NPD-Maulwurf an Uni Trier aufgeflogen!

Trierer Antifaschisten 07.11.2002 14:30 Themen: Antifa
NPD-Mitglied hat linke Strukturen ausspioniert, ist nun aufgeflogen.
Der Neonazi Safet Babic (21 Jahre, studiert im dritten Semester Jura) hat an der Trierer Universität seit Beginn seines Studiums versucht, linke Strukturen auszuspionieren. Er war bekannt als "antikapitalistischer" Aktivist. Außerdem versuchte er AStA-Strukturen zu unterwandern und wollte sich ins Parlament der Studierenden wählen lassen. Es ist möglich, dass auch weitere
Neonazis an der Universität verdeckt aktiv sind.
Babic ist seit 1994 in der rechten Szene aktiv. Seit 1998 ist er Mitglied der NPD. Dort ist er bekannt als "bosnischer Befreiungsnationalist". Er hält Vorträge an der "Deutschen Akademie", einer NPD-Schule in Kaiserslautern. Er schreibt regelmäßig für die NPD-Zeitung "Deutsche Stimme" und redet auf
NPD-Kundgebungen. Weitere Infos finden sich bei Eingabe seines Namens in Suchmaschinen, so z.B. folgendes Zitat: "Die mittelalterliche Bewegung der freigeistigen Bogomilen, der 200-jährige Abwehrkampf unter dem Kommando der Habsburger gegen den Ansturm der Türken in der Region Bihac und der Opfergang der 20.000 Freiwilligen der bosnischen Waffen-SS sind mir zugleich
Erbe und Verpflichtung. Nur ein wiedererstarktes Deutsches Reich kann die Rettung des weißen Europas und eine Neuordnung des Balkans unter Ausschluß raumfremder Mächte gewährleisten."

Foto unter  http://de.indymedia.org/2002/11/33567.shtml
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Ergänzungen

auch nazis haben abitur

studi 07.11.2002 - 14:51
was ist den jetzt daran verdeckt? ein nazi studiert halt auch. und die asta ist eine linke struktur? das ist doch die studierenden vertretung, oder?

bisschen weniger paranoia und platte agitation - mehr information.

hätte man wissen müssen

jkofdpäfh 07.11.2002 - 15:41
Antifaschistische Nachrichten 14/1999:

Aus dem Rundschreiben der JN/Landesverband Sachsen


--------------------------------------------------------------------------------

»Durch mehrere Gespräche und Telefonate können wir Euch die Meinung vom neuen Bundesvorstand präsentieren.

Zitat Klaus Beier (früher JN-Bundespressesprecher, jetzt NPD-Bundespressesprecher): »Es geht nicht darum, Tausende von Ausländern in die JN aufzunehmen, man müßte aber Ausnahmen machen können.«

Zitat Sascha Roßmüller (JN-Bundesvorsitzender): »Man muß bereit sein, positive Elemente in die Volksgemeinschaft einzubinden« bzw. »Manch einer von uns könnte von S. Babic noch etwas lernen.«

Zitat A. von Webenau (JN-Bundesgeschäftsführer): »S. Babic hat ein äußerst nordisches Aussehen. Er ist viel mehr Deutscher als einige von uns.«

Im õ5 Absatz 1 JN-Statut steht: Mitglied der JN kann jeder Deutsche werden. Wir waren immer der Meinung, daß die JN das Prinzip der Abstammung verfolgt. Leider ist dies ein Irrtum. S. Babic ist kein Deutscher, somit kann er nicht Mitglied der JN sein. In diesem Fall hat der JN-Bundesvorstand das Statut der JN gebrochen. Oder ist mit »jeder Deutsche« nach Meinung des Bundesvorstands auch jeder hier geborene Ausländer gemeint?!«



Der Text ist übrigens auch im Rest sehr witzig, das ist die Affäre, als Sascha Roßmüller nicht Jörg Hähnels Geklampfe hören wollte, sondern sich in ein Bordell verpisste, sich "von einer polnischen Prostituierten einen blasen ließ" und sich dabei als "Herrenmensch" fühlte.

bitte ein foto

egal 07.11.2002 - 15:53
im web war kein foto von babic auf die schnelle zu finden. vielleicht koennt ihr eins auftreiben? thanx

@student

karol 07.11.2002 - 16:58
mit nazis diskutiert man nicht. nationalist ist nur eine postive selbstbezeichnung für nazis und es gibt nichts interessantes und keinerlei diskussionswürdige ansätze bei denen. an die mods: das nazi posting von student löschen!
keine toleranz für rassisten

nicht paranoid

mannheim-68erz 07.11.2002 - 17:20
Die Sache ist, dass der Typ die AStA-Leutz anscheinend bewusst getäuscht hat, um an Infos zu kommen. Er ist anscheinend auch in das persönliche Umfeld einiger Leute reingekommen. Somit ist die Sache schon besorgniserregend und keine reine Panikmache.

...

bla 07.11.2002 - 17:20
kann ich nur meinem vorredner zustimmen.
@student wohl innere monologe geführt...

schon paranoid

07.11.2002 - 17:40
die asta ist die studentinnen-vertretung gewählt vom studentenparlament. somit gibt es dort keine politische richtung per se und zudem eine informationspflicht. jedenfalls bedarfs es keiner geheimdienstlicher tätigkeit. "maulwurf aufgeflogen" - was ein quatsch. wohl zuviel james bond -filme geguckt.

geschichte wird vemacht (@ student]

noon 07.11.2002 - 19:30
"einizigen die sich inneerhalb Deutschlands Hitler entgegengestellt haben, waren Nationalisten.
Graf v. Stauffenberg, Beck, Goerdeler......."

na klar. sich erst gegen abzusehendem kriegsende gegen hitler zu stellen, weil befürchtet wurde, daß deutschland bald am arsch ist und gehofft wurde, mit einem sturz hitlers, das heft selbst in die hand nehmen und das "reich" in bessere zeiten zu führen - ja, da könnte mensch dem guten v. stauffenberg doch wahrhaft aufrechte motive unterstellen. oder nicht.

stauffenberg hatte nichts "antifaschistisches" am hut - oder helm. hj-strukturen waren ihm in seiner vorstellung eines reiches ohne hitler kein dorn im auge - wie so manches nicht.

delete/stauffenberg_mythos

Die Querfront steht!

VOLKer 07.11.2002 - 20:59
Hmm, das ist ja lecker da in Trier! Linksdruckler/SAVler in einer völkischen Kolonne mit der NPD. Und alles natürlich im dienste des Volkes! Also das hätte sich die Bahamas nicht besser ausdenken können! Und was sagt uns das alles?

Völkische Zusammenrottungen angreifen! Keine Völker, keine Nationen lieber ne richtige Revolution!!!
Israel lebe natürlich am längten!

P.s: Seit wann werden Nazi-postings den nicht mehr gelöscht?

Geschichtsfälscheralarm

Chaos 07.11.2002 - 21:16
"Die einizigen die sich inneerhalb Deutschlands Hitler entgegengestellt haben, waren Nationalisten.
Graf v. Stauffenberg, Beck, Goerdeler......."

Soso, du "Genie". Was ist denn mit der Gruppe der "Weißen Rose" (der wohl wichtigsten Widerstandsgruppe) oder den "Edelweißpiraten" ? Wohl alles Nationalisten ? Keine Ahnung von deutscher Geschichte, aber hier große Töne spucken. Die sogenannten "Nationalisten" haben sich doch erst gegen Hitler und Co. gestellt, als klar war, das der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist. Und nochwas: ohne die "Nationalisten" (welche Hitler zumindest im Stillen mitgetragen haben) wäre dieser hodenlose Drecksack gar nicht erst an die Macht gekommen.

Eins noch: "einzigen" schreibt man so und "innerhalb" so

Kennzeichnungspflicht

Martin 07.11.2002 - 22:13
ist ja wohl ein Witz. Da kommt also ein Bosnier, studiert bei uns, läßt sich in studentische Vetretungen wählen, pflegt Freundschaften mit "Linken" usw, was andere halt auch machen.
Warum soll er all das nicht tun?
Soll er ein Schild um den Hals tragen "ICH BIN JN-MITGLIED"?
Von Verheimlichung kann auch keine Rede sein, der Mann ist tatsächlich bekannt wie ein bunter Hund.

kein gott, kein staat , kein vaterland

schwuler behinderter farbiger kommunist 07.11.2002 - 22:18
ihr nationalen rassisten und querfrontler habt nix kapiert, da nützt auch kein abitur. bitte verschont indymedia mit euren kommentaren, holt euch auf deutschland einen runter und geht dann zu euren vorbildern, wie stauffenberg, hess o.ä. 2 meter unter die erde.

Geschichtliches Unwissen!

Rotfront! 07.11.2002 - 22:49
Was soll'n die Scheiße über den Rotfrontkämpferbund? Den Militärs wars erstens ja viel leichter gefallen was gegen Hitler zu unternehmen als jahrelang-verfolgten Kommunisten und zweitens stimmt das überhaupt nicht das der Rotfrontkämpferbund nichts tat außer zum Feind überzutreten! Solche Aussagen zeugen nur von geschichtlichen Unwissen du Klugscheisser!!!! Wer hat sich den in den ersten Monaten und Jahren unter Zahlreichen Opfern den Nazis in den Weg gestellt? Bestimmt nicht deine Generäle du Null!!!

Rotfront!

Zwei Anmerkungen

Mr. Burns 07.11.2002 - 23:28
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Typ "aufgeflogen" ist. Selbst ich habe vor ein paar Jahren mitgekriegt, dass es in der NPD irgendwie trouble gab. Laut Statut nehmen die nur Deutsche in ihre Partei auf. Es war also äußert umstritten, ob denn ausnahmsweise auch ein Bosnier aufgenommen werden dürfte. Das war doch der, oder?

Zu behaupten, nur Nationalisten hätten sich Hitler in den Weg gestellt ist wie Pisse auf das Grab aller sozialdemokratischen, kommunistischen und sonstwie menschlichen Widerstandsaktivisten! Schäm dich!

@Mr. Bums

Martin 08.11.2002 - 00:24
kleiner aber grundsätzlicher Schönheitsfehler in der Argumentation:

Sozialdemokraten und Kommunisten waren damals auch Nationalisten. Thälmann und Ulbricht beispielsweise haben sich ausdrücklich zu Deutschland und zum deutschen Volk bekannt. Thälmann sogar noch kurz vor seiner Ermordung in Buchenwald.

keine Ahnung und davon jede Menge

PrOllmann 08.11.2002 - 00:49
Ja, ihr seid so richtig toll, ihr habt ein NPD-mitglied an der Uni-Trier (an der ich auch studiere) entdeckt. Wenn der ach so kompetente Asta-Vorstand nur einmal den Namen "Safet Babic" bei Google eingegeben hätte, wäre ihm eine solche Peinlichkeit erspart geblieben.
Hat mal einer erwähnt, das Safet von Asta-Mitgliedern inzwischen schon Drohmails bekommen hat? Von wegen "Taten statt Worte"? Wie lächerlich seit ihr denn bitte? Auf der einen Seite die Mitglieder nicht überprüfen und wenn dann ein Mitglied den Erwartungen nicht entspricht erstmal alle Pferde scheu machen und dann auf solche Hauptschulmethoden zurückgreifen. Sehr professionell!
Und dass er AUF DRÄNGEN DES ASTAVORSTANDS in selbigen gewählt werden sollte, davon spricht auch mal wieder keiner. Auch sehr professionell.
Ihr krakelt durch die Gegend und habt euch nicht mal eingehend mit Safet beschäftigt, euch seine Gedanken angehört und mal drüber nachgedacht, was er da sagt. Das ist ganz einfach armselig.

Es scheint ganz so, als wäre aus dem Volk von Dichtern und Denkern ein Volk von Schwätzern und Schwallern geworden.
Ihr habt Euren "Beitrag" geleistet. Danke.

seit wann...

astra 08.11.2002 - 02:02
... ist der asta (oder der bundestag... oder das europaparlament... oder die uno...) eine "linke struktur" und was hat denn der typ denn nun genau gemacht? und wobei ist er "aufgeflogen"?

haha

student 08.11.2002 - 09:44
nö, die weiße Rose war nicht nationalistisch, was? Schwachsinn, lest euch mal die Flugblätter durch.
Wie war das nochmal mit Thälmann? "Dem Volk den ich angehöre, ist das deutsche...?" Das zeugt ja wohl von seiner nationalen einstellung. Damals waren die Kommunisten halt nicht Menschen die ihr eigenes Volk hassen. Mein Opa war damals votr dem krieg in der KPD, er hat mir mal vor ein paar Jahren vor seinem Tod erzählt, wie sie auf einer Versammlung ein paar typen verdroschen haben, die die Auflösung Deutschlands forderten. Für Deutschland, für den Kommunismus!

Lass ma !

Chaos 08.11.2002 - 10:16
Ofenbar verwechselst du hier "Nationalismus" und "Patriotismus". Der Kommunismus hat übrigens die völlige Gleichheit aller Menschen zum Ziel. In so einer Ordnung sind Grenzen absolut überflüssig, deshalb ist es ziemlich schwachsinnig dem Kommunismus und irgendeiner nationalen Identität zu folgen (da sich beides quasi ausschließt). Musst halt nochn bißchen was lernen, Kleiner !

Noch was !

Chaos 08.11.2002 - 10:19
Nationalismus
"Mit Nationalismus wird eine Einstellung bezeichnet, die die legitime Liebe zum eigenen Land uebersteigt, das eigene Volk zum hoechsten Sinn des Daseins macht und die ganze Hingabe des einzelnen fuer dieses Volk fordert.
Damit verbindet sich ein uebersteigerter Anspruch auf Selbstbehauptung, eine arrogante Exklusivitaet und ein UEberlegenheitsgefuehl gegenueber anderen Nationen. Solcher Nationalismus steht der Annaeherung zwischen den Voelkern feindlich gegenueber und kann in Fremden- oder Rassenhass abgleiten. Die Interessen der eigenen "Volksgemeinschaft" werden ueberbetont. Grundsaetze der repraesentativen parlamentarischen Demokratie werden abgelehnt, und rassistische Tendenzen ver- binden sich mit ihm. Dieser Nationalismus ist gepraegt durch die Bildung zahlloser Gruppen mit einer militanten Anhaengerschaft und der Verbreitung von extremistischen, rassistisch- en und auslaenderfeindlichen Inhalten sowie durch die Teilnahme an Wahlen."

Ich glaube nicht, dass das auf die "Weiße Rose", Sozialdemokraten oder Kommunisten zutraf.

hallo Chaos

Martin 08.11.2002 - 11:12
wo hast du denn diese Nationalismusdefinition her? Aus dem Verfassungsschutzbericht?

"Dieser Nationalismus ist geprägt durch (...) die Teilnahme an Wahlen."
Ha Ha, ich glaub, ich schmeiß mich weg.
Der erste Satz ist vernünftig, der ganze Rest läßt sich weder daraus herleiten noch hat er irgendeine reale Grundlage.

Verbitterung, Peinlichkeit

student aus Trier 08.11.2002 - 11:38
Ich verfolge diesen Artikel schon seit gestern und es ist mein erster Besuch bei indymedia. Ich selbst studiere in Trier und bin auf den Vorfall durch die Stellungnahme des Asta gestoßen. Wenn ich mir die Schilderung des Vorfalls hier betrachte und es dann mit der offiziellen Stellungnahme des Astas per Uni-Post vergleiche, bemerke ich schon sehr große Unterschiede. Die Taktik der Verschweigung und die Verdrehung der Tatsachen sprechen schon Bände über den Zustand der deutschen "Linken". Fakt ist das Safet Babic ungehindert über ein Jahr sich in Kreisen des Asta und auch dessen persöhnlichen Umfeldes bewegte und seine politischen Meinungen gern gesehen und seine Mitarbeit sehr gewünscht war (sonst hätte man ihn nicht gefragt ob er auf der Juso-Liste kandidieren möchte). Wie gesagt, ich verfolge dies hier schon seit gestern und mir sind einige Dinge hier sauer aufgestoßen. Gestern um ca. 10 Uhr konnte man hier noch eine persöhnliche Stellungnahme von Safet Babic lesen, wo ist die denn hin? Desweiteren fanden sich hier auch einige Artikel die sich nicht mit der veröffentlichten Stellungnahme des Asta deckten, auch weg!! Ich finde es schon erstaunlich wie in einem so großen und bekannten Forum Meinungen zensiert, unterdrückt und die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Worum geht es hier eigentlich, sollte nicht Meinungspluralismus herrschen, anscheinend nicht. Ist das der krampfhafte Versuch des Asta seine Unfähigkeit zu vertuschen, schon eher. Das schlimmste aber ist, das die Verschweigung nicht erfolgt um die SPD, PDS, Jusos usw. eventuell zu schützen, dies wäre auch gar nicht möglich, sie hätten ihr Ende damit selber eingeleutet, sondern um Machtpositionen zu schützen. Hier wollen einige Funktionäre ihre liebgewordenen Pöstchen nicht verlieren. Jeder kennt den Spruch Feind Todfeind Parteifreund, und darum geht es hier, man versucht den Mantel des Schweigens auszubreiten. Hier geht es einigen Leuten um ihre Freischüsse und nähe zu Profs und die ganzen kleinen aber feinen Annehmlichkeiten die so ein Pöstchen mit sich bringt. Schade das Safet Babic wohl kaum mit einer eigenen Liste zu den Hochschulwahlen antritt, ich würde ihn wählen! Er hat dreimal mehr Leistung, Verstand und Angagement gezeigt wie der ganze verkrustete Asta-Vorstand.
Der Fähigere sollte sich durchsetzten und nicht der jenige mit den besten Kontakten zu Foren oder anderen Komunikationswegen, die Zeiten haben sich geändert auch die in denen das Monopol der Kritik am Kapitalismus, Globalisierung etc. bei der deutschen Linken lag. ich werde es nicht hinnehmen das einige Leute sich hier aus der Affäre ziehen und demnächst Namen, Posten und Bilder der verwickelten Personen hier und an der Uni veröffentlichen!!
in diesem Sinne Eurer
RCDS
Ring christdemokratischer Studenten

der AStA, nicht die

Klugscheiss 08.11.2002 - 12:06
AStA ist die Abkürzung für allgemeiner StudentInnenausschuss. Der Ausschuss, also auch der AStA. "Die AStA" ist eine Redewendung von karrieregeilen Jura-StudentInnen, die sich vom AStA irgendeines Serviceleistung erwarten.
So was will ich auf indymedia nie wieder lesen.
Einfach merken: Ausschuss. Der Ausschuss.

Danke schön

danke lieber rcds student

08.11.2002 - 12:55
...für deine meinung. ich finde es auch unverschämt wie die menschenwürde von nationalisten und nazifunktionären hier mit füssen getreten wird. und dann werden hier einfach nazikommentare gelöscht, obwohl doch indymedia ein diskussionsforum für nationalisten sein soll. gut das du das alles nicht hinnehmen wirst. ich werden deinen kampf für die freiheit unterstützen. damit alle nationalisten würdevoll andere menschen töten und vertreiben können.

Nun !

Chaos 08.11.2002 - 13:09
Berichtige mich, aber wenn ich mich nicht irre, hat zum Beispiel die NPD (und damit Nationalisten oder was auch immer die sein wollen) an den letzten Bundestagwahlen teilgenommen. Zumindest stand sie auf meinem Stimmzettel. Demnach nehmen Nationalisten an Wahlen teil, oder sehe ich das falsch ?

Solidarität

Ex antifa 08.11.2002 - 14:15
@RCDS
Endlich mal jemand hier der was in der Birne hat. Die ganzen Moralapostel hier sollen sich was schämen!
Meine Solidarität mit dem RCDS und Safet Babic
Ein ehemaliger Antifaschist aus Heilbronn

Zensoren am Werk

MaxWeber 08.11.2002 - 16:26
Vielen Dank das mein gestriger Beitrag gelöscht wurde.
Das bei den angeblich so toleranten "Linken" eine solche Zensur stattfindet, ist der wahre Hohn!!

Aber nun zum Thema, das Beispiel Safit Babic verdeutlicht doch wieder einmal, das die (deutsche) "Linke" zu einem selbstgefälligem Haufen geworden ist, der lieber im eigenen Saft schmorrt als eine Zusammenarbeit mit echten Revolutionären und Sozialisten zu suchen.
Pawlowsche Reflexe, soabald das Wort "Nation" fällt, sind die typische Reaktion dieser Menschen.
Die deutsche Linke erkennt leider nicht die Zeichen der Zeit.


QUERFONT!

@Martin

Mr. Burns 08.11.2002 - 18:13
Das mag schon sein, aber wenn man sein ganzes Leben mit irgendso´ner nationalistischen Scheiße zugepullert wird, bleibt das wohl kaum aus.

zu Safets Stellungnahme

SAV-Aktivist in Trier 08.11.2002 - 20:02
Es ist ja wohl klar, dass eine Zusammenarbeit seitens der SAV Trier mit Safet Babic niemals stattgefunden hätte, wenn wir sein tatsächliches Gedankengut gekannt hätten. Dieses hat er uns jedoch bewusst verschwiegen. Und wir geben auch nicht den Namen aller Leute, mit denen wir zusammen arbeiten, ins Internet ein.
Wir lehnen die Querfront ab und kämpfen für die Verhinderung aller Nazi-Aktivitäten.

@Mr. Bums

Martin 08.11.2002 - 23:21
ich muß jetzt doch mal persönlich werden. Wenn Du die Liebe zu Deinem Volk und zu Deinem Land als nationalistische Scheiße bezeichnest, ist es wohl Dein Recht, das zu tun.

Aber was hast Du dann in einem deutschen Parlament zu suchen? Das ist doch inkonsequent. Wessen Interessen willst Du denn dort vertreten? Deine eigenen? Ist es Dein Lebensziel, mal ein kleiner Schröder zu werden, vielleicht auf Landesebene? Guter Anzug, Krawatte, sicherer Listenplatz, Einfamilienhaus, Nachbarn blaß vor Neid wenn Du in Deinen Benz steigst.
Ist es das?
Dann wärst Du weder links noch rechts, sondern wirklich einfach nurson Schröder. Der braucht das Volk auch nur noch am Zahltag, ansonsten ist es eher lästig.
An Deiner Stelle würde ich die ganze Sache noch mal überdenken.

Aber eigentlich ging es ja um Babic. Meiner Meinung nach ist das Besondere an der entstandenen Situation, daß hier linke und rechte Aktivisten offenbar jahrelang politisch eng zusammengearbeitet haben ohne daß die vielbeschworenen Gegensätze sichtbar wurden. Jetzt aber, wo das Wort NAZI gefallen ist bricht die Hysterie aus, einstudierte Verhaltensweisen laufen ab. Mit Nazis spricht man nicht, Faschismus ist keine Meinung, keinen Fußbreit ... usw.
Man stelle sich mal folgendes vor:
Eine Frau und ein Mann verlieben sich, verbringen ihr Leben zusammen, werden gemeinsam alt. Sie stirbt, er findet ihr Parteibuch. ... Ja, wenn ich gewußt hätte, daß die ein NAZI war ...
Babic hat unbewußt das Selbstverständnis der Linken erschüttert. Das ist sein eigentliches Verbrechen. Es ist für linke Aktivisten völlig unvorstellbar, daß sie jahrelang mit einem NPD-Mitglied gemeinsame Ziele verfolgt haben. Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Er riecht nicht nach Zyklon-B, er schlägt keine Schwächeren, will eigentlich das was wir auch wollen, Rassist kann er wohl kaum sein.

Also gibt es für uns Dogmatiker nur 2 Möglichkeiten.
Entweder, er ist kein Nazi (dafür ist es leider zu spät)

Oder:
ER IST EIN MAULWURF!
Ob er das nun ist oder nicht, ist eigentlich egal,
ER MUSS ES SEIN.

Denn sonst müßten wir das alles ja nochmal überdenken.


Was ist denn deutsch?

Mr. Burns 09.11.2002 - 14:18
Die Liebe zu meinem Land und meinem Volk. Oh ja, schön. :) Nein, so würde ich es wahrscheinlich nicht formulieren. Wenn dann eher die Liebe zu den Menschen und der Welt, klingt aber auch irgendwie peinlich, denn erinnert an "Ich liebe euch doch alle" (Erich Mielke vor der Volkskammer) oder an "Die Liebe........zu seiner Arbeiterklasse" (Micha Ehrenreich über Lenin im Film Sonnenallee).

Mal im Ernst: Es stellt sich doch die Frage was ist hier das Land, und wer ist das Volk? Bis 1878 war das hier das Großherzogtum Oldenburg, eine unabhängige Nation. Die Bevölkerung bestand zumeist aus den Nachfahren der Stämme der Friesen und Sachsen. Niederländer z.B. sind auch Friesen. Oldenburg ging dann irgendwann im preußisch dominierten Deutschen Reich auf. Österreich blieb draußen. Ist Österreich also nicht Deutschland? Sprechen die Menschen dort nicht deutsch? Was ich damit sagen will ist: Über eine Nationalität entscheiden meist nur verwaltungstechnische Verfahren.
In Oldenburg fühlte man sich nur noch als Deutscher. Ist ja im Prinzip nicht schlecht, der Zusammenschluss zu einer Nation verhindert zumindest Kriege untereinander, das haben die Menschen ja im Mittelalter schon genug gemacht. Außerdem gibt´s bunte Fähnchen, patriotische Lieder und den Kaisertag, bzw. den Tag der deutschen Einheit. Aber dieses neue "Wir"-Gefühl wurde erstmal als Rechtfertigung für neue Kriege missbraucht, vorzugsweise gegen Frankreich. Dieser Wahn, egel ob man ihn nun nationalistisch oder patriotisch nennen will, fand seinen Höhepunkt im Zweiten Weltkrieg. Deswegen finde ich, ist jedes Denken in nationalen Schablonen falsch. Und wenn Thälmann da irgendwie was von seiner Liebe zum Vaterland oder was auch immer gesagt hat, ist es OK, wir wissen ja wir er es gemeint hat. Aber deswegen war er kein Nationalist!

Das schlimme an dem Fall Safet Babic ist, dass er selbst völlig glaubhaft ist. Wieso werden solche Beiträge gelöscht? Er hat doch niemanden beschimpft oder beleidigt, sondern nur die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Und so eine detailierte Aufklärung vermisse ich hier von den anderen Beteiligten. Da werden nur Schlagwörter wie "Unterwanderung" und "Spionage" in den Raum gestellt. Ich glaube eher, was die Genossen sagen, als was der Nazi sagt. Aber wenn die Genossen schweigen, und nur der Nazi spricht, was soll ich davon halten?

Löschen war richtig

stefan 09.11.2002 - 16:02
"Es lebe die nationale und soziale Befreiung! Es lebe die völkische Weltrevolution! " fällt eindeutig unter die Moderationskriterien. Eventuell sollte mal diskutiert werden ob in derartigen Fällen auch einzelne Sätze unkenntlich gemacht werden sollten weil der Rest der Stellungnahme ja durchaus interresant war!

Etikettenschwindel?

Zoé 09.11.2002 - 20:42
Endlich mal richtig was los im Trierer AStA! Wenn "innenpolitisch" nichts mehr geht, helfen nicht nur Kriegsdrohungen gegen den Irak; genauso wirksam ist auch die sensationslüsternen Enthüllungen um das "Nazischwein" im AStA. ("So hat das Hitler auch schon gemacht." - Anm. der Justizministerin)

Schade, dass es jetzt auch in der Studierendenvertretung so zugeht wie im wirklichen Leben, wo ideologieverblendete Streits vergessen lassen, dass man eigentlich mal gewählt wurde, um wirkliche Interessen zu vertreten.
Apropos Interessen der Studierenden. Unseren glorreichen Streik einst im Mai verbinde ich doch in weiten Bereichen auch mit dem Engagement einer bestimmten Person. Ach ja, da war ja was... Damals kämpfte Safet Babic zusammen mit den Gutmenschen der "linken Strukturen" für gemeinsame Ziele.

Zur Klarstellung und auch um der Zensur zu entgehen: In meinen Augen entfließt der NPD wirklich der krankeste Faschismus und Rassismus.
Soweit ich das sehe, hat Babic aber gerade deren sozialrevolutionäre Position besetzt. Damit lassen sich - zwar mit kackbraunem Etikett - die selben hehren Ziele wie von links verfolgen. Sollte es nicht irgendwo auch auf solche Ziele ankommen, nicht nur auf Etiketten?

Zoé

(Mich hätte überhaupt mal interessiert, ob Babic heute immer noch das Parteibuch in der Schublade hat - aus der Internetrechereche geht das nicht hervor. Aber leider wird ihm hier ja nicht die Möglichkeit eingeräumt, sich zu äußern. Scheiss Pluralismus...)

Safet aus der Sicht eines Linken

ein Linker 10.11.2002 - 17:50
Mr Burns will was von Genossen hören, weil er denen mehr glaubt als Nazis: Also, Safet hat in Trier diverse linke Strukturen abgeklappert und überall den Linken rausgekehrt. Da war nie was von Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, deutschem Reich etc. zu hören. Jetzt macht er einen auf ich-wollte-doch-nur-Zusammenarbeit. Möge ihm glauben, wer will. Tatsache ist, dass er als Nazi monatelang Einblick in linke Strukturen hatte. Da wäre er ja schon blöd, wenn er die Informationen nicht seiner eigenen Partei zugute kommen lassen würde.
Das ist das gefährliche an der ganzen Geschichte. Deshalb muss dieser Fall auch öffentlich gemacht werden, um Linke und potentielle Linke vor ihm zu warnen.
Und wer glaubt, wir könnten als Linke mit Nazis zusammenarbeiten, ist naiv und blauäugig! Wir haben keine gemeinsamen Interessen! Der "Antiimperialismus" der Nazis zielt nicht auf die Befreiung unterdrückter Völker ab, sondern auf die "Befreiung" des deutschen Imperialismus von den "bösen USA"!

Immer bekannt gewesen

Student aus Trier 11.11.2002 - 16:43
Doof ist nur , daß sich Safet gegenüber dem SAV Vertreter als linksnational und nicht marxistisch geoutet hat.
Kontakte zur Antifa sind in Trier nicht bekannt geworden.
Safet hat manchmal , wenn man mal genauer darüber nachdenkt,
auch vor Linken die nationale Frage angesprochen z.B die Ghettobildung in den Großstädten .
Der Hammer ist aber, daß er im JULI während einer Univeranstaltung Santer sehr heftig angegriffen und die EU als "Europas Unglück" bezeichnet. Eine eindeutige Redewendung der Nazi-Szene!Auch vor Leuten aus dem ASta hat er deutlich gemacht, daß die EU aufzulösen sei. Und trotzdem wollten die Jusos ihn unbedingt im ASta haben.
Es gibt an der Uni ne Menge Linke, die was machen wollen.
Warum wollten die Jusos unbedingt diesen kaputten Typen haben???? Wahrscheinlich , weil er gerüchteweise während des Streiks federführend war.Mir ist auch bekannt, daß er die amerikanischen Truppen in Bosnien als "Besatzungstruppen" bezeichnet hat.
Hätten da nicht die Alarmglocken schrillen müssen?
Was geht eigentlich hier in Trier ab?

Die Juso-Diskussion ist auch schon eröffnet

Spannender Krimi 11.11.2002 - 19:37

Klarstellung

Aracis 11.11.2002 - 20:03
Ich als einer der Personen, die sehr genau mitbekommen haben, wie die "Sache" mit Saffet abgelaufen ist, würde gern die Tatsachen aufklären, da in der Diskussion um den Artikel schon die wildesten Gerüchte und Mutmaßungen umsichgreifen:
- Saffet hat linke Strukturen an der Uni Trier und in der Stadt Trier gezielt "ausspioniert", d.h. sich sehr engagiert gegeben und ist auf Veranstaltungen aufgetaucht.
- Es ist richtig, dass er gefragt wurde, ob er auf die Juso-StuPa-Liste möchte, da er sich wie gesagt sehr engagiert gezeigt hat. Uns war bewusst, dass er in Bezug auf die EU eine sehr krasse Position bezogen hat. Weiter wurden wir aber nicht misstrauisch, was seine politischen Aussagen betraf. Er hat einfach das "nationale" weggelassen und das "soziale" zum Besten gegeben.
- Richtig ist auch, dass wir die Kandidaten auf unserer Liste nicht im Internet "checken". Das halten wir für sehr unüblich. Da in einer Uni viele Neue kommen und Alte gehen, kann man auch nicht nur Leute auf die Liste setzen, die man seit vielen Jahren kennt.
- Durch den Hinweis eines Bekannten haben wir dann von Saffets NPD-Mitgliedschaft und seinen weiteren rechtsradikalen Aktivitäten erfahren. Wir waren zutiefst schockiert, haben ihn zu Rede gestellt und seine Spionage und politische Gesinnung auch kommuniziert. Er wird in Trier nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommen.
- Ich fasse zusammen, dass das einzige, was uns vorzuwerfen wäre, unser zu gutgläubiges Vertrauen ist. Alles andere wie "wir wollten einen Quotenausländer" usw. ist einfach Quatsch.
- Was die Stellungnahme von Saffet betrifft, die unter www.jusos.org nachlesbar ist, stimmt von seinen Ausführungen so gut wie nichts. Weder war er offizieller Freier Mitarbeiter eines AStA-Referats noch sollte er einen Referats-Posten in einem kommenden AStA bekommen. Das ist falsch. Außerdem hat er auch nicht an dem Info-Buch für Erstis namens "Grünschnabel" mitgearbeitet, außer einem Artikel der Initiative "Education is not for sale".
Das andere rechte "Geschwätz" von ihm brauch ich hier wohl nicht zu widerlegen. Das ist ja offensichtlich.

Ich hoffe, ich konnte zur Aufklärung der wirklichen Fakten beitragen. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Solidarität

Die Juso-Diskussion ist schon wieder beendet

Einfach zu heißer Krimi 12.11.2002 - 11:38

Tolle Bekannte habt ihr

nobody 12.11.2002 - 14:05
Was soll mensch da noch sagen - der 'Bekannte' war doch der Ex-JuSo Burschenschafter, oder nicht?

Wieso nennt ihr den denn Bekannten?

Etwas verwirrt,

nobody

Gezielte Unterwanderung

Sifflord 12.11.2002 - 18:09
Es bestand aus meiner Sicht nie der Anlass für den ASTA, Safet Babics politischen Hintergrund zu durchleuchten, da sich Safet allen gegenüber als Linker präsentiert hat. Ich selbst war mit ihm sehr gut befreundet und ich hatte nie auch nur den leisesten Verdacht, er könne irgendwas mit der NPD oder dergleichen zu tun haben. Die politischen Positionen, die er auch in seinem Freundeskreis vertrat, waren solche der traditionellen Linken. Ich hege nun leider den leisen Verdacht, dass das von ihm von Anfang an geplant war um linke Strukturen zu unterwandern. In einem persönlichen Gespräch mit mir hat er selbst zugegeben, immer nur "die Hälfte" seiner politischen Einstellung preisgegeben zu haben. Safets Wohnung ist mit Che Guevara und Mao Tse Tung postern nahezu tapeziert. Niemand hätte das wissen können. Alle Vorwürfe an den ASTA sind völlig unberechtigt.
An dich, Safet, fall du das hier lesen solltest: Ich glaube kaum dass eine persönliche Freundschaft unter den gegebenen Umständen bestehen kann. Ich bin bei der AntiFa aktiv...das kann nicht funktionieren.

Bekannter

Trierer 13.11.2002 - 15:02
Ich kann Zool nur zustimmen, ich gehört(e) auch bisher zu Safets Bekanntenkreis, auchich habe nichts von seinem "wahren" wesen erkannt. Weshalb sollteich auch von jedem Bekannten in Google etwas suchen? Was Zool schreibt ist in den Punkten korrekt, er vertrat mi und Zool gegenüber stets linke Thesen und es gab keinerlei Anzeichen dafür, das daran etwas nicht stimmen sollte. Wie Zool auch, so werde ich nun meine Freundschaft nicht weiter mit ihm führen, denn ich kann nicht billigen, was er getan hat. Es ist nichts schlimmes gefolgt, ok, aber weiß ich was er von mir oder andren weitererzählt, wenn er dies tut?? Nein, ich weiß es nicht und ich will es auch nicht wissen, ich will nur, auch zu meiner Sicherheit, nichts mit ihm zu tun haben

Safet lügt

Roter November 15.11.2002 - 15:25
In seinen Kommentaren bei Indymedia, seiner "Stellungnahme" und seiner "Chronologie der Ereignisse", die Safet Babic auf der Homepage der NPD veröffentlicht hat, verbreitet er diverse Lügen und Halbwahrheiten, mit denen er den Eindruck vermitteln möchte, sein faschistisches Gedankengut sei schon lange bekannt und anerkannt gewesen. Alle, die mit Babic zu tun hatten, sind aber aus allen Wolken gefallen, als seine NPD-Mitgliedschaft bekannt wurde, weil seine gesamte Politik und sein gesamtes Auftreten keinerlei Rückschlüsse auf sein tatsächliches Gedankengut zuließen.

Babic behauptet, er hätte sich mir (SAV-Mitglied) gegenüber "als Linksnationaler geoutet". Das ist eine Lüge. Er hat sich als Globalisierungsgegner, Antikapitalist, Sozialist und Sozialrevolutionär bezeichnet. Von einem "Outing" kann also überhaupt keine Rede sein.

Babic behauptet, er habe mit mir zusammen ein Flugblatt für den Studierendenstreik verfasst. Der Inhalt des Flugblattes war aber auf keinste Weise von NPD-Inhalten beeinflusst, sondern es war eine Mobilisierung zu einer Vollversammlung, sowie Kritik an Kürzungen und Privatisierungen im Bildungswesen. Außerdem nannten wir einige Web-Sites zur weiterführenden Lektüre: Das linke Netzwerk "Education is not for sale", eine linke Hausarbeit über Privatisierung von Bildung, und die Antifa-Organisation "International Socialist Resistance" (ISR), die internationale Kampagnen gegen Bildungsprivatisierung organisiert. Babic hat seine Sympathie für ISR geäußert und mehrmals gesagt, dass er sich vorstellen könne, ISR beizutreten! Das ist mir ein schönes "linksnationales Outing"!

Safet Babic hat nie die Interessen der Studierenden vertreten. Als Mitglied der Lügner-Partei NPD wollte er sich im Streik an aktive Studierende anbiedern, um an der Uni eine Bastion der NPD aufzubauen, und um Einblick in linke und AStA-Strukturen zu bekommen.

Pressemitteilung des AStA Uni Trier

AStA Uni Trier 15.11.2002 - 15:40
Pressemitteilung des AStA der Universität Trier

NPD-Maulwurf im AStA der Universität Trier aufgeflogen


Der AStA der Universität Trier ist durch eine Täuschung Opfer der NPD geworden.

Im Rahmen des Streikes gegen Studiengebühren an der Uni Trier im Juni 2002 engagierte sich ein Mitglied der NPD im AStA der Universität Trier. Durch sein Engagement und sein Interesse erhielt Safet B. Kontakte und Einblicke in die Strukturen des AStAs und seines Umfeldes. Darüberhinaus versuchte er Hintergrundinformationen über weitere Initiativen und Vereinigungen in der Stadt Trier zu sammeln. Dieses ihm geschenkte Vertrauen stellte sich nun als Fehler dar. Safet B. ist langjähriges Mitglied der NPD und der JN, weiterhin ist er regelmäßiger Autor der Deutschen Stimme, dem Parteipublikation der NPD.

Während des von den Studierenden getragenen Streikes an der Uni Trier brachte sich Safet B. ein und fiel durch sein Engagement auf. Hierbei unterließ er jedweilige Äußerungen seiner nationalistischen Politikauffassung und brachte gezielt seine Kritik am Kapitalismus und an der Kommerzialisierung des Bildungssystems ein.
Der AStA der Universität Trier versucht politisches Engagement der Studierenden zu unterstützen und folglich wurde auch Safet B. in die Arbeit des AStAs mit einbezogen. So arbeitete er im Referat für Politische Bildung als Freier Mitarbeiter, wobei seine Tätigkeit hierbei ausschließlich im Ankündigen der Veranstaltungen des Referates bestand. Safet B. hatte weder Einfluß auf die inhaltliche Ausgestaltung des Programms des Referates für Politische Bildung noch auf politische Positionen des AStAs der Universität Trier.

Safet B. hat im Rahmen seiner Tätigkeit mehrfach anmerken lassen, dass er an dem Status eines Referenten im AStA interessiert wäre. Da man grundsätzlich an der Mitarbeit von einem erweiterten Kreis Engagierter interessiert war und immer noch ist, bewegten diese Äußerungen die Juso-Hochschulgruppe Trier, Safet B. einen Platz auf der Liste zur Wahl des Studierendenparlamentes anzubieten. Safet B. wurde nicht dazu gedrängt im AStA tätig zu werden, jedoch wurde eine Mitarbeit nicht ausgeschlossen. Der AStA ist die Vertretung der Studierenden und lebt nur vom sozialen Einsatz einzelner Studierender.


Der AStA der Universität Trier bedauert zu spät erkannt zu haben, dass Safet B.’s politische Anschauungen sich nicht mit denen des AStAs und der Verfassten Studierendenschaft decken. Safet B. hat gezielt nationalistische Hintergründe seiner Kapitalismus- und Europakritik ausgelassen und hat unverdächtige Meinungen geäußert, die den Mitgliedern des AStA als tolerierbar erschienen.

Der AStA hat sich vorzuwerfen, sich unzureichend mit dem Thema des Rechtsextremismus und Nationalismus auseinandergesetzt zu haben. Obwohl Safet B. das Vertrauen des AStAs und der im AStA befindlichen ReferentInnen und MitarbeiterInnen missbrauchte, soll dieses nicht zu einem generellen Verlust der Solidarität und des Zusammenhalts in der Studierendenschaft führen. Die Verfasste Studierendenschaft lebt vom gegenseitigen Vertrauen, distanziert sich aber von menschenverachtenden Positionen.


Für weitere Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.


dilemma

sattgegessen 18.11.2002 - 15:27
Hallo.

ein wahres Dilemma der Linken. Da hat sie sich über fast ein Jahr hin der nationalsozialistischen Rethorik des Safet Babic anheimgegeben, hat sich von ihm begeistern lassen, ihn aufgefordert fürs StuPa zu kandidieren und war blind für das Gefahrenpotential, das in seinen Worten steckte. Gebannt habt ihr auf seinen ach so gewandten Mund gestarrt. (---> nicht anders als tausende von Nazis, auf deren Veranstaltungen er regelmäßig herumspringt)
Und tut nicht so als hätte man das bei genauem Hinhören nicht mitbekommen können. Allein schon die Rhethorik und Vehemenz mit der er antieuropäische Ressentiments auf einer Veranstaltung im vergangenen Sommer bediente, hätte alle aufschrecken lassen müssen.

Guten Nacht ihr Linken. Ihr seid auch nicht besser.

Gruss,

Mitstudent.

Mitgegessen

Zuhörerin 18.11.2002 - 15:56
Hallo Sattgegessen,

das ist ja schön, dass Du bei der Veranstaltung so gut zugehört hast. Wahrscheinlich ist Dir dabei auch aufgefallen, dass der Beitrag von Safet B. im schallenden Gelächter untergegangen ist, da seine Rhetorik nicht wirklich so gut ist, wie Du sie gerade darstellst. Auf den Mund haben schon viele gestarrt, dass stimmt, aber der Versuch Safets die Europäische Union anhand von der miserablen Situation der Buslinien in Trier zu kritisieren, hat eher zu einer gehörigen Portion Mitleid denn zu einer Inbannahme seines gewandten Mundes geführt. Und noch einmal zur Erklärung, da Du nun wirkich enorm begriffstutzig zu sein scheinst: Safet B. hat sich nie getraut im Umfeld des AStAs seine "nationalsozialistische Rethorik" angebracht.

Gute Nacht Du Rechter. Wir sind besser!

Gruß

Mitstudentin