Eindrücke vom Antideutschen Berliner Bündnis mit der NPD

Sektenbeauftragter 23.02.2003 22:58 Themen: Antifa
Oder Kurzbericht von der Bahamas Veranstaltung am 14.02.2003 in der TU-Berlin: Titel der Veranstaltung: No Peace for Saddam, Fight Old Europe

Veranstalter: Justus Wertmüller, Redaktion Bahamas, Tjark Kunstreich, Berliner Bündnis gegen IG Farben, ASTA TU Berlin
Mobilisiert hatten gemeinsam das Berliner Bündnis gegen IG Farben in der Person Tjark Kunstreichs, sowie die Redaktion Bahamas in der Person Justus Wertmüllers und der ASTA der TU. Es ging gegen die "Friedensvolksgemeinschaft- von SPD bis Hisbollah", die am nächsten Tag bei der bundesweiten "Kein Krieg im Irak" -Demonstration den Schulterschluss von NPD über Grün bis zu den islamischfaschistischen Massen proben wollten. Das Eingangsreferat von Tjark Kunstreich beschäftigte sich in reichlich weinerlichem Ton mit eben diesem Gesamtkonstrukt. Für die Entlarvung des besonders Bösen und Antisemitischen in der deutschen Seele reihte er in wirrer Folge Zitate von deutschen Schauspielern und TV Moderatoren aneinander. Diese belegten seiner Meinung nach, dass das eigentliche Ziel dieser Gemeinschaft der Angriff auf den Staat Israel sei, den der "Giftgasonkel Saddam" durchführen wolle und den die deutsche Gemeinschaft schon im vorhinein rechtfertigen wolle.

Dies war die Einleitung zum eigentlichen Star des Abends, die notorische, kettenrauchende Großdiva der Antideutschen Justus Wertmüller. Dieser begann sein Referat mit einem Artikel aus der Berliner Zeitung, die ihm ein Antideutscher Warnmelder per e-mail geschickt hatte: "Der zufällige Tod der Nadine Wünsch".
Zunächst fragte Wertmüller ob jemand diese Nadine Wünsch, oder den Schreiber des Artikels Alexander Osang kennen würde, als dies niemand bejahte, wollte er dem Publikum nun Gelegenheit geben, sie darüber zu informieren. Nadine Wünsch sei ein deutsches Au-Pair Mädchen gewesen, dass in New York von einem LKW tödlich erfasst wurde. Nun müsse man sich fragen warum das passiert sei, sei das einfach das Recht des Stärkeren gewesen, dass da durchgesetzt wurde oder sei das einfach mal wieder ein
blondes deutsches Mädel weniger? Anerkennendes Gelächter. Warum dieses Mitleid mit Nadine Wünsch? "War das einfach mal so ein richtig dickes Ding, was da in ein deutsches Mädel gefahren ist, so wie da auch ein dickes Ding in den deutschen Aussenminister gefahren ist, der wird ja auch immer fetter!" Grölendes Gelächter im Publikum. (Der ebenfalls übergewichtige Kunstreich konnte hier nicht recht mitlachen). Aber eigentlich beschäftige sich der Artikel ja mit der Tatsache, warum in den USA niemand um Nadine Wünsch trauern würde und das hätte ja sehr wohl mit der deutschen Volksseele zu tun, wie der Redakteur Osang
selbstmitleidsvoll bemängeln würde. Ebendies hätte seinen guten Grund, denn wer wolle schon mit den hässlichen Deutschen zusammengebracht werden, auch, so fügt Wertmüller hinzu, wenn es sich um ein appetitliches deutsches Au-Pair Mädchen handeln würde. Das löste Kichern in den antideutschen Reihen aus. Der weitere Vortrag beschäftigte sich immer mit anzüglichen, sexualisierten Rekursionen auf Nadine Wünsch mit dem Verhältnis zwischen Volksdeutschen und den USA und fand bald seine Überleitung zu den ersten Antifaschisten in Europa, den Briten und mit ihnen Winston Churchill. Die ersten Berichte über die Existenz von Auschwitz kämen immerhin aus England und überhaupt wäre der Unterschied zwischen den Russen und Briten der, dass die Briten weniger Kommunisten umgebracht hätten. Daran schloss sich eine längere Lobrede auf Churchill und seine Verdienste an. Das größte Verdienst der Engländer aber wären die Bombennächte gewesen. Seine Freude über die Bombentoten, brachte er unter anderem damit zum Ausdruck, dass diese einigen Deutschen ja
kuschelige Bunkernächte beschert hätten, wo sich so mancher nahe
gekommen sei. Ansonsten hätte alleine der Durchhaltewille der deutschen Bevölkerung diese Bombardierungen notwendig gemacht. Hernach zitierte er ausgiebig aus Jörg Friedrichs Bestseller "Der Brand", das sich mit dem britischen Bombenkrieg 1940-45 beschäftigt und kommt zu dem Schluss, dass es sich um ein Nazi-Buch handele. Dies belegte er unter anderem mit Zitaten, in welchen der Bombeneinschlag auf ein Heim für behinderte Kinder geschildert wird, mit dem Verweis, dass kein Wort zu der Vernichtung unwerten Lebens durch die Nazis darin stehe. Diese gelogene Behauptung (J. Friedrichs geht hier sehr wohl drauf ein, offensichtlich aber nicht im antideutschen Sinne) hält Wertmüller dann aber nicht ab, sich selber über Geisteskranke lustig zu machen. Er zitiert unter anschwellendem Hohngelächter Passagen aus dem Buch, in denen beschrieben
wird, welches die Bedingungen für deutsche Flüchtlinge aus dem Osten waren, die sich auf Schiffe vor Usedom geflüchtet hatten. Während diese Bedingungen, die anwesenden Antideutschen schon sehr belustigten, war es dann vollends um sie geschehen als Wertmüller folgendes Zitat von sich gab: "Und dort eng aneinander gekauert in Stroh und Dreck vor sich hin
vegetierend, befand sich unter ihnen ein schwachsinniges Mädchen, das unablässig vor sich hinsabberte". Johlendes Gelächter im Saal. Kern des Buches von Friedrichs ist eine Kritik am "moral bombing" der Briten, das eben absichtlich gegen die Zivilbevölkerung gerichtet war. Eben dieses rechtfertigte Wertmüller dann sehr wortreich und sprach sich für ein "moral bombing" des Irak aus, das sich allein dann schon lohne, wenn ein
einziger SS-Scherge Saddams die Waffen strecke.

Danach gab es keine Diskussion, denn gegen den Sektenchef durfte ja nun keiner was sagen. Wertmüller empfahl dann, dass sich alle von denjenigen falschen Freunden trennen sollten, die beispielsweise am nächsten Tag zu der Friedensdemonstration gehen würden. Ein Antideutscher meldete sich noch zu Wort und sagte, er würde aber gar keinen kennen, der da hingehen
würde, was ihm ein mildtätiges Lächeln seines Sektenführers einbrachte.

Antideutscher Kommunismus = Unterstützung für die NPD

Da dann niemand etwas sagen wollte, schliesslich war man mit gerade 50 BesucherInnen reichlich unter sich, ergriff Tjark Kunstreich das Wort, rief zur antideutschen Pro- Kriegsdemonstration am nächsten Tag auf. Wichtiger noch war ihm, "alle Antifas eindringlich davor zu warnen, am nächsten Tag irgend etwas gegen Nazis zu unternehmen". Bekanntermaßen
hatte die NPD sich mit bis zu 400 KundgebungsteilnehmerInnen für die Friedenskundgebung angesagt. Auch von anderen rechtsextremen Gruppen gab es Aufrufe, sich hieran zu beteiligen. Hierauf hatten sich bereits mehrere antifaschistische Gruppen vorbereitet, mit Auseinandersetzungen konnte gerechnet werden. Mit dem Aufruf, den Nazis nichts zu tun, glaubte er am nächsten Tag, die deutsche Fratze entlarven zu können.

Für diesen Aufruf und für das Eintreten der Bombardierung Iraks
ernteten sie kräftigen Applaus. Ende der Veranstaltung. Danach gings weiter in die belebte Wiener Strasse in Kreuzberg, wo man die antideutsche Stammkneipe "Advena" aufsuchte. Nach mehreren Weizenbieren, die wie immer im Kreise gerade nicht mehr minderjähriger Frauen eingenommen wurden, gab dann Justus noch einige Araberwitze zum Besten.
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Ergänzungen

Der Mann der Bei "Bild" Hans Esser

24.02.2003 - 00:08
Das ist ja alles hochspannend. Ausgerechnet die Bahamas und das Bündnis gegen IG Farben in die Nähe der NPD zu dellirieren, gibt der Sache aber eine besonders witzige Note.
Ich stelle mir gerade vor wie besagter Enthüller unter dem Tisch in der Advena sitzt und die "Ararberwitze" Justus´ mit stenograpiert.
Diejenigen in die Nähe von Nazis zu rücken, die deren Positionen auf´s schärftste verurteilen, dafür aber nicht darauf einzugehen, dass eben jene Friedensbewegung, der der Schreiber wahrscheinlich nahe steht, überhaupt keine Probleme hat, mit Nazis gemeinsam auf die Straße zu gehen, zeigt schon, wie verworren derjenige sein muß.
Aber: Quod erst expectandum!



.

herrenmenschen andersrum

24.02.2003 - 00:34
zum buch "der brand" bin ich anderer meinung als der autor... deutsche täter sind nunmal keine opfer.
wenn es allerdings um die "antideutschen" rassisten geht, dann frage ich mich doch, wie mensch sich allen ernstes auf die seite derer stellen kann, die anderen menschen aufgrund ihrer staatsangehörigkeit, wie hier dem deutschen au-pair-mädchen, das lebensrecht absprechen.
im grunde ist das verhalten dieser leute nichts anderes, als sich selbst als höherwertiges leben gegenüber den minderwertigen "deutschen" hinzustellen. das ist rasse-denken, das ist faschismus.
sich als links zu bezeichnen und dann gleichzeitig offen sexistisch und rassistisch andere menschen zu diffarmieren... wie blöd seid ihr eigentlich?
gegen-rassismus ist auch rassismus, und nichts anderes betreiben die sog. "antideutschen".
kampf gegen rassismus heißt immer auch kampf gegen sexismus, aber das scheinen viele vergessen zu haben...
nie wieder deutschland! nie wieder antideutsche kommunisten!

jaja

24.02.2003 - 00:40
"dafür aber nicht darauf einzugehen, dass eben jene Friedensbewegung, der der Schreiber wahrscheinlich nahe steht, überhaupt keine Probleme hat, mit Nazis gemeinsam auf die Straße zu gehen, zeigt schon, wie verworren derjenige sein muß. "


bei aller kritik an der friedensbewegung :
sie hat sehr wohl probleme, mit nazis auf die straße zu gehen,

außerdem ging es dem verfasser obigen textes darum, die verhinderung antifaschistischer aktivitäten durch antideutsche zu benennen.
aber für diese ist npd ja dasselbe wie friedensbewegung...

debatte zwecklos...

die antifa ist wieder da, trallaa

24.02.2003 - 02:19
hi antideutsche, euer einlass wird wohl immer nachlässiger...

Anti-AntiDeutsche watching the enemy.

@Hans-Esser-Kritiker

Sarah 24.02.2003 - 02:22
Du schriebest:

"Das ist ja alles hochspannend. Ausgerechnet die Bahamas und das Bündnis gegen IG Farben in die Nähe der NPD zu dellirieren, gibt der Sache aber eine besonders witzige Note."

Bitte reflektieren: Früher hatte die "Bahamas" noch "Antifa heisst Angriff" auf ihre Fahnen geschrieben. Und wie soll das gedeutet werden, wenn sie nun Zurückhaltung predigen? Aber da ich die Pappenheimer und ihre historische Tradition kenne: das ist purer Stalinismus (und daher kommen sie ja auch - sie mussten sich durch die Tücken der Historie 1989 vom "proletarischen Vaterland Sowjetunion" verabschieden und sich ein neues Land gesucht: Israel. Und haben dann einen Schnelldurchgang via Adorno gemacht, den sie aber auch nicht verstanden haben...

Stalin bzw. die durchstalinisierte KPD hat den deutschen Nationalsozialismus erst möglich gemacht. Durch die "Sozialimperialismus"ideologie wurde die Sozialdemokratie als Hauptfeind hochstilisiert, was bekanntlich zu Bündnissen zwischen KPD und NSDAP führte (unter anderem auch in Streiks bzw. Nazis und "Kommunisten" haben gemeinsam SPD-Versammlungen gestürmt...)
Stalin hat zuerst die faschistische Bewegung verharmlost und dann aus seinem Irrtum die Parole gemacht: Wenn die Nazis an der Macht sind, wird auch der Widerstand in der Arbeiterschaft wachsen...

Zu diesem Thema gibt es bekanntlich ganze Bibliotheken. Auch und gerade Leo Trotzki hat dazu gute Analysen geliefert.
Interessant ist auch: "Tagebuch der Hölle" von M. Krebs/J. Valtin (gibts als preiswerten Neudruck inzwischen)

Doch allein die Tatsache, dass die "Antideutschen" die Antikriegsbewegung bzw. Linke und Antifa spalten und schwächen sowie unglaubliche Verwirrung in der Linken stiften, sorgt dafür, dass der bürgerliche Block incl. Nazis stärker werden können.

Im übrigen hat auch die DDR Nazis von ihrer Seite aus in den Westen eingeschleust, damit sie den "antifaschistischen Schutzwall" rechtfertigen können (einer von diesen Typen hätte mich fast mal erwischt und kalt gemacht..)

Und die "Bahamas" handelt nun im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Sie haben behauptet: "Hinter dem Schrei nach Frieden verschanzen sich die Mörder" und diese fixe Wahnvorstellung wollen sie nun auch materialisiert sehen.
Wie sie arbeiten übrigens die Geheimdienste!

@"Esser-Kritiker"

Bernd 24.02.2003 - 02:41
blabla..."überhaupt keine Probleme hat, mit Nazis gemeinsam auf die Straße zu gehen, zeigt schon, wie verworren derjenige sein muß."

Es war so, dass Kommunisten und Antifas gegen die Rechten vorgegangen sind.
Die Friedensbewegung ist sehr kritikwürdig. Aber die Anti-Deutschen scheinen zu keiner wirklichen und aufhebenden Kritik fähig zu sein.

Hier ist eine weitergehende Kritik z.B. an der Phrase "Kein Blut für Öl":
 http://de.indymedia.org/2003/02/42564.shtml
(bitte weiter unten lesen)

hit the beat

master blaster 24.02.2003 - 03:10
Der Titel dieses Berichtes ist eine Riesenschweinerei, er sollte deshalb am Besten gelöscht werden oder der Titel verändert. Interessant ist allerdings, daß der Sektenbeauftragte nicht einmal reflektiert, warum es denn überhaupt dazu kommen muß, daß Tjark Kunstreich überhaupt auf das Thema Nazis auf der Friedensdemo kommen mußte, nämlich warum diese Nazis denn Gemeinsamkeiten mit den anderen Teilnehmern dieser Friedensdemo haben(darunter, das wette ich mal ganz frech, bestimmt auch der Sektenbeauftragte). Oder hat er es gar bedauert, daß die Teilnahme der Nazis verdeutlicht wurde, und er nichtganz heimlich mit seinen Freunden von der NPD demonstrieren konnte, die Nähe zu ihnen beweist er ganz eindeutig mit seiner Wortwahl. Es sei ihm die Lektüre des Werkes "LTI-Die Sprache des dritten Reiches" von Viktor Klemperer(der übrigens wegen des Angriffes der Royal Air Force am 13.2.45 auf Dresden überlebte) anempfohlen, er wird sich bestimmt darin wiederfinden. Ansonsten entblödet sich der liebe Sektenbeauftragte nicht einmal, das revisionistische Machwerk "Der Brand" zu verteidigen.

Ebenso anzusprechen ist der Autor (oder die Autorin) des Beitrages um 23:34 mit dem Titel "Herrenmensche andersrum", mit dem/der wahrscheinlich in der selbstbestimmten WG im Hausprojekt in der Rigaer Straße das ideologische Crossover etwas durchgegangen ist. Keinerlei Begriff von Identitätsbildung in Nationalstaaten oder überhaupt von radikaler Gesellschaftskritik. Aber das ist man aus diesen Kreisen ja gewohnt, aber davon steht ja auch nichts bei 3:1 oder Judith Butler. Es sei zum 8478.Mal gesagt: Die Mitgliedschaft in einer national konnotierten Gemeinschaft ist freiwillig ! Jeder entscheidet sich bewußt oder unbewußt selbst für diese Mitgliedschaft, deshalb kann man jeden aufgrund seiner Selbstzuordnung zu einer nationalen Gemeinschaft kritisieren, und das ist noch lange kein Rassismus, dieser macht sich an Phänotypen, und niht an Staatsangehörigkeit fest.
Und die Bemerkung mit Sexismus und Rassismus zeugt wiedermal eindeutig von einer Prise zuviel 3:1 und einer ganzen Kelle zuwenig Gesellschaftsanalyse. Dazu noch ein Löffel deutsche Ideologie und fertig ist das linksdeutsche Gruselkabinett.
Insgesamt ist die ganze Diskussion auch wiedermal ein Paradebeispiel für Identitätsbildung durch Anti-Identität (die bösen Antideutschen).

Ansonsten schöne Nacht noch,

Shenit Mitzada lo tipole !

Der Mann, der hinterher Günter Wallraff war

24.02.2003 - 12:08
Antifa heißt Angriff, schreibt einer der kritikwürdigen und schreibt doch für den Frieden mit Sadam.
Offenbar gibt es da unterschiedliche Möglichkeiten diesen Satz zu misszuverstehen.

Was die Gemeinsamkeiten der Nazis mit den nicht nazistischen Friedensbwegten anbelangt, ist nicht unbedingt die Frage interessant, ob sie am selben konkreten Ort miteinander demonstrieren oder auch nicht, sondern dass es hier in Bezug auf die Wahrnehmung der USA und des Irak und des Verhältnisses, das Deutschland zu diesen beiden haben sollte, erschreckende Gemeinsamkeiten gibt.

Und das die KPD den NS möglich gemacht habe, würde ich ich so nicht sagen. Es ist vielmehr so, dass die KPD eine erschreckend naive Haltung zum Phänomen des NS hatte.
Die Funtkionäre der KPD glaubten doch, dass das "Deutsche Volk" Das erste Opfer des NS war. Sie glaubte, wie übrigens die Linke heute noch, dass die Deutschen von den Nazis unterdrückt wurden, und dass diejenigen, die aktiv dabei waren auch nur Fehlgeleitete gewesen seien, die man nur vom richtigen Tun überzeugen müsse.

Die KPD war, wie die Masse der Deutschen der Deutschen Ideologie verfallen. Die Linke ist es heute immer noch und zeigt deswegen ohne Probleme Anwandlungen einer ideologischen Querfront. Dass Nazis von Friedensdemos vertrieben werden, ist da höchstens noch eine Frage der poltischen Ästhetik.
Und zum Vorwurf der Spaltung und Schwächung der Linken ist wohl nichts mehr zu sagen.

Denn das klingt nach Verschwörungstheorie. Da kommen ein paar Antideutsche und spalten die Linke?
Da gehen 500 000 Knispel auf die Strasse und es hat jemand die Chuzpe zu behaupten die Linke würde durch die Antideutschen gespalten? Da bilden sich Bündnisse aus Jusos, Grünen, SPD, DKP, VVN/BDA, Friedensratschlag, Attac und dem ganzen anderen Schmock, es gehen so viele Menschen wie selten zuvor auf die Straßen und hier wird von Spaltung geredet?!
Welche Projektionen da ablaufen, will ich gar nicht wissen.
Ansonsten habe ich mittlerweile berechtigete Zweifel an der Reliabilität des diesen Thread eröffnenden Postings.

24.02.2003 - 12:35
warum ignoriert man solche deppen nicht einfach? was spielen denn wertmüller und co für eine rolle in deutschlands linker? KEINE! und deshalb sollte man ihnen mit lässiger ignoranz begegnen. was juckt es den baum, wenn sich ein schwein daran reibt!

ganz richtig

24.02.2003 - 13:52
antideutsche abschalten


und oben den nazi kommentar löschen!

antideutschen aufs maul!

anti-antideutscher 24.02.2003 - 15:01
dem sektenbeauftragten herzlichen dank für diesen bericht über die faschoveranstaltung. es ist richtig, die antideutschen spielen in der linken keine rolle und können diese nicht spalten. dennoch haben diese sektennasen es immerhin geschafft die radikale inbesondere autonome linke zu spalten. zu beobachten z.b. an den positionen der autonomen zum irak-krieg. aber wenn die autonome szene es nicht schafft, sich deutlicher von ehemaligen linken, jetzt faschos zu distanzieren, dann tut es mir um diese szene, die kein mensch MEHR braucht, auch nicht leid. es ist zwar schade, weil die autonome szene in vielen bereichen gute arbeit geleistet hat (z.b. im antifa-bereich), aber wer sich nicht deutlich distanzieren kann, oder sogar, wie hier in nrw, von fascho-antifa-gruppen vereinnamen lässt (mensch kann in nrw nicht mehr auf antifa-demos gehen, da mensch sonst mit antideutschen faschos gegen faschos demonstriert, ein unhaltbarere zustand), wird in der linken nicht mehr gebraucht. traurig, aber das ist das werk der antideutschen.
also liebe autonomen genossInnen, besinnt euch auf eure linke tradition: antideutschen aufs maul. keinen fußbreit den antideutschen faschos!!!

24.02.2003 - 15:09
Sekten
Typisch für konfliktträchtige Gruppen, wie die Experten sie nennen, sind das Anbieten von Allheilhilfen und Personenkult um einen Guru. Misstrauisch sollte machen, wenn schon der erste Kontakt ein völlig neues Weltbild zu eröffnen scheint und alles Bisherige radikal in Frage stellt. Ein sicheres Indiz für sektenähnliche Strukturen ist die Behauptung, die eigene Lehre verkünde die absolute Wahrheit.

Offensives Ignorieren verbieten!

Hans Günter Esser-Wallraff 24.02.2003 - 16:06
Genau! Ignorieren sollte man die Antideutschen!
Eine Möglichkeit des Ignoririerens dieser marginalisierten Gruppe wäre doch das "auf´s Maul hauen".

Mir würden auch noch andere Möglichkeiten der Ignoranz einfallen, aber diebezüglich tut sich die Linke in der Tat durch wesentlich fantasievollere Äußerungen und Taten hervor.
Ich fände es auch sinnvoll sich getreu dem Motto zu verfahren:

"Was juckt es die deutsche Eiche, wenn sich die Schweine an ihr reiben?" Wenn ich mich als solcher empfände!

Und lasst mich noch ein kurzes Häh hinausschleudern ob des hohen Maßes an innere Logik folgender Sätze:

"es ist richtig, die antideutschen spielen in der linken keine rolle und können diese nicht spalten. dennoch haben diese sektennasen es immerhin geschafft die radikale inbesondere autonome linke zu spalten."

Und weiter geht´s mit der geballten Ignoriererei jedweder Form sinnvoller Verknüpfung von Realitätsbeschreibungsversuchen und Standpunkten:

"aber wenn die autonome szene es nicht schafft, sich deutlicher von ehemaligen linken, jetzt faschos zu distanzieren, dann tut es mir um diese szene, die kein mensch MEHR braucht, auch nicht leid."

Braucht die autonome Szene jetzt schon keiner mehr oder erst wenn sie sich nicht distanziert oder ist eine sich nicht ditanzierende autonome Szene vielleicht schon gar keine mehr, sondern eben dann doch nur eine Faschoszene, die dann tatsächlich niemand mehr bräuchte?

Oder braucht am Ende "Mensch" eine solche Szene "MEHR" als alles andere, weil sie ohnehin nur eine indentitätsstiftende Gruppe zur Erkämpfung von selbstbstimmten Lebensräumen eines Millieus ohne sozialen "Raum" ist?

P.S. Einfach Ignorieren! :-)



Identität und so

7 24.02.2003 - 16:16
Ja das mit der Identität ist so eine Sache: der identitätsstiftenede Justus W. wird von den identitätssuchenden Kinder- und Studi-AntiDs blind vereteidigt. Schliesslich ist antideutsch eine schöne Identität "ich gehöre zu den ausgewählten 50" - so eine tolle Wohlfühl-Idelogie haben die Nazis nicht, bei denen gibts ne Hackordnung. Man, habt ihr es gut!

Tstststststs!

Hans Günter Esser-Wallraff 24.02.2003 - 16:31
So wird das mit dem Ignorieren nix!
Das kriegen wir aber auch noch hin. Ich schreibe jetzt kurz noch was - etwas, das extra kruz gehalten ist, dann ist das mit dem Ignorieren einfacher - und das wird dan ignoriert, klar? Gut!

Wir folgen Justus W. nicht blind, sondern sehend!

Bitte ignorieren Sie jetzt! :-))

@ sarah

ab in die klapse 24.02.2003 - 17:41
es ist wohl nicht nur absolut dumm und kaum zu belegen dass die kpd den naziterror erst möglich machte, es ist auch besonders bösartig. erinnert sei nur daran, wer widerstand gegen die nazis leistete und (mit ausnahme der juden, die nach rassischen kritierien verfolgt und vernichtet wurden) den höchsten blutzoll zahlte.
dass auch stalin fehler machte, ist klar. aber immerhin war er auch nur ein mensch. und kein wiedergeborener satan. aber was soll's denn, hauptsache wir können irgendwo unsere hirnsosse, die wir irgendwo auf den pausenhof angerührt haben, ausgiessen.
vielleicht würde eine kleine kur in einer einschlägigen nervenheilanstalt helfen.

@ ab in die klapse

ich 24.02.2003 - 18:14
nach den antideutschen wehrmachts-fans jetzt auch noch die stalin-fraktion?
es gab keinen hitler-stalin-pakt? die stalinistische kpd hat nicht die spd mehr bekämpft als die nazis?

ich finde all eure welt-erklärungs-ideologien wiederlich. warum braucht ihr zum wohlfühlen ideologien, gurus und fahnen? echt arm!

Wenn der Schwachsinn

mousefighter 24.02.2003 - 21:26
...den der Sektenbeauftragte in seinem Bericht aufgeführt hat, wirklich den Tatsachen entspricht, dann bin ich doch sehr verwundert, daß so etwas sich unter den Augen der Berliner Linken abspielen darf.

Die Pöbeleien gegenüber dem Au-Pair-Mädchen. Den Vorsatz, Nazis zu tolerieren, damit diese Friedensdemos infiltrieren.

Es darf doch nicht wahr sein!!!

Wie ist es nur möglich, daß der Asta der TU für sowas als Veranstalter auftritt?



Gähn

my ?0.02 24.02.2003 - 21:27
Daß es die Antideutschen-Hasser inzwischen nötig haben, derart offensichtlich manipulative Polemiken zu schreiben, spricht für sich selbst. So weiß wenigstens jeder wieviel er dem Autor glauben kann.

Unter einem "Bündnis mit der NPD" machen es die Antideutschen-Hasser schon nicht mehr. Vermutlich wird der Autor in seinem nächsten Text schon wieder schreiben, die Friedensbewegung sei ohnehin in der Lage ohne die paar Antideutschen mit der NPD fertigzuwerden. Widersprüche egal. Hauptsache Bahamas-Bashing. Guten Abend.

Aber Hoppla

mousefighter 24.02.2003 - 21:42
..junger Freund. Wieso soll der Bericht manipuliert sein? Die AD's bekämpfen die Linken doch ganz offen und erklärtermaßen. Wenn jemand schreibt, es sei anders gewesen als im Bericht von Sektenbeauftragten, dann kann man sich ja mal ne alternative Version reinziehen und danach eventuell besser beurteilen.

Wenn der Bericht allerdings stimmt, tja, sag selbst, was schlägst du vor?

24.02.2003 - 21:55
Die Antideutschen bekämpfen nicht die Linke sondern die Antiimps. Was an dem Artikel dran ist seh ich schon an der Überschrift.

beide Strömungen bekämpfen die Linke

24.02.2003 - 22:10
Antiimps kämpfen um Einfluss in der Szene und bekämpfen diejenigen Linken, die nicht auf Linie sind.
Antideutsche bekämpfen die Linke aus einer rechts-konservativen Position heraus. Das einzige, was sie von der Schill-Partei unterscheidet: Antideutsche sind auch gegen Nazis, allerdings nicht wegen dem Menschenbild der Nazis und dere Methoden, sondern eher wegen "der Fahne".

Ekelhaft

irgendwer aus Kreuzberg 24.02.2003 - 23:33
Justus Wertmüller ist ja für seinen Sexismus, seine Homophobie und seinen Zynismus gegenüber Benachteiligten (besonders geistig Behinderte) bekannt. Nicht ohne Grund hatte er lange Zeit in Wien Auftrittsverbot und darf sich auch nicht im Mehringhof blicken lassen.
Advena als Stamm-Cafe passt: Dieses Cafe ist eines der Yuppie-Symbole um umgestalteten Ex-Kiez. Viele Antideutsche (nicht alle) kommen ja aus gutbürgerlichen Verhältnissen und habe sich mit "antideutsch" eine Religion gesicht, die ihr Yuppie-Leben ideologisch begründet und sich (uach ganz typisch für Yuppies) als etwas Edleres und Besseres als der Abschaum um einen herum fühlen lassen darf. Die Betreiber des Advena wissen wahrescheinlich nichts von dem Publikum, das sich so rumtreibt: Ausser Yuppies und Antideutschen wurden auch ab und zu Nazikader im Advena getroffen. Einmal musste sich die Advena-Crew rechtfertigen, weil sie Haue für die Nazis verhindet hat.

Ich bin enttäuscht

Hans-Günter Esser-Wallraff 25.02.2003 - 01:57
So wird das nix mit der Ignoranz!
Da fehlen mir die Worte, statt die Antideutschen zu ignorieren, wie immer wieder befohlen wurde, hört das Volk nicht auf diese Ratschläge.
Schade! :-))

mhhh

25.02.2003 - 02:12
vielleicht lesen die meisten nur den text und schreiben dann eine ergänzung, die wenigsten lesen sich die schlammschlachten zwischen antideutschen und ihren spiegelbild-sekten durch.

@Der Mann, der hinterher Günter Wallraff war

Sarah 25.02.2003 - 03:01
"Was die Gemeinsamkeiten der Nazis mit den nicht nazistischen Friedensbwegten anbelangt, ist nicht unbedingt die Frage interessant, ob sie am selben konkreten Ort miteinander demonstrieren oder auch nicht, sondern dass es hier in Bezug auf die Wahrnehmung der USA und des Irak und des Verhältnisses, das Deutschland zu diesen beiden haben sollte, erschreckende Gemeinsamkeiten gibt."

Darin stimme ich Dir zu. Sie sind kleinbürgerliche Nationalbürger und nehmen deshalb - die einen mehr , die anderen weniger fanatisch - Haltung für den eigenen Nationalstaat ein.

"Und das die KPD den NS möglich gemacht habe, würde ich ich so nicht sagen. Es ist vielmehr so, dass die KPD eine erschreckend naive Haltung zum Phänomen des NS hatte."

Die Pazifisten haben auch eine erschreckend naive Haltung zum Phänomen (Ursache und Wirkung) der strukturellen Gewalt (gehabt) des bürgerlichen Nationalstaates. Eine naive Herangehensweise kann also fatale Auswirkungen haben. Nach Kriwitzki war Stalin auch gegenüber Hitler naiv und hat ihn angeblich für einen guten Freund gehalten. Aus diesem Grund liess er ja sogar besorgte Offiziere der Roten Armee töten, die ihn vor Hitler warnten.
Verstrickt in die Geschichte sind die bürgerlichen Individuen alle auf eine (un-)gewisse Art und ermöglichen damit leider viel zu viel... !!!!

"Die Funtkionäre der KPD glaubten doch, dass das "Deutsche Volk" Das erste Opfer des NS war." Wenn sie dies glaubten bzw. im regressiven Wahn das Volk zur Realität stilisierten und nicht von den Klassen ausgingen, zeigt dies das Gift der stalinistischen Volksfrontpolitik bestens auf.

"Die KPD war, wie die Masse der Deutschen der Deutschen Ideologie verfallen."
Du bist Idealist, nicht wahr? Die schreckliche Niederlage, die in den Faschismus/Nationalsozialismus mündete, wurde der Arbeiter/innenbewegung im letzten Jahrhundert durch die Waffengewalt der Konterrevolution zugefügt, nicht durch "Glauben". Die Kommunistin und Mitgründerin der KPD, Rosa Luxemburg ist auch nicht durch die Schwerkraft eines Über-Glaubens bzw. Ideologie in den Landwehrkanal gefallen, sondern sie wurde ermordet und dann hineingeworfen. Oder willst Du die Geschichte umdichten? Ja, ja, das Wasser fließt den Berg hinauf...

"Denn das klingt nach Verschwörungstheorie. Da kommen ein paar Antideutsche und spalten die Linke?"
Ich erinnere z.B. nur an gewisse Vorkommnisse im Umfeld der Krisis-Liste incl. den Schlammschlachten, die durch Eure geistige Verkümmerung und mangelnde Theorie in der Linken gestiften wurden.... Und die breiten Bündnisse, die Du aufzählst: sind die nicht eh alle spätestens seit dem "Aufstand der Anständigen"- an dem auch Bahamas mitgewirkt hat - populistischer Mainstream und in der dumpfbürgerlichen Mitte angekommen?
Aber weit entfernt waren weder sie noch "Bahamas" je davon, da sie immer schon kleinbürgerlichen Ideologien huldigten. Und aus dem Kleinbürgertum stammt bekanntlich der Faschismus (zumindest nach der Bonapartismustheorie und G.L.Mosse)....

Die radikale Linke und Antifa ist gespalten und geschwächt, was man auch auf einem Kongress in einem Proudhonistischen Zentrum in Berlin anfang Dezember beobachten konnte. An diesem Wochenende im Dezember sind viele junge Antifas nicht auf die Demonstration gegen die NPD gegangen, weil die "Antideutschen" die inhaltlichen Beiträge darin bestimmten. Wenn Ihr also so weitermacht, dann ist bald die Strasse frei für die Nazikumpanei (worauf die bereits warten...) und Ihr seid am Ende Eurer sich selbst erfüllenden Prophezeihung: dass der deutsche Mutterboden von einem ehernen Antisemitismus-Gen kontaminiert ist und immer antisemitisch war und bleiben wird. Dann werdet Ihr mit Stolz geschwellter Brüstung behaupten: "Seht Ihr nun, dass wir Recht hatten und haben?"

"Welche Projektionen da ablaufen, will ich gar nicht wissen." Aha! Immer noch nicht zur Selbstreflexion fähig! Typisch deutsch!

Korrektur

Shen Te 27.02.2003 - 21:36
Der von Wertmüller hergenommene Artikel aus der Berliner Zeitung endete mit den Worten "[die in NY überfahrene Frau] ist das erste deutsche Opfer [des neuen Irakkrieges]". Damit ist er hevorragend geeignet, das aktuelle deutsche Friedenspathos als verlogen und lächerlich zu entlarven, und genau das wurde auf der Veranstaltung praktiziert. Daß der "Sektenbeauftragte" und seine Freunde über die Intelligenz und Auffassungsgabe von Pflastersteinen vefügen gehört zwar zum selben Thema, ist aber nicht weiter interessant.

NIE WIEDER BAHAMAS!!!!

28.02.2003 - 13:50

@Shent Te

Sarah 02.03.2003 - 07:02
und bist du dir wirklich gaaaaaaaanz sicher, dass die "berliner zeitung" d a s zentralorgan der anti-kriegsbewegung ist?
der kritik an jeglichem opferkultus incl. deutscher leidkultur stimme ich zu. also kritisiert den autor bzw. die "berliner zeitung" - aber was hat die denn mit der unabhängigen anti-kriegs-bewegung zu tun?
ihr könnt gern frei assoziieren. aber macht das doch bitte auf euren heimklos. so in aller öffentlichkeit stinkt das gewaltig nach willkürlichen unterstellungen.

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