Rassismus/Sexismus - neu zu diskutieren?

pippilotta viktualia 28.07.2002 11:35 Themen: Antirassismus Gender
Eine Zeit lang schien das Thema out, Sexismus schien es nicht mehr zu geben, die sogenannte Gleichberechtigung der Geschlechter schien durchgesetzt zu sein.
Auch der Zusammenhang zwischen Rassismus und Sexismus schien aufgearbeitet zu sein..........
In letzter Zeit wird das Thema Sexismus wieder vermehrt diskutiert. Sei es im Rahmen der Gender-Debatte oder an realen Erlebnissen von Sexismus, bzw. Heterosexismus.
Eine Zeit lang schien das Thema out, Sexismus schien es nicht mehr zu geben, die sogenannte Gleichberechtigung der Geschlechter schien durchgesetzt zu sein. Es wurde teilweise schon zu einem Problem, jüngere Frauen für Aktionen zum 8. März zu gewinnen, da sie gar nicht mehr wussten, was das eigentlich sollte, da sie ja alles könnten was sie wollten, keine Notwendigkeit zum Kampf mehr gegeben sei (der internationalistische Aspekt wurde dabei völlig vergessen.)..........
Nun scheint das Thema erneut entdeckt zu werden. Ich war nicht in Strasbourg, aber es scheint dort ja auch einiges in dieser Richtung gelaufen zu sein. An Arbeitskreisen sowie an Frustrationen.
Gleichzeitig scheint es innerhalb der Karawane ein Problem zu geben, auch das kenne ich nur punktuell und von außen. Die einen fordern die Diskussion um Sexismus, die anderen fürchten, dadurch nicht mehr genug Raum für die Antirassismusarbeit zu haben. Dass hier geteilt wird in zwei Themenbereiche, die dann wiederum gegeneinander ausgespielt werden können, ist eine gefährliche und lähmende Entwicklung und schien eigentlich durch die Diskussionen der letzten 10 bis 15 Jahre überholt und aufgearbeitet zu sein. Aber auch das ein Irrtum, genauso wie die Einbildung, Sexismus bräuchte in der Linken kein Problem mehr zu sein. Weder ein real existierendes noch ein zu diskutierendes.

Neue Diskussionen scheinen notwendig zu sein, neue Leute haben neue Erfahrungen einzubringen, alte Leute bereits aufgearbeitetes weiterzugeben. Gibt es die Möglichkeit, irgendwo ein Diskussionsforum zu den Themenbereichen (Hetero-) Sexismus - Rassismus - eigene Sexismen/Rassismen - Zusammenhänge von Rassismus und Sexismus - Antirassistische /Antisexistische Arbeit - .............. einzurichten?
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Ergänzungen

mal was aus Leipzig

ne Husche 28.07.2002 - 12:47
Sexismus in der "Linken"

Gestern Abend in der Leipziger Szenekneipe "Eisdeale" in Connewitz.
Auslöser: Eine an der Bar aufgehängte Postkarte auf der der Oberkörper (kein Kopf) einer Frau in eindeutiger Pose abgebildet ist mit der Aufschrift: "Perfect Holliday"



ich: kannst du bitte diese postkarte in den müll werfen? ich denke dass man gerade in einer linken kneipe auf sexistische Inhalte verzichten kann!
leute an der bar: schallendes gelächter
barkeeper: wenn dir hier was nicht passt, kannst du gerne gehen.
ich: widerkommen werde ich bestimmt nicht, du scheinst ja auch nicht zu verstehen worum es geht...
barkeeper: nein.
typ:: was hast du denn dagegen auszusetzen?
ich: das problem ist, dass die Frau auf der Karte auf ihre Sexualität reduziert wird und ....
typ (unterbricht mich): ... bist du schwul oder was?
ich: erstens bin ich schwul und zweitens ist das scheißegal im Moment!
barkeeper: hast halt noch keine gehabt, dass ist dein problem.
typ: ganau! Du musst erstmal eine richtig durchknallen, dann verstehst du das!
ich: na du mussts ja wissen...
leute in der kneipe: glotzen mir verständnislos hinterher.

Übrigens nicht der erste Vorfall dieser Art...

Ein Freund von mir ist da mal im Fummel aufgetaucht.
Mit Tränen in den Augen berichtete er mir verzweifelt, dass er
selbst in der Leipziger Linken Szene nicht offen schwul auftreten kann und sprach von einem reinen Spießrutenlauf. Wenn er an Leuten vorbeilief, riefen sie "husch" und "hui" und angetatscht haben sie ihn auch...





Mit emazipatorischen Grüßen

darf man das sagen?,so denkens doch fast alle

einer wie viele 28.07.2002 - 13:22
es ist ein offenes geheimniss,das sich auch viele linke sonntag nach getanem wochenende mit dem satz,jetzt noch ma schön fi.... aufs sofa fallen lassen.Mensch ist halt nicht nur kopf sondern auch biologie.

@ einer wie viele

urmel 28.07.2002 - 13:56
darf man das sagen?,so denkens doch fast alle
Von: 28.07.2002 12:22
es ist ein offenes geheimniss,das sich auch viele linke sonntag nach getanem wochenende mit dem satz,jetzt noch ma schön fi.... aufs sofa fallen lassen.Mensch ist halt nicht nur kopf sondern auch biologie.

- das ist wohl das erste missverständnis:
wer sexismus kritisiert, habe ein gestörtes verhältnis zur sexualität oder sei sogar sexfeindlich eingestellt. die spaltung in kopf und biologie halte ich für falsch,weil diese trennung meist nur zur ausrede taugt.

speziell der kurze bericht von "Husche" lässt diese basis erahnen. aber das kann doch nicht alles gewesen sein,was ausserhalb intellektueller kreise zum thema sexismus oder schwulenfeindlichkeit gedacht wird.
wie lässt sich erklären,das auch in linken kreisen die selben abwehrmechanismen greifen,wie sonst auch in der gesellschaft ? oder habe ich da nen denk- oder wahrnehmungsfehler ?

sonst noch wünsche???

kiko 28.07.2002 - 14:01
_ich_ würde ganz bestimmt nicht mit solchen homophoben und sexistischen säcken wie _euch_ nacktbaden gehen, wer garantiert mir dann meine strukturelle unversehrtheit...

Sex für alle!

sdghkl 28.07.2002 - 15:04
Also Sexismus und Rassismus zu thematisieren halte ich für mehr als richtig, solange es nicht in eine Non-Sex-Schiene hineinläuft. Teilweise gibt es Leute aus dem Feminismus/Antisexismus Spektrum, die dann anfangen, jeglichen Sex als Vergewaltigung o.ä. abzutun. Die Folge ist dann der Neid und Hass auf diejenigen, die frei ihre Sexualität ausleben (z.B. schon Küssen auf der Straße).

Ein Antisexismus bzw. Anti-Homophobie"ismus", der nicht in letzerem landet, ist dringend zu unterstützen!

@KIKO

wasserratte 28.07.2002 - 16:05
wie hat denn der mann zu sein,dem du deine einzigartige schönheit anvertraust?Bedenkt,das selbst FIEDEL CASTRO als playboy verrufen ist.das wolln zwar viele nicht hören,ist aber eine bewiesene tatsache.Freiheit für CUBA!

Was hat Prostitution mit Gender zu tun?

Dr. Sigmund Reeperbahn 28.07.2002 - 16:15
Solange die Ukraine nicht in der EU ist...

Sexismus ist nicht gleich Sexualität

pippilotta viktualia 28.07.2002 - 16:20
ich finde es erschreckend, was mein kurzer artikel für eine unsinnige diskussion angestoßen hat. hat es sich denn immer noch nicht rumgesprochen, dass sexualität absolut nichts mit sexismus zu tun hat. kein mensch hat was gegen guten sex, wenn alle die dabei mitmachen, das so wollen. natürlich nicht. es geht doch nicht darum irgendjemandens sexualität zu beschränken, im gegenteil. freie liebe für alle!
sexismus heißt doch was ganz anderes, nämlich wenn jemand aufgrund seiner/ihrer geschlechtlichen zuordnung (gender - nicht sexualität) also einer rollenzuschreibung von mann oder frau, auf irgendeine art und weise diskriminiert wird.
parall dazu gibt des eine diskriminierung aufgrund rassistischer kriterien. beides ist diskriminierung, beides entspringt den gleichen wertungen, nämlich eine art mensch ist besser, stärker, wichtiger,... als eine andere und beides muss gemeinsam von uns allen bekämpft werden und darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. seien es nun sexistische und rassistische Realitäten um uns rum oder auch sexistische/rassistische inhalte, die wir selbst noch verinnerlicht haben.

Geht´s noch?

ausgleichendes Element 28.07.2002 - 18:17
Ach Gott, da sagt mal jemand "Antisexismus" und schon muessen verklemmte Linke sich angegegriffen fuehlen und anderen Sexfeindlichkeit vorwerfen. Ich finde solche Reaktionen deshalb so beschaemend und traurig, weil sie offenbaren, wie wenig sich die SchreiberInnen bisher ueber dieses Thema Gedanken gemacht haben.

Antisexismus soll schliesslich nicht dazu fuehren, dass kein Mann mehr schoene Frauen angucken darf, sondern dazu, dass ein befreiter Umgang zwischen Maennern & Frauen erst moeglich ist - was dann auch zu einer befreiten Sexualitaet fuehrt.

Antisexismus ist nicht darauf ausgerichtet, Maenner zu kastrieren - sondern soll moeglich machen, dass Frauen
1. ihre strukturelle Unterdrueckung verstehen, d.h. ihre Probleme nicht als individuelles Versagen rezipieren und 2. ihnen einen Weg geben, gegen diese Unterdrueckung zu kaempfen.

Antisexismus soll Frauen nicht gegen Maenner einschwoeren, sondern Zusammenhaenge deutlich machen, und sie sind vielfaeltig. Rassismus, Antisemitismus, Heteroseixmus, Kapitalismus, Religion.... Neben einer theoretischen Einordnung & Reflexion soll es natuerlich auch darum gehen, einen erstmal erkannten Status Quo zu veraendern, ob nun gemeinsam mit Maennern ode rnur mit Frauen.

Der Antisexismus, den ich meine, fuehrt zu einer gemischten antisexistischen Praxis und Politik, vergisst aber gleichzeitig nicht, dass Maenner ( neben ihrer Opferrolle) auch Taeter sind und sich auch in vermeintlich antisexistischem Gewande Vorteile verschaffen oder diese nutzen. Gleichzeitig sind oft genug Frauen TaeterInnen: indem sie andere Frauen sanktionieren, ihre Rolle internalisieren, repressiv reagieren, durch Annahme der Rolle (z.B. Babytour) sich Vorteile erschleichen und anderen Frauen, die auf solche Mechanismen pfeifen, schaden, sich unsolidarisch verhalten.

Das finde ich den spannenden Aspekt: wie gehen wir mit Frauen um, die sich antifeministisch, verhalten? Dafuer waren wir bisher meiner Meinung nach zu blind. Unter dem Deckmantel der Frauensolidaritaet haben wir vieles geschluckt, was eigentlich kritikwuerdig waere. Haben Neidgefuehle, manchmal auch Hass oder Ablehnung verborgen und uns stattdessen solidarisch gegeben - manchmal aber hat Solidaritaet keinen Platz. Verhaelt sich eine Frau in der o.g. Weise ( Schultern senken, Stimme hoch schrauben, Kopf schieflegen, "frech" und "suess" sein, eben das kleine nette Maedchen sein) dann finde ich das politisch falsch.

Zu Sexismus & Rassismus: ich habe nicht das Gefuehl, dass das in der Linken bisher zu wenig diskutiert wurde. Ich bin aber auch der Meinung, dass zu oft der Gender-Aspekt vernachlaessigt wird. Ob es nun Arbeitszeitflexibilisierung, Globalisierung, Rassismus oder illegale Migration ist - es lohnt sich immer, den Blick dafuer zu schaerfen, wie die Auswirkungen besonders auf Frauen und das Geschlechterverhaeltnis sind...

* Sexismus entgegentreten*
* Fuer eine starke antisexistische Praxis*

Ein neues Frauenbild?

ausgleichendes Element 28.07.2002 - 18:27
Worueber bisher eindeutig viel zu wenig reflektiert wurde, ist die Tatsache, dass das "Heimchen am Herd"nicht mehr en vogue ist: mit den erkaempften Freiheiten sind naemlich auch die Ansprueche vielfaeltiger geworden. Schoen soll die Frau sein, gepflegt, sanft, verstaendnisvoll - und tough. Also sportlich, erfolgreich, konsequent, straight und organisiert. Eben "Ally Mc Beal" oder die Ueberbleibsel dieser schrecklichen Girlie-Generation... Bisher hat es die (feministische) Linke noch nicht geschafft, diese Diskussion aufzufangen und ihr etwas entgegen zu setzen.

wenn das linke sind, will ich keiner sein

ärger 28.07.2002 - 18:37
es ist schon krass, wie "linke" z.t. nicht mal wissen, was mit sexismus bezeichnet wird.
oder ist es einfach so, dass bei einem solchen thema einfach die dümmsten posten und die meisten andern eh nur den artikel lesen, weil sie nicht irgendwelchen dumpfbacken / provos zum Xten mal die grundbegriffe erklären wollen???

von der unmöglichkeit...

28.07.2002 - 19:04
kann es sein das eine diskussion nicht möglich ist ?

wer verklemmtheit und sexismus als eins darstellt scheint den sinn der ganzen debatte nicht verstanden zu haben.

ich fühle mich bestätigt...

kiko 28.07.2002 - 19:23
@mensch:
durch dein binäres denken: was sagt dir, dass ich weiblich sei? weiblichkeit und männlichkeit sind konstruktionen sozialen denkens/verhaltens, die über das raster einer vermeintlichen biologischen grundausstattung gelegt werden.
gerade die sozialität des menschen sollte ihn(?) dazu befähigen, mehr aus sexualität zu machen, als nur fortpflanzungsverhalten zu reproduzieren und dsich damit über die biologie zu emanzipieren. jede sexualität, die ausschliesslich auf penetration fixiert ist, ist armselig.

@wasserratte:
ich fürchte, ich kann mir keinen "mann" in den kategieren vorstellen, die du zugrundelegst. pech gehabt, ausserdem würde jeder echte mann sich an meinen bartstoppeln stören.
fidel castro ist ein arschloch

ihr habt einfach keine fantasie

scheiße

- 28.07.2002 - 19:37
was sollen denn diese kackreaktionen hier ?
meine beste freundin ist gerade an magersucht gestorben, die hervorgerufen wurd durch eine vergewaltigung, die aus ihrem leben eine hölle gemacht hat.
diese ganzen spinnerinnen und spinner hier,
ihr seid noch nicht mal bereit, euch über sexismus und sexualisierte gewalt nen kopp zu machen ?
tolle linke.
stehe auch nicht auf frauenlesben seperatismus, aber habe keine bock auf eine patriarchale linke.
scheiße

rassismu und sexismus

no 28.07.2002 - 20:34
koennen nicht voneinander getrennt betrachtet werden - dies sollte eine grundlage sowohl antirassistischer als auch antisexsitischer emanzipativer arbeit sein.

keine Wissenschaft

Petra 28.07.2002 - 22:06
Was soll der ganze Quatsch? Ich werde nicht unterdrückt, und da mich ja hier eh keiner kennt kann ich auch mal sagen, daß ich es nicht unbedingt schlecht finde, wenn mir einer hinterherpfeift. Was hat das alles mit Rassismus, Semitismus o.ä. zu tun!
Soll ich euch mal sagen was der Fehler ist? Ihr macht aus allem eine Wissenschaft, ihr versucht alles, "theoretisch zu ergründen" und irgendwo einzuordnen.
Es gibt aber Dinge, die tut man einfach. Und wie ich, bzw. der jeweilige "Täter" (selten so gelacht) das tut, geht andere einen Dreck an.
Vergewaltigung ist natürlich das allerletzte, aber auch das hat nichts mit links zu tun.

petra,es tut weh

urmel 28.07.2002 - 23:29
nur weil du dich nicht verfolgt fühlst,heisst noch lange nicht,das sie nicht hinter dir her sind.

seelig sind die geistig armen und petra bedeutet stein. amen.

@kiko

Konstruktionen 28.07.2002 - 23:47
Hallo Kiko!
Natürlich sind "Weiblichkeit und Männlichkeit" nur Konstruktionen, kulturell kodierte komplexe Vorstellungen und keine ewigen Wahrheiten. Ja und? Deswegen wirken diese Kodierungen nicht weniger zwingend. Jede Gesellschaft/Kultur erzeugt solche Kategorien, die dann für die Mitglieder dieser Gesellschaft dann mehr oder weniger verbindlich und verpflichtend sind. Der Hinweis auf die Konstruiertheit des Männlichen/Weiblichen löst das politische Problem, die Frage nach den idealen Normen und Wertvorstellungen (und ihrer Durchsetzung) also auch nicht. Zum Schluß eine kleine Fangfrage und eine kleine Bemerkung.
1)Fangfrage: Ist Schwulsein auch nur eine kulturelle Konstruktion?
2)Die politische Kategorie rechts-links ist natürlich auch nur eine billige Konstruktion, wurde aber für ungezählte Menschen zum existenziellen Lebensinhalt.
Soweit in Kürze.

29.07.2002 - 00:08
ich glaub auch nicht dass "bilderverbote" sinnvolle antisexistische praxis ist. aber wie hier unreflektiert die eigenen "bedürfnisse" als "natürlich" und deshalb automatisch richtig abgefeiert werden, und damit ihr ausleben als "befreiung", das gibt schon zu denken. auch schönheitsideale werden gesellschaftlich produziert und sind daher ausübung von macht und gewalt, v.a. für diejenigen, die ihnen nicht genügen wollen oder können. (warum gibt es so viele magersüchtige frauen??). ist das der neue alte emanzipationsdiskurs, dass alle männer wieder ungehindert ihre ach so natürlichen "männerfantasien" ausleben können. ich würde sagen, das ist eher ein antifeministischer rollback.

bin müde, machts gut.

Petra 29.07.2002 - 00:15
@Konstruktionen:
Die beiden Fangfragen sind mal eine gute Idee, damit wirst Du hier auf keine Gegenliebe stossen. Da wird jetzt bestimmt wieder einer ein seitenlanges wissenschaftliches Werk verfasen.
Mal ne Gegenfrage: Bin ich eine Frau oder eine kulturell kodierte Konstruktion? Wer weiß das wohl besser, du oder ich?

@Urmel
Hallo Urmel, was sollte das mit dem Stein. Wenn ich mit dir fertig bin, würdest Du ziemlich blaß aussehen.
Klar sind sie hinter mir her, na und?

@konstruktionen

kiko 29.07.2002 - 00:19
endlich mal was interessantes

mir ist vollkommen klar, dass gerade konstruktionen wie männlich/weiblich sehr schwer bis überhaupt nicht mal eben so aus unseren gehirnen zu verbannen sind. worauf es mir ankommt, ist der wille, sich damit auseinanderzusetzen. und wer sich damit ne weile beschäftigt (hallo liebe theoriefetischist/innen(!!)), zeigt zumindest die motivation, schlimmeres zu verhindern. ausserdem finde ich einen grossen teil hier einfach eklig.
die Frage ist auch nicht, ob eine gesellschaft normen und kategorien erzeugt, sondern, inwiefern diese bewegbar sind (und herrschaft legitimieren, aber das tun sie wahrscheinlich immer). abgesehen davon bin ich nicht der meinung, dass es ideale normen und wertvorstellungen gibt.
jetzt eine frage von mir:
wieso wirken diese kodierungen zwingend, bzw. was meinst du damit?

1) klar. wieso ist das ne fangfrage?
2) das ist mir bewusst. leider ist es auch sehr traurig, dass sich so viele an ein dermassen inhaltsloses symbol hängen. wer sich wirklich nur auf "links" bezieht, und sonst nichts zu sagen hat, verdient nur mitleid.

Ich möchte da nochmal was wissen...

Isa 29.07.2002 - 00:34

Den Spruch" Petra, es tut weh" finde ich ein bisschen hart, Aber Petra, du sagst, du magst es ganz gerne, wenn sie dir hinterherpfeiffen. Wie steht´s denn, wenn sie dir die ganze Zeit hinterherpfeiffen und dich auch gleich "Ficken?" fragen? Mal ganz ehrlich, magst du das? Glaubst du diesen Menschen interessiert auch nur im entferntesten wer du bist?

ausgleichendes Element

SOFORT LÖSCHEN 29.07.2002 - 01:27
Liebe Indys,

bitte löscht auf dieser Site diverse Kommentare - sie verstossen gegen den Grundsatz, dass die Inhalte auf IMC grundsaetzlich antisexistisch sein sollten.

Petra scheint eh eine Rechte zu sein und all die Aufforderungen, doch mal ordentlich zu ficken, sind ja wohl nichts anderes!

* SexistInnen in den virtuellen Papierkorb *

Penetration.....just for fun!

Lustiger 29.07.2002 - 02:04
de sexualität, die ausschliesslich auf penetration fixiert ist, ist armselig."
Wenn dir das keinen Spaß macht, ist das ja Okay. Ich habe aber die Stadien infantiler Sexualität überwunden und habe wohl das was Mensch eine genital-fixierte Sexualität nennt. Anders gesagt: Ich stehe auf Penetration. Das macht mir einfach Spaß (andere Sachen auch!). Und meiner Freundin nicht minder. Was ist daran armselig. Mit deiner anti-sexuellen Argumentation erweist du dem berechtigten Ziel sexuell konnotierte Hierarchien abzuschaffen einen Bärendienst! Sie steht aber im Kontext einer bedenklichen Entwicklung: gesellschaftlicher Desexualisierung. Die Linke steht mal wieder an der Spitze dieser Regressionsbewegung

niveauabsturz -

modOne 29.07.2002 - 03:40
habe darum diverse kommentare unfrei geschaltet, auf die einige andere sich oben beziehen. hoffe, das diskussionslevel pendelt sich demnäxt wieder über dev.zero ein: also überlegt euch doch bitte, ob ihr WIRKLICH einen kommentar schreiben oder euch lieber einen runterholen solltet...merci.

@ SOFORT LÖSCHEN

Monty Burns 29.07.2002 - 04:47
ich finde es echt scheisse das du jemanden bloß weil er eine andere meinung hat als "rechte" hinstellst
ich glaube wir sind alle liberal genug um über komentare die uns nicht passen hinwegzulesen, und die meineung anderer zu akzeptieren
meinungen anderer wegzuzensieren ist keine lösung
wenn dir petras meinung nicht passt kannst du das ja auch schreiben warum das so ist

Monty Burns

Genau das hier sind die Schwierigkeiten,

grübelgrübel 29.07.2002 - 07:04
wenn mensch ausgehend von sehr unterschiedlichen Erfahrungen versucht, über Sexismus zu diskutieren.
Ich denke, die Zielsetzung der Diskussion sollte klar umrissen werden, z.B.

1) Erfahrungen weitergeben
Meines Erachtens nach die Grundlage, um Diskussionen mit "Petras" konstruktiver zu gestalten. Erst Input, dann Diskussion - wie soll es sich über ein Phänomen auch diskutieren lassen, wenn dessen Existenz schlichtweg bestritten wird. Bei Bedarf evt. Rollenspiele zur Sensibilisierung für die, die ich (meist) um ihr dickes Fell beneide:o)

2) Aktuelles Hier macht sich eine solide Grundlage bezahlt. Wenn dennoch wiederholt zum Nullpunkt zurückgekehrt wird, bin ich auch etwas ratlos: Autoritär werden?? Oder zurück zum Start, gehen Sie nicht über Los, ziehen Sie eine weitere Frust-Ration ein?? Oder nur "Sitzenbleiber" zurück zum Start schicken???
Das gleiche Problem zeigt sich bei
3) Futuristisches (Utopisches?)
Wie ich nun sehe, habe ich weder zur Lösung des Problems, wie hier gerade diskutiert wird, beigetragen, noch habe ich das eigentliche Thema des Artikels getroffen, also noch in Kürze zum Thema:

Ich denke, eine moderierte Präventiv-Runde zur Sensibilisierung von jungen(?) Menschen gegenüber Sexismus wäre gar keine so schlechte Sache auf einem antirassistischen Camp. Alte Hasen (bis auf die Moderation) könnten wegbleiben oder schon mal eine Diskussionsrunde über die Überschneidungen/Verquickung von Rassismus und Sexismus beginnen. Für wen das dann schon ein alter Hut sein sollte, der könnte sich ja mal nebenbei die eingefleischten Sexisten vornehmen. Wer das zu unwichtig findet, der sollte sich fragen, mit wem er/sie antirassistische Arbeit machen will. Sollten tatsächlich keine Sexisten anwesend sein, dann jauchzet und frohlocket, denn das wäre tatsächlich ein Festtag.

Und, für jedeN was dabei?

KANN ES DENN WIRKLICH SEIN

Psilocybiniker 29.07.2002 - 11:05
DASS MAN SICH IN JEDEM POSTING HIER VÖLLIG NIVEAULOS UND SAUDUMM GEGENSEITIG ANSCHEIßT?!?!?!
einige leute sollten erstmal überlegen bevor sie was schreiben, die anderen sollten einsehen dass sie die materie evtl. nicht verstehen und so weiter und sofort........
ich könnte jetzt noch ewig was in sachen streitkultur schreiben, is mir aber ehrlich gesagt zu blöd.
wir könnten so viel erreichen und so verdammt viel bewegen wenn sich einige mal bemühen würden, aus ihrem subjektiven wirrwarr herauszukommen; sprich: mal über'n eigenen tellerrand gucken! nein, auch nicht konform werden, sondern mal gänzlich ohne diesen polemischen dünnschiss einige meinungsverschiedenheiten ausdiskutieren, eigene denkfehler einsehen und korrigieren etc..
merkt ihr denn nicht wie sehr ihr auf der ebene der kommerz-medien hängenbleibt? die diskussionen hier könnten genauso in nachmittagstalkshows stattfinden, die art zu streiten ist kopiert von raab und schmidt.
wacht endlich mal auf......

SEX

emanzipierter 29.07.2002 - 12:31
ja genau. es sind genau solche typen, wie du, und deine genoszInnen im geiste, die regelmäszig meine freundin dumm anmachen. sie hat zwar keinerlei bezug zum gebot der sexuellen neutralität, auch gehört sie nicht zum linken kader aber sie ist solidarisch mit den idealen der linken. so, und nun musz sie sich von den "aufgeklärten" ihre unmündigkeit herleiten lassen. obwohl ihr (wie vielen tausenden) niemand bei der auswahl ihrer kleider reinredet. wer unter einem uniformierungskomplex leidet seid ihr neurotiker. und was die aggreszivität der genoszinnen diesbezüglich angeht: wie wärs mit dem erklärungsansatz neid. so und nun noch ein geheimnis: auch che, rosa luxemburg oder sartre und sogar mutti hatten sex und wahrscheinlich sogar spasz dabei. und nicht jede karte nimmt dich gleich in sippenhaft.
FIGHT UNI-FORMISM

anmerkungen

29.07.2002 - 12:48
schon die länge der gefüllten ergänzungsleiste toppt alles.warum wohl?
noch ein zitat brecht(vemutlich auch arschloch):wenn es der regierung nicht passt,soll sie sich doch ein neues volk wählen.denkt mal drüber nach.
bezeichnung aller anderen als sexistische säcke usw=diskriminierung+egomanie
+++FUSSTRUPPEN ALLER LÄNDERVEREINIGT EUCH!+++

diskussiosnforum

blue 29.07.2002 - 12:51
Liebe pippilotti,
Deine verknüpfung von Rassismus und Sexismus finde ich sehr spannend und sollte gerade in Bezug auf die Grenzcamps mal eingehend diskutiert werden (vor allem nicht immer erst, wenn es zu konkreten "Vorfällen" kommt. Leider ist das wie Du siehst bei indymedia nicht möglich (weiß auch nicht, warum hier immer so viele Idioten rumhängen). Links auf der Startseite findest Du aber einen Link zu Diskussionsforen. Dort kannst Du auch eigene Diskussionen einrichten. Hoffentlich findest Du irgendein Forum wo die Leute ein bisschen weniger bekloppt sind...

erfahrungswert

ex 29.07.2002 - 13:17
vor längerer zeit wohnte ich in F.hain(berlin)im besetzten haus.dort gab es eine ausgewiesene frauenetage.männern war/ist das betreten bei todesstrafe verboten,während sich die frauen im ganzen haus frei bewegen konnten bzw ich eine männeretagee umsonst suchte.gesellschaftsmodell in klein?das verhältniss der mitbewohner innen kam mir auf der ebene mann/frau grösstenteils künstlich vor.mann/frau behandelten sich gegenseitig mit clacehandschuhen,und ich war oft verblüfft,wie mann/frau,die sich tagsüber kaum zu kennen schiehnen,dann auf einmal ruhug&und stilln im kämmerlein verschwanden.man,muss liebe schön sein...

Ich bin jetzt noch mehr gestörrt.

noch mehr frustriert 29.07.2002 - 14:48
verstehe nicht warum mein komentar gelöscht wurde? DEr war nicht sexistisch. was kann ich denn dafür das ich bock auf sex habe? das war kein aufruf zu unreflektierter bedürfnisbefriedigung egal um welchen preis. der titel "gestörrt" bezog sich nicht auf die debatte sondern auf mein gefühl. und entschuldigung das dieser kommentar noch gekommen ist, aber ich muste das loswerden.

es ist so

@löschen 29.07.2002 - 15:10
auch ich habe den eindruck,als soll durcch geziehltes löschen ein bestimmtes diskussionsbild hergestellt werden.wer es nicht kapiert bzw nicht das geistige disskusionslevel hat wie die herren studierten muss gehen.scheinbar gibt es ein proletariat im proletariat(lach).auch ich find viele interresante beiträge wurden gelöscht.imanonymen ist doch grad mal am besten zu sehen,was ein jeder/jede wirklich so denkt.aber das ist wohl grööstenteils nicht linkskonform genug,deshalb:SCHERE!

@ex

stimmt 29.07.2002 - 15:18
stimmt die sache kenne ich.ale tun zwar schön&gut,es werden fleissig psychoplenen abgehalten,aber wenn mensch sich mal einzeln unterhält,merkt menssh,das unter der oberfläsche gar nix klar ist.wenn einige könnten wie sie wollten,würden den ganzen tag nur die bettfedern quitschen.in der realität laufen die frauen mit oft kriegerichem habitus durchs haus und man tut so als sehe er nur die genossin,nicht das weib.

sommer abschaffen

eine frau 29.07.2002 - 15:51
es ist sexistisch. überall hübsche mädchen und kaum eine eingepackte sittenwächter"in" um diesem unschicklichen treiben einhalt zu gebieten. da manchen von diesen frauen auch noch der giftige zauber innewohnt, der mensch z.t. dazu verleitet, ihr mit einem lächeln zu begegnen, ist aufklärung dringend notwendig. dieses mann-frau ist doch nur produkt herrschaftlichen denkens. und dann erlauben sich manche frauen, wie ich z.b., auch noch, sich - trotz (z.t. kurzem) rock - emanzipiert zu nennen. nein, sowas.
eine "unaufgeklärte"
(in emanzipierters sinne:) gegen uni-formes denken
an die sich ereifernden: einfach mal ausprobieren

zeig mal

wo denn 29.07.2002 - 16:08
zeig mir mal die genossin im kurzen rock.

wie immer

resi 29.07.2002 - 16:18
ist es wieder einmal so..das der überwiegende teil mädchen falsch denkt?überall kurze röcke und luftige blusen,alle denken falsch,alle sind opfer.das es mädchen/frauen reizt,auch mal zu provozieren,weil es einfach die lebenssäfte anspricht,weil ich mich als frau,welche ich nach eurer aussage nicht sein dürfte,als biologische frau bestätigt fühle.ist es nicht schön,schön zu sein?auch für sich?als frau?

aufruf

geht nicht 29.07.2002 - 16:29
ja lasst uns doch mal alle richtig schweineigeln,mal sehn,was da noch so bei rauskommt.schlage vor:chat4free,flirtchatroom 23(dürfte frei sein),montag 21h.kennwort:no fun.
bin ja ma gespannt.

streitpunkt

alt 29.07.2002 - 16:58
die diskussion um kurze röcke lief schon vor 30 jahren.und es ist wohl eineindeutig,welcher trend sich manifestiert hat.es wird schon seinen grund haben.manche frau wünscht sich nichts sehnlicher,als auch wieder kurz zu tragen.aber die figur..

Warum Zensur gut tut

ausgleichendes Element 29.07.2002 - 19:55
Wenn Petra schreibt, dass Ficken Spass macht, dann ist das weder nationalistisch noch sexistisch. Wenn sie aber schreibt, dass Linke ja wohl sexfeindlich seien und nicht damit klarkaemen, dass u.U. auch deutsche Kinder geboren werden wuerden, dann erinnert mich das verdaechtig an Nazis, die aufmarschieren mit Transpis "Familienpolitik statt Einwanderung". Wer Sexualitaet auf die Geburt von deutschen Kindern reduziert, reproduziert ausserdem sexistische Stereotype.

Dankeschoen.

Bildersturm

saul 29.07.2002 - 23:48
Iraner wollte Aktbilder in Kunstgallerie vernichten.
Diese Meldung aus der Frankfurter Rundschau passt gut und mal sehen wie lang das stehenbleibt. "...stürmte der etwa 50 Jahre alte Mann in den Laden, trampelte auf teuren Kopien herum und griff den Künstler an. Nach Aussage des Künstlers habe der Mann erklärt, das Bild schade seinen Kindern."
Wenn es das ist was die Linke will, dann gute Nacht.

Sexismusdebatten

T. Selec 30.07.2002 - 02:26
Klar sollte für jeden Menschen, ob nun aus der Besetzer-WG, Szenekneipe, Demo-Bezugsgruppe oder ausserhalb der "Szene" sein, dass sexuelle Belästigung und widerwärtig-schmierige Sprüche wie "Du gehörst doch nur ordentlich..." zum Kotzen sind und bekämpft gehören, von Vergewaltigern ganz zu schweigen.
Das Problem bei den Sexismusdebatten der linken Szene ist, dass sie meiner Erfahrung nach zu einem völlig inquisitorischen, sexfeindlichen und piefigem Klima beitragen, welches ich in der (BRD-) linken Szene erlebt habe. Nicht die Sexismusdebatten sind die Ursache, sie trugen nur dazu bei, seltsame Tendenzen zu verstärken.
Ich kenne viele Menschen, die früher in der hiesigen linken Szene sich bewegt haben, und heute nur noch darüber ablästern oder abkotzen. Das bedeutet nicht, dass diese Menschen jetzt alle "Verräter" oder sonstwas sind, dieses übertriebene jedes Wort auf die Goldwaage legen, und sich so inquisitorisch zu fühlen, und trotzdem dabei jeden Scheiss-Kalashnikow-Macker-Trupp sonstwo mit flammendem Exotismus und "Solidarität" zu begegnen...irgendwann reichts. Keine Lust mehr, sich in diesen Kreisen zu bewegen. Das bedeutet aber alles andere als das zwangsläufige Absterben von linker politischer Aktivität.

Ein lieber Typ kurdischer Herkunft, harmlos bis zum geht-nicht-mehr wurde von FrauenLesbinnen-Aktivisten bedrängt, denn schliesslich sollte er als "Kurde und damit als jemand aus patriarchalischer Tradition" Rechenschaft ablegen und für sein "Volk" Buße tun. Rassistischer, exotistischer und völkischer gings nicht mehr von den Gralshütern der politischen Correctness. Der Typ hat davon richtiggehende Migräneanfälle bekommen.
Nach lauter Sexismusdebatten habe ich Männer gesehen, die alles für die Hardcore-FrauenLesben-Zirkel dadurch richtig machen wollten, dass sie sich in Betroffenheitsgruppen fanden, wo sie alle raushingen liessen, das es scheisse ist, als blöder Hetero-Mann mit Schwanz geboren zu sein, und dass Schwule die besseren Männer sind. Also fingen ein paar von denen an, absichtlich sich mit einem Gehabe zu umgeben, von dem sie dachten, dass wäre schwul...
Eine andere Anekdote: In einer Szenekneipe erzählte ein Typ, er ginge nicht mehr saunieren oder an den Baggersee, wäre ja auch sexistisch, denn schliesslich sind ja alle nackt da. Also besser Kleiderzwang? Mao-Uniformen, oder islamisch, ja?
Auch genug von den Erfahrungen, dass Frauen, die nicht durch ihr Outfit, ihre Erotik, ihrer Art, sich zu bewegen, den szeneeigenen Kategorien entsprechen, Anfeindungen von "linker" Seite einstecken müssen.
Auch genug davon, sich in Kreisen zu bewegen, die eher das Flair von katholischen Hochschulzirkeln haben, nur dass in diesem Fall eben die Wände bunter besprüht sind.
Freiheitsliebende Frauen, die aus islamischen Diktaturen geflüchtet sind, betrachten die hiesige linke Szene teilweise als eine Wiederholung von Attitüden, die sie woanders schon genug gesehen haben.
Ob nun die zweihunderstdreiundvierzigtausendste Sexismusdebatte, oder nicht, der Wurm liegt tiefer.

Zustimmung

saul 30.07.2002 - 03:11
Kann ich problemlos nachvollziehen, ging mir zeitweilig auch so. Da wirst zum Abschaum erklärt nur weil du n Schwanz hast. Und dann versucht man sich anzupassen, man würds ja auch einsehen, bis man aufwacht und kapiert, diesen Dreckhaufen kannst dus nicht rechtmachen. Sie lehnen dich nicht ab, dafür was du machst, sondern dafür was du bist. Nachdem man gemerkt hat, das Feminismus eine rassistische Ideologie ist, bleibt nur noch Hass und Verachtung übrig und das ist auch die einzig angemessene Art, damit umzugehen. Als Mann wirst dus diesen Irren nicht rechtmachen können, also versuchs nicht erst. Haben irgendwo n Schaden weg und nun wollen sie die halbe Menschheit für bestrafen. Da kann ich nur vor warnen, lass diese Gestörten sausen und mach denen klar, wir haben mit euch nichts zu tun. Trennen wir uns von denen, die sich längst von uns getrennt haben- U. Meinhof, wenn auch in anderen Zusammenhang.
Oder so, der Feminismus ist ein in sich geschlossenes Wahnsystem.

Anmerkung zu saul

Anmrker 30.07.2002 - 03:32
Es gibt im Feminismus verschiedene Strömungen. Bitte nicht so alles in den Topf werfen.

Mollie auf Homo-Parade geworfen ....

Ne Husche 30.07.2002 - 12:15
Mal was Praktisches aus der Nation der Dichter und Denker.

Beim diesjärigen CSD in Saarbrücken kam es zu einem Zwischenfall: Ein Drogensüchtiger warf ein Mollie unter einen Zugwagen der Parade. Als Motiv gab er Schwulenhass an. Mehr ist unter dem angegebenen Link zu erfahren.

Shalömmchen :-)

noch eine(etwas andere) verdrehtheit

beobachter 30.07.2002 - 12:28
selbst erlebt:2-3genossinen sitzen im park,eine hat ihren etwa 4jährigen sohn dabei.irgendwie haben sie wilhelm buschs,max&moritz,aufgegabelt.während 2 genossinen die verachtung über diese art lektüre regelrecht anzusehen ist,liest die mutter eine geschichte vor.dannach erklären die genossinen dem kind,das man das,was im buch steht nicht ernstnehmen soll,weil es ist falsch,mensch MUSS ungezogen sein,und die geschichten sind nicht richtig.was soll denn dabei rauskommen.armes kind,arme zukunft.
andere storry:ich bring eine flasche jack daniels ins bes.haus,was sofort verachtung auslösst(amischeisse).
ein angesehener mitbewohner setzt die flasche an &leert sie viertelst in einem zug.(weg damit).später trat er einen schaukasten ein.soviel zu eurer symthomatischen verworrenen doppelmoral.

@all

mad 30.07.2002 - 12:47
und wo bleibt die toleranz?

Feminismus

Tanja Krienen 30.07.2002 - 22:31
Der Feminismus ist schuld, weil er alle Instinkte nivellieren will.

Zur Husche: Solange Schwule selbst den Narren spielen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie zum Narren gemacht werden; deshalb: Schluss mit dem CSD in dieser Form! Schluss mit einer kindischen Genderdebatte, die alle Geschlechter wegdiskutieren will!

siehe auch www.tanjakrienen.de


Wer hat Angst? Schon zwei Mal wurde dieser harmlose Text gelöscht, während man öffentlich NICHTS zu sagen hatte...

Gender fucks

saul 31.07.2002 - 03:15
"Also Paul sagt, das Geschlecht ist nur gesellschaftlich bedingt!" "Paula sagt , es gibt gar keine Männer und Frauen!" "Und dann sagt er noch, wenn Frauen im Sommer ihre nackten Schultern zeigen, dann nur weils ihnen zu warm ist!" "Paul, wer ist eigentlich Paul?"

frau krienen

Ne Husche 31.07.2002 - 12:39
ein bemerkenswertes zitat:"... Zur Husche: Solange Schwule selbst den Narren spielen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie zum Narren gemacht werden;..."

bezogen auf den mollie-anschlag in saarbrücken soll das was bedeuten?

bezogen auf die fummeltriene in leipzig soll das was bedeuten?

Was gibts an Narretei auszusetzen?

Aber vielleicht hast Du ja in der "Jungen Freiheit" dazu auch ein interessantes Interview gegeben?

Eingangsthema

Tanja Krienen 31.07.2002 - 14:26
Husche!
Ich bezog mich auf das Eingangsposting.
Wenn Du glaubst auf Tuntenbällen in der dort üblicher Ablachart irgendeine Toleranz hervorzurufen, dann irrst Du - das meinte ich! Ihr macht seid Jahren den Fehler, Eure selbstbefriedigenden Auftritte in der "Szene" und die paar fragwürdigen Vorzeigeevents im TV, als Erfolg zu werten. Deshalb wird Dir dies was Du schildertest, auch in der ach so lieben linken Szene weiterhin passieren. Sehe nicht mich als Feindin an, sondern die falschen Freunde...

Ich habe darüber alles gesagt - ja, auch in der "JF" (warum auch nicht?) - und Du kannst dies in meinem Kulturbereich auf Seite 5 oder im Politikbereich, Seite 3, in Zeitungsausschnitten nachlesen. Im BLAUEN BRETT stehen die Volltexte.Gruß, Tanja Krienen

Meine Fresse

elfboi 31.07.2002 - 16:58
Langsam habe ich die Schnauze voll davon, was hier politisch korrekt ist oder nicht. Ich halte p.c. inzwischen sowieso nur noch für ein albernes Spiel, das seinen Sinn längst verloren hat.

Ich denke, wir sollten einfach der Individualisierung mehr Freiraum verschaffen. Ich bin selbst gerne sehr androgyn, was mein Aussehen, Auftreten und Verhalten angeht, und es gibt eine Reihe von Kriterien, die darüber entscheiden, ob ich einen Menschen sexuell interessant finde oder nicht, aber Geschlecht ist dabei nicht entscheidend...

Dauernd darauf einzudreschen, daß irgendwelche Leute Gefallen an alten Klischees finden, hilft uns nicht weiter. Es wird immer Menschen geben, die sich in den alten Geschlechterrollen zuhause fühlen, unabhängig von ihrer sonstigen Weltanschauung, und es wird immer Menschen geben, die bereit sind, darüber hinauszuwachsen und neue Räume zu erschließen. Alles, was wir tun können, ist mit einen Beispiel dafür, daß es anders geht, voranzugehen.

Ganz abgesehen davon schaue ich mir sehr gerne nackte Menschen an und lasse auch gerne das Tier in mir davon beeinflussen... *g*

Na eben

Tanja Krienen 31.07.2002 - 19:51
Dann aber darf man Heteros nicht beschimpfen, wenn sie sich eine nackte Frau ansehen - erst recht nicht, da nirgends mehr als in der Schwulenszene, das Sexobjekt auf seine Sexualität reduziert wird. Das ist nicht schlimm, aber bitte - man soll sich deshalb auch nicht empören.

an frau krienen

NeHusche 01.08.2002 - 14:20
zum "bildersturm" haste ja alles gesagt,merci :)

aber was iss mit der fummeltriene,die iss weiterhin selber schuld an den feindseligkeiten,die ihr entgegenkamen?

von provokation kann mensch ja bei emanzipiert denkenden linken menschen eher nicht ausgehen.
also,was ist es,das die heten so unsachlich verletzend gegenüber fummeltrienen werden lässt? die narretei kanns ja nicht sein,weil die schon fast mainstreamig ausgewalzt wird - zb. als pr-strategie für produkte - und so nicht mehr als provo wahrgenommen wird. was denkste dazu?

Linke

Tanja Krienen 01.08.2002 - 18:14
Husche!
Ganz einfach: Es sind genauso biedere Leutchen wie alle anderen. Sie akzeptieren Dich nur, wenn Du auch bereit sie zu unterhalten.

Gerade die, welche jahrelang an dunklen Tischen sitzend über Frauenfragen und Emanzipation brüteten, irgendwelche abwegigen Signale als "geschlechterauflösend" politsch verkauften, hatten NIE eine Ahnung, was es wirklich heißt "transgeschlechtlich" mit allen Konsequenzen, zumindest aber als "Zitat" vorübergehend zu leben, so wie Du es machst. Sie sehen Dich als neumodischen Hofnarren, aber da wären wir wieder an dem entscheiden Punkt: Zeig ihnen, dass Du es nicht bis!
Gruß, TK