Verdeckte Ermittlerin des Verfassungsschutzes in Hannover

Aufarbeitungsgruppe Hannover 26.08.2002 21:58 Themen: Repression
Von Herbst 1998 bis Januar 2002 befand sich unter dem Namen Kirsti Weiß eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes in den Strukturen der linken Szene in Hannover. Mitte August 2002 hat sie sich gegenÜber einer befreundeten Person selbst enttarnt.
1. Veröffentlichung zur Information 25.08.2002


Von Herbst 1998 bis Januar 2002 befand sich unter dem Namen Kirsti Weiß eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes in den Strukturen der linken Szene in Hannover. Mitte August 2002 hat sie sich gegenüber einer befreundeten Person selbst enttarnt.

Beschreibung:
Sie ist ca. 1,65 m groß, hat blaue Augen, dunkelblondes Haar und eine Narbe von einer Gaumenspalte an der linken Seite der Oberlippe. Sie trägt am linken Schulterblatt ein Tattoo, das ägyptische Zeichen Ank, ein Kreuz mit einer Schlaufe statt des oberen senkrechten Abschnitts, vor blauem Hintergrund. Sie spricht einen sächsischen ,,Slang" und ist vermutlich in der DDR groß geworden.


Ihre Geschichte in Hannover
Sie kam 1998 nach Hannover und begann ein Studium der Sozialwissenschaften zum Wintersemester 1998. Mit Beginn des Wintersemesters arbeitete sie im Kollektiv des Elchkellers (linkes studentisches Café) mit. Im Herbst 1998 war sie auf einem Nachbereitungstreffen zu den hannöverschen Innenstadtaktionstagen. Von Herbst 1998 bis Oktober 1999 nahm sie an Treffen einer Frauengruppe zu diesem Themenbereich teil, kurze Zeit war sie damals auch in feministischen Antifa-Zusam­menhängen. 1999 nahm sie an dem Zentrentreffen in Hamburg teil. Von Anfang 1999 bis Dezember 2001 arbeitete sie in der gemischten Innenstadtgruppe Hannover mit und nahm auch an bundesweiten Innenstadtaktionstreffen teil. In der Zeit von Mai 1999 bis einschließlich April 2001 war sie Referentin für Presse und öffentlichkeit im AStA der Universität Hannover. Dort hatte sie theoretisch Zugriff auf sämtliche Unterlagen und Dateien von diversen politischen Gruppen, die die Infrastruktur des AStA nutzten. Außerdem nahm sie an landesweiten ASten-Treffen teil.
Seit Ende 1998 beteiligte sie sich an den regionalen Bündnistreffen, um den Widerstand gegen die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover neu zu organisieren. Seit dem ersten Treffen im Dezember 1998 nahm sie regelmäßig an bundesweiten Treffen zur Vorbereitung des EXPO-Widerstandes teil, die Ergebnis dieser regionalen Bemühungen waren. Ob sie an allen acht Treffen, die bis zur EXPO-Eröffnung im Juni 2000 stattfanden, teilgenommen hat (die in Hannover, Bielefeld und in ,,Zytanien" im Rahmen eines anarchistischen Sommercamps stattfanden) lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Sie stellte später eine Ausgabe des Rundbriefs des bundesweiten Zusammenhanges von Anti-EXPO-Gruppen zusammen und hatte damit vollen Zugriff auf den bundesweiten Verteiler des EXPO-Widerstands. Sie arbeitete an den bundesweiten Mobilisierungszeitungen im April / Mai 2000 mit und war auch an einigen Mobilisierungsveranstaltungen in anderen Städten beteiligt.
Entsprechend war sie regelmäßig auf den Anti-EXPO-Plena in Hannover und war vor allem organisatorisch in die Vorbereitungen und die Aktionen im Zusammenhang mit der Aktionswoche gegen die EXPO eingebunden, die Ende Mai / Anfang Juni 2000 stattfand. So übernahm sie auch Schichten des Infotelefons vor der Aktionswoche. An den Planungen - sowohl bundesweit, als auch lokal - für diese Aktionswoche war sie aktiv beteiligt und hatte Einblick in nahezu alle Bereiche. Beteiligt war sie auch an der Interkulturellen Sommeruni für Frauen und Lesben, die als Gegenprojekt zur ,,internationalen frauen uni" der EXPO stattfand.
Sie nahm an mehreren Protesten und Aktionen im Wendland gegen die Castor-Transporte teil und war spätestens seit dem Ende der EXPO (Oktober 2000) festes und sehr aktives Mitglied einer Anti-AKW-Gruppe in Hannover und nahm auch an mehreren szeneweiten Vorbereitungstreffen zu den Castor-Transporten teil. Im Wendland war sie bei Camp-Plena und Aktionsplanungen anwesend. Auch an Planungen und Aktionen zu anderen Castor-Transporten aus verschiedenen AKWs in die Wiederaufarbeitungsanlagen war sie beteiligt.
Teilgenommen hat sie im Laufe ihrer ,,Szenetätigkeit" in Hannover auch an mehreren Veranstaltungen in anderen Bereichen. Bisher bekannt ist uns, daß sie in Hannover auch bei Antifa-Demos und Aktionen gegen Abschiebungen war; bundesweit war sie beim Verstärker-Kongress in Leipzig 1999 und bei Demos gegen den Frauen-Abschiebeknast in Neuss.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie in den Bereichen AStA, Anti-EXPO, Innenstadtaktion und Anti-AKW zentrale Funktionen einnahm und darüber auch bundesweite Strukturen mitbekam; in anderen Bereichen war sie zwar nicht so tief drin, immerhin aber so, dass sie für Hannover wusste, wer in welchen Zusammenhängen wie aktiv ist, welche Diskussionen geführt und welche Positionen vertreten werden. Sie bewegte sich viel und sehr selbstverständlich in den Strukturen der linken Szene, war häufig in der Vokü im UJZ Kornstraße (war auch in einer Kochgruppe) und hatte zahlreiche enge, z. T. sehr freundschaftliche Kontakte zu Menschen aus der Szene, in der sie allgemein sehr beliebt war.
Seit Februar 2000 war sie Besitzerin eines PKW (blauer Citroen AX; angeblich ein Geschenk der Eltern), den sie bereitwillig und häufig an andere Personen ausgeliehen hat. Weiterhin besaß sie ein Handy, das oft in Gebrauch war - auch auf Demos und bei ähnlichen Aktionen.
Die ersten vier Wochen in Hannover lebte sie in der Jugendherberge, anschließend alleine in einer Wohnung in der Lilienstraße in der Nordstadt. Im Sommer 1999 zog sie mit einer Frau aus dem politischen Umfeld zusammen. Im Oktober 2000 ist sie dann in eine größere WG mit politisch aktiven Leuten gezogen.
Ihr Studium finanzierte sie Anfangs angeblich über ihre Eltern und ihre Arbeit im AStA. Mindestens seit März 2000 gab sie vor, einen Nebenjob in einem Reisebüro für Tagungsreisen etc. ohne Publikumsverkehr in Hannover-Stöcken zu haben. Sie war dort sehr flexibel ,,angestellt" und ,,arbeitete" dort bis zu drei Mal wöchentlich.
Im Herbst 2001 machte sie für das angebliche Reisebüro eine einwöchige Reise, um ,,Hotels zu testen". Nach ihrer Rückkehr gab sie an, dort jemanden kennen gelernt zu haben, der für ein halbes Jahr in einem Hotel auf Malta Kinder betreut habe, und sie sich gut vorstellen könnte, das Gleiche zu machen. Sie begründete dies damit, dass ihr ihr Studium nichts mehr bringe (sie sei auch durch ihre zweijährige AStA-Zeit völlig draußen) und sie erst einmal ,,Zeit für sich" bräuchte, um herauszufinden, was sie wirklich wolle. Voraussetzung für den Aufenthalt in Malta sei ein dreimonatiges Praktikum in einem Hotel in Garmisch-Partenkirchen, auf das sie sich dann ,,bewarb". Sie ,,bekam den Job" und fuhr dort Mitte Januar in Begleitung zweier befreundeter Personen hin. Danach war sie tatsächlich in Garmisch-Partenkirchen, jedenfalls erhielt sie dort mehrfach Besuch von einer befreundeten Person aus Hannover. Mit einer anderen befreundeten Person traf sie sich in München. Am 28. März 2002 flog sie dann vorgeblich nach Malta, weshalb angeblich kein Kontakt über Handy mehr möglich war, nur noch per E-Mail. Am 16.4. schickte sie dann die erste E-Mail aus ,,Malta". Jeden anderen Kontakt außer E-Mail wies sie zurück mit der Begründung, sie brauche diesen Abstand.



Ihre Legende
Sie gab an, am 30.12.75 in Schwerin geboren zu sein, als sich ihre Eltern dort gerade auf einer Silvesterfeier befanden. Die Eltern lebten eigentlich aber in dem Ort Geyer oder in Annaberg-Buchholz (beides Kleinstädte südlich von Chemnitz), dort wäre sie auch aufgewachsen. Mit 16 Jahren (im Jahr 1992) habe sie ihr Elternhaus verlassen und sei nach Osnabrück gezogen. Dort habe sie bei Freunden ihrer Eltern gelebt, um das Osnabrücker Ratsgymnasium zu besuchen, und 1995 ihr Abitur gemacht. Anschließend habe sie eine Lehre als Bürokauffrau oder ähnliches gemacht und sei dann zum Studium nach Hannover gekommen. Sie gab vor, einen Bruder zu haben, zu dem sie aber ein schlechtes Verhältnisse habe, weshalb sie ihn kaum sähe. Tatsächlich besuchte sie einmal ein junger Mann, den sie als ihren Bruder ausgab.



Die angeblich (!) wahre Biografie
In ihrem Outing hat sie eine andere Biografie angegeben. Demnach sei ,,Weiß" nicht ihr wirklicher Nachname, ihr Vorname laute aber tatsächlich Kirsti. Sie sei am 5.9.1974 geboren und in Stolpen in der Nähe von Dresden aufgewachsen. Sie habe keinen Bruder, statt dessen eine jüngere Schwester, die heute etwa 15 Jahre alt sei. Nach der ,,Wende" sei sie mit ihren Eltern in die Nähe von Hamburg gezogen und habe dort den Realschulabschluss gemacht.
Danach habe sie eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte im Unteren Dienst einer Behörde absolviert. Um welche Behörde es sich dabei gehandelt habe, sagte sie nicht. Sie bestritt aber, Polizistin zu sein.
Sie sei vom Verfassungsschutz privat angerufen worden, um sie für Spionagetätigkeiten in der Anti-EXPO-Szene anzuwerben. Ihr sei erzählt worden, dass so eine Mitarbeit notwendig sei, um militante Anschläge (z.B. Bombenattentate u.ä.) zu verhindern).
Daraufhin habe sie, als Vorbereitung für ihr Studium, an der Abendschule ihr Abi gemacht. Nach ihren eigenen Angaben wurde sie extra für den Einsatz im EXPO-Widerstand aufgebaut. Sie habe weiterhin ihr Gehalt von 1.800 DM als Verwaltungsangestellte plus zusätzlich monatlich 2.000 DM für ihre Spitzeltätigkeiten erhalten. Sie war demnach also weiterhin fest angestellt in einer Behörde (auch noch zum Zeitpunkt ihres Outings, allerdings befände sie sich nur noch in ihrem Resturlaub bis Ende August). Ob sie für ein Landesamt oder das Bundesamt für Verfassungsschutz gearbeitet hat, hat sie nicht gesagt. Auch über ihre Ausbildung für den Einsatz hat sie sich nicht geäußert.
Nach ihren Angaben befand sie sich nicht nur im Besitz eines falschen Passes, sondern auch von anderen falschen Papieren (Zeugnisse etc.), während ihre echten Papiere beim Verfassungsschutz verwahrt wurden.
In ihrer Zeit in Hannover habe sie nie in einem Reisebüro gearbeitet. Laut ihren jetzigen Angaben hat sie in diesen Zeiten ihre Vorgesetzten getroffen, wobei es Anhaltspunkte dafür gibt, dass dies tatsächlich in Hannover-Stöcken stattgefunden haben könnte. Ihr Weggang aus Hannover nach Garmisch-Partenkirchen sei nicht ihre Entscheidung gewesen, vielmehr habe der Verfassungsschutz sie für unsicher gehalten, so dass sie im Januar 2002 versetzt worden sei. Dazu bekam sie die Anweisung, sich mit den mit ihr befreundeten Personen zu zerstreiten.
Ihr angeblicher Aufenthalt in Malta habe nie stattgefunden (am angeblichen Abreisetag, dem 28.3.2002 habe sie ihr Handy ihren Vorgesetzten aushändigen müssen). Sie behauptet, das letzte halbe Jahr statt dessen in Dresden gewesen zu sein. Sie gab an, zum Wintersemester ein Studium der Sozialpädagogik in Dresden beginnen zu wollen.
Alle Angaben zum Outing sind erst einmal Aussagen der Verdeckten Ermittlerin selbst, die erst mal genauso unglaubwürdig sind, wie all das, was sie uns die letzten dreieinhalb Jahre erzählt hat.



Quellen und Personen schützen!
Um andere Personen zu schützen, wollen wir hier noch einmal darauf hinweisen, dass selbstverständlich nicht über Quellen und Personen spekuliert werden darf. Wer glaubt, Quellen oder Personen, die in Zusammenhang mit den Informationen stehen, zu kennen, behält dies für sich. Punkt. Insbesondere wollen wir darauf hinweisen, dass die im Text genannten befreundeten Personen unser volles Vertrauen genießen.



To be continued ...
In der Kürze der Zeit war es uns jetzt erstmal nur möglich, diese Informationen zusammen zu stellen. In der nächsten Veröffentlichung werden wir uns um eine politische Einschätzung bemühen...
Wir sind auf weitergehenden Informationen zu ,,Kirsti Weiß" angewiesen, die zur Aufarbeitung ihres Tuns, zur Schadensabschätzung und zur weiteren Aufklärung ihrer Person dienen. Schickt uns entsprechende Hinweise bitte an folgende Adresse:

Aufarbeitungsgruppe
c/o UJZ Kornstraße
Kornstraße 28-30
30167 Hannover
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Ergänzungen

Ja genau eben und gerade darum!

Cora 27.08.2002 - 00:00
Die LfVS und das BfVS müssen ganz schöne Existenzängste haben, welche Abscheuliche Beispiele der Gesellschaft organisieren die denn noch? sitzen die vielleicht noch in den Leistungsverweigerungsabteilungen der Arbeits un d Sozialämter, an den Freiausschanktheken in der Bierbrauereien und Kornbrennereien, und wenn die VS Waffen ins Ausland verschachern, laufen die vielleicht noch mit Hunderten Tütchen die aus dem Ausland für die Waffen wieder zurück kommen, als Sonderangebot unterm Mantel übern Drogenstrich damit die Junkys nicht aussterben.

Deswegen sind die So Gut informiert, weil sie alles selbst organisieren!

Hi Hi Hu Hu Ha Ha Hö Hö Muaaahah!

Celler Loch 27.08.2002 - 00:13

Was hat es eigentlich mit dem Celler Loch auf

Unwissender 27.08.2002 - 02:25
sich? Wäre nett, wenn es ein Wissender schreiebn könnte.

2 Dinge

Wissender 27.08.2002 - 02:42
1. Celler Loch: Der VS hat mal einen Anschlag gemacht und es den Linken in die Schuhe schieben wollen.  http://www.norbertschnitzler.de/Surftipps/2001_05.htm#Celler Loch
Sowas ähnliches wurde ein paar jahre später nch mal in Hamburg gemacht:
 http://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/026.html

2. Bitte nicht solche Postings bei Indy! Nimand kann nachvollziehen, obn das stimmt oder nicht. Was wenn - nicht? Hier werden die Datenund das Bild einer Person veröffentlicht, die sich erst mal nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen kann. Wenns ein Fake ist - Gute Nacht! Wie sollen die Mods mit sowas umgehen? Löschen? Wär o.k. - Warum wird das nicht in den betroffenen Zusammenhängen verteilt und gut ist? Warum bei Indy?

PS: Wer trägt eigentlich die strafrechtlichen Konsequenzen dieses Postings?

Paraneuzeit

saul 27.08.2002 - 08:02
Erinnert irgendwo an Bad Kleinen. War doch auch einer, für den die Autonomen eines Infoladens erstmal die Hand ins Feuer legen wollten (aua). Kann ich zwar auch nicht beurteilen was daran stimmt, aber nur ne dumme Frage (wer so fragt kennt bereits die Antwort). Hat die etwa auf Demos fotografiert? Sicher nicht! Damit machst dich zur Zielscheibe und bist eh ein Zivi. Kenn mich da aus.

warum outing ?

ro 27.08.2002 - 12:03
mich wuerd mal interessieren: warum hat sie sich denn nun ploetzlich geoutet?

und uebrigens, war doch auf den ersten blick erkennbar, dass ihr lebenslauf ein fake war: "geboren am 30.12, die eltern waren auf einer silvesterparty" - das kann jawohl irgendwie nicht stimmen..

@ ro

supisherlock 27.08.2002 - 12:26
So was blödes, wenn Mensch in Sachsen wohnt und Freunde in
Mäcpom besucht bleibt mensch auch 1-2 Tage. Hätte da gestanden 1.1. 13.00 Uhr hätte es dann wohl auch schon VORHER ERKENNBAR nicht gestimmt?--tststs

@Wissender

Unwissender 27.08.2002 - 12:48
Vielen dank für die erklärung +Links. Habe die Sachen gelesen und bin jetzt auf dem laufenden. Was ich aber nicht verstehe: Welches Motiv steckte hinter der Tat? Für mich ist keines ersichtlich. und eine andere Frage: Wann ist der schwindel aufgeflogen? Wäre nett, wenn du oder ein anderer was dazu schreieben könnte?

celler loch

ro 27.08.2002 - 13:13
(das oben mit silvester war uebrigens ein scherz, zugegebenermaszen schlecht kenntlich gemacht..)

zum celler loch: der VS wollte angeblich einen vmann in die fuehrungsebene der raf einschleusen und um dessen 'credibility' aufzubauen sollte er versuchsweise ein raf-insassen aus dem hochsicherheitsknast celle befreien (der freilich von dem vorhaben gar nichts wusste und anschlieszend ziemlich miese haftbedingungen auferlegt bekam).

27.08.2002 - 18:56
ES IST MIR EIN ABSOLUTES RÄTSEL WARUM SOWAS NICHT
AUF DIE STARTSEITE KOMMT!!!

Startseite? Ist es So Wichtig?

Klementine 27.08.2002 - 21:24
Der Guten Frau sollte man ein Dickes Linkes Lob aussprechen, das sie trotz der Nachhaltigen Gehirnwäsche bei einer Verbeamtung und sogar noch im Spitzelaparat, zu Besinnung gekommen ist, und sich ihren Linken Mitstreitern offenbahrt hat, und das sie nicht einfach Spurlos oder mit Blöden Ausreden verschwunden ist, so das Schadensbegrenzungsmassnahmen eingeleitet werden können.

Erinnert auch an den Fall in Göttingen

Kurt 27.08.2002 - 23:32
wo über 1 Jahr ein LKA Spitzel im Anti Atom Plenum mitwirkte. Er war auch als SOWI Stdent eingeschriebebn und hatte eine sehr gute Legende.

Ich hoffe die Seite existiert noch, da ist nen Bild von dem ( er stammt im übrigen aus Hannover und hat den Beruf Bulle (welches er schon in der Abizeitung als Berufswunsch angab.)

Nie verzagend in seiner politischen Arbeit, mfg Kurt

Linkes Lob?

joonga 28.08.2002 - 02:41
Also ein linkes Lob würde ich der Person selbst nicht schenken, sie hat was aufs Maul verdient wo immer sie sich noch hinwagt, wie n´ Nazi.
Die Strukturen in denen sie sich bewegt hat, haben sich allerdings sehr gut verhalten, sonst hätten Kirstis Gewissensbisse sie ja nicht geknackt...

immer fest druf

muhamed ali @ joonga 28.08.2002 - 14:23
kirsti weiss jetzt noch auf die fresse hauen bringt natuerlich sehr viel. vieliecht kannst du auch noch vs-interna aus ihr rauspruegeln.
vieleicht waere es besser sich klar zu machen dass der vs seine leute in vielen teilen unserer strukturen hat. In der geschichwerkstatt dortmund ist der fall eines spitzels dokumentiert der jahrzehnte lang die linke szene beobachtete. Das ganze kam raus als er starb und seine anungslose witwe seine archive der geschichtswerkstatt ueberliess, ohne zu wissen worum es sich dabei genau handelte, da sie selber dachte ihr mann sei ein linker gewesen. Dieser hatte -vermutlich entgegen der vorschriften- je einen durchschlag seiner berichte zu hause archiviert. So etwas laesst sich nicht verhindern, aber in seinen auswirkungen begrenzen.

Das ist kein grund fuer paranoia sonder vielmher sich bei aktionen und szeneninterna zu ueberlegen, wer was wirklich wissen muss. Heimliche freude ueber eine gelungene aktion kann schoener sein, als mit ihr rumzupralen. austausch und auch offene freude koennen wir mit den anderen beteiligten erleben. Es muss auch nicht jedeR wissen wie genau sich gruppen zusammensetzen. So laesst sich der einblick fuer spitzel des vs reduzieren.

gegen unoetigen klatsch und tratsch!

Beleidigt wa?

Rechtschreibgott, H.aus Hannover 01.09.2002 - 11:48
Die sonnst so moralischen Autonomen sind beleidigt, weil eine Ihrer/unserer "Kuschel-Club" Mitstreiterrin leider "ausgedacht" war.Dies sollte alle mal zum nachdenken über ein warum mache ich eigendlich Politik und was kommt dabei raus bringen. Die Realität schlägt gadenlos zu und Kirsti ist nur eine die es mal gewagt hat, Spiel, Spass, Abendteuer und das in unserem Kuschelclub,(Publikum ruft: Ohhhh).Kirsti, für was Du auch immer deine Seele verkauft hasst, andere verkaufen sie an BMW, wenn Du jetzt einsehen mustest das es ein Fehler war haben Du und Wir gewonnen und dem Schweinesystem mal wieder gezeigt wo seine Grenzen sind, denn bespitzeln ist eine legitiemes Mittel eines Sytems das auf be-herschung ausgelegt ist.

verzeihung..

einige Genossen aus H. 02.09.2002 - 01:48
Kristi, dickes lob für deine eigene Enttarnung! Du musst aber verstehen, wenn sich jetzt alle etwas verarscht fühlen...nun ja...thats life. hab noch ein schönes leben und lass dich von den VS-Ärschen nicht unter Druck setzen. Ich hoffe, du hast nicht alzu viel unheil angerichtet.

Echte Spitzel sind besser!

kenne andere Fälle 03.09.2002 - 21:51
Hmmm ... da gibt es eine Spitzel... (wie heißt eigentlich die weibliche Form?), die mischt vier Jahre fett mittendrin mit und enttarnt sich dann selbst. Die, die betroffen sind, bedanken sich dann noch und wünschen alles Gute.

Seltsam. Andere Menschen, die einzelne "feindliche" Kontakte zum VS haben und das auch selbst veröffentlicht haben (so steht es jedenfalls unwidergesprochen auf deren Homepage), werden als Spitzel denunziert und über Monate attackiert. Noch dazu, daß die jetzt enttarnte Kirsti gute Kontakte zu denen hatte (oder es selbst war?), die diese Attacken gefahren hat.

Es leben eben die Seilschaften! Wer von uns ist, ist auch als Spitzel irgendwie o.k. Und wer nicht von uns ist, ist auch immer scheiße.

ohhjehh....

x. 04.09.2002 - 14:48
Da ham was mal wieder...
Und alles nur wegen des guten, alten "Rechtsstaates".

Von der Vs-homepage [welch geniale politische Analyse!]:
"Deutschland hat aus der politischen Katastrophe des Nationalsozialismus gelernt, daß rechtsextremistischen Tendenzen entschlossen zu begegnen ist. Aus der politischen Katastrophe der kommunistischen Diktatur folgt gleichermaßen, die Gegner der freiheitlichen Demokratie auch von links nicht gewähren zu lassen.

Es ist Wachsamkeit nötig - nicht nur der Behörden, sondern aller Demokraten, ebenso wie die entschiedene Verteidigung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung mit den Mitteln des Rechtsstaates.

Linksextremistischer Untergrund:
mit Verboten nicht erreichbar"

zu verzeihung

05.09.2002 - 14:23

Begrüßung der zugestiegenen Spiegel.de-Leser

Mathias Schindler 10.09.2002 - 14:50
 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,213234,00.html hat nun auch den Artikel sinngleich übernommen und ein wenig mit Politikin und Moralin angereichert. Lustigerweise haben sie der jungen Dame einen schwarzen Balken verabreicht, was angesichts des indy-Links etwas sinnfrei wirkt.

Sei's drum, herzliche Grüße an die zugestiegenen Leser von SpOn :-)

Warum diese Aufregung

bürger 10.09.2002 - 15:56
Was mich einmal interessieren würde: warum regen sich denn alle so auf? Entweder habt Ihr alle nichts moralisch Verwerfliches und/oder Verbotenes getan, dann habt Ihr von einem Spitzel nichts zu befürchten. Oder aber, Ihr seid ein wenig vom rechten Weg abgewichen, und dann bekommt man Euch (hoffentlich) ohnehin früher oder später. Also, nochmals: warum die Aufregung?

Merci für die Einladung

Subbe 10.09.2002 - 16:04
Vielen Dank für die liebe Begrüßung :D. In irgendeiner Zeitung hatte ich das gestern schon gelesen und bin jetzt tatsächlich bei Spiegel-Online darüber gestolpert. Der Text oben hat mich im Stil nicht wenig an die Fahndungsaufrufe von Ede Zimmermann erinnert. Vielleicht wäre die Angabe der Schuhgröße der Täterin und ihrer Lieblingssorte Kaugummi für Fahndungserfolge hilfreich. Solche Freunde möchte ich haben, die nichts besseres zu tun haben, als privaten Kram im Internet zu verbreiten und zur Jagd aufzurufen. Ich sehe schon wie auf den Ticker gestarrt wird:

-PKW der Verdächtigen wurde nahe Rom gefunden, leider leer. Zentrale, was sollen wir tun ?
-Bitte auf Fingerabdrücke prüfen ! Schicken das A-Team vorbei !
- Anhaltspunkte für Schulfreundin in Oberammergau(der sächsische Akzent war antrainiert)
- OK, bitte vernehmen und Protokoll zweifach zu uns.
- Zentrale, Durchschnüffeln gerade die verbliebene Unterwäsche. Parfümsorte identifiziert.
- Super ! Endlich ein Durchbruch.

Ich stehe natürlich gern als Blockwart zur Verfügung und werde die Böse auch verpfeifen und festnehmen, wenn ich sie denn erkenne. Beschreibt doch einmal Kleider und Vorlieben (mehr Details pleez...); auch die Wortlautprotokolle ihrer Beichte wären prima. Was gibbet eigentlich so für Strafen für derartige Bösewichter ? Pflichtteilnahme an 2 Jahren Dauer-Diskussion im AStA über die Gestaltung der Frauentoilette?

Aufregung

um der Aufregung willen 10.09.2002 - 16:10

@Warum diese Aufregung

Chico 10.09.2002 - 16:32
Warum diese Aufregung? Weil hier offensichtlich Taten und Täter mit aktiver Unterstützung des Verfassungsschutzes initiiert und realisiert wurden, die dann als nachträgliche Begründung für den Einsatzes solcher V-Leute (und natürlich des eigenen Amtes) herhalten müssen. Offensichtlich ist an der oft belächelten These, dass linker (und rechter?) Aktionismus vorwiegend auf dem engagierten personellen und finanziellen Einsatz der Staatsmacht beruht, doch mehr dran, als ich bisher glaubte.

Rafiniertes Timing ...

Phylax Trave 10.09.2002 - 16:40
... dieser Geschichte - gerade jetzt, wo doch links wie rechts entdeckt haben, wie propagandistisch mit dem Thema "Verfassungsschutz" gearbeitet werden kann - um sich selbst zum Märtyrer zu machen und negatives in das "Reich" der Geheimdienst-Zersetzungen verweisen zu wollen.

Geheimdienste arbeiten und wirken geheim: Deshalb können die Dienste sich auch nur schwer verteidigen und bestimmte Lügen solcher Behauptungen aufdecken. So könnte man selbst behaupten, Donald Duck und Kapitän Haddock würden für die Verfassungsschutz-Ämter arbeiten - die Behörden würden und könnten auch dies nicht dementieren.

Kritisches Nachdenken und Recherchieren beugt vor gegen Verschwörungstheorien!

Warum Aufregung

wundertnixmehr 10.09.2002 - 17:09
Ich faß es nicht. Da steht jemand unter Verdacht, später von der Staatsgewalt beschlagnahmtes Material überhaupt erst dort zur "zufälligen" Auffindung in bester K1-Manier plaziert zu haben und es fragt allen Ernstes jemand, warum sich die Leute darüber aufregen, daß dieser Rechtsstaat sich nicht zu scheuen scheint, zur Not halt auch selbst nicht nur zu Straftaten anzustacheln, sondern selbige zu begehen.
Auch ne Möglichkeit, seine Existenz als wichtige Behörde zu rechtfertigen.

Aber »bürger« glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.

an bürger

10.09.2002 - 17:44
gereide weil nichst verwerfliches getan wurde, ist angst haben angesagt. der vs ist bestimmt nicht "die guten".

an bürger

10.09.2002 - 17:44
gerade weil nichst verwerfliches getan wurde, ist angst haben angesagt. der vs ist bestimmt nicht "die guten".

Nur CDU und SPD in Deutschland...?

Thinkerbell 10.09.2002 - 17:56
Seit einiger Zeit habe ich mehr oder weniger akzeptiert, dass alle Nazi-Aktivitaeten in Deutschland ausnahmslos vom Verfassungsschutz und seinen Leuten ausgeuebt werden. Dem rechtsradikalen Spektrum werden 2750 Leute zugerechnet, von denen 2750 dem Verfassungsschutz angehoeren. Neu ist fuer mich, dass gleiches wohl auch auf den linken Rand unseres politischen Umfeldes zutrifft... Auf Euren Antifa-Diskussionsabenden sollte Ihr Euch endlich einmal outen... Waere bestimmt klasse, wenn alle gleichzeitig aufstehen und im Chor sagen wuerden: "Ich bin V-Mann und das ist auch gut so..." Wahrscheinlich werden die Angehoerigen vom Verfassungsschutz bei Ihrer Rekrutierung einfach nach Haarlaenge den Gruppierungen zugeordnet: "Mann - lang = Autonom" "Mann - kurz = Skinhead" "Frau - Rot = Attac". Meiner Ansicht nach gibt es in Deutschland nur die SPD und die CDU, alles andere sind potemkinsche Doerfer aus Pullach. Seltsam? - Aber so steht es geschrieben.

Aufstand der Anständigen

Clandestino 10.09.2002 - 21:38
Na endlich! Spiegel & Focus,sowie die erste der wenigsten furchtbar empörten polit-parteienhaben bemerkt,daß eine Bespitzelung auch studentisch-politischer Zusammenhänge,nicht zu vergessen des Gremiums der studentischen Selbstverwaltung (ASta) durchden VS scheinbar die wenigsten Grenzen kennt.
Aber ups,daß es sich hierbei um eine geheimdienstlich arbeitende Behörde unseres ach so vertrauenswürdigen RECHTSstaates handelt,die bis dato keinerlei öffentlichem Augenmerk ausgesetzt ward,bis auf das einigen clandestinen wohl auch diese Repression zumindest teilweise bewußt war,schockt selbst bürgerliche Parteien ein wenig.
Nadaßistdochschonwas!
Oder ist es einfach garnichts...?!

Alarm im Sperrbezirk

B.Becker 10.09.2002 - 21:54
Hey CHRISTEL,hoffe daß du irgendwie klar kommst, und im Notfall bleibt dir doch noch die Möglichkeit Rosi zu Kontakten .Es heißt doch 555 ist meine Nummer?
Ferner gilt dennoch meine vollste Verachtung dem VS-Apparat,nur um es gesagt zu haben!

@wundertnixmehr

bürger 10.09.2002 - 22:19
Nun, es scheint ja leider nun mal so zu sein, dass "die Linken" in Deutschland im Geheimen irgendwelche Sache aushecken, von denen sie nicht wollen, dass offizielle (und strafverfolgende) Stellen Kenntnis davon erhalten. Da muss ich mich dann schon fragen, worin die moralische Berechtigung liegt, sich über die Arbeit staatlicher Stellen auch noch aufzuregen.

Ich kann es nicht verstehen, dass es immer wieder Menschen gibt, die unsere offene und rechtsstaatliche Gesellschaft immer wieder als reaktionär, faschistisch oder ähnliches empfinden.

Darüber hinaus: wenn Ihr armen Linken von V-Männern zu Straftaten angestiftet werdet, ist das sicherlich ethisch-moralisch bedenklich. Allerdings zwingt Euch ja keiner, mitzumachen. Daher würde ich Euch auch dringend raten, Euch an die eigene Nase zu fassen.

Seht es endlich ein: in Deutschland gibt es breites Spektrum etablierter demokratischer Parteien, die in etwa die Bandbreite dessen darstellen, was die Gesellschaft an politischen Meinungen verträgt. Meinungen rechter als die CSU oder linker als die Grünen (oder die PDS) haben in Deutschland eben nichts zu suchen.

Au wei

einer der es weiss 11.09.2002 - 00:27
Jetzt wird der VS bestimmt ziemlich sauer auf Indy sein (sein parlamentarischer Arm - die NPD ist es ja schon). Mal sehen was kommt: Spamattacken oder Konstruktion von irgendwas oder ein paar Fakes. Liebe VSler, was plant Ihr denn nun so?

11.09.2002 - 10:01
Mensch, wer bespitzelt wird ist richtig wichtig! Freut Euch doch über die Punkte im Wettrennen mit den anderen linken Grüppchen!

Aufklärung

mein name tut nichts zur Sache 11.09.2002 - 11:36
Uahhhahaha,

stolperte via Spiegel auf diese Seite. Obwohl xp mich explizit darauf hinwies das euer zertifikat nicht mit dem sitenamen übereinstimmt, will ich meldung machen, auch in Anbetracht der Gefahr das eure ortsgruppe bald an meiner Schelle steht.

Erstens: Paragrafen 186 ff StGB regeln ausdrücklich was geschieht wenn einer: unwahre, zur verunglimpfung geeignete Behauptungen, in der Öffentlichkeit verbreitet.

OK, dieses Mysterium kann nur der VS und alias Kirsti Weiss entschlüsseln, da ersterer aus prinzip nichts sagt und zweite im Moment nicht Willens ist, ist auch nicht geklärt, wo Wahrheit und Dichtung liegen. Auf jeden Fall sind Beide, also sowohl VS, als auch K.W. berechtigt, Strafantrag zu stellen. Ein Blick ins Datenschutzgesetz verrät jedenfalls schnell, das das hier zu weit geht.

Zweitens: In Pullach sitzt der BND und der hat sich Beschaffung von informationen aus dem Ausland auf die Fahne geschrieben.

Drittens: Ich bin verdammt nochmal froh in diesem unseren rechtsstaat leben zu dürfen! Immerhin darf hier jeder seine Meinung äußern und das ist allerdings gut so! Sonst hätte ja jeder linke ein ordentliches Vorstrafenregister, oder

Viertens: Was die Verschwörungstheorien betrifft(z.B. VS heckt alels selber aus, schmuggelt Drogen et cetera)

Der VS hat mit Drogenprävention usw. nichts zu tun, das ist wieder Sache der Polizei, aber stecken nach einigen Theorien ja eh unter einer Decke...
Sicherlich ist es nicht auszuschliessen das der ein oder andere verfassungsschützer derartiges denkt oder tut, aber das ist zu vernachlässigen im Vergleich zu andern Zeiten: da gab es einen solchen nicht und das Ergebnis hiess Adolf H. und Kumpanen und mehr zu den schrecklichen Auswirkungen brauche ich wohl nicht zu sagen.

Und was den AstA betrifft: als ehemaliger Student muss ich sagen: Häufig eine Ansammlung von Schmarotzern und Systemkritikern die eines gemeinsam haben: das Geld anderer Leute für ihre Zwecke auszugeben
Aber wer weiss, vielleicht hat ja mal jmnd gesagt das ei legitim...

Schlussendlich möchte ich mir noch einen Hinweis erlauben: bin ganz normaler Spiegelleser!





Auwei!

Celler Loch 11.09.2002 - 11:44
Wenn Du in der DDR geboren worden wärst (vielleicht bist Du das ja?), würdest Du die dann auch als Rechtsstaat bezeichnen und die Stasi als nur "Republikschädlinge" verfolgend? Daß der BND von Nazis gegründet wurde, die VS jegliche Opposition beobachtet (steht sogar im Spiegel!) stört Dich weniger, entweder weil Du das nicht wahrhaben willt oder weil Du das gut findest. Rechtsstaat heisst für Spigelleser: "Opposition soll das Maul halten"... Vielleicht bist Du aber gar kein Spiegelleser und ich kann nur "getroffenen Hunde bellen" sagen? In dem Fall wüsstest Du, daß Indymedia nur eine Medienplattform ist und dieser Text hier nicht von den machern der Seite stammt, wobei der Server eh im Asland steht, weil in deutschland keine Meinungsfreiheit herrscht.

PS: Gibt es auch Spiegelleser, die nicht arrogant und selbstgefällig sind?

@ spiegel-leser

indy-leser 11.09.2002 - 13:45
ich lese auch spiegel-online.
hiermit oute ich mich!
ich bin arrogant, zumindest sagen das meine freunde und freundinnen.
aber die arroganz lebe ich am liebsten bei indy aus. da sind dann immer alle gleich so schön sauer und es gibt gleich stunk.
deshalb liieebe ich indy ja so!
zu den kommentaren: inhaltlich haben "die spiegel-leser" nur schwachknack beigetragen.
peinlich.
vielleicht werden sie ja indy-leser, dann basteln sie ein bischen an der ausrichtung/inhalt ihrer kommentare und schon sind sie ins indy-kollektiv assimiliert!
zur spitzelei:
na da haben jetzt aber alle ein problem. die freunde von kirsti, kirsti, der vs, der asta, die grünen,...
erlaubt war das sicherlich nicht, was der vs sich da ausgedacht hat.
rein "menschlich" sicherlich ein debakel. "politisch" eine katastrophe.

jetzt weiß ich auch

mastermindchaos 11.09.2002 - 21:58
warum es damals so wenig aktion gegen die expo gab. warum der artikel nicht auf der startseite ist weiß ich auch nich. zeigt die verletzlichkeit kollektiver strukturen. ich denke aber, geheimniskrämerei bringt auch nix. wir wissen in welchem staat wir leben & müssen uns mit solchen praktiken abfinden - wenn auch zu ausgespitzelten aktionen viele leute kommen, gehts auch so. fuck da vs

@ mastermindchaos

Mr. iX 11.09.2002 - 22:39
Daß der Artikel nicht auf der Startseite ist, hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern damit, daß täglich zwischen 10 und 15 Artikel in den Newswire kommen und so alle Texte nach 5 oder 6 Tagen wieder verschwinden. Der Artikel hier stand etwa eine Woche auf der Startseite. Ulkig daß der erst jetzt vom Spiegel entdeckt wurde. Den Newswire aber noch länger zu machen (sind jetzt schon 60 Links), würde auch nicht wirklich was bringen.

Wir armen Würstchen

HansWurst 12.09.2002 - 08:47
Ist ja wirklich schrecklich was da mal wieder in dieser, unseren Welt und kleinen Bananenrepublik passiert. Ich bin wirklich kein Deutschlandfreund, allerdings klingen für mich manche Beiträge hier eher so, als ginge es nicht um Deutschland welches bekanntlich in Europa liegt sonder um die Super-Spitzel-Maschine USA.

Anstatt weinerlich zu werden, sollte man sich vielleicht mal ansehen wie es in dem "Freiheitsstaat" USA zugeht, wie, was und in welcher Form dorch bespitzel wird. Dann würden einige Wichtigtuer in diesem, unseren Land ganz schnell verstummen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Ja genau!

12.09.2002 - 09:45
Immer erst vor anderen Türen kehren - der Deutsche hat gesprochen!

Hallo Kirsti

y 14.09.2002 - 13:32
Meinen allerdicksten Respekt!
Du warst schon ein halbes Jahr draussen, hattest kaum noch Kontakt hier hoch und packtest trotzdem aus. Du wusstest doch was unvermeidlich ist und was etwa du erwarten kannst. Das es solche Wellen in verschiedene Richtungen macht, hätte ich so aber auch nicht gedacht. Mit Hannover hatte ich wohl doch recht. Garmisch reimt sich auch garnischt.
Ich wünsch Dir was und den Betroffenen sowieso.

bis früher oder später

Einen Grund wird die ganze Sache schon haben

Ui 16.09.2002 - 19:12
... denn irgendwie ist der VS ja auf die Idee gekommen, diese Leute mal näher unter die Lupe zu nehmen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft wird an mancher Uni ein kleiner Terrorist der autonomen Szene vor sich hin "studieren" und solche Leute bringen es manchmal zu ganz beachtlichen Straftaten -o.k. nach eurer Meinung sind Beschädigung von Eigentum und Verletzung von Polizisten Heldentaten -, insofern könnte es wohl acuh sein, dass in H ähnliches geschieht ? Hier sollte der Asta mal anfangen nachzudenken, wen er auf welche Weise unterszützt.

Was diese filmreifen Verschwörungstheorien angeht, so kann ich mal ein Buch über Schizophrenie empfehlen. Sonst Pillen...

Na klar, ich bin mal wieder einer der vom Spiegel hier rüber gekommen ist. Dazu muss ich noch anmerken, dass die kommentare meiner Click - Genossen doch eher den inhaltlich intelligenten Teil dieser Seite ausmachen.

Episode am Rande

Mathias Schindler 16.09.2002 - 19:29
ich hatte nach dem ersten Spiegel.de-link einen kleinen Text als Anmerkung geschrieben und habe dann mal geschaut, wer ab diesem Zeitpunkt über diesen Artikel auf meine Homepage kam. Die ersten drei (interessanten) Besucher waren: [IP und whois)

193.174.162.157 Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
193.197.84.2 Bundesverfassungsgericht
212.79.173.52 Bundesstadt Bonn


nette Sache.

Na, ihr fröhlichen Hexenjäger ?

Chris 16.09.2002 - 19:29
Ist schon bedauerlich mit welchen Fahndungsplakat-Methoden
oder sollte ich besser sagen: Stasiaktenstil hier jemand beschrieben wird. Das ist ein Mensch, dems jetzt bestimmt nicht so gut geht, hier wird er aber im nüchternen, Stasiaktenstil eben abgemeiert. Und das Foto dazu ist noch das i-Tüpfelchen.

Hoffentlich passiert euch das nicht mal...

Gruss,

Chris

Jaja der Springer-Verlag...

16.09.2002 - 19:32
Passiert uns ja ständig. Jetzt aufgeregt, daß wie Eure Methoden anwenden? Lächerlich!

@ Jaja, der Springer Verlag..

Chris 16.09.2002 - 19:42
"Der Zweck heiligt die Mittel"
Den Satz, den du deinem Posting zufolge wohl beherzigst, hat auch schon XXXXX (beliebige Unperson der Weltgeschichte einsetzen) in die Tat umgesetzt. Denk mal drüber nach.

Chris

... at least amusing

nochn spiegel-online-leser 16.09.2002 - 19:50
ich muss ehrlich sagen: mir ist mal wieder fad, sonst würde ich ja auch nicht auf spiegel.de rumsurfen und da auf jeden link klicken, der sich anbietet. Wie auch immer, diese Seite hier hat echt unterhaltungswert - selten so gelacht und mich amüsiert.

LOGISCH GIBT'S 'NE WELTREGIERUNG ;)

naja mal gucken ob wir den Spitzel bei unserem asta (München)auch noch finden ... werd' dann auch eine panische Fahndung irgendwo, irgendwie online stellen ... aber auf der anderen Seite 1000 EUR extra abgreifen und im asta rumlungern: auch nicht schlecht ;)

16.09.2002 - 19:52
warum kommentierst du immer wieder mit verschiedenen namen?

@redaktion

Chris 16.09.2002 - 20:00
Könnte es sein, daß Beiträge immer erst ein paar minuten warten müssen vor veröffentlichung, damit sie vom politische-korrektheits- bzw immer-rechthaben-müssen-Komittee von indymedia abgecheckt werden können ?

Gruss, Chris

irgendwer 16.09.2002 - 22:02
Das mag in den Medien die Du konsumierst so sein, Indy ist glücklicherweise anders. Das was rausgenommen wird sind Nazisachen.

auch kein beitrag

chico 16.09.2002 - 22:58
leute leute eure rechtschreibung - hat jemand von euch abitur?
dass ein (dieses!) bild von kirsti/kristi/wiedennun veroeffentlicht wurde halte ich fuer ungefaehrlich - bei dem angehaeuften spitzellohn sollte eine gesichtsoperation wahrscheinlich sein - ... (das ende des satzes verkneif ich mir, sonst komm ich wegen politischer unkorrektheit auf den muell.)

Vorbeugen ist besser ...

n'anderer Spiegelleser 17.09.2002 - 00:03
Wenn Stoiber/Beckstein ans Ruder kommen, wird wohl Manches
im Spitzelwesen, was jetzt noch unter Verschwörungstheorie
fällt, tatsächlich umgesetzt.
Also vielleicht diesmal lieber kein Wahlboykott

denunzierte denunzianten

los paul 17.09.2002 - 05:16
aus meiner jahrelangen astaarbeit kenne ich dieses "beleidgtsein und daher mit gleichen mitteln zurückpupsen". bei uns endete es mit aufrufen zur gewalt und der veröffentlichung von adressen angeblicher rechter. diese typen wurden aus studibeiträgen mit mehreren tausend euro im jahr ausgestattet, ich war zu der zeit im haushaltsausschuss und musste teilweise echt würgen, was mit dem geld gemacht werden sollte. und ich bin auch links, aber nehme das mit der gewalt glaube ich sehr viel ernster, als viele von euch linksfaschos. ihr schreibt, dass menschenverachtende inhalte nicht ins forum gehören, es wird aber ziemlich deutlich, dass ihr kirsti ganz schön verachtet.....
ich hoffe, dass mein beitrag nicht gekickt wird

nicht traurig sein

Spiegelseltenleser 17.09.2002 - 10:18
diesmal hat es Euch erwischt, das nächste Mal sind eben Andere dran, aber was ist denn so schlimm daran, daß Ihr einen Maulwurf hattet ?
Gab es was zu verbergen ?

Wo ist das Problem?

Dirk 17.09.2002 - 11:47
Als Bürger dieses Landes mit seiner seit ein paar Jahren ganz gut funktionierenden Demokratie bin ich mit der vorbeugenden Überwachung der linken, rechten und religiösen Taliban vollkommen einverstanden. Aus meiner Studienzeit kann ich mich sehr gut an den Meinungsterror und die Intoleranz der linken Tugendwächter und Besserwisser im ASTA erinnern. Als Steuerzahler nervt mich außerdem die Verschwendung meines Geldes für politisch korrekte Sandkastenspiele.
Get a life and get a job!
Grüße, Dirk

Endlich

Christian Kronenburg 17.09.2002 - 12:24
Endlich gibt mal jemanden, der das offensichtlich ungesetzliche Tun und Dulden in den sog AStas überprüft und den zuständigen staatlichen Stelle Vorfeldinformationen liefert. Jeder Student, der nicht ganz der links-dogmatischen Ideologie des Staatshasses anheim gefallen ist, muss sich ob der wiederholten und qualifiziert illegalen Aktivitäten wundern: Castor, anti-kriegs-Aktivitäten, Amerika-Hass etc pp.
Anstatt sich mal zu fragen, warum ein freiheitlicher Staat Vorfelduntersuchungen vornehmen muss (!), sollten sich die AStas mal auf ihre eigene Tätigkeiten beschränken, die eben nicht über ein hochschulpolitisches Mandat auf generellen Staatshass hinausgehen kann.
Ob Ihr andere Meinungen vertragt, zeigt sich an der Tatsache, ob mein statement gelöscht werden wird.
Für Diskussionen bin ich unter  Kronenburg@web.de zu erreichen.

-

- 17.09.2002 - 13:02
Warum kommentierst Du unter verschiedenen Namen? Wir wissen ja jetzt alle, daß zwischen NPD/VS und CDU wirklich nicht der geringste Ideologische Unterschied besteht. Da musst Du uns jetzt nich das unterschiben, was Dich und das was Du gut findest charakterisiert.

Was meint der namenlose Schreiber?

Dirk 17.09.2002 - 13:13
Meint der Schreiber wirklich NPD und CDU oder sind es wieder Rechtschreibefehler? Ich dachte, in den ASTEN wären hauptsächlich Studenten mit Abitur organisiert aber in PISA-Zeiten wird wahrscheinlich Deutsch in der fünften Klasse zugunsten von Sport und Religion (Vertiefung in Ketzerverfolgung?) abgewählt...
Trotzdem ein kämpferisches Grüssle, Dirk

Vertraue niemandem?

SoWi-Student 17.09.2002 - 16:10
Well... bin selbst SoWi-Student in Hannover und vor allem verwundert, dass es dem Verfassungsschutz wert ist, sich einen Agenten zu stricken mit gefälschtem Lebenslauf, Abi in der Abendschule und so weiter... Unser Staat muss Geld haben! Warum haben die sich nicht einfach an Otto-Normalstudenten gewandt, dem ein Taschengeld zugesteckt und ihn/sie gebeten, ein bisschen in Asta & Co. aktiv zu werden. Wären bei unseren Kommilitonen bestimmt fündig geworden.

Prinzipiell würde ich es auch nicht schätzen, bespitzelt zu werden, habe andererseits nix zu verbergen, was sich im illegalen Bereich abspielt. Wäre schön, wenn das im ASTA, der reichlich von meiner Kohle verpulvert, auch so wäre.

Dass der VS Straftaten initiiert, um unliebsame Gruppierungen aus dem Verkehr zu ziehen, geht jedoch sicher zu weit... Aber: Scheint mir nicht so, als hätte irgend jemand das dringende Bedürfnis verspürt, Kristi auf den Pfad der Legalität zurück zu führen... Whatever...

Irgendwie war die Enttarnung resp. das Outing gar kein so schlechter Schachzug, und die Bespitzelten danken ja sogar. Wenn sich die Vertraue-Niemandem-Mentalität in den linken Gruppen nun durchsetzt, hat der VS sein Ziel erreicht. Aber unser Innenminister in spe gibt Euch sicher gern Tipps, wie Ihr Eure Strukturen wieder sicher bekommt, so mit Gen- und Fingerabdrucktest bei der ASTA-Kandidatenaufstellung, Regelüberprüfung des Lebenslaufs auf Ungereimtheiten (z.B. Vorlage beglaubigter Abi-Zeitungen zum Beweis!), ASTA-Ausweisung bei dem bloßen Verdacht, nicht hinreichend staatsfeindlich zu sein, etc...

Dass sich Behörden bemühen, Terrorakte (und das, was sie dafür halten) zu verhindern, finde ich jedenfalls prinzipiell in Ordnung. Dass sie über’s Ziel hinaus schießen, liegt wohl leider in der Natur der Sache. Pech. Bin gespannt auf die Aufarbeitung - die politische und Eure interne. Viel Erfolg.

Horst 909 17.09.2002 - 22:16
So, da habe wir sie, die Spionin, Denunziatin und LügnerIn.Das Kapitaln schlägt zurück etc.. Denn, unglaub- lich aber wahr, die linke Szene (oder wie es gern im bürgerlichen Sprachduktus heißt: "linksextreme Spektrum")in Hannover wurde jahrelang bespitzelt. Mal ganz klugscheißer- mäßig: Was habt ihr denn gedacht? Die verständliche Empörung und moralisch-menschliche Enttäuschung der Betroffenen in allen Ehren, aber es hat sich doch noch eigentlich nie die Frage gestellt, ob, sondern wer denn eigentlich die entsprechenden politischen Zusammenhänge bespitzelt. Wer sich mit den Methoden des Verfassungschutz ein wenig beschäftigt hat weiß, daß zur Strategie des VS gehört,u.a die wahrscheinlich jetzt umhergehenden Selbstzersetzungstendenzen durch szeneinterne Mißtrauensbekundungen zu schüren. Das von euch meiner Meinung nach obzöne Vorgehen in diesem Fall, daß jegliche Persönlichkeitsrechte von K.W. verletzt, verstößt doch gegen euere eigenen Grundsätze! Im Übrigen kann es durchaus sein, daß die jetzige Personifizierung bzw. Fixierung durch euch auf die Person K.W.,zum Kalkül der VS-Strategie gehört. Des wegen: Leute, zum Widerstand gehören nun mal auch Spitzel, daß ist schon immer so gewesen. Dissidenz ist nun mal nicht ohne Risiko zu haben, daß sollte eigentlich jeder wissen, der in diesen Zusammnhängen aktiv ist. Oder dachtet ihr in den derzeitigen Bedingungen kann mal eben konspirativ was aushecken ohne das es die chronisch unterbeschäftigten VS-Spacken interssiert? Deshalb bleibt souverän und offen, und solche wie K.W., kommen und gehen, Widerstnad muß bleiben!
Was den strafrechtlichen Schaden durch K.W.´s Bespitzelung betrifft, es würde mich schon interessieren, warum der VS soviel Infrastruktur und Know-how aufwendet, um ein paar linke Gruppen auszuspionieren, die ja auch in Hannover wahrlich keine Massenbewegungen sind. Was die Beiträge einiger notorischer Lallbacken in diesem Forum betrifft, wer verpulvert denn Geld im ASTA? Wollt iht für euer Studium zahlen oder was?. Der vorauseilende Gehorssam scheint mittlerweile grenzenlos zu sein.
Der Horst

Alles Zufall ?

Bespitzelter 18.09.2002 - 23:01
Beim lesen einiger Beiträge an dieser Stelle habe ich den Eindruck, daß Mitarbeiter des VS diese Angelegenheit hier runterspielen möchten. Bespitzelung ist eine schlimme Sache. Sie schadet der Demokratie, denke ich.
Und wenn ein Geheimdienst in immer größerem Maße Polizeibefugnisse erhält, dann erinnert das immer mehr an die Gestapo. Im Grundgesetz wurde eine strikte Trennung von Polizei und Geheimdienst festgeschrieben. Dieser Grundsatz wird immer mehr verletzt. Hier meine persöhnlichen Erfahrungen.

Habe seit 1 Jahr Probleme mit dem Internet.
Über mehrere Wochen wurde meine Internetverbindung regelmäig getrennt (Modem legte auf), wenn ich in Suchmaschienen zu "staatsschützenden Aktivitäten" gewisser Leute recherchierte. Ging ich auf die Bundestag-Seite legte das Modem auf. Beim runterladen von PDF-Daten von der I-Seite des Landesdatenschutzbeauftragten wurde regelmäßig Verb. getrennt. Dann kam es noch "besser". Von ca Nov. 2001 bis März 2002 wurde das Internet zuerst nur Nachts, später dann auch am Tage regelrecht abgeschaltet (alle Provider). Bin dann immer vor der Abfrage Benutzerdaten rausgeflogen (Remotecomputer hat Verb. getrennt).
Fehlersuche - habe alles probiert, anderen PC+Modem, keinen Trojaner und keinen Virus gefunden, Telokom hat Leitung durchgemessen. Alles OK. Bei den Reklamationsanrufen bei der Telekom wurde die Telefonverb. dann mehrfach unterbrochen genau immer in dem Moment als sich der Mitarbeiter vorstellte. Muß erwähnen, daß mein Telefon sonst problemlos arbeitet. Nach vielen Reklamationen ging das I-Netzt dann wieder, jedoch mein Modem lief nicht mehr richtig. Hat dort jemannd mein Modem manipulliert, um den Anschein zu erwecken, daß mein Modem Ursache der Störungen sei - ohne zu wissen, daß ich mit dem Einsatz eines zweiten Modems während der massiven Störphase genau dies ausgeschlossen hatte?
Zufall - die nächste...
Habe einen Bekannten, welcher sich selten blicken läßt. Soweit kein Problem. Nur jedes mal wenn ich wieder mal bei den Providern oder der Telekom reklamiere ist er immer kurz danach zur Stelle, um zu erfragen "ob es Neuigkeiten gibt". Aber auch sonst hat der Bekannte "hellseherische" Fähigkeiten. Es ist mehrmals vorgekommen, das ich anderen Leuten bei PC-Problemen telefonisch Hilfe gab. Kurze Zeit später hatte der Bekannte "zufällig" das selbe Problem.
Habe im August Freunden von sporadisch auftretenden Hachversuchen sofort nach der Modemeinwahl und ständig wechselnder IP-Adresse per Mail geschildert. In den folgenden Tagen traten die Hackversuche dann "zufällig" bei jeder Einwahl auf. Habe die Telekom um Bereitstellung meines Einwahlprotokolls nach den vielen tausenden gescheiterten Einwahlversuchen gebeten. Ist aus Datenschutzgründen nicht möglich. Meine Schlussfolgerung: Die Telekom "schützt" mich vor meinen eigenen Daten und verschleiert die waren Ursachen der Störungen!
Derzeitig meldet die Firewall, kurz nach der Einwahl (hatte nur Ebay-Seite geöffnet) bis zu 20 Eindrigversuche pro min. von versch. IP-Adressen. Lt. Provider alles "normal".

BIG Brother...

Sicherheit

für euch wahrscheinlich ein SIcherheitsfanati 20.09.2002 - 15:25
Man sollte sich mal überlegen ob man durch die Tätigkeiten des VS und Kollegen nicht auf der sicheren Seite ist... wer weiss was Ihr den armen deutschen Staatsbürgern und den ausländischen Mitbürgern so zugesetzt hättet wenn man Euch nicht ständig beobachten würde...
also ich bin darüber sehr beruhigt!
Mfg

Auweia!!

anonymes-astamitglied-aus-mittl.Großstadt 30.09.2002 - 19:08
Dies hier gilt "mein name tut nichts zur Sache"

Ich glaube bei Dir "tut gar nichts zur Sache"! Wie kann man hier nur eine so reaktionäre Phrase über AStA-Arbeit ablassen?? Ich würde gerne mal wissen in wie vielen ASten Du denn so warst und Du dich von deren "Schmarotzertum" überzeugen konntest....

Fest steht das der AStA wichtige Aufgaben hat und wohl nur ganz wenige Ausnahmen (und dort auch nur einzelne Personen) dem von Dir gezeichneten Bild entsprechen. "Böse Mädels und Jungs gibts überall" !!!

Als "ehemaliger Student" scheinst Du dich nicht sonderlich mit AStA-Arbeit befasst zu haben sonst würdest Du hier nicht so einen Quatsch ablassen.
AStA- Das heisst StudentInnen bieten StudentInnen verschiedene Dienste und Services an, der AStA ist weiterhin dazu angehalten die Studierendenschaft in vielerlei Hinsicht zu vertreten. Dies alles kostet.... na was... KOHLE!!! Und das wir die von den Studierenden "abzocken" (9 Euro übrigens pro Sem.) ist nunmal vonnöten.....

Könnte noch viel mehr schreiben, wollte aber erstmal Dampf ablassen.....

Fahndung? Hetzjagd? - Ein Klärungsversuch.

ID 016435972845 03.10.2002 - 13:59
Das Posting richtet sich nicht direkt gegen Beiträge wie die von "Bürger", "tut nichts zur Sache" etc., denn eine solche Diskussion wäre hier einfach sinnlos (don't feed the Trolls). Es geht vielmehr darum den vorbeischauenden LeserInnen ein paar Argumente zu geben warum der ursprüngliche Artikel o.k. ist und keine Fahndung darstellt und warum die Spitzeleien nicht in Ordnung sind, egal ob der Asta "was zu verbergen hat" oder nicht.

1) Fahndung?

Zu einer Fahndung gehört der Aufruf aktiv nach der Person zu suchen und wenn gefunden etwas bestimmtes mit ihr zu tun. Dies ist nicht der Fall.
K. hat sich selbst enttarnt (dazu später mehr), daher sind dies keine Indizien, sondern die Kern-Informationen des Artikels zu ihrer Person stammen aus erster Hand. Es ist also durchaus in Ordnung diese zu nennen (in anderen Medien würde man von "journalistischer Pflicht" reden).
K. wusste was ihr Gestaädnis bedeutet, es gibt keine Not sie in Schutz zu nehmen, sie kann offensichtlich nach sich selbst schauen.

Warum überhaupt das Foto?

Weil es ein (zumindest moralisches) Recht auf Selbstschutz und vor allem eine Verantwortung anderen politischen Gruppen gegenüber gibt. All dies zu wissen und es NICHT zu veröffentlichen würde bedeuten den VS auch noch zu unterstützen (indirekt mit ihm zusammenzuarbeiten) und andere Gruppen zu verraten. Der VS arbeitet im verborgenen, gegen ihn zu arbeiten bedeutet seine Aktivitäten und Spitzel öffentlich zu machen.
K. kann vermutlich alle Angaben ändern ausser ihrem ungefährem Aussehen. Das weglassen ihres Fotos würde bedeuteten, dass sie unerkannt bleiben kann. Damit könnte sie theoretisch wieder vom VS andern Orts eingesetzt werden, oder sich in andere Gruppen einklinken.
Das Foto ist keine aktive Fahndung, sondern eine passive, solidarische Warnung. Niemand will K. etwas tun, aber sie soll nie wieder (unerkannt) in linken Zusammenhängen arbeiten können. Das ist legitim.

Arme K.?

K. ist eine ausgebildete, professionelle Verräterin, kein Opfer. Sie missbraucht willentlich das Vertrauen ihres Umfeldes. Sie täuscht, sie lügt, und das tut sie offensichtlich für Geld. Eine solche Entscheidung für sein Leben zu treffen hat eben Konsequenzen. Man muss K. ihr Tun nicht vergeben, nur weil sie ihre widerwärtige - und im übrigen undemokratische - Tätigkeit am Ende offengelegt hat.

Mutige K.?

Das Lob für K. kann nicht darin bestehen dass es mutig war sich zu offenbaren (nachdem sie bereits versetzt wurde), und dadurch den von ihr verratenen zu helfen. Das ist das mindeste was sie tun konnte und wiegt nichts auf.
Das Lob kann nur darin bestehen, dass sie offensichtlich etwas eigenes getan hat, das nicht dem Willen ihrer Dienststelle entsprach. Damit hat sich K. - für sich selbst - ein winziges Stück Selbstachtung zurückgeholt. Die Belohnung hat sie sich selbst gegeben - das Lob hier im Forum wirkt dagegen bizarr: Danke K., ganz grosse Klasse, doll mutig, und war ja alles nicht so schlimm, mach's gut und weiterhin viel Erfolg...
Ein Geständnis rechtfertigt nicht langjährigen, vorsätzlichen Verrat, zumal sie nichts uber ihre VS-Strukturen offengelegt hat. Eine sehr verhaltene Wandlung vom Saulus zum Paulus.

Nichts zu verbergen?

Argumentationen wie "ich kann überwacht werden, ich habe nichts zu verbergen", bzw. im Umkehrschluss "seid ihr brav gewesen, habt ihr nichts zu befürchten" sind höchst bedenklich und undemokratisch, und nicht wie die SchreiberInnen vorgeben (und vermutlich glauben) rechtstaatlich. Wenn die gegebene Gesetzgebung ohne sie zu hinterfragen zum alleinigen Masstab des Handelns wird, dann ist das schlicht Untertanentum und eine leere Hülle von Demokratie, ein Zerrbild. Das selbe Argument hätte auch vor 60 Jahren angebracht werden können: wer sich an das gegebene Gesetz hält, der hat nichts zu befürchten, und wer was zu befürchten hatte war vermutlich auch schuld - an irgendwas. Demokratie bedeutet nicht nur Gesetzestreue, sondern auch das höchstmögliche Wahren von Freiheiten. Wer dies so leicht zugunsten der staatlichen Vollüberwachung und polizeilichen "Fürsorge" aufgibt verdient die Freiheit eben nicht, und wird sie deshalb auch verlieren. Der VS ist kein Wahrer der Demokratie, sondern des Status Quo, der hierzulande mit der "bestmöglichen Form von Demokratie" verwechselt wird.

Der Schaden - nix passiert?

Der Schaden den K. angerichtet hat ist real. Sie hat Existenzen zerstört, oder auf lange Zeit behindert. Die Akten, die aus ihren Informationen angefertigt wurden haben Konsequenzen für viele aus ihrem Umfeld. Vermutlich in den wenigsten Fällen juristisch, aber dafür persönlich und für die Karriere. Es geht hier nicht um Anklagen, sondern um die Stigmatisierung der Betroffenen. Ihre Freunde und politischen Bekannten dürfen sich nun fragen was K. weitergemeldet hat, und können sich der zukünftigen Aufmerksamkeit des VS (und der Polizei - in ganz Europa) gewiss sein. Wo ist hier der Unterschied zu einer Stasi-IM? Die Probleme sind die gleichen. Spitzel untergraben vertrauen, das ist ihr Hauptschaden (der auch manchmal bewusst inszeniert werden muss - vielleicht hilft das beim verstehen der Motivation von K.'s Gestaendnis). Dieser Schaden wirkt weit über die observierte Gruppe selbst hinaus.
Linke strukturen müssen in einem gewissen Rahmen offen sein, und der Preis den man dafür bezahlt sind solche Bespitzelungen. Bleibt, wie in jedem solchen Fall, zu wünschen dass die Arbeit und die Offenheit weitergeht, aber auch etwas daraus gelernt wird.

K. - kein Lob von mir, sondern Verachtung für deine langjährige, vorsätzliche Spitzeltätigkeit. Was fuer ein armseliges Leben. Mach dich an die Arbeit deine Selbstachtung zurückzubekommen und schick den VS in die Wüste. Ich beneide dich nicht.

ID 016435972845

P.S.: Hm, plötzlich ist der Artikel bei Spiegel Online nicht mehr zu finden... hat wohl schnell jemand interveniert...

Durchaus noch zu finden

Bitterböser Klassenfeind 03.10.2002 - 17:08
Hier erscheint der Artikel nach wie vor, und zwar nicht nur unter Politik, denn die Story wurde rationell und effektiv gleich nochmal unter  http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,214220,00.html verarbeitet.

Grundsätzlich fragt sich der dem universitären Milieu fernstehende Beobachter, wie alternativ denn Gremien von Einrichtungen des staatlichen Forschungs- und Bildungswesens sein können. Auf den Punkt gebracht: Sie erscheinen als integraler, etablierter Bestandteil der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Vielleicht wäre es angebracht, den in Rede stehenden Sachverhalt auch einmal zum Anlaß zu nehmen, darüber nachzudenken.

Wie glaubwürdig ist denn ihre Aussage?

Ex- AStA- Referent aus Osnabrück 13.11.2002 - 16:41
Wie sicher seid Ihr denn, daß Euch da nicht jemand einen Bären aufgebunden hat? Die ganze Story hört sich extrem schräg an. Mal ganz ehrlich.
Aud der anderen Seite, würde es mich auch nicht wundern, wenn dich der VS von der Paranoia des Uni- AStA anstecken ließ und dort Staatsfeide vermutete, die es auszuspionieren galt.

Aus Prinzip

beobachter 15.11.2002 - 00:59
Bespitzelt zu werden ist immer unangenehm, warum man es wird, oder durch wen.
Leider hat dieser Staat das Recht unter bestimmten Umständen Gruppen oder Personen zu bespitzeln.
Das Kann man gut finden oder auch nicht.
Wenn sich in diesem Fall herausstellen sollte, daß der vs zu UNrecht eine Agentin in die Strukturen eingeschleust, wie es ja wohl auch ist, hat, muß das Konsequenzen haben. Und zwar für die Verantwortlichen. Die junge, fehlgeleitete
Frau muß für ihre Taten jetzt ja auch die Konsequenzen tragen.
Kein Mitleid mit Spitzeln und keine Entdchuldigung ihrer Taten-ja.Aber immer menschlich bleiben.
Denkt lieber an die Opfer-da ist unsere Energie gefordert, die haben einen Schaden von der vs-Aktion erhalten.
Wenn der Lohn für kritisches Denken und soziales Einbringen in diese Gesellschaft als bespitzelungswürdig angesehen wird, dann stimmt etwas grundsätzlichen nicht.
Von Studenten wird erwartet, das sie einmal an verantwortungsvollen Stellen dieses Systems arbeiten, sich und ihr Erworbenes einbringen. Aber sobald sie anfangen dieses System mit seinen verantwortungsvollen Stellen und Möglichkeiten sich einzubringen kritisch zu hinterfragen, wird das als Angriff auf eben jenes System bewerten. Wenn das frei, demokratisch, liberal, zivilisiert, aufgeklärt, von mir aus auch cristlich ist, dann wiß ich es nicht.
Wie unsichen müssen die Verantwortlichen dieses Systems sein, wenn so etwas, wie in Hannover beschehen, abläuft.-Und wie schlampig arbeiten diese Verantwortlichen, wenn sie nicht in der Lage sind, Leute auszubilden, die nicht bei dem psychischen Druck, die eine "Doppel-Identität" verursachen kann, umkippen.
Meine Weltverschwörungstheorie hat einen erheblichen Knacks beckommen: Dummer Ort, schlecht Leute!
Gruß
ein studi von der bismarkstraße

Es lebe die innere Sicherheit

Stura-Kandidat 28.11.2002 - 10:38


natürlich....wer nichts zu befürchten hat....also mit wirklich reinem Gewissen.....bricht sich doch keinen Zacken aus der Krone....

ABER IM ERNST:
Vor einigen Jahren unterhielt ich mich mit einem ehemalig hauptamtlichen Mitarbeiter der Stasi. Er erzählte von seiner Arbeit (Bespitzelung von Jugendlichen) und bestand darauf, niemanden in die Pfanne gahauen zu haben. Selbstverständlich sei er nur bei staatsfeindlichen Aktivitäten gegen diese vorgangen. Mensch hätte einfach Informationen gesammelt und dann entsprechende Konsequenzen gezogen. Ganz einfach, oder?


Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Hmmm....

Joerg Bauer 10.12.2002 - 02:21
Ist es denkbar, daß der VS wirklich durch Einsatz von V-Leuten Gruppen dazu bringen kann, "illegale" Aktionen durchzuführen? Hat der VS etwa schon eine Mehrheit in Euren Gruppen, oder lasst Ihr Euch ganz gerne etwas rumkommandieren, von ein paar charismatischen Führern, so daß der VS mit ein paar Spitzeln die ganze Szene in Verruf bringen kann?

Zu dem Paranoiker mit dem Modem: Im übrigen sind zig "Hackversuche" pro Minute durchaus normal, wenn File-Sharing-Clients Amok laufen, kann das passieren, ebenso wenn gerade mal wieder irgendein Virus unterwegs ist.
Die erfolgreichen Hacker-Angriffe hingegen merkt man normalerweise nicht einmal. Wenn Du Windows hast, und nicht die neuesten Versionen von Outlook und IE benutzt, würde der VS nur ein paar Minuten brauchen, um Deinen Rechner zu hacken.
Warum sollte er Deine Modem-Verbindung zusammenbrechen lassen... mehr Informationen könnte er doch sammeln, wenn Du fleissig rumsurfen würdest.

Naja... wie auch immer, glaubt doch, was ihr wollt ;-)

Nett hier

cara 13.12.2002 - 13:38
Bin gerade von dem Spiegel-Artikel "Spitzel im Hörsaal" zufällig rübergekommen. Ist ja ein richtiger Abenteuerspielplatz, dieses Forum hier.
Zum Stichwort DDR und Stasi: da wäre man schon für das laute Nachdenkenüber über den Versuch, gegen irgendwas zu protestieren, nicht unter 2 Jahre eingefahren. Da habt ihr es in Hannover und anderswo schon immer etwas besser gehabt. Naja, euch droht immerhin vielleicht mal ne Personalienfeststellung nach ner Demo.
An den Kumpel mit dem Modem: mal nen Kurs an der VHS belegen zum Thema "Männer und Technik"