Aktionen gegen FTAA in Ecuador u.a.

eigener Bericht und Übersetzung 23.10.2002 16:39 Themen: Globalisierung Soziale Kämpfe Weltweit
Vom 31.10. bis zum 2. November findet in Quito, Ecuador das siebte Ministertreffen zum gesamtamerikanischen Freihandelsabkommen FTAA (ALCA) statt. Bereits ab 27. Oktober finden dazu Proteste in Quito und Solidaritätsaktionen in anderen Ländern und Städten, zum Beispiel Sao Paulo und Genf, statt. Am heutigen 23.10. beginnt einer von drei Märschen (von verschiedenen indigenen und BäuerInnen- Organisationen) von den kolumbianischen und peruanischen Grenzen nach Quito für die Aktionstage des Widerstands.
Das gesamtamerikanische Freihandelsabkommen FTAA (spanisch ALCA) ist eine Erweiterung des nordamerikanischen Abkommens NAFTA zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Es bedeutet noch mehr Privatisierung, Deregulierung und weitere fiesen Auswirkungen des Neoliberalismus für die ganze Hemisphäre, die 34 Länder Nord- und Südamerikas von Alaska bis Feuerland. Die USA wollen FTAA bis zum 1. Januar 2005 fertig verhandelt haben. Den Vorsitz zu den FTAA-Verhandlungen teilen sich USA und Brasilien. Am 27. Oktober findet in Brasilien die Stichwahl zur Präsidentschaft statt, und Kandidat Lula da Silva (ArbeiterInnenpartei PT), der gute Aussichten hat zu gewinnen, nannte das FTAA einmal einen Versuch der USA, Lateinamerika zu annektieren. Wobei brasilianische VertreterInnen vor der Stichwahl behaupten, daß sich Brasiliens Position zum FTAA nach der Wahl nicht ändern wird. US- Gentechnologiekonzerne haben sich schon mal über brasilianische Bestimmungen gegen Gentech-Anbau beschwert. US- Konzerne wollen auf eine weitere Öffnung von Telekommunikations- und anderen Märkten in lateinamerikanischen Ländern drängen - was schon in Argentinien nicht klappt, soll wenigstens überall schief gehen bis hin zur zweiten Kolonialisierung Amerikas.

 http://ecuador.indymedia.org
Peoples' Global Action:  http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/ftaa/
Global Trade Watch:  http://www.tradewatch.org
 http://www.stopftaa.org
Sao Paulo:  http://www.alcaralho.org

Delegierter der USA bei den Verhandlungen ist Botschafter Robert Zoellick. Seine Lobrede für Freihandel und FTAA in Miami:  http://usinfo.state.gov/cgi-bin/washfile/display.pl?p=/products/washfile/latest&f=02101501.llt&t=/products/washfile/newsitem.shtml

Die Protestaktionen gegen das Freihandelsabkommen ALCA stehen im Zusammenhang mit dem Global Season of Struggle, mit den Protesten gegen die NATO in Prag im November ( http://www.gipfelsturm.net) und dem globalen Aktionstag am 20. Dezember ( http://de.indymedia.org/2002/09/30318.shtml). Am 15.11. ist außerdem eine bundesweite Demo zur Solidarität mit Chiapas in Berlin ( http://de.indymedia.org/2002/10/31065.shtml).
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Ergänzungen

dankschoen

fuer die Info 23.10.2002 - 22:07