Castor-Transporte aus norddeutschen Atomkraftwerken

Atomnix 09.10.2002 22:03 Themen: Atom
Von AtomkraftgegnerInnen und in den Medien ist für die kommende Nacht (09./10.10.02) ein Atommüll-Großtransport angekündigt worden. Insgesamt sollen 16 CASTOR-Behälter aus sieben AKWs in den näXten Stunden rollen.
Aus norddeutschen AKWs werden Transporte (Nord-Transport) aus Brokdorf/Brunsbüttel, Krümmel, Stade und Unterweser (Esenshamm) erwartet.
Im Süden wird morgen ein weiterer Atomzug aus Walheim mit Atommüll-Behältern aus Neckarwestheim und Grafenrheinfeld rollen (Süd-Transport).
Der Atommüll aus den genannten AKWs wird nach den "Wiederaufarbeitungs-Anlagen" in LaHague bzw. Sellafield transportiert.
Für die kommende Nacht (09./10.10.02) ist ein Atommüll-Großtransport angekündigt worden. (Je nach Quelle sind die Angaben etwas unterschiedlich.) Insgesamt sollen 16 CASTOR-Behälter aus sieben AKWs in den näXten Stunden rollen.
Aus norddeutschen AKWs werden Transporte (Nord-Transport) aus Brokdorf/Brunsbüttel, Krümmel, Stade und Unterweser (Esenshamm) erwartet.
Im Süden wird morgen ein weiterer Atomzug aus Walheim mit Atommüll-Behältern aus Neckarwestheim und Grafenrheinfeld rollen (Süd-Transport).
Der Atommüll aus den genannten AKWs wird nach den ?Wiederaufarbeitungs-Anlagen? in LaHague bzw. Sellafield transportiert.

Für den Nord-Transport bestehen folgende Steckenführungen:

CASTOR-Transport aus dem AKW Brokdorf/Brunsbüttel

Der Atom-Zug fährt vom AKW Brunsbüttel aus über Glückstadt, Itzehoe, Elmshorn und Pinneberg Richtung Hamburg. Dort durchquert er den Bereich der Hamburger Innenstadt. Voraussichtliche Fahrtroute ist dort über die Güterumgehung-Nord: Über Hamburg-Eidelstedt, HH-Stellingen, HH-Alsterdorf, HH-Barmbek, HH-Hamm und HH-Rotenburgsort. (Möglich ist auch die DB-Hauptstrecke über die S-Bahnstation Sternschanze und damit durch den Hamburger Hauptbahnhof.) Von dort aus führt die Transportroute weiter über HH-Wilhelmsburg und HH-Harburg zum Rangierbahnhof in Maschen (liegt im Süden von Hamburg).
Die ungestörte(!) Fahrzeit Brunsbüttel-Maschen beträgt etwa 2 Stunden.

CASTOR-Transport aus dem AKW Krümmel

Die CASTOR-Transportstrecke aus dem AKW Krümmel verläuft auf den Gleisen über Geesthacht, Escheburg, Hamburg-Bergedorf, HH-Rotenburgsort, HH-Wilhelmsburg und HH-Harburg zum Rangierbahnhof Maschen (südlich von Hamburg).
Die Fahrzeit Krümmel-Maschen beträgt ca. 75 min, sofern keine Verspätungen auftreten...

CASTOR-Transport aus dem AKW Stade

Der CASTOR-Zug fährt vom AKW Stade aus durch Stade, über Horneburg, Buxtehude und Hamburg-Harburg zum Rangierbahnhof in Maschen (im Süden von Hamburg).
Die Fahrzeit Stade-Maschen beträgt etwa eine Stunde, wenn er nicht zwischendurch aufgehalten wird?

CASTOR-Züge werden wahrscheinlich in Maschen zusammengekoppelt

Nach den Erfahrungen der letzten CASTOR-Transporte werden die drei Atomtransporte aus Brokdorf/Brunsbüttel, Krümmel und Stade auf dem Rangierbahnhof in Maschen zu einem Transportzug gekoppelt.

Ab Maschen kann der CASTOR-Zug in zwei Richtungen weiterfahren:
1. Richtung Bremen über Buchholz i.d. Nordheide und Rotenburg/Wümme weiter Richtung Bremen (diese Transportroute wurde bei den beiden letzten CASTOR-Transporten gefahren).
2. Richtung Hannover über Lüneburg und Uelzen (nach der Aufhebung des Transportstops ist diese Route bislang nur einmal befahren worden).
Dann weiter Richtung Süden.

CASTOR-Transport aus dem AKW Unterweser (Esenshamm)

Aus dem AKW Unterweser verläuft die Transportroute auf der Schiene über Brake und Elsfleth nach Hude.

Ab Hude kann der CASTOR-Transport in zwei Richtungen weiterfahren:
1. Richtung Oldenburg und Leer, anschliessend weiter Richtung Rheinland (diese Transportroute ist bislang am häufigsten genommen worden.)
2. Richtung Delmenhorst und Bremen, dann weiter Richtung Süden


Derzeitiger Stand der Dinge (09.10.02, 19:30 Uhr):

Gestern abend (08.10.) erfolgte bereits der Straßentransport aus dem AKW Brokdorf mit einem Behälter zum Gelände vom AKW Brunsbüttel. Dort wird der Atombehälter auf einen Schienentransportwagen umgeladen.
Im AKW Krümmel ist heute abend (09.10.) gegen 18:00 Uhr die Beladung aller drei Atommüll-Behälter auf die entsprechenden Schienentransportwaggons abgeschlossen worden.
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Ergänzungen

Mahnwache gegen CASTOR aus Krümmel

Atomnix 09.10.2002 - 22:51
Zum CASTOR-Transport aus dem AKW Krümmel findet heute (09.10.) seit 20:00 Uhr eine Mahnwache (und Aktionen?) in Hamburg-Bergedorf statt. Die Mahnwache findet ihr dort vorm HEW-Kundenzentrum (Bergedorfer Str. in der Nähe der Kreuzung Vierlanden Str.).

Nach neuestem Infostand sollen die Atomzüge auf dem Rangierbahnhof in Maschen morgen (10.10.) gegen 04:00 Uhr zusammengekoppelt werden.

Route über Bremen höchstwahrscheinlich

atomfeind 09.10.2002 - 23:25
In Jesteburg bei Buchholz wurden heute schon BGS-Wagen und Hubschrauber über der Transportstrecke gesichtet.

Münster

Eva 09.10.2002 - 23:52
Münster (Westf)------ Es findet am Donnerstag, den 10.10.02 um 6:15 Uhr eine Mahnwache vor dem Hauptbahnhof Münster Stadt.

In Stade bislang kaum Bullizeikräfte

Atomnix 10.10.2002 - 00:06
Nach Infos aus Stade von ca. 22:30 Uhr ist es im Innenstadtbereich entlang des Transportgleises bislang "recht ruhig". Praktisch keine Bullizei vor Ort. Im Bereich vom Güterbahnhof von Stade, dort wo das Stichgleis in das DB-Hauptgleis übergeht, ist bislang nur ein Six-Pack gesehen worden. - Kann sich alles noch ändern!

Von der Mahnwache in HH-Bergedorf wird von einer merklichen Präsenz der Bullizei vor Ort berichtet (22:45 Uhr). Demnach wurden dort auch Beleuchtungsfahrzeuge aufgefahren, die im Bereich von HH-Bergedorf die Gleise ausleuchten.

Castor Süd

Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwesthei 10.10.2002 - 01:09
Ergänzung für die Schwaben und Pfälzer etc...

Abfahrt in Wahlheim ca. 14.30. Nach wie vor gehen wir von der Heilbonner Strecke aus.
Treffpunkt: 14 uhr, HBF heilbronn. Ruft vor der Abfahrt nochmals beim Infotelefon an, ob sich Änderungen ergeben haben.
Info Neckarwestheim: 07141 90 33 63

Der Nord-Castor wird nach Fahrplan um 18.30 Uhr in kaiserlautern erwartet. Rangiert werden die beiden Züge (5 Süd - 11 (?!) Nord-Castoren offensichtlich dann in Neunkirchen (zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken)

Grenze ca. 20.30 Uhr.

 http://neckarwestheim.antiatom.de

Info

MAF 10.10.2002 - 01:23
Wir möchten infos über den nächsten Castor
nach Gorleben oder Ahaus!!

Sorry
Wir können leider nicht immer überall sein!
Sorry
MAF (Millitante Antifa F-Hain)

Abholzug noch nicht in Krümmel eingetroffen

Atomnix 10.10.2002 - 02:04
Der Abholzug ist bislang immer noch nicht nach Krümmel reingefahren, wird von der Mahnwache in HH-Bergedorf berichtet. (10.10., 00:30 Uhr)

In Stade wird die Lage vor Ort immer noch als "ruhig" eingeschätzt. Aber: Zwischenzeitlich haben im Innenstadtbereich vermehrt Six-Packs, darunter auch BGS, den Bereich vom Transportgleis abgefahren (10.10., 00:45 Uhr).

Route über Bremen so gut wie sicher ...

atomfeind 10.10.2002 - 02:06
in Jesteburg wurde kurz vor 1 Uhr ein tief fliegender Hubschrauber OHNE Licht gesichtet (Infrarot!).

CASTOR aus Brunsbüttel, Krümmel und Stade

Atomnix 10.10.2002 - 02:59
Brokdorf/Brunsbüttel: Gleisanlagen sind nach Meldungen vom NDR auf der Transportstrecke beschädigt worden. Die Bahngleise wurden wieder repariert. Kurz nach Mitternacht sind die Vorbereitungen zum Abtransport der CASTOR-Behälter abgeschlossen worden.(01:00 Uhr)
"Am Kernkraftwerk Brunsbüttel sind am Donnerstag kurz nach Mitternacht die Vorbereitungen zum Abtransport abgebrannter Brennelemente abgeschlossen worden. Die von Kernkraftgegnern sabotierten Bahngleise wurden wieder repariert. Greenpeacesprecher Björn Jettka dementierte Presseberichte, nach denen die Umweltschutzorganisation hinter dem Anschlag stand. Die Abfahrt der Atommüllbehälter aus den Kernkraftwerken in Brunsbüttel und Brokdorf sei für die Nacht vorgesehen, hieß es. 10.10.2002,00:24Uhr" ( http://www.ndr.de/ndr/regional/meldung.phtml?id=17293&line=REGIONS )

Krümmel: In Krümmel ist der Abholzug reingefahren: Eine Lok (rot) mit einem Personenwagen (01:15 Uhr).

Stade: Auch durch Stade ist ein Abholzug zum AKW Stade reingefahren: Eine Lok, 1 bis 2 Personenwagen (01:30 Uhr)

Damit werden in Kürze Atomzüge aus den AKWs Brokdorf/Brunsbüttel, Krümmel und Stade starten! Das Zusammenkoppeln der drei CASTOR-Züge wird in Maschen erwartet!

Castoren raus

contratom bu 10.10.2002 - 03:18
Die Strecke hat so eben vermeldet, dass die Castoren aus Krümmel 'raus sind. Stade noch nicht, Brunsbüttel nicht sicher.

zur Route wird vermeldet: BGS steht am Buchholzer Bahnhof

CASTOREN rollen aus Brunsbüttel und Krümmel!

Atomnix 10.10.2002 - 03:39
Aus Brunsbüttel ist der CASTOR-Zug heute (10.10.) um 01:45 Uhr gestartet! Transportiert werden drei CASTOR-Behälter. (Ein Behälter aus dem AKW Brokdorf, zwei Behälter aus dem AKW Brunsbüttel.)

Auch aus dem AKW Krümmel rollt der CASTOR: Um 01:54 Uhr ist Geesthacht durchquert worden. Vorne eine Lok (rot), ein Personenwagen, drei CASTOR-Behälter!

AKW Stade: CASTOR-Transport gestartet!

Atomnix 10.10.2002 - 04:11
Auch aus dem AKW Stade ist nun ein weiterer CASTOR-Transport unterwegs: Der Atomzug hat heute (10.10.) gegen 02:45 Uhr den Innenstadtbereich von Stade durchquert.
Zugfolge: Eine Lok (rot), ein Personenwagen mit BGS, drei CASTOR-Behälter.

AKW Unterweser: Loks sind reingefahren!

Atomnix 10.10.2002 - 05:32
Nach aktueller Info sind im AKW Unterweser (Esenshamm) gerade die Loks reingefahren (04:30 Uhr). Der CASTOR hat das AKW Unterweser noch nicht verlassen!

Auf dem Rangierbahnhof in Maschen (südlich von Hamburg) werden zur Zeit (04:10 Uhr) die drei Atomzüge (aus Brokdorf/Brunsbüttel mit drei Behältern, aus Krümmel mit drei Behältern und aus Stade mit drei Behältern) zu einem CASTOR-Zug mit insgesamt neun Atommüll-Behältern zusammengekoppelt.
Dieser Atomtransport hat Maschen noch nicht verlassen! – Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der weitere Streckenverlauf aus Maschen in Richtung Bremen über Jesteburg, Buchholz i.d.N., Tostedt und Rotenburg/Wümme.

CASTOR-Transport rollt aus Unterweser!

Atomnix 10.10.2002 - 07:45
Um 06:15 Uhr ist der CASTOR-Transport auch aus dem AKW Unterweser (Esenshamm) gestartet!
Zugfolge: 2 Loks, 2 Personenwagen, 2 CASTOR-Behälter, 1 Lok

Auch um 06:15 Uhr hat der CASTOR-Zug mit den Atommüll-Behältern aus Brokdorf, Brunsbüttel, Krümmel und Stade den Rangierbahnhof Maschen verlassen.
Zugfolge: 1 Lok (rot), 3 Personenwagen, 9 CASTOR-Behälter, 1 Personenwagen, 1 Lok (rot).
Der CASTOR-Zuges fährt aus Maschen nach Buchholz i.d.N. in Richtung Bremen!

Castor losgefahren in Maschen

Tony 10.10.2002 - 08:13
Um 6.30 Uhr hat der Castor mit 9 Behälterwagons und 3 BGS-Wagons Buchholz/Nordheide passiert. Helikopter fliegt mit bei.

CASTOR-Zug aus Maschen fährt nach Bremen!

Atomnix 10.10.2002 - 08:21
Um 07:00 Uhr hat der Castor-Zug aus Maschen mit den neun Atommüll-Behältern Rotenburg/Wümme passiert. Er fährt weiter nach Bremen!!

Um 06:40 Uhr hat der Castor-Transport aus Unterweser mit den zwei Behältern Rodenkirchen durchfahren.

Unterweser-CASTOR fährt über Oldenburg!

Atomnix 10.10.2002 - 08:56
Um 07:30 Uhr hat der Castor-Zug aus Maschen mit neun Atommüll-Behältern Bremen passiert. Fährt weiter nach Osnabrück!

Um 07:35 Uhr hat der Castor-Transport aus Unterweser mit zwei Behältern Hude erreicht. Fährt jetzt Richtung Oldenburg!

Nach einem Bericht vom NDR sollen beide Atommüll-Züge wahrscheinlich in Hamm zusammengekoppelt werden ( http://www.ndr.de/ndr/regional/nds/meldung.phtml?id=17307&line=REGIONS ).

bremen- route stimmt!

einsames mensch aus ottersberg 10.10.2002 - 08:58
Castoren aus den akws bei hamburg haben die bremen-route genommen von rotenburg aus (von da könnten sie auch die rotenburg-verden-route nehmen).
um ca.7uhr10 sind sie in ottersberg gesichtet worden, die beschreibung oben stimmt. sorry,das ich die info erst so spät rausgebe.
gesichtet wurden, außer castorzug und hubschrauber,: eine wanne (verdener kennzeichen, mindestens 4 cops inhalt), ein vw oder so, halt ein auto (lüneburger(!) kennzeichen, 2 cops drin) und eine bgs-wanne (5 oder 6 bgsler drin, da war eine bgslerin bei, falls es demonstrierende frauen gibt). die bgsler haben ihern müll ausgeladen, war ziemlich viel, vor allem saft- und wasserflaschen. die haben wohl schon länger irgendwo rumgestanden.

an die, die auch kommen wollten: ward ihr denn, ihr unsolidarischen schweine??!!

Unterweser-Transport: 08:25 Uhr durch Leer!

Atomnix 10.10.2002 - 09:40
Der Castor-Transport aus Unterweser mit zwei Behältern hatte um 07:50 Uhr Oldenburg passiert, bereits um 08:25 Uhr ist der Atomtransport durch Leer gefahren!

Der Atommüll-Zug fährt mit sehr hoher Geschwindigkeit, wie von vor Ort berichtet worden ist!

philippsburg

asdfj 10.10.2002 - 10:24
9 aus dem norden, 5 aus dem süden macht zusammen 14. und nicht 16.
was ist mit phillipsburg, weiß das jemand??

Castor-Protest in Oldenburg

AnAtOl (Anti-Atom-Gruppe Oldenburg) 10.10.2002 - 10:45
Während der Durchfahrt durch Oldenburg haben 6 Leute an einem Bahnübergang demonstriert und Flugblätter an die wartenden Autofahrer verteilt. Es war kaum Polizei anwesend (bis auf zwei Zivi-Autos). Das nächste mal gibt's wieder mehr Aktion!

Pfalz macht mobil

Schinnerhannes 10.10.2002 - 10:49
Die Pfalz stellt sich quer. Mit Mahnwachen und Aktionen in Bad Kreuznach, Alsenz, Rockenhausen, Kaiserslautern und Neustadt bringen wir die Verhältnisse zum Tanzen. Kein Castor, kein Polizeistaat - nirgendwo.

CASTOR-Zug aus Maschen durch Lengerich

Atomnix 10.10.2002 - 11:02
Um 09:05 Uhr hat der Castor-Zug aus Maschen mit neun Atommüll-Behältern Lengerich, südlich von Osnabrück durchfahren.

Der Castor-Transport aus Unterweser mit zwei Behältern fährt auf Rheine zu.

Die beiden Atommüll-Züge werden wahrscheinlich in Hamm zusammengekoppelt.

Als kurze Zusammenfassung: Der Nord-Transport besteht insgesamt aus 11 CASTOR-Behältern: Die transportieren Atommüll-Behälter kommen aus den AKWs: Brokdorf (1 Behälter), Brunsbüttel (2 Behälter), Krümmel (3 Behälter), Stade (3 Behälter) und Unterweser (2 Behälter).

Castoren durch Münster gerollt - Proteste

wigatom.de 10.10.2002 - 12:15
Zwischen 9h und 10h sind beide Transporte durch das Stadtgebiet von Münster gerollt. Der Transport aus den "Hamburger"-Akws umfuhr die Innenstadt auf einer Güterumgehung, 40 min später fuhr der Transport aus Unterweser durch den Hauptbahnhof. zwischen 6 und 7 Uhr demonstrierten etwa 20 AktivistInnen am Hauptbahnhof und verteilten Flugblätter. Ein Großaufgebot der Polizei war vor Ort. Später hinderte ein grosses Polizeiaufgebot ein Dutzend AktivistInnen bei Rinkerode (15km südlich von Münster) daran auf die Gleise zu gehen. Polizei und BGS waren im ganzen Stadtgebiet unterwegs, zwei Atomkraftgegener wurden am morgen vor der eigenen Haustür durch Polizisten kontrolliert.

roter Farbklecks

Jurist 10.10.2002 - 14:20
Bei der Durchfahrt durch das Stadtgebiet von Münster wurde ein roter Farbklecks am ersten Behälter des Esenhamm-Transports gesichtet (in Fahrtrichtung auf der rechten Seite). Kann das jemand per Foto bestätigen?

UND SO SPRACH GALILEO GALILEI

Petra G. Müller 10.10.2002 - 17:17

"Wie sagte schon Galileo Galilei ?"

MOTTO: Galileo Galilei: "Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher."
Die Argumentation vieler "Atomgegner" zeigt mir, dass deren Problem nicht primär darin besteht, die Realität nicht zu kennen, nein, sie WOLLEN DIE REALITÄT GAR NICHT KENNEN !

Sie sind so in einer selbstgebauten psychosozialen Falle der Ersatzreligion "Ökologie um jeden Preis" gefangen, dass sie für nüchterne technisch- wissenschaftlichen Fakten unzugänglich sind. Da sie nicht nur jegliche Nutzung der Kerntechnik rigoros ablehnen, sondern der Bevölkerungsmehrheit ein Dasein nur mit Nutzung regenerativer Energiequellen aufzwingen wollen, werden hier Anzeichen einer "Ökodiktatur" offensichtlich.

Jeder Form einer Diktatur ist eines gemeinsam: das Feindbild. Den Feind gilt es zu bekämpfen.
Beim Kommunismus war dies die Bourgeoisie (das wohlhabende Bürgertum) und das Kapital, beim Nationalsozialismus das sog. Internationale Judentum, im Mittelalter die Andersgläubigen (Hexen- und Ketzerverbrennung). Die Reihe liesse sich fortsetzen.

Bei den "selbsternannten Umweltschützern" von heute besteht die Bekämpfung des Feindes zum Beispiel darin, dass man Elite- Technologien wie die Nutzung der Kernenergie und die damit verbundenen Wirtschaftszweige verteufelt und daher abschaffen will, koste es was es wolle. Als Feind dient hier die sogenannte "profitgierige Atomindustrie", deren mit hohem persönlichen und gewissenhaftem Einsatz tätigen Mitarbeiter hemmungslos beleidigt und verunglimpft werden, obwohl sie für die Grundversorgung der Bevölkerung (auch der "Atomgegner") tätig sind und zur Verbesserung des Klimas beitragen (Stichwort: CO²).

Ich erinnere ferner daran, dass die Branche ihre wichtigste Entwicklungsphase unter Willy Brandt und Helmut Schmidt erfahren hatte.

Die Tatsache, dass bislang nachgewiesenermassen technologiebedingt niemand ums Leben kam, (abgesehen vom Unfall in Tschernobyl 1986, welcher in westlichen Kernkraftwerken absolut auszuschliessen ist), wird ebenso ignoriert wie der Fakt, dass z. B. in Deutschland die Kernkraftwerke geradezu traumhafte Ergebnisse in puncto Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und produzierte Strommenge erzielen. Für die Behandlung und Endlagerung radioaktiver Abfälle gibt es Konzepte, die nur umgesetzt werden müssen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, da wir von ECHTEN Umweltschützern die Losung hören werden: "Atomkraft-ja, bitte ! "

Um nicht missverstanden zu werden: Ich befürworte grundsätzlich den Einsatz regenerativer Energien, und zwar dort, wo er sich als sinnvoll und wirtschaftlich erweist. Ich empfehle jedoch allen dringend, sich Gedanken zum Thema Spezifische Energiedichte, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit regenerativer Energieträger zu machen, bevor sie diese als Allheilmittel anpreisen. Denn der zur Zeit einzig denkbare REALE Ersatz für Kernkraftwerke (=Grundlast) ist die Kohleverstromung.

Langsam müsste es jedem klar sein, dass ein Ersatz der bewährten klassischen fossilen und nuklearen Energieträger durch regenerative Energieträger leider aus naturwissenschaftlichen Gründen nicht möglich ist, zumindest in Europa, Nordamerika und anderen hochindustrialisierten Gegenden.
Wer anderes behauptet und den Menschen Angst vor der Kernenergie indoktriniert, um gewisse politische Ziele zu erreichen, handelt höchst unverantwortlich.

Nach wie vor gilt, dass die Entdeckung der Kernspaltung einer der bisher grössten Segen für die Menschheit ist. Und das sage ich trotz Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl. Diese Dinge hätten nie passieren dürfen. Wir wissen aber heute, was die Ursachen waren und die Menschheit hat daraus gelernt.

Unsere Nachkommen werden hoffentlich eines Tages auch die Kernfusion sicher beherrschen.

Ganz besonders den "atomkritischen" Mitbürgerinnen und Mitbürgern sei an dieser Stelle ein Besuch in einem Kernkraftwerk nahegelegt. Die Betriebe sind dafür eingerichtet (Infozentren, geführte Anlagenbegehungen…). Es soll ja niemand zum "KKW-Fan" gewandelt werden, aber man hat dann doch ein besseres Bild von der Sache.

Fazit: Es ist leider ein grundsätzlich psychologisches Problem, den Leuten die Notwendigkeit der Kernenergie beizubringen. Ich merke das oft an den Reaktionen auf meine Aufsätze.

Die ich übrigens aus meinem persönlichen Engagement und nicht gegen irgendwelche Bezahlung schreibe. Ich arbeite übrigens weder in einem Kernkraftwerk noch bei einem Betreiber, sondern als Ingenieurin in der Energietechnik- Branche. Und ich verstehe die Sorgen verunsicherter Mitbürger sehr gut.

Daher meine ich: Wir können nicht sprachlos zusehen, wie die Ideologen in der Politik hier sehenden Auges "den Karren in den Sumpf hineinfahren" .

Ich danke allen herzlich, die diesen Beitrag durchgelesen und ein wenig überlegt haben.

P.S. Wer beim Thema Energieversorgung ernsthaft mitreden möchte, sollte sich mehr mit dem Studium der einschlägigen Naturwissenschaften befassen und nicht diesen spinnerten Anti- Castor- Demonstranten hinterherrennen.

Dipl. -Ing. Petra Gisela Müller


den Karren in den Dreck fahren ...

galileo? 10.10.2002 - 17:35
im Sinne Galileos denke ich ist es, den Karren der Atomenergie unbedingt und baldigst in den Dreck zu fahren...
allen die daran arbeiten viel Erfolg.

CASTOR durch die Pfalz

Schinnerhannes 10.10.2002 - 18:03
16:26 Castor fährt durch Bad Kreuznach. DemonstrantInnen werden von Polizeieinsatzkräften gestoppt. Personalien wurden festgestellt und sonst üblicher Stress. Trotzdem,wir lassen uns nicht unterkriegen, auch nicht von solchen Quatschern wie Petra von oben.

Liebe, Kraft und Anarchie

...abgesehen von Tschenobyl

Aua - Petra 11.10.2002 - 12:31
Na, Petra, wieviel ist denn ein Menschenleben wert? Und wieviele solche Unfälle nehmen wir in Kauf, damit wir lernen sicher (?) mit der Kernenergie umzugehen? Wann sind denn regenerative Energien sinnvoll und wann nicht?

Ich kriege echt ne Kriese bei deinem Artikel und könnte hier ganze Aufsätze schreiben - aber nur noch eines:

Die anderen Menschen abzuqualifizieren und Ihnen die Möglichkeit der eigenen Meinungsbildung abzusprechen, nur weil sie vielleicht nicht "Umwelt" - Technik studiert haben, finde ich völlig daneben. Ich bin nicht der Meinung, dass man ein Thema erst beurteilen kann, wenn man alle Details kennt. Dann dürfte heute jeder Mensch nur noch über ganz wenige Dinge eine Meinung vertreten.

Das Risiko der Atomenergie ist einfach zu groß, ob hier oder anderswo, und Gott sei Dank denken hier viele Leute so.
Wenn du dich aber genauso informieren willst, wie du andere zu informieren versuchst, dann komm doch im November mit ins Wendland und diksutiere mal mit den Menschen dort. Ich denke schon, dass du da einige treffen wirst, die sich umfassend mit der Atomenergie befasst haben und die auch dir noch das ein oder andere erzählen können. Sind übrigens nicht alles Spinner!

???

Studi 11.10.2002 - 12:50
"...die anderen Menschen abzuqualifizieren und Ihnen die Möglichkeit der eigenen Meinungsbildung abzusprechen, nur weil sie vielleicht nicht "Umwelt" - Technik studiert haben..."
Diese Petra hat das auch nicht studiert. Jede/r Ingenieur/in weiß, daß weder Wirkungsgrad noch Kosten die Atomkraft besonders sinnvoll machen. Atomstrom ist deshalb so billig, weil der Staat subventioniert und der Wirkungsgrad liegt nicht höher als bei gewöhnlichen Kohlekraftwerken.