Tourismus und Bevölkerung, Menschenrechte in Burma
Boykottkampagne
Zahlreiche Hotelketten haben sich als Folge von Boykottforderungen aus Burma wieder zurückgezogen. Es sind dies u.a. Accor, Marriott und Best Western. Mit Ausnahme der Lauda Air (AUA) fliegt derzeit keine einzige europäische Fluggesellschaft von Europa nach Burma.
Die britische Regierung forderte in einem Schreiben alle Reiseveranstalter auf, den Tourismus nach Burma zu stoppen. Auch die niederländische Regierung hat ein Statement gegen touristische Besuche in Burma abgegeben
Aus unserer Sicht ist es wegen der angeführten Fakten nicht angebracht, touristische Reisen nach Burma zu organisieren bzw. zu verkaufen.
Zahlreiche Hotelketten haben sich als Folge von Boykottforderungen aus Burma wieder zurückgezogen. Es sind dies u.a. Accor, Marriott und Best Western. Mit Ausnahme der Lauda Air (AUA) fliegt derzeit keine einzige europäische Fluggesellschaft von Europa nach Burma.
Die britische Regierung forderte in einem Schreiben alle Reiseveranstalter auf, den Tourismus nach Burma zu stoppen. Auch die niederländische Regierung hat ein Statement gegen touristische Besuche in Burma abgegeben
Aus unserer Sicht ist es wegen der angeführten Fakten nicht angebracht, touristische Reisen nach Burma zu organisieren bzw. zu verkaufen.
Tourismus und Bevölkerung
Tourismus in Burma hat nichts mit dem Wohlergehen der Bevölkerung zu tun. TouristInnen müssen Dienstleitungen in US-Dollars oder den sog. FECs (burmesische Dollars) und nicht in der heimischen Währung Kyat, die die Bevölkerung verwendet, bezahlen. Davon betroffen sind Ausgaben für Hotels, privaten Transport, Restaurants oder auch Eintrittsgebühren.
Auf der anderen Seite ist es der Bevölkerung gesetzlich verboten, AusländerInnen bei sich übernachten zu lassen. Große Teile des Landes sind zudem für AusländerInnen Sperrgebiet.
Absiedlungen und Zwangsarbeit für Tourismusprojekte
Im ganzen Land wurde eine aus verständlichen Gründen unbekannte Gesamtzahl von Menschen für Tourismusprojekte zwangsweise abgesiedelt und zu Zwangsarbeit eingeteilt.
In der Regionalhauptstadt Sittwe im Bundesstaat Rakhine (Arakan) mußte die Bevölkerung vier Jahre lang Zwangsarbeit zur Errichtung eines Museums leisten; dieses Museum heißt in der Bevölkerung "museum of suffering" (Museum des Leidens).
Zwangsarbeit ist beim Golden Palace in Mandalay, der Errichtung eines Dammes am Tourismusziel Inle Lake, der Renovierung zahlreicher Eisenbahnlinien und der Flughäfen erwiesen. "Die Bemühungen der Junta TouristInnen anzuziehen versacht eine Menge Zwangsarbeit", stallte dazu Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi fest.
Nach einem Bericht der ILO aus dem Jahr 1998 wird im ganzen Land Zwangsarbeit zur Errichtung von Infrastruktureinrichtungen im Bereich Tourismus eingesetzt.
Als besonders gefährlich für die ansässige Bevölkerung erwies sich der Neubau von großen Hotels, für den Gebiete ohne Kompensation geräumt wurden.
Tourismusprojekte und Drogenhandel
Seit etwa 1995 hat sich mit Freigabe der Gründung von Privatunternehmen eine Schicht von Großunternehmern etabliert, die ihre dubiosen Vermögen in legalen Unternehmen investieren und reinwaschen. Die Tourismusindustrie ist ein zentraler Wirtschaftszweig für solche Investitionen. Grundlage dafür sind "Friedensabkommen" mit Führern lokaler Privatarmeen im Grenzgebiet Burmas zu China auf der einen Seite und dem Regierungsmitglied und Geheimdienstchef Khin Myunt auf der anderen. Durch diese Abkommen konnten sich die Drogenbosse frei im Land bewegen und ihre enormen Vermögen in Unternehmen stecken, die häufig Joint ventures zwischen diesen Neounternehmern und dem burmesischen Militär bzw. dem Staat sind.
Das Traders Hotel und das Shangrila Hotel in Rangoon sind nur Beispiele unter vielen. Die Hotels sind zum Teil im Besitz von Steven Law und seinem Vater Lo Hsiang Han, dem bedeutendsten Heroinhändler Burmas. Steven Law ist wegen Drogenhandels die Einreise in die USA verwehrt. Lo und Law investierten ihre Drogendollars in eine landesweite Supermarktkette, zahlreiche Wohnhaus- und Hotelkomplexe, Straßenbauten, Casinos, Busunternehmen usw.
Tourismus finanziert Militär
Der derzeitige Minister für Hotels und Tourismus, Maj.Gen. Saw Lwin, gab in einer jüngst erfolgten Stellungnahme zu, daß 12% der Einnahmen von privaten Tourismusunternehmen direkt an die Armee gehen.
Darüber hinaus ist das Militär selbst an Unternehmen der Tourismusindustrie beteiligt. Diese Beteiligungen betreffen Hotels, Geschäfte, sonstige Dienstleistungsunternahmen und auch die beiden privaten Fuggesellschaften Air Mandalay und Yangon Airways.
Tourismus in Zahlen enttäuschend für Regierung
Mit der Öffnung des Landes für TouristInnen im Zuge der Werbekampagne "Visit Myanmar 1996" erwartete sich die Militärregierung etwa 500.000 TouristInnen pro Jahr. Dazu wurde die Infrastruktur mit einem hohen Aufwand modernisiert. Statt vorher 20 gibt es nun über 428 Hotels in Burma..
Doch die Besucherzahlen sind enttäuschend. Schon im Jahr "Visit Myanmar 1996" besuchten nach offiziellen Angaben lediglich halb so viel Menschen das Land.
Im Tourismusjahr 2001/02 ist die Zahl der TouristInnen um 47,4% gegenüber dem Vorjahr gefallen und machte nur mehr 104.218 Personen aus. Nach anderen offiziellen Zahlen aus Burma hat sich die Zahl der TouristInnen von 2000 auf 2001 halbiert, nämlich von 234.000 auf 120.000.
Die Auslastung der Hotels liegt schon seit längerem unter 40%. Zahlreiche Luxushotels beklagen seit mehreren Jahren fortgesetzte Verluste und haben Teile ihres Personals entlassen. In den letzten Monaten wurden bereits angefangene Hotelbauten aufgegeben.
Erfolge der Boykottkampagne
Zahlreiche Hotelketten haben sich als Folge von Boykottforderungen aus Burma wieder zurückgezogen. Es sind dies u.a. Accor, Marriott und Best Western. Mit Ausnahme der Lauda Air (AUA) fliegt derzeit keine einzige europäische Fluggesellschaft von Europa nach Burma.
Die britische Regierung forderte in einem Schreiben alle Reiseveranstalter auf, den Tourismus nach Burma zu stoppen. Auch die niederländische Regierung hat ein Statement gegen touristische Besuche in Burma abgegeben
Aus unserer Sicht ist es wegen der angeführten Fakten nicht angebracht, touristische Reisen nach Burma zu organisieren bzw. zu verkaufen.
Tourismus in Burma hat nichts mit dem Wohlergehen der Bevölkerung zu tun. TouristInnen müssen Dienstleitungen in US-Dollars oder den sog. FECs (burmesische Dollars) und nicht in der heimischen Währung Kyat, die die Bevölkerung verwendet, bezahlen. Davon betroffen sind Ausgaben für Hotels, privaten Transport, Restaurants oder auch Eintrittsgebühren.
Auf der anderen Seite ist es der Bevölkerung gesetzlich verboten, AusländerInnen bei sich übernachten zu lassen. Große Teile des Landes sind zudem für AusländerInnen Sperrgebiet.
Absiedlungen und Zwangsarbeit für Tourismusprojekte
Im ganzen Land wurde eine aus verständlichen Gründen unbekannte Gesamtzahl von Menschen für Tourismusprojekte zwangsweise abgesiedelt und zu Zwangsarbeit eingeteilt.
In der Regionalhauptstadt Sittwe im Bundesstaat Rakhine (Arakan) mußte die Bevölkerung vier Jahre lang Zwangsarbeit zur Errichtung eines Museums leisten; dieses Museum heißt in der Bevölkerung "museum of suffering" (Museum des Leidens).
Zwangsarbeit ist beim Golden Palace in Mandalay, der Errichtung eines Dammes am Tourismusziel Inle Lake, der Renovierung zahlreicher Eisenbahnlinien und der Flughäfen erwiesen. "Die Bemühungen der Junta TouristInnen anzuziehen versacht eine Menge Zwangsarbeit", stallte dazu Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi fest.
Nach einem Bericht der ILO aus dem Jahr 1998 wird im ganzen Land Zwangsarbeit zur Errichtung von Infrastruktureinrichtungen im Bereich Tourismus eingesetzt.
Als besonders gefährlich für die ansässige Bevölkerung erwies sich der Neubau von großen Hotels, für den Gebiete ohne Kompensation geräumt wurden.
Tourismusprojekte und Drogenhandel
Seit etwa 1995 hat sich mit Freigabe der Gründung von Privatunternehmen eine Schicht von Großunternehmern etabliert, die ihre dubiosen Vermögen in legalen Unternehmen investieren und reinwaschen. Die Tourismusindustrie ist ein zentraler Wirtschaftszweig für solche Investitionen. Grundlage dafür sind "Friedensabkommen" mit Führern lokaler Privatarmeen im Grenzgebiet Burmas zu China auf der einen Seite und dem Regierungsmitglied und Geheimdienstchef Khin Myunt auf der anderen. Durch diese Abkommen konnten sich die Drogenbosse frei im Land bewegen und ihre enormen Vermögen in Unternehmen stecken, die häufig Joint ventures zwischen diesen Neounternehmern und dem burmesischen Militär bzw. dem Staat sind.
Das Traders Hotel und das Shangrila Hotel in Rangoon sind nur Beispiele unter vielen. Die Hotels sind zum Teil im Besitz von Steven Law und seinem Vater Lo Hsiang Han, dem bedeutendsten Heroinhändler Burmas. Steven Law ist wegen Drogenhandels die Einreise in die USA verwehrt. Lo und Law investierten ihre Drogendollars in eine landesweite Supermarktkette, zahlreiche Wohnhaus- und Hotelkomplexe, Straßenbauten, Casinos, Busunternehmen usw.
Tourismus finanziert Militär
Der derzeitige Minister für Hotels und Tourismus, Maj.Gen. Saw Lwin, gab in einer jüngst erfolgten Stellungnahme zu, daß 12% der Einnahmen von privaten Tourismusunternehmen direkt an die Armee gehen.
Darüber hinaus ist das Militär selbst an Unternehmen der Tourismusindustrie beteiligt. Diese Beteiligungen betreffen Hotels, Geschäfte, sonstige Dienstleistungsunternahmen und auch die beiden privaten Fuggesellschaften Air Mandalay und Yangon Airways.
Tourismus in Zahlen enttäuschend für Regierung
Mit der Öffnung des Landes für TouristInnen im Zuge der Werbekampagne "Visit Myanmar 1996" erwartete sich die Militärregierung etwa 500.000 TouristInnen pro Jahr. Dazu wurde die Infrastruktur mit einem hohen Aufwand modernisiert. Statt vorher 20 gibt es nun über 428 Hotels in Burma..
Doch die Besucherzahlen sind enttäuschend. Schon im Jahr "Visit Myanmar 1996" besuchten nach offiziellen Angaben lediglich halb so viel Menschen das Land.
Im Tourismusjahr 2001/02 ist die Zahl der TouristInnen um 47,4% gegenüber dem Vorjahr gefallen und machte nur mehr 104.218 Personen aus. Nach anderen offiziellen Zahlen aus Burma hat sich die Zahl der TouristInnen von 2000 auf 2001 halbiert, nämlich von 234.000 auf 120.000.
Die Auslastung der Hotels liegt schon seit längerem unter 40%. Zahlreiche Luxushotels beklagen seit mehreren Jahren fortgesetzte Verluste und haben Teile ihres Personals entlassen. In den letzten Monaten wurden bereits angefangene Hotelbauten aufgegeben.
Erfolge der Boykottkampagne
Zahlreiche Hotelketten haben sich als Folge von Boykottforderungen aus Burma wieder zurückgezogen. Es sind dies u.a. Accor, Marriott und Best Western. Mit Ausnahme der Lauda Air (AUA) fliegt derzeit keine einzige europäische Fluggesellschaft von Europa nach Burma.
Die britische Regierung forderte in einem Schreiben alle Reiseveranstalter auf, den Tourismus nach Burma zu stoppen. Auch die niederländische Regierung hat ein Statement gegen touristische Besuche in Burma abgegeben
Aus unserer Sicht ist es wegen der angeführten Fakten nicht angebracht, touristische Reisen nach Burma zu organisieren bzw. zu verkaufen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
dumda
Das passt dann wohl nicht ganz in aufklärerische Eine-Welt-Laden Vorstellungen der Welt. Unsere universal gültige Werteordnung wird auch das Dunkel der Barbaren jenseits der zivilisatorischen Grenzen erleuchten. Wieso nicht mal die USA/BRD/usw boykotieren?