RCDS begrüßt V-Frau in Hannover

anonymous Duisburg 19.09.2002 19:53 Themen: Bildung Repression
RCDS kritisiert Verhalten der Grünen im angeblichen "V- Frau- Skandal"

Der angebliche Skandal um die V- Frau in der linken Studentenszene hat
die Landtagsfraktion der Grünen dazu bewogen, den Verfassungsschutz
stark anzugreifen. Grund sei der Verdacht, ebenfalls von der sogenannten
Kirsti Weiß bespitzelt worden zu sein. Nun fordern sie eine "lückenlose
Aufklärung" durch das geheime parlamentarische Kontrollgremium (PKG).
Der RCDS Niedersachsen übt seinerseits Kritik an den Grünen im Landtag
und begrüßt das Vorgehen gegen linksextreme studentische Gruppierungen.
"Wer sich staats- und verfassungsfeindlich verhält, sollte sich nicht
noch darüber beschweren, dass er in seinem Tun beobachtet wird," so
Dorothee Dienstbühl, Pressesprecherin des RCDS Niedersachsen.
Es sei vielmehr höchst bedenklich, dass sich die Grünen nun auch
verfolgt fühlten und Angst äußern, ebenfalls in den Focus der
Ermittlungen des Verfassungsschutzes geraten zu sein. Da sie sich als
demokratische Partei sehen, sollten sie vielmehr die staatliche
Sicherheit unterstützen.
Zudem äußert der Landesvorsitzende des RCDS Niedersachsen, Ulrich
Stegemann, harsche Kritik bezüglich des AStA (Allgemeiner
Studentenausschuss) der Universität Hannover. "Der RCDS begrüßt das
Vorgehen gegen extremistische Studenten aller Art. Das solche
offensichtlich im AStA der Uni Hannover vermutet wurden, wirft auf
diesen ein extrem schlechtes Licht."
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Rolle des RCDS

Studi 19.09.2002 - 20:30
Unglaublich, wie sich der RCDS gebährdet. Spätestens hier sollte wieder einmal nachgeforscht werden, welche Rolle der RCDS an Universtäten erfüllt. Hauptaufgabe war ja ASten zu verklagen, die sich allgemeinpolitisch betätigten unnd linke Hochschulgruppen vor Gericht zu bringen. Irgendwelche CDU-Mitglieder "studieren" aus diesen Gründen seit 10 oder 20 jahren an den Unis, um immer wieder Aktionen gegen politisch Unliebsame durchzuführen.

was heißt RCDS?

19.09.2002 - 21:01

RCDS

Gambit 19.09.2002 - 21:14
RCDS steht für Ring Christlich Demokratischer Studenten...

Saftladen... Wenn die sich über Verfassungsfeinde aufregen, sollten die erstmal in den eigenen Reihen aufräumen, wenn mal wieder aufs Deutsche Reich gesoffen wird...

rcds

studi 19.09.2002 - 21:18
Wer wie der RCDS den eigenen Kadern die Kontakte zur rechtsextremistischen und -radikalen Szene nicht abgewöhnen kann (siehe Bonn:
 http://www.taz.de/pt/2002/01/28/a0046.nf/text
) sollte sich in puncto Verfassungstreue besser bedeckt halten...

Aber zum Glück sind ja nicht alle ihre Gruppen so.

Was heißt...

TV-Total Lukas 19.09.2002 - 21:19
Ring Christlich Demokratischer Studenten

cdu-struktur

wasti 19.09.2002 - 21:27
Schüler-Union -> Schulen
RCDS -> Unis
Junge Union (JU) -> Parteinachwuchs.

Schüler-Union und RCDS sind ein Sammelbecken für Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten konservativen Spektrum, aber im Gegensatz zur JU keine fest in die CDU eingebundene Kaderschmiede.
Studierende JUlerInnen sind meistens im RCDS, aber der Umkehrschluß gilt nicht zwangsläufig - als '97 unter Kohl massiv Stimmung für Studiengebühren gemacht wurde (und damit der Geist, der uns Studis jetzt Probleme bereitet, aus der Flasche gelassen wurde), war der RCDS ziemlich im Erklärungsnotstand, opponierte aber letztendlich gegen die Mutterpartei (und die JU).

RCDS-ein drecksverein

udo Löffelmann 19.09.2002 - 23:18
Der RCDS verklagt nicht nur ASten und hetzt gegen Linke, sondern er hat auch kein Problem damit Bündnisse mit Burschenschaften oder islamischen FundamentalistInnen zu schliessen.( http://www.al-duisburg.de/start.html).

RCDS hofiert FundamentalistInnen

AL Duisburg 19.09.2002 - 23:25
Mitglieder des RCDS aus dem fundamentalistisch-islamistischen Spektrum
(gemeinsame Presseerklärung von der Alternativen Liste, der Grün-Bunten HSG, der LiLi und von Pro Fachschaft vom 24.07.02)

Am 21. Juni 2002 endeten die Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) der Uni-GH Duisburg mit einem drastischen Stimmengewinn für den RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten). Dieser hat im Studierendenparlament nun 9 der insgesamt 21 Sitze. Jetzt verhandeln die Jusos (3 Sitze) mit dem RCDS über die Bildung eines AStAs. Die Mitte-Links Koalition aus Grün-Bunten, Pro Fachschaft und Linker Liste, die bisher den AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) stellten, hat hingegen ihre Mehrheit verloren.

Zu den diesjährigen Wahlen zum Studierendenparlament hat der RCDS mehrere Kandidatinnen und Kandidaten aus dem fundamentalistisch- islamistischen Spektrum aufgestellt. Zwei von ihnen, Yasemin Canpolat und Fadime Canpolat, sitzen jetzt für den RCDS im Studierendenparlament. Wegen fundamentalistischer Einstellungen wurden sie bereits letztes Jahr von der Liste "Pro - Fachschaft" ausgeschlossen.

Beide sind aktive Mitglieder im "Islamischen Studierenden Verein Duisburg" (ISV). Der ISV veranstaltete im Juni letzten Jahres (1.6.01) einen Vortrag mit der prominenten türkischen Fundamentalistin Merve Kavakci. Kavakci war Abgeordnete der auf einen Gottesstaat ausgerichteten Tugend Partei (Fazilet Partisi), die Mitte Juni 2001 vom Verfassungsgericht in Ankara verboten wurde.

Auch weitere Mitglieder des RCDS haben Verbindungen in das fundamentalistische Spektrum. So ist Ahmet Ak zuständig für Öffentlichkeitsarbeit beim NRWAB (Nordrheinwestfälischer Akademikerbund). Dessen offizielle Internetseite verlinkte bis vorletzte Woche mehrere Seiten, die zur Gewalt gegen Israel und Juden aufrufen. Während diese Links als Reaktion auf unser Flugblatt vom 10.7.02 entfernt wurden, verlinkt der NRWAB weiterhin die Seiten der fundamentalistischen Gemeinschaft Milli Görüs und die dieser nahestehende Zeitung Milli Gazete.

Die Sprecherin der Grün-Bunten Hochschulgruppe, Susann Ulbricht, merkte dazu an: "Es ist mit unseren demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar, dass irgendwelche fundamentalistischen Positionen an dieser Uni-GH vertreten oder mitgetragen werden."

Uns ist bewusst, dass Anhängerinnen und Anhänger des Islams gerade in letzter Zeit häufig unter einen rassistisch motivierten Generalverdacht gestellt werden. Deshalb ist es uns wichtig, ausdrücklich klarzustellen, dass sich unsere Kritik nicht allgemein gegen Menschen muslimischen Glaubens richtet. Mit 'islamistisch' wird - im Gegensatz zu 'islamisch' - eine bestimmte fundamentalistische Richtung im Islam bezeichnet, die auf einen Gottesstaat hin arbeitet.

Reinhard Pastoor (Linke Liste) dazu: "Wir haben in den letzten Jahren immer wieder in verschiedenen Veranstaltungen christlichen Fundamentalismus kritisiert und eine konsequentere Trennung von Staat und Kirche eingefordert. Genau so kritisieren wir jetzt auch islamistischen Fundamentalismus." Der RCDS verweigert bis heute jede inhaltliche Stellungnahme zu den Vorwürfen.




Die Grünen fühlten sich nich Beobachtet!

Cleo 20.09.2002 - 00:39
Die wurden in ihrer Parlamenterischen Anfangszeit in Niedersachsen wegen Verbindungen zu der Anti Atom Scene beobachtet, und um sie zu züchtigen, wurde es in den Zeitungen veröffentlicht, das für das System Unbequeme Interessengruppen und Personen vom LfVS beobachtet würden!

Thats Demokratie!

RCDS ist teilweise rechtsextremistisch

Rudi 20.09.2002 - 01:01
in BS haben auf der RCDS-Liste auch Mitglieder der rechtsextremistischen Burschenschaft Germania sowie des Junge-Freiheit-Lesekreises kandidiert (der sich seinerseits zu einem Gutteil aus RCDSlern zusammensetzt)

?????

Udo 20.09.2002 - 01:17
wo ist BS ?

BS=Braunschweig (Harz, Niedersachsen)

kleines Geographiewunder 20.09.2002 - 01:54
in Deutschland, Europa, Welt, Universum.....


(; - Nimms nicht zu ernst....

Nicht, dass mensch mit dem RCDS

Kai 20.09.2002 - 10:49
diskutieren sollte, aber vielleicht wäre es an der Zeit, ihn und vor allem die Öffentlichkeit noch mal darauf hinzuweisen, wohin eine solche Haltung ("Wer nichts macht, hat auch nichts zu befürchten ...") führen kann. Erstens sollte spätestens nach 1933-45 klar sein, dass ein Staat durchaus Gesetze schaffen kann, um unbequeme GegnerInnenschaft zu kriminalisieren und dann durch eine GeStaPo beseitigen zu lassen. Wie weit das geführt hat, könnte vielleicht sogar den Graupen vom RCDS bekannt sein, aber wahrscheinlich wird in ihren Verbindungen etwas anderes gelehrt ... Zweitens erinnern wir uns an jüngere Geschichte, die Zeit der KommunistInnen-Hatz, durch die Abertausende BürgerInnen der BRD unter Generalverdacht gestellt wurden und einerseits durch den VS überwacht andererseits aus ihrem Berufsleben ausgeschlossen wurden. Dabei handelte es sich (genauso, wie jetzt in Hannover) um Menschen, die zu keinem Zeitpunkt durch Gewalttätigkeiten aufgefallen waren.
Die Passivitäts-Doktrin der "Anständigen" führt auch zu politischer Passivität, da mensch fürchten muss, für ihr politisches Engagement bestraft zu werden, spätestens wenn der politische Wind dreht und es sicherer ist, das Fähnchen in denselben zu hängen. Die Konsequenz sind geringeres politisches Engagement, politische Verfolgung, weniger Pluralismus und damit politische Gleichschaltung auf eine als einzig-demokratisch bezeichnete "Mitte".
Die der Extremismus-Theorie entspringende bürgerliche Doktrin, nur "böse Menschen" würden verfolgt, also seien verfolgte Menschen eben "böse", muss angegriffen und entmachtet werden. Die Gleichsetzung von Rechts und Links klingt für große Teile der bürgerlichen "Mitte" logisch und lässt sie in den antilinken Chor der law-and-order-Scharfmacher á la Beckstein, Schill und Schily einfallen und führt zu zunehmender Entsolidarisierung von emanzipatorisch Kämpfenden. Die Pseudo-Logik dieser Doktrin sollte nicht länger ignoriert werden, denn sie hat bereits weiten Schaden an der Bewegung genommen. Statt dessen sollte jederzeit auf Gleichsetzungen von rechts und links auch auf historischer Ebene reagiert werden. Eine Gleichsetzung von NS-Staat und DDR darf nicht schweigend hingenommen werden, egal wie mensch zu letzterer steht. Die politische Verfolgung im realexistierten Sozialismus ist nicht zu vergleichen mit der im NS-Staat, vor allem aber nicht mit dem Holocaust. Darüber hinaus ist der Stalinismus nicht repräsentativ für die Linke, seien es Ein-Punkt-Bewegte, SozialistInnen, AnarchistInnen oder KommunistInnen.
Wie gesagt, diese Doktrin muss angegriffen werden, da sie in Millionen, auch linksbürgerlicher, Köpfe verwurzelt ist und die HAndlungsfähigkeit, bzw. die Zukunftsfähigkeit emanzipatorischer Politik empfindlich einschränkt.

"staatliche Sicherheit unterstützen"

erinnert sich noch wer an die 80er 20.09.2002 - 14:04
Da hieß es vom RCDS dauernd: "die böse, böse Staatssicherheit" :-)

Woher kommt all das Geld?

einem aus dem Linken Bündnis von damals 22.09.2002 - 08:02
In Göttingen hat der eRCeDeS uns bei den Uniwahlen 2000 (+- ein Jahr :-) mal 20.000 DM für zwei Stimmen im StuPa (Studierendenparlament) geboten. Sie hatten damals zwei unsichere Querulanten in ihren "Koalitionsreihen". In Gö gibt es eine verfasste Studierendenschaft und somit AStA-Steuern für Studis.

Ja woher hatte der RCD$ denn das ganze Geld?

RCDS

Donky-Kong 25.09.2002 - 16:24
Jaja der RCDS schon wieder. Und gerade der Göttinger RCDS. Dort ist unter anderem ein gewisser "Christian Vollrat" organisiert, seines Zeichens Autor bei der JF.

Ey, Doro! Erzähl uns mal was über die JF, und warum die von VS beobachtet wird!

Doros Freunde!

Donky-Kong 25.09.2002 - 16:31
Der RCDS sollte uns mal erzählen, was es denn bei denen für Extremisten gibt, insbesondere in Göttingen. Dort studiert die allseits geschätzte Dorothee auch.

Im Göttinger RCDS ist unter anderem ein gewisser "Christian Vollrath", seines Zeichens Autor bei der Jungen Freiheit, er hat auch Kontakte zu der Northeimer Kameradschaft um Thorsten Heise...

Hey Doro!
Erzähl uns doch mal etwas über die Extremisten im Göttinger RCDS!

rcds in göttingen doof, aber nicht spendabel

john reed 26.09.2002 - 19:41
ich bin ja schon lange in der uni-politik in göttingen aktiv, aber daß der rcds mal 20.000 dm für zwei stimmen der linken (!) geboten hätte, ist doch völliger spinnkram. mal abgesehen davon, daß die im jahr 2000 eine ganz eindeutige und sichere mehrheit hatten. wir haben jetzt hier den dritten rechten asta in göttingen seit 1966! und das liegt nicht zuletzt daran, daß teile der uni-linken den arsch nicht hochbekommen, z.b. wenn es um studiengebühren und umbau der unis in stiftungen geht.

eigentlich doch toll, daß doro so einen senf rausposaunt, die liefern uns ja lauter steilvorlagen für unsere propaganda. jetzt im wintersemester den asta mal thematisch in die ecke drängen und im januar können wir wieder einen asta mit linker positionierung erringen. denn burschenschaftshackfressen, neoliberale und spießer sollten doch ein für alle mal aus dem asta rausgehalten werden.

Ajan 12.11.2002 - 19:13
Leute was regt ihr euch den über den RCDS auf?
Es ist wichtig das es einen vernünftigen, rationalen Gegenpart zu den destruktiven Linken gibt.
Es wird immer auf die Verdassungsmäßigen Rechte gepocht, und wenn dann auf Verfassungsmäßigkeit überprüft wird gejammert. Zudem sind viele ASTAe derart linksextrem, das sie die Studenttenmasse bei weitem nicht widerspiegeln.

Leute Leute Leute

Beobachter 15.11.2002 - 00:17
Leute, Leute, versteh´einer die Leute; vor allem die jungen!
Daß junge Menschen das Recht haben, sich zusammenzutun, zu organisieren, auch konsrevative, junge Menschen, ist unbestritten. Daran gibt nach demokratischen Regeln auch nix zu wollen.
Wer aber, wie diese Jung-CSU-Studi-Verbohrt-(Dumm?!?)-EwigGestrigDenker-Typen im Glashaus sitzt, der sollte, grad in Göttingen, nicht mit Steinen schmeißen. Die könnten nämlich zurückfliegen. (was aber auch nicht Sinn der Sache sein kann)