Gegen das ''Zentrum gegen Vertreibung''
...und anderswo. Derzeit kommt die Debatte um ein sog. Zentrum gegen Vertreibung" in Görlitz wieder auf die Tagesordnung. Bereits im August 2002 schlug der Görlitzer Kulturbürgermeister Ulf Grossmann vor, dieses von den selbsternannten Vertriebenenverbänden geplante "Zentrum gegen Vertreibung" in Zgorzelec/Görlitz anzusiedeln.
Zwar verneinen die InitiatorInnen einen Versuch eines Vergleichs der Shoah (und anderer Naziverbrechen) mit der Umsiedlung der Deutschen nach 1945, doch versucht man beides isoliert voneinander zu betrachten. Die Umsiedelung (auch "Vertreibung" genannt) ist jedoch ein Ergebnis der rassistischen und antisemitischen Nazipolitik, und kann deswegen auch im allgemeinen getrost als richtig bewertet werden (Insbesondere nicht verglichen oder isoliert betrachte werden!). Ein "Zentrum gegen Vertreibung" im allgemeinen und falls in Görlitz muss verhindert werden, es wäre nur ein weiterer Normalisierungsschritt den die SalonrevanchistInnen um den BdV erreichen könnten.
Zwar verneinen die InitiatorInnen einen Versuch eines Vergleichs der Shoah (und anderer Naziverbrechen) mit der Umsiedlung der Deutschen nach 1945, doch versucht man beides isoliert voneinander zu betrachten. Die Umsiedelung (auch "Vertreibung" genannt) ist jedoch ein Ergebnis der rassistischen und antisemitischen Nazipolitik, und kann deswegen auch im allgemeinen getrost als richtig bewertet werden (Insbesondere nicht verglichen oder isoliert betrachte werden!). Ein "Zentrum gegen Vertreibung" im allgemeinen und falls in Görlitz muss verhindert werden, es wäre nur ein weiterer Normalisierungsschritt den die SalonrevanchistInnen um den BdV erreichen könnten.
Im folgenden ein Artikel zum Thema aus Der Rechte Rand, No. 78 (Sep./Okt. 02)
"Zentrum gegen Vertreibungen"
von Samuel Salzborn
Während den Vertriebenenverbänden in der Vergangenheit der Ruf des konservativ-reaktionären vorauseilte, stoßen sie derzeit mit ihren Thesen in der Mitte der Gesellschaft zunehmend auf positive Resonanz. Deshalb soll nun endlich auch ein Projekt politisch durchgesetzt werden, an dem bereits seit einiger Zeit gearbeitet wird: das "Zentrum gegen Vertreibungen", dessen Verwirklichung das wohl wichtigste Ziel der Vertriebenenarbeit der nächsten Jahre darstellt.
Das "Zentrum gegen Vertreibungen" - ein Titel, der nichts Böses ahnen lässt. "Vertreibung", das klingt nach Verbrechen und Unrecht. Der Plural ("Vertreibungen") deutet darauf hin, dass es sich um ein weit verbreitetes, wenn nicht gar weltweites Problem handeln könnte. Und die Negation ("gegen") scheint ein Zeichen gegen Unmenschlichkeit und Verbrechen zu setzen. Das alles klingt viel versprechend und scheint wie ein humanes Projekt.
Als das "Zentrum gegen Vertreibungen" Mitte 1999 beim Tag der deutschen Heimatvertriebenen in Berlin erstmals öffentlich erwähnt wurde, fielen die Reaktionen auch entsprechend positiv aus. Nur einige kritische Stimmen in der Bundesrepublik und insbesondere auch in den osteuropäischen Staaten sahen in dem "Zentrum gegen Vertreibungen" eine politische Gefahr. Gefahr deshalb, weil in dem geplanten "Zentrum" ein Versuch zur Uminterpretation der Geschichte durch die Vertriebenenverbände gesehen wurde und wird. Denn durch den Appell an Gewissen und Moral, den der Titel des geplanten "Zentrums" beinhaltet, drohen historische Kontexte von Flucht und Vertreibung im Allgemeinen, besonders aber im konkreten Fall derjenigen der Deutschen infolge des Nationalsozialismus verwischt zu werden. Auf diese Weise könnte das für Vertreibungen schlechthin charakteristische Faktum der Gewalt instrumentalisiert werden, um von politischen Ursachen und historischen Zusammenhängen abzulenken.
In Bezug auf die Umsiedlung der Deutschen ist diese Problematik besonders offenkundig. So schrecklich diese für die Betroffenen auch gewesen ist, es sollten dennoch die individuellen Schicksale der Flüchtlinge nicht den Blick auf den historischen Kontext verstellen: Flucht, Vertreibung und Umsiedlung der Deutschen hatten ihre Ursache in der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik, die sich in erheblichem Maße auch auf eine völkische Komponente stützte. Es war eine Politik der völkischen Destabilisierung, die die Grundlage der NS-Außenpolitik bildete, zumindest so lange wie diese ihre Interessen nicht auf militärischem Weg verfolgt hat. Die deutsche Volkstumspolitik, die später zu Flucht, Vertreibung und Umsiedlung der Deutschen führen sollte, war letztlich ein zentraler Aspekt bei der Zerschlagung der osteuropäischen Nationalstaaten (am deutlichsten wird dies sicher im Fall der Tschechoslowakei), aber auch bei der Vorbereitung und Umsetzung der deutschen Vernichtungspolitik.
So wenig damit die konkreten Ereignisse während Flucht und Vertreibung der Deutschen beschönigt werden sollen, so sehr ist darauf hinzuweisen, dass die Umsiedlung der Deutschen das politische Ziel verfolgte, das Konfliktpotenzial in Osteuropa zu verringern. Denn eben jene deutschen Minderheiten bzw. Volksdeutschen waren es, die politische und soziale Konflikte geschürt hatten, die eine wesentliche Voraussetzung für die spätere Zerschlagung der osteuropäischen Staaten bildeten. Flucht und Vertreibung der Deutschen waren somit eine Konsequenz auf den Nationalsozialismus und die Massenvernichtung der europäischen Juden. Dies droht allerdings bei einer entkontextualisierenden Betrachtung ebenso unter den Tisch zu fallen, wie die Tatsache, dass die Umsiedlung der Deutschen im bis heute gültigen Potsdamer Abkommen (Artikel XIII) völkerrechtlich verbindlich festgelegt wurde und somit zwar abhängig des politischen Standortes ihre Legitimität, jedoch nicht ihre Legalität in Frage gestellt werden kann.
Die mögliche Nivellierung der historischen Kontexte wird auch deutlich, wenn die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (CDU), erklärt, was sich die Vertriebenenverbände von ihrem "Zentrum gegen Vertreibungen" versprechen. In "geschichtlicher und räumlicher Nähe" zum Holocaust-Mahnmal soll das "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin entstehen. Konzeptionelles Vorbild für das Projekt sei das Holocaust Memorial Museum in Washington. Die Ansage ist deutlich, wie sie deutlicher kaum denkbar ist. Man sucht, ja wünscht sich geradezu die Nähe zum deutschen Massenmord an den europäischen Juden, genauer gesagt: zu deren Opferstatus. Man selbst sei Opfer gewesen und stehe historisch auf einer Stufe mit den ermordeten Jüdinnen und Juden. Steinbach formuliert das folgendermaßen: "Im Grunde genommen ergänzen sich die Themen Juden und Vertriebene miteinander. Dieser entmenschte Rassenwahn hier wie dort, der soll auch Thema in unserem Zentrum sein."
Wenn Steinbach, die in der Vergangenheit von der "Frankfurter Rundschau" bereits eine symbolische Rote Karte als "intellektuellen Platzverweis" wegen der Gleichsetzung der Judenvernichtung mit der Umsiedlung der Deutschen gezeigt bekommen hatte, sagt, die "Themen Juden und Vertriebene" würden sich ergänzen, hat das aber nicht nur eine historisch verquere Dimension. Denn das "Zentrum gegen Vertreibungen" soll etwa 80 Millionen Euro kosten, das Holocaust-Mahnmal hingegen nur gut 25,5 Millionen Euro.
Ob es allerdings tatsächlich ein "Zentrum gegen Vertreibungen" in der von den Vertriebenenverbänden gewünschten Intention geben wird, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, denn der Bundestag hat zwar einem "Zentrum gegen Vertreibungen" inzwischen grundsätzlich zugestimmt, jedoch betont, dieses solle in längerer Perspektive und im Dialog mit den europäischen Nachbarn errichtet werden. Was dann unter einer europäischen Ausrichtung tatsächlich zu verstehen sein wird, muss die weitere Entwicklung zeigen.
http://lola.d-a-s-h.org/~zittau/index.php
"Zentrum gegen Vertreibungen"
von Samuel Salzborn
Während den Vertriebenenverbänden in der Vergangenheit der Ruf des konservativ-reaktionären vorauseilte, stoßen sie derzeit mit ihren Thesen in der Mitte der Gesellschaft zunehmend auf positive Resonanz. Deshalb soll nun endlich auch ein Projekt politisch durchgesetzt werden, an dem bereits seit einiger Zeit gearbeitet wird: das "Zentrum gegen Vertreibungen", dessen Verwirklichung das wohl wichtigste Ziel der Vertriebenenarbeit der nächsten Jahre darstellt.
Das "Zentrum gegen Vertreibungen" - ein Titel, der nichts Böses ahnen lässt. "Vertreibung", das klingt nach Verbrechen und Unrecht. Der Plural ("Vertreibungen") deutet darauf hin, dass es sich um ein weit verbreitetes, wenn nicht gar weltweites Problem handeln könnte. Und die Negation ("gegen") scheint ein Zeichen gegen Unmenschlichkeit und Verbrechen zu setzen. Das alles klingt viel versprechend und scheint wie ein humanes Projekt.
Als das "Zentrum gegen Vertreibungen" Mitte 1999 beim Tag der deutschen Heimatvertriebenen in Berlin erstmals öffentlich erwähnt wurde, fielen die Reaktionen auch entsprechend positiv aus. Nur einige kritische Stimmen in der Bundesrepublik und insbesondere auch in den osteuropäischen Staaten sahen in dem "Zentrum gegen Vertreibungen" eine politische Gefahr. Gefahr deshalb, weil in dem geplanten "Zentrum" ein Versuch zur Uminterpretation der Geschichte durch die Vertriebenenverbände gesehen wurde und wird. Denn durch den Appell an Gewissen und Moral, den der Titel des geplanten "Zentrums" beinhaltet, drohen historische Kontexte von Flucht und Vertreibung im Allgemeinen, besonders aber im konkreten Fall derjenigen der Deutschen infolge des Nationalsozialismus verwischt zu werden. Auf diese Weise könnte das für Vertreibungen schlechthin charakteristische Faktum der Gewalt instrumentalisiert werden, um von politischen Ursachen und historischen Zusammenhängen abzulenken.
In Bezug auf die Umsiedlung der Deutschen ist diese Problematik besonders offenkundig. So schrecklich diese für die Betroffenen auch gewesen ist, es sollten dennoch die individuellen Schicksale der Flüchtlinge nicht den Blick auf den historischen Kontext verstellen: Flucht, Vertreibung und Umsiedlung der Deutschen hatten ihre Ursache in der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik, die sich in erheblichem Maße auch auf eine völkische Komponente stützte. Es war eine Politik der völkischen Destabilisierung, die die Grundlage der NS-Außenpolitik bildete, zumindest so lange wie diese ihre Interessen nicht auf militärischem Weg verfolgt hat. Die deutsche Volkstumspolitik, die später zu Flucht, Vertreibung und Umsiedlung der Deutschen führen sollte, war letztlich ein zentraler Aspekt bei der Zerschlagung der osteuropäischen Nationalstaaten (am deutlichsten wird dies sicher im Fall der Tschechoslowakei), aber auch bei der Vorbereitung und Umsetzung der deutschen Vernichtungspolitik.
So wenig damit die konkreten Ereignisse während Flucht und Vertreibung der Deutschen beschönigt werden sollen, so sehr ist darauf hinzuweisen, dass die Umsiedlung der Deutschen das politische Ziel verfolgte, das Konfliktpotenzial in Osteuropa zu verringern. Denn eben jene deutschen Minderheiten bzw. Volksdeutschen waren es, die politische und soziale Konflikte geschürt hatten, die eine wesentliche Voraussetzung für die spätere Zerschlagung der osteuropäischen Staaten bildeten. Flucht und Vertreibung der Deutschen waren somit eine Konsequenz auf den Nationalsozialismus und die Massenvernichtung der europäischen Juden. Dies droht allerdings bei einer entkontextualisierenden Betrachtung ebenso unter den Tisch zu fallen, wie die Tatsache, dass die Umsiedlung der Deutschen im bis heute gültigen Potsdamer Abkommen (Artikel XIII) völkerrechtlich verbindlich festgelegt wurde und somit zwar abhängig des politischen Standortes ihre Legitimität, jedoch nicht ihre Legalität in Frage gestellt werden kann.
Die mögliche Nivellierung der historischen Kontexte wird auch deutlich, wenn die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (CDU), erklärt, was sich die Vertriebenenverbände von ihrem "Zentrum gegen Vertreibungen" versprechen. In "geschichtlicher und räumlicher Nähe" zum Holocaust-Mahnmal soll das "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin entstehen. Konzeptionelles Vorbild für das Projekt sei das Holocaust Memorial Museum in Washington. Die Ansage ist deutlich, wie sie deutlicher kaum denkbar ist. Man sucht, ja wünscht sich geradezu die Nähe zum deutschen Massenmord an den europäischen Juden, genauer gesagt: zu deren Opferstatus. Man selbst sei Opfer gewesen und stehe historisch auf einer Stufe mit den ermordeten Jüdinnen und Juden. Steinbach formuliert das folgendermaßen: "Im Grunde genommen ergänzen sich die Themen Juden und Vertriebene miteinander. Dieser entmenschte Rassenwahn hier wie dort, der soll auch Thema in unserem Zentrum sein."
Wenn Steinbach, die in der Vergangenheit von der "Frankfurter Rundschau" bereits eine symbolische Rote Karte als "intellektuellen Platzverweis" wegen der Gleichsetzung der Judenvernichtung mit der Umsiedlung der Deutschen gezeigt bekommen hatte, sagt, die "Themen Juden und Vertriebene" würden sich ergänzen, hat das aber nicht nur eine historisch verquere Dimension. Denn das "Zentrum gegen Vertreibungen" soll etwa 80 Millionen Euro kosten, das Holocaust-Mahnmal hingegen nur gut 25,5 Millionen Euro.
Ob es allerdings tatsächlich ein "Zentrum gegen Vertreibungen" in der von den Vertriebenenverbänden gewünschten Intention geben wird, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, denn der Bundestag hat zwar einem "Zentrum gegen Vertreibungen" inzwischen grundsätzlich zugestimmt, jedoch betont, dieses solle in längerer Perspektive und im Dialog mit den europäischen Nachbarn errichtet werden. Was dann unter einer europäischen Ausrichtung tatsächlich zu verstehen sein wird, muss die weitere Entwicklung zeigen.
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Ergänzungen
"Umsiedlungen"... "Ausreisezentren".... etc.
Also von wegen, hier sei es nur um irgendeine "Stabilisierung" Osteuropas o.ä. gegangen (die meisten Menschen wurden damals aus MITTELeuropa vertrieben, und nicht aus "Osteuropa"...). Die Leute, die die Vertreibungen an Polen und Deutschen etc. organisierten, wie Stalin oder Benes, waren selbst übelste Chauvinisten und Imperialisten. Sie nutzten die Gunst der Stunde, um die (völlig berechtigte) Wut über die Nazi-Besatzung NACH Ende des Krieges in Aktionen umzumünzen, die ihrer jeweiligen "Nation" mal eben schnell das doppelte an Land, Vermögen oder sonstiger Verfügungsmasse einbrachte.
"Völkische" Kollektivstrafen sind eben immer Unrecht - egal mit welcher vermeintlich "hehren" Begründung sie von den jeweiligen MachthaberInnen gerade durchgeführt werden, um ihre wahren Interessen zu verschleiern. Und der Feind meines Feindes - ist noch lange nicht mein Freund...
Deshalb hab ich auch erst mal nichts gegen ein "Zentrum gegen Vertreibungen", solange dort der historische Kontext nicht außer Acht bleibt und außerdem auch wirklich ALLE Vertreibungen thematisiert werden, ... also auch die von den Nazis VOR 1945 begangenen.
Rote Zora?
Die Umsiedlung ist unter Berücksichtigung der Nazizeit vorher zusehen. Dieses Zentrum hat nur ein geschischtsrevisionistisches Anliegen.
Arme Linksdeutsche.
Hallo Antideutsch
Bomber Harris
und "linksdeutsch"...
Aber vielleicht kommt demnächst ja auch mal ein Sturmtrupp bei Dir vorbei und "siedelt" Dich "um". Oder "bereichert" Dein Wohnzimmer um die Anwesenheit einer gemütlichen Phosphorbombe. Bitte dann nicht beschweren oder einen auf Opfer machen - das ist alles nur im Kontext der deutschen Kriegspolitik in Serbien, Afghanistan usw. zu betrachten ;-)
@ Rote Zora
fällt mir keiner ein
Rote Zora das vorschlägt) und
b) Maßnahmen ergreift, das es kein Faschowall-
fahrtsort wird.
@ Rote Zora: die Selbstmordattentate der Palästinenser treffen zwar meisten die falschen (israelische Zivilisten etc.), aber die einzigen, die vertrieben werden (und darum geht es ja hier), das sind nun mal die Palästinenser, und deswegen bleibt ihnen als einzige Waffe nunmal ihr eigenes Leben.
Ansonsten:
RELIGION IST OPIUM FÜR DAS VOLK !!
Revanchisten aller Länder...
Wenn hier angebliche "AnarchistInnen" wie die Rote Zora sich auf FAZ-Nievau über die armen Vertriebenen auslassen, kommt einem ja wirklich das kalte Grausen.
Ist das Querfront oder ist die "Rote" Zora in Wirklichkeit doch nur ein Nazi?
Das Marx-Zitat lautet übrigens "Religion ist das Opium des Volkes" und bedeutet etwas anderes als der Querfront-"Anarchist" mit dem großen Mitleid für die armen vertrieben Palästinenser-Sudeten meint.
„auge um auge, zahn um zahn!“
samuel salzborn? und tschüss!
Revanchismus
@ Zecke: ich stimme Dir nicht zu, was die palästinensischen Selbstmord-TerroristInnen betrifft. Sie treffen in der Tat fast nur ZivilistInnen und Unbeteiligte, die in völkischem Kollektiv-Vernichtungswahn für die Politik ihrer Regierung verantwortlich gemacht werden. Sicherlich kann mensch sagen daß es ohne die israelische Besatzungspolitik wahrscheinlich keine derartigen Anschläge gäbe - eine Kausalität ist hier zwar vorhanden, aber das rechtfertigt diese Attentate in keiner Weise. Und auch ganz praktisch gedacht, sie bringen auch nicht mehr als eine ständige Verschärfung der Verhältnisse mit sich - was sicherlich dem Kalkül der Scharfmacher von Hamas, Hizbolla u.ä. Gruppen entspricht. Apropos Vertreibungen: DIE würden es ("die Juden ins Meer treiben" etc.) im umgekehrten Fall kein bißchen anders machen. Faschos sind eben immer und überall scheiße, egal welche "Nationalität" sie haben.
Opium für das Volk
"Religion ist Opium für das Volk"...
Die Marx-Version ("Opium des Volkes") stimmt auch, was all das nun aber mit "Querfront" zu tun haben soll, ist völlig unklar. Kann es sein daß Du hier selbst im Opiumrausch schreibst? ;-)
links
Nein
Und Du hast Recht, wie sich "die Volksdeutschen" vor oder nach 1933 irgendwo "benommen" haben, weiß ich tatsächlich nicht. "Die Deutschen" gibt es nämlich genau so wenig wie "die Türken", "die Juden" usw. und können sich dementsprechend auch nicht gut oder schlecht "benommen" haben. Sondern nur einzelne Menschen. Sorry, aber ich denke nun mal nicht in völkischen Kategorien...
Gegen ein "(Menschen)Recht auf Heimat" hab ich übrigens überhaupt nichts - solange es auch wirklich für alle Menschen gleichermaßen gilt...: BLEIBERECHT FÜR ALLE!
gegen sezessionierung und destabilisierung...
=> wo "raus"zuschmeißen? aus was denn? aus "ihrem", von gott gegebenen land? und welche "leute"? seit wann sind eigentlich völkische kollektivstrafen gerechtfertigt?
"um einer erneuten sezessionierung und destabilisierung mittels unterstützung irgendwelcher armer, "unterdrückter volksgruppen", insbesondere der deutschen, wie sie heute von der bundesregierung und von ihr unterstützten organisationen massiv betrieben wird, längerfristig entgegenzuwirken."
=> nee, die vertreibung w a r ja gerade sezessionierung, und zwar (wie rote-zora ganz richtig bemerkt) auf ´völkischer´grundlage. ganz ähnlich argumentieren übrigens auch nazis. sie meinen man müsse die "ausländer" in ihre herkunftsländer "rückführen" und "umsiedeln" (man beachte die sprachlichen parallelen zu hier, etwas weiter oben. von "vertreibung" spricht da auch niemand) um einer "destabilisierung" und "sezessionierung" ("parallelgesellschaften", "multi-kulturelles chaos") deutschlands oder europas "entgegenzuwirken". im grunde muss man nur einige wenige wörter austauschen, und man kann daraus ein 1a-npd-werbeflugblatt machen. abschiebungen: immer dann okay, wenn sie der einheit und "stabilisierung" unseres vaterlandes dienen *lol*
Dass Rote Zora zugibt, vom Verhalten der "Volksdeutschen" nach 1933 nichts zu wissen, ist leider symptomatisch. Wer sich im "Sudetenland" oder in den besetzten Gebieten in Polen für einen "Volksdeutschen" hielt, konnte das zwar nicht frei selbst entscheiden, oft aber reichte es in Polen z.B. schon aus, evangelisch zu sein, um die Aufnahme ins Volk der Deutschen beantragen zu können. Im wesentlichen jedenfalls war die Zugehörigkeit zur Gruppe der Volksdeutschen eine Frage der eigenen Entscheidung - der Entscheidung, zum stärkeren, zum Herrenvolk zu gehören. Entsprechend führte sich dann die überwiegende Mehrheit der Volksdeutschen (eines auch auf. Im Sudetenland waren Anschläge und antitschechische wie antisemitische Anschläge durch "Volksdeutsche" an der Tagesordnung. Bei Wahlen stimmten rund 95 Prozent der "Sudetendeutschen" für die NSDAP. Was diese Deutschen dann in ihrer großen Mehrheit nach Beginn des Krieges angerichtet haben, bedarf jetzt keiner Erläuterung, die groben Daten der Ergebnisse des deutschen Vernichtungskrieges sollten nun wirklich bekannt sein.
Nun ist es sicher im individuellen Fall so, dass Leute als "Deutsche" aus Polen oder der Tschechoslowakei ausgewiesen (oder auch getötet) wurden, die friedfertige sympathische Menschen waren. Die Regel war das keineswegs; wer z.B. im Sudetenland der Gruppe der "Sudetendeutschen" angehörte, muss sich dies als Identifikation mit dem faschistischen Deutschland anrechnen lassen. Das ändert nichts daran, dass es zu Racheexzessen gegen Deutsche kam als der Kreg vorbei war; eine auch nur annähernde Vergleichbarkeit mit den Verbrechen der Deutschen im Krieg besteht jedenfalls nicht. Das wäre nun definitiv revanchistisch. Daran ändert sich auch nichts, wenn sich die Rote Zora weiterhin weigert, den Begriff zu verstehen und behauptet, er hätte was mit Rache zu tun. Revanchismus ist es, wenn man - wie verklausuliert auch immer - die deutsche Kriegsschuld auf andere abzuwälzen versucht. Und dieses Zentrum (sowie die derzeiteige FAZ-Kampagne) ist da nun wirklich ein Versuch.
Ach und was war das mit 15 Millionen Vertriebenen und 2 Millionen Toten? Das ist nun wirklich revanchistische Propaganda. Der allergrößte Teil dieser Menschen sind nicht vertrieben worden sondern aus eigenem Antrieb und verleitet durch die antisowjetische Hasspropaganda aus Angst vor den "mongolischen Horden" geflohen. Diese "Horden" kamen aber nicht in der Absicht, die armen Ostdeutschen zu vertreiben, sondern weil sie die deutsche Armee besiegen mussten. Die Opfer dieser Flucht zu Opfern einer "Vertreibung" zu erklären ist lächerlich, vielmehr sind diese Menschen das Opfer ihres eigenen Glaubens an die Nazipropaganda über die "russischen Untermenschen". Jede Parallele zu Palästinensern ist ridikül, zumal damit nun wirklich in zweifelhafter Absicht Israel zum Wiedergänger des Dritten Reichs erklärt würde. Und das wäre in der Tat revanchistisch.
Moral aus der Geschicht:
Historisches Wissen schadet nicht.
Und:
Die Abstraktion von völkischen Kategorien ist in einer identitär und auf völkischer Ideologie strukturierten Welt falsch, wenn sie den Blick versperrt auf sich tatsächlich konstituierende völkische Kollektive, die einfach zu leugnen nun wirklich keine Methode ist um sie zu bekämpfen.
Meine Beschuldigung gegen die Rote Zora, ein Nazi zu sein, nehme ich gern zurück. Ihre Ansichten halte ich aber für eher wunschgeleitet als analytisch, die Tendenz, "den" Deutschen ihr Opfergetümel abzunehmen sogar für gefährlich.
"Sorry, aber ich denke nun mal nicht in völkischen Kategorien..." schrieb zora.
Sorry, aber da kannst du dir nix für kaufen. Die unter einem Kollektivbegriff gefassten Menschen denken aber in aller Regel in völkischen Kategorien und handeln auch danach. Insofern kann man natürlich davon reden, was "die Volksdeutschen" so gemacht haben (wie mein Vorschreiber das ja tat) und es ist wirklich Unfug, die Verbrechen eines sich selbst als Kollektiv wahrnehmenden Kollektivs einfach mit der Begründung zu ignorieren, dass man selbst ja nicht in völkischen Kategorien denke.
Ähnlich logisch wäre es zu sagen:
"Sorry, ich kann doch nicht "die Nazis" für etwas bekämpfen, was einzelne Menschen vielleicht getan haben, die sich Nazis nennen."
Wer sich dazu bekennt, Nazi oder Volksdeutsch oder weiss der Geier was zu sein, ist dann für die Gruppe, der er sich gern zugehörig fühlen möchte auch verantwortlich zu machen. Das gilt übrigens nicht für rein fremddefinierte Kollektive wie z.B. Juden im Dritten Reich. Wer "Jude" war definierten grundsätzlich die deutschen Behörden und nahmen keinerlei Rücksicht darauf, wie die betroffenen Individuen dazu standen.
zum Nationalismus und zu Lenin
Dem entgegnest du, dass mensch nach dieser Logik auch palästinensische Selbstmordattentate rechtfertigen müsse. Ist dir damit bewusst, dass du einen Vergleich von Israel und Nazideutschland vornimmst?
Zum Ausspruch "Religion ist Opium für das Volk":
dieser stammt tatsächlich von Lenin. Vor Lenin war aber Karl Marx, der schrieb "(...) Religion(...) sie ist das Opium des Volkes", was etwas ganz anderes meint als die Verfälschung durch den Vulgärmarxisten Lenin. Lenin war ein Dummkopf und struktureller Antisemit. Seit wann verteidigen denn AnarchistInnen Lenin und die Sowjetunion??? Vielleicht rechtfertigst du auch noch die Niederschlagung der MatrosInnen von Kronstadt oder die Bekämpfung der Machno-Bewegung? Von jemand die sich "Rote Zora" nennt und sich
als Anarchistin bezeichnet könnte mensch schon erwarten, dass Sie sich mit den Werken von Emma Goldman wie z.B. "Die Ursachen des Niederganges der Russischen Revolution" oder "Patriotismus - eine Bedrohung der Freiheit"
(
auseinandergesetzt hat.
Der folgende Text stammt von einem Anarchosyndikalisten, der Antisemitismus in der Linken kritisiert und auch auf den Leninismus eingeht.
Gegen die Nation!
Für den Anarchismus!
Die Formulierung "...für das Volk" ist einer missglückten Rückübersetzung aus dem Russischen geschuldet, die aber immerhin das realsozialistische Missverständnis des Marx-Satzes deutlich macht. Lenin zitierte den Satz nach einer russischen Marx-Übersetzung, die - was auch der russischen Grammatik geschuldet war - Präpositionen verwendete, die dem Sinn des Satzes schon nicht mehr hundertprozentig gerecht wurden. Aus Lenins Russisch zurück ins Deutsche übersetzt stand da auf einmal was, was Marx ganz gewiß nicht gemeint hatte, was den leninistisch-stalinistischen Eliten aber ganz recht war.
Kurz: Das ist definitiv ein Marx-Zitat. Dass angebliche Anarchisten Lenin gegen Marx verteidigen ist aber ohnehin nur ein kalter Witz.
@ Sir Harris
Über alles andere schlafe ich erst mal ein wenig, und lasse es mir mal durch den Kopf gehen... finde ich jedenfalls gut daß mensch hier zumindest mal sachliche Argumente zu hören bekommt, und nicht nur die üblichen Vorwürfe ("antideutsch", "Nazi" etc. in welche Schublade mensch halt gerade am besten reinzupassen scheint).
Opium des Volkes
Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
...
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks: Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist. .................
Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.
.....
Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist....
"Recht auf Heimat"
"Insofern haben selbstverständlich auch alle aus dem "Sudetenland" oder "Schlesien" vertriebenen Menschen ein Recht, dort wieder zu siedeln."
Mit Gegenargumenten beschäftigts Du Dich nicht so gern, was?
Die allermeisten sogen. Sudetendeutschen sind Verbrecher oder waren Profiteure eines verbrecherischen Regimes. Davon abstrahierst Du mutwillig und reproduzierst natürlich völkische Blut- und Bodenscheisse - dies trotz aller hilflosen Versuche, derartige Kategorien schlicht für ungültig zu erklären. Dein Ignorieren der Taten der sog. Volksdeutschen führt dann zu absurdem Geschichtsrevisionismus und Revanchismus. Egal, ob Du Dich Anarchistin nennst oder nicht: Deine Ansichten sind reaktionär weil geschichtsvergessen.
Deine wenig erfreulichen Aussagen über Israel passen da ins Bild. Im Grunde ist Deine Art von Anarchismus nur eine besonders unschöne Art des Liberalismus der Dich als denkenden Menschen aus jeder Verantwortung entlassen soll.
alles VerbrecherInnen....
Ich sehe auch keine Handhabe, noch einen Grund, irgendeinem sog. "Sudetendeutschen", "Schlesier", etc. verbieten zu können, sich im Rahmen der EU-Osterweiterung in seiner Herkunftsregion, aus der er zwangsweise vertrieben wurde, nach wie vor (aus welchen irrationalen Gründen auch immer)heimisch zu fühlen und dort wieder hin zu ziehen. Wenn ich offene Grenzen, Bleiberecht für alle, Freizügigkeit, usw. fordere, dann kann das nicht dann plötzlich NICHT gelten, wenn es sich bei jemandem um eineN sog. "SudetendeutscheN" handelt. Oder auch um einE "VerbrecherIn". Oder sonst irgendeine mir oder sonstwem nicht genehm erscheinende Menschengruppe. Ansonsten kann mensch auch gleich für eine "Abschiebung aller ausländischer StraftäterInnen" o.ä. auf die Straße gehen. Oder für die Residenzpflicht für die Gruppe X oder Y. Zumal die Aussage, "die allermeisten" von ihnen seien "VerbrecherInnen", einfach nur völkische Vorurteile sind. Mir ist jedenfalls nicht bekannt daß "Sudetendeutsche" besonders zu Straftaten neigen. Und "die allermeisten" der heute noch lebenden Vertriebenen waren damals, zum Zeitpunkt ihrer Vertreibung, vielleicht 5 oder 10 Jahre alt - noch nicht mal wahlberechtigt oder auch nur im strafrechtlichen Sinne "schuldfähig" und viel zu jung also, um ihnen heute auch nur eine MITverantwortlichkeit für die Nazidiktatur zusprechen zu können.
Für die Anarchie!
Gegen Revanchismus!
Weshalb du auch jede Diskussion um Begriffe zugunsten irrsinniger Selbstbefindlichkeitsbekundungen einstellst, Du als "Mensch". Genau genommen hast Du ja auch nicht diskutiert, sondern Argumente unreflektiert an Dir abprallen lassen. Du Entlein! Halt Dich mal weiter für unrevisionistisch, antirevanchistisch und anarchistisch. Du passt blendend in die doch meist sehr unerfreuliche linke Landschaft und bist dabei glücklich und liberal, wie nett.
Entlein antwortet ;)
Ganz ehrlich und mal ohne Polemik jetzt: ich versteh nicht worauf das ganze konkret rauslaufen soll, was Du Dir da vorstellst... wer sich irgendwo innerhalb der EU besonders wohl oder zuhause fühlt, kann da im Rahmen der EU-Freizügigkeit auch wohnen, sofern er oder sie ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück dort bekommt. Das hat mit "Revisionismus" überhaupt nichts zu tun, das ist eine bloße, ganz banale Tatsachenfeststellung.
Über Begriffe kann mensch sich natürlich endlos streiten, aber was bringt das? Jeder Mensch hat andere Definitionen von Begriffen. Im Grunde kann mensch nicht mehr tun als das interessiert zur Kenntnis zu nehmen. Für mich jedenfalls ist offensichtlich, daß in dem Begriff (Revanchismus) das Wort "Revanche" enthalten ist, also "Rache", "Vergeltung" - und insofern sehe ich auch und gerade die Vertreibung als einen revanchistischen (und ganz nebenbei auch imperialistischen) Akt an, bei dem es einerseits ohne Vorliegen einer konkreten Bedrohungs- oder Notwehrsituation (NACH Kriegsende) um Revanche ging, anderseits den jeweiligen nationalistischen Machthabern (Benes, Stalin, etc.) natürlich vor allem um Vergrößerung ihrer "Nation", um möglichst viel Landmasse, Vermögen, Immobilienbesitz etc. das nenne ich nicht nur "revanchistisch", sondern vor allem auch imperialistisch. Ein Akt von Revanche/Rache kann ich hingegen (per se zumindest) nicht darin erkennen, wenn sich jemand ein Häuschen im Kaiserwald kauft...
Für die Anarchie!
Gegen Revanchismus!
häuschen im Grünen
Macht es dir eigentlich nicht zu schaffen, liebe Zora, daß ein Harald Schmidt, der nun nicht gerade im Verdacht steht, ein Antideutscher zu sein, daß also jener Schmidt unlängst in einer Diskussion sein Verwunderung zum Ausdruck brachte, daß er seit jüngster Zeit lernen müsse, daß seine Eltern "Vertriebene" seinen, wo er doch immer dachet, sie seien geflohen? Macht es dich nicht rätselnd, warum Herr Schmidt weit anvanciertere Ansichten hat als deine anarchistische Wenigkeit?
Wer, wie Du, Benes, Churchill und Hitler in eine Reihe stellt, die kann mit guten Gründen als revanchistische, reaktionäre Deutschlinke bezeichnet werden, typisch für die aktuelle relativistische und öffentliche Deutschstunde, in der man gelehrt bekommt, wie schlimm, schlimmer, am schlimmsten eigentlich die Bömbennächte für die armen Deutschen waren (siehe Jörg Friedrich), wie sich die EU-Deutschen neuerdings als Hüter der Menschenrechte aufspielen und die Benes-Dekrete als "zynisch" verurteilen. Leider, liebe Zora, bist du nichts Weiteres als deren Geisteskind, das mit "individuellen" Begriffen um sich schlägt, aber nichts weiter tut als die deutsche Ideologie an vorderster linker Front zu exekutieren.
Völkisches gibt es für dich nicht, weil es Völker ja nicht gibt, sondern nur eine "Nazidiktatur" mit einigen Nazis und vielen "Menschen", die davon unterdrückt waren. Weit völkischer und nationalistischer (als es die FAZ je hoffentlich sein wird) bist aber du damit, indem du den völkischen Rassimus und Antisemitismus der Deutschen negierst und aus ihnen nette, brave Bürgermenschen machst, die sich irgendwo ein Häuschen kaufen, weil es sie so hinzieht - zur Heimat.
Harald Schmidt
Die notorische und extrem dumme Gleichsetzung von Benes, Churchill und Hitler, die absurde propagandistische Behauptung von den 15 Millionen "Vertriebenen", ihre Spezialkenntnisse in der Geographie ehemals "deutscher" Gebiete sprechen für sich. Sie geriert sich "anarchistisch" und will nur den "Zwang" abschütteln eine böse Deutsche zusein, um als "Mensch" deutsche Taten als aufgewogen darstellen zu können durch die Abscheulichkeiten die den armen Deutschen angetan worden sind. Ihr Gesülz von wegen "nicht in Zwangskollektiven denken" etc. erweist sich als Taschenspielertrick im Kampf um die Relativierung der deutschen Kriegsschuld.
Paranoia
Nein, "Die rote Zora und ihre Bande" spielt NICHT unter "Volksdeutschen", sondern im früheren Jugoslawien... die Zora kommt aus Albanien und ihre vermeintlich "volksdeutschen" (wie kommst Du überhaupt auf so einen Scheiß?) Freunde tragen so "volksdeutsche" Namen wie Pavel, Branko, Duro und Nicola. -- Ich führe hier einen kleinen Gedankenaustausch mit vielleicht 1, 2 oder 3 Leuten (so genau weiß ich das leider nicht)... wer darin mehr sieht als eine stinknormale Konversation, wie sie tagtäglich milliardenfach auf der Welt geschieht,... oder gar ein "GeheimagentInnen"-Manöver, kann mir echt nur noch leid tun. -- Hitler und Benes etc. habe ich nirgendwo "gleichgesetzt", ich habe lediglich bekundet daß sie mir als Nationalisten und Imperialisten alle unsympathisch sind. Natürlich mit einer gewissen "Antipathie-Hierarchie", auf der Hitler ziemlich weit oben steht... dann kommt Stalin, und dann irgendwann Benes, Churchill, Bomber Harris & Co. -- Irgendwelche Zahlenspiele sind mir im Prinzip völlig egal, die Zahl von 15 Millionen war mir eben so geläufig, ob sie so stimmt weiß ich leider nicht. Von wegen "Propaganda" - welches Interesse sollte ich daran haben? Ich hab im Spiegel-Almanach nun die Zahl von 13 Millionen Opfern von Flucht UND Vertreibung gefunden, darunter 2 Millionen Tote. Das klingt schon etwas anders, tatsächlich. -- Daß ich mich weder als "böse" noch als "gute" - sondern ÜBERHAUPT NICHT als "Deutsche" verstehe oder fühle, habe ich schon mehrmals bekundet. Entsprechende Unterstellungen sind also völlig sinnlos. Außerdem versteht es sich für mich von selbst, daß durch keine Grausamkeit oder Untat irgendein vorangegangenes Verbrechen "relativiert" oder "aufgewogen" werden kann. Wenn DU das meinst, ist das allein DEINE Meinung - Du solltest aber nicht von Dir auf andere schließen, die dieses Denken nicht nur nicht teilen, sondern sogar kategorisch ablehnen.
Objektiv betreibst Du deutschnationalistische Propaganda und benimmst Dich wie eine Vertriebenenfunktionärin, daran ändert auch nichts, dass mein letzter Beitrag nicht wirklich wörtlich zu verstehen ist. Natürlichs spielt die Rote Zora in Jugoslawien, aber ich fand den Scherz lustig.
Solange aber "Du als Mensch" (das fand ich wirklich am lustigsten in der ganzen bescheuerten Debatte) Dich dabei wohl fühlst, wirst Du sicher auch auf Deinem Niveau als halbreflektierte dumme Nuss verharren.
"Vertriebenenfunktionärin"...
Für die Anarchie!
Gegen Revanchismus, Vertreibung und Krieg!
noch mal ich
Eine Gruppe die sich mit Antifa und AntiRa und den "Volksdeutschen" beschäftigt hat, ist die AGIP:
unter der Rubrik "Revanchismus" gibt es Interessantes zum Thema.
Yours Sincerely
Sir Arthur Harris