Weitere Bilder aus Athen

pia 17.02.2003 14:41 Themen: Militarismus
Bilder von der Antikriegsdemo in Athen, bei der es an der US-Botschaft zu Ausschreitungen kam.
Bilder von der Antikriegsdemo in Athen, bei der es an der US-Botschaft zu Ausschreitungen kam.
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Ergänzungen

Eindrucksvolle Bilder sind das

Ray Bellion 17.02.2003 - 15:51
Danke dass ihr die Bilder "geschossen" und für alle bereitgestellt habt...

Nachfrage

Fidel 17.02.2003 - 16:04
Würde mich über einen kurzen Bericht freuen,
wie es zu diesen Auseinandersetzungen gekommen ist...??

Hat ja scheinbar eine Qualität (jetzt mal "neutral" gemeint) dort in Griechenland gehabt, wie sonst nirgendwo in Old Europe bzw. sonst wo in der Welt...

Oder irre ich in diesem Punkt?

Auch in Spanien

Graph Zahl 17.02.2003 - 16:32
In Spanien wurden in mehreren Kleinstädten die Demonstrationen ausinandergeprügelt. Allerdings ist Aznar auch ein extrener Rechter. In UK gab es Rangeleien mit der Polizei.
Die Übergriffe in NYC oder San Francisco sind bekannt, liegt aber nicht in Europa.
So staatstragend wie in Berlin war es sonst noch in Belgien und Frankreich. Hat damit zu tun, daß die Regierungen geschickter auf die Bewegung reagieren, indem sie die versuchen zu vereinnahmen.

so nicht

anti-depp 17.02.2003 - 17:34
da scheinen ja ein paar ganz neidisch nach griechenland zu schauen. auf die mutigen hellas-steinewerfer. und hier? alles so staatstragend. schlimm!? glaubt ihr dass solche krawallbilder gross mobilisieren???
von attac lernen heißt hirn einschalten

naja, nicht unbedingt

anarchia si 17.02.2003 - 18:07
was das erreichen der leute angeht vielleicht. andererseits sollte sich attac vielleicht auch einmal mit grundsätzlicherem auseinandersetzen, sonst endet es wie bei den grünen oder wie bei schily. die breite der bewegung ist entscheidend.

17.02.2003 - 18:07
was hat attac denn mit seinem schmusekurs bisher erreicht?

erfolg

nochmal anti-depp 17.02.2003 - 18:31
was als erfolg zu werten ist, sieht sicherlich jeder etwas anders. was hat attac erreicht? dem stelle ich (kein attacie) zwei fragen gegenüber. wer hat die internationale vernetzung am 15.2. maßgeblich befördert? wer klärt über die zusammenhänge zwischen krieg und neoliberaler globalisierung auf? ich finde super, was attac macht. das ist bildungsarbeit und aufklärung die sich in allen schichten der gesellschaft verfängt. oder sind es die exzesse am 1.mai, welche die leute zum überdenken der situation in der brd und global bringt??

Z

Ronaldo 17.02.2003 - 18:32
In Greece ist halt immer noch der Hass auf die USA relativ gross. Dies hat vor allem auch mit der Unterstützung der Militärjunta in den 70er-Jahren durch den CIA zu tun. Wer sich mehr dafür interessiert, dem sei der Film "Z" von Costa-Gravas wärmstens empfohlen!

@anti-depp

depp 17.02.2003 - 19:23
ich stelle einige weitere fragen in den raum.
wer versucht saemtlichen protest zu vereinnahmen? ATTAC. wer hat nur eine unzureichende kritik bis gar keine kritik am kapitalismus? ATTAC.
schoen, dass es attac gibt. mit einer radikalen kritik des kapitalismus haben die aber nix zu tun. und kriege, wie sie jetzt immer oefters stattfinden und stattfinden werden, sind nix anderes, als die antwort des kapitalismus auf seine eigene krise.

Aufstandsbekämpfungsstrategie in Kommentaren?

Jemand 17.02.2003 - 20:17
Wer sich nur ein ganz klein wenig mit Protestbewegungen, Protestdynamiken beschäftigt hat, weiß, daß daß eine Bewegung nur dann größer und besser werden kann, wenn verschiedenste Spektren und Strömungen gleichermaßen Teil sind.
Während der Proteste gegen den IWF in Westberlin 1988 in der Anti-Atombewegung war es besonders deutlich. (genauso wie heute in Argentinien, Italien, Frankreich und den USA)
Gemäßigtere Gruppen sorgen dafür, daß breitere Bevölkerungsschichten angesprochen werden. Die radikalen Gruppen sorgen mit ihrer radikalen Kritik und den oft direkteren Aktionen dafür, daß die Bewegung eine bestimmte Dynamik und eine gewisse Radikalität bekommt. Die gemäßigteren Strömungen sind daher oft in der Vermittlungsrolle.
Eine Bewegung kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Strömungen die Gemeinsamkeiten entdecken und zusammenhalten, aber auch gegenseitig Kritik zulassen (wobei hier die radikaleren Gruppen meist wesentlich dogmatischer sind und die gemäßigteren eher Angst um ihren Ruf haben).

Eine rein radikale Bewegung wird immer isoliert bleiben und eine rein gemäsßigte Bewegung wird nur minimale Veränderungen herbeiführen.

Das alles wissen auch die Staatsmacht. Aufstandsbekämpfungsstrategien zielen ja im wesentlichen auf Spaltung sozialer Bewegungen ab. Zumeist wird eben aus obigen Erkenntnissen heraus meist in radikal-gemässigt gespalten. Dabei wird völlig unsinnig die Zuschreibung "radikal=gewalt" und "gemässigt=pazifistisch" gemacht. (die radikalen Pazifisten der Grasswurzelrevolution sind sind ohl nur ein Beispiel das gegen diese Einteilung spricht. Übrigens werden die vom VS als die "gefährlichsten" eingestuft)
Ein Teil der Strategie zielt also darauf ab, um jeden Preis einen Keil zwischen die verschiedenen Strömungen zu treiben. Kein Wunder, daß die Zusammenhänge, die alle Strömungen ansprechen und direkt radikale Inhalte in breite Bevölkerungskreise streuen, am stärksten von polizeilicher Repression betroffen sind.

Letztlich frage ich mich daher, was hier für Leute diese Sinnlosdebatten anstoßen:
- sind es Leute, die selbstverliebt in die Marginalität der Linken alles daran setzen, isoliert zu bleiben
- sind es Leute, die so von sich und ihrer Ideologie eingenommen sind, daß ihnen jeglicher Realitätssinn abgeht
- oder sind hier auch Strategen unterwegs, die im Sinne der Regierung agieren?
Was auch immer, es kommt aufs Selbe raus. Glücklicherweise haben Kommentare bei Indy nicht soooo viel Einfluss...



keinen einfluss?

iana 18.02.2003 - 00:20
der einfluss besteht darin, daß die seit langem anhaltend erscheinenden streitereien, was nun toll links is und was bös links is und wer eigentlich doch fascho oder nich und viel zu soft und oder.... -> dazu führen, daß aus indymedia.de auf keinen fall ein medium wird, das von einer größeren menge menschen als unabhängige informationsquelle genutzt wird. denn wer will denn sowas lesen? so hat die tolle oder nich so tolle radikal linke wunderbar dafür gesorgt, das indymedia in deutschland nur für hartgesottene drüberhinweglesende noch zu ertragen ist. unabhängige information für viele.... halt doch nich. schade

Das ist so nicht richtig

Inside 18.02.2003 - 03:01
Indy wird von immer mehr Menschen gelesen und irgendwie sorgen diese Spasti-Kommentare dafür, daß sich sowas wie ein "dickes Fell" aufbaut (Stichwort Medienkompetenz). Die meisten Leute, die ich kenne sagen einfach "ich lese keine Kommentare, da pöbeln eh bloss die selben 20 Spacken". Ein paar andere: Ja die Kommentare les` ich, weiss aber, daß vieles von Provokateuren kommt.
Aber hast schon recht: Diese Spinner verhindern viel, was Indy werden könnte und einige tun es bewusst als Kamapgne gegen Indy.

An iana

linksradikal 18.02.2003 - 06:27
Oft bleibt für radikale linke nur der absolute Frust, wenn man indymedia-kommentare liest, das niveau liegt häufig auf der Ebene der einer "Grünen-Parteijugend", die gefühlsmässig irgendwie total von den Problemen der Welt "betroffen" ist, nach den "gesellschafts-strukturellen" Ursachen aber nicht mehr fragt. Das ist auch das Erschreckende an der "Anti-Kriegsbewegung", die so platt und unpolitisch ist, das es einen wirklich graußt. Leider machen die Beiträge auf indy keine Ausnahme, keinen grundlegenden Debatten sondern viele Bildchen und Selbstbeweihräucherung wie toll es ist, das so viele Menschen gegen den Krieg sind. Eine große globale Bewegung mit emanzipatorischen Charakter? Gemeinsam Kämpfen mit islamistischen Fundamentalisten, Nazis und etablierten Politikern gegen den "weltfeind" USA ?Mit (radikaler) Gesellschaftskritik hat das ganze kaum zu tun. Zum Glück entwickelt sich mittlerweile eine kritische Linke, die weder antideutsch noch dumpf gefühlsmässig-reaktionär ist. Diese Entwicklung geht an Indy aber scheinbar vorbei...

Macht der Bilder

timsen 18.02.2003 - 10:44
Ich fand die an der Akropolis angebrachten Riesentranspas deutlich beeindruckender als diese beliebigen Krawallfotos hier. Wer die Qualität der Antikriegsbewegung an solcher Steinschmeißerei festmacht, gehört in den 1.-Mai-Kindergarten. Wer ernsthaft diesen Krieg verhindern und damit den Menschen im Irak helfen will, ist in der nicht mehr zu übersehenden globalen Antikriegsbewegung besser aufgehoben. Diese Karawane zieht weiter, und die versprengten "linken" Gralshüter mögen da in ihrer isolierten Ecke kläffen. Mal sehen, wer am Ende mehr erreicht hat!

Re:

... 18.02.2003 - 12:19
also mich nervt das angepisse einiger seiten hier auch ...
ich muss linksradikal zustimmen das einiges echt derbe platt is und das ist auch ne sache die mich anpisst nur naja dagegen kannst du nichts machen leider wenn du den leuten die das ganze so platt sehen ins gewissen reden willst bzw. den klar machen willst wie falsch und verlogen alles eigentlich is und ihnen "zeigen" willst was der wirkliche grund für ihre misere ist dann stempeln sie dich als deppen ab solange es ihnen gut geht die meisten menschen handeln erst bzw. denken erst über ihre situation nach wenn es eigentlich schon zu spät ist deswegen würde ich mich darüber net so aufregen die werden schon sehen was sie davon haben und die werden es schon von allein lernen wenn du ihnen ma 'nen fingerzeig gegeben hast ...

ich finde es wesentlich wichtiger das die linke zusammenhält weil wenn wir uns spalten lassen dann sind wir im endeffekt die deppen ...

Ja, sowas meinte ich

Jemand 18.02.2003 - 13:55
Was sind das für Leute, wie "linksradikal" und ?
Versuchen die hier künstlich einen Streit anzuzetteln?
Scheint so.
Wenn "linksradikal" behauptet " das niveau liegt häufig auf der Ebene der einer "Grünen-Parteijugend", die gefühlsmässig irgendwie total von den Problemen der Welt "betroffen" ist,"
lügt er. Das niveau ist bei Indy bekannt dafür, daß Kinderzimmerrevoluzzer ständig was von Revolution faseln und wenn mal jemand nicht DieEinzigWahreRevo(TM) wollen, werden sie als Nazis beschimpft. Tja, und "timsen" scheint sich über das, was ich oben schreib lustig zu machen.
Man weiß nie, wer bei Indy postet, daher kann man nur mustmassen.
Ich gehe jedenfalls davon aus, daß hier von Bullenseite odrdentlich mitgemischt und Streit angeheizt wird.

Wahrer Kern

timsen 18.02.2003 - 21:00
Werter Jemand, es lag mir fern, mich über dich lustig zu machen. Im Gegenteil, der Beitrag ist in der Analyse von den Ergänzungen hier m.E. einer der Klarsten, dem ich nicht widerspreche. Die Mutmaßungen über Postings missliebiger Seiten finde ich indes eine Geisterdebatte. Wo jedeR veröffentlichen kann, finden sich auch jenseits der Staatsmacht - der das in nennenswertem Umfang m.E. auch einfach zu blöd und aufwändig wäre - schräge Statements. Das gehört zur Pluralität. Die finde ich erstmal ein hohes Gut, ob mir die Meinung jeweils passt oder nicht. Weil ich das in gewissen Zusammenhängen zusehends vermisste, oute ich mich mal als ex-Autonomi und grüße als Freigeist :-)