Offene Strukturen bei NATO-Protesten verboten!

Hoppetrottel 27.12.2002 16:09 Themen: Militarismus
Vom 7.-9.2. will die NATO in München mal wieder über „Sicherheit“ reden. Dagegen sind Proteste geplant. Im letzten Jahr gab es neben den großen Demonstrationen und zentralen Veranstaltungen auch einige kreativ-widerständige, autonom vorbereitete Aktionen. Dazu gehörte eine offene Direct-Action-Plattform im Tröpferlbad und eine offene Presseplattform.
Den Eliten des NATO-Protestes – von sich linksradikal gebenden bis demokratiefetischistischen Friedens- und Attacgruppen – hatten schon 2002 nur mürrisch ertragen können, daß etwas außerhalb ihrer Kontrolle geschah. Die Auswertungstexte zu diesem Teil des Widerstandes wurden trotz anderer Absprache aus dem anschließenden Reader ohne Rückklärung einfach zensiert. Doch das war erst der Anfang ... inzwischen hagelt es Verbote, Kontrolle ist überall. München soll diesmal gleichgeschaltet sein – Eliten plus Schafherde, die den Aufrufen folgt, aber nicht selbst denkt!
Für die Proteste im Jahr 2003 soll alles glatter laufen: Die linken und demokratischen Ordnungstruppen haben autonom organisierten kreativen Widerstand schon im Vorfeld die Betätigungsmöglichkeiten untersagt. Das Tröpferlbad ist mit einem aus anonymen Eliten organisierten „Convergence Center“ (der Name stammt aus internationalen Widerstandsaktionen – aber ein doitsches CC muß eben Besonderheiten haben wie Kontrolle, Zensur usw.).
Die Ausgrenzung läuft bereits auf mehreren Ebenen.

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1. Sogenanntes „Convergence Center“ statt offene Plattformen
Im Tröpferlbad regieren diesmal die Eliten. Plena (die optimale Form der Kontrolle durch Eliten ... siehe Plenumskritik-Text  http://www.projektwerkstatt.de/von-unten/evu_plena.pdf). Offene Plattformen sind nicht zugelassen.
Mailwechsel im Vorfeld der Aktionstage „Widerstand & Vision“:

Anfrage an die allgemeine Kontaktadresse der Anti-NATO-Proteste:
„da wir über Weihnachten ein Treffen haben, wo wir auch über Aktivitäten gegen die NATO-Konferenz in M reden wollen, habe ich ein paar Fragen dazu und würde mich freuen, eine Antwort zu bekommen.
Convergence Center
Wir würden dort gerne (wie letztes Mal in München):
 Direct Action Materialien hinbringen
 Workshops anbieten z.B. zu Kommunikationsguerilla, kreative Antirepression oder weiteren Themen/Technix der Direkten Aktion
 eine offene Presseplattform schaffen, wo AktivistInnen direkt selbst mit den Medien in Kontakt treten können (wie letztes mal, siehe auch www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antinato/index_nato.html)
Dazu wäre die Frage, wie weit das geht, ob Ihr oder Teilgruppen was ähnliches planen, so daß wir in direkten Kontakt treten können.
Außerdem wäre die Frage, ab wann das CC geöffnet ist ... wäre ja gut, wenn es auch schon die Tage vorher (zwecks Vorbereitung, Trainings usw. offen wäre, z.B. ab Mittwoch).
Bei der „Betreuung“ der obigen Plattformen usw. wären sicherlich einige von uns auch dabei.“

Und die Antwort:
„Auf dem letzten Treffen bzgl. des convergence centers wurden folgende Punkte wegen deiner/eurer Anfrage diskutiert:
1. die Geruechte bzw. Bestaetigungen das du auf deiner Webseite bzw. der Projektwerkstatt offen den Kontakt mit VS-Leuten propagiert hast muss sich zu aller erst klaeren. Gibt es eine Stellungsnahme deinerseits ? Stimmen die Vorwuerfe (wurde vor einigen Jahren auch schon in den anti-expo Zusammenhaengen diskutiert) ?
Es gibt kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Menschen die solch ein Verhalten propagieren ... (seitens der vorbereitenden Gruppen) !
2. eine oeffentliche Presseplattform wird in den Raeume des cc nicht moeglich sein (aufgrund der Vorkommnisse im letzten Jahr, wo sich eine keine Absprachen von Seiten der Carnival-Leute gehalten wurde. Ausserdem wurde eine solche Plattform immer als Presseerklaerung des cc wahrgenommen werden was die vorbereitenden Gruppen nicht wollen).
3. Raeume fuer workshops sind nur noch beschraenkt vorhanden ... es wuerde sich aber noch Platz schaffen lassen. Voraussetzung dafuer waere das sich die VS-Zusammenarbeit Vorwuerfe klaeren .....

soweit, convergence center Vorbereitung“

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2. Plakate und Mobilisierung
Die „offiziellen“ Plakate rufen ausschließlich zu den Großdemos auf. Solche Politikform will Schafe für eine Schafherde. Es erfolgt keinerlei Aufruf zu autonom organisierten Aktionen, es wird keiner Infrastruktur (Räume, Presseverteiler, Aktionsmaterial, technische Ausstattung) angeboten, sondern diese bleibt den Eliten vorbehalten. Vorschläge, offene Arbeitsstrukturen zu schaffen werden offensiv abgewehrt (siehe oben). Sichtbar ist, daß es nicht nur „aus Versehen“ zu Hierarchisierungen kommt, sondern daß ganz bewußt Verhältnisse hergestellt werden, in denen wenige entscheiden und die Vermittlung nach außen steuern, während viele als Schafe in der Herde gebraucht werden.


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3. Gerichtstermine
Aus den letzten NATO-Protesten heraus gab es einige Bußgeldbescheide. Die Rote Hilfe München (ebenfalls schon bei den letzten Protesten mit Kritik an kreativer Antirepression am Start ...) schickte als erstes Vollmachtsscheine rum, die zu unterschreiben waren – ohne jegliche Info, was denn geschehen sollte. Da ein Mensch aus der Projektwerkstatt auch betroffen war, gab es einen ständigen Infofluß ... die allgemeinen Rundmails mit „Mitmach-Aufrufen“ kamen in der Projektwerkstatt an, Anfragen und konkrete Vorschläge gingen an die Rote Hilfe. Doch Antwort kam nie. Offensichtlich ist: Auch hier soll eine Schafherde organisiert werden – die Prozesse zur Selbstinszenierung der Roten Hilfe. Und – nicht besser - für die Rettung der Demokratie. Im aktuellen Aufruf (Protest aus der Projektwerkstatt wurde selbstverständlich nicht berücksichtigt) finden sich die folgenden, staatliche Gewalt befürwortende und demokratische Herrschaft bejubelnden Zitate:

„Es war unsere politisch bewusste Entscheidung gegen ein undemokratisches totales Demonstrations- und Versammlungsverbot unser Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit durchzusetzen ... Kriminalisierung linker und demokratischer Opposition ... Dass die Polizei regelmäßig illegal Daten sammelt, um später die demokratische und linke Opposition zu kriminalisieren, bestätigt auch der jüngste Tätigkeitsbericht des bayerischen Datenschutzbeauftragten Reinhard Vetter. ... Während die demokratische und linke Opposition gegen eine Nato-Kriegspolitik verboten und kriminalisiert wurde, konnten ranghohe Nato-Militärs und Politiker von Tausenden Polizisten geschützt in aller Ruhe den nächsten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg wie gegen Jugoslawien oder Afghanistan planen. Würden deutsche Gerichte sich an bestehende Gesetze halten, so müssten sie Politiker wie Joschka Fischer oder Gerhard Schröder wegen Planung eines Angriffskrieges anklagen und verurteilen. ...
Die oben aufgeführten Tatsachen zeigen deutlich, dass es sich bei unseren Prozessen um politische Gesinnungsjustiz reaktionärer und antidemokratischer Gangart handelt.“

Das ist aber noch nicht alles. Unter dem Aufruf steht das folgende:
„Kommt zu den Prozessen
Die Verhandlungen der Widersprüche gegen die Bußgeldbescheide finden im Justizzentrum, Nymphenburger Str. 16 (U1 Stiglmaierplatz) an folgenden Terminen statt:
Fr. 3.1.03 10:30 A232
Di. 28.1.03 14:15 A132
Do. 30.1.03 15:30 A232
Di. 11.2.03 9:00 A037
Weitere Termine werden folgen, sind aber noch nicht bekannt.“

Das ist eine Lüge. Sehr wohl ist der Roten Hilfe noch der Termin des Projektwerkstättlers bekannt. Der ist am 6.2., also gerade zu optimal für die Einbindung in die Aktivitäten gegen den NATO-Gipfel, denn der startet am 7.2. Doch Rote Hilfe und Anti-NATO-Bündnisse (die alle den Termin kennen!!!) scheinen auch hier lieber auf gute Aktionen verzichten zu wollen als ihre Kontrolle zu verlieren.


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4. Und warum dieser Text?
Weil es keinen Sinn macht, erst wieder in der heißen Phase zu scheitern und dann zu streiten. Die Eliten sagen jedesmal: „Das nimmt jetzt zuviel Raum ein, wir stehen unter Zeitdruck!“ und manche noch „Laß uns hinterher reden!“. Das geschieht nie. Es war auch in München letztes Mal vereinbart. In Stuttgart mit einigen Personen und mit dem Delegiertentreffen in Lüneburg zum Castor auch. Die Eliten wissen, was sie tun. Sie werden auch hierauf die Antworten wissen, die Schafherden ruhig halten.
Nur eines können sie nicht: Erklären, wieso es die offenen Plattformen nicht geben soll. Ihre Attacken auf Personen (wie in obigen Schreiben gegen die Carnevalista-Gruppe vom letzten Mal oder irgendwelche Behauptungen, irgendjemand würde VS-Kontakte gut finden – mal abgesehen davon, daß gerade linke Eliten ständig mit Bullen reden, um ihre demokratischen Rechte durchsetzen zu wollen ... peinlich!) dienen der Vernebelung – aber mit dem Vorschlag offener Plattformen haben sie wenig zu tun. Eliten horten Presseverteiler, Orte und Termine von Pressekonferenzen, technische Ausrüstung usw. unter sich, weil sie das Monopol darauf haben WOLLEN!
Emanzipatorische Politik kann nicht nur darin bestehen, die NATO-Kriege mit Demo-Folklore und Demokratie-Jubel zu begleiten sowie mit „was sollen diese Grabenkämpfe“ immer wieder die Reorganisierung von Herrschaft in eigenen Zusammenhängen zu legitimieren. Sondern auch, Herrschaft in politischer Bewegung anzugreifen. Das wird nicht unsinniger, wenn es zum 10. Mal erfolglos bleibt. Denn daß politische Bewegung seit Jahren Doitschland kaum noch was ausrichtet, hat auch und gerade mit der Organisierungsform zu tun. Die wenigen Gegenbeispiele unkontrollierter politischer Aktion (Bambule in Hamburg und andere) zeigen, daß dort, wo Eliten weg sind oder weniger prägend, mehr geht!

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Zusammenfassung:
Die linke Geheimpolizei ist wieder schwer am wirbeln. Wie schon in den letzten Monaten mehrfach (Ausschlüsse vor dem Protesten gegen das Atomforum in Stuttgart und zuletzt sehr kraß beim Castor-Widerstand im November 2002, siehe  http://www.projektwerkstatt.de/aktuell/castor/castor_lueneborg.html) wird sichtbar, daß Ausgrenzungen und Verbote selbst dann durchgezogen werden, wenn offensichtlich ein erheblicher politischer Schaden eintritt. Oder andersherum: Die Aufrechterhaltung von Kontrolle und Dominanz sowie die Vorteile für die eigene Organisation (Image, Aufmerksamkeit, Spenden, Mitglieder) sind das wichtigste Ziel von Eliten. Die Massen, die angeworben werden, sind StatistInnen und Schafe im Konzept der Eliten.

Weiterlesen? Einige Texte zu Eliten, Dominanzen, Hierarchieabbau usw. unter  http://www.projektwerkstatt.de/von-unten.
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Ergänzungen

wer will was anderes???

Teilnehmi am Widerstand&Vision-Treffen 27.12.2002 - 16:31
Ha, darüber sollte kräftig diskutiert werden - vielleicht zeigen sich die Menschen, die da ausgrenzen, ja auch mal!

Der direkte Link zur Offenen Presseplattform vom letzten Mal in München:  http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antinato/nato_fax.html.

Da auf dem Widerstand&Vision-Treffen noch weiterdiskutiert wird, wäre es nett, wenn Menschen, die Lust auf selbstorganisierten Widerstand jenseits von Plenum, Latschdemos usw. haben oder offene Strukturen aufbauen wollen, sich hier melden ... anrufen in der Projektwerkstatt: 06401/903283 oder per mail an  projektwerkstatt@apg.lahn.de.

Vor allem Menschen aus dem Raum München wären gut. Schließlich dürfte es ohne Räume und technische Infrastruktur recht schwierig werden, noch was andere zu bieten als ultrademokratische Begleitfolklore zur "demokratischen Bombergemeinschaft" der NATO.

Bergstedt ist das Schaf!

Lüneburger 27.12.2002 - 16:46
zum weiterlesen:
 http://www.de.indymedia.org/2002/07/26350.shtml

Um es einmal deutlich zu sagen: Bergstedt ist das Schaf und Hoppetosse seine Herde!

Was ich immer sage!

Nina 27.12.2002 - 17:10
Dagegen hilft nur Anarchie!

Jeder Bestrebung, Irgendwen Anderes zu zesieren, seinen Informationsfluß und sein Handeln auf Undemokratische Weise (Zensur Repression) zu kanalisieren, muß Rigoros und mit Allen Mitteln eine Absage erteilt werden!

Peinlich

??? 27.12.2002 - 17:44
Liebe T. (Ich vermute mal das dieser Text von Dir ist)

Du hast dich mit diesem Artikel mal wieder richtig peinlich geoutet. Deinem Verfolgungswahn ist nichts mehr hinzuzufügen.

Im ersten Absatz widersprichst du Dir schon sehr nett:

aber ein doitsches CC muß eben Besonderheiten haben wie Kontrolle, Zensur usw., Offene Plattformen sind nicht zugelassen.

Dazu aus dem Antwortbriefdes CC:
3. Raeume fuer workshops sind nur noch beschraenkt vorhanden ... !!!es wuerde sich aber noch Platz schaffen lassen.!!!

Damit zeigst Du sehr deutlich, das du gar keine Lust hast einen Workshop zu machen, der Raum wäre ja da. Wo ist da also die Zensur und Verbote ????????

Dann ist dieser Absatz auch nur noch daneben:
2. Plakate und Mobilisierung
Die „offiziellen“ Plakate rufen ausschließlich zu den Großdemos auf. Solche Politikform will Schafe für eine Schafherde. Es erfolgt keinerlei Aufruf zu autonom organisierten Aktionen, es wird keiner Infrastruktur (Räume, Presseverteiler, Aktionsmaterial, technische Ausstattung) angeboten, sondern diese bleibt den Eliten vorbehalten. Vorschläge, offene Arbeitsstrukturen zu schaffen werden offensiv abgewehrt (siehe oben). Sichtbar ist, daß es nicht nur „aus Versehen“ zu Hierarchisierungen kommt, sondern daß ganz bewußt Verhältnisse hergestellt werden, in denen wenige entscheiden und die Vermittlung nach außen steuern, während viele als Schafe in der Herde gebraucht werden.

Falls Du es noch nicht bemerkt hast, gibt es genügend Internetseiten, wo andere Aktionsformen vorgeschlagen werden. Ich habe etwas das Gefühl, Du willst nur einfach ernten und vorher nix tun.
Vielleicht haben einige Gruppen auch gar keine Lust Ihre Aktionsformen öffentlich zu Plakatieren, weil dann nämlich vielleicht so Leute wie du dort auftauchen. Zudem sollte man den kleinen Aspekt der Repression nicht vergessen, aber Du möchtest den Bullen ja am liebsten alles frei Haus liefern und dich dann wundern wenn nix geht( Ruf doch am besten vorher noch mal beim K 14 an und berichte was du alles vor hast). Ach ja, und dann wenn du einfährst, laut nach der Roten Hilfe schreien. Dann ist sie gut genug für dich, oder was?

Die Rote Hilfe hat letztes Jahr soviel ich weiß sehr berechtigt Eure Gruppe Kritisiert. Denn mit Antirepressionsarbeit hatte das wenig zu tun, eher mit Leute verheizen.
Liebe T. Anstatt immer nur rumzumeckern, wie du es auch schon letztes Jahr getan hast, solltest du dich vielleicht mal selber um was kümmern und Deine Fresse nicht nur wenn es Ruhm bringt ( Pressekonferenzen etc. -( apropo Eliten!!!)) raushängen.
Vielleicht will Dir auch niemand mehr einen Presseverteiler in die Hand drücken weil dann nur Bockmist dabei herauskommt oder Du bist zu blöd Dir einen Presseverteiler selber zu machen .


Aber ich bin ja bestimmt auch nur von der "Elite" und versuche hiermit die Schafe ruhig zu halten.


P.S. Leider kann man den Text über Plenas nicht wirklich lesen, könntet Ihr den bitte noch mal leserlich irgendwo reinstellen.

!Kommt nach München!

Trofim F. Lyssenko 27.12.2002 - 22:12
Kommt nach München: 7.-9.2.
'Nuff said.

'Wer Augen hat zum Sehen, der sehe!'
'Lasse die Nachwelt entscheiden.'
'Endgame no (yet) existe.'

Bergstedtschaf zum VS-Wolf??

Punxatan 30.12.2002 - 11:31
Das Convergence Center hätte ja erstmal die Texte auf der Homepage der Projektwerkstatt lesen können und dann einen konkreteren Kommentar zur angeblichen Zusammenarbeit mit dem VS abgeben können. Um das mal ganz klar zu sagen, jenseits von (meiner Meinung nach unrealistischen) Vorschlägen für offensivem Umgang mit dem VS: der VS ist ein Geheimdienst, absehbarerweise noch um einiges gefährlicher als die Polizei. VORSICHT!
Davon abgesehen, finde ich Jörgs Texte zum VS keinesfalls so, das sie ständige Ausgrenzung nötig machen würden. Das hat dann aber vielleicht auch andere Gründe?! z.B. politische Gründe?

Mußte ja so kommen...

Der übliche J.B.-Kritiker 30.12.2002 - 11:32
... dieses Geschreibsel von den Eliten. Nachdem der gute J.B. in letzter Zeit eher auf den Anti-Atom-Eliten rumgehackt hat, sind es dieses mal die Eliten des Nato-Protestes.

Im Klartext: Die sog. "Eliten" sind alle Leute, die einfach anderer Meinung als J.B. sind und auch ein Problem mit ihm haben (welches aufgrund seines eigenes Dominanz-Anspruchs, seiner VS-Kontakte, etc. durchaus berechtigt ist).

Es wird immer lächerlicher, was von ihm kommt.

Seht das alles mal nicht so eng ...

noch solidarisch 31.12.2002 - 02:53
Das Problem bei euch liegt doch einfach darin, dass ihr in der Vergangenheit oft gekränkt oder ausgegrenzt wurdet und nun mit "dem Kopf durch die Wand" nur noch eure Politikformen als die richtigen erkennt. Das ihr damit oft ziemlich falsch liegt (trotz vielleicht oftmals berechtigter Kritik) ist die andere Seite der Wahrheit. Z.b. dass mit der alleinigen Begrenzung auf die beiden Termine der Grossaktionen stimmt einfach so nicht. Lesst mal den link:
 http://www.no-nato.de/cms/front_content.php?lang=1&idcatart=254&sid=f365343f47bbba48e3407ee1bb571a04

Da steht eigentlich genau euer Ansatz von Politik in anderen Worten. Desweiteren fanden viele Menschen, dass was von eurer Seite im letzten Jahr lief nicht schlecht und sicherlich für dieses Jahr ausbaufähig. Dennoch müsst auch ihr berechtigte Kritik akzeptieren können und die gab es nunmal einfach in Bezug auf das Tröpferlbad und eure Medienpolitik.
Nicht alles ist böswillig und gewollt, denkt mal drüber nach und wennd die Kapazitäten diesmal bereits (fast) ausgefüllt sind, dann ist dies doch zu begrüssen und ihr solltet lieber versuchen konstruktiv nach entweder anderen `locations`suchen oder den Raum der noch da ist nutzen oder bspw. neue Räume öffnen.

Bis dahin und probiert mal etwas konstruktiver zu sein!

:(

dr. evil 28.01.2003 - 17:53
warum haben wir uns nicht alle ein bißchen lieber.
Aber im Ernst: müssen wir immer auf einander rumhacken? BOlschewiki, Menschewiki linke und rechte SozRevs haben sich auch erst bekämpft als es um was großes ging. die macht im land rußland. das was wir (linken) hier betreiben ist kollektive Grabschändung unserer Vorbilder, ob sie Mühsam, Stalin, Trotzki, Thälömann, Luxemburg oder anders heißen. ist euch das eigentlich bewußt? wir brauchen erstmal eine anderes Verhältnis im umgang miteinander und gemeinsame Plattformen. Als sogenannter Parteikommuniost ist mir der anarchist neben mir in der demo immer noch lieber als alles, was die bürgerliche politik so abliefert. was meint ihr. und warum hört man solche spaltungssachen immer aus den selben städten?

Also Naja

Gulag-Kandidat 28.01.2003 - 22:47
Stalin und Thälmann ist genau das, was ich bekämpfe. Eine Kasernenhof-Gesellschaft mit Unterdrückung und Hierarchien ist das Letzte.