Plakate verschönert: (Anti-)Wahlkampf in Hessen gestartet
Im Februar ist in Hessen (in Niedersachen übrigens auch) Landtagswahlquark - am 2. Januar startete der Wahlkampf offiziell. Doch bereits am Morgen nach dem Aufstellen der ersten Wahlplakate in Gießen waren diese flächendeckend verschönert, verbessert und ergänzt worden. Einige Tage zuvor waren Ähnliches bereits großen Wahlplakate in Reiskirchen und anderen umlegenden Dörfern widerfahren (
http://www.indymedia.de/2002/12/37597.shtml). Die unbekannten AkteurInnen zeigten damit, wie aktive Mitgestaltung der Demokratie aussehen kann und gehen so mit gutem Beispiel voran - BürgerInnen, macht auch eure Plakate schöner! :-)
http://www.indymedia.de/2002/12/37597.shtml). Die unbekannten AkteurInnen zeigten damit, wie aktive Mitgestaltung der Demokratie aussehen kann und gehen so mit gutem Beispiel voran - BürgerInnen, macht auch eure Plakate schöner! :-)
Ab 20 Uhr durften in Gießen die ersten Wahlplakate aufgestellt werden. Dabei konzentrierten sich die Parteien auf den Anlagenring - dort säumten gestern Abend im Abstand von wenigen Metern unzählige Plakate den Mittelstreifen sowie Straßenränder. Kaum aufgestellt, scheint die Wahlwerbung allerdings bereits Opfer (volks-)herrschaftskritischer ÜberlkeberInnen geworden zu sein. Etliche Plakate wurden mit Sprüchen und graphischen Elementen verziert, die Wahlen als wichtigen Legitimationsmechanismus moderner Herrschaft demaskierten - in manchen Streckenabschnitten wurde kaum eines ausgelassen. Immer wieder war die Kombination aus Kackhaufen und der Frage ?Welcher Haufen soll?s sein?? zu finden; eine Anspielung auf die These vom ?kleineren Übel?, bei der gezielt einer schlechten Variante eine noch schlechtere gegenüber gestellt wird, mit der auch die ärgsten KritikerInnen des Systems dazu bewegt werden, das Bestehende zu verteidigen. Weitere Sprüche waren ?Volksherrschaft voran!??, ?Wählt Scheiße!?, ?Warnung: Demokratie naht!? oder ?Unterwirf dich ... wähle!? Auch der Prügelprinz Klaus Peter Möller kam seine Häufchen ab ... der CDU-Kandidat fiel vor kurzem durch eine Kneipenschlägerei, rassistische Sprüche und kriminelle Freunde auf (mehr unter
http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu). Nun, viele PassantInnen beäugten die veränderten Plakate am heutigen Morgen sehr genau, einige machten Fotos usw.
Offenbar waren nicht nur politische Gruppen an den umfassenden Verschönerungen beteiligt: Auf vielen Plakaten prangten Überkleber mit dem Aufdruck ?Dieses Wahlplakat wird ständig observiert! Keine Chance für linke Chaoten.? Hinter der Aktion vermuten unabhängige BeobachterInnen Kreise um den Staatsschutz Gießen und andere Repressionsbehörden. Ein möglicher Hintergrund: Am letzten Samstag forderte die ?Initiative Sicheres Gießen? - eine Glaubensgemeinschaft in Anbetung Roland Kochs? und Volker Bouffiers? - tatsächlich die Überwachung aller Wahlplakate, um Linksextremisten Einhalt zu gebieten (
http://www.indymedia.de/2002/12/37826.shtml sowie Radiobeitrag unter
ftp://ftp.radio4all.net/pub/radio/1228giessen.mp3). Die massiven Veränderungen an Wahlplakaten legen aber nahe, dass die staatlichen OrdnungshüterInnen dieser Aufgabe nicht gerecht werden können.
Der Auftakt für den Landtagswahlk(r)ampf ist damit gemacht. In den nächsten Wochen folgen Besuche einiger SpitzenpolitikerInnen - auch dort ist zu befürchten, Radikalschafe und Autonome von außerhalb Störungen herbei führen wollen ... bei Auftritten der Parteieneliten während der Bundestagswahl hatten verschiedene Menschen provisorisches Hausverbot - davon muss sich natürlich niemensch einschüchtern lassen, denn Kreativität ist das Gegengift zu Herrschaft und hierarchischen Strukturen wie Polizei usw. Ein paar Ideen für kreative Anti-Wahl-Aktionen findet sich unter
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antiwahl/texte/machtnix/da01.html.
Ein paar Termine:
- 9. Jan. ab 17 Uhr: Koch in der Gallushalle, Grünberg
- 20. Jan. ab 19 Uhr: Merkel in den Hessenhallen, Gießen
- 24. Jan. ab 17 Uhr: Schröder in der Kongresshalle, Gießen
Nutzt die Wahl als Chance zur Thematisierung grundsätzlicher Alternativen zu Herrschaft und Bevormundung - für eine Welt ohne Markt & Staat!
http://www.abwehr-der-ordnung.de.vu). Nun, viele PassantInnen beäugten die veränderten Plakate am heutigen Morgen sehr genau, einige machten Fotos usw. Offenbar waren nicht nur politische Gruppen an den umfassenden Verschönerungen beteiligt: Auf vielen Plakaten prangten Überkleber mit dem Aufdruck ?Dieses Wahlplakat wird ständig observiert! Keine Chance für linke Chaoten.? Hinter der Aktion vermuten unabhängige BeobachterInnen Kreise um den Staatsschutz Gießen und andere Repressionsbehörden. Ein möglicher Hintergrund: Am letzten Samstag forderte die ?Initiative Sicheres Gießen? - eine Glaubensgemeinschaft in Anbetung Roland Kochs? und Volker Bouffiers? - tatsächlich die Überwachung aller Wahlplakate, um Linksextremisten Einhalt zu gebieten (
http://www.indymedia.de/2002/12/37826.shtml sowie Radiobeitrag unter
ftp://ftp.radio4all.net/pub/radio/1228giessen.mp3). Die massiven Veränderungen an Wahlplakaten legen aber nahe, dass die staatlichen OrdnungshüterInnen dieser Aufgabe nicht gerecht werden können. Der Auftakt für den Landtagswahlk(r)ampf ist damit gemacht. In den nächsten Wochen folgen Besuche einiger SpitzenpolitikerInnen - auch dort ist zu befürchten, Radikalschafe und Autonome von außerhalb Störungen herbei führen wollen ... bei Auftritten der Parteieneliten während der Bundestagswahl hatten verschiedene Menschen provisorisches Hausverbot - davon muss sich natürlich niemensch einschüchtern lassen, denn Kreativität ist das Gegengift zu Herrschaft und hierarchischen Strukturen wie Polizei usw. Ein paar Ideen für kreative Anti-Wahl-Aktionen findet sich unter
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antiwahl/texte/machtnix/da01.html. Ein paar Termine:
- 9. Jan. ab 17 Uhr: Koch in der Gallushalle, Grünberg
- 20. Jan. ab 19 Uhr: Merkel in den Hessenhallen, Gießen
- 24. Jan. ab 17 Uhr: Schröder in der Kongresshalle, Gießen
Nutzt die Wahl als Chance zur Thematisierung grundsätzlicher Alternativen zu Herrschaft und Bevormundung - für eine Welt ohne Markt & Staat!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
SEHR SCHÖN... WEITER SO !!!
Schau an
Was brind nichwählen
Nun ja
dkpplakate
Dieser Kommentar hat keineen Nachrichtenwert, ich bin auch nicht sauer, wenn er entfernt wird.
Warum nicht auch DKP?
PS: someDude hast Du irgendwelche psychischen Probleme?
Platt.
...
DKP-Plakate
Außerdem seit ihr eigentlich bescheuert: Kaum gibt es auf Indymedia einen Artikel der theoretisch irgendwie aus der Projektwerkstatt stammen könnte, schon denunzieren irgendwelche A******** sie.
Smash da doitsche linke!
ist doch egal
Wahlkritik muß, wenn sie nicht den Rechten zuspielen soll (denn die gehen wählen, 'damit der verlauste, arbeitsscheue Pöbel mal gezeigt wird, was 'ne Harke ist') allerdings Alternativen vorlegen können, und darf auf keinen Fall wie letzten September ungehört (außerhalb der bekannten linken Gedankeneliten) verhallen, das ist schon ganz richtig!
Seid bunt, seid divers and let time sort it out!
An ???????
na super
Naja...
Inter nett
von k.A. - 29.12.2002 03:11
Mods aus der Projektwerkstatt?
Aber ebenso zur Klarstellung: Viele Projektwerkstättis engagieren sich seit Jahren gegen Eliten, interne Dominanzverhältnisse usw. in der sogenannten "Linken". Dazu sind auch viele Texte entstanden. Wo Projektwerkstättis mitwirken, entstehen entweder offene Plattformen (also keine intransparenten Zirkel, nur für einige offene Arbeitsmöglichkeiten usw.) - oder die Projektwerkstättis werden von denen, die Herrschaftsstrukturen wollen, rausgemobbt oder gar, wie in letzter Zeit üblich, rausgeschmissen.
Es ist daher absurd, gerade Projektwerkstättis Zensur vorzuwerfen. Es gibt unter Beteiligung von Projektwerkstättis einige Ideenpapiere zu solchen Plattformen und auch zu Indymedia. In letzteren wird u.a. vorgeschlagen, eine bessere Sortierung von Beiträgen und Ergänzungen statt Zensur vorzunehmen.
Allerdings muß klar sind: Indymedia ist immer noch ein halboffenes Projekt. Die, die z.B. hier die Zensur angreifen, um die Projektwerkstatt besser mit Dreck bewerfen zu können, sind teilweise dieselben, die andernorts gleich von Anfang an Leute aus der Projektwerkstatt aus Treffen usw. werfen, um unangefochten über Moderation, Plena und andere Elitenstrukturen alles beherrschen zu können.
Kritische Texte zu Dominanz, Eliten und herrschaftsmindernde Methoden unter
an über mir
@ hokuspokus
nicht sauer sein!
Fragen?:
Tur mir leid, aber...
Sind wir wirklich so tief gesunken ?
Plakate mit scheiße bekleben, das ist jawohl nicht nur widerlich, sondern auch äußerst primitiv.
Wenn man Gehör haben will, dann sich nicht mit Scheiße-Aufklebern.
Volksherrschaft
Die Volksgenossen werden wieder zur Volksgemeinschaft und wenn alle Volksfeinde vernichtet sind kommt als Krönung ein harmonischer,
homogener Volkskörper zum Vorschein.
Sieg im Volkskrieg
Volkszugehörigkeit
Volksdeutscher
Volkspolizei
Volksarmee
Volksrepublik
Volksdemokratie
Volksaufklärung und Propaganda
Volksgasmasken
Volksgerichtshof
Volksheld
Völkerschlacht
die Liste ist nicht im Sinne der Totalitarismus Theorie zu verstehen die ich ablehne
aber es gab diese Begriffe nun mal im NS wie auch im Real Soz
Volk + Herrschaft zwei reaktionäre Worte
haben da etwa Nazis die Plakate überklebt ?
Wohl nicht da Nazis nicht gleichzeitig Werbung für indy.de im gleichen Layout machen würden.
Sprachkritik nimmt die transportierten Inhalte ernst -
also bitte keine platten Ausreden für diese in Teilen mißratene Aktion.
Ja, antideutsch hat recht!
Volksherrschaft
Herrschaftskritik unter