Nationalismus und Attac: Wehret den Anfängen!

zwei menschen 24.11.2002 17:31 Themen: Antifa
?Wessen Straßen - unsere Straßen.
Wessen Bildung - unsere Bildung.
Wessen DEUTSCHLAND - unser DEUTSCHLAND.?
?Wessen Straßen - unsere Straßen.
Wessen Bildung - unsere Bildung.
Wessen DEUTSCHLAND - unser DEUTSCHLAND.?


?Wessen DEUTSCHLAND - unser DEUTSCHLAND? - nein, das ist kein Slogan, den mensch bei der letzten Anti-Nazi-Demo von der anderen Seite ertragen musste, sondern ein Slogan, der bei der Studi-Demo am 23.11. in Düsseldorf lautstark vom Animateur des Attac-Blocks propagiert wurde. Einen Tag, nachdem bei einer von Attac München organisierten Anti-Kriegs-Kundgebung eine Gruppe von Nazis, die den ?Nationalen Widerstand? forderten, von den VeranstalterInnen vor den anwesenden AntifaschistInnen in Schutz genommen wurde, kam in Düsseldorf zwischen den wehenden Attac-Fahnen erneut nationalistische Propaganda zum Vorschein. Die Reaktion der anderen Attacies? Wenigstens wurde es von einigen nicht mitgerufen. Aber mensch ließ den Typ, der die nationalistische Losung über Megaphon verkündet hatte, weiter den Block anführen. Kritik? Keine. Stattdessen Rechtfertigungsversuche: ?Er hat es ja nur einmal gerufen? und ?Es ist ihm nur so rausgerutscht?. Mensch fragt sich, wie weit die viel gelobte ?Offenheit? von Attac noch nach rechts gehen soll.

Wir wollen nicht behaupten, Attac sei ein nationalistisches Netzwerk (sonst wäre wohl nicht einmal einer von uns beiden noch Mitglied). Aber wo nationalistisches Gedankengut auftaucht, muss man es bekämpfen, auch wenn es von ?MitstreiterInnen? vorgebracht wird. In der Vergangenheit hat sich des Öfteren gezeigt, dass verkürzte Kritik à la Attac leicht mit rechtem Gedankengut vermischt werden kann. Wehret den Anfängen!

Kritik an den bestehenden Verhältnissen muss immer mit Kritik an jeder Art von Staat einhergehen. Eine andere (gerechte) Welt wird nicht durch, sondern nur ohne und gegen den Staat möglich!

?Unsere Straßen? und ?unsere Bildung? darf nicht heißen ?unsere deutschen Straßen? und ?unsere deutsche Bildung?. Wir, um deren Straßen und Bildung es geht, sind eben nicht das ?deutsche Volk?, sondern wir sind die Menschen, die gemeinsam dafür streiten, dass überall auf der Welt die Straßen, die Bildung usw. uns gehören, ohne und gegen die konstruierte Spaltung in ?Staaten?, ?Völker? und ?Rassen?!
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Ergänzungen

Na, ja,

Alfons Kilad 24.11.2002 - 17:54
Na ja, man kann ja überall, was hinein interpretieren....

24.11.2002 - 18:06
na und? was ist daran schlimm, wenn nicht immer deutschland verrecke oder halts maul gebrüllt wird?

Also man muß sich abgrenzen!

Elvira 24.11.2002 - 18:16
Solidarität auf Keinen Fall: mit der US Regierung, auf Keinen Fall mit der Israelischen Regierung, auf Keinen Fall mit Agressiv Fundamentalistischen Religionen Jeglicher Art!

Und wer sich nicht das Total Unmögliche Label eines Weltverbesserers Unglaubwürdig aufpappt, fängt Natürlich erst mal Klein an!

Also ich finde für mich Meine in bestimmten Bereichen Verbesserungswürdige aber Relativ Friedliche Bundesrepublik gar nicht so Schlecht für den Anfang, und ich lasse mir Meine Bundesrepublik auch nicht von Irgendwelchen Brutalen aber Erfolglosen Weltverbesserern Mies machen.

Und alle die Meine Bundesrepublik auch Gut finden können es mir ja nach machen, und sich ein D vor ihren Landesnamen setzen, Dniederlande oder Ditalien oder so, oder sie bleiben so wie sie sind, und Meine Freunde.

Ich sag's nochmal...

Frank 24.11.2002 - 18:39
...ich weiß warum ich mich mit attac nie anfreunden konnte!

Du nich kapieren!

Elvira 24.11.2002 - 19:17
Die Humanitäre Zukunft liegt in Kleine Kleinsten Eigenständigen Verwaltungsbereichen!
Im Extremfall vielleicht sogar auf Kommunaler oder Dörflicher Ebene!

Weil die so Schnell kein Fascho oder Fascho Organisation unterwandern und auf Kriegs oder Sonstige Linie trimmen kann.

Jegliche Zentralisierung, ob Kapitalistisch Wirtschaftlich, Rechts wie Links ist eine Bildung eines Zentral gesteuerten Gebildes, zum Zwecke der Erleichterung der Idelogisch, Moralischen unterwanderung, manipulation, die einen lassens Offen heraus hängen das sie die Bildung eines Zentralistisch gesteuerten Gebildes der Globalen Ausbeutung mit Sprichwörtlich aller Gewalt erreichen wollen, die USA und Israel, und die Anderen versuchens halt mit Religion oder Ideologie, sowie die Kommunisten mit ihrer Sowjet Union oder China, aber Erstens sind solche Zentralistisch gesteuerten Riese Reiche aus obigen Grunde sowieso Käse, und Zweitens zerfallen sie sowieso, aus Unüberbrückbaren Ethnischen Eigenheiten der in ihnen Zentralistisch nach Unterschiedlichen Humanistischen, Ideologischen, Religiösen Normen Gebundenen Menschen, aber wenn sie zerfallen, dann meist mit Größerem Humanitären Leid, da die Menschen aus diesen Zentralistisch gesteuerten Riesen Reichen Unfähig sind ihr Leben in ihren Kleinen Bereiche Selbst zu organisieren, weil die Versorgungsstrukturen der Riesen Reiche den Kapitalistisch Optimalsten Bedingungen angepasst wurden, also das diese Reiche Ausbeuter Kapitalistisch Regional Optimiert und Spezalisiert wurden, so das Einzelne Regionen, wie Städte gar nicht mehr Selbsständig Überlebensfähig sind, du begibst dein Wohl und Wehe voll in die Hand der Ausbeuter, aber das kannst du zur Zeit in Argentinien anschauen wenn du willst, wie das aussieht, wenn die Regionen eines Staates Kapitalistisch Optmiert sind.

Und diese Ausbeuter Kapitalisten und Spekulanten sind derzeit dabei, sich die Ganze Welt in ein Gewinnoptimiert und Spezalisiertes Reich um zu bauen, was dann Irgendwann in ein Großes Argentinien umkippen wird, wenn es ausgebeutet ist.

Autofahren ist auch faschistisch

24.11.2002 - 19:30
Wißt ihr eigentlich, warum die "radikale Linke", die sich auch selbst gerne als wahre Linke bezeichnet, niemals mehr an die erfolgreichen Jahre vergangener Zeit anknüpfen wird? Weil sie jeden, der auch nur einen Zentimeter von ihrem Weltbild abweicht als Nazi oder Faschist tituliert, gleichzeitig aber bekloppte Antideutsche in seinen Reihen duldet. Wessen Deutschland, unser Deutschland dürfte mehr Leute ansprechen als vermummt durch irgendwelche Fußgängerzonen zu latschen und was von Bambule zu schreien, was sowieso keinem Normalbürger was sagt.

Wichtige Warnung!

John 24.11.2002 - 20:08
Eure Warnung ist richtig und wichtig. In der neuen KONKRET ist ein Artikel von Ebermann, in dem er Attac scharf attackiert, vielleicht zu scharf.
Ich denke, dass Attac nach wie vor viel linkes Potential hat . Aber bestimmte Formen von vager Kapitalismusunlust sind erfahrungsgemäß gefährlich. Wer von "Steueroasen" redet und "gegen Wucher" polemisiert, den Kapitalismus "zähmen" will gegen das, was sein Wesen ist, bewegt sich schnell in der Nähe von Volksgemeinschaftskonzepten und Antisemitismus. Dabei bin ich durchaus für Reformschritte wie die Tobin-Steuier, wo die Revolution nicht gerade vor der Tür steht.Es kommt aber darauf an, wie sie begründet werden.
Da denke ich, dass vielen Attac-Aktivisten nicht wirklich bewusst ist, dass es einen rechtsradikalen "Antiimperialismus" und "Antikapitalismus" gibt. Es hört sich dann sehr unverfänglich an, wenn Neofaschisten nicht mehr von "Rasse" oder "Volkskörper" reden, sondern Begriffe wie Kulturen, "außerparlamentarische Bewegung" oder Zivilisation verwenden. Wenn dann ein junger Nazi davon redet, dass "sein Land von der Globalisierung" überrollt wird, dann ist das die Kehrseite einer verkürzten Kapitalismuskritik.
Da macht mir die Popularität von Attac eher Angst. Die Mehrheit der Deutschen ist für Attac und "eine Zähmung der Finanzmärkte"? AUA: Empirische Untersuchungen wären nötig, um zu sehen, wofür diese Mehrheit noch steht, wie hoch beispielsweise die Werte für "Überfremdungsangst", Ausländerfeindlichkeit und reaktionären Verschwörungstheorien sind.
Wenn sich herausstellt, dass das alles engagierte Linke mit kritischem Bewusstsein sind, wäre ich froh. Ich bin aber skeptisch. Die Mehrheit dieser "netten" Bevölkerung zeichnete sich bekanntlich im letzten Jahrhundert nicht gerade durch emanzipatorischen Elan aus.
Wohlgemerkt: Ich sehe Attac nicht als rechts an, und ich halte auch die antideutschen Ansätze, die die Deutschen als "teutonische Furien" betrachten für weit übers Ziel hinausgeschossen.
Die hohen Sympathiewerte machen mir Angst. Die Grösse dieser sozialen Bewegung ist wichtig, gerade die "Vielfalt der Ansätze" birgt die Gefahr der "Einheit in der Vielfalt" - Querfront. Die Gefahr, dass ein diffuser Antikapitalismus ins Autoritäre kippt, ist hierzulande riesig.

Danke, dass ihr auf diese Gefahr aufmerksam gemacht habt,

Kritik ist gut, aber Korintekackerei?

Linda 24.11.2002 - 20:55
Auf der gleichen Demo sind bestimmt auch Leute gewesen, die geschrien oder gedacht haben, eine Rosa Speiseeiüberzug über die Ganze Welt, oder die Gesamte Welt sollte Homophil oder Heterosexuell, oder eine Offene Bank sein, aber das mach doch gerade den Bunten Mob aus, wenn ein Bestimmter Vorgegebener Tenor Nicht vorherrscht(aber das ist warscheinlich das Problem), Ausgrenzung von Enzelnen Gesetzlich Korrekten Leuten die heraus gepickt werden, und damit ne Ganze Bewegung zu defamieren führt doch nur zum Extremismus auf Allen Gebieten, und Leute die ausgrenzen, brauchen warscheinlich Extremisten, damit sie immer noch ein Paar Leute n Petto haben, auf die sie herunter schauen können, auf die Rechts Verirrten, auf die Sozial Schmarotzer, auf die Arbeitslosen usw.

ach du scheiße

studi 24.11.2002 - 21:59
was soll denn der müll? wo hast du denn das wieder aufgeschnappt?

@ john etc

urmeline 24.11.2002 - 23:39
John: attac ist aber nicht nur in Deutschland ansässig, und stellt nicht nur in Deutschland diese Forderungen.

Zum 23.11., D-Dorf: So schlau sollte attac auch sein, um zu wissen, daß man sich als internationalistische Gruppierung solche Sprüche besser nicht leisten sollte. Fataler als einen Nappel bei attac-D (der dringend mal sein Nationalidentität kritisch überprüfen, oder, wenn er sich nur blöd ausgedrückt hat, sich demnäxt n anderen slogan einfallen lassen sollte) finde ich bei dem Laden, daß sie nicht eine Spur einer sinnvollen ökologischen Perspektive aufzeigen - und zwar global!
Aber das ist meine Meinung, und da könnt ihr mir zustimmen oder nicht.

Warum nicht mehr auf der Startseite??

Frager 25.11.2002 - 03:18
Warum ist der Artikel von der Startseite runtegekommen? Unter Druck gesetzt worden?

moderationspolitik?

schnitzel 25.11.2002 - 09:35
typisch, dass das nicht auf der startseite ist.
in letzter zeit kommt anscheinend nur noch unkritische jubelberichterstattung da drauf.
der beitrag erfüllt ziemlich eindeutig die kriterien für die startseite (berichterstattung), das runterschmeissen von der startseite ist insofern ein eindeutiger verstoss gegen die moderationskriterien.
die sollten sich bestimmte mods vielleicht auch ab und zu mal anschauen...

Warum kommt nicht alles auf die Startseite?

Alles Scheiße außer Antideutsch 25.11.2002 - 09:58
Genau! Alles was auf allen rumhackt die etwas tun und sie vernichtend und ohne Argumente fertig macht gehört auf die Startseite. Ich will das endlich alle unterschreiben das "Deutschland" oder "Finanzkapital" sagen faschistisch und sturkturell antisemitisch ist. Ich will das endlich alle einsehen das Politik machen sowieso unmöglich ist, denn in Deutschland ist alles was mehr als 12 Menschen zusammenbringt tendenziell antisemitisch und nationalsozialistisch und dann kann ich mich endlich zurück legen und mich wohl damit fühlen ein fettes (anti-)deutsches, arisches Wohlstandskind zu sein und eben gar nichts zu tun außer alles zu kritisieren. Und wenn ich aus der Phase wieder raus bin, dann kann ich mich beruhigt wieder in den Schoß der Volksgemeinschaft begeben, in dem ich mich mit meinen Positionen eh viel wohler fühle als bei den Linken. Und man wird mich mit offenen Armen aufnehmen, denn meine Positionen passen und etwas böses getan habe ich ja auch nicht....

An den Anti-Indy-Mob

25.11.2002 - 11:38
Ich weiss ja, daß Ihr lieber dumpf Pöbelkommentare als Berichte auf der Strtseite haben wollt, weil Ihr Nachrichten blöd findet - warum geht Ihr nicht auf Eure eigenen Seiten? Habt doch genug eigene "Indys" wie Indymedia.de.vu, indymedia.tk oder antimedia.de