"Schwestern von überall her, haltet die Welt an, und ändert sie!"

IndyanerINNEN 06.03.2003 12:03 Themen: Gender Kultur Militarismus Weltweit

Globaler Aktionstag von Frauen am 8. März 2003


die entrechteten kennen die wahrheit am besten
denn sie spüren sie am eigenen leibe
tag und nacht ihres leidens
die meisten kriege führen die brüder
die schärfsten schwerter schmieden die schwestern


may ayim


Am 8.März, der von Clara Zetkin zum Internationalen Frauentag erklärt wurde, werden wieder überall auf der Welt Frauen auf die Straße gehen, um für ihre Rechte zu kämpfen. Weltweit haben sich Frauen zum Protest zusammengeschlossen und gemeinsame Forderungen aufgestellt.

  • Wir sagen Nein zu Krieg und Gewalt gegen Frauen.
  • Wir wollen keinen Krieg.
  • Wir wollen keine frauenfeindliche Ungerechtigkeit und Politik!

Der weltweite Protest an diesem Tag richtet sich aber nicht nur gegen Krieg, auch wenn dieses Thema in diesem Jahr eine große Stellung innehat. Ebenso werden Themen wie die Rolle der Frauen, das Schönheitsideal dieser Gesellschaft, Frauen in der Geschichte, Gewalt gegen Frauen und das Geschlechterverhältnis thematisiert und für verschiedenste Aktionen aufgegriffen. Die Rolle der Unterscheidung von sex und gender was sich nur annähernd mit biologischem, chromosomalem und sozialem Geschlecht übersetzen lässt, spielte und spielt in der Frauenbewegung eine große Rolle, denn so konnte gezeigt werden, dass die Zuschreibungen zu den Geschlechtern soziale, und vor allem auch historische Produkte sind, die der Organisation und (Re)produktion kapitalistischer Lebens- und Produktionsweise dienen, und keine biologische und feststehende Kategorien sind. Zudem wollen wir diesen Tag dazu nutzen, Frauen aufzufordern mehr bei indymedia mitzuarbeiten. Nur durch mehr schreibende, recherchierende, erörternde Frauen kann auch mehr von Frauen auf der Seite stehen.


Werdet kreativ im Netz, äußert euch und bedenkt, gerade auch ihr Frauen im virtuellen Raum: "Eure Tastatur ist eine Waffe".

News


Weitere Links, Termine und Infos.

Internationaler Streikaufruf

Die Leichenberge und Menschenopfer für den patriarchalen Moloch des Kapitals wurden seit 1908 immer gigantischer. Und wieder steht die Welt inmitten eines gigantischen Krieges. Der Krieg ist der Meister der Zivilisation und wird von uns allen durch unsere Arbeitskraft und Steuern, die wir zahlen, "gefüttert". Es wird höchste Zeit, diese Welt anzuhalten und zu ändern!

Deshalb rufen die weltweit vernetzen Frauen dazu auf, sich den globalen Militäretat zurückzuholen.

Hier die Streikforderungen, sie richten sich an alle Regierungen:

In den letzten Monaten wurde die Grundforderung des Streiks auf Rückzahlung der Militärhaushalte von allen möglichen Menschen in der dritten Welt und in den industrialisierten Ländern aufgegriffen. Sie waren sich einig, dass selbst das Drohen mit Krieg einen Angriff auf alles Leben auf dem Planeten bedeutet. Das beginnt mit Müttern, die Zugang zu sauberem Trinkwasser, Essen und Sozialunterstützung verlangen, Kriegsveteranen, die wie Millionen andere Menschen bitter den Zugang zu Gesundheitsversorgung brauchen, und geht weiter zu Lohnabhängigen, die durch den Verlust ihrer Arbeitsplätze jede Überlebensmöglichkeit verlieren, bzw. gegen Unterbezahlung und Überstunden kämpfen. Zu Menschen mit Behinderungen, Rentner mit zu kleinen Renten, um in Würde leben zu können, Kindern, denen selbst die Grundschule vorenthalten wird und mittellosen Studenten und Obdachlosen... Alle zeigen vorwurfsvoll auf die über 900 Milliarden jährlicher weltweiter Rüstungsausgaben und fragen: WARUM KOMMEN DIE BEDÜRFNISSE DES MILITÄRS VOR UNSEREN GRUNDBEDÜRFNISSEN?"

Wir sagen Nein zu Krieg und Gewalt gegen Frauen. Wir wollen keinen Krieg und wir wollen keine frauenfeindliche Politik und Ungerechtigkeit!

Mehr Infos zum Streikaufruf

"I am beautiful - das Schönheitsideal in der Gesellschaft"

Es ist wichtig, dass das, was in dieser Gesellschaft als erstrebenswertes äußeres Erscheinungsbild angesehen wird, hinterfragt wird. Es geht darum, auf eine scheinbare "Norm(alität)" hinzuweisen, die Frauen bewusst oder unbewusst bestimmten Zwängen unterwirft, die in unserer Gesellschaft nicht oder kaum hinterfragt wird und die uns ein Bild von richtigen und falschen, schönen und hässlichen, attraktiven und abstoßenden Körpern zeichnet.

Was als schön, attraktiv und richtig bewertet wird, sind weibliche Körper, die bestimmten Idealmaßen gerecht werden. Wir schlagen die Zeitung auf, schalten den Fernseher an oder laufen einfach nur durch die Straßen einer Stadt - beständig sind sie da, als Werbemotiv auf Litfasssäulen oder in Schaufenstern der Einkaufspassagen: Frauenkörper, die uns zum einen zeigen sollen, wie wir auszusehen haben, zum anderen knapp bekleidet der Beflügelung der männlichen Phantasie dienen. Nahezu ausschließlich sind Frauen abgebildet, die den vorher bereits angesprochenen Idealmaßen entsprechen und wir wollen nicht bestreiten, dass es weibliche Körper gibt, die diesem Bild entsprechen - schlank, langbeinig, sowie mit bestimmter Brustgröße und Gesichtszügen. Aber so sehen nicht alle Frauen aus. Es gibt große und kleine Körper, unterschiedliche Brustformen und Gesichtszüge, Menschen, die mehr, andere die weniger wiegen; die Verschiedenheiten sind vielfältig und tragen ebenso wie beispielsweise Charaktereigenschaften oder der Klang der Stimme zur Einzigartigkeit einer jeden Frau bei. Diese Individualität ist wichtig und macht einen Teil vom Wesen der Menschen aus.

Individualität darf keinen wertenden Kategorien unterliegen, die sich an einem regelrechten Zwang zur genormten Attraktivität orientieren. Doch gerade das ist gesellschaftliche Realität, die tief in uns und in unserem Alltag verwurzelt ist. Frauen lernen, sich an einem bestimmten Schönheitsideal zu messen um den Männern im Umfeld, in dem frau sich bewegt zu gefallen statt zu lernen, den eigenen Körper so zu lieben, wie er ist. Früh wird Frauen beigebracht, was als schön oder hässlich gilt und um schön zu sein übernehmen Frauen die ihnen zugedachten Modetrends, muten sich Diäten und Schlankheitspillen zu, die der Wirtschaft einen Profit in Millionenhöhe garantieren und die Frauen weiter von sich selbst entfremden. Das ständige Ziel ist die Anpassung an die herrschende Norm, die Anpassung der Individualität und Körper an ein künstliches, optisches Maß der Dinge, das Andersartigkeit nicht zulässt. Die Folgen dieser Unfreiheit sind Unsicherheit und permanente Unzufriedenheit mit sich selbst, Selbstverleugnung und Versagensängste, Essstörungen und körpörliche Erkrankungen.

Durch die Schaffung und Anerkennung eines weiblichen Schönheitsideals ist eine Situation entstanden, in der Frauen mehr Objekt als Individuum sind. Darüberhinaus wird ausgelacht, verspottet und nicht respektiert, was der "Norm(alität)" nicht zu entsprechen scheint.

Einhergehend mit einem genau definiertem Bild von äußerlicher Attraktivität greifen auch noch andere Ausgrenzungsmechanismen, die beispielsweise sogenannte "behinderte" sowie alte Frauen betreffen oder allgemein diejenigen, die sich nicht in das Schema attraktiv = leistungsfähig = wirtschaftlich verwertbar einfügen.

Die Frage ist, warum dies so geschieht, warum kategorisiert und ausgegrenzt wird, warum genormte Körperhüllen erwartet und Frauen auf diese reduziert werden, was für und weshalb bestimmte Assoziationen damit einhergehen und inwiefern Frauen zu ihrer gesellschaftlichen Rolle erzogen werden - einschließlich allem was dazu gehört.

...und warum die Rollenaufteilung und das Bild der Frauen selbst in der "linken Szene" derart festgefahren ist.

Frauen in der Geschichte

Jede Frauengeneration gewinnt im laufe ihres lebens und aufgrund ihrer eigenen Lebensumstände erkenntnisse über die Unterdrückung, weil aber diese erkenntnisse nicht zum allgemeingut der Kultur werden gelangen sie nicht in die nächste Generation mit dem ergebnis, dass weder Frauen noch Männer etwas über die Frauen wissen die vor ihnen gelebt haben.

In der heutigen Gesellschaft spielt vor Allem die modernere Geschichte eine Rolle, der Teil also, der von Männern dominiert wird. Alles davor wird nach Möglichkeit vergessen und verschwiegen. Aber das ist nicht genug. Selbst innerhalb dieser von Männern dominierten Geschichte werden Frauen, die für ihre Zeitgeschichte relevant waren, zusätzlich vergessen und verschwiegen. Dass hierbei auch die ganz normale, alltägliche Geschichte aller anderen Frauen unter den Tisch fällt ist logisch. So wird der Alltag von Frauen und Familien in Geschichtsbüchern selten erwähnt. Genausowenig spielen die vielen Frauen, die sich schon vor hunderten von Jahren für Rechte von Frauen stark gemacht haben eine Rolle. Selbst wenn die Frau "nur" politisch aktiv war, ohne sich speziellen Frauenthemen zu widmen, wird sie eher verschwiegen als erwähnt. Sollte die Frau dann doch so großes bewirkt haben, dass es nicht zu übersehen war, wurden die Ideen von Männern übernommen und als eigene ausgegeben oder aber der Frau wurde schnell ein männlicher Mentor an die Seite gestellt.

All das klingt irgendwie wie Gedankengut von vor hundert Jahren, doch noch heute ist es so, dass viele Menschen, gerade Männer, überhaupt nichts von der Existenz dieser aktiven Frauen wissen. Doch es ist wichtig sich damit zu beschäftigen gerade auch für Frauen, denn aus dem Hintergrund dieses Jahrhunderte alten Frauenkampfes lässt sich die Kraft schöpfen diesen Kampf weiterzuführen.

Informationen zu den Wurzeln der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert.

Termine

Aktionen am 8. März

Infos

Hier gibts 30 Minuten Audio-Stream zum Thema Krieg.

Hier ist der Flyer zur Party in einem seit sieben Jahren
von Frauen besetzten Haus in Madrid: "Feiern wir die Räume von, für, mit Frauen!"

FIRE (Feminist International Radio Endeavour) das "erste Frauen-Internet-Radio"
sendet Live-Stream bereits am 7. März ab 14 Uhr GMT (also 15 Uhr in der BRD).

Von FIRE ein Live-Stream Interview mit Marge Taniwaki (Aktivistin und Überlebende der US Internierungslager des 2. Weltkriegs in Japan).

Coalition of Women for Peace Israel-Palestine 2003

Der Text des Plakates heisst:

"Wählt nicht den Krieg!!", "Nein zur Gewalt", "Es ist in unseren Händen", "Eure Stimme ist ein Samen für den Frieden", "Für Frauen- und Menschenrechte, soziale und ökonomische Rechte, Frieden und Würde".

Der Text des Plakates ist auf Hebräisch und Arabisch. Das Bild stellt zwei säende Pionierinnen dar. Es wurde zwei Wochen vor den Wahlen im ganzen Land aufgehängt.

Links

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Ergänzungen

anit-pc-spasszwang

schwarze feder 06.03.2003 - 17:12
@ spaß muss sein

überleg mal eher welche zusammenhänge es gibt zwischen spaßzwang, anti-pc und der tatsache, dass es keine profeminisitischen männergruppen mehr gibt.

KEINE MACHT FÜR NIEMAND !

und nicht herrschaftsverschiebung... 06.03.2003 - 17:54

Wer Informationen schändet!

Elvira Sausewind 07.03.2003 - 00:26
Das heißt wer Angst vor Informationen hat, sich an Informationen vergreift (das heißt löscht) sollte nicht von: Keine Macht für Niemand sagen!

Indymedia ist Selbst ein Fall, für die Schwestern Gemeinschaft!

Für Frieden! Für Freiheit! Für Gerechtigkeit! Für Alle! Weltweit!

Eine Tatsache ist einfach!

Julia 07.03.2003 - 01:06
Wer hier nichts mehr sagen darf, wird auf jeden Fall woanders Zuhörer finden, ob nun in Pjön Jang, Beirut, Sierra Leone, Caracas, Mindernao.

darf ich als mann auch zur kundgebung

07.03.2003 - 11:08
am 8.3. um 14 uhr am abschiebeknast Berlin kommen?

Mut & Kraft, Schwestern!!!

Bruder 07.03.2003 - 14:49
Meine Stimme habt ihr, wir Maennas haben ja wohl auf der ganzen Linie versagt, von mir aus seid ihr jetzt mal (wieder) dran!

Als Mann?

07.03.2003 - 15:24
"Darf ich auch als Mann zur Demo"?, fragt der über mir. Dieselbe Frage habe ich mir auch gestellt. Im Demo-Aufruf steht: "frauenlesben auf die straße! -transgender willkommen 13 uhr treffpunkt ostbahnhof". Desweiteren folgen weitere Termine: 14h, 16.30h und 18h demo. Ich würde dass jetzt so verstehen, dass die erste Aktion (13h) nur für frauenlesben und transgender gedacht ist, während sich an den anderen Aktion auch hetero-, bi- und homosexuelle Männer beteiligen können (und sollen?), wenn sie das Recht der Frau auf Befreiung anerkennen, ihre eigenen Positionen weiterentwickeln möchten und an sich selbst den Anspruch stellen, sich nicht-patriachar zu verhalten. Hab ich das richtig verstanden, oder ist es so, dass ich aufgrund meines Geschlechtes und meiner Sexualität von allen Aktionen ausgeschlossen werden würde? Oder ist es so, dass wir gemeinsam als Menschen gegen das Patriachat und die Verschärfung der inneren "Sicherheit" bzw. gegen Unterdrückung insgesamt kämpfen können, wenn wir (auch als Männer) hinter dem Aufruf (Wir brauchen keine großen bruder..." stehen und dessen Inhalte selbst vertreten?

Für sachliche Antworten bin ich dankbar.

Machtnetze sichtbar machen/aufdecken und angreifen!
Unterdrückung und Ausbeutung beenden!
Für den Kommunismus!

Das ist echt arm

Sabine 07.03.2003 - 15:29
..Werdet kreativ im Netz, äußert euch und bedenkt, gerade auch ihr Frauen im virtuellen Raum:
"Eure Tastatur ist eine Waffe".

--> Boh, das finde ich so was von arm. Eimal im Jahr darf Mutti per Tastatur Bambule machen und dann wieder ab an den Herd.

* "Umweltfreundliche Energie und Technologie, die die Stunden, die wir arbeiten, verkürzen. Wir brauchen alle einen Herd, Kühlschraenke, Waschmaschinen, Computer, & Freizeit!"

--> Ist das ein Scherz?????

Bine

In Italien die ersten Aktionen

07.03.2003 - 16:38
In Deutschland undenkbar: In Italien, USA und UK werden viele Aktionen zum Frauentag in Verbindung mit der Antikriegsbewegung durcheführt.
In Deutschland dagegen: 1 Latschdemo und ansonsten bei Indy Kommentare schreiben.

Frauen besetzen Eingang des Verteidigungsministeriums in Rom
 http://de.indymedia.org/2003/03/43473.shtml

Bye, bye, alte Welt

Alexandra 07.03.2003 - 17:42
folgenden text haben wir allen gewidmet, die gern mit kindern und gut leben wollen. er orientiert sich etwas an Nazim Hikmet:

Bye, bye, alte Welt –
verlassen wir die Tretmühle des Terrors und der Kriege !


Laßt uns den Kindern die Erde schenken, nicht nur für einen Tag –
wir werden zu Geschwistern jenseits der Konkurrenz und aller Nationen
die sich Schönes füreinander schenken.
Dann wird es Glück und Frieden geben
und wir lernen das Spiel und nicht mehr das Siegen.
Dann wird die Welt nicht nur wieder bewohnbar,
sondern auch rund und bunt!

Solange ERwachsene: Ökonomen, Politiker, Bürokraten, NationalpädagogInnen, ER-zieherInnen bestimmen, wie die Gesellschaft und Welt auszusehen hat, was getan werden muß, um die „Krise in den Griff“ zu bekommen und sogar wieder propagieren, daß Arbeit frei macht, wird weiterhin Liebe und Menschenwürde niedergewalzt, wird die Welt zu Big Brother’s Mattscheibe, werden „Rosenkriege“ provoziert und auch der K(r)ampf um’s Kind nicht nur mit juristischen Degensätzen ausgefochten.

Das Resultat davon: die Kindheit wird ausgelöscht und unsere Kinder vergreisen noch vor der Pubertät im erstarrten Bann der alten Welt, in der das „jede(r) gegen jede(n)“, die Niedertracht, der Egoismus, der Machtwahn und der nationalistische Kameradschaftsstolz blühen. Menschen werden zu brauchbarem und unbrauchbarem Menschenmaterial und Verschiebemasse gemacht, die als Versuchskaninchen neuer Waffensysteme der Kollateralschadenkriege derer gemacht werden, die in seniler Demenz weiterhin Ärzte am Totenbett des Kapitals „spielen“ wollen und in ihrer Senilität mehr in den Tod statt in das Leben investieren. Dies führt dazu, daß noch vor den Müttern die Töchter sterben und vor den Vätern die Söhne. Das wollen und können wir nicht mehr hinnehmen!
Wir sprechen hiermit deshalb allen Ökonomen und Politikern samt ihren BeamtInnen das Recht ab, über uns und unser Leben zu bestimmen! Wir wollen die Gesetze, die uns zu Arbeits- und Stimmvieh machen nicht mehr anerkennen! Wir wollen die menschenverachtende Gesellschaft der irrationalen Kapitalverwertung und ihres Staates nicht mehr hinnehmen!

Doch was können wir tun?
Tun wir doch einfach das, was die Kinder uns vorleben: Knüpfen wir Freundschaft statt Kriege zu planen! Verlassen wir die Welt der Ökonomie, Politik und ihre menschenverachtende Gewalt und gründen Netzwerke hin zur gut organisierten Menschlichkeit!
Wir verweigern uns und leisten täglichen zivilen Ungehorsam! Da diese Gesellschaft nachweislich krank ist, sollten wir uns dazu stehen und nicht mehr arbeiten! Wir sind arbeitsunfähig gemacht worden! Wir schreiben uns deshalb ab sofort krank, um uns und der Gesellschaft langfristig und nachhaltig zur Gesundheit zu verhelfen! Und hören wir ab sofort auf Steuern für diesen kranken Staat zu zahlen! Laßt uns lieber unsere bereits gezahlten Steuern (incl. Mehrwertsteuern) zurückfordern und investieren wir sie in die Zukunft von uns und unseren Kindern! Nehmen wir nicht mehr hin, daß tagtäglich Menschen zu „Kollateralschäden“, obdachlos gemacht, hungern und deportiert werden sowie Kinder ihrer Eltern beraubt werden! Laßt uns die Mittel (und das bedeutet in erster Instanz unsere eigenen Handlungsfähigkeiten!) für eine neue Produktions- und Lebensweise entdecken und ausbauen! Laßt uns unsere produktiven Energien bündeln für eine neue Welt, in der die Kinder und ihre Bedürfnisse (damit auch unsere) im Zentrum stehen!!! Wir sind schon angefangen, unsere nationalen Pässe zu verbrennen und den Weltpaß zu benutzen sowie mit Freundschaftstickets in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und darin für menschliche Verkehrsverhältnisse zu werben und miteinander auf neue Weise zu kommunizieren. Jetzt müssen und sollten wir dazu übergehen, uns die Wohnungen, in denen wir leben anzueignen und zu Tausenden aufhören, die Miete zu zahlen. Dann würden wir zu „Hausfrauen“, die die gesamte Welt für uns alle wieder zu einem bewohnbaren Planeten machen!

frauen für eine humane zukunft und menschliche emanzipation
email:  human_emancipation@gmx.net

wir treffen uns vorerst jeden Sonntag um 17 Uhr im Nachbarschaftsladen „Lante“, Weisestr. 53 ,
Uhbf. Boddinstr. und Ihr seid herzlich eingeladen, dort mit uns zu kommunizieren

@Bine

Sarah 07.03.2003 - 17:47
Du magst über die Forderungen spotten, doch z.B. würden auch gern Flüchtlinge einen PC haben. Lieber als einen Fernseher. Und ob Du es glauben willst oder nicht: weltweit arbeiten die meisten Frauen als sog. Hausfrauen unter miesem Lohn und mit wenig Technologie. Könnte es sein, daß Du über Deinen Bauchnabel nicht hinausschauen kannst?

Auf jeden Fall!

Cleo 07.03.2003 - 19:06
Wenn wir mit den Nord Koreanischen Schwestern zusammen mal Tief einatmen, hängt und Onkel George incl. seinem Reich des Bösen, quer unter der Nase!
Aber wer will schon Tief einatmen, bei dieser Luftverschmutzung?

Geschichte zum Weltfrauentag

07.03.2003 - 19:41

Warum es nicht reicht...

Geschichte zum Weltfrauentag 07.03.2003 - 19:52
patriarchale Logik konsequent zuendezuführen-oder:
Die Frau ist ein Gefäß

Um Beleidigungsklagen zu vermeiden,haben wir der Geschichte,die auf dem Papier steht,eine dialogische Struktur gegeben.Sie hat im Original ein befreiendes Ende,
in der Ergänzung wird sie kritisch.

Er:Manche Frauen sind wie eine Vase.Mann muß sie nur hinstellen,sie wirken .Man muß nur eine Blume hineinstellen.
Manche Frauen sind wie ein Kochtopf.Man muß Nahrungsmittel hineintun.
Manche Frauen sind wie eine Waschschüssel,wenn man dreckig ist,steigt man hinein,und ist hinterher sauber.
Manche Frauen sind wie eine Wäscheschüssel,man kann Wäsche reinschmeißen.

Sie:Dann ist logischerweise der Mann wie eine Blume.
er ist wie Nahrungsmittel(Fat,vegetable,Ketcher...),er ist dreckig und muß immer Wäsche reinschmeissen.

Sie kommt besser

07.03.2003 - 20:01
wenn mensch sie laut liest,Koma.

indyanerINNEN...

"indianerin" 08.03.2003 - 14:19
hallo

musstet ihr euch ausgerechnet "indyanerINNEN" nennen ?
nicht das ich den guten inhalt des beitrags angreifen wollte. aber, bitte etwas mehr consciousness in der beziehung. auch wenn ich bestimmt niemand bin, der an jedem namen/begriff rummeckert, das ist doch ein bisschen heftig. habt ihr zuviel john wayne geguckt !?
DAS IST EIN RASSISTISCHER BEGRIFF ! AUCH WENN DAS EIN WORTSPIEL IST UND DAS "I" MIT EINEM "Y" ERSETZT WURDE. ich will sowas nicht mehr sehen, genausowenig wie ich in der szene noch eine "indianer"-faschingsparty miterleben will.
als indigena protestiere ich gegen solche gedankenlosigkeit und bitte euch , darüber mal nachzudenken.
allen einen schönen 8.märz.

"Indianerin"

Danke

Ruth 10.03.2003 - 08:27
Erstmal: Danke Frauen für die tolle Startseite mit den Links und alles!!!!!!!!! Finde ich super. Jetzt muss natürlich weiter gemacht werden. Leider sind wir ja hier noch nicht so ganz Streikfähig in Germany, oder was ....? Jedenfalls haben sich auf beiden Demos inBerlin auch auf den FrauenStreik 94 berufen, auch wenn das nur ein Anfang war: immerhin hatte ich damals mit der Brasilianischen Freundin schon gesehen, dass die ganze Scheisse mit demneoliberalen Kapitalismus zum globalisierten kriegssystem führen würde und deswegen hatte ich zum Abschluss eine Aufforderung zum globalen Frauenstreik an alle möglichen Frauenadressen rausgefaxt ( war damals noch die Technik) und die Idee ist doch dann 3 Jahre Später von Frauen aufgenommen worden und nun hatten sie zum 4. mal den globalwomenstrike 8 m. Also ich finde da sollte wir weiter dran bauen, so dass es nächstes mal viel mehr ist. Und: es sollte einfach werden, dass frauenangeführte-FrauenLesben bzw. antipatriarchats Demos mehrere Blocks haben können: forne die Frauen, dann ein Queer block für alle verschiedenen nicht straighten Genders und danach können ja dann auch noch die mitlaufen, die straighte antipatriarchale Sympatisanten/innen sind. Was meint ihr? Für die reinen Frauendemos könnten wir ja dann den Begriff autonome Frauendemo behalten,dann weiß jede/r was gemeint ist. Auf den gemischteren Frauenangeführten Demos sollte es dann aber auch sonnenklar sein, dass es keine blöde Anmache von Typen geben darf, sondern das Respekt herrscht für die antipatriarchalen Anliegem der Frauen. schließlich haben wir meist so blöde Faschos, die uns nerfen, wie auch wieder am 8. März in Berlin. Die Bullen sind ja bekanntlich nicht so dsehr gegen diese Gestalten, sondern schützen die vor unserer feministischen "Provokation".

Für die globalwomenstrike8m weitere Vorbereitung haben wir ab demnächst, soweit wir das immer schaffen: sonntags FrauenStreikkaffee ab 17.00 Uhr in der Lunte, Weisestr. 53, U-Boddinstr.. Wenn es läuft wollen wir dann da auch Frauenkiezküche installieren, gesurft werden kann.....Kommt und macht mit!!! Der Frauentauschring kann dort aUCH seinen tauschdienst haben und ihr könnt euch überlegen, ob ihr eintretet etc..

Bis denne

Ruth

@Sarah

Bine 10.03.2003 - 12:32
Hi Sarah,
doch ich kann sehr gut über meinen schnukeligen Bauchnabel gucken!

Deshalb habe ich es ja geschrieben, Dieses 'Waffe am PC' Geschwafel geht mir echt auf die Birne. Damit ändern wir nix. Ich habe es satt ständig zu diskutieren , sich zu vernetzen, sich auszutauschen, Plakate zu malen, Strategiepapiere zu entwerfen und sie dann in den Müll zu verwerfen.

Wir brauchen Aktionen, Aktionen und noch einmal Aktionen, Und jetzt frage mich bitte nicht was das sein soll, das überlasse ich Deinen Vorstellungen.

Alles liebe,
Bine

Ich habe viele Vorstellungen

Sarah @ Bine 10.03.2003 - 13:15
Ich habe auch mehr Phantasie, was Aktivitäten betrifft. Aber dazu waren/sind die Frauen halt momentan nicht bereit... Ich habe auch schon öfter an's Auswandern gedacht...

Miss-Take(s)?

Sarah 10.03.2003 - 19:19
Im Bericht über die Demonstration in London sind einige Fehler enthalten. Ich versuchte dies direkt auf der Seite zu korrigieren, was jedoch nicht gelang.

Hier deshalb mein Schreiben an die Gruppen des global women's strike, dessen links auch auf dieser Seite angegeben wurden:

> Dear Sisters and Friends,
>
> Indymedia reports of Global Women's Strike events on 8 March 2003
>
> News is coming in from around the world of fantastic anti-war events,
> speakouts and other Strike activities - fuller reports will follow. For
> now, FOR LOVELY PHOTOS AND REPORT OF Marches in London and Los Angeles
> PLEASE LOOK AT THE UK INDYMEDIA SITE (details below).
> Link for London March on home page (which has a lovely photo of the Strike
> banner on it):
>
>  http://uk.indymedia.org


I could'nt post that inside indymedia because I tried to correct it:

Wrong:
"in Iraq, the genocide has continued for the last 12 years, with around 23
million people dead thanks to the economic sanctions. Women have seen the
devastation left by US chemical weapons especially in Kurdish Iraq."

see:
 http://uk.indymedia.org:8081/front.php3?article_id=56457&group=webcast

I think it is not good to speak about 23 million killed people in Irak.
Nobody will trust you any more about the facts, if you are writing such stupid "facts" which are not true. And there is another hard mistake and desinformation:

The poison-gas which killed the Kurds was produced with german help - not by the USA!!!
 http://www.kakm.de/1/halabja.htm

And the arm-industry and government of Germany never stopped to deliver mass-destructions means to Saddam Hussein and other arabish countries who are repressing our sisters. Our protest and strike-ambitions (in Germany) are founded on the ackowledge, that Gerhard Schröder is no peace-maker! The war today is a war for world-hegemony and geo-strategy to control "Eurasia". And the EU (Europe) - specially the government of Germany and France want to control this region too. So we have to criticize not only the government of USA. We -
specially in Europe - have the priority to stop that german government with its hypocritical peace-attitudes! This government is throwing oil into the fire of war !

video zum Internationalen Weltfrauentag

anarchobabe 10.03.2003 - 23:54
Hier gibt es ein Video zum Thema Internationaler Wletfrauentag. Produziert wurde das Video beim Camcorder Guerilla Weekend, welches in Glasgow vom 7.-9-Maerz stattfand. Das Video ist eine Minute lang und entstand am 8. Maerz bei einem Workshop mit Undercurrents, I-contact, Cultureshop und anderen Filmemachern, in einer Gruppe von 10 AktivistInnen. Es hatte schon seine Uraufführung im Glasgow Film Theatre am 9.März vor dem Hauptfilm "Blue Vinyl".
Wir bedanken uns bei Indymedia North Carolina für das Hosting unserer Videos.
 http://chapelhill.indymedia.org/uploads/hat.ram

anarchobabe
Indymedia Scotland

direkter Link

anarchobabe 11.03.2003 - 00:08
Der Link zum Glück:
 http://nc.indymedia.org/news/2003/03/2803.php
falls es sich oben nicht im RealPlayer öfffnet.