FrauenLesben (+ transgender) Demo am 8.März 2003 in Berlin
Ankündigung zur FrauenLesben ( transgender willkommen) Demo zum internationalen FrauenLesben Kampftag am 8.März in Berlin!
Liebe FrauenLesben (+ transgender) am 8.März 2003 wirde es in Berlin wieder eine FrauenLesben Demo geben!!!
Ab 14h wird es eine Kungebung vor dem Abschiebeknast in Grünau von den "Frauen im Exil" geben (Treffpunkt zum gemeinsamen Hinfahren 13h Ostbahnhof). Um 18h am S-Bhf Friedrichstr. beginnt dann die Frauenlesben Demo unter dem Motto "Wir brauchen keinen großen Bruder" und endet am Rosentaler Platz. Für die, die sich zwischendurch aufwärmen wollen, gibt`s ab 16.30h Vokü im Krähenfuß (Humboldt-Uni).
Also erscheint zahlreich!
Für einen kämpferischen 8.März 2003!!!
Nun folgt noch der Text unseres Aufrufs:
Wir brauchen keinen großen Bruder...
Wir brauchen keine ?Sicherheitspolitik?, um uns in öffentlichen Räumen wohler zu fühlen. Wir wollen weder überwacht noch geschützt werden. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt mittels Aufrüstung und Überwachung öffentlicher Räume suggeriert diese Gewalt als eine Reihe von Einzelfällen mit eindeutigem Ursprung und Symptomen, die technisch an konkreten Menschengruppen bekämpft werden könnten. Die Notwendigkeit, Frauen vor Gewalt zu
schützen, wird immer wieder gern als Legitimation für die Durchsetzung von Überwachungsmaßnahmen genutzt. Seit dem 11. September hat die sicherheitspolitische Aufrüstung auf infrastruktureller und administrativer Ebene enorm
zugenommen. In der erfolgreich inszenierten Anti-Terrordebatte sind Überwachungsmaß Überwachungsmaßnahmen Überwachungsmaßnahmen nahmen und -möglichkeiten mit den ?Sicherheitspaketen I und II? durchgewunken worden, die bis dahin undenkbar waren. Die Durchsetzung einer verschärften ?inneren Sicherheitspolitik? in der BRD ging einher mit der Kriegsbeteiligung in Afghanistan. Auch dies eine Intervention, die unter anderen mit dem Kampf für Frauenrechte begründet wurde. Eine grundsätzliche Kritik an dieser Gesellschaft wird vor dieser Verfeinerung
alter und Entwicklung neuer Repressionsmittel - deren Durchsetzung zum Teil mit dem Verweis auf den ,Schutz von Frauen? legitimiert wird - immer wichtiger
zu formulieren.
...und auch keine große Schwester!
Es ist völlig absurd, Kriegserklärungen nach außen und
Repressionsmaßnahmen nach innen als emanzipatorische Schritte anzupreisen. Sie dienen der Durchsetzung einer vorhersschenden Politik und sind eher geeignet, patriarchale Strukturen zu stabilisieren als diese anzugreifen. Mit der Überwachung
öffentlicher Räume- wird vor allem die Vertreibung und Kontrolle
kriminalisierter und marginalisierter Gruppen - oft Obdachlose, Erwerbslose oder MigrantInnen - durchgesetzt. Die Behauptung, durch diese Vertreibung einen geschützten Bewegungsraum für Frauen zu schaffen, stellt diese Gruppen als den
Ausgangspunkt sexualisierter Gewalt dar. Eine weitere Legitimation, endlich alle rauszuschmeissen, die weder konsumieren noch in das polierte Setting innerstädtischer Räume passen. Darüber hinaus wird ständig präsente sexualisierte Gewalt als ein Randgruppenproblem entsorgt, das in den hegemonialen Schichten der Gesellschaft nicht zu existieren scheint und damit auch nicht thematisiert werden muss.
Einen ähnlichen Effekt hat der Ruf nach sozialer Kontrolle durch
?rechtschaffene Bürger?. Öffentlichkeit, belebte Orte sollen Frauen Schutz vor Übergriffen bieten. Solange diese Gesellschaft jedoch in einer patriarchalen Hegemonie funktioniert und demnach sexualisierte Gewalt akzeptiert, kann auch soziale Kontrolle und Öffentlichkeit keinen Schutz vor dieser Gewalt bieten. Hier
werden mögliche Mittäter zu Beschützern erklärt und gleichzeitig
vermittelt, dass Frauen eben diesen Schutz bräuchten.
Die erhöhte Präsenz von Polizei und privaten Wachdiensten kann -
ebensowenig wie Kameras - ein Mittel sein, den Aufenthalt in öffentlichen Räumen attraktiver zu machen. Die Kontrolle und Normierung der letzten Winkel individuellen und durchaus subversiven Handelns (ob Graffitti oder Übertreten der
Residenzpflicht) durch die Präsenz von ?Sicherheits?kräften, sei es privater Wachschutz oder Polizei, ist bereits als solche eine Zumutung. Teilweise werden Stadträume auch erst durch deren Anwesenheit als gefährlich wahrgenommen. Davon abgesehen - und politisch noch fataler - wird mit der gezielten Kontrolle
von MigrantInnen deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt und diesen immer wieder aufs Neue ihre Unerwünschtheit in öffentlichen Räumen vermittelt. Die rassistische Hegemonie dieser Gesellschaft wird mit diesen Kontrollen gleichzeitig praktiziert, bedient und aufgefrischt. Migrantinnen gehören also
keineswegs zu den Frauen, deren Aufenthalt in der Öffentlichkeit angenehmer und ,sicherer? gemacht werden soll. Diese Politik spielt verschiedene gesellschaftliche
Gruppen gegeneinander aus und sorgt für Entsolidarisierung.
Überwachungsmaßnahmen setzten in erster Linie eine Politik der
Diskriminierung und Reguliergung durch. Ihre Darstellung als Schutz vor sexistischer Gewalt ist eine völlig inakzeptable Instrumentalisierung und obendrein Banalisierung patriarchaler Verhältnisse. Sexualisierte Gewalt ist überall
und in verschiedensten Formen anwesend. Die Symptombekämpfung mit so zweifelhaften Mitteln festigt das Rollenspiel zwischen passiven Schutzbedürftigen und schlauen handlungsmächtigen Bechützern und verhindert eine Auseinanderseztung mit
gesellschaftlichen Gewaltstrukturen. Der Mythos des Einzeltäters aus gesellschaftlich marginalisierten Gruppen lenkt ab vom sehr viel höheren Risiko alltäglicher sexualisierter Gewalt in privaten Räumen. Es wäre also konsequent, Frauen zu raten: Verlaßt eure vier Wände sooft ihr könnt, misstraut euren
Beschützern und rettet euch in die Stadt. Diese Rettung in die Stadt ist auch nur eine Illusion, solange es nicht um die grundlegende Veränderung der Gesellschaft geht.
Daher: rottet Euch zusammen, und nehmt Euren Schutz selbst in die Hand, indem wir gemeinsam diese Verhältnisse radikal ändern.
In diesem Sinne ....
Wir brauchen keinen großen Bruder und auch keine große Schwester!
Ab 14h wird es eine Kungebung vor dem Abschiebeknast in Grünau von den "Frauen im Exil" geben (Treffpunkt zum gemeinsamen Hinfahren 13h Ostbahnhof). Um 18h am S-Bhf Friedrichstr. beginnt dann die Frauenlesben Demo unter dem Motto "Wir brauchen keinen großen Bruder" und endet am Rosentaler Platz. Für die, die sich zwischendurch aufwärmen wollen, gibt`s ab 16.30h Vokü im Krähenfuß (Humboldt-Uni).
Also erscheint zahlreich!
Für einen kämpferischen 8.März 2003!!!
Nun folgt noch der Text unseres Aufrufs:
Wir brauchen keinen großen Bruder...
Wir brauchen keine ?Sicherheitspolitik?, um uns in öffentlichen Räumen wohler zu fühlen. Wir wollen weder überwacht noch geschützt werden. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt mittels Aufrüstung und Überwachung öffentlicher Räume suggeriert diese Gewalt als eine Reihe von Einzelfällen mit eindeutigem Ursprung und Symptomen, die technisch an konkreten Menschengruppen bekämpft werden könnten. Die Notwendigkeit, Frauen vor Gewalt zu
schützen, wird immer wieder gern als Legitimation für die Durchsetzung von Überwachungsmaßnahmen genutzt. Seit dem 11. September hat die sicherheitspolitische Aufrüstung auf infrastruktureller und administrativer Ebene enorm
zugenommen. In der erfolgreich inszenierten Anti-Terrordebatte sind Überwachungsmaß Überwachungsmaßnahmen Überwachungsmaßnahmen nahmen und -möglichkeiten mit den ?Sicherheitspaketen I und II? durchgewunken worden, die bis dahin undenkbar waren. Die Durchsetzung einer verschärften ?inneren Sicherheitspolitik? in der BRD ging einher mit der Kriegsbeteiligung in Afghanistan. Auch dies eine Intervention, die unter anderen mit dem Kampf für Frauenrechte begründet wurde. Eine grundsätzliche Kritik an dieser Gesellschaft wird vor dieser Verfeinerung
alter und Entwicklung neuer Repressionsmittel - deren Durchsetzung zum Teil mit dem Verweis auf den ,Schutz von Frauen? legitimiert wird - immer wichtiger
zu formulieren.
...und auch keine große Schwester!
Es ist völlig absurd, Kriegserklärungen nach außen und
Repressionsmaßnahmen nach innen als emanzipatorische Schritte anzupreisen. Sie dienen der Durchsetzung einer vorhersschenden Politik und sind eher geeignet, patriarchale Strukturen zu stabilisieren als diese anzugreifen. Mit der Überwachung
öffentlicher Räume- wird vor allem die Vertreibung und Kontrolle
kriminalisierter und marginalisierter Gruppen - oft Obdachlose, Erwerbslose oder MigrantInnen - durchgesetzt. Die Behauptung, durch diese Vertreibung einen geschützten Bewegungsraum für Frauen zu schaffen, stellt diese Gruppen als den
Ausgangspunkt sexualisierter Gewalt dar. Eine weitere Legitimation, endlich alle rauszuschmeissen, die weder konsumieren noch in das polierte Setting innerstädtischer Räume passen. Darüber hinaus wird ständig präsente sexualisierte Gewalt als ein Randgruppenproblem entsorgt, das in den hegemonialen Schichten der Gesellschaft nicht zu existieren scheint und damit auch nicht thematisiert werden muss.
Einen ähnlichen Effekt hat der Ruf nach sozialer Kontrolle durch
?rechtschaffene Bürger?. Öffentlichkeit, belebte Orte sollen Frauen Schutz vor Übergriffen bieten. Solange diese Gesellschaft jedoch in einer patriarchalen Hegemonie funktioniert und demnach sexualisierte Gewalt akzeptiert, kann auch soziale Kontrolle und Öffentlichkeit keinen Schutz vor dieser Gewalt bieten. Hier
werden mögliche Mittäter zu Beschützern erklärt und gleichzeitig
vermittelt, dass Frauen eben diesen Schutz bräuchten.
Die erhöhte Präsenz von Polizei und privaten Wachdiensten kann -
ebensowenig wie Kameras - ein Mittel sein, den Aufenthalt in öffentlichen Räumen attraktiver zu machen. Die Kontrolle und Normierung der letzten Winkel individuellen und durchaus subversiven Handelns (ob Graffitti oder Übertreten der
Residenzpflicht) durch die Präsenz von ?Sicherheits?kräften, sei es privater Wachschutz oder Polizei, ist bereits als solche eine Zumutung. Teilweise werden Stadträume auch erst durch deren Anwesenheit als gefährlich wahrgenommen. Davon abgesehen - und politisch noch fataler - wird mit der gezielten Kontrolle
von MigrantInnen deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt und diesen immer wieder aufs Neue ihre Unerwünschtheit in öffentlichen Räumen vermittelt. Die rassistische Hegemonie dieser Gesellschaft wird mit diesen Kontrollen gleichzeitig praktiziert, bedient und aufgefrischt. Migrantinnen gehören also
keineswegs zu den Frauen, deren Aufenthalt in der Öffentlichkeit angenehmer und ,sicherer? gemacht werden soll. Diese Politik spielt verschiedene gesellschaftliche
Gruppen gegeneinander aus und sorgt für Entsolidarisierung.
Überwachungsmaßnahmen setzten in erster Linie eine Politik der
Diskriminierung und Reguliergung durch. Ihre Darstellung als Schutz vor sexistischer Gewalt ist eine völlig inakzeptable Instrumentalisierung und obendrein Banalisierung patriarchaler Verhältnisse. Sexualisierte Gewalt ist überall
und in verschiedensten Formen anwesend. Die Symptombekämpfung mit so zweifelhaften Mitteln festigt das Rollenspiel zwischen passiven Schutzbedürftigen und schlauen handlungsmächtigen Bechützern und verhindert eine Auseinanderseztung mit
gesellschaftlichen Gewaltstrukturen. Der Mythos des Einzeltäters aus gesellschaftlich marginalisierten Gruppen lenkt ab vom sehr viel höheren Risiko alltäglicher sexualisierter Gewalt in privaten Räumen. Es wäre also konsequent, Frauen zu raten: Verlaßt eure vier Wände sooft ihr könnt, misstraut euren
Beschützern und rettet euch in die Stadt. Diese Rettung in die Stadt ist auch nur eine Illusion, solange es nicht um die grundlegende Veränderung der Gesellschaft geht.
Daher: rottet Euch zusammen, und nehmt Euren Schutz selbst in die Hand, indem wir gemeinsam diese Verhältnisse radikal ändern.
In diesem Sinne ....
Wir brauchen keinen großen Bruder und auch keine große Schwester!
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Ergänzungen
und warum konnte ihr euch nicht aufraffen,
Die Stadt als Freiraum
ganz einfach...
Gemeinsamer Aufruf : gerne, wie jetzt koordin
ich habe mitgewirkt am Aufruf für die Demo vom Rosa Luxenburg Platz. Ich finde es sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben im Vorfeld voneinander zu hören und einen gemeinsamen Aufruf = eine gemeinsame Demo zu machen.
Eigentlich ergänzen sich die beiden Aufruftexte. in unserem fehlt das genauere Eingehen auf die Repression nach innen seit dem 11. September 01, die ihr so genau beschreibt. Ich finde auch sehr wichtig diese aktion vor dem Abschiebeknast zu machen und hätte mir immer noch gewünscht es hätte sich diese aktion dann mit unserer demo koordinieren lassen. da wußte ich noch nicht, dass ihr auch noch ne Demo organisiert habt. Ich bin eigentlich die letzten Jahre frustriert gewesen, weils keine powervolle Frauendemos mehr gegeben hat. In meiner Verzweiflung hatte ich mich dann letztes Jahr an die Courage Frauen rangehängt, um vor Siemens ne Rede halten zu können, gegen die Aktivitäten dieses Vereins zur Überflutung von Ortschaften in Indien usw.. Naja, es war dann eine etwas seltsame Demo, sehr gemischt. Dieses Jahr wollte ich mich eigentlich raushalten, aber weil ne Frau dann sagte, Sie würde sich drum kümmern, dass es ne Demo gibt und dann wieder alles anders kam, bin ich dann doch wieder reingezogen worden.
Ich bin seit einiger Zeit über mail in Verbindung mit den Frauen die in washington die Dauermahnwache vor dem weissen haus machen und in London mit den frauen vom globalwomenstrike, die dieses Jahr am 8. März dort die Aktionen anführen und es klar dort um Streiks auch geht. die wollen mir ein Video von den globalwomenstrike aktionen rund um die Welt der letzten Jahre schicken,zum zeigen am 8. März. Die Ansätze von hier die Realitäten und Auswirkungen zu benennen und dazu die Verbindungen und Bezüge zu den Kriegsentwicklungen wäre ja zusammen vollständig gewesen und ist im übrigen das ganze Spektrum unter welchem die Widerstnadsaktionen anderswo stehen. Ich hoffe also mal, dass es trotzdem ein Anfang für wieder mehr frauenpower ist. Ich finde es jetzt ziemlich schade, dass
wir , scheinbar aus lauter Unkommunikation untereinander nun dieses kleine Mobilisierungschaos haben, aber ich habe eben auch nicht mehr soviel Zeit wie früher, mich um alles so zu kümmern.
Was machen wir jetzt damit? gibt es eine Möglichkeit, das überhaupt noch so zu ändern, dass es am Ende doch eine gemeinsame Demo gibt ? Ich habe schon in die Richtung angedacht, ob wir dann ab 14.00, parallel zu eurer Abschiebeknastaktion eine Veranstaltung in der Volksbühne machen,um anschliessend dann zu einer gemeinsamen Demo zu laufen. Denkt mal mit, was gut gehen könnte. Zu dem Treffpunkt 14.00 Rosa Luxenburgplatz haben wir jetzt leider schon über 1000 Flugis verteilt, wir hofften ja auch,dass eure Aktion in Grünau etwas früher ist, dannn hättenwir leichter zu beidem mit aufrufen können.
Gruß
Zuala
@"ganz einfach" und frauen in berlin
und wenn ihr deutschen frauen, von "lasst uns zusammenrotten" sprecht, dann habe ich leider den eindruck, dass ihr im letzten jahrhundert des millemasoleniums bzw. der 30er jahre davon steckengeblieben seid. aus euch spricht die blutverwandschaftsbande, die in-group, die dissimilation. selbst, wenn wir in den 80er jahren steckengeblieben wären: warum schliesst ihr uns aus und was ERmächtigt euch dazu, mit uns so typisch deutsch zu verfahren? habt ihr das alleinige recht auf den internationen frauentag gepachtet? es existiert ein globaler aufruf, die frauenbewegung ist international vernetzt. mit frauen aus argentinien, venezuela etc. warum schliesst ihr euch aus der globalen bewegung aus? geht euch women global action an eurem deutschen arsch vorbei?
im übrigen haben die frauengruppen gegen sexistische gewalt seit den 70er jahren immer wieder zur selbstverteidigung aufgerufen. es ist also ein alter hut, den ihr da präsentiert. aufgrund einiger recherchen und "kuriositäten" habe ich den verdacht, dass hier mutwillig gespalten werden soll. es gab ja schon öfter frauen vom vs, die an oberster spitze versuchten, die autonome frauenbewegung zu koordinieren, zu spalten und aufzureiben.
ansonsten möchte ich nun argumente hören bzw. inhaltlich mit euch debattieren, was euch an dem aufruf nicht gefällt bzw. warum ihr ihn nicht unterstützt. also bitte her mit den argumenten. wenn ihr sie nicht habt, dann zeigt das nur auf, dass ihr eben doch zu den bullen-frauen gehört. denn auch die können nicht inhaltlich argumentieren, sondern verschanzen sich hinter administrative worthülsen.
was habt ihr gegen einen frauenstreik und kämpfe, die darauf hinauslaufen, uns wirklich-wirklich die (re-)produktionsmittel anzueignen? stellt euch mal vor, wie schön das wäre, wenn wir keine miete mehr zahlen müssen, weil die häuser uns allen gehören? und stell dir vor, wir brauchen für keine lebensmittel mehr zu zahlen, weil wir sie herstellen und die produktionsmittel uns gehören? keine frau, kein kind, kein mensch müßte mehr hungern und wir alle hätten ein gutes dach über dem kopf und würden sogar den dachschaden dummer leererInnen heilen !:)
lasst uns also - gegen das patriarchat: krieg, militarismus, repression, totale kontrolle und machismo sowie gegen machismo, männerdominanz, genderhierarchie, sexuelle gewalt, folter und hungertod, nationalstaaten, unterdrückung und ware-geld-beziehung gemeinsam vorgehen und versuchen dies zu überwinden.
to all sisters:
was denkt ihr zum free-mouvement-ticket? was habt ihr für er-sie-fahrungen damit?
u.a. läuft es damit bei uns ganz gut... eine frau wurde 5 mal in letzter zeit damit kontrolliert und konnte immer damit weiterfahren. auch flüchtlinge nutzen es seit den aktionstagen gegen die residenzpflicht und haben oft damit glück. auch ich hatte interessante begegnungen und erlebnisse damit.
und wie wäre es, wenn wir einen weltpass für frauen machen? wie würdet ihr ihn formulieren?
p.s.: neue handy-nr.: 0178-7594515
@little sister und @clara
@clara: was verstehst du unter "identitätspolitik"? was ist an dem versuch mit rosa luxemburg identisch zu sein falsch? wo würdest du dich politisch einordnen?
ich finde viele frauen gut. im ananchismus z.b. emma goldmann - aber auch alexandra kollontai. oder was hältst du von clara zetkin? immerhin waren dies die frauen, die auf der seite von uns expropriierten frauen standen. zwar haben rosa und clara viel miteinander gestritten und rosa hat die "blaustrümpfe" hart kritisiert, aber heute stehen wir doch an einer schwelle, wo alte grabenkämpfe beendet sein sollten, oder?
der 8. märz ist für uns frauen so ewas, wie der 1. mai für die männer, d.h. wir treten in eine gewisse tradition und sollten uns dazu verhalten.
über eine antwort von euch würde ich mich freuen. ihr habt doch den aufruf gepostet, damit wir debattieren können, nicht wahr?
@little sister
sie sehen in euren ausführungen spezifische weibliche rollenzuschreibungen und können - da völlig bürgerlich sozialisiert - nicht den gattungsaspekt berücksichtigen bzw. den versuch, brücken zu schlagen, sehen. sie können auch nicht erkennen, dass ihr versucht, beim hier und jetzt der genderhierarchie anzufangen, um sie dann aufzuheben. vielleicht haben sie nie kriegs-flüchtlingsfrauen um tote familienmitglieder weinen sehen.
die meisten von euren kritikerinnen kommen aus gut bürgerlichen familien. und wenn es um die erbschaft geht, die sie abzocken können, dann sind sie wieder ganz froh, eine familie zu haben. oftmals nehmen sie das geld, huldigen weiter ihrer selbständigkeit und machen eine weltreise. einige andere machen davon ein cafe auf und spielen darin dann die chefin und erkennen noch nicht einmal krankschreibungen an, wie es einer freundin von mir mal passierte, die in einem frauen-lesbencafe arbeitete...
... und einer auseinandersetzung weichen sie ja auch aus, wie wir hier sehen können ...
schwierig
Gruppen gegeneinander aus und sorgt für Entsolidarisierung."
und was ist solidarität? warum verhaltet ihr euch so unsolidarisch gegeneinander? spinnt ihr alle in berlin?
das ist das openposting
das ist hier ein open posting bereich. jedeR kann hier was reinschreiben. das bedeutet: wäre es möglich, das die person über die ihr euch aufregt gar nicht in dem bündnis ist? ohohoh, das ist jetzt ne erkenntnis die weh tut oder? das unsolidarische gequatsche hier nervt und die diskussion können die betroffenen gruppen (wenn sie überhaupt bedarf haben, was ja gar nicht klar ist, vielleicht sind sie ja solidarisch miteinander) woanders klären. die termine der treffen sind meines wissens bekannt, so see you there und laßt doch bitte dieses unproduktive: ich kenn aber eine die ist ganz schlimm/ nazi / geldgeil / polizistin was auch immer. ihr habt den aufruf scheinbar nicht verstanden und saul: du eindeutig auch nicht!!!