Who the fuck is attac?
[ Flugblatt für den 14.9 ] Attac-Gewerkschaften-Politiker- sie alle wollen den Kapitalismus nur besser verwalten - "das schöne Leben", was dabei rauskommt, kennen wir schon zur Genüge.
Who the fuck is attac?
Auf jeden Fall die Guten. Für uns legen sie den Zeigefinger auf die Wunden, für uns bestimmen sie, gegen was wir - als Teil "ihrer" Bewegung - vorzugehen haben: den Ausverkauf des Bildungssystems, die Gesundheitsreform, die drohende Durchsetzung des Programms der Hartzkomission...
Für uns haben sie auch gleich das passende Feindbild parat: "neoliberale Globalisierung", "entfesselte Märkte" - und hinter all dem droht das Finanzkapital. Doch Staat sei Dank, für uns gibt es noch Rettung: Mit der Spekulationssteuer auf alle Devisengeschäfte zieht Captain Tobin ins Gefecht, kämpft für die Unterdrückten, erlöst uns von allen Übeln dieser Welt. Der "Raubtierkapitalismus" wird zum Schoßhund gezähmt, komplett mit rosa Schleife ... Für wen? Für uns.
Klar - wir träumen jede Nacht von einer gerechteren Welt, in der es endlich die Tobinsteuer gibt.
Attac-Gewerkschaften-Politiker- sie alle wollen den Kapitalismus nur besser verwalten - "das schöne Leben", was dabei rauskommt, kennen wir schon zur Genüge:
+ Weckerklingeln und ihn gegen die Wand schmeissen wollen
+ Mit verquollenen Augen in Strassenbahnen, Bussen oder Autos zur Maloche gurken
+ Schon selber am Malochen sein und andere mit Bussen und Bahnen zur Maloche schaffen
+ Arschkriechen in der glitzernden Welt der Medien- oder IT-Branche, 14 Stunden ganz "kreativ" am Screen ausbrennen
+ 8 Stunden rotieren in Supermärkten, Kantinen, Fast-Foodketten oder Frittenklitschen, damit mensch auch was zu fressen kriegt+ Malochen in Krankenhäusern, Altersheimen, diejenigen versorgen, die (grade) nicht mehr in den 8-Stundentakt passen
+ Anöden in Schulen und Unis, nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben, haissa, was für ein Leben!
+ Durchknallen und plötzlich in der Klapse oder im Bau aufwachen
+ Stressen mit Arbeits- und Sozialämtern, wenn deine Arbeitskraft gerade mal nicht gebraucht wird, oder du keine Lust hast, sie zu verkaufen
+ Und Freizeit ist der Stress, sich von der Arbeit zu erholen: am
Wochenende ne Packung Kultur, Club-Life, oder Relax-Workshop
reinfahren... und weiter geht´s
Sinnsuche, wo steckt der Sinn des Arbeitslebens? Täglich Arbeit für wen, für was? Mein Chef investiert demnächst in Produktion von beheizten Mouse-Pads, das scheint ihm nicht sinnvoll, aber profitabel. Wir, die wir den Schrott dann produzieren dürfen, bestimmen nicht über das Wie, Was und Warum. Für uns verliert sich der Sinn unserer Arbeit zwischen Lohnabrechnungen, Mietmahnungen und anderen Rechnungen des täglichen Überlebens.
Was ein Wahnsinn:
- ein System, das Milliarden Menschen täglich dazu zwingen muss, ihre Energie und Zeit für die Produktion von etwas zu opfern, was ihnen am Arsch vorbei geht; denn die Produktion bestimmt über die ProduzentInnen und das eigene Produkt richtet sich gegen sie (als neue Maschine, als zu bezahlende Ware, als Berufsverkehr, als Cruise Missile)
- ein System, das in der Produktion weltweit immer mehr Menschen in Abhängigkeit voneinander bringt ("Globalisierung") und gleichzeitig dafür sorgen muss, dass diese in Abteilungen, Betrieben, Nationen getrennt voneinander bleiben, um sie weiter dem Profitinteresse unterwerfen zu können - ein System, das Krisen am laufenden Band produziert, die immer mehr Menschen ins Elend schickt, nicht weil zu wenig, sondern zu viel produziert wurde; ein System, dem nur der Krieg bleibt, um das weltweite Ausbeutungsregime aufrechtzuerhalten.
Eine Linke, die sich nicht auf die realen Erfahrungen und Kämpfe der Ausgebeuteten bezieht, wird zum willkommenen Krisen-Manager dieser Gesellschaft. Da die Attac-Linke bei der Krisenlösung mitmischen will, muss sie uns den Staat als Wohlfahrtspapa verkaufen, braucht sie uns als blosses Fußvolk, als Opfer der Globalisierung, die sie vor dem Staat vertreten können.
Die Suche nach dem wirklich schönen Leben beginnt woanders, in den wirklichen Kämpfen:
- Wer kennt schon die Streikerfahrungen der Busfahrer-Innen aus Düsseldorf oder dem Rhein-Main Gebiet, die sich über Wochen dem Nahverkehr enthielten?
- Wer weiß was vom Streik der niederrheinischen Fliesenleger, die ihren 10 wöchigen Streik zur Zeit nur ausgesetzt haben?
- Was ist wenn Mc Donald´s ArbeiterInnen monatenlang in Paris streiken und Filialen dichtmachen und die Möglichkeit zu kämpfen - Symbolunternehmen der "Globalisierung" hin, prekäre Arbeitsbedingungen her - auch nach hier schwappt?
- Was bedeutet es, wenn ArbeiterInnen bei Moulinex in Frankreich nicht vor Arbeitsgerichten jammern, keine Latsch-Protest-Demos oder Vier-Tage-Todesfasten machen, sondern nach der Verkündigung der Werkschliessung kurzer Hand das Verwaltungsgebäude in Brand stecken?
- Was ist, wenn wie zB. in Argentinien eine ganze Wirtschaft in die Krise abstürzt, wenn sich die Leute massenhaft gegen die Zumutungen wehren, die Politiker zum Teufel jagen und anfangen, ihre Geschichte selbst in die Hand zu nehmen?
Que se vayan todos! Sollen Sie alle abhauen!
Lassen wir uns nicht von dem angstbesetzten Gelaber über Krisen und Kriege anstecken, das uns nur dazu bringen soll, unsere Schnauze zu halten und fleißig zur Wahlurne zu laufen. Dabei sind es die VertreterInnen dieses Systems, denen der Arsch auf Grundeis geht, weil sie selber nicht wissen, wie sie ihr Arbeitshaus wieder flott machen sollen. All die schillernden Träume vom ewigen Börsenwunder und der heiligen New Economy
sind längst geplatzt
Und nu?
Wir wollen eine Bewegung, die die Wut gegen die alltägliche Drangsalierung in Schulen, Fabriken, Ämtern, Knästen als Ausgangspunkt nimmt. Eine Bewegung, in der wir uns selbst verändern, weil wir den Kampf nicht anderen überlassen. Eine Bewegung, die nicht auf Polit-Treffen oder an Verhandlungstischen (ver-)endet, sondern die Ausbeutung hier und jetzt
angreift.
Von unseren Kämpfen hängt es ab, ob wir weiterhin die uns zugedachte Rolle der Opfer dieser Krisen spielen. Oder ob wir unser weltweites Produzentenwissen aus der Isolation der Betriebe, Universitäten, Berufsgruppen und Volkswirtschaften befreien und uns zusammen Reichtum und Mittel der Automation aneignen. Für eine Gesellschaft, in der nicht das Hamsterrad des Profits bestimmt, sondern die gemeinsame Kreativität und
Lust freier Individuen.
Nicht nur die Elbe läuft über, auch wir haben die Schnauze voll!
Kapitalismus hat Hilfe bitter nötig - verweigern wir sie!
Who the fuck needs attac? We need a fucking revolution.
www.prol-position.net
Auf jeden Fall die Guten. Für uns legen sie den Zeigefinger auf die Wunden, für uns bestimmen sie, gegen was wir - als Teil "ihrer" Bewegung - vorzugehen haben: den Ausverkauf des Bildungssystems, die Gesundheitsreform, die drohende Durchsetzung des Programms der Hartzkomission...
Für uns haben sie auch gleich das passende Feindbild parat: "neoliberale Globalisierung", "entfesselte Märkte" - und hinter all dem droht das Finanzkapital. Doch Staat sei Dank, für uns gibt es noch Rettung: Mit der Spekulationssteuer auf alle Devisengeschäfte zieht Captain Tobin ins Gefecht, kämpft für die Unterdrückten, erlöst uns von allen Übeln dieser Welt. Der "Raubtierkapitalismus" wird zum Schoßhund gezähmt, komplett mit rosa Schleife ... Für wen? Für uns.
Klar - wir träumen jede Nacht von einer gerechteren Welt, in der es endlich die Tobinsteuer gibt.
Attac-Gewerkschaften-Politiker- sie alle wollen den Kapitalismus nur besser verwalten - "das schöne Leben", was dabei rauskommt, kennen wir schon zur Genüge:
+ Weckerklingeln und ihn gegen die Wand schmeissen wollen
+ Mit verquollenen Augen in Strassenbahnen, Bussen oder Autos zur Maloche gurken
+ Schon selber am Malochen sein und andere mit Bussen und Bahnen zur Maloche schaffen
+ Arschkriechen in der glitzernden Welt der Medien- oder IT-Branche, 14 Stunden ganz "kreativ" am Screen ausbrennen
+ 8 Stunden rotieren in Supermärkten, Kantinen, Fast-Foodketten oder Frittenklitschen, damit mensch auch was zu fressen kriegt+ Malochen in Krankenhäusern, Altersheimen, diejenigen versorgen, die (grade) nicht mehr in den 8-Stundentakt passen
+ Anöden in Schulen und Unis, nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben, haissa, was für ein Leben!
+ Durchknallen und plötzlich in der Klapse oder im Bau aufwachen
+ Stressen mit Arbeits- und Sozialämtern, wenn deine Arbeitskraft gerade mal nicht gebraucht wird, oder du keine Lust hast, sie zu verkaufen
+ Und Freizeit ist der Stress, sich von der Arbeit zu erholen: am
Wochenende ne Packung Kultur, Club-Life, oder Relax-Workshop
reinfahren... und weiter geht´s
Sinnsuche, wo steckt der Sinn des Arbeitslebens? Täglich Arbeit für wen, für was? Mein Chef investiert demnächst in Produktion von beheizten Mouse-Pads, das scheint ihm nicht sinnvoll, aber profitabel. Wir, die wir den Schrott dann produzieren dürfen, bestimmen nicht über das Wie, Was und Warum. Für uns verliert sich der Sinn unserer Arbeit zwischen Lohnabrechnungen, Mietmahnungen und anderen Rechnungen des täglichen Überlebens.
Was ein Wahnsinn:
- ein System, das Milliarden Menschen täglich dazu zwingen muss, ihre Energie und Zeit für die Produktion von etwas zu opfern, was ihnen am Arsch vorbei geht; denn die Produktion bestimmt über die ProduzentInnen und das eigene Produkt richtet sich gegen sie (als neue Maschine, als zu bezahlende Ware, als Berufsverkehr, als Cruise Missile)
- ein System, das in der Produktion weltweit immer mehr Menschen in Abhängigkeit voneinander bringt ("Globalisierung") und gleichzeitig dafür sorgen muss, dass diese in Abteilungen, Betrieben, Nationen getrennt voneinander bleiben, um sie weiter dem Profitinteresse unterwerfen zu können - ein System, das Krisen am laufenden Band produziert, die immer mehr Menschen ins Elend schickt, nicht weil zu wenig, sondern zu viel produziert wurde; ein System, dem nur der Krieg bleibt, um das weltweite Ausbeutungsregime aufrechtzuerhalten.
Eine Linke, die sich nicht auf die realen Erfahrungen und Kämpfe der Ausgebeuteten bezieht, wird zum willkommenen Krisen-Manager dieser Gesellschaft. Da die Attac-Linke bei der Krisenlösung mitmischen will, muss sie uns den Staat als Wohlfahrtspapa verkaufen, braucht sie uns als blosses Fußvolk, als Opfer der Globalisierung, die sie vor dem Staat vertreten können.
Die Suche nach dem wirklich schönen Leben beginnt woanders, in den wirklichen Kämpfen:
- Wer kennt schon die Streikerfahrungen der Busfahrer-Innen aus Düsseldorf oder dem Rhein-Main Gebiet, die sich über Wochen dem Nahverkehr enthielten?
- Wer weiß was vom Streik der niederrheinischen Fliesenleger, die ihren 10 wöchigen Streik zur Zeit nur ausgesetzt haben?
- Was ist wenn Mc Donald´s ArbeiterInnen monatenlang in Paris streiken und Filialen dichtmachen und die Möglichkeit zu kämpfen - Symbolunternehmen der "Globalisierung" hin, prekäre Arbeitsbedingungen her - auch nach hier schwappt?
- Was bedeutet es, wenn ArbeiterInnen bei Moulinex in Frankreich nicht vor Arbeitsgerichten jammern, keine Latsch-Protest-Demos oder Vier-Tage-Todesfasten machen, sondern nach der Verkündigung der Werkschliessung kurzer Hand das Verwaltungsgebäude in Brand stecken?
- Was ist, wenn wie zB. in Argentinien eine ganze Wirtschaft in die Krise abstürzt, wenn sich die Leute massenhaft gegen die Zumutungen wehren, die Politiker zum Teufel jagen und anfangen, ihre Geschichte selbst in die Hand zu nehmen?
Que se vayan todos! Sollen Sie alle abhauen!
Lassen wir uns nicht von dem angstbesetzten Gelaber über Krisen und Kriege anstecken, das uns nur dazu bringen soll, unsere Schnauze zu halten und fleißig zur Wahlurne zu laufen. Dabei sind es die VertreterInnen dieses Systems, denen der Arsch auf Grundeis geht, weil sie selber nicht wissen, wie sie ihr Arbeitshaus wieder flott machen sollen. All die schillernden Träume vom ewigen Börsenwunder und der heiligen New Economy
sind längst geplatzt
Und nu?
Wir wollen eine Bewegung, die die Wut gegen die alltägliche Drangsalierung in Schulen, Fabriken, Ämtern, Knästen als Ausgangspunkt nimmt. Eine Bewegung, in der wir uns selbst verändern, weil wir den Kampf nicht anderen überlassen. Eine Bewegung, die nicht auf Polit-Treffen oder an Verhandlungstischen (ver-)endet, sondern die Ausbeutung hier und jetzt
angreift.
Von unseren Kämpfen hängt es ab, ob wir weiterhin die uns zugedachte Rolle der Opfer dieser Krisen spielen. Oder ob wir unser weltweites Produzentenwissen aus der Isolation der Betriebe, Universitäten, Berufsgruppen und Volkswirtschaften befreien und uns zusammen Reichtum und Mittel der Automation aneignen. Für eine Gesellschaft, in der nicht das Hamsterrad des Profits bestimmt, sondern die gemeinsame Kreativität und
Lust freier Individuen.
Nicht nur die Elbe läuft über, auch wir haben die Schnauze voll!
Kapitalismus hat Hilfe bitter nötig - verweigern wir sie!
Who the fuck needs attac? We need a fucking revolution.
www.prol-position.net
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Nicht zu vergessen
Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Attac es immer wieder schafft Massen zu mobilisieren.
cool
Kritiker hat recht!
Prima Teil!
¡Que todos caigan!
Schönes Flugblatt - Aber...
Ein schönes Flugblatt, das in der Beschreibung der Wirklichkeit stimmt - in den Schlußfolgerung aber etwas schwammig bleibt.
Attac erlöst von KEINEM Übel.
Das müssen die Menschen schon selber machen.
Zu dieser Demo am 14.9. kamen ca. 40000 Leute nach Köln.
Bei einem guten Gegner bekommt der FC Köln diese Zahl (fast ausschließlich Kölner) auch für sein Zweit-Liga-Spiel auf die Beine. Was heißt das in unserer Wirklichkeit?
Jedes beliebige Fußballspiel mobilisiert mehr Menschen als die Politik. Hier auf Indymedia gibt es Gruppen, die stolz schreiben, dass sie in einer Großstadt 200 Leute für eine Demo mobilisiert haben (und sie schreiben das zurecht!). Aber das schafft jeder Fußball-Dorf-Verein.
Dieser kleine Vergleich zeigt die Wirklichkeit des politischen Intresses in unserem Land.
Auch die 40000, die der FC Köln mobilisiert sind kleine Arbeiter und Angestellte und Arbeitslose, die genau so in ihrem Job arbeiten ( oder beim Arbeitsamt Schlange stehen) und dort den oben beschriebenen Zwängen ausgesetzt sind. Warum interessiert diese Menschen das Zweitliga-Spiel des FC Köln mehr als ihre eigene reale Existenz? Und wie können wir es schaffen, diese politische Apathie zu überwinden.
Ja, Attac bekommt Zulauf - auch von jungen Menschen, bzw. von Menschen, die bisher noch nicht politisch aktiv waren. Wen wundert es hier, dass diese anpolitisierten Menschen nicht gleich für die Revolution eintreten?
Natürlich sehen diese Menschen die Ungerechtigkeit in dieser Welt. Aber das ist erst einmal ein diffuses Gefühl. Natürlich wollen diese Leute dieses System erst einmal lediglich verändern. Diese Leute haben oftmals auch Angst vor radikalen Veränderungen. Sollen wir sie vor den Kopf stoßen und sagen, sich hier gegen die Privatisierung von Kliniken einzusetzen bringt nichts, ihr müßt erstmal diesen ganzen Scheiß-Staat abschaffen? Und was dann???
Erinnert Euch bitte mal an Eure eigenen politischen Anfänge. Seit Ihr gleich mit der Revolution eingestiegen? War es bei auch nicht auch das Gerechtigkeitsgefühl, das in Erkenntnis dieser bundesrepublikanischen Realität Amok gelaufen ist?
Der Schreiber oben hat von Streiks gesprochen. Was verändern diese Streiks in diesem System? Sie machen das System und die darin lebenden kompatibler. Die Streikenden bekommen einen kleinen Schnipsel mehr und sind für das nächste Jahr wieder zufrieden, sind für ein Jahr wieder im System angekommen. Sollen wir deshalb solche Streiks ablehnen? Sind solche Streiks nicht radikal genug - denn sie verändern dieses System sicher nicht (das wußte auch schon Marx).
Nein. Wir sind für diese Streiks, weil sie (wenn auch nur Ansatzweise) Bewußtsein schaffen. Wir sind auch für solche Demos, weil auch sie Bewußtsein schaffen (Ansatzweise). Wir sind für Diskussionen und Veranstaltungen mit Menschen zu beliebigen Politischen Themenbereichen, weil sie ebenfalls (Ansatzweise) Politisches Bewußtsein schaffen. Wir versuchen, die Menschen dahin zu bringen, dass sie sich für ihre EIGENEN Interessen einsetzen.
Absolut falsch finde ich die Aussage: "für uns bestimmen sie (Anm. ATTAC), gegen was wir - als Teil "ihrer" Bewegung - vorzugehen haben".
Ich komme aus Köln. Es haben sich viele Kölner Gruppen an dieser Demonstration mit Infoständen beteiligt. Ich glaube keine dieser Gruppen wird sagen, das wir - auch nur Ansatzweise - Einfluß auf die Inhalte ihrer politischen Positionen oder gar ihrer politischen Aussagen genommen haben.
Es gäbe mehr zu diskutieren. Aber für Diskussionen ist das Internet nur begrenzt einsetzbar.
Besucht einfach mal eine ATTAC-Gruppe. Viele werden viel an ATTAC auszusetzen haben, manches sicher auch zu recht. Aber das Engagement der Menschen in ATTAC ist ehrlich. Wir haben auch keine Berührungsängste. Wir versuchen auch möglichst wenige Auszugrenzen. Wir finden diskutieren besser! Und das ist wichtig!