Schluss mit der patriarchalen Gewaltkultur!

Frauen für eine humane Zukunft 20.02.2003 22:02
Dies ist ein Aufruf für vielfältige Aktitiväten am 8. März 2003. Es ist ein weiterer global action day, in dem die Frauen die Initiative des Protestes haben. Die Bewegung von Frauen unter "Invest in Caring not in Killing" arbeiten daran, den globalen Militäretat zurückzufordern und sie rufen deshalb zum globalen Frauenstreik auf. Wir denken, dass die Zeit des aktiven Handelns für uns Frauen herangereift ist und wir aus unserem fremdbestimmten Alltag ausbrechen müssen. Ein Streik - nur an einem einzigen Tag durchgeführt - bringt uns jedoch eine humane Zukunft genauso wenig näher, wie Demonstrationen (insbesondere wenn sich FriedensheuchlerInnen an die Spitze stellen und unser Begehren vereinnahmen). Deshalb ist es notwendig, dass wir uns als Frauen verbindlich neu organsisieren sollten! Dies auch, um einen guten und kreativen Streik, verbunden mit der freundlichen Reklamierung der (Re-)Produktionsmittel organisieren zu können. Es folgt der Aufruf von dem Bündnis "Frauen für eine humane Zukunft und menschliche Emanzipation" aus und in Berlin für den 8. März:

Schluß mit der patriarchalen Gewaltkultur!

Für die Staatsmänner der Welt und ihre Auftraggeber - z.B. die Aktionäre und Manager der Waffenindustrien aller Herren Länder samt der globalen Firmenkonglomerate - ist der Krieg die Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln, wie dies auch US-General Myers (sinngemäß übersetzt) sagte: „Dieser neue globale Krieg wird im Endeffekt zum Schutz der korporativen Interessen und Kapitalanlagen und zur Eindämmung des Widerstandes dagegen geführt werden“ (siehe dazu: http://www.space4peace.org)Für die meisten Frauen der Welt bedeutetKrieg nicht nur Lebensgefahr, sondern der drohende Verlust von Existenz, Verwandten oder ihrer Familie als anzes. Es drohen Bombardierung, Vergewaltigung, Flucht, Armut, Elend und Hunger(tod). Aufrüstung, brutale Konkurrenz, Kampf um Weltherrschaft und Krieg sind weiterhin die zentralen Muster dieses Systems. In Kriegen zeigt diese Zivilisation, wie wenig ihr “Menschenrechte” und “Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit” (Schwestern?) tatsächlich wert sind, wenig gegen die Wirksamkeit patriarchaler Gewalt: Macht-, Größenwahn und Militarismus + Männerbündelei (+ Komplizinnen) und Servilität; in Kriegen zeigt sie ihr wahres Gesicht.Erwiesenermaßen sind heutzutage die Opfer von Kriegen ( wie beim Terrorismus) überwiegend Zivilisten, also hauptsächlich Frauen und Kinder, es sei denn sie werden - wie bisher nur die Männer - auch als Soldatinnen verheizt. Dies, weil die Armut der Mehrzahl der Frauen in den durch den Kolonialismus und Imperialismus verwüsteten Ländern oft besonders hoch ist, sie haben keine Mittel um zu flüchten. Sie werden deshalb “hervorragend” zum Kanonenfutter und Versuchskaninchen für die schrecklichsten Waffen wie den radioaktiven DU-238-Geschossen gemacht, die schon während "desert storm” 1991 eingesetzt wurden und Todgeburten, Leukämie, verkrüppelte Kinder sowie genetische Mutationen hervorrufen. (siehe dazu die Forschung von Dr. Günther)Krieg – Terror – Krieg – Terror.....Kriege dienen auch dazu, von inneren sozialen und politischen Krisen abzulenken, das Waffenbusiness anzukurbeln, Absatzmärkte zu erobern sowie die strategisch wichtigen Rohstoffe zu kontrollieren (z.B. Öl). Heute aber geht es auch darum, Menschen, die als “unnütze Fresser” (Ökokrise) oder Unruhepotential für die globale Verwertung gelten, zu vernichten. Deswegen heißen solche Opfer von heutigen Distanzwaffen und Massenvernichtungsmitteln ”Kollateralschäden” statt als Menschen gesehen zu werden.Global und lokal Destruktionskreisläufe umwandeln! Aber nicht nur im offenen Krieg bedroht das kapitalistische Patriarchat das Leben und die Lebensentwürfe von Frauen/Menschen, denn Kapitalismus ist permanenter Krieg aller gegen alle auf dem Rücken von Frauen. Laut neoliberalen Regeln der WTO ist die Militärindustrie der einzige Bereich, welchen die Staaten legal subventionieren dürfen sollen. Alle Lebensvorsorge für Bürgerinnen und Lebewesen dagegen (Wasser, Nahrung, Luft, Versorgungsinfrastruktur) sollen dem privaten Gewinnstreben durch deren vollständiger Privatisieren dienen. Hierzu findet vom 9. bis 11. Mai in der Fachhochschule Köln eine Konferenz statt, die die Auswirkungen des GATS untersucht und darstellt. (Anfragen an: Maria Mies, mariamies@aol.com). Aber so viel wissen schon jetzt:Die Folge dieser verheerenden Fehlsetzung von Prioritäten ist eine ausufernde Waffenindustrie, die sich Politiker hält und endlose Kriege bedient und befördert, anstatt dass die Bekämpfung des Hungers und der Umweltzerstörung vorangetrieben werden. Das Patriarchat wird unmittelbar für alle Menschen weltweit lebensbedrohlich! (arbeitet dazu auch das FNA [Frauennetzwerk Attac] in Berlin? Treffen in Berlin ist jeden 1. Di. im Monat 18.00 h Frieda-Frauenzentrum, Proskauer Str. 6 - letzten Dienstag war jedoch nur eine einzige Frau vom FNA anwesend)Genderhierarchie und ArbeitsteilungOhne die unbezahlte Reproduktions und Sozialarbeit von Frauen ist der Kapitalismus kaum denkbar. Die wenigen Schritte, die in den reichen Ländern in Richtung Autonomie, Genderdemokratie, Vergesellschaftung der sozialen Arbeit als Lohnarbeit und Lohngleichheit gemacht wurden, werden nun durch die beschleunigte Verwertungskrise des Kapitalismus wieder rückgängig gemacht. In manchen Betrieben wurden Frauen gar dazu genötigt, sich sterilisieren zu lassen, um einen Arbeitsplatz darin zu erhalten. Die Organisation der Arbeit, die sowohl zumeist durch Zwang, Fremdbestimmung und Ausbeutung geprägt ist, als auch die Erwerbslosigkeit ausweitet, ist wie auch Organisation des Handels kriegsförmig: n jeder Wirtschaftskrise verlieren zuerst die Frauen ihren Job. Durch das jetzt installierte Hartz - Gesetz werden Frauen noch mehr von ihren Ehemännern abhängig gemacht und in Billiglohnjobs gedrängt. Für sie werden vermehrt schlecht bezahlte Mini-Jobs und Dienstmädchenstellen geschaffen, haushaltsnah falls dann eine schnelle Berufsarmee die Zivis freisetzt und die Frauen deren kostenlose Sozialarbeit günstig machen sollen. Die Soldatinnen sind dann der Inbegriff der Emanzipation im militaristischen Patriarchat.Ganz besonders hart trifft es Migrantinnen bzw. Flüchtlingsfrauen, die – insbesondere wenn sie keinen Job finden – von Abschiebung bedroht sind und unter miesen Bedingungen hier in einem der reichsten Länder der Welt leben müssen. Informationen über die Situation von Flüchtlingen: http://www.berlinet.de/ari/Berlin – Stadt der Frauen ?In Berlin hat zusätzlich ein Netz von Unternehmern, Bankern und Politikern durch sittenwidrige Immobilienfonds eine kriminelle Kreditmaschine zur Verschleierung von Risiken mittels der Ausnutzung des öffentlich abgesicherten Auftrages der Sparkasse (mit Hilfe der mafiösen Konstruktion der Berliner Bankgesellschaft) geschaffen und damit die öffentlichen Kassen mit geplündert. Durch die Bürgschaft des Senates für die BGB wird nun eine Kahlschlagsanierung im sozialen Bereich beschleunigt, die auch wiederum Frauen- und Mädchenprojekte sowie Kindertagesstätten mit am härtesten trifft. Obwohl - durch Sozialdruck und verstärkten Machokult - Vergewaltigungen stark angestiegen sind, werden Projekte, die sich den Opfern widmen, nicht mehr weiterfinanziert und mussten deshalb schließen. Wir hoffen, dass dazu auch die „Initiative Berliner Bankenskandal“ arbeitet:Kontakt: http//www.berliner-bankenskandal.de Wir Frauen kämpfen für ein besseres Leben und eine menschenwürdige ZukunftSeit 1910 gilt der 8. März als internationaler Aktionstag für Frauenrechte und gegen Krieg. 1908, bei einen Streik von Textilarbeiterinnen in New York, wurden die streikenden Arbeiterinnen von den Fabrikbesitzern in der Fabrik eingesperrt. Es brach ein Feuer aus und 129 Frauen kamen in den Flammen um. Der 8. März soll an diese und andere Frauen erinnern, die für ein besseres Leben und ihre Rechte gekämpft haben. Durch Streiks haben die Arbeiterinnen – zusammen mit ihren Männern, Freunden und Söhnen - ab 1917/18 den 1. Weltkrieg beendet. Ohne die Kämpfe der Frauen wären Frauen heute noch völlig rechtlos und es gäbe immer noch einen Arbeitstag von 14 Stunden, Kinderarbeit und Frauen hätten immer noch kein Wahlrecht und die Möglichkeit zu studieren. Zum 4. Mal rufen deshalb Frauengruppen - unterstützt von Männern gegen Militarismus - international am 8. März zu einem weltweiten Aktions- und Streiktag unter „Invest in Caring - Not Killing !“ auf, um gegen Kriege, Waffenhandel und Rüstungsproduktion zu protestieren, denn: Das kapitalistische Patriarchat ist zu einem Kapitalverbrechen an der Menschheit geworden und muss dringend umgewandelt werden! DESHALB:
  • INVESTITIONEN IN DAS LEBEN, DESSEN FÜRSORGE UND NICHT MEHR IN ZERSTÖRUNG UND MORD!
  • Den Krieg gegen den Irak verhindern und alle anderen Kriege austrocknen!
  • Weltweit abrüsten und die Armeen schrumpfen und auflösen!
  • WTO, GATS, IMF grundlegend verändern für Leben bzw. aufheben!
  • Militärindustrien in Gebrauchsgüterindustrien umwandeln!
  • Eine gesellschaftliche Produktion für die Bedürfnisse des Menschen als soziales und natürliches Gattungswesen!
Dafür wollen wir (nicht nur) am 8. März 2003 auf vielfältige Art kämpfen !!!Kontaktmöglichkeit:Frauen-Streik-Café, jeden Sonntag ab 17 Uhr im Nachbarschaftsladen “Lante”, Weisestr. 53, Ubhf. Boddinstr. infos über globale activitäten: http://womenstrike8m.server101.com/Überlegt Euch Aktionen, nehmt an den Demonstrationen teil und nehmt Kontakt mit uns auf!!!
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Ergänzungen

Noch mehr Friedens Organsationen?

Swami 20.02.2003 - 22:29
Männer wollen Uncle Sam auch schon mit einer Wiederbelebten Hare Krishna Bewegung einkreisen, mit Rosa Kutte und Glöckchen und so, die brauchen keinen Verweigerer Antrag stellen, die Hare Krishnas werfen sie bei den Armeen automatisch wieder raus, wenn die am ersten Tag mit ihrer Rosa Kutte und Glöckchen auftauchen.

Das liegt wohl mehr in Bettel Mönch begründet

Heinz 20.02.2003 - 22:36
Die haben bloß wieder ne Möglichkeit gefunden, ihren Luxus Körper zu schonen.

Solidarität!

pedder 20.02.2003 - 23:31
Na endlich!
Wie Recht ihr habt, diese Welt ist das Produkt von Männerphantasien, welchen komplett das Mitgefühl abhandenkam, um noch besser funktionieren zu können.
Männer denken mit zwei Köpfen und das dazwischen liegende Herz wird dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Ach ja was wir uns immer für utopische "Wir`s" ausdenken, davon müsste Frau doch ein Beziehungslied zu singen wissen.
Weshalb glaubt ihr eigentlich verwandeln sich manche Männer in Beziehungen zu kleinen anlehnungsbedürftigen Muttersöhnchen und ein anderer Teil in ein agressives Gegenüber?
Meiner Selbstkenntnis und Vermutung nach, da wir bei euch etwas finden von dem wir nicht viel bis keine Ahnung haben, ein Gefühl von dem wir wissen dass es uns so fehlt und wenn es uns nahe kommt, wir am liebsten den Verstand komplett verlieren, ausschalten und uns darin auch noch baden.
Ach ja und die zwischengeschlechtlichen Beziehungen, sie werden immer konfuser und komplizierter, wir scheinen uns wirklich in verschiedene Galaxien zu entwickeln.
Das eindrucksvollste was ich von einer Frau zum Thema Patriarchat gelesen habe stand in dem Buch "Angst vor Deutschland". Darin beschrieb Margarete Mitscherlich-Nielsen diese männliche Neigung zum "Überwir".
Da ich mich auch etwas mit Psychologie beschäftige, erkenne ich darin die Verneinung des Ich. Was ich damit ausdrücken möchte ist eine Schwäche,welche das männliche Individuum, mit der Stärke des Wir kompensieren.
Für uns Männer, zumindest wenn wir zu den Unterpriviligierten gehören, sieht die Welt auch nicht gerade rosig aus, unsere Psyche fordert uns den Übermenschen ab und unsere Gefühle befinden sich im permanenten Betäubungszustand, vernebelt von allerlei getäuschter Phantasie werden aus uns alte enttäuschte, oft verbitterte Zeitgenossen.
Das was im Außen der Kampf der Kulturen genannt wird das ist im regionalen Innern; dem Gerschlechterkampf schon fast gleichzusetzen. Dass dieser schon lange andauert und schon viele Geschlechter-Kampf-Fragen, sich in der Geschichte auch schon öfters zu dramatischen Schritten entwickelten sollte auch die Frauenbewegung der Molly Mc Weier( vermute das ich das falsch geschrieben habe, aber der sound stimmt) in Erinnerung rufen, oder vielleicht auch die Vorstellungen von Fourier, was wis ich ich bin Mann.
Ich höre hier mal auf, bevor meine Geschlechtsgenossen über mich herfallen und mir das Verräterstigma einbrennen, lasst uns zusammen weiterdenken, wo ist das Ziel bei dem beide Geschlechter zu ihrem Recht zurückkommen können?

Richtig! Weiterhin...

Jane 21.02.2003 - 13:37
"Für die meisten Frauen der Welt bedeutet Krieg nicht nur Lebensgefahr, sondern der drohende Verlust von Existenz, Verwandten oder ihrer Familie als [G, Anm.des/r.Verf.]anzes. Es drohen Bombardierung, Vergewaltigung, Flucht, Armut, Elend und Hunger(tod)."

Für die meisten Männer auch.

@pedde

frau 21.02.2003 - 19:17
"Wie Recht ihr habt, diese Welt ist das Produkt von Männerphantasien, welchen komplett das Mitgefühl abhandenkam, um noch besser funktionieren zu können."

wo steht das denn?

da fragte jemand:

frau 21.02.2003 - 19:40
"wo ist das Ziel bei dem beide Geschlechter zu ihrem Recht zurückkommen können?"

ich denke nicht, dass das durch die hilfe von rechtsanwälten geht!

Wo steht das und Rechtsbeistand

pedder 21.02.2003 - 20:48
Wieso die Frage , wo steht das, du hast es doch gelesen, da stands und ist meine Meinungsäußerung. Dabei schrieb ich doch über das Funktionieren,womit ich das "Robottern", stumpfsinnige Arbeit; meinte, welche mit den Gefühlen das zu tun hat, das sie permanent unterdrückt werden müssen um sich auf die Arbeit zu konzentrieren.
Das Funktionieren, "maschinengleich", es fordert den Preis der Selbstunterdrückung der Gefühle!
Dann wundert mich noch der Kommentar vonwegen Rechtsbeistand, wie soll ich das jetzt verstehen,so dass ich mich aus Frauenproblematiken raushalten soll, weil Frau der Meinung ist Kritik am Mann ist Frauensache?
Meine Intention lag eher darin eine Auseinandersetzung herbeizuschreiben in der Mann Stellung bezieht und zwar Selbstkritisch, nicht als Rechtsbeistand sondern zumindest teilsolidarisch. Solidarisch hab ich mich mit diesem geposteten Artikel gefühlt. Dass ich mich, mit von Frau(Nickname) geposteten Kommentar, nicht solidarisch fühle das liegt an dem was als Aussage vorliegt. Aber vielleicht war diese "Frau" ja auch ein Typ?

überarbeitung

sarah 22.02.2003 - 19:35
da der aufruf sehr schlecht gesetzt bzw. formatiert und z.t. auch formuliert war, ist hier die überarbeitung:

„Frauen für eine humane Zukunft und menschliche Emanzipation“ rufen auf:
Schluss mit der patriarchalen Gewaltkultur!!!

Für die Staatsmänner der Welt und ihre Auftraggeber - z.B. die Aktionäre und Manager der Waffenindustrien aller Herren Länder samt der globalen Firmenkonglomerate - ist der Krieg die Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln, wie dies auch US-General Myers (sinngemäß übersetzt) sagte: „Dieser neue globale Krieg wird im Endeffekt zum Schutz der korporativen Interessen und Kapitalanlagen und zur Eindämmung des Widerstandes dagegen geführt werden“ (siehe: „www.space4peace.org“).

Für die meisten Frauen der Welt bedeutet
Krieg nicht nur Lebensgefahr, sondern der drohende Verlust von Existenz, Verwandten und oder sogar ihrer gesamten Familie. Es drohen Bombardierung, Vergewaltigung, Flucht, Armut, Elend und Hunger(tod). Aufrüstung, brutale Konkurrenz, Kampf um Weltherrschaft und Krieg sind weiterhin die zentralen Muster dieses Systems. In Kriegen zeigt diese Zivilisation, was “Menschenrechte” bedeuten: es ist die Durchsetzung von Gewalt: Macht-, Größenwahn und Militarismus incl. Männerbündelei (+ KomplizInnen) und Servilität. Wir müssen erkennen, dass unter dn weißen Westen der, die „Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit“ deklarier(t)en, schwarz-braune Herzen schlagen.
Erwiesenermaßen sind heutzutage die Opfer von Kriegen ( wie beim Terrorismus) überwiegend Zivilisten, also hauptsächlich Frauen und Kinder, es sei denn sie werden - wie bisher nur die Männer - auch als Soldatinnen verheizt. Dies, weil die Armut der Mehrzahl der Frauen in den durch den Kolonialismus und Imperialismus verwüsteten Ländern oft besonders hoch ist, sie haben keine Mittel um zu flüchten. Sie werden deshalb “hervorragend” zum Kanonenfutter und Versuchskaninchen für die schrecklichsten Waffen wie den radioaktiven DU-238-Geschossen gemacht, die schon während "desert storm” 1991 eingesetzt wurden und Todgeburten, Leukämie, verkrüppelte Kinder sowie genetische Mutationen hervorrufen.

Krieg – Terror – Krieg – Terror.....
Kriege dienen auch dazu, von inneren sozialen und politischen Krisen abzulenken, das Waffenbusiness anzukurbeln, Absatzmärkte zu erobern sowie die strategisch wichtigen Rohstoffe zu kontrollieren (z.B. Öl). Es geht aber auch darum, Menschen, die als “unnütze Fresser” oder Unruhepotential für die globale Verwertung gelten, zu vernichten. Deswegen heißen solche Opfer von heutigen Distanzwaffen und Massenvernichtungsmitteln ”Kollateralschäden” statt als Menschen gesehen zu werden.

Global und lokal Destruktionsproduktion und -kreisläufe umkehren und aufheben!!
Aber nicht nur im offenen Krieg bedroht das kapitalistische Patriarchat das Leben und die Lebensentwürfe von Frauen/Menschen, denn Kapitalismus ist permanenter Krieg aller gegen alle auf dem Rücken von Frauen.
Laut neoliberalen Regeln innerhalb der heutigen Akkumulations-Krise ist die Militärindustrie der einzige Bereich, welchen die Staaten legal subventionieren dürfen sollen. Alle Lebensvorsorge für Bürgerinnen und Lebewesen dagegen (Wasser, Nahrung, Luft, Versorgungsinfrastruktur) sollen dem privaten Gewinnstreben durch deren vollständiger Privatisieren dienen. Vom 9. bis 11. Mai findet in der Fachhochschule Köln eine Konferenz statt, die die Auswirkungen des GATS untersucht und darstellt. (Anfragen an: Maria Mies,  mariamies@aol.com). Aber so viel wissen schon jetzt:
Die Folge dieser verheerenden Fehlsetzung von Prioritäten ist eine ausufernde Waffenindustrie, die sich Politiker hält und endlose Kriege bedient und befördert, anstatt dass die Bekämpfung des Hungers und der Umweltzerstörung vorangetrieben werden. Das Patriarchat wird unmittelbar für alle Menschen weltweit lebensbedrohlich!

Genderhierarchie und Arbeitsteilung
Ohne die unbezahlte Reproduktions- und Sozialarbeit von Frauen ist der Kapitalismus kaum denkbar. Die wenigen Schritte, die in den reichen Ländern in Richtung Autonomie, Genderdemokratie, Vergesellschaftung der sozialen Arbeit als Lohnarbeit und Lohngleichheit gemacht wurden, werden nun durch die beschleunigte Verwertungskrise des Kapitalismus wieder rückgängig gemacht. In manchen Betrieben wurden Frauen gar dazu genötigt, sich sterilisieren zu lassen, um einen Arbeitsplatz darin zu erhalten. Die Organisation der Arbeit, die sowohl durch Zwang, Fremdbestimmung und Ausbeutung geprägt ist, ist wie auch Organisation des Handels kriegsförmig. In jeder Wirtschaftskrise verlieren zuerst die Frauen ihren Job. Durch das jetzt installierte Hartz - Gesetz werden Frauen noch mehr von ihren Ehemännern abhängig gemacht und in Billiglohnjobs gedrängt. Für sie werden vermehrt schlecht bezahlte Mini-Jobs und Dienstmädchenstellen geschaffen, haushaltsnah falls dann eine schnelle Berufsarmee die Zivis freisetzt und die Frauen deren kostenlose Sozialarbeit günstig machen sollen. Die SoldatInnen sind dann der Inbegriff der Emanzipation im militaristischen Patriarchat.
Ganz besonders hart trifft es Migrantinnen bzw. Flüchtlingsfrauen, die – insbesondere wenn sie keinen Job finden – von Abschiebung bedroht sind und unter elenden Bedingungen hier in einem der reichsten Länder der Welt leben müssen.

Berlin – Stadt der Frauen ?
In Berlin hat zusätzlich ein Netz von Unternehmern, Bankern und Politikern durch sittenwidrige Immobilienfonds eine kriminelle Kreditmaschine zur Verschleierung von Risiken mittels der Ausnutzung des öffentlich abgesicherten Auftrages der Sparkasse (mit Hilfe der mafiösen Konstruktion der Berliner Bankgesellschaft) geschaffen und damit die öffentlichen Kassen mit geplündert.
Durch die Bürgschaft des Senates für die BGB wird nun eine Kahlschlagsanierung im sozialen Bereich beschleunigt, die auch wiederum Frauen- und Mädchenprojekte sowie Kindertagesstätten mit am härtesten trifft. Obwohl - durch Sozialdruck und verstärkten Machokult - Vergewaltigungen stark angestiegen sind, werden Projekte, die sich den Opfern widmen, nicht mehr weiterfinanziert und mussten deshalb schließen. Wir hoffen, dass dazu auch die „Initiative Berliner Bankenskandal“ arbeitet: Kontakt:www.berliner-bankenskandal.de

Wir Frauen kämpfen für ein besseres Leben und eine menschenwürdige Zukunft

Seit 1910 gilt der 8. März als internationaler Aktionstag gegen Frauenunterdrückung und Krieg.
1908, bei einen Streik von Textilarbeiterinnen in New York, wurden die streikenden Arbeiterinnen von den Fabrikbesitzern in der Fabrik eingesperrt. Es brach ein Feuer aus und 129 Frauen kamen in den Flammen um. Der 8. März soll an diese und andere Frauen erinnern, die für ein besseres Leben gekämpft haben. Durch Streiks haben die Arbeiterinnen – zusammen mit ihren Männern, Freunden und Söhnen - ab 1917/18 den 1. Weltkrieg beendet. Doch was haben wir erreicht? Durch Niederschlagung der emanzipatiorischen Bewegung wurden alle unsere Bemühungen wieder zunichte gemacht, es kam zum 2. Weltkrieg, der Shoah, vielen weiteren Kriegen nach 1945 und in den kolonialisierten Ländern existiert immer noch ein Arbeitstag von mehr als 12 Stunden für Frauen. Auch die Kinderarbeit hat weltweit wieder zugenommen. Allein dies sollte genügend Grund für uns sein, weiterhin „auf die Barrikaden zu gehen!“

Zum 4. Mal rufen deshalb Frauengruppen - unterstützt von Männern gegen Militarismus - international am 8. März zu einem weltweiten Aktions- und Streiktag unter „Invest in Caring - Not in Killing !“ auf, um gegen Kriege, Waffenhandel und Rüstungsproduktion zu protestieren, denn: Das kapitalistische Patriarchat ist zu einem Kapitalverbrechen an der Menschheit geworden und muss dringend umgewandelt werden!

DESHALB:
INVESTITIONEN IN DAS LEBEN, DESSEN FÜRSORGE UND NICHT MEHR IN ZERSTÖRUNG UND MORD!
Den Krieg gegen den Irak verhindern und alle anderen Kriege austrocknen!
Weltweit abrüsten und die Armeen schumpfen-auflösen!
WTO, GATS, IMF grundlegend verändern für Leben bzw. aufheben!
Militärindustrien in Gebrauchsgüterindustrien umwandeln!
Eine gesellschaftliche Produktion für die Bedürfnisse des Menschen als soziales und natürliches Gattungswesen!

dafür wollen wir nicht nur am 8. März 2003 auf vielfältige art und weise kämpfen !!!
Samstag, den 8. März 2003: Frauendemonstration 14 Uhr, ab Rosa-Luxemburg-Platz
make love – not war war or law(s)!

Kontaktmöglichkeit:Frauen-Streik-Café, jeden Sonntag ab 17 Uhr im Nachbarschaftsladen “Lante”,

Weisestr. 53, Ubhf. Boddinstr.
email:  human_emancipation@gmx.net,

@heinz

sarah 22.02.2003 - 20:00
luxuskörper schonen? mein körper, meine psyche und mein geist bräuchten eigentlich mal schonung. denn schonungslos wurde damit von geburt an umgegangen. missbrauch, verdummung, körperliche gewalt seitens meines vaters, der mich - obwohl er schwielige arbeiterhände hatte auch noch mit holzknüppeln ins gesicht und auf den kopf schlug - vergewaltigung von zwei männern, als ich noch ein junges mädchen von 15 jahren war... meine mutter machte suizid u.a. wegen vergewaltigung in der ehe...

willst noch mehr von meiner "schonung"????
ich könnte jetzt noch von rauswürfen und knechtung an arbeitsplätzen und auf ämtern berichten. oder auch die viele gerichtsprozesse. im frühjahr 2001 wurde ich brutal zwangsgeräumt, weil ich die miete für die wohnung nicht mehr zahlen konnte...

willste noch mehr von "schonung" wissen?
doch noch apropos luxuskörper:
ja - ich habe mal als prostituierte gearbeitet, weil ich damit mehr geld verdienen konnte als in meinem beruf. interessant war es, vieviel "linke" männer den dienst einer prostituierten in anspruch nehmen... - denn die meisten haben reiche eltern und können sich das leisten....

@heinz und pedder

sarah 22.02.2003 - 22:08
zu dir pedder möchte ich noch sagen, dass wir mit rechtsfetischismus nicht weiterkommen. doch ansonsten war dein posting und die darin enthaltene reflexion sehr gut. in einem der aufrufentwürfe, den wir als relativ buntes mix aus 4 frauen geschrieben/formuliert haben, stand z.b. die formulierung: "in unseren reichen ländern". auch da ist es wieder: das patriarchale über-wir, das sich sogar anmasst, von "unserem reichtum" zu sprechen, obwohl wir doch vollständig davon expropriiert sind. ich habe dies vehement kritisiert und wir debattieren dazu immer noch.

...und an heinz habe ich noch siegänzung: es gab nicht nur "knechtung" und schonungslose gewalt. wir haben auch gekämpft. z.b. in einer fabrik, in der ich in der "frauenleichtlohngruppe" war, haben wir wild gestreikt, das betriebsratsbüro besetzt und damit die entlassung von türkischen mitarbeitern und die hochschraubung des akkordes verhindert.
1980/81 haben wir in kurzer zeit über 140 häuser besetzt. daran waren auch viele frauen aktiv beteiligt. und in der anti-kriegsbewegung sind selbstredend viele frauen aktiv. aber natürlich versuchen sich die männer darin auch in den vordergrund zu schieben...

Antikriegslied

krümel mensch 22.02.2003 - 22:19
Der Tod ist ein Meister der Zivilisation
ein Lied gegen den Krieg und für die Liebe

Und wieder tauchen die Gespenster der Vergangenheit aus ihre modernden Gräbern hervor und überziehen die Welt mit ihrem Pesthauch der Barbarei. Folgendes Lied habe ich den Menschen gewidmet, die sich nach Geschwisterlichkeit und Freundschaft, wirklichem Humanismus und LEBEN jenseits der Demo-Kratura sehnen (zu singen nach der Melodie von „Soldat, Soldat“ von W. Biermann):


Du Krieg, Du Krieg bist siegesgeil
Bietest Deine Gebeine wieder mal feil
Hilfst dem Rüstungsbusiness beim Gewinn
Und gibst Dich seinen Waffen hin.
Du Krieg, Du Krieg Du Bombenwirt,
Du hast doch Angst vor Liebesflirt.
Du liebst doch nur den Menschenbetrug
Und frönst ihn beim Bomberflug.

Du bist ein Skelett in Uniform
Dein Rumgeklapper ist die Norm
Du bist ein vergreister Gerontokrat
Und dienst dem Staat als Bürokrat
Als Meister dienst Du nur dem Tod
Du Kriegsskelett wirst niemals rot
Skelette können gar nicht feiern,
und sie machen die Feiern bleiern!

Soldat, Du bist ihr Kanonenfutter,
beim Manöver ist noch alles in Butter,
doch nun fängt der Ernst des Krieges an,
der in diesem Millemasolenium begann.
Du wirst auf dem Schlachtfeld des Profits verheizt
Doch bei der Fürsorge wurde stets rumgegeizt...
Ja Du opferst Dich für die Reichen auf,
die da leben ins Saus und Braus

Der Krieg hinterläßt ein gewaltiges Grab
mit jeder Bombe, die stürzt voller Wucht hinab
Sie trifft kleine Kinder, Frauen und Greise
Und mordet Ängstliche, Dumme und Weise
Wir wollen kein weiteres Kriegs-Trümmerfeld,
sondern Liebe und Glück auf dieser Welt
Besinnt Euch und leistet Widerstand
Gegen den drohenden Weltenbrand!

Noch leben wir im „ruhigen Hinterland“,
die Medien streu‘n in uns’re Augen Sand
sie sagen, der Staat hätte alles im Griff
Doch bei Menschen-Opfern ist er nie pingelig
Das Kapitalverbrechen mordet täglich weiter
Und denkt nur an seine Karriereleiter
Demnächst verteilt es wieder Heldenorden
für’s effektive Morden!

Die Friedhofsruhe muß sofort aufhören!
Wir müssen die Kriegsgeschäfte jetzt stören!
Keine Frau, kein Mann für Krieg und Tod
Denn statt dessen brauchen wir Menschen Brot
Und nicht nur Brot, auch Liebe und Wein
Denn wir werden nicht satt nur vom Brot allein
Und vor dem Tod gibt es ein wirkliches Leben
Und danach laßt uns jetzt streben!

Wir knüpfen deshalb Freundschaftsnetze
Und trotzen diesem Kriegsgehetze
Wir arbeiten gegen die Kriegsherrn der Welt,
denn wir haben sie nicht für uns‘re Vernichtung gewählt.
Soldaten, werdet nicht ihre Mörderbrut
Verweigert Euch ihnen - dann wird alles gut.
Und aus Notwehr dreht die Gewehre um,
gegen die, die verkaufen uns für dumm!

Erst wenn wir den Kriegsherrn ihr Handwerk legen
Wird es unter uns richtigen Frieden geben
Erst wenn die Konkurrenz besiegt ist,
brauchen wir niemals wieder eine Kriegslist!
Wenn all die Mächtigen dieser Welt
Sind befreit von ihrer Macht und ihrem Geld
Können wir Menschen Geschwister sein
im fröhlichen Menschheitsverein

wir brauchen einen schönen ort der begegnung und freundschaft, damit wir zusammenkommen können! wisst ihr einen? und sollten wir nicht versuchen, überall hier in berlin freundschaftlich miteinander zu sprechen und zu verkehren?

hier noch für dich:
 http://de.indymedia.org/2003/02/42338.shtml

macht doch mit!!!!
brechen wir aus dem bürgerlichen alltag aus !!!

Beidseitiges Verstehen lernen !

Pedder 22.02.2003 - 22:43
Wieso Rechtsfetischismus? Wir sind doch in der Lage Freundschaft zu definieren und dies geschlechtsunabhängig, oder?.
Es sind die ungeschriebenen Gesetze der Freundschaft, der Verstand des Herzens und die Fähigkeit Aufklärung über sie zu erlangen. Wenn Mensch erst mal verstanden hat, was eigentlich die gute gleichberechtigte Freundschaft bedingt, von was sie lebt, mit was sie stirbt,die/der ist auch in der Lage das Recht der Freiheit einzufordern,und ihr Name ist Autonomie. Zunindest entspringt dies meinem Männergehirn; die Forderung, nach dem größtmöglichen Recht auf persönliche Autonomie. Doch wie beschrieben sehe ich dies als zunächst mal als Männerfantasie, meine eigene.
Und deshalb und nur deshalb ist für mich Frauenrecht nicht gleich die Gleichberechtigung im "Männerrecht", sondern es fehlt mir die definitive weibliche Position, welche nicht einfach nur identisch mit der männlichen sein kann.
Zu meinem Frau-Kommentar, nur noch eines. Nachdem ich den grausamen Werdegang von Frau gelesen habe, macht mich das ganz schön betroffen und ich wünsche Frau, dass sie sich von ihren Traumata eines Tages befreien kann. "Frau kann noch immer etwas daraus machen, was Mann aus ihr gemacht hat".
Ich wünsche dir das Allerbeste " tiefe Freundschaft"!

@pedder

sarah 22.02.2003 - 23:17
danke für dein freundschaftsangebot. doch ich denke, dass es primär darum geht, unsere bedürfnisse klar zu artikulieren und die selbstbestimmung für uns zu reklamieren. daraus folgt dann die materielle und ideelle aner-sie-kennung. dies ist jenseits des doch relativ abstrakten "rechtes", nicht wahr? denn ich habe lernen müssen, dass recht mehr pflicht und repression denn die erfüllung meiner bedürfnisse bedeutet.

@pedder

Sarah 23.02.2003 - 19:14
meine traumatas sind stets virulent, da die gesellschaft so beschaffen ist, dass frau unter psychotraumatic stress disorder gesetzt wird bzw. daran leiden muss. (siehe dazu auch: "der wahnsinn der normalität" und andere bücher von Arno Gruen)
 http://coforum.de/index.php4?Arno_Gruen

sexuelle gewalt mag zwar schlimmer erscheinen, wie das tubu von nähe, zärtlichkeit und kindlicher neugier auf sexualität, doch ist in meinem begriff des missbrauches beides enthalten.

und zum trauma: es kommen noch die hinzu, die meinen freund/innen angetan wurden und sich hilfesuchend an mich gewendet haben.
ein trauma war in den 80er jahren auch der versuch eines nazis, mich zu tode zu foltern (zuerst wollte er mir die augen ausstechen...) und dem ich entwischen konnte ...
aber ich habe durch dies und anderes gelernt, keine angst mehr vor dem tod zu haben... und denke auch, dass wir durch solche er-sie-fahrungen bewusster leben.