Bilder von der Demo in Spandau
Hier einige Bilder von der Demo des Berliner "Bündnisses gegen Antisemitismus und Antizionismus" und des "Cafe Morgenland". siehe:
http://www.bgaa.net
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Warum so wenig?
Thanks a lot !
Instrumentaliserung des Themas
@ Entsetzetzter
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zu "kein Bock auf linke Heuchler"
Das stimmt so nicht: Die Hetze gegen linke, religiöse Minderheiten oder Kriegspropaganda sind Sachen, die sie nicht alleine machen müssen. Sie stehen da mit dem Staatsapparat auf einer Seite. Klar, daß Linke keinen Bock haben, mit Regierungsvertretern zusammen Abscheu gegen Antisemitismus zu heucheln, wie in Spandau geschehen.
was sollte die demo bezwecken?
zur instrumentalisierung: das letzte bild, sach ich da mal nur!
verkürzte Antisemitismuskritik ist das
transpis
Scheiß Nationalfahnen auf Demos
Zur Demo:
WENN ANTISEMITEN ANGREIFEN, DANN SORGE DAFUER, DASS SIE ES NIE WIEDER TUN!
Aufruf DEMONSTRATION AM 14. DEZEMBER 2002 veröffentlicht am 05.12.2002
"Die Deutschen wollen aus dem Exil, aus der Kälte der Gesellschaft in die Wärme, in die Gemeinschaft, sie wollen zu sich kommen. So ist aus der Asche der Ermordeten der Stoff geworden, mit dem sich der neue Nationalismus das gute Gewissen macht, jetzt können die Landsleute statt Menschen Deutsche sein."
Eike Geisel
Deutschland im Jahre 2002: Während Martin Walser damit droht nach Österreich auszuwandern, weil seine antisemitische Prosa hierzulande angeblich nicht ausreichend gewürdigt wird, erklärt Michel Friedman, er habe den Gedanken einer Emigration nach Israel angesichts des zunehmenden Antisemitismus schon mehrfach erwogen. Bereits 1999 hatte Ignatz
Bubis kurz vor seinem Tod den Wunsch geäußert, nicht in Deutschland, sondern in Israel begraben zu werden. Zu real erschien ihm die Gefahr eines Übergriffs noch auf das eigene Grab.
Antisemitische Übergriffe wie die Schändung jüdischer Friedhöfe sind keine Auswüchse des Antisemitismus – sie sind er selbst: die Verkündung des Willens zum erneuten Mord. Darin ähneln sie der verweigerten Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus und die Juden überhaupt. Jüngstes Beispiel: Berlin Spandau. In einem Festakt am 1. November dieses Jahres wird die Kinkel- in Jüdenstraße rückbenannt. Die 1938 von den Nazis umbenannte Straße bezeichnet jetzt wieder das mittelhochdeutsche Wort für Juden und erinnert damit an deren 400-jährige Geschichte in Spandau. Der als Redner geladene Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Alexander Brenner, muss seine Rede nach Pfiffen, Buh- und Zwischenrufen wie „Juden raus!“ und „Ihr habt Jesus gekreuzigt!“ abbrechen.
Mit seinem Angriff vollzog der deutsche Mob das, was der ansässigen Initiative gegen die Umbenennung die Vorlage für ihren Namen gab: eine „Bürgeraktion“. Versteckt sich in ähnlichen Fällen von Straßenumbenennungen der Hass der Anwohner hinter den Klagen über die Kosten für veränderte Briefköpfe und Visitenkarten, ist der Spandauer Bürger schon weiter.
Mit dem Verweis darauf, dass man schon genug Schilder für die Juden aufgestellt habe, schreitet er, so am 1. November geschehen, zur zivilcouragierten Tat.
In dem Einsatz zur Bewahrung des alten Straßennamens sieht Siegfried Schmidt von der „Bürgeraktion für den Erhalt der Kinkelstraße“ einen ganz eigenen Beitrag zur Erinnerungspolitik: der „Bruch der Geschichte“ bleibe so besser „sichtbar“. Im Klartext: mit den Juden haben wir ein für alle mal gebrochen – warum also eine „Jüdenstraße“? Mit der Störung des Festaktes will die „Bürgeraktion“ jedoch nichts zu tun haben – und sie selbst hat selbstverständlich auch nichts gehört, genauso wenig wie die taz. „Hat es ihn überhaupt gegeben?“ betitelt sie am 4.11.02 den Bericht über den antisemitischen Vorfall. Den Konjunktiv der Agenturmeldung, es „solle“ antisemitische Zwischenrufe gegeben haben, übernimmt der Autor Philipp Gessler programmatisch. Als Kronzeugen dienen ihm die „Bürgeraktion“ und die anwesende Polizisten, die auch auf Nachfrage betont hätten, nichts gehört zu haben, weshalb weder sofort eingegriffen noch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Wenn Gessler tags darauf an gleicher Stelle Brenner einen Ehrenmann und Antisemitismus ein Verbrechen nennt, legt er seine Voreingenommenheit nur noch weiter offen. Nur ein Ehrenmann hat ein Ehrenwort und nur das hält davon ab, den antisemitischen Vorfall als Lüge zu entlarven.
Was die versammelten Unwissenden suggerieren, verrät lediglich ihr Ressentiment: Antisemitismus als Einbildung des Juden selbst, die obendrein noch dazu dient, eine Verleumdungskampagne gegen die Bewohner der ‘Kinkelstraße’ loszutreten.
In der Spandauer Wohlfühlgemeinschaft möchte man die Juden und selbst die Erinnerung an sie nicht haben. In den Worten des Siegfried: Johann Gottfried Kinkel sei „als Person eng mit Spandau verbunden“. Da diese ‘enge Verbundenheit’ lediglich darin besteht, dass Kinkel Mitte des 19. Jahrhunderts ein Jahr im Spandauer Zuchthaus verbrachte, könnte die „Bürgeraktion“ in der gleichen Logik für die Einführung einer „Rudolf-Hess-Strasse“ plädieren. Bekanntlich verbrachte dieser lange Zeit im Spandauer Vollzug und dürfte zudem als Repräsentant deutscher Tradition enger mit diesem Ort verbunden sein, als es die Juden und ihre 400jährige Geschichte in Spandau je sein könnten.
Wo sich solcherart Volksgemeinschaft manifestiert, ist es nur folgerichtig, wenn, wie anlässlich der Straßenumbenennung, einem Vertreter der jüdischen Gemeinde um die Ohren gehauen wird: „Ihr Juden seid an allem schuld“ – eine Aussage, die der Historiker Treitschke, nach dem in Berliner Bezirk Steglitz eine Straße benannt ist, im ausgehenden 19. Jahrhundert auf die Formel „Die Juden sind unser Unglück“ brachte.
Wer wie der Antisemtismusforscher Wolfgang Benz nun davon ausgeht, dass die Spandauer in einer Bürgeraktion „ihrem Ärger Luft machen“, rationalisiert den Antisemitismus und den Hass der Volksgemeinschaft auf alle, die sie sich als ihr äußerlich vorstellt. Benz vermag nicht zu erkennen, dass im Willen, nicht zum Denunzianten seines Nachbarn zu werden (was er als Entschuldigung für das Weghören anführt), die spezifische Form der Vergemeinschaftung in Deutschland liegt, die immer auf Kosten alles Nichtdeutschen geht.
Den Befürwortern einer „Jüdenstrasse“, die im Sinne des FDP-Abgeordneten Bannasch die Absicht haben, „die Makel der deutschen Geschichte durch die Rückbenennung auszugleichen“ gilt es entgegenzuhalten, dass es nur eine Konsequenz aus der deutschen Geschichte geben kann:
Kein Friede mit den Deutschen Zuständen!
Antisemiten entgegentreten!
DEMONSTRATION UND FLÄCHENDECKENDE STRASSENUMBENENUNNGEN
Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus | www.bgaa.net
Morgenland, inc. | www.6000.tk
Unterstützerinnen: Anti-Defamation Forum (Berlin), Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), Gruppe Manuela, Gruppe Q, gruppe venceremos, HUmmel-Antifa, Prozionistische Internationale
@Nokommies@Entsetzter@ich 19:59
Die deutsche linksradikale Szene tut sich außerordentlich schwer mit der Bevölkerung dieses Landes. Sie will und kann die Deutschen nicht so beurteilen, kritisieren oder bekämpfen, wie es dem Bewußtsein und den Handlungen der Deutschen angemessen wäre:
Dieses Volk ist rassistisch, antisemitisch, revanchistisch, chauvinistisch und kulturimperialistisch, in Theorie und Praxis. Seit der Wiedervereinigung mit neuem Selbstbewußtsein ausgerüstet, diskutiert es zu Hause, am Tresen und Stammtisch, auf der Arbeit, in den Medien, im Parlament "Lösungen" des "Asylantenproblems" (wie sie und ihre Regierung es nennen), die vom "soften" Rassismus (Multikultur) bis zum Rückgriff auf bekannte deutsche Methoden reichen. Konzentrationslager, Gaskammern, Dachau und Auschwitz sind für Deutsche keine Tabus. Diese "Lösungen" sind für ganz normale Mitglieder dieser Bevölkerung möglich, denkbar und machbar.1)Und weil Deutschland die Durchführbarkeit von "Endlösungen" praktisch bewiesen hat, wird sich das Volk seiner Traditionen immer erinnern und in ihre "Lösungsvorschläge" mit einbeziehen. Dieses Vernichtungspotential im deutschen Volk begründet sich vor allem in der Ermordung der europäischen Juden. "Auschwitz, das Gründungsverbrechen der postfaschistischen Gesellschaft, ist es, was dem Nationalismus hierzulande eine besondere Schärfe gibt." stand in einem Flugblatt. Deutsche Lösungen sind gründliche Lösungen. In Arbeitsteilung. Während die einen Auschwitz relativieren und Sammellager für Flüchtlinge einrichten, greifen andere Flüchtlingswohnheime an und drohen mit Auschwitz.
Diese oder eine ähnliche Beurteilung des deutschen Volkes erlaubt sich die linksradikale Szene nicht. Sie, die ansonsten vom gesamten Habitus her so macht, als hätte sie wenig mit diesem Volk gemeinsam, möchte es gegenüber diesen "Vorwürfen" in Schutz nehmen.
aus: Fluchschrift 2
warum so wenig?!
die stimmung war ganz gut(trotz kälte) wie auch die musik(von black sabath bis rem) mir hats gefallen,warum so wenige tja ich denke wesentlich mehr wärns in x-berg auch nicht gewesen ,das thema antisemitismus lockt halt in Dt.kaum jemand hinterm ofen vor(is ja für viele schon 50 jahre her!)jetzt sind natürlich wieder die organisatorInnen schuld oder die bahamas dass"ihr" euern arsch nich hochbekommen habt,na gut wenns euer gewissen beruhigt
p.s.wer dass mit der israel-fahne immernoch nich begriffen hat,der...ach egal is mir zu doof
kapitalismus(produziert antisemitismus)tötet
@ Schwarzer Peter Wer es Nötig hat!
snowblind
lass die finger weg von halluzinogene drogen , "nohopeone" !
Da erlaub ich mich ein dickes "?"
am besten wär's...
@NoHopeOne oder wie der heißt
Und wenn ich dann daran denke, dass ich mir wahrscheinlich wieder nen Aufruf zum bewaffneten Kampf gegen den Islam anhören muss, dann ist mir irgendwie der versaute Tag noch versauter.
Wie gerne tät ich auf ne Demo gegen Antisemitismus gehen. Aber mir dann euren Pro-Israel scheiß anhören...???
Nee, das muss wirklich nicht sein.
Wenn wir gemeinsam gegen Antisemitismus kämpfen wollen/sollen, sollten einige vielleicht auch mal überdenken, was sie so durch den Lauti von sich geben und an Parolen rufen.
Bin neu in Berlin. Ich hab im Vorfeld viel über die Berliner Linke gehört. Aber sowas hab ich echt noch nicht erlebt und es übertrifft meine Vorstellungen bei Weitem.
Wenn ihr nicht alle Leute wärt, mit denen ich eine grundsätzliche Gesinnung gemeinsam hab, würd ich euch auslachen. So vergeht mir das Lachen ganz schnell. Ihr habt's echt nicht kapiert.
Dieselben Leute wie in Potzlow?
@nokommies: heuchlerInnen allerorten
anti-flag
was soll das ???
warum keine sinti oder roma flagge?
ich meine ich bin gegen antisemitismus etc
aber warum trage ich dann eine fahne?
macht ihr auch eine fahnen gelöbnis?
die opfer der shoa würden sich von euch abwenden!!!!!!
Wieso das?
???
Sollte dieser satz wirklich ernst gemeint sein, ist dass das das dümste was ich ich je gehört habe. So wie das klingt, würdest du wohl am liebsten auf eine Demo gegen Antisemitismus gehen und dir contra-israel sachen anhören.
Jüdenstraßen"vorfall"
Wo waren die Demonstranten als der "Festakt" erfolgte? Warum hat sich da keine Sau blicken lassen um die die da angeblich (Zweifel kamen ja sogar aus der taz, die ja nun nicht gerade als antisemitisch unterwandert gelten durefte) Schmaehrufe etc. riefen dingfest zu machen?
Was hat Antisemitismus in D mit dem Staat Israel und seinen Problemen (sicherlich großen Problemen) zu tun? Ich denke nicht so viel, dass man es auf einer solchen Demo in ienen Topf werfen kann ... ich denke das meinte der langschlafende Poster oben auch ...
Wer von den Demonstanten hat sich denn mal mit den Anwohnern/Bürgeraktion unterhalten? Meines Wissens war die Kritik im Wesentlichen eine Kriitk am undemokratischen Umbennennungsprozess an sich, bei dem rechtlich vorgeschriebene Anhoerungen unbegruendet weggelassen wurden und die Anwohner auch nach der Entscheidung monatelang nicht ueber den Beschluss informiert wurden.
Warum war die FDP nicht eingeladen (oder war sie es) .. sie hat ja ueber 15 Jahre für die Um-/Rückbennenung gekämpft(!) - wer von euch hat vor der Umbennenung ueberhaupt von der Sache gewusst(!) - , auch wenn sie uns dieser Tage politisch inhaltlich nicht begeistert :)
Gruss
Rolf
Auf in den Kampf...
haha!
@teenage riot
Viel Spaß noch im deutschen Reihenhaus, als antid, ihr seid deutscher als das ganze bürgerliche Pack zusammen...
gruesse an die demonstrantInnen
warum demonstriert ihr nicht mit uns?
Ps: zum holocaust: was gehen mich die ermordeten roma an? die werden ja nicht grundlos bgeschoben...
pps: vorsicht ironie!
antifa ihr könnt mich mal
Wenn ja war die Demo ja wieder ein voller Erfolg.Warum geht ihr aber nicht gleich zur IDF, da könnt ihr in zukunft noch viel mehr Heldentaten begehen.
Gruß der onkel
@ 14:21
Übrigens, das BgAA hat am 9.11. in Moabit zusammen mit anderen antirassistischen Gruppen und Romas und Holocaust-Überlebenden demonstriert... aber manche Leute sind eben realitätsimmun wenn sie das rote Tuch "antideutsch" sehen...
@ 15:25
Das ist keine Ironie, das ist billige Verleumdung. Wie lange muß man es sich denn noch bieten lassen, daß ein paar politisch eindimensionale
Israel-Freaks jede noch so vorsichtige Kritik an ihren oft wirklich fragwürdigen Aktivitäten zur Intrige gegen die Linke umdeuten? Von dieser
Fraktion kommt doch die eigentliche Instrumentalisierung, weil sie nicht in der Lage sind mit Kritik umzugehen verstecken sie sich hinter der
Linken.
Übrigens, die antideutschen haben mehrmals gegen überlebende des holocaust, migrantInnen, roma usw gehetzt und begrüßen staatliche verfolgung dieser...
aber manche Leute sind eben realitätsimmun wenn sie das rote Tuch "linke" sehen...
Dogmatenvolk!
Und ihr seid alle DEUTSCH - genau wie ich.lalalalaaa!
Doch ihr Anti`s seid noch viel Deutscher, weil...
ich bin kein Dogmat. Lustig, was?!
Chomsky lesen(ist sogar verständlich,realitätsgetreu und unkompliziert) , cool bleiben - freundlicher werden!
Gegen Antisemitismus und Faschismus(auch in Israel!)
Über Chomsky lesen:
" there`s nothing to worry about!"-Chomsky
Hätte er doch mal mit Hilfe seiner 1000000000 oder was weiss ich - Mitarbeiter ne Klage einreichen sollen.
So mit Krisenstab,Management und "hasse nich gesehen"!
Relaxed bleiben!
Democracy - Worldwide!
Noch was!
Was ist das denn für`n Müll der da steht?
Wie kann man nur so verballert sein?
Was geht denn hier ab man!
Sollte dieser satz wirklich ernst gemeint sein, ist dass das das dümste was ich ich je gehört habe. So wie das klingt, würdest du wohl am liebsten auf eine Demo gegen Antisemitismus gehen und dir contra-israel sachen anhören.
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der kommentar dazu ist schwachsinn. wenn ich auf ne demo gegen antisemitismus gehe, dann letztendlich aus der motivation heraus, dass ich "gleichberechtigung" für alle länder, staaten, völker, religionen etc haben will, d.h. ich will öffentlich zeigen dass ich etwas dagegen habe, dass sich die einen aus irgendwelchen gründen über die anderen stellen. da kann ich doch nicht - wie etwas weiter oben erwähnt - bewaffneten widerstand gegen palästina fordern oder israel oder sonstwen über jemanden stellen! das widerspricht sich doch! ich kann doch nicht wasser predigen und wein trinken. gerade das ist es doch was ihr bemängelt.
abschließend dazu noch eins:
gegen antisemitismus zu sein bedeutet nicht, pro-israelisch zu sein. es bedeutet nur, gegen die verfolgung der semitischen völker zu sein. profanes beispiel: wenn ich kein gel in den haaren mag, mach ich mir nicht automatisch haarspray drauf. kapiert?
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außerdem muss ich mal sagen, dass viele ergänzungen zu diesem oder anderen themen ganz schön schwach sind.
da wird so oft mit scheuklappen gegen etwas geredet, das ebenfalls mit scheuklappen entstanden ist. so kommt man keinen schritt weiter. so reden dickköpfige kinder.
berliner zustände
waaas?
Redebeitrag Cafe Morgenland in Berlin/Spandau
Offene Ansprache an die Spandauer
Wir kennen Euch alle!Wir sprechen heute zu Euch, so als alte Bekannte, die wir uns seit über 10 Jahren immer und immer wieder irgendwo in diesem Lande treffen. Und wir kennen uns – und das müsst Ihr zugeben – ziemlich gut. Wir sind uns in Rostock-Lichtenhagen begegnet, als Ihr uns - nach der Vertreibung der Roma und den Brandanschlägen auf das Wohnheim der VietnamesInnen – mit Euren Visagen und Blicken von Euren Balkonen begrüßten, während wir gegen Euer Betreiben demonstrierten. 1995 haben wir uns wieder getroffen, diesmal im Westen, in Ochtendung in der Pfalz, als Ihr Euren geschätzten Nachbarn, Kommunalpolitiker, Architekt und Kriegsverbrecher Lehnigk-Emden (er hatte 1943 in Cajaco-Italien Frauen und Kinder massakriert) in Schutz nahmt und uns als „Neger“ beschimpften, weil wir gegen Eure mörderische Volksgemeinschaft demonstrierten.Zwei Jahre später haben wir Eure Gesichter – wir erinnern uns noch ziemlich genau daran – am Straßenrand und hinter verschlossenen Gardinen in Babenhausen in Hessen gesehen, als Ihr und Euer Jungvolk das Haus des einzig noch dort lebenden Juden, Herrn Merin, abfackelten, um ihn aus Eurem schäbigen Kaff für immer zu vertreiben, was Ihr auch geschafft habt.Im gleichen Jahr haben wir Euch wieder getroffen – diesmal als Bürgerinitiative, wie jetzt auch mit Eurer „Bürgeraktion“ – in Teltow-Seehof hier in Berlin, als Ihr Eure arisierten Grundstücke vor den Rücknahmeforderung des Eigentümers, eine von den Nazis vertriebene jüdische Familie, retten wolltet.Danach sind wir uns in Gollwitz, auf Eurem kleinen und engen Vorplatz vor dem Herrenhaus begegnet. Ihr wisst schon, dort wo Ihr mit eurem Bürgermeister gemeinsam den jüdischen Auswanderern aus der ehemaligen Sowjet-Union den Zugang zu Eurem heruntergekommenen Herrenhaus verwehrtet. Da habt Ihr uns als „Polaken“ beschimpft. Was anderes konntet Ihr damals nicht.Und heute treffen wir uns hier wieder. Und wieder ist alles wie gehabt: Ihr klotzt uns vom Straßenrand an oder verzieht Euch hinter Eure verschlossenen Fenster und Türen – und das trotz Polizeischutz – und klopft Eure Sprüche vor Euch hin. Sinnloses Unterfangen. Denn wir kennen Eure Gesichter ganz genau. Etwas älter zwar, aber unverwechselbar. Der gleiche hasserfüllte Blick gegen alles und allem was in Eure mörderische Altstadt-Idylle nicht passt, die gleichen Sprüche am Familientisch gegen Juden und Kanaken, die gleiche besoffene Stimme in Eurer Stammkneipe, wenn Ihr gegen die „Andersartigen“ Euren Instinkten freien Lauf lasst. Euer Wahn begleitet Euch – wie ein zweiter Schatten –, überall wo wir Euch treffen. In der U-Bahn oder beim Einkaufen. Am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft. Eben überall.Wie gesagt. Wir kennen Euch doch ganz genau.Sogar der Anlass ist immer wieder der gleiche. Kaum hat mit dem Abzug der Roten Armee und den anderen Alliierten die Aufsicht nachgelassen, legt Ihr sofort los. Diesmal gegen den Vorsitzenden der jüdische Gemeinde zu Berlin, anlässlich der Rückbenennung der Kinkelstrasse in Jüdenstrasse. Einige von Euch haben – obwohl es Euch verboten war – wieder „Juden Raus“ - und andere antisemitische Germanenrufe skandiert. Klar, das kann passieren sagt Ihr, mein Gott, was sollen Deutsche angesichts eines Juden sonst tun. Es stimmt, das kann passieren, darf aber nicht passieren! Auch bei Deutschen nicht. Noch mal, um das ewige Missverständnis auszuräumen: Auschwitz dient nicht als Erklärung für solche Angriffe, sondern als deren Reglementierung!Selbst wenn wir es durchgehen ließen, bleibt mit dem Gros der damaligen Kundgebungsteilnehmer und den Anwohnern von Spandau eine Rechnung offen: Niemand hat dagegen etwas unternommen. Die braunen Schreier, die aus der Mitte Eurer Gesellschaftsformation kamen, also Eure Nachbarn und Freunde, konnten unerkannt bleiben. Bis heute. Und das obwohl Eure Medien, Eure Politiker und Eure Judenexperten es Euch beigebracht haben, wie ein Deutscher in solchen Fälle sich zu benehmen hat. Schaut mal und nehmt Euch ein Beispiel an der eingeübten Haltung der Opposition im Hessischen Landtag. Der bekannte Rassist und neulich durch ähnliche Schreie wie Eure Mitbürger als Antisemit geoutete Ministerpräsident Roland Koch kriegt zur Zeit durch SPD und Grüne eine ganze Menge ab. Durch die gleichen, die am 8. Mai dieses Jahres in Berlin ihren antisemitische Affront gegen die hier lebenden Jüdinnen und Juden mit einer Walser/Schröder-Talk-Show über Patriotismus veranstalteten.Ihr aber? Ihr habt bis heute nicht mal ein Schein-Protest gegen Eure „Entgleisung“ eingelegt. Z.B. „wegen des Ansehens des Stadtteils“, wie Ihr immer wieder euphemistisch betont. Statt dessen veranstaltet Ihr Bürgerversammlungen und ladet Experten, Historiker und Politiker ein, die Euch dann erklären, warum Ihr das gemacht habt, warum Ihr heute so seid wie ihr seid.Ihr, die Ihr sonst alles und jeden denunziert, der Euch nicht in den Kram passt, kommt auf einmal mit Toleranz gegenüber den „Übeltätern“ wieder ganz groß raus. Das heißt doch nur, dass Ihr exakt genau differenzieren könnt, wen Ihr zur Denunziation freigebt und wen Ihr schützend und fürsorglich behandelt. Die Täter sind vor Euch und anderem sicher. Wovon sie höchstens belästigt werden, sind Euer zustimmendes Schulterklopfen und Eure verständnisvollen Grimassen.Gewiß, Ihr seid Euch der Unerstützung Eurer Medien und Eurer Polizei sicher. Weder die TAZ noch die Polizei, die jedes verdächtige Husten hört und als Terrorismus deklariert, hat irgend etwas während der Rückbenennungsveranstaltung gesehen oder gehört. Und Ihr erst recht nicht! Was uns noch mehr als Eure Taten ankotzt, ist genau dieses Eure Verhalten danach. Wieder mal nichts gehört und nichts gesehen. Wie viele Jahre wollt Ihr noch damit durchkommen?Jedes Mal, wenn Ihr von Bevölkerung zu Volk formiert, die gleiche Scheiße. Egal in welcher Aufmachung: Als hartgesottene Friedenssofties oder als Ökofutzis mit exaktem Wissen über allerlei Gifte, sodass man es bei Euch mit der Angst bekommt, als links- oder als rechtsdeutsche, als brave christliche Kirchengänger oder als Fußballfans, als Familienväter oder als Söhne/Töchter, als arbeitende Malocher oder als streikende Bauarbeiter. Euch über 400-jähriges jüdisches Leben in Spandau, das Eure Vorfahren ausgelöscht haben, zu erzählen wäre eine Beleidigung, eine Blasphemie für die damals hier lebenden Jüdinnen und Juden.Euch über Auschwitz zu erzählen birgt die Gefahr, dass Ihr die Frage nach der maximalen Aufnahmekapazität der Verbrennungsöfen stellt.Wenn wir versuchen würden Euch über Antisemitismus aufzuklären, besteht die Gefahr, dass Ihr Euch als die Judaismus-Experten outet.Und genau da liegt das Problem: Ihr wisst schon so viel über Juden, über ihre Sitten und Gebräuche, über die Art und Weise wie die Vernichtung stattgefunden hat, dass sich die Nazis die Finger danach lecken würden.Daher sollten wir so was tunlichst vermeiden. Und Euch lieber von Stalingrad und von der Kriegsgefangenschaft – zumal der 60ste Jahrestag naht - erzählen. Von der Eroberung Berlins durch die Rote Armee und von der Bombardierung Eurer Städte durch die Alliierten damals. Von den heute stark anwachsenden jüdischen Gemeinden in teutschland und von Israel, das inzwischen über eine gut ausgerüstete Armee (mit oder ohne Fuchspanzer) verfügt. Um Jüdinnen und Juden im Fall eines Falles zu schützen.Damit das, was eure Opas und Omas, eure Onkels und Tanten angerichtet haben, keine Wiederholung findet. Damit es für immer und ewig Singulär bleibt. Damit Ihr wieder kuscht und für die nächsten tausend Jahre die Jüdinnen und Juden, die jüdische Friedhöfe und ihre Synagogen in Ruhe lasst. Damit Ihr beim nächsten Anlass einen Bogen um die Objekte Eurer Begierde macht.
Wenn AntisemitInnen angreifen, sorge dafür, dass sie es nie wieder tun!
Café Morgenland Teutschland, 14.12.2002
Antisemitismus der Eliten
Nur eine Kritik: mit dem unreflektierten gerede vom deutschen mob wird keine inhaltiche zuspitzung geleistet. auch die rede von cafe morgenland, die eben von gollwitz..... überall nur das gleiche sieht, ist letztlich stumpf statt zuspitzend. es wäre doch interessant rauszuarbeiten, dass es überwiegend villenbesitzer und geschäftsleute waren, die sich vehement gegen die strassenumbenennung wandten. also ein antisemitismus der eliten. bei der umbenennung der kinkelstrasse in jüdenstrasse, wo brenner dann von antisemiten unterbrochen wurde, waren auch die sogenannten "feinen bürger der stadt" anwesend. wäre das rausgearbeitet worden, wäre die demo noch zielgerichteter gewesen.
Antisemitismus der Eliten
aber mit dieser verlagerung wäre das arbeitende revolutionäre subjekt gerettet,und das war ja wohl ziel der übung.
mehr bilder
unter beitraege/deutschland
widerlich
Wo waren in Spandau Linke?
in spandau haben keine linken demonstriert
Na sicher...
die kinder sitzen dabei bestimmt auf´m beifahrersitz eines gehobenen mittelklassewagens und spitzen gespannt die ohren.
Nothing to say....
Ist Indymedia.de so scheisse oder ist die deutsche radikale Linke so scheisse? Ich glaube inzwischen letzteres trifft zu. In den Kommentaren zu den Bildern erklärt uns unter anderem Horsti in polemischer Art und Weise, welche Philosemiten wir doch wären und wie wir (die Antideutschen) Michel Friedman vergöttern.
Antisemiten haltet das Maul.
zum teil alles idioten
Auch anarchisten können sich solidarisch zu einem -bürgerlichen- staat erklären.
ich nenne 2 Gründe a) (verkürzt)israel als konsequenz aus vor allem dem deutschen nationalsozialismus und b) im gegensatz zu staaten die nicht "demokratisch" und bürgerlich strukturiert sind politik (kommunistische) zu machen ist relativ tödlich!
Solidarität mit Israel
Gegen jeden Antisemitismus
Nieder mit Deutschland
Für den "Anarchismus"
@Egal
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