Berlin: Tag des sozialen Protests 19.12.
Zum Tag des sozialen Protests anläßlich des Jahrestages des Aufstands in Argentinien fanden in Berlin mehrere Aktionen am 19. Dezember statt. Heute am 20. Dezember geht es weiter, abschließend mit einem argentinischen Tango auf dem Potsdamer Platz.
Es begann bereits frühmorgens um 10 Uhr vor dem Sozialamt Neukölln. Der Behörde wurde mit Chopins Trauermarsch der Wanderpokal des miesesten Sozialamts der Republik verliehen. Es folgten zahlreiche weitere Aktionen.
Nachmittags wurde zum Beispiel vor der teilprivatisierten Berlinwasser (RWE und Vivendi/ Universal) die Wasserprivatisierung in Berlin und Argentinien thematisiert und für fünf Minuten der PersonalService Agentur (PSA) perdie.net ein Besuch abgestattet.
Um 15 Uhr kam der Investor vor das Universal Music Gebäude an der Oberbaumbrüpcke und wurde freudig begrüsst. Mit sich euphorisch ihm anbietenden Leiharbeitern zog er über die Warschauer Strasse, bis er schließlich von TomatenwerferInnen vertrieben wurde.
Den krönenden Abschluß bildete der Weihnachtsrundlauf auf dem Alexanderplatz, auf dem das Sozialdenkmal der leeren Öffentlichen Hände vor dem Gebäude der Bankgesellschaft, in dem die Sparkasse weilt, enthüllt wurde. - Morgen gehts weiter.
D19 in Berlin: Der Investor kommt:
http://de.indymedia.org/2002/12/37315.shtml
Berlin: Preisverleihung vorm Sozialamt Neukölln:
http://de.indymedia.org/2002/12/37280.shtml
Global Action Day in Köln:
http://de.indymedia.org/2002/12/37325.shtml
indymedia.de Feature:
http://de.indymedia.org/2002/12/37264.shtml
Nachmittags wurde zum Beispiel vor der teilprivatisierten Berlinwasser (RWE und Vivendi/ Universal) die Wasserprivatisierung in Berlin und Argentinien thematisiert und für fünf Minuten der PersonalService Agentur (PSA) perdie.net ein Besuch abgestattet.
Um 15 Uhr kam der Investor vor das Universal Music Gebäude an der Oberbaumbrüpcke und wurde freudig begrüsst. Mit sich euphorisch ihm anbietenden Leiharbeitern zog er über die Warschauer Strasse, bis er schließlich von TomatenwerferInnen vertrieben wurde.
Den krönenden Abschluß bildete der Weihnachtsrundlauf auf dem Alexanderplatz, auf dem das Sozialdenkmal der leeren Öffentlichen Hände vor dem Gebäude der Bankgesellschaft, in dem die Sparkasse weilt, enthüllt wurde. - Morgen gehts weiter.
D19 in Berlin: Der Investor kommt:
http://de.indymedia.org/2002/12/37315.shtml Berlin: Preisverleihung vorm Sozialamt Neukölln:
http://de.indymedia.org/2002/12/37280.shtml Global Action Day in Köln:
http://de.indymedia.org/2002/12/37325.shtml indymedia.de Feature:
http://de.indymedia.org/2002/12/37264.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Ähm
@ähm
Son Quatsch! Das die Berliner Linke darniederliegt mag viele Gründe haben, der isses nich. "arrogant, überheblich und besserwisserisch" waren unsere Berliner Genossinen schon immer. Der Nabel der Autonomen eben. Und wir fanden es stark, sind sie gerne besuchen gefahren und die Bewegung war groß und so weiter. Die Kritik mit Arroganz trifft doch auf jede Kleinstadtantifa genauso zu, wie auf die AAB. Theorielinke Schwätzer gibts auch in Schwerte oder Porta Westfalica nicht nur in der FU. Das Problem in Berlin ist vielmehr, dass es keine gemeinsamen Projekte mehr gibt und stattdesen die Gräben immer mehr vertieft werden. Bündnisse brauchen aber ein mindestmaß an gegenseitigem Respekt.
Gute Aktionen, aber...
wg. Diskussion
ich weiss auch nicht... vielleicht hau ich ja ab nach Argentinien
*grriiinns*
video zur aktion "der investor kommt":
Zu den ersten Kommentaren
Gründe für die geringe Teilnahme gibt es viele:
- Die Linke in Berlin ist sehr klein - es gibt vielleicht 500 oder 600 aktive Menschen.
- Die meisten Mitläufer gehen nur auf Demos, die "ihre" Gruppe mit unterstützt.
- Jede Bewegung hat einen aktiven und einen eher passiven Teil. Die meisten aktiven Leute Berlins sind a) aus Berlin weggezogen, b) in anderen Ländern aktiv (viele in Lateinamerika) und c) in festen Strukturen eingebunden (EA, linke Läden, Medienprojekte, Netzwerk etc) - Resultat: Es gibt zuwenig Leute, die Aktionen vorbereiten helfen, Plakate finden sich nur zu Großveranstaltungen, die von den eher dogmatischen und besser organisierten Gruppen vorbereitet werden (1.Mai, LL-Demo, Silvio-Meier-Demo) Hier nehmen zwischen 1000 und 10000 Leute teil.
- Berlin hat einen ziemlich krassen Genartionsbruch in der Linken. Viele von den Jüngeren sind noch sehr unerfahren und sind zum gewissen Teil auch Zugezogene, die sich in der Stadt wenig auskennen.
Hier ist man verwöhnt und saturiert,Häuserkämpfe und andere Projekte wozu...es gibt schon jede Menge davon.
Es gibt nicht nur eine Linke Szene,es gibt hier deren gleich zwei.Eine im Osten,eine im Westen.Beide haben so gut wie keine Berührungspunkte,die bearbeiteten Themen sind anders,die herangehensweise ist anders,die Kritikfähigkeit ist ebenso wie die angewandte Sprache ebenfalls zweigeteilt.
Demonstrativ stellen sie einem Wessi die Clubcola vor die Nase,obwohl sie genau wissen das dieser Mensch Coca oder Africola trinkt,das nur als Beispiel.
Zudem haben die älteren einfach kein Bock mehr sich von hirnlosen Idiotenkids von RIM oder Linksruck anprollen zu lassen,so bleiben die Erfahrungen dann eben bei denen die sie schon gemacht haben und die anderen,weil sie erst gar nicht zuhören,machen diese Fehler halt erneut.
Wenn es ein richtiges Knallerthema gibt,dann bekommt man auch problemlos Hunderttausend auf die Straße
über mir
ich stimme dem zugezogenen größtenteils zu, auch wenn teilweise genauer argumentiert werden müsste.
schön
ich komme aus dem randgebiet von berlin und dahin ist davon nichts vorgedrungen. auch wenn die teilnehmerInnen nur wenige wart, laßt euch nicht entmutigen!