Telefabbrica on air
Die Arbeiter von Sicil Fiat in Termini Imerese haben mit der Unterstützung von Medienaktivisten einen Fernsehkanal besetzt.
Telefabbrica in Termini Imerese für Termini Imerese
Telefabbrica beginnt am 30. November zu senden, um die Geschichten der Arbeiter von Sicil Fiat in dieser Zeit des Kampfes um das Recht auf Arbeit zu dokumentieren, um Tag für Tag präsent zu sein, in einer Situation, die von den Medien nur in den Momenten der größten Spannung beachtet und langsam vernachlässigt wird.
Telefabbrica besetzt einen TV-Kanal von Termini (Uhf 31) um sich dem legalisierten Monopol des Äthers durch den, der in Italien über eine immense und unannehmbare ökonomische, finanzielle, politische und mediale Macht disponiert, entgegenzusetzen.
Telefabbrica wird ungefähr zwei Stunden täglich senden und eine Synthese des täglichen Programms online verfügbar machen. Am Samstag, den 30. November, dem ersten Sendetag, wird Telefabbrica einen Zusammenschnitt der Reise der Arbeiter von Termini Imerese nach Rom am 25. November ausstrahlen.
Telefabbrica ist nicht legal, weil es keine Regierungskonzession besitzt, es beruft sich aber auf den Artikel 21, der ein unveräußerliches Recht unserer Verfassung festlegt.
Telefabbrica positioniert sich im Rahmen des Projektes von Telestreet, einem Netzwerk von Straßenfernsehsendern, deren Vorhaben ist, in der unmittelbaren Zukunft Stadtviertel für Stadtviertel die audiovisuellen Produktionen in einem territorialisierten Netzwerk aus Mikrosendern mit Kurzreichweite zu verbinden.
Das erste Straßenfernsehen-Experiment ist in Bologna als Orfeo-TV entstanden. Straßen-TVs starteten in Triest, Pisa, Florenz, weitere sind in Neapel und Genua am Start. In diesem Zusammenhang gab es in Florenz während des EFS die Erfahrung mit DigitalTV, zwei Tage der unabhängigen Information und Dokumentation über Satellit.
Telefabbrica ist ein Straßenfernsehen, das von einer offenen Gruppe von Menschen umgesetzt wird, die ihre Zeit und ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung stellen.
Telefabbrica hat tägliche Produktionskosten in Höhe von etwa 50 Euro.
Unterstützt Telefabbrica oder startet euer eigenes Straßenfernsehen.
Um uns zu kontaktieren, mailto:
telefabbrica@libero.it
Telefabbrica beginnt am 30. November zu senden, um die Geschichten der Arbeiter von Sicil Fiat in dieser Zeit des Kampfes um das Recht auf Arbeit zu dokumentieren, um Tag für Tag präsent zu sein, in einer Situation, die von den Medien nur in den Momenten der größten Spannung beachtet und langsam vernachlässigt wird.
Telefabbrica besetzt einen TV-Kanal von Termini (Uhf 31) um sich dem legalisierten Monopol des Äthers durch den, der in Italien über eine immense und unannehmbare ökonomische, finanzielle, politische und mediale Macht disponiert, entgegenzusetzen.
Telefabbrica wird ungefähr zwei Stunden täglich senden und eine Synthese des täglichen Programms online verfügbar machen. Am Samstag, den 30. November, dem ersten Sendetag, wird Telefabbrica einen Zusammenschnitt der Reise der Arbeiter von Termini Imerese nach Rom am 25. November ausstrahlen.
Telefabbrica ist nicht legal, weil es keine Regierungskonzession besitzt, es beruft sich aber auf den Artikel 21, der ein unveräußerliches Recht unserer Verfassung festlegt.
Telefabbrica positioniert sich im Rahmen des Projektes von Telestreet, einem Netzwerk von Straßenfernsehsendern, deren Vorhaben ist, in der unmittelbaren Zukunft Stadtviertel für Stadtviertel die audiovisuellen Produktionen in einem territorialisierten Netzwerk aus Mikrosendern mit Kurzreichweite zu verbinden.
Das erste Straßenfernsehen-Experiment ist in Bologna als Orfeo-TV entstanden. Straßen-TVs starteten in Triest, Pisa, Florenz, weitere sind in Neapel und Genua am Start. In diesem Zusammenhang gab es in Florenz während des EFS die Erfahrung mit DigitalTV, zwei Tage der unabhängigen Information und Dokumentation über Satellit.
Telefabbrica ist ein Straßenfernsehen, das von einer offenen Gruppe von Menschen umgesetzt wird, die ihre Zeit und ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung stellen.
Telefabbrica hat tägliche Produktionskosten in Höhe von etwa 50 Euro.
Unterstützt Telefabbrica oder startet euer eigenes Straßenfernsehen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Italy goes Argentina
Zu Florenz: Dort gab es neben den Satelliten-Fernsehen der Disobbedienti auch noch ein Piraten-TV von Leuten aus dem Indymedia- und RadioGAP-Umfeld. Schade, daß es keine Zusammenarbeit gab.
klasse !
aber nennt dies bitte nicht "besetzung"! was wir arbeiter/innen tun, ist soziale aneignung. denn wir leben in einer welt der enteignung. alles ist vom kapital besetzt - auch unser körper und unsere lebensenergie wurde uns enteignet und wir dürfen sie nur für das kapital einsetzen. selbst die reproduktionssphäre ist vom kapital organisiert.
was wir also bei solchen aktionen tun, ist diese besetzung durch aneignung zu beseitigen, damit das leben und das soziale für den menschen platz, zeit und mittel hat!
HAUT REIN LEUTZ!
Daß sich Leute, die keine Bock mehr auf die ewigen 'Wachstum bis ins Unendliche ist möglich'-Lügen und das Vertrösten aufs bessere Morgen (das komischerweise nie Wirklichkeit wird) satt haben, einen Fernsehsender hijacken, ist ein Novum. Aber ein absolut geiles, gerade in Berlusconistan!
MEHR DAVON!
VIVA TELEFABBRICA!
Hallo KLassenkämpferin
Besuch aus Argentinien
Um 10 Uhr eines für die sich seit über zwei Monaten im Kampf befindlichen Arbeiter gewöhnlichen Samstagmorgens kommen Mariano und Natalio vor die Tore von Fiat Termini Imerese. Zanon und Fiat, zwei unterschiedliche Wirklichkeiten im Vergleich. "Euer Kampf ist unser Kampf", beginnt Mariano, als wolle er einen Verbündungspakt besiegeln, weil "es keine Grenzen gibt, die die Einheit der Arbeiter im Kampf gegen die Herren verhindern könnten". Es ist ein herzlicher Empfang, den die Arbeiter von Fiat ihnen bereiten, sie sind von der Selbstverwaltungserfahrung fasziniert, die schon aus technischen Gründen extrem schwierig bis unmöglich im sizilianischen Werk wiederholbar ist: Zanon stellt Keramik her, der Produktionszyklus beginnt und endet innerhalb von ein und demselben Werk, Termini imerese ist hingegen eine Montagestätte, die nicht in der Lage ist, ein fertiges Produkt herzustellen.
"Die Einheit ist das wichtigste", fährt Mariano fort, "nicht nur unter den Fabrikarbeitern, sondern unter allen Arbeitern, ob beschäftigt oder nicht, und die Unterstützung der community von Teuquen war und ist ist für uns immer noch fundamental".
Eine Einheit, die in Termini zu fehlen scheint. "Wir sind 1800 Arbeiter, aber heute sind wir wirklich wenige, und nicht nur heute", sagt einer der Fiat-Arbeiter, "zuviele haben es vorgezogen, sich krank schreiben zu lassen, und andere nehmen nicht immer an den Aktionen Teil [1]. Nehmen wir die argentinischen Arbeiter als Vorbild, wenn wir uns spalten, spielen wir den Agnellis in die Hände".
Mariano und Natalio haben aufgeregt und begeistert die Blauen Kittel von Fiat angezogen und von der Bühne gesprochen. "Wir haben genauso wie ihr angefangen, mit Präsidien vor den Toren, Blockaden und Demonstrationen", erzählt Natalio, "dann haben wir verstanden, dass Zanon nicht vor hatte, seine Entscheidungen rückgängig zu machen, und haben zuerst besetzt und dann die Fabrik wieder zum laufen gebracht, und so unseren Arbeitsplatz gesichert."
Zu Fiat wird derweil auf Nachrichten aus Rom gewartet. Nachrichten, die einen Tag später eingetroffen sind: die Firma hat den Verhandlungstisch verlassen.
[1] Es gibt in Italien keine Streikkassen, die Sanktionierung der Löhne ohne anderweitigen Ausgleich dürfte bei den Krankmeldungen eine große Rolle spielen. Diesen Monat haben die Arbeitskämpfer nur 100 bis 200 von normalerweise etwa 700 Euro in der Lohntüte. Das hält nicht jeder aus, vor allem weil die Haushalte dort durchweg über ein einziges einkommen verfügen, das für eine ganze Familie reichen muss.
von wem ist der text auf dem bild?
@ clandestino
Die Band heißt "the groovers"
Englischsprachige Seite mit freiem Song-Download unter:
weitere texte der band
thanx