Wieder mal eine Torte in Porto Alegre
Torten gab es beim Weltsozialforum in Porto Alegre schon letztes Jahr, diesmal hat es José Genoino, den Präsidenten der PT (Partei der ArbeiterInnen) in Brasilien erwischt. Eine leckere Erdbeertorte wurde ihm schwungvoll überreicht um deutlich zu machen, daß der brasilianische Präsident Lula beim Weltwirtschaftsforum WEF in Davos nicht Sprecher der sozialen Bewegungen ist, wie es die Medien behaupten.
Dem tortenwerfenden Aktivisten der "BäckerInnen ohne Grenzen" ist es sogar gelungen, dem Sicherheitsdienst im Hotel Sheraton zu entkommen. Gleichzeitig wurde im Saal eine Erklärung verteilt, in der unter anderem stand: "Unsere Bewegung hat weder FührerInnen noch RepräsentantInnen. Niemand kann in unserem Namen sprechen. Wenn jemand in Davos die Bewegung "vertritt", sind wir es selbst, die Tausenden die wir die Strassen von Genf besetzten im Protest gegen das Treffen der Banken, Unternehmen und Regierungen, das die PT legitimiert". ("Nosso movimento nao tem lideres ou representantes. Ninguem pode falar em nosso nome. Se alguem em Davos "representa" o movimento, somos sos mesmos, os milhares que ocupamos as ruas de Genebra em protesto contra a reuniao de banqueiros, empresarios e governantes, que o PT legitimou"). Und abschließend hieß es: "Sie sollen alle gehen! Eine Welt ohne ChefInnen ist möglich" ("Que se vayan todos!" (Um mundo sem líderes é possível").
Beim Weltsozialforum 2002 in Porto Alegre erhielt die französische Jugendministerin Marie Buffet zwei Schokoladentorten überreicht.
http://www1.folha.uol.com.br/folha/brasil/ult96u45234.shtml
Bilder:
http://www.midiaindependente.org/pt/red/2003/01/246442.shtml und
http://ch.indymedia.org/demix/2003/01/3596.shtml
Erklärung:
http://www.midiaindependente.org/pt/red/2003/01/246438.shtml
Bericht in der Folha de Sao Paulo:
http://www1.folha.uol.com.br/folha/brasil/ult96u45234.shtml
Artikel pro und contra WSF: Sobre e Contra o Forum Social Mundial:
http://riseup.net/rabh/N13.htm
Lula, Porto Alegre, Davos y Keynes (Prof. J):
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9119.php
Intergalaktika: Aguascalientes en Porto Alegre. Planung von Aktionen zum 10. Jahrestag des zapatistischen Aufstandes in Chiapas 2004:
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9357.php
Hebe de Bonafini von den Madres de Plaza de Mayo in Argentinien, die nicht nach Porto Alegre eingeladen wurde, aber trotzdem kam, meinte jedoch dass die Reise von Lula zum WEF nach Davos gerechtfertigt sei wenn er dort eine gute Rede hielt. Wenn aber das Weltdozialforum in den Händen jener bleibe, die bereits eine bessere mögliche Welt zu haben glaubten, dann sterbe das WSF. Zudem fragte sie sich, was "eine andere Welt ist möglich" bedeute, denn der Kapitalismus könne nicht menschlicher gestaltet werden, denn der Kapitalismus sei völlig unmenschlich. ("No humanizar el capitalismo porque el capitalismo es totalmente inhumano").
Hebe de Bonafini en el Foro:
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9332.php
Beim Weltsozialforum 2002 in Porto Alegre erhielt die französische Jugendministerin Marie Buffet zwei Schokoladentorten überreicht.
http://www1.folha.uol.com.br/folha/brasil/ult96u45234.shtml Bilder:
http://www.midiaindependente.org/pt/red/2003/01/246442.shtml und
http://ch.indymedia.org/demix/2003/01/3596.shtml Erklärung:
http://www.midiaindependente.org/pt/red/2003/01/246438.shtml Bericht in der Folha de Sao Paulo:
http://www1.folha.uol.com.br/folha/brasil/ult96u45234.shtml Artikel pro und contra WSF: Sobre e Contra o Forum Social Mundial:
http://riseup.net/rabh/N13.htm Lula, Porto Alegre, Davos y Keynes (Prof. J):
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9119.php Intergalaktika: Aguascalientes en Porto Alegre. Planung von Aktionen zum 10. Jahrestag des zapatistischen Aufstandes in Chiapas 2004:
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9357.php Hebe de Bonafini von den Madres de Plaza de Mayo in Argentinien, die nicht nach Porto Alegre eingeladen wurde, aber trotzdem kam, meinte jedoch dass die Reise von Lula zum WEF nach Davos gerechtfertigt sei wenn er dort eine gute Rede hielt. Wenn aber das Weltdozialforum in den Händen jener bleibe, die bereits eine bessere mögliche Welt zu haben glaubten, dann sterbe das WSF. Zudem fragte sie sich, was "eine andere Welt ist möglich" bedeute, denn der Kapitalismus könne nicht menschlicher gestaltet werden, denn der Kapitalismus sei völlig unmenschlich. ("No humanizar el capitalismo porque el capitalismo es totalmente inhumano").
Hebe de Bonafini en el Foro:
http://uruguay.indymedia.org/news/2003/01/9332.php
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Die Linke im PT zu Tode kritisieren...
Viel ATTAC, viel NGOs, einen dutzend "anarchistische Trommler", ernsthafte Gewerksschaftler, linksradikale im PT, Landlosenbewegung ignorieren und viel fun haben, tanzen und bunte apolitische Fahnen schwingen: dann wrden die Herrschenden zufrieden sein und die Töchter und Söhne der Besitzenden werden ein wenig ihren Unmut kundgetan haben!
Nein Freunde!!! RESPECT und Solidarität mit allen Linken Kräften in der PT!
Für eine Linke revolutionäre PT!
Der ArbeiterInnen, Landlosen, Studierenden, Menschen aller Hautfarben und Glauben!
Leonardo Boff gibt uns den Glauben, Sebastio Salgado schließ die Photos, Adolfo Gilly schreib gegen die Bürokraten in allen "ArbeiterInnen" Parteien und Lula vergiß´nicht das mir mehr als fünf warme Mahlzeiten am Tag wollen!
NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!
Kom von anderswo
die PT sind sicherlich besser als z.B. die deutsche SPD, aber sie tun ihr Bestes, sich ganz sozialdemokratisch den staatlichen Machtapparat
zueigen zu machen und gleichzeitig den Rueckenwind der sozialen Bewegungen fuer sich auszunutzen. Lula/PT machen das, wovon Teile
von Attac-Europa traeumen, die Umformung der global-kritischen Energie in reformistische partei- und herrschaftspolitische Strategie.
Folgerichtig Lulas Auftritt in Davos beim WEF, wo er beklagt, dass doch eigentlich beide Foren miteinander sprechen sollten... Brasilien ist
nun mal ein "global player", und ein Meeting mit Bill Gates hat irgendwie mehr Sex als eines mit olle Bové (der sich ja auch nicht angemeldet
hatte vorher). Lulas Vision ist so etwas aehnliches wie eine neue Formation der "blockfreien" (armen) Staaten auf globaler Ebene - sicher
nicht gerade gerne gesehen von den G8-Staaten, aber auch nicht unser Terrain. Das WSF muesste sich konsequenterweise von der PT
emanzipieren - nicht gegen sie, sondern auf anderer Ebene, wie es MST (die Bewegung der Landlosen) versucht: radikaler und
basisorientierter. Denn zumindest im brasilianischen Nordosten ist momentan von einer grossen Aufbruchstimmung nicht viel zu spueren, es
herrscht eher der Eindruck vor, die PT uebernehme den Staatsapparat und setze altbekannte Politikformen fort: Es gibt Probleme, dagegen
werden Kampagnen ausgerufen, Ausschuesse gegruendet, Nachforschungen angestellt, Angestellte beschaeftigt, Gelder lockergemacht, die
dann irgendwo versickern. Hoffen wird, dass es mit den Kampagnen gegen den Hunger ("Fome zero"), gegen Sextourimus ("Operacao
Carnaval") besser weitergeht. Was hier bisher zum Projekt "Reforma do Estado" zu lesen war, klingt ganz genauso wie bei uns: Oeffentliche
Ausgaben kuerzen, Privatinitiative foerdern... und das angesichts einer Schwemme von "Ich-AGs" (Vorstufe zum Betteln) in den Strassen,
von der jede Hartz-Kommission nur traeumen kann..."