F15 in Moskau
Am 15. Februar, dem internationalen Aktionstag gegen den Krieg, nahmen AnarchistInnen, TrotzkistInnen und andere Linke und ausserdem Leute von Greenpeace an einer Demonstration in Moskau teil, die sich gegen den Krieg richtete, den die USA und Grossbritannien im Irak anzetteln wollen, und gegen jenen, den Russland in Tschetschenien führt.
Die Demo war mit etwa 180 bis 200 Teilnehmenden nicht gut besucht, aber zynische Bemerkungen (wie sie etwa von mehreren anwesenden Journalisten zur hören waren) sind nur angebracht, wenn man mit der politischen Situation im Land nicht gut vertraut ist.
Denn auf welcher Grundlange hätte die Aktion am 15. Februar mehr Zulauf bekommen können?
Die VeranstalterInnen hätte z.B. den bevorstehenden Krieg im Irak schlicht und ergreifend "vergessen" und lediglich gegen den Krieg in Tschetschenien protestieren können. In dem Fall hätten sich womöglich liberal eingestelltes Publikum eingefunden. Der Teil der aktiven Bevölkerung hat sich bereits in Zeiten vor der Perestroika die Inhalte westlicher Propaganda zu eigen gemacht und neigt dazu, alle oder fast alle Unternehmungen der USA gutzuheissen. Doch die VeranstalterInnen der Demo sträubten sich dagegen, das Thema Irak einfach fallen zu lassen. Allerdings hätte die Demo wesentlich mehr Zulauf bekommen, wenn der Tschetschenienkrieg von der Tagesordnung gestrichen worden wäre. Denn in dem Fall hätten sich die in Russland zahlreichen StalinistInnen aus den ganzen pseudokommunistischen Parteien, die Leute von der Nationalbolschewistischen Partei und andere amerikanophobe Teile der Bevölkerung angeschlossen, für die der Sinn der Proteste darin besteht, Amerika eins auszuwischen. Diese Leute interessieren sich für die möglichen Opfer unter der irakischen Zivilbevölkerung lediglich deshalb, weil deren Mörder Amerikaner sein werden. Würde sich hingegen der russische Imperialismus das Öl am Persischen Golf mit der gleichen Methode sichern wollen, dann würden die gleichen Leute zweifellos diesen Krieg rechtfertigen. Der Krieg in Tschetschenien lässt sie ohnehin kalt. Um sich davon deutlich abzugrenzen entschlossen sich die VeranstalterInnen an diesem Tag auch gegen jenen Krieg zu protestieren. Die rotbraune Menge äusserte demnach ihren Protest mit etwa 1000 Teilnehmenden auf einer eigenen Kundgebung vor der Botschaft der USA.
Letztendlich nimmt sich die Zahl von etwa 200 DemonstrantInnen für die derzeitigen Moskauer Verhältnisse also gar nicht so übel aus. Zudem herrschte auf den Strassen mit - 15 Grad starker Frost. Unüblich war ausserdem der relativ geringe Altersdurchschnitt von unter 40 Jahren. Normalerweise liegt der Schnitt mindestens 15 Jahre darüber.
Denn auf welcher Grundlange hätte die Aktion am 15. Februar mehr Zulauf bekommen können?
Die VeranstalterInnen hätte z.B. den bevorstehenden Krieg im Irak schlicht und ergreifend "vergessen" und lediglich gegen den Krieg in Tschetschenien protestieren können. In dem Fall hätten sich womöglich liberal eingestelltes Publikum eingefunden. Der Teil der aktiven Bevölkerung hat sich bereits in Zeiten vor der Perestroika die Inhalte westlicher Propaganda zu eigen gemacht und neigt dazu, alle oder fast alle Unternehmungen der USA gutzuheissen. Doch die VeranstalterInnen der Demo sträubten sich dagegen, das Thema Irak einfach fallen zu lassen. Allerdings hätte die Demo wesentlich mehr Zulauf bekommen, wenn der Tschetschenienkrieg von der Tagesordnung gestrichen worden wäre. Denn in dem Fall hätten sich die in Russland zahlreichen StalinistInnen aus den ganzen pseudokommunistischen Parteien, die Leute von der Nationalbolschewistischen Partei und andere amerikanophobe Teile der Bevölkerung angeschlossen, für die der Sinn der Proteste darin besteht, Amerika eins auszuwischen. Diese Leute interessieren sich für die möglichen Opfer unter der irakischen Zivilbevölkerung lediglich deshalb, weil deren Mörder Amerikaner sein werden. Würde sich hingegen der russische Imperialismus das Öl am Persischen Golf mit der gleichen Methode sichern wollen, dann würden die gleichen Leute zweifellos diesen Krieg rechtfertigen. Der Krieg in Tschetschenien lässt sie ohnehin kalt. Um sich davon deutlich abzugrenzen entschlossen sich die VeranstalterInnen an diesem Tag auch gegen jenen Krieg zu protestieren. Die rotbraune Menge äusserte demnach ihren Protest mit etwa 1000 Teilnehmenden auf einer eigenen Kundgebung vor der Botschaft der USA.
Letztendlich nimmt sich die Zahl von etwa 200 DemonstrantInnen für die derzeitigen Moskauer Verhältnisse also gar nicht so übel aus. Zudem herrschte auf den Strassen mit - 15 Grad starker Frost. Unüblich war ausserdem der relativ geringe Altersdurchschnitt von unter 40 Jahren. Normalerweise liegt der Schnitt mindestens 15 Jahre darüber.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Video dazu
unter der Knute von Terroristen
Ist völkischer und rassitischer oder religiös fundamentalistischer Seperatismus ein Menschenrecht ?
Denke die Menschenrechtsituation in Russland ist nicht optimal, es lohnt sich für Menschenrechte einzusetzen, Für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, für Bildung und Arbeit für alle, für das Recht auf Körperliche Unversehrheit, und teilnahme am demokratischen politischen und kulturellen Leben.
Daraus ergibt sich aber kein Anlass sich für völkisch rassistische Terroristen einzusetzen, sondern für Ändrung und Verbesserung der Verfassungen und demokratischer Spielregeln in Hinsicht auf multikulturelle Gesellschaften, und hier hat sicherlich Russland áber auch Westeuropa noch deutliche Defizite und Handlungsbedarf.
kannst du lesen?!
Zahlen aus anderen Städten
Die Russen sehen im Vergleich zu den Zahlen der Demonstranten in anderen Ländern bleich aus. Nach AiF- Angaben waren in Moskau 400 Menschen auf der Straße. In Sankt Petersburg seien es 100, in Ekaterinburg gerade einmal 80 gewesen. In Niz'nij Novgorod hätten jedoch mehr als 2000 Menschen gegen die Z'KH-Reformen protestiert. Neben dem 25-Zeiler findet man ein Foto der Proteste in London am Big Ben und ein Bild eines alten Mannes mit Schakpa auf dem Kof und einem Schild um den Hals, auf dem steht: "Oplate 90% Z'KH net". Im Hintergruund sieht man rote Fahnen wehen und eine alte Frau in Pelsmantel und Fellmütze.
In der Zeitung Russkij Berlin wurde auch über proteste in Krasnodar, Karasnojarsk und in Minsk, der Hauptstadt von Belarus berichtet. In den Staaten der GUS findet das Thema Krieg im Irak bei weitem nicht die Beachtung wie in Mitteleuropa und Amerika.