Fischer und Trittin in Göttingen abgesoffen!
Dosenpfand und Angriffskrieg, strömender Regen und lautstarke Proteste.: Der Wahlkampfauftakt von Angriffs-Bündnis 90/Die Olivgrünen mit Jürgen Trittin und Joseph Fischer in Göttingen fiel ins Wasser.
Pünktlich gegen 12 Uhr, zu Beginn der Wahlkampfveranstaltung, öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ Wasser, das man meinen konnte, Petrus persönlich wolle die Grünen strafen. Haben sie das verdient? Ich denke schon. Denn naß werden ist gegenüber dem Führen von Angriffskriegen sicherlich das kleinere Übel.
Angesichts der lautstarken Proteste autonomer Gruppen fühlten sich sowohl Trittin als auch Fischer genötigt, ihre Politik "den autonomen Freunden" gegenüber zu rechtfertigen. Ist sicherlich auch emotional ein Problemchen, wenn einen die eigene Klientel plötzlich auspfeift und mit Farbeiern bewirft. Noch Anfang der 90er war der Göttinger Jürgen Trittin bei Demonstrationen noch ganz vorne mit dabei - heute ist er selbst mit Demonstrationen gegen seine Politik konfrontiert. Dass das keinen Spass macht, kann man sicherlich nachvollziehen. So echauffierte sich Trittin mit überschlagender Stimme, seine Politik zu rechtfertigen und Erfolge wie z.B. den "Atomausstieg" oder das Dosenpfand in den Mittelpunkt zu rücken. An seine Gegner gewandt rief Trittin sinngemäß: Es geht nicht um ein bisschen mehr Links in diesem Land, sondern darum, den reaktionären Kräften, die bereits in den Niederlanden, Dändemark und Italien an der Regierung seien, den Zugang zur Macht zu verwehren, um ein konservatives Rollback zu verhindern. Da mag was Wahres dran sein, allerdings wird sicherlich niemand der Protestierenden Stoiber wählen, insofern geht dieser Vorwurf ins Leere. Und warum angesichts einer grünen Politik, die Restlaufzeiten von Atomkraftwerken bis 30 Jahre und den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr seit 1945 ermöglicht hat, geschwiegen werden sollte - diese Antwort blieben sowohl Trittin als auch Fischer schuldig.
Auch Joseph Fischer blies in seiner Rede ins gleiche Horn wie vor ihm Jürgen Trittin. Bei der Wahl ginge es ums ganze - Reformpolitik oder Reaktion, so der Tenor seiner Rede. Auch seine Außenpolitik rechtfertigte Fischer und gestand seinen Gegnern dankenswerter Weise ein, dass sie ihn ja nicht wählen müssten, wenn ihnen diese Politik nicht gefiele. Danke, Joschka!
An seiner Politik, z.B. Jugoslawien gegenüber, bereue er nichts - höchstens, dass er zu spät gehandelt habe. Angesichts von 250.000 ermordeten Menschen - für die Fischer indirekt allein die serbische Seite verantwortlich machte - hätte man militärisch handeln müssen. Dabei zu erwähnen, dass es sich um einen völkerrechtswirdrigen Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat handelte, der zuvor mittels "Vertrag" von Rambouillet u.a. von Fischer erpresst worden war, seine Souveränitätsrechte an die Nato abzugeben - so weit ging Fischers "Selbstkritik" nicht. Nur konsequent, dass in seine Richtung mehrere Farbeier flogen, die leider nicht von der gleichen Präzision gesteuert waren wie die Marschflugkörper gegen die Menschen Belgrads.
Nach ca. 45 Minuten war der Auftritt beendet, und auch Petrus besann sich bald wieder eines besseren. Was blieb? 2 Farbkleckse am Alten Rathaus, ein Häuflein sichtlich enttäuschter Göttinger Grüner sowie herumvagabundierende Hundertschaften "Grüner" aus ganz Niedersachsen, die nach Abschluss der Veranstaltung sicherlich noch stundenlang die Göttinger Fußgängerzone auf der Suche nach "Störern" verunsichern werden.
Angesichts der lautstarken Proteste autonomer Gruppen fühlten sich sowohl Trittin als auch Fischer genötigt, ihre Politik "den autonomen Freunden" gegenüber zu rechtfertigen. Ist sicherlich auch emotional ein Problemchen, wenn einen die eigene Klientel plötzlich auspfeift und mit Farbeiern bewirft. Noch Anfang der 90er war der Göttinger Jürgen Trittin bei Demonstrationen noch ganz vorne mit dabei - heute ist er selbst mit Demonstrationen gegen seine Politik konfrontiert. Dass das keinen Spass macht, kann man sicherlich nachvollziehen. So echauffierte sich Trittin mit überschlagender Stimme, seine Politik zu rechtfertigen und Erfolge wie z.B. den "Atomausstieg" oder das Dosenpfand in den Mittelpunkt zu rücken. An seine Gegner gewandt rief Trittin sinngemäß: Es geht nicht um ein bisschen mehr Links in diesem Land, sondern darum, den reaktionären Kräften, die bereits in den Niederlanden, Dändemark und Italien an der Regierung seien, den Zugang zur Macht zu verwehren, um ein konservatives Rollback zu verhindern. Da mag was Wahres dran sein, allerdings wird sicherlich niemand der Protestierenden Stoiber wählen, insofern geht dieser Vorwurf ins Leere. Und warum angesichts einer grünen Politik, die Restlaufzeiten von Atomkraftwerken bis 30 Jahre und den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr seit 1945 ermöglicht hat, geschwiegen werden sollte - diese Antwort blieben sowohl Trittin als auch Fischer schuldig.
Auch Joseph Fischer blies in seiner Rede ins gleiche Horn wie vor ihm Jürgen Trittin. Bei der Wahl ginge es ums ganze - Reformpolitik oder Reaktion, so der Tenor seiner Rede. Auch seine Außenpolitik rechtfertigte Fischer und gestand seinen Gegnern dankenswerter Weise ein, dass sie ihn ja nicht wählen müssten, wenn ihnen diese Politik nicht gefiele. Danke, Joschka!
An seiner Politik, z.B. Jugoslawien gegenüber, bereue er nichts - höchstens, dass er zu spät gehandelt habe. Angesichts von 250.000 ermordeten Menschen - für die Fischer indirekt allein die serbische Seite verantwortlich machte - hätte man militärisch handeln müssen. Dabei zu erwähnen, dass es sich um einen völkerrechtswirdrigen Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat handelte, der zuvor mittels "Vertrag" von Rambouillet u.a. von Fischer erpresst worden war, seine Souveränitätsrechte an die Nato abzugeben - so weit ging Fischers "Selbstkritik" nicht. Nur konsequent, dass in seine Richtung mehrere Farbeier flogen, die leider nicht von der gleichen Präzision gesteuert waren wie die Marschflugkörper gegen die Menschen Belgrads.
Nach ca. 45 Minuten war der Auftritt beendet, und auch Petrus besann sich bald wieder eines besseren. Was blieb? 2 Farbkleckse am Alten Rathaus, ein Häuflein sichtlich enttäuschter Göttinger Grüner sowie herumvagabundierende Hundertschaften "Grüner" aus ganz Niedersachsen, die nach Abschluss der Veranstaltung sicherlich noch stundenlang die Göttinger Fußgängerzone auf der Suche nach "Störern" verunsichern werden.
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Ergänzungen
kl. nachtrag
Fischer in Hannover
Pfeiffkonzert, als ein Tourbus bis an die Bühne fährt, der Aussenminister aussteigt und zumindest auf der Bühne freudig begrüßt wird. (Hunderte Symphatisanten jubeln auch, das soll nicht verschwiegen werden.)
Mit polemischen Hetztiraden gegen die anwesende Antifa, gegen eine weitere Gruppe als Bundeswehrsoldaten verkleidete AktivistInnen verhöhnt Fischer sämtliche Kritiker.
Sprechchöre "Kriegstreiber !" bringen die Kritik auf einen Nenner, zumindest jene an Fischers Außenministerposten und die Tatsache daß die Grünen zusammen mit der SPD diverse Kriegseinsätze deutscher und internationaler Soldaten befürwortet haben (Kosovo, Afghanistan).
Ein ehemaliger Grün-Wähler hält einen kurzen Redebeitrag auf der Bühne, will dem Minister ein Paket Eier überreichen. Dieser möge "sich die Eier selber an die Ohren hauen".
Eine Bürgerinitiative verteilt Broschüren gegen globaleUngerechtigkeit und Krieg.
Weitere Sprechchöre und Straßentheater haben den hannöverschen Grünen sichtlich das Vergnügen geschmälert, Fischer selber verläßt zwar mit angeschlagenen Stimmbändern aber siegesgewiß die Bühne.
Das Wahlkampfkonzept der Grünen scheint einen Umgang mit den kritischen Stimmen während der Propaganda-Veranstaltungen zu beinhalten. So professionell und erprobt wirkte Fischers Umgang mit dem Mob, mit dem ehemaligen Grün-Wähler, der auf die Bühne gegangen war, wollte er gar diskutieren.
Diese Sicherheit Fischers im Umgang mit Kritikern ist zugleich seine offene Flanke. Ein vorbereitetes Bühnestürmen mit mehreren Personen, die sich vorerst zivil kleiden und verhalten, ist eine Möglichkeit. Eventuell kann ein Transparent, das auf dem Bauch getragen wird, durch die Leibesvisitationen gebracht werden.
Fischer in Giessen
jau,
wählt gelb - schwarz und allen wird es besser gehen.
Denkst Du das echt?
bestimmt
Alternativen?
Ja, also - Her mit dem Kaiserreich!
28. Juli: Der neue Verteidigungsminister Peter Struck macht sich bei der Bundeswehr massiv unbeliebt. Aus Gründen der Kostenersparnis lässt er in den Kantinen Pudding als Nachtisch streichen. Um die Hygienevorschriften besser kontrollieren zu können, müssen alle Soldaten ab sofort die Unterhosen außen tragen. Die bei Vorgesetzten sehr beliebten Vergewaltigungen neuer Rekrutinnen werden auf drei pro Woche und Vorgesetztem begrenzt. Als Struck auch noch ankündigt, die von den deutschen Truppen auf dem Balkan gerne besuchten Bordelle mit Kinderprostituierten schließen lassen zu wollen, kommt es dort zu den ersten Meutereien.
29. Juli: Die Meutereien greifen auf Deutschland über. In Mainz ziehen Soldaten der 5. Panzergrenadierdivision laut grölend durch die Straßen und fordern "Pudding, Puffs und Pilati-Rudi". Auch in anderen Teilen Deutschlands verlieren die Offiziere die Kontrolle über die Truppen und schließen sich ihnen aus Opportunismus an.
30. Juli: Der Revolutionäre Soldatenrat wird gegründet. Er fordert die Bundesregierung ultimativ auf, Rudolf Scharping wieder als Verteidigungsminister einzusetzen, was Bundeskanzler Schröder umgehend ablehnt. Daraufhin entsendet der Revolutionäre Soldatenrat Einheiten der 23. Luftlandebrigade mit drei 30 Jahre alten Transall-Maschinen in Begleitung von zwei 25 Jahre alten F4 "Phantom" Kampfbombern nach Mallorca, wohin sich der gefeuerte Verteidigungsminister ins Exil zurückgezogen hat.
3. August: Nach mehreren Zwischenaufenthalten, bei denen die alten Maschinen repariert werden müssen, erreichen die Soldaten der 23. Luftlandebrigade Mallorca. Scharping erklärt: "Für euch komme ich sogar aus dem Pool" und macht sich mit seinen Soldaten auf den Rückweg.
7. August: Die Flugzeuge landen auf dem Köln-Bonner Flughafen. Bei einer eilig anberaumten Pressekonferenz des Kölner Stadtanzeigers fordert Scharping sein Amt zurück. Die Bundesregierung lehnt abermals ab. Daraufhin lässt sich Scharping im alten Bonner Plenarsaal von seinen Soldaten, dem Team Telekom sowie dem Radfahrverein Bonn-Beuel zum Kaiser "Rudolf der Langsame" ausrufen. Weil sich die Reichsinsignien in der Wiener Schatzkammer befinden, wird er provisorisch mit einem Fahrradhelm gekrönt. Rudolf d.L. wird umgehend von Mallorca völkerrechtlich anerkannt, wenig später erfolgt die Anerkennung durch den Vatikanstaat, San Marino und Andorra.
8. August: Kaiser Rudolf d.L. zitiert in seiner Antrittsrede den großen Genossen Mao Tsetung: "Die Macht kommt aus den Gewehrläufen" und stellt seine Regierung vor. Reichskanzlerin wird Gräfin Pilati, die aber erklärt, sie werde das Amt nur so lange ausüben, bis sie Rudolf geheiratet hat und zur Kaiserin aufsteigt. Drogenbeauftragter der neuen Reichsregierung wird Jan Ullrich, Regierungssprecher die Radsportkommentatoren-Legende Klaus Angermann. Als sich herausstellt, dass Radprofi Erik Zabel einige Brocken Englisch und Französisch kann, wird er zum Außenminister berufen.
11. August: Immer mehr Truppen schließen sich Scharping an, der innerhalb kürzester Zeit nahezu das gesamte Rheinland besetzen kann. Bei Bundeskanzler Schröder stellen sich ernste Sorgen ein, weswegen er bei den USA um Unterstützung nachfragt. Auf Grund einer Intervention des Tour-de-France-Siegers Lance Amstrong lehnt es George W. Bush aber ab, Bonn bombardieren zu lassen. In einem Brief an "dear Mr. Schroder" nennt er die Auseinandersetzungen eine "rein innerdeutsche Angelegenheit". Nur Marokko bietet Schröder die 12 Soldaten an, die gerade von der Petersilien-Insel zurück sind. Bis sie auf ihren Kamelen in Berlin eintreffen, ist der Kampf allerdings schon vorbei.
16. August: Der Kaiser beginnt mit der Prägung eigener Münzen, der "Rudolfstaler". Sie werden wenig später in Mazedonien, Karakalpakien sowie im Südsee-Königreich Tonga gesetzliches Zahlungsmittel.
21. August: Die Truppen Scharpings, mittlerweile in "Kaiserliche Deutsche Wehrmacht" (KDW) umbenannt, erobern Hannover. Bundeskanzler Schröder wird von einem Hubschrauber mit seinem Liegestuhl aus dem Garten seines Hauses hochgezogen und entkommt knapp. Kaiser Rudolf d.L. gibt Hannover zur Plünderung frei, aber seine Truppen weigern sich, weil die Stadt so langweilig ist und es kaum etwas zu holen gibt.
31. August: Nach einem Erholungsurlaub auf dem Expo-Gelände macht sich die KDW auf den Marsch nach Berlin.
12. September: Die KDW erreicht nach einem siegreichen Marsch über Gifhorn, Oebisfelde und Halbensleben das Dorf Wolmirstedt an der Ohre. Dort treffen die imperialen Streitkräfte, die von Rudolf d.L. persönlich geführt werden, auf Schröder-treue Truppen und bereiten sich auf die Entscheidungsschlacht am nächsten Tag vor.
13. September: Im Morgengrauen beschallt die KDW die regierungstreuen Truppen aus riesigen Lautsprechern mit Scharping-Reden, gegen die sie sich selbst mit Ohrenstöpseln schützt. Die Schröder-Truppen sind auf einen solchen Angriff nicht vorbereitet und schlafen ein. Die Soldaten Kaiser Rudolf d.L. siegen auf der ganzen Linie, ohne einen einzigen Schuss abgefeuert zu haben. In Berlin sagt Kanzler Schröder die Bundestagswahl am 22. September ab und zieht sich mit seiner Frau und Schäferhund "Blondie" in den Bunker unter dem Bundeskanzleramt zurück. In München flüchtet Kandidat Stoiber vor heranrückenden kaiserlichen Einheiten auf den Obersalzberg.
23. September: Nach einem langen Marsch über Genthin, Kirchmöser, Ketzin und Falkensee erreichen die siegreichen imperialen Einheiten den Stadtrand Berlins. Der Häuserkampf beginnt. Besonders umkämpft sind die Freudenhäuser.
3. Oktober: Kanzler Schröders Machtbereich umfasst nur noch das Regierungsviertel. Er versucht, sich im Bunker mit Mandelgebäck und Amaretto das Leben zu nehmen, scheitert aber. Die Freiwillige Feuerwehr Berlin-Stieglitz nimmt ihn beim Sturm auf den Bunker fest.
4. Oktober: Rudolf d.L. beweist beim triumphalen Einzug in die Reichshauptstadt menschliche Größe, begnadigt seinen Widersacher Schröder und macht ihn zu seinem Hofnarren. Künftig muss Schröder bei Staatsempfängen zur Belustigung der Gäste Lieder wie "Hol' mir 'mal 'ne Flasche Bier" singen. Doris Schröder-Köpf wird in den Harem von Rudolf d.L. gesteckt, der damit schon zwei Frauen umfasst.
10. November: Kandidat Stoiber kapituliert auf dem Obersalzberg und wird mit dem Amt des Vorsitzenden der Volkstanz- und Trachtengruppe Traunstein abgefunden. Damit ist der letzte Widerstand gegen Rudolf d.L. erloschen.
11. November: Kaiser Rudolf d.L. proklamiert das Dritte deutsche Kaiserreich. "Ja, mir san mit'm Radl do" wird neue Nationalhymne. Unmittelbar nach der Proklamation um 11.11 Uhr schließt sich Mallorca dem Imperium an. Daraufhin erklärt der Kaiser Las Palmas zu seiner Sommerresidenz. Und wenn er nicht gestorben ist, regiert er dort noch heute.
Mensch Maier
Ich denke mal fast keiner, der hier schrieb oder gar selbst Gegenstände warf, wird Ahnung von der Strategie Fischers Poltik haben. Dazu muß man nämlich etwas genauer hinsehen.
Die Politik welche Fischer vertritt, basiert auf kommunikativem handeln.
Fischer ist Habermas-Schüler (O-Ton). Einer der Wenigen welche es verstehen diese Art der Politik umzusetzen.
Dafür daß Fischer im Laufe seiner politischen Aktivitäten verstanden hat wie Politik, in einem parlamentarischen Staat, zu Gunsten der Bürger gestaltet werden muß, bekommt er auch noch von einigen Unwissenden Eier und Sonstiges an den Kopf geworfen. Mindestens 90% der Personen welche dies jetzt tun werden in späteren Jahren sicher nicht mehr politisch aktiv sein. Sie werden ihren Job ausführen und über Ihre "Jugendsünden" lachen; hoffentlich!Ich kann es ja verstehen wenn man nicht mit der Effizienz des Parlamentarismus zufrieden ist. Das liegt aber nicht an dessen Akteuren, sondern an der schwerfälligen Bürokratie.
Die gehört aber nun mal dazu. Als APO läßt es sich leicht Sprüche klopfen.
Wenn man APO sein will ist es besser sich auf das Außerparlamentarische zu beschränken. Der Parlamentarismus wir nicht morgen schon abgeschafft. Seit froh Leute, sonst wärt ihr schon alle im Knast.
Also laßt doch einen der wenigen Sterne im parlamentarischen Himmel stehen.
Fischer auch in hannover Protest erlebt
rp-Meldung
Göttingen (rp). Bei einem Wahlkampfauftritt in Göttingen mussten sich Joschka Fischer und Jürgen Trittin am Samstag von einem Teil der insgesamt knapp 1000 Zuhörer Pfiffe und ?Haut ab!"-Parolen gefallen lassen. Als Fischer sprach, flogen Tomaten und zwei Farbbeutel. Sie trafen den Redner aber nicht, sondern zerplatzten an der Fassade des Rathauses. Nach den Würfen ging der Außenminister kurzzeitig hinter Schilden von Polizeibeamten in Deckung.
Sowohl Fischer als auch Umweltminister Trittin, der Göttinger Bundestagsabgeordneter ist, gingen in ihren Reden auf die Sprechchöre der etwa 150 jungen Demonstranten ein. ?Wir werden nicht abhauen und die Republik den Stoibers, Westerwelles und Möllemanns überlassen?, rief Trittin. Fischer sagte: ?Vielen von denen, die da schreien, werden nach dem 22. September ihre Hilflosigkeit demonstrieren, wenn die Konservativen am Ruder sind."
Zu den Protestaktionen gegen Fischer und Trittin hatte im Vorfeld der Wahlkundgebung die ?Autonome Antifa (M)? aus Göttingen aufgerufen. Die Grünen seien ?maßgeblich an der Militarisierung der deutschen Außenpolitik beteiligt? gewesen, erklärte die Gruppe.
@ T.W. Adorno
grüne agressionen
@T.W. Adorno
"blah ... jürgen haberman... sülz..." -
das ist viel einfacher: der typ nervt die leute.
- er nervt weil sie beschissen werden.
- er nervt weil er ander leute töten lässt, und er erklärt das sei richtig so.
- er nervt weil er eine politik für priviligierte macht.
- er nervt weil er sich dafür einsetzt dass andere nichts zu fressen haben(WTO...).
....
90% sagst du - glaub ich auch nicht.
du vergisst, dass viele nichts mehr machen
-weil sie jeden tag überlegen müssen wo sie die kohle zum leben herkriegen: wennste acht stunden schuftest biste fertig mit der welt
- weil sie sich um ihre kinder sorgen: sie können sich nicht der gefahr aussetzten, eingesperrt zu werden.
- weil sie vorbestraft sind: das muss gar nichts grosses gewesen sein.
- weil sie einfach keine kraft mehr haben, frustriert sind. weil sie kein land sehen.
- weil jüngere nachkommen und sie denen nicht sagen wollen was sie tun sollen.
.....
vielleicht bringen farbeier nichts, vielleicht ist es auch sinnlose gewalt - aber den fischer in schutz nehmen, das kann doch nicht wahr sein. er hat hart dafür gearbeited, jetzt hat er sie eben bekommen.
für die verfolgung derer, die sich entschlossen haben so etwas zu machen sorgt er schon selber, das braucht hier nicht geschehen.
@Kaisertroier
sind sollte man das laecheln nicht vergessen. danke fuer die muehe die du dir gemacht hast.hat mir gefallen.
joa, mir san mit m rudi doa
8.8.: Fischer in Oldenburg
Das gemeinsame Hauptthema der in kleinen Haufen auf dem Platz verteilten kritischen Stimmen hingegen war eindeutig: "Kriegstreiber!"
Ach ja: An solchen Rufen erkennt man natürlich die Dosenbiertrinker. Sagen Fischer und Trittin. Die müssen´s ja wissen, waren ja selbst mal dabei... Deshalb gab´s auch noch Rufe "Steineschmeißer!" in Richtung der Bühne.
Ansonsten: Transparente, Flugblätter, Aufrufe zum Wahlboykott und von all dem viel zu wenig. Die Mehrheit auf dem Platz hatten die echten Jubelfans, und das ist traurig!
Ganz schön dreist, der Joschka
Das ist natürlich besonders perfide, dem Widerstand durch Diskussion das Genick brechen zu wollen.
Diskussion?
Also, mal so ungefähre Zitate zum Umgang mit kritischen Stimmen beim Oldenburger Wahlkampfspektakel:
- Ach, die SDAJ gibt´s auch noch...
- Sabbel, sabbel... Dosenpfand... Das ärgert natürlich die Dosenbier-Fraktion da hinten!
- Da könnt ihr noch so rumschreien, die Realität ist: Die Entscheidung bei dieser Wahl fällt nicht zwischen euch und Rot-Grün, sondern zwischen Rot-Grün und Stoiber...
Letzterer Spruch hat mir klargemacht, dass die Grünen mittlerweile wirklich einer anderen Logik folgen als unsereins. Bin ja nun auch seit frühester Jugend (und das ist lange her) öko, aber da ging es immer darum, die Ursachen herauszufinden für den ganzen Mist und dann, wie man was verändern kann. Die Grünen müssen da wohl irgendwie so´n Kurzschluss gehabt haben: Um was zu verändern, muss man an die Macht. Also ran an die Macht, ganz egal, welche Positionen man dafür aufgeben muss...
Sollen die sich also mit Stoiber rumkloppen - Realität ist, dass sie mit dem Durchsetzen all der Dinge, für die sie mal eingetreten sind, nichts mehr zu tun haben. Und dass eine Opposition - und sei sie auch noch so klein zahlenmäßig - die ihre Position vertritt und begründet, allemal wirkungsvoller ist als eine, die mit den Wölfen heult, um an die Macht zu kommen.
Bei all der Scheiße, die sich die Grünen geleistet haben (selbst das grundgesetzwidrige Führen von Angriffskriegen war ihnen nicht zu krass - wofür es doch gut ist, wenn man mal sowas wie "legal - illegal - scheißegal" aufgeschnappt hat...), macht es genau wegen dieser Realität, dass die Entscheidung zwischen Stoiber und Schröder fällt, keinen Sinn mehr, das kleinere Übel zu wählen oder überhaupt noch einen dieser Herren durch die Beteiligung am scheindemokratischen Spektakel zu legitimieren. Deshalb Wahlboykott!
Typisch: links reden, rechts handeln!