6 Gefangene setzen Hungerstreik im Abschiebeknast Berlin fort
Sechs Gefangene setzen ihren Hungerstreik im Abschiebegefängnis Köpenick fort
Suizidversuch und zwei Selbstverletzungen sind Zeichen der Verzweiflung, aber
auch der Entschlossenheit
Entgegen den Informationen des Innensenators Dr. Körting befinden sich sechs
Gefangene weiterhin im Hungerstreik. Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt
werden, werden sie zu anderen Mitteln greifen.
Suizidversuch und zwei Selbstverletzungen sind Zeichen der Verzweiflung, aber
auch der Entschlossenheit
Entgegen den Informationen des Innensenators Dr. Körting befinden sich sechs
Gefangene weiterhin im Hungerstreik. Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt
werden, werden sie zu anderen Mitteln greifen.
Der minderjährige Michail N. versuchte, sich in der Nacht zum Freitag
vergangener Woche im Toilettenraum zu erhängen. Er gehörte zu den
Hungerstreikenden und wurde am nächsten Tag in die Psychiatrie der
Jugendabteilung des Wilhelm Griesinger Krankenhauses gebracht. Heute wurde er
entlassen. Anatoli O., der sich Mittwochabend selbst verletzte, befindet sich
derzeit im Haftkrankenhaus Moabit. Dota K., der sich am Samstag ebenso selbst
verletzte, wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Danach musste er über 36
Stunden in einer Einzelzelle verbringen, bevor er auf seine Etage zurückkehren
konnte.
Innensenator Dr. Körting hat zugesagt, die Haftbedingungen zu verbessern und ist
zu einem Gespräch mit den Häftlingen - jedoch nur über die Haftbedingungen,
nicht über die Haftdauer - bereit. Das Gespräch hat bis heute noch nicht
stattgefunden, die Häftlinge warten. Bisher hat Herr Dr. Körting die folgenden
Verbesserungen zugesagt:
Ein Stockwerk für Langzeit-Häftlinge ohne Innengitter
Entfernung der Trennscheiben in einigen Besucherzellen
Verlängerung des Hofganges um 30 Minuten
Eventuelle Beteiligung von Häftlingen an Reinigungsarbeiten (kleines Entgelt)
Tischtennisplatten und Tischfußball werden möglicherweise aufgestellt
Die Häftlinge hatten allerdings das folgende gefordert:
Sofortige Entlassung von Menschen, die aus juristischen oder tatsächlichen
Gründen nicht abgeschoben werden können, aber trotzdem über 6 Monate in Haft
sind
Ein Ende der monatelangen Ungewissheit über ihre Entlassung, bzw Abschiebung
Beendigung der menschenunwürdigen Behandlung durch PolizeibeamtInnen, ÄrztInnen
und SozialarbeiterInnen
Verbesserung der unzumutbaren hygienischen Zustände
Die anderen Häftlinge haben ihren Hungerstreik für zwei Wochen ausgesetzt, um
Herrn Eggert, dem Leiter des Abschiebegefängnisses, Zeit zu lassen, die
Verbesserungen zu realisieren. Weitere Aktionen sind angekündigt, wenn es zu
keinen nennenswerten Verbesserungen kommt. Ein 20-jähriger hat bereits einen
Durststreik angekündigt.
Weitere Informationen
Antirassistische Initiative Berlin Tel: 030 785 72 81
http://www.berlinet.de/ari
http://www.abschiebehaft.de
vergangener Woche im Toilettenraum zu erhängen. Er gehörte zu den
Hungerstreikenden und wurde am nächsten Tag in die Psychiatrie der
Jugendabteilung des Wilhelm Griesinger Krankenhauses gebracht. Heute wurde er
entlassen. Anatoli O., der sich Mittwochabend selbst verletzte, befindet sich
derzeit im Haftkrankenhaus Moabit. Dota K., der sich am Samstag ebenso selbst
verletzte, wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Danach musste er über 36
Stunden in einer Einzelzelle verbringen, bevor er auf seine Etage zurückkehren
konnte.
Innensenator Dr. Körting hat zugesagt, die Haftbedingungen zu verbessern und ist
zu einem Gespräch mit den Häftlingen - jedoch nur über die Haftbedingungen,
nicht über die Haftdauer - bereit. Das Gespräch hat bis heute noch nicht
stattgefunden, die Häftlinge warten. Bisher hat Herr Dr. Körting die folgenden
Verbesserungen zugesagt:
Ein Stockwerk für Langzeit-Häftlinge ohne Innengitter
Entfernung der Trennscheiben in einigen Besucherzellen
Verlängerung des Hofganges um 30 Minuten
Eventuelle Beteiligung von Häftlingen an Reinigungsarbeiten (kleines Entgelt)
Tischtennisplatten und Tischfußball werden möglicherweise aufgestellt
Die Häftlinge hatten allerdings das folgende gefordert:
Sofortige Entlassung von Menschen, die aus juristischen oder tatsächlichen
Gründen nicht abgeschoben werden können, aber trotzdem über 6 Monate in Haft
sind
Ein Ende der monatelangen Ungewissheit über ihre Entlassung, bzw Abschiebung
Beendigung der menschenunwürdigen Behandlung durch PolizeibeamtInnen, ÄrztInnen
und SozialarbeiterInnen
Verbesserung der unzumutbaren hygienischen Zustände
Die anderen Häftlinge haben ihren Hungerstreik für zwei Wochen ausgesetzt, um
Herrn Eggert, dem Leiter des Abschiebegefängnisses, Zeit zu lassen, die
Verbesserungen zu realisieren. Weitere Aktionen sind angekündigt, wenn es zu
keinen nennenswerten Verbesserungen kommt. Ein 20-jähriger hat bereits einen
Durststreik angekündigt.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
DIE können nicht raus auf die Str. Wir schon.
Habe das Gefühl, die Berliner Zeitungen sind dem Thema, zur Zeit, nicht unbedingt abgeneigt.
Würde auf jeden Fall ne lautstarke, entschlossene Demo unterstützen, wo geht: Roman
taz: Brandanschlag und Hungerstreik
--> apropos demo: bin ich auch dafür! aber diesmal nicht vor dem innensenat, sondern vor dem knast, damit die leute drinne auch was mitbekommen...
ansonsten: feuer und flamme !!!
zuhören...
video dazu aus dem knast bei www.kanalb.de