Erste Gewalt im Umfeld des ESF in Florenz

Nachricht aus der Schweiz 06.11.2002 15:58 Themen: Globalisierung
Erste Gewalttaten seitens der Staatsgewalt. Am schweiz/ italienischen Grenzübergang in Domodossola wurden heute ca 26 AktivistInnen die nach Florenz reisen wollten verhaftet un zu Teil verprügelt! ca 20 wurden wieder frei gelassen. Vier wurden angezeigt wegen widerstand gegen die Staatsgewalt und sitzen immer noch!

Kampf den faschistischen Staaten!!!

Unsere GenossInnen brauchen unsere Solidarität
schon alles
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Ergänzungen

Kampf allen bürgerlichen Staaten

Kommunist 06.11.2002 - 16:32
Ich bin nicht nur gegen faschistische, sondern gegen alle Staaten im eigentlichen Sinne!

@eins über mir

insurgente 06.11.2002 - 17:36
bakunin lässt grüssen

hlvs

Gehts nicht bitte genauer?

06.11.2002 - 17:38
So kann mensch mit den Informationen nichts anfangen.
Wer sind die Leute? Brauchen sie Rechtsbeistand. Sind Anwälte, bzw. Anwältinnen schon dran. Was ist genau passiert.

So ist diese Meldung nur Panikmache!

also:

06.11.2002 - 22:24
Bei den verahfteten handelt es sich um PolitaktivistInnen von der Anti- WTO Koordination Bern. Von den vier Personen die am Nachmittag noch in Haft waren, sind zwei wieder auf freiem Fuss. Morgen wird den zwei in Haft verbliebenen der Prozess gemacht, oder entschieden ob sie länger in U- Haft bleiben. Die Ankglage lautet: Widerstand gegen die Staatsgewalt. Alles in allem sieht es ziemlich schlecht aus da ein Polizist ein Arztzeugnis für 15 Tagen Arbeitsunfähigkeit, ein Anderer Polizist hat 5 Tage Arbeitsunfähigkeit erhalten. Das geforderte Strafmass liegt zwischen 6 und 12 Monaten haft.
Die Vorwürfe sind vollkommen irrational. Die angegebenen Verletzungen haben sich die Polizisten mehrheitlich selbst beim Verprügeln der vier Personen eingehandelt.

Anwälte sind eingeschaltet, doch die Menschen brauchen Solidarität.

In Bern fand heute Abend kurzfristig eine erste Demo statt.

Morgen ist die nächste angeküdigt!!!

ESF: AktivistInnen an Grenze verhaftet

06.11.2002 - 22:28


medienmitteilung der fau ch





Medienmitteilung

Italienische Sicherheitskräfte attackieren Schweizer Teilnehmer des
European
Social Forum

Bern/Domodossola 6.11.02

Zwei Reisegruppen aus der Schweiz, die mit dem Zug nach Florenz an das
European Social Forum (6.-10.11.02) reisen wollten, wurden heute
Vormittag
von italienischen Sicherheitskräften aufgehalten und durchsucht. Vier
AktivistInnen wurden brutal verhaftet.

Die AktivistInnen von JuSo, Comedia, Erklärung von Bern,
Anti-WTO-Koordination und Sans
Papiers Kollektiv Bern wurden in Domodossala aus dem Zug geholt und
durchsucht. Die
Sicherheitskräfte interessierten sich vor allem für politisches
Informationsmaterial.

Die erste, 18-köpfige Reisegruppe (Juso, Comedia, Erklärung von Bern)
durfte mit einem
Bummlerzug weiterreisen und wurde in Mailand nochmals von etwa 15
Polizisten durchsucht.
Sie befinden sich im Moment auf der Weiterreise nach Florenz.

Bei der zweiten, 4-köpfigen Reisegruppe (Anti-WTO-Koordination, Sans
Papiers-Kollektiv
Bern) fanden die Grenzwächter Flugblätter für die bewilligte
Anti-WEF-Protest-Demo in Davos
(Januar 2003), sowie 2 CDs der Ausstellung „Le Geometrie della Memoria“
(Nachdenken über
den G8-Gipfel in Genua, 15.9.-5.10.02 in der Reitschule Bern).
Dies reichte den Grenzwächtern aus, um die drei Männer und eine Frau
als
unerwünscht zu
erklären und sie in einen Zug zurück in die Schweiz zu zwingen.
Als die Gruppe (und auch das Zugpersonal des betreffenden Zuges)
dagegen
protestierte und
wieder aus dem Zug ausstiegen, wurden die 4 AktivistInnen brutal
verhaftet (Kopfnüsse,
Schläge in’s Gesicht, Knie in den Rücken, Handschellen. 1 Aktivist
blutete aus dem Mund).
Zwei wurden mittlerweile freigelassen und befinden sich auf dem Rückweg
in die Schweiz. Die
Einreise nach Italien wurde ihnen untersagt. Sie bestätigten das
brutale
Vorgehen der
Grenzwächter.
Die zwei anderen befinden sich unter dem Vorwand „Widerstand gegen die
Staatsgewalt“
weiterhin in Haft..

Hintergrund des brutalen Vorgehens ist die durch die italienische
Regierung angeheizte
Stimmung in Italien. TeilnehmerInnen des European Social Forum werden
schon im voraus als
„Terroristen“ gebrandmarkt und die Bevölkerung in Florenz verunsichert.
Die Hetzkampagne der italienischen Regierung gegen die TeilnehmerInnen
des European Social
Forum erinnert stark an die Hetzkampagne gegen die G8-Demonstrationen
in
Genua im Juli
2001. Will die italienische Regierung wieder eine Prügelorgie der
Sicherheitskräfte, mit Toten
und Verletzten, inszenieren?

Wir protestieren gegen die Durchsuchung und die brutale Festnahme der
AktivistInnen

Wir fordern:

- die sofortige Freilassung der beiden Gefangenen
- die Einstellung der Hetzkampagne der italienischen Regierung gegen
das
European Social Forum
- eine internationale Beobachtergruppe, die das Vorgehen der
italienischen
Sicherheitskräfte dokumentiert
- keine Behinderungen des European Social Forum von Seiten der
italienischen
Regierung und Sicherheitskräfte


Anti-WTO-Koordination Bern
Verein für angewandte Geometrie
Freie ArbeiterInnen Union FAU Bern FAUCH Bern
FAUCH Thun
Büro gegen finstere Zeiten Bern
Büro gegen finstere Zeiten Thun
Sans Papiers Kollektiv Bern
Wagenburgergemeinde Bern




mehr und aktuelle Infos

06.11.2002 - 22:28
www.indymedia.ch

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Nadja 07.11.2002 - 10:28
Hallo Leute,
es ist ja schön und gut, dass hier so schnell nach Solidarität für die Verhafteten gerufen wird. Aber bitte gebt doch auch an, wohin man die schicken kann, evtl. eine Botschaft oder das Polizeipräsidium, in dem die beiden gefangen sind. Am besten mit FAX Nummer, damit man auch tatsächlich Protestschreiben schicken kann,
mit revolutionären Grüssen
Nadja

Sie wurden aus der Haft entlassen!

08.11.2002 - 07:43
Gestern um 5 Uhr Nachmittag wurden die zwei SchweizerInnen aus der Haft entlassen!!!
Der Prozess wird dennoch stattfinden. Doch wurde die Verhaftung als Illegal bezeichnet, weil die PolizistInnenm den Offiziellen Teil der Verhaftung "vergasen". Zudem sind viele ZeugInnen vorhanden die mit Fotos bestätigen können, was passiert ist. Die Personen sind nun nach Florenz weitergereist!