderungen zumeist ab. Es darf nur geredet werden.

- Diese Studenten veranstalten nun einen Kongress über die "Bewegung der Bewegungen". Aber was ist das für ein Kongress?
Die Referenten kommen fast sämtlichst aus der gehobenen Mittelklasse deutscher Metropolen, die Referenten hängen zum Großteil der selben Ideologie an, wie die Studenten und sind für ihren deutsch-zentristischen Blickwinkel bekannt. Das Programm lässt erahnen, daß die "Ergebnisse" bereits feststehen. Vertreter der Bewegungen werden natürlich nicht als Referenten eingeladen. Wozu auch?

Das Besondere: Die "Bewegung der Bewegungen" wird auf attac reduziert. Die gesamte Bandbreite globaler sozialer Bewegung wird mit Fälschungsabsicht mit einem europa-zetrierten Netzwerk gleichgesetzt, welches ausserhalb Deutschlands und Frankreichs wohl nur mässig Einfluss besitzt. Dasselbe bei der Friedensbewegung: Weltweit sinds Millionen und deutsche Besonderheiten werden pauschal allen übergestülpt. Das ist in etwa so seriös, als wenn ich linke Politik immer mit Pol Pot gleichsetzen würde.

Und hier bei Indy? Da wird auf Argumente gegen die vereinfachende Demagogie mit "Du kannst ja gar nicht recht haben, weil Du Tippfehler machst" oder plattesten Verdrehungen reagiert. All dies ist eine Bestätigung für den üblen Charakter dieser Veranstaltung.
Das dogmatische Beharren auf den einseitigen deutsch-zentrierten Standpunkt und den wirklich grausigen Diskussionsstil ist eine Bestätigung für die immer offenbarer werdenden Absichten dieses sog. "Kongresses".