strassenblockaden in bolivien flammen wieder auf
erneute strassenblockaden. mas verhandelt umsonst pause im parlament. maionettenregierung ohne plan.
nach zwischenzeitlicher niederdrueckung der blockaden durch das militaer sind diese in den vergangenen tagen wieder aufgeflammt.
westlich von Cochabamba wurden wieder die beiden Haupttrassen des Landes blockiert. die regierung zeigt sich hilf- und planlos bei der eindaemmung. im parlament wurde unter anderem von der mas (movimiento al socialismo), der partei Evo Morales, dem anfuehrer der cocaleros, eine aussetzung der blockaden ausgehandelt. in der realitaet zeigt sich aber, dass auch Morales nicht die macht hat die aufgebrachten cocaleros zu kontrollieren.
die proteste entstanden gegen die plaene der regierung den anbau des cocas um 70 % zu senken. die regierung kann zu recht als marionettenregierung der usa bezeichnet werden. diese legen mit ihrer "antidrogenpolitik" eine unfassbare ignoranz gegenueber der mehr als 4000 jahren alten kulturpflanze coca an den tag.
die blockaden haben verschiedene formen. zum einen kann es sein, dass landstrassen ueber kilometer mit steinen bestueckt werden. auch kuenstliche bergrutsche werden verursacht, um strassen zu blockieren. an den blockierten stellen kommt es allerdings dann zum aufeinandertreffen von cocaleros und den gewohnlichen (rel. armen) reisenden. das verstaendniss fuer die blockaden haelt sich dann bei den aufgehaltenen in grenzen. die verantwortlichen benutzten die strassen nie, sie fliegen darueber hinweg.
Solidaritaet mit dem Kampf der cocaleros.
Fuer die Befreiung Lateinamerikas.
p.s.: ich verlasse bolivien leider. vielleicht koennte ja ein anderer mensch, der sich hier aufhaelt, weiter berichten. gracias.
www.la-razon.com (beste tageszeitung boliviens)
westlich von Cochabamba wurden wieder die beiden Haupttrassen des Landes blockiert. die regierung zeigt sich hilf- und planlos bei der eindaemmung. im parlament wurde unter anderem von der mas (movimiento al socialismo), der partei Evo Morales, dem anfuehrer der cocaleros, eine aussetzung der blockaden ausgehandelt. in der realitaet zeigt sich aber, dass auch Morales nicht die macht hat die aufgebrachten cocaleros zu kontrollieren.
die proteste entstanden gegen die plaene der regierung den anbau des cocas um 70 % zu senken. die regierung kann zu recht als marionettenregierung der usa bezeichnet werden. diese legen mit ihrer "antidrogenpolitik" eine unfassbare ignoranz gegenueber der mehr als 4000 jahren alten kulturpflanze coca an den tag.
die blockaden haben verschiedene formen. zum einen kann es sein, dass landstrassen ueber kilometer mit steinen bestueckt werden. auch kuenstliche bergrutsche werden verursacht, um strassen zu blockieren. an den blockierten stellen kommt es allerdings dann zum aufeinandertreffen von cocaleros und den gewohnlichen (rel. armen) reisenden. das verstaendniss fuer die blockaden haelt sich dann bei den aufgehaltenen in grenzen. die verantwortlichen benutzten die strassen nie, sie fliegen darueber hinweg.
Solidaritaet mit dem Kampf der cocaleros.
Fuer die Befreiung Lateinamerikas.
p.s.: ich verlasse bolivien leider. vielleicht koennte ja ein anderer mensch, der sich hier aufhaelt, weiter berichten. gracias.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Vielen Dank für die Informationen!
auch gut...
Wer sich einen Überblick über alle wichtigen bolivianischen Zeitungen und deren Berichterstattung verschaffen will, dem sei folgender Link ans Herz gelegt:
(allerdings alles spanisch)
Sechs Tote bei Militäreinsätzen gegen Protest
haben in Bolivien heftige Proteste gegen die Politik der Regierung
begonnen. Kokabauern und Mitglieder anderer Landarbeiterbewegungen
blockieren die Landstraße zwischen Santa Cruz und Cochabamba, die
wichtigste Ost-West-Verbindung des Andenlandes. Die Regierung setzt
Polizei und Militär gegen die Blockierer ein. Seit Beginn vergangener
Woche wurden bei den Einsätzen sechs Aktivisten zumeist durch
Schusswaffen getötet, zuletzt starb am Freitag eine Demonstrantin durch
den Einsatz von Tränengas. Über 200Menschen sollen festgenommen worden
sein, unter den weit über 50 Verletztensollen auch viele Polizisten sein.
Mit den Protestaktionen wollen die Kokabauern verhindern, dass die
Regierung mit der Vernichtung von Kokaplantagen fortfährt. Mehrere
Wochen lang hatten der Sprecher der Kokabauern, Evo Morales, mit der
Regierung verhandelt, umeine einvernehmliche Lösung zu finden. Wie
mehrfach in der Vergangenheit wurde der Dialog abgebrochen und die
Konfrontation begann. Seitdem versuchen Menschenrechtsorganisationen,
die Konfliktparteien erneut an den Verhandlungstisch zu bringen. Doch
ein für vergangenen Donnerstag (16.1)geplantes Treffen zwischen Morales
und dem neuen Präsidenten Gonzalo Sánchez de Lozada kam nicht zustande.
Der Staatschef bestand darauf, dass er erst verhandeln werde, wenn die
Blockaden beendet würden. Darauf antwortete der populäre Cocalero und
Abgeordnete Evo Morales, der bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen
Sommer nur knapp hinter Sánchez de Lozada zweiter wurde: "Die Zeit der
Verhandlungen ohne Druckmittel ist vorbei. Seit fünf Monaten verhandeln
wird schon, aber ohne jedes Ergebnis."
Hintergrund der Auseinandersetzung, die das südamerikanische Binnenland
Bolivien seit Jahren beschäftigt, ist die unterschiedliche Bewertung von
"Drogenpolitik". Die Regierung macht sich bisher die Lesart der USA
zueigen, der zufolge jeglicher Anbau von Kokapflanzen unterbunden werden
müsse, weil aus ihnen der Grundstoff für Kokain gewonnen wird. Für die
Kokabauern und einen Großteil der Bevölkerung hingegen sind Kokablätter
eintraditionelles Produkt, das seit jeher zum Eigenverbrauch angebaut
und zur Herstellung von Tee oder zum Kauen verwendet wird. Deswegen
fordern sie, dass jede Familie ein begrenztes Stück Land zum Kokaanbau
nutzen darf.
Dass die Lage in Bolivien, dem ärmsten Land Südamerikas, eskalieren
würde, war vorprogrammiert. Zwar gelang es dem konservativen Sánchez de
Lozada nach seinem Wahlsieg, eine Koalitionsregierung zu zimmern und die
neoliberale Politik der Vorgängerregierung nahtlos fortzuführen. Doch
erstmals gibt es eine starke Opposition auch im Parlament: Mehrere linke
Bewegungen, vor allem von Indígenas, Bauern und Gewerkschaften,
unterstützten die Kandidatur des charismatischen Evo Morales und anderer
Indígenas, die jetzt über ein Fünftel der Abgeordneten stellen und die
politische Konstellation grundlegend veränderten.
Kristallisationspunkt der Auseinandersetzung ist derzeit das Chapare,
die zentralbolivianische Region, in der die meiste Koka angebaut wird.
Doch auch in anderen Landesteilen und bei anderen Themen gärt es. So
sind gerade rund10.000 Rentner viele Tage lang bis zum Regierungspalast
in der Hauptstadt La Paz marschiert, um dort gegen die jüngst
beschlossene Kürzung der Renten zuprotestieren. In der Region des
Titicacasees haben Landlose der Regierung ein Ultimatum von 30 Tagen zur
Einhaltung der Wahlversprechen gestellt,sonst wollen auch sie mit
Straßenblockaden ihr Recht auf Ackerlandeinfordern.
Die Partei von Evo Morales, die MAS (Bewegung für den Sozialismus),
versucht der weil, die verschiedenen Proteste unter einen Hut zu
bringen. Neben ihrem Eintreten für eine andere Drogenpolitik stellt sie
der Regierung vor allem drei Forderungen: Mehr Land und Hilfen für die
Armen, den Ausstieg aus den Verhandlungen zur Gesamtamerikanischen
Freihandelszone ALCA und eine Revidierung der Verträge, auf deren
Grundlage Erdgas - das wichtigste Exportprodukt des Landes - zu
Billigpreisen an die USA geliefert wird.
straßen blockieren auch in
www.antifa-luebeck.de