Antifa Aktion Berlin (aab) aufgelöst !
Die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), die seit 1993
in Berlin aktiv ist, hat sich am 13. Februar 2003 um 20.32 Uhr aufgelöst. Sie war eine der grössten und bedeutensten Gruppen aus dem Spektrum der Autonomen Antifa.
in Berlin aktiv ist, hat sich am 13. Februar 2003 um 20.32 Uhr aufgelöst. Sie war eine der grössten und bedeutensten Gruppen aus dem Spektrum der Autonomen Antifa.
Erklärung zur Auflösung der Antifaschistischen Aktion Berlin (AAB)
Die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), unter anderem Namen seit 1993
in Berlin aktiv, hat sich am 13. Februar 2003 um 20.32 Uhr aufgelöst.
Gegenwärtig sieht es so aus, als würden sich zwei neue Gruppen
konstituieren, die jeweils etwas weniger als die Hälfte der ehemaligen
AAB-Mitglieder vereinen. Eine davon sind wir. Da es für jede dieser
beiden Gruppen anmaßend wäre, weiter als AAB aufzutreten, gleichzeitig
aber noch keine neuen Namen gefunden wurden, sprechen wir der
Einfachheit halber in diesem Text von uns als Die Bessere Hälfte, von
den anderen als Die Anderen.
Im Folgenden werden wir versuchen, sowohl die allgemeinen (die
Gesellschaft und die Linke betreffenden) Veränderungen und die konkreten
gruppeninternen Prozesse zu beleuchten, soweit sie zum Verständnis der
Auflösung notwendig sind. Selbstverständlich haben im Spaltungsprozess
einer Gruppe wie der AAB persönliche Animositäten und das Fehlverhalten
Einzelner eskalierende Auswirkungen. Wir werden aber versuchen, uns in
dieser Auflösungserklärung auf die Darlegung der inhaltlichen und
konzeptionellen Konflikte, soweit sie für die Debatte um die Bedingungen
und Möglichkeiten linksradikaler Politik interessant sind, zu
beschränken. Anekdoten dienen ausschließlich der Veranschaulichung.
Dem Zweck des Papiers ist geschuldet, dass die Konflikte eindeutiger und
die Fraktionen homogener erscheinen als sie tatsächlich sind. Damit wird
der Vielschichtigkeit des wirklichen Lebens Unrecht getan. Auch dies
dient der Veranschaulichung.
Entscheidend war nach unserem Verständnis die Veränderung der
Rahmenbedingungen unserer Politik, die zentrale Strategien von uns in
die Krise geführt hat ("die Linke sammeln", "die linke Geschichte lässt
sich nur als ganzes verteidigen" usw., wir kommen darauf zurück). Mit
der Konzentration auf Aktionen und dem Anliegen der
strömungsübergreifenden Kooperationsfähigkeit sollten linken
sektiererischen Entwicklungen entgegengewirkt werden. Dass diese
Konzentration zu einer gewissen inhaltlichen Leere führt, war bereits
einer unserer zentralen Auswertungspunkte zum Ende der AABO (anders als
bei den anderen BO-Gruppen). Dennoch ist es uns nicht gelungen, den
Problemen in der eigenen Gruppe zu entgehen, was unserer Vorstellung
nach wiederum damit zusammenhängt, dass sich aus unserem
Politikverständnis heraus eine Wahrnehmung von Kritik als Nörgelei, von
Hinterfragung linker Grundlagen als Praxishindernis und Sektiererei
entwickelt hat.
Mit der Entwicklung einer Vielzahl von Konflikten in den letzten Monaten
hatte sich herauskristallisiert, dass der abstrakte Grundkonsens der
Gruppe - strömungsübergreifend, aktionsbezogen, ansprechbar zu sein, mit
einem linksradikalen und kapitalismuskritischen Selbstverständnis und
dem Ansatzpunkt Antifaschismus - als einigendes Band zu locker war.
Gefangen in der Eigendynamik einer zunehmenden Fraktionierung, wurden
immer öfter Abstimmungen notwendig, die zunehmend knapper ausfielen und
an Verbindlichkeit verloren. Höhepunkt dieser Entwicklung war, dass
einzelne Repräsentanten aus den Reihen der Anderen, die über hohe medial
Präsenz verfügten, wiederholt ihre persönlichen Ansichten und nicht
dieMehrheitsbeschlüsse zur Grundlage ihres öffentlichen Auftretens im
Namen der AAB machten.
Hierbei waren linksradikale Kinkerlitzchen wie die
Palästina-Solidaritäts-Maskerade des AAB-Lautsprecherwagens auf der
Rosa-Luxemburg-Demonstration mit dem Abspielen von
"Palästina-dein-Volk-wird-siegen"-Schlagern und dem Skandieren
anti-antideutscher Parolen nur der letzte Ausdruck. Entscheidender war
etwa die Auswertung der Antifa-Bewegung in unserem Namen (veröff. in
Phantomas und antifa.de), die sich mit dem Fehlverhalten einzelner
Antifas, die die Bewegung durch den Gang ins Fitness-Studio und den Kauf
teurer Klamotten untergraben auseinandersetzte, oder das aktuelle
Interview zum Krieg in der Jungen Welt).
Die Folge dieser Entwicklung waren der fast vollständige Verlust
politischen Vertrauens innerhalb der Gruppe, die Einschränkung der
eigenen Handlungsfähigkeit und ein disparates Bild nach außen.
Die bessere Hälfte wollte dennoch keinen Bruch, sondern hat versucht,
einen gemeinsamen Diskussionsprozess über die Neubestimmung zeitgemäßer
linksradikaler Politik anzustoßen und damit eine
Neukonstituierungsprozess der AAB als handlungsfähiger Gruppe
einzuleiten. Unseres Erachtens waren mögliche inhaltliche Differenzen
gar nicht geklärt genug, um eine Spaltung mit all ihren unangenehmen
Begleiterscheinungen zu rechtfertigen. Teile der Anderen dagegen haben
die jetzt erfolgte Trennung bewusst forciert, da sie die Gegensätze für
unüberbrückbar hielten. Damit war die Verweigerung der Diskussion um die
Grundlagen unserer Politik konsequent durchgehalten worden.
Der Kernkonflikt: Aktionismus und Distinktionsgewinn
Getragen von der Besseren Hälfte hat sich angesichts veränderter
gesellschaftlicher und innerlinker Rahmenbedingungen seit einigen Jahren
ein Wandel in der praktischen und inhaltlichen Ausrichtung der AAB
vollzogen. Im Kern handelt es sich dabei um
1) eine Abkehr vom Konzept des "revolutionären Antifaschismus" wie es in
weiten Teilen der Antifa-Bewegung verstanden wurde und
2) eine Hinwendung zur Erarbeitung inhaltlicher Standpunkte und einer
fundierten Kapitalismuskritik angesichts der Orientierungslosigkeit der
Linken und der fragwürdigen Theoriefragmente, die in weiten Teilen
sogenannt linker Bewegungen vertreten werden. Mit zweitem Punkt
verbunden war die Bereitschaft, sich auch mit den Positionen anderer
Linker offensiv auseinander zu setzen, statt wie in der Vergangenheit
einseitig das Sammelnde und Gemeinsame zu betonen.
Die Anderen haben sich dieser Entwicklung in den letzten Monaten immer
energischer widersetzt. Sie sehen im Grunde keine Veranlassung, an der
Antifa-Politik, die Anfang und Mitte der 90er ihre Blütezeit hatte,
etwas zu ändern. Ihr herzhaftes "Weiter so!" charakterisieren sie selbst
als praxisorientierte, interventionistische Politik, die auf
Veränderungen in der Gesellschaft ziele und sich als Teil der
gegenwärtigen linken Bewegungen begreife. Die Bessere Hälfte besteht in
ihren Augen dagegen aus Nörglern und Blockierern, die aus Gründen des
Distinktionsgewinns statt der Gesellschaft andere Linke kritisieren.
Wir werfen den Anderen hingegen vor, sich in einem unreflektiertem, rein
quantitativen, weil auf Sammlung möglichst vieler gerichteten,
Aktionismus zu erschöpfen, der Radikalität durch das Hochhalten eines
nicht näher bestimmten revolutionären Ansatzes in Kombination mit
militantem Auftreten bloß imitiert. Wer inhaltliche Positionsfindung,
die nicht von vornherein auf Bündnisfähigkeit sondern vor allem auf
klare Analyse zielt, als Zersetzung von Handlungsfähigkeit begreift,
will statt radikaler Gesellschaftskritik das wohlige Gefühl, Teil einer
Bewegung zu sein.
So ist das, worüber wir eine Diskussion innerhalb der AAB einfordertern,
gleichzeitig unsere Diagnose über ihr Scheitern:
Times they are a´changing - Konsequenzen für unser Verständnis von
Politik, Antikapitalismus und Antifa
Die Konzepte der organisierten Antifabewegung wurden in einer Situation
entwickelt, in der nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus
revolutionäre Ideen öffentlich diskreditiert waren. Die Parole vom "Ende
der Geschichte" war Ausdruck der Zuversicht, die herrschenden
Verhältnisse würden ewig dauern, die Möglichkeit einer radikal anderen
Gesellschaft schien aus der Diskussion völlig verbannt. Daraus leiteten
wir die Notwendigkeit platter Mobilisierungen zur Artikulation
antikapitalistischer Gegenpositionen sowie die positive Bezugnahme auf
die linke, kommunistische Geschichte ab.
Die Einpunkt-Bewegungen der 80er Jahre hatten aus unserer Sicht eher zu
einem Auseinanderdriften der verschiedenen Ansätze geführt. Daraus
entwickelten wir die Vorstellung, die Linke sammeln zu wollen, und die
Betonung pragmatischer, praktisch orientierter Politik, die sich nicht
in Sektiererei verfängt. Gleichzeitig waren die flächendeckende
neonazistische Gewalt, deren offensichtliche Duldung durch den Staat
oder die Instrumentalisierung der Nazi-Gewalt für die Einschränkung des
Asylrechts gesellschaftliche Skandale, an denen sich die Politisierung
vieler junger Menschen vollzog. Dies trug dazu bei, Antifa als
praktischen Ansatzpunkt und Hebel zur Kritik der bürgerlichen
Gesellschaft zu wählen.
Let´s talk about capitalism baby
In der bleiernen Zeit nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus wollte
sich der durch die AA/BO repräsentierte Teil der Antifa mit plakativen
antikapitalistischen Formulierungen dem Zeitgeist entgegen stellen. Die
Politisierung und Radikalisierung interessierter Jugendlicher sollte vor
allem über die praktische Konfrontation mit Nazis und dem Staatsapparat
erfolgen. In einer Zeit, in der es vor allem darum ging, die
prinzipielle Möglichkeit einer Alternative zum Kapitalismus zu
artikulieren, mag das seine Berechtigung gehabt haben. Für die aktuelle
politische Situation ist es nicht hinreichend.
Inzwischen wurde die Parole vom Ende der Geschichte durch die
globalisierungskritische Bewegung aufgebrochen. Engagement gegen
Kapitalismus ist heute weit weniger anstößig als noch vor 10 Jahren. Die
in allen Medien zitierte Parole heißt: "Eine andere Welt ist möglich".
Offenkundig sind aber auch Heterogenität und theoretische Schwäche
dieser zahlenmäßig großen Bewegung, was sich auch in den Protesten gegen
den Irak-Krieg zeigt: Zu beklagen sind etwa das eklatante Fehlen einer
Kritik am staatlichen Zwangsverband (weshalb sich die Friedensbewegung
jetzt zum Ziel setzt, Schröder auf Anti-Kriegs-Kurs zu halten), die
Tolerierung antisemitischer Positionen (etwa auf der "Friedenstour" von
attac, die ein mit Schauergeschichten angereichertes
Anti-Israel-Tribunal war), die Konzentration auf personanlisierende
(oder finzanzzentrierte) Kapitalismuskritik oder die Glorifizierung
vorbürgerlicher Gemeinschaften.
Die Anti-Globalisierungsbewegung als die dominante linke Strömung der
letzten Jahre ist voll von platten Moblisierungen und einem diffusen
Unbehagen am Kapitalismus. Eine zeitgemäße linksradikale Bewegung kann
darauf nicht mit Plattheit antworten, sondern muss versuchen, inhaltlich
in diese Bewegung zu wirken und sie damit voran zu bringen - noch dazu,
wo diese Bewegung genau jene kritische Öffentlichkeit umfasst, die schon
immer das Agitationsobjekt linksradikaler Politik war. Es geht darum,
offenkundig reaktionäre Ansätze auszugrenzen und der politischen
Klugheit ein Forum zu bieten. Das hat wenig mit Distinktionsgewinn zu
tun, aber viel mit Interesse an linkem Widerstand, der diesen Namen
verdient.
Die Positionierung zur Anti-Globalisierungs- bzw. Anti-Kriegs-Bewegung
hat in der AAB immer wieder für Streit gesorgt. Teile der Besseren
Hälfte wollten etwa einer Teilnahme an der Großdemonstration gegen den
Bush-Besuch 2002 in Berlin nur zustimmen, wenn eine Abgrenzung von
antisemitischen und Krieg und Kapitalismus einseitig auf die Person Bush
beziehenden Positionen erkennbar würde. Die mit Mehrheitsbeschluss
durchgesetzte Transparent-Unterzeile "Gegen Antisemitismus und
Antiamerikanismus" wurde schließlich durch Einzelne der Anderen auf der
Demo verdeckt.
What's left?
Ist schon die Analyse der herrschenden Verhältnisse in den linken
Bewegungen oft fragwürdig, bleibt die Frage ihrer Abschaffung, das Wie
gesellschaftlicher Veränderung völlig ungeklärt. Nun ist es nicht die
Aufgabe einer politischen Gruppe, zu leisten, woran die klügsten Köpfe
der letzten Jahrhunderte gescheitert sind. Aber wenn die Grundlagen
linker Kapitalismuskritik umstritten sind, wenn es keine überlieferten
Gewissheiten gibt, dann wirken Plattheit und zelebrierte
Selbstgewissheit eher lächerlich als überzeugend. Statt dessen muss eine
politische Kultur entwickelt werden, die radikale Fragen stellt und
Diskussionen vorantreibt, ohne sich der Praxis zu enthalten. Es muss
möglich sein, alle Positionen radikal in Frage zu stellen, ohne
Diskussionen von vornherein als "nicht links" abzublocken. Wer sich
nicht die Mühe macht, ausführliche Argumente gegen diesen Krieg
darzulegen, dessen Aufrufe ähneln schließlich, zwar angereichert mit dem
Wort "Imperialismus", Erklärungen einer Friedensbewegung, in die sich
auch die rot-grüne Regierung einreihen kann.
Revolutionärer Antifaschismus
Die Globalisierungskritikbewegung hat außerdem zwei weitere
Ausgangsbedingungen, unter denen sich die AAB konstituiert hat,
modifiziert: Wir wollten gegen die Zersplitterung der
Ein-Punkt-Bewegungen "die Linke sammeln" an einem Punkt der
"Voraussetzung für alle Linken" ist, nämlich dem Antifaschismus. Und wir
wollten als öffentliches Sprachrohr für militante, radikale
Gesellschaftskritik auftreten. Als militante radikale
Gesellschaftskritik werden heute vornehmlich Teile der
Anti-Globalisierungsbewegung wahrgenommen, auch wenn ungeklärt ist,
welches ihr Sprachrohr ist. Damit hat die Bewegung eine Debatte
angestoßen, die eine anderen gesellschaftlichen Rahmen für radikale
Gesellschaftskritik und wirft auch andere Fragen auf, denen man sich nur
stellen kann, wenn man Diskussion, Fragen und Kritik nicht als der
Praxis und der Sammlung entgegenstehende Positionen denkt.
Dabei sehen wir die gesellschaftichen Veränderungen gar nicht als
Problem, im Gegenteil. Offensichtlich "sammelt sich" "die Linke" derzeit
um das zentrale Problem der weltweiten Organisation von Kapitalismus
(und seiner kriegerischen Durchsetzung). Die seit jeher bestehende
Schwäche des Konzepts Revolutionärer Antifaschismus, erst über den Hebel
der moralischen Empörung über Nazis zur Kritik an Kapitalismus und
bürgerlichem Staat zu kommen, wird damit zum unnötigen bzw.
unverständlichen argumentativen Umweg. Nur für die eigene
Positionsbestimmung und politische Strategie müssen daraus Konsequenzen
gezogen werden: Sieht man sich nicht mehr als "sammelnde" sondern als
radikalisierende, kann man auch die Diskussionsbarrieren des sammelnden
Ansatzes überwinden und sich in die Wettbewerb der linken Ideen zur
Erklärung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme begeben.
Dies gilt umso mehr, als es die Antifa-Bewegung versäumt hat, eine
Faschismustheorie auf Höhe der Zeit zu erarbeiten. Die notwendige
Formulierung des Zusammenhangs von Kapitalismus und Faschismus, wenn sie
sich nicht gleich auf eine behauptete Quasi-Identität beschränkte
(sinnbildlich in den Parolen "Hinter dem Faschismus steht das Kapital"
oder "Staat und Nazis Hand in Hand"), kam meist nicht über einen kurzen
Absatz hinaus - trotz der zentralen Bedeutung im Konzept Revolutionärer
Antifaschismus. Entsprechend unüberzeugend und konstruiert wirkten diese
Erklärungsversuche denn auch oft.
Dabei scheint der Blick auf faschistische Bewegungen nach wie vor
ergiebig für die Kritik an den herrschenden Verhältnissen. Zum einen
lässt sich in Abgrenzung vom antikapitalistischen Selbstverständnis der
Nazis das eigene theoretische Instrumentarium gegen problematische
Kapitalismuskritik schärfen (etwa: die Unterscheidung von raffendem und
schaffendem Kapital, Konzentration auf Wucher, Finanzen etc.). Und die
Kritik der gemeinsamen Grundlage von Nazi-Ideologien und
Verwertungsrassismus ist allemal angebracht. Zum anderen ist die im
Modell des deutschen Sonderwegs radikalisierte anti-universalistische,
vernunftfeindliche und völkische Gegenbewegung zur kapitalistischen
Moderne in unterschiedlichen Ausformungen international wirkungsmächtig
(nicht nur im Märkischen Sand, sondern auch in den sogenannten
ethnischen Konflikte oder im sich radikalisierenden politischen
Islamismus) und damit weiterhin von zentraler theoretischer und
praktischer Bedeutung. Solch ein theoretisches Instrumentarium zur
Analyse des Zusammenhangs von Faschismus und Kapitalismus muss aber auch
erarbeitet werden, statt sich auf die moralische Zugkraft von "Nazis
morden, der Staat schiebt ab!"-Rufen zu verlassen.
Neben dem gegenwärtigen Boom an Kapitalismuskritik sprechen noch weitere
Gründe dagegen, am Antifaschismus als zentralem Dreh- und Angelpunkt
politischer Agitation und Praxis festzuhalten.
Die in weiten Teilen der Antifa-Bewegung gängigen Argumentationsmuster,
auf strukturelle bzw. personelle Kontinuitäten zwischen BRD und
Nationalsozialismus zu verweisen, haben sich durch den wachsenden
historischen Abstand weitgehend erledigt. Aus dem selben Grund hat sich
die geschichtspolitische Bedeutung des Bezugs auf den
Nationalsozialismus verringert und an Wichtigkeit für die politische
Meinungsbildung eingebüßt.
In der "neu-goßdeutschen" Situation konnte der Bezug auf den deutschen
Faschismus bereits selbst eine Kritik der aktuellen politischen
Situation gelten. Spätestens mit dem Antritt der rot-grünen Regierung
hat sich diese Situation verändert. Deren Personal kann glaubhaft die
Distanz zum NS verkörpern und hat im Kosovo-Krieg den Bezug auf die
"Lehren aus Auschwitz" erfolgreich für die eigene Politik
instrumentalisiert. Wahrscheinlich ist, dass auch dieser
regierungsoffizielle Antifaschismus nur ein Durchgangsstadium ist hin zu
einer "Normalisierung" sein wird, in der deutsche Politik weitgehend
ohne Bezugnahme auf die NS-Verbrechen auskommen wird. Das bedeutet
einerseits eine neue Anforderung an geschichtspolitische Argumentation,
macht aber auch Analysen und Argumente notwendig, die (deutsche) Politik
als solche kritisieren, nicht nur als ,Fortsetzung des Faschismus mit
anderen Mitteln'.
Die offenkundige Krise der Antifa-Bewegung hängt unseres Erachtens eng
mit den oben skizzierten Entwicklungen zusammen - und nicht, wie es ein
aus den Reihen der Anderen verfasstes und unabgesprochen
veröffentlichtes Papier dargelegt hat, mit dem Fehlverhalten einzelner
Antifas, die sich politischer Laschheit hingeben und die Bewegung durch
Konsumorientierung untergraben.
Dementsprechend wird Antifaschismus zwar nicht mehr der Dreh- und
Angelpunkt unserer Argumentation sein. Wir werden aber weiterhin dort,wo
sich in diesem Themenfeld die Möglichkeit des diskursiven Eingreifens in
politische Geschehnisse bietet, aktiv werden - wie z.B. gegen
Naziaufmärsche und in geschichtspolitische Debatten (z.B.
Wehrmachtsausstellung). Es wird darum gehen, Schwachpunkte der
öffentlichen Diskussion zu benennen und radikale Akzente zu setzen, z.B.
was Antisemitismus, Medienkritik, Kritik kapitalistischer Denkformen
angeht.
es geht voran.
Wir werden also auch in Zukunft eine aktionsbezogene Gruppe sein. Dabei
ist es notwendig, neue Strategien zu entwickeln, wie wir unsere
Positionen in der öffentlichen Diskussion wahrnehmbar machen können. Um
diesen Anspruch mit inhaltlichen Diskussionen und Klärungen
zusammenzubringen ist eine verbindliche Organisation von Politik
weiterhin notwendig. Wir wollen also keinen "Rückfall" in
Kleingruppenkonzepte oder theoretische Zirkel, in denen man nur
zusammenarbeiten kann, wenn man sich persönlich gut versteht und
politisch bis ins letzte einer Meinung ist. Wir streben auch weiterhin
die Verständigung mit allen Linksradikalen an, die sich für die
Politikfelder Antifaschismus und Antikapitalismus interessieren.
"Sollbruchstellen" linksradikaler Politik wollen wir mit fundierten
Klärungen begegnen. Grundlagen sind nach wie vor: Verbindlichkeit in der
Diskussion, Vorschläge und Argumente werden begründet, Fragen
beantwortet, möglichst große Transparenz für alle an der Diskussion
beteiligten soll hergestellt werden. Die Grundlagen unseres
Politikverständnisses können nur gemeinsam geklärt werden. Dabei ist die
Gruppe offen für Interessierte, die sich beteiligen wollen.
Bestandteil unserer Praxis werden bis auf weiteres folgende
Politikfelder sein: Antikapitalismus, Antifaschismus, Jugendarbeit,Verankerung an der Uni und "Kampf um die Köpfe".
"And to the government we stick our middlefingers with regards to the §129a."
Für den Kommunismus!
post.aab@linkeseite.zzn.com
Die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), unter anderem Namen seit 1993
in Berlin aktiv, hat sich am 13. Februar 2003 um 20.32 Uhr aufgelöst.
Gegenwärtig sieht es so aus, als würden sich zwei neue Gruppen
konstituieren, die jeweils etwas weniger als die Hälfte der ehemaligen
AAB-Mitglieder vereinen. Eine davon sind wir. Da es für jede dieser
beiden Gruppen anmaßend wäre, weiter als AAB aufzutreten, gleichzeitig
aber noch keine neuen Namen gefunden wurden, sprechen wir der
Einfachheit halber in diesem Text von uns als Die Bessere Hälfte, von
den anderen als Die Anderen.
Im Folgenden werden wir versuchen, sowohl die allgemeinen (die
Gesellschaft und die Linke betreffenden) Veränderungen und die konkreten
gruppeninternen Prozesse zu beleuchten, soweit sie zum Verständnis der
Auflösung notwendig sind. Selbstverständlich haben im Spaltungsprozess
einer Gruppe wie der AAB persönliche Animositäten und das Fehlverhalten
Einzelner eskalierende Auswirkungen. Wir werden aber versuchen, uns in
dieser Auflösungserklärung auf die Darlegung der inhaltlichen und
konzeptionellen Konflikte, soweit sie für die Debatte um die Bedingungen
und Möglichkeiten linksradikaler Politik interessant sind, zu
beschränken. Anekdoten dienen ausschließlich der Veranschaulichung.
Dem Zweck des Papiers ist geschuldet, dass die Konflikte eindeutiger und
die Fraktionen homogener erscheinen als sie tatsächlich sind. Damit wird
der Vielschichtigkeit des wirklichen Lebens Unrecht getan. Auch dies
dient der Veranschaulichung.
Entscheidend war nach unserem Verständnis die Veränderung der
Rahmenbedingungen unserer Politik, die zentrale Strategien von uns in
die Krise geführt hat ("die Linke sammeln", "die linke Geschichte lässt
sich nur als ganzes verteidigen" usw., wir kommen darauf zurück). Mit
der Konzentration auf Aktionen und dem Anliegen der
strömungsübergreifenden Kooperationsfähigkeit sollten linken
sektiererischen Entwicklungen entgegengewirkt werden. Dass diese
Konzentration zu einer gewissen inhaltlichen Leere führt, war bereits
einer unserer zentralen Auswertungspunkte zum Ende der AABO (anders als
bei den anderen BO-Gruppen). Dennoch ist es uns nicht gelungen, den
Problemen in der eigenen Gruppe zu entgehen, was unserer Vorstellung
nach wiederum damit zusammenhängt, dass sich aus unserem
Politikverständnis heraus eine Wahrnehmung von Kritik als Nörgelei, von
Hinterfragung linker Grundlagen als Praxishindernis und Sektiererei
entwickelt hat.
Mit der Entwicklung einer Vielzahl von Konflikten in den letzten Monaten
hatte sich herauskristallisiert, dass der abstrakte Grundkonsens der
Gruppe - strömungsübergreifend, aktionsbezogen, ansprechbar zu sein, mit
einem linksradikalen und kapitalismuskritischen Selbstverständnis und
dem Ansatzpunkt Antifaschismus - als einigendes Band zu locker war.
Gefangen in der Eigendynamik einer zunehmenden Fraktionierung, wurden
immer öfter Abstimmungen notwendig, die zunehmend knapper ausfielen und
an Verbindlichkeit verloren. Höhepunkt dieser Entwicklung war, dass
einzelne Repräsentanten aus den Reihen der Anderen, die über hohe medial
Präsenz verfügten, wiederholt ihre persönlichen Ansichten und nicht
dieMehrheitsbeschlüsse zur Grundlage ihres öffentlichen Auftretens im
Namen der AAB machten.
Hierbei waren linksradikale Kinkerlitzchen wie die
Palästina-Solidaritäts-Maskerade des AAB-Lautsprecherwagens auf der
Rosa-Luxemburg-Demonstration mit dem Abspielen von
"Palästina-dein-Volk-wird-siegen"-Schlagern und dem Skandieren
anti-antideutscher Parolen nur der letzte Ausdruck. Entscheidender war
etwa die Auswertung der Antifa-Bewegung in unserem Namen (veröff. in
Phantomas und antifa.de), die sich mit dem Fehlverhalten einzelner
Antifas, die die Bewegung durch den Gang ins Fitness-Studio und den Kauf
teurer Klamotten untergraben auseinandersetzte, oder das aktuelle
Interview zum Krieg in der Jungen Welt).
Die Folge dieser Entwicklung waren der fast vollständige Verlust
politischen Vertrauens innerhalb der Gruppe, die Einschränkung der
eigenen Handlungsfähigkeit und ein disparates Bild nach außen.
Die bessere Hälfte wollte dennoch keinen Bruch, sondern hat versucht,
einen gemeinsamen Diskussionsprozess über die Neubestimmung zeitgemäßer
linksradikaler Politik anzustoßen und damit eine
Neukonstituierungsprozess der AAB als handlungsfähiger Gruppe
einzuleiten. Unseres Erachtens waren mögliche inhaltliche Differenzen
gar nicht geklärt genug, um eine Spaltung mit all ihren unangenehmen
Begleiterscheinungen zu rechtfertigen. Teile der Anderen dagegen haben
die jetzt erfolgte Trennung bewusst forciert, da sie die Gegensätze für
unüberbrückbar hielten. Damit war die Verweigerung der Diskussion um die
Grundlagen unserer Politik konsequent durchgehalten worden.
Der Kernkonflikt: Aktionismus und Distinktionsgewinn
Getragen von der Besseren Hälfte hat sich angesichts veränderter
gesellschaftlicher und innerlinker Rahmenbedingungen seit einigen Jahren
ein Wandel in der praktischen und inhaltlichen Ausrichtung der AAB
vollzogen. Im Kern handelt es sich dabei um
1) eine Abkehr vom Konzept des "revolutionären Antifaschismus" wie es in
weiten Teilen der Antifa-Bewegung verstanden wurde und
2) eine Hinwendung zur Erarbeitung inhaltlicher Standpunkte und einer
fundierten Kapitalismuskritik angesichts der Orientierungslosigkeit der
Linken und der fragwürdigen Theoriefragmente, die in weiten Teilen
sogenannt linker Bewegungen vertreten werden. Mit zweitem Punkt
verbunden war die Bereitschaft, sich auch mit den Positionen anderer
Linker offensiv auseinander zu setzen, statt wie in der Vergangenheit
einseitig das Sammelnde und Gemeinsame zu betonen.
Die Anderen haben sich dieser Entwicklung in den letzten Monaten immer
energischer widersetzt. Sie sehen im Grunde keine Veranlassung, an der
Antifa-Politik, die Anfang und Mitte der 90er ihre Blütezeit hatte,
etwas zu ändern. Ihr herzhaftes "Weiter so!" charakterisieren sie selbst
als praxisorientierte, interventionistische Politik, die auf
Veränderungen in der Gesellschaft ziele und sich als Teil der
gegenwärtigen linken Bewegungen begreife. Die Bessere Hälfte besteht in
ihren Augen dagegen aus Nörglern und Blockierern, die aus Gründen des
Distinktionsgewinns statt der Gesellschaft andere Linke kritisieren.
Wir werfen den Anderen hingegen vor, sich in einem unreflektiertem, rein
quantitativen, weil auf Sammlung möglichst vieler gerichteten,
Aktionismus zu erschöpfen, der Radikalität durch das Hochhalten eines
nicht näher bestimmten revolutionären Ansatzes in Kombination mit
militantem Auftreten bloß imitiert. Wer inhaltliche Positionsfindung,
die nicht von vornherein auf Bündnisfähigkeit sondern vor allem auf
klare Analyse zielt, als Zersetzung von Handlungsfähigkeit begreift,
will statt radikaler Gesellschaftskritik das wohlige Gefühl, Teil einer
Bewegung zu sein.
So ist das, worüber wir eine Diskussion innerhalb der AAB einfordertern,
gleichzeitig unsere Diagnose über ihr Scheitern:
Times they are a´changing - Konsequenzen für unser Verständnis von
Politik, Antikapitalismus und Antifa
Die Konzepte der organisierten Antifabewegung wurden in einer Situation
entwickelt, in der nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus
revolutionäre Ideen öffentlich diskreditiert waren. Die Parole vom "Ende
der Geschichte" war Ausdruck der Zuversicht, die herrschenden
Verhältnisse würden ewig dauern, die Möglichkeit einer radikal anderen
Gesellschaft schien aus der Diskussion völlig verbannt. Daraus leiteten
wir die Notwendigkeit platter Mobilisierungen zur Artikulation
antikapitalistischer Gegenpositionen sowie die positive Bezugnahme auf
die linke, kommunistische Geschichte ab.
Die Einpunkt-Bewegungen der 80er Jahre hatten aus unserer Sicht eher zu
einem Auseinanderdriften der verschiedenen Ansätze geführt. Daraus
entwickelten wir die Vorstellung, die Linke sammeln zu wollen, und die
Betonung pragmatischer, praktisch orientierter Politik, die sich nicht
in Sektiererei verfängt. Gleichzeitig waren die flächendeckende
neonazistische Gewalt, deren offensichtliche Duldung durch den Staat
oder die Instrumentalisierung der Nazi-Gewalt für die Einschränkung des
Asylrechts gesellschaftliche Skandale, an denen sich die Politisierung
vieler junger Menschen vollzog. Dies trug dazu bei, Antifa als
praktischen Ansatzpunkt und Hebel zur Kritik der bürgerlichen
Gesellschaft zu wählen.
Let´s talk about capitalism baby
In der bleiernen Zeit nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus wollte
sich der durch die AA/BO repräsentierte Teil der Antifa mit plakativen
antikapitalistischen Formulierungen dem Zeitgeist entgegen stellen. Die
Politisierung und Radikalisierung interessierter Jugendlicher sollte vor
allem über die praktische Konfrontation mit Nazis und dem Staatsapparat
erfolgen. In einer Zeit, in der es vor allem darum ging, die
prinzipielle Möglichkeit einer Alternative zum Kapitalismus zu
artikulieren, mag das seine Berechtigung gehabt haben. Für die aktuelle
politische Situation ist es nicht hinreichend.
Inzwischen wurde die Parole vom Ende der Geschichte durch die
globalisierungskritische Bewegung aufgebrochen. Engagement gegen
Kapitalismus ist heute weit weniger anstößig als noch vor 10 Jahren. Die
in allen Medien zitierte Parole heißt: "Eine andere Welt ist möglich".
Offenkundig sind aber auch Heterogenität und theoretische Schwäche
dieser zahlenmäßig großen Bewegung, was sich auch in den Protesten gegen
den Irak-Krieg zeigt: Zu beklagen sind etwa das eklatante Fehlen einer
Kritik am staatlichen Zwangsverband (weshalb sich die Friedensbewegung
jetzt zum Ziel setzt, Schröder auf Anti-Kriegs-Kurs zu halten), die
Tolerierung antisemitischer Positionen (etwa auf der "Friedenstour" von
attac, die ein mit Schauergeschichten angereichertes
Anti-Israel-Tribunal war), die Konzentration auf personanlisierende
(oder finzanzzentrierte) Kapitalismuskritik oder die Glorifizierung
vorbürgerlicher Gemeinschaften.
Die Anti-Globalisierungsbewegung als die dominante linke Strömung der
letzten Jahre ist voll von platten Moblisierungen und einem diffusen
Unbehagen am Kapitalismus. Eine zeitgemäße linksradikale Bewegung kann
darauf nicht mit Plattheit antworten, sondern muss versuchen, inhaltlich
in diese Bewegung zu wirken und sie damit voran zu bringen - noch dazu,
wo diese Bewegung genau jene kritische Öffentlichkeit umfasst, die schon
immer das Agitationsobjekt linksradikaler Politik war. Es geht darum,
offenkundig reaktionäre Ansätze auszugrenzen und der politischen
Klugheit ein Forum zu bieten. Das hat wenig mit Distinktionsgewinn zu
tun, aber viel mit Interesse an linkem Widerstand, der diesen Namen
verdient.
Die Positionierung zur Anti-Globalisierungs- bzw. Anti-Kriegs-Bewegung
hat in der AAB immer wieder für Streit gesorgt. Teile der Besseren
Hälfte wollten etwa einer Teilnahme an der Großdemonstration gegen den
Bush-Besuch 2002 in Berlin nur zustimmen, wenn eine Abgrenzung von
antisemitischen und Krieg und Kapitalismus einseitig auf die Person Bush
beziehenden Positionen erkennbar würde. Die mit Mehrheitsbeschluss
durchgesetzte Transparent-Unterzeile "Gegen Antisemitismus und
Antiamerikanismus" wurde schließlich durch Einzelne der Anderen auf der
Demo verdeckt.
What's left?
Ist schon die Analyse der herrschenden Verhältnisse in den linken
Bewegungen oft fragwürdig, bleibt die Frage ihrer Abschaffung, das Wie
gesellschaftlicher Veränderung völlig ungeklärt. Nun ist es nicht die
Aufgabe einer politischen Gruppe, zu leisten, woran die klügsten Köpfe
der letzten Jahrhunderte gescheitert sind. Aber wenn die Grundlagen
linker Kapitalismuskritik umstritten sind, wenn es keine überlieferten
Gewissheiten gibt, dann wirken Plattheit und zelebrierte
Selbstgewissheit eher lächerlich als überzeugend. Statt dessen muss eine
politische Kultur entwickelt werden, die radikale Fragen stellt und
Diskussionen vorantreibt, ohne sich der Praxis zu enthalten. Es muss
möglich sein, alle Positionen radikal in Frage zu stellen, ohne
Diskussionen von vornherein als "nicht links" abzublocken. Wer sich
nicht die Mühe macht, ausführliche Argumente gegen diesen Krieg
darzulegen, dessen Aufrufe ähneln schließlich, zwar angereichert mit dem
Wort "Imperialismus", Erklärungen einer Friedensbewegung, in die sich
auch die rot-grüne Regierung einreihen kann.
Revolutionärer Antifaschismus
Die Globalisierungskritikbewegung hat außerdem zwei weitere
Ausgangsbedingungen, unter denen sich die AAB konstituiert hat,
modifiziert: Wir wollten gegen die Zersplitterung der
Ein-Punkt-Bewegungen "die Linke sammeln" an einem Punkt der
"Voraussetzung für alle Linken" ist, nämlich dem Antifaschismus. Und wir
wollten als öffentliches Sprachrohr für militante, radikale
Gesellschaftskritik auftreten. Als militante radikale
Gesellschaftskritik werden heute vornehmlich Teile der
Anti-Globalisierungsbewegung wahrgenommen, auch wenn ungeklärt ist,
welches ihr Sprachrohr ist. Damit hat die Bewegung eine Debatte
angestoßen, die eine anderen gesellschaftlichen Rahmen für radikale
Gesellschaftskritik und wirft auch andere Fragen auf, denen man sich nur
stellen kann, wenn man Diskussion, Fragen und Kritik nicht als der
Praxis und der Sammlung entgegenstehende Positionen denkt.
Dabei sehen wir die gesellschaftichen Veränderungen gar nicht als
Problem, im Gegenteil. Offensichtlich "sammelt sich" "die Linke" derzeit
um das zentrale Problem der weltweiten Organisation von Kapitalismus
(und seiner kriegerischen Durchsetzung). Die seit jeher bestehende
Schwäche des Konzepts Revolutionärer Antifaschismus, erst über den Hebel
der moralischen Empörung über Nazis zur Kritik an Kapitalismus und
bürgerlichem Staat zu kommen, wird damit zum unnötigen bzw.
unverständlichen argumentativen Umweg. Nur für die eigene
Positionsbestimmung und politische Strategie müssen daraus Konsequenzen
gezogen werden: Sieht man sich nicht mehr als "sammelnde" sondern als
radikalisierende, kann man auch die Diskussionsbarrieren des sammelnden
Ansatzes überwinden und sich in die Wettbewerb der linken Ideen zur
Erklärung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme begeben.
Dies gilt umso mehr, als es die Antifa-Bewegung versäumt hat, eine
Faschismustheorie auf Höhe der Zeit zu erarbeiten. Die notwendige
Formulierung des Zusammenhangs von Kapitalismus und Faschismus, wenn sie
sich nicht gleich auf eine behauptete Quasi-Identität beschränkte
(sinnbildlich in den Parolen "Hinter dem Faschismus steht das Kapital"
oder "Staat und Nazis Hand in Hand"), kam meist nicht über einen kurzen
Absatz hinaus - trotz der zentralen Bedeutung im Konzept Revolutionärer
Antifaschismus. Entsprechend unüberzeugend und konstruiert wirkten diese
Erklärungsversuche denn auch oft.
Dabei scheint der Blick auf faschistische Bewegungen nach wie vor
ergiebig für die Kritik an den herrschenden Verhältnissen. Zum einen
lässt sich in Abgrenzung vom antikapitalistischen Selbstverständnis der
Nazis das eigene theoretische Instrumentarium gegen problematische
Kapitalismuskritik schärfen (etwa: die Unterscheidung von raffendem und
schaffendem Kapital, Konzentration auf Wucher, Finanzen etc.). Und die
Kritik der gemeinsamen Grundlage von Nazi-Ideologien und
Verwertungsrassismus ist allemal angebracht. Zum anderen ist die im
Modell des deutschen Sonderwegs radikalisierte anti-universalistische,
vernunftfeindliche und völkische Gegenbewegung zur kapitalistischen
Moderne in unterschiedlichen Ausformungen international wirkungsmächtig
(nicht nur im Märkischen Sand, sondern auch in den sogenannten
ethnischen Konflikte oder im sich radikalisierenden politischen
Islamismus) und damit weiterhin von zentraler theoretischer und
praktischer Bedeutung. Solch ein theoretisches Instrumentarium zur
Analyse des Zusammenhangs von Faschismus und Kapitalismus muss aber auch
erarbeitet werden, statt sich auf die moralische Zugkraft von "Nazis
morden, der Staat schiebt ab!"-Rufen zu verlassen.
Neben dem gegenwärtigen Boom an Kapitalismuskritik sprechen noch weitere
Gründe dagegen, am Antifaschismus als zentralem Dreh- und Angelpunkt
politischer Agitation und Praxis festzuhalten.
Die in weiten Teilen der Antifa-Bewegung gängigen Argumentationsmuster,
auf strukturelle bzw. personelle Kontinuitäten zwischen BRD und
Nationalsozialismus zu verweisen, haben sich durch den wachsenden
historischen Abstand weitgehend erledigt. Aus dem selben Grund hat sich
die geschichtspolitische Bedeutung des Bezugs auf den
Nationalsozialismus verringert und an Wichtigkeit für die politische
Meinungsbildung eingebüßt.
In der "neu-goßdeutschen" Situation konnte der Bezug auf den deutschen
Faschismus bereits selbst eine Kritik der aktuellen politischen
Situation gelten. Spätestens mit dem Antritt der rot-grünen Regierung
hat sich diese Situation verändert. Deren Personal kann glaubhaft die
Distanz zum NS verkörpern und hat im Kosovo-Krieg den Bezug auf die
"Lehren aus Auschwitz" erfolgreich für die eigene Politik
instrumentalisiert. Wahrscheinlich ist, dass auch dieser
regierungsoffizielle Antifaschismus nur ein Durchgangsstadium ist hin zu
einer "Normalisierung" sein wird, in der deutsche Politik weitgehend
ohne Bezugnahme auf die NS-Verbrechen auskommen wird. Das bedeutet
einerseits eine neue Anforderung an geschichtspolitische Argumentation,
macht aber auch Analysen und Argumente notwendig, die (deutsche) Politik
als solche kritisieren, nicht nur als ,Fortsetzung des Faschismus mit
anderen Mitteln'.
Die offenkundige Krise der Antifa-Bewegung hängt unseres Erachtens eng
mit den oben skizzierten Entwicklungen zusammen - und nicht, wie es ein
aus den Reihen der Anderen verfasstes und unabgesprochen
veröffentlichtes Papier dargelegt hat, mit dem Fehlverhalten einzelner
Antifas, die sich politischer Laschheit hingeben und die Bewegung durch
Konsumorientierung untergraben.
Dementsprechend wird Antifaschismus zwar nicht mehr der Dreh- und
Angelpunkt unserer Argumentation sein. Wir werden aber weiterhin dort,wo
sich in diesem Themenfeld die Möglichkeit des diskursiven Eingreifens in
politische Geschehnisse bietet, aktiv werden - wie z.B. gegen
Naziaufmärsche und in geschichtspolitische Debatten (z.B.
Wehrmachtsausstellung). Es wird darum gehen, Schwachpunkte der
öffentlichen Diskussion zu benennen und radikale Akzente zu setzen, z.B.
was Antisemitismus, Medienkritik, Kritik kapitalistischer Denkformen
angeht.
es geht voran.
Wir werden also auch in Zukunft eine aktionsbezogene Gruppe sein. Dabei
ist es notwendig, neue Strategien zu entwickeln, wie wir unsere
Positionen in der öffentlichen Diskussion wahrnehmbar machen können. Um
diesen Anspruch mit inhaltlichen Diskussionen und Klärungen
zusammenzubringen ist eine verbindliche Organisation von Politik
weiterhin notwendig. Wir wollen also keinen "Rückfall" in
Kleingruppenkonzepte oder theoretische Zirkel, in denen man nur
zusammenarbeiten kann, wenn man sich persönlich gut versteht und
politisch bis ins letzte einer Meinung ist. Wir streben auch weiterhin
die Verständigung mit allen Linksradikalen an, die sich für die
Politikfelder Antifaschismus und Antikapitalismus interessieren.
"Sollbruchstellen" linksradikaler Politik wollen wir mit fundierten
Klärungen begegnen. Grundlagen sind nach wie vor: Verbindlichkeit in der
Diskussion, Vorschläge und Argumente werden begründet, Fragen
beantwortet, möglichst große Transparenz für alle an der Diskussion
beteiligten soll hergestellt werden. Die Grundlagen unseres
Politikverständnisses können nur gemeinsam geklärt werden. Dabei ist die
Gruppe offen für Interessierte, die sich beteiligen wollen.
Bestandteil unserer Praxis werden bis auf weiteres folgende
Politikfelder sein: Antikapitalismus, Antifaschismus, Jugendarbeit,Verankerung an der Uni und "Kampf um die Köpfe".
"And to the government we stick our middlefingers with regards to the §129a."
Für den Kommunismus!
post.aab@linkeseite.zzn.com
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
richtig so
zwei schritte vor,
kein schritt zurück!
Ist auch besser so!
Dass Prinzip der Zellteilung
Das habt ihr schon richtig gemacht. Mit den bösen Antifaantisemiten kann man natürlich nicht weiter zusammenarbeiten. Weiter so
Katastrophe
In den letzten Jahren hat die einige AAB die radikale Linke Berlins in grossen Teilen am Leben gehalten. Ob Gruppen nun Sinn und Zweck ihrer Arbeit in der Bekämpfung oder Verteidigung der AAB gesehen haben, sie haben wenigstens politisch gearbeitet!
Bleibt zu hoffen, daß die AAB in anderer Form an ihre Mobilisierungsfähigkeit anknüpfen kann und der Spaltpilz nicht noch weiter in der Linken dieser Stadt wächst!
Für den Kommunismus!!
Das wurde ja auch Zeit.....
kann man/frau ja nur noch hoffen das sich auch die Spinner der antifa nordost auflösen/bzw. spalten.
Für den Kommunismus!
Für eine starke Tag X Demo in Berlin/Kreuzberg,18 Uhr, kottbusser tor.
Die bessere Hälfte???
Die Auflösung ist insofern aber zu begrüßen, dass die anderen nun endlich wieder Politik machen können ohne euch OSI-Studenten und antideutschen Klugschwätzer als Bremse städnig vor der Nase zu haben.
Und ihr werdet wahrscheinlich wie dei meisten anderen Antideutschen euch mit platten Flugblättern an den ganzen antisemitischen Linken (alle außer euch, Bahamas und die Leipziger Spinner) abarbeiten und dann in der Versenkung verschwinden. Gut so.
kritikpapier zu den "antinationalen"
Eine Ära geht zu Ende
Berlin Berlin wo ist euer Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem anderen kümmerlichen Rest der ehemaligen Bewegung?
Wie oft löst sich die AAB denn noch auf?
Meine Meinung: Wir brauchen keine ideologisch festen Bünde und sollten uns eher in Netzwerken organisieren, die weder hierarchisch, noch fest ideologisch sind.
Hab eine Vorschlag
klarstellung
die spaltung der aab kann durchaus belebend für die linke sein, wie sind nach wie vor genossen und genossInnen, und wir olle brecht schon sagte: damit etwas kommt, muss etwas gehen. wie das aussieht, wird sich zeigen. alle, die mit obigem text etwas anfangen können (und ihn nicht als plattes pamphlet abtun), sind dazu aufgerufen, sich -in welcher form auch immer- an dieser diskussion zu beteiligen. indymedia scheint dafür nicht der richtige ort zu sein, wie sich an den kommentaren unschwer erkennen läßt.
in diesem sinne: für den kommunismus!
und: denunzianten auf die neune !
welcome back
ich wär auch für richtig so.
trotzdem bleibt eine frage, an der ja alle solidarisch knabbern sollten:
wenn ihr also "die yuppies und die studis" seid (anderer oben)..... bin ich gespannt darauf, wie euer praktischer antikpitalismus aussehen wird. geht ihr zur fau? legt ihr eure erbschaften offen? macht ihr examen?
"den anderen" kann man nur wünschen, dass die intifada nicht siegt.
hallo guter
@ "Antifaschist"
Dich erkennt man auch überall. Woher stammt nur diese Paranoia vor Milchkaffee und angeblichen Yuppies. Ich bin selbst kein Yuppie ( muss leider schlecht bezahlt arbeiten gehen) hätte aber gerne so viel Geld wie die Yuppies und trinke auch schon mal einen Milchkaffee oder auch alkoholische Getränke. Denn "...ficken, tanzen, saufen, merkwürdige Musik hören, am Strand rumlümmeln – solange es einem der globale Krisenkapitalismus noch erlaubt"(1) ist doch eine ganz nette Lebensphilosophie. Dabei muss die Politik doch nicht auf der Strecke bleiben, ausser man steht auf Kadertum und Askese.
"Antifaschist" ich gebe dir recht, dass Ideologie nicht notwendig ist. Aber Netzwerke allein bringen doch gar nichts, wenn es keine linke Theoriebildung gibt. Die Ex-AAB hat doch eine ganz gute Verknüpfung von Analyse und Kritik, sowie politischer Praxis hingelegt.
Luxus und Aufklärung für alle!
(1)aus CEE IEH 94
Nachtrag
Wenn ich da mal eigreifen darf
Das sollte bei allen, die den Kampf um eine besser Welt auch mit sich selbst (und eigen Veränderungen) im Zusammenhang sehen, Konsenz sein.
"Aber Netzwerke allein bringen doch gar nichts, wenn es keine linke Theoriebildung gibt"
Na das schliesst sich nicht aus - eher im Gegenteil:
- Viele Netzwerke, die in den letzten Jahren entstanden sind, haben dieses "fragend gehen" also eine Praxis, die immer wieder versucht zu reflektieren. (PGA, Consulta u.a.)
- Von der anderen Seite kommen die sog. Operaisten mit ihren "militanten Untersuchungen": Die Theorie an der Praxis erproben. (überwiegend Italien und Argentinien, hier in Dtl. höre ich auch immer mehr davon)
und irgendwo in der Mitte kann man sich dann treffen. Wichtig ist da die gegenseitige Aktzeptanz und das Eingeständnis, sich auch irren zu können.
"Die Ex-AAB hat doch eine ganz gute Verknüpfung von Analyse und Kritik, sowie politischer Praxis hingelegt"
Leider nur teilweise. Hier wurde meist doch viel zu ideologisch (und gruppenegoistisch) gehandelt. Wie eben oben im Text steht: Kritik wurde schwer angenommen und wenn mal die Theorie mit der Realität nicht so wollte, wurde das eben ignoriert oder mit Ideologie gekittet.
Naja, hoffen wir, daß die Linke in der Lage ist was zu lernen.
@anarchoübermir
Absolut vorbildlich auch für radikale Linke im Rest der Republik:
-1.Mai "Diskussion" 2002
-die Art und Weise der "Sexismus-Diskussion" um die AAB
- Auflösung des "EX" als politischer Knotenpunkt
- Boykott der Idee eines "sozialen Zentrums" weil es in Berlin ja "zuviele linke Räume und Infrastruktur" gibt und das "eh keiner braucht" und das "EX ja gerade aufgelöst" wurde (womöglich kommen da noch sexisten und antisemiten hin oder gar reformisten igittigitt)
- faktisches kaputtignorieren des letzten basisdemokratischen Zeitungsprojektes Berlins, der interim weil "die is eh doof und lese ich schon lange nicht mehr"
wahrlich, wahrlich "es geht vorran" (Zitat aus dem bessere Hälfte-Text) prost mahlzeit sag ich nur
Wenigstens ein Grund zum Feiern...
... ich finde die Auflösung großartig. Die Antideutschen gehen jetzt zu den US Marines, der Israel Air Force oder zurück zum Verfassungsschutz. Und die Union-Union-Sowjetunion Fraktion, die es in beiden Lagern gab, wandert nach China aus. Von der AAB Pali Fraktion hab ich eigentlich erst sehr wenig gehört. Naja, ich geh ja auch nicht zur LL-Demo... Mal sehen ob die jetzt auch so eine platte und undifferenzierte Pro Palestina und Israel muss weg Scheisse labern.
Auf jeden Fall steht einem ersten Mai mit politischem Anspruch, jetzt eine Barriere weniger im Weg!!!
Für den Anarchismus!
Gegen schwarz/weiß Denken.
meine Utopie
ich komm auf alle fälle zu euch wenn ihr mal was auf die beine stellt.
AU - BACKE!
Es ist der ROCK`N`ROLL!
Ohne Rock`n`Roll läuft nämlich nix!
@dostojewski
wenn du mehr weiß, ich möchte auch mehr wissen!
danke
Frage an dostojewski
@ural
Zum zweiten gibt es einen faktischen Boykott, es kommen fast keine Diskussionsbeiträge mehr an, es wird sich wenig aufeinander bezogen usw.
Die Interim kann eben bei ihrem "Prinzip" immer nur so gut sein, wie die Linke, die sie nutzt -oder hier- eher nicht nutzt.
Auch wenn es natürlich keine bewusste Boykottkampagne gibt, drückt sich in beidem (nichtzahlen und nichtschreiben) ein Mangel an Diskussionskultur und politischer Verantwortung aus.
Ein Zustand der (sicher nicht nur) in Berlin fröhliche Urstände feiert, und die immer noch immens grosse radikale Linke hierzustadte immer wieder weit hinter ihren objektiven Möglichkeiten zurücklässt...
Das lässt sich natürlich hier in der Kommentarfunktion von indymedia auch nicht ändern...
ansonsten: warum steht auf antifa.de davon nichts?
für den kommunismus, dh. für luxus, lust und intellekt!
Wenn die Nacht
nicht alles ist wahr, was bei indy steht
AAB veröffentlicht gar nichts mehr
hmmm
Noch Zweifel:
unklar ist mir...
und vor allem scheint der adressat ja wirklich die bürgerliche öffentlichkeit zu sein. (...gefährlichste und grösste linksextreme gruppe berlins...blablabla)
also will fragen: gab es überhaupt noch eine gemeinsame Abschlusserklärung für die mehr oder weniger interessierte Öffentlichkeit??
Verlust
Insofern also eine beschissene Entscheidung. Aber das Jammern hilft ja nicht, deswegen: la lotta continua!!!
...na und...
guteguete
Aber vielleicht ist der Text ja auch nur wieder von irgendeinem profilneurotischen Spinner, wie so oft in diesem "Forum".
Eine harte Krise
Die Anderen rulez, hoffe ich zumindest!
@ AA Hannover
war das auf der EXPO ausgestellt ??
wäre dankbar für sachdienliche Hinweise
So lange es nicht auf der seite der AAB.....
bis denne, toca.
ergänzung
@igorowitsch
Klingt ja alles sehr glaubhaft aber...
tschüss...und ich hoffe, in berlin gehts trotzdem weiter voran! Hoffe nich nur theoretisch...geredet wurde schon soo viel...
@ AAH...war zwar plump, aber...
Aber so was - wie gesagt- lässt sich natürlich schlecht in der Kommentarfunktion von indymedia klären...
oh je, oh je
oh je, das klingt so ganz schön. aber effektiv hat sich die aab in letzter zeit in ihren veröffentlichungen doch vor allem arrogant von anderen linken (seien es hausbesetzerInnen, sei es die "szene", sei es Maria Mies, seien es die linken, die in der antiglobalisierungsbewegung aktiv sind, seien es feministInnen...)abgegrenzt. die fehlende kritik an linker theorie ist doch wirklich nicht das problem, dass die linke in diesem scheiss-teil der erde hat. das gemeinsame, nämlich die kritik an den herrschenden verhältnissen, zu betonen, duerfte weiter das gebot unserer zeit sein!
schade, dass die aab an der ablehnung dieses sympatischen selbstverständisses zerbrochen ist. ich hoffe die "anderen" halten daran fest.
machen die "anderen" auch
warum schreiben die aab´ler eigentlich seit 2 jahren immer diese hohle phrase "für den kommunismus" unter ihre texte?
unsinn
da sind mir ja "die anderen" wirklich lieber, obwohl ich die aab ja eigentlich nie richtig leiden konnte.
wir sehen uns am tag-x!!!!!!!!!!!!!!!!!