Gas-und Wasserwerke in Genua besetzt

F.A.I./r.s. 20.07.2002 17:28 Themen: Soziale Kämpfe
Dokumentation:

Die anarchistische Koordination Ligurien und Piemont und die Anarchistische Föderation Italiens F.A.I. haben um 12,30 die Gas- und Wasserwerke von Genua besetzt, um gegen die Armut, Elend und Kriege erzeugende kapitalistische und staatliche Kommerzialisierung der Bedürfnisse.

Übersetzung des bei der Besetzung verteilten Flugblatts.
Anarchisten besetzen die Gas- und Wasserwerke von Genua.

Von: F.A.I. [ > Federazione Anarchica Italiana ]

Die anarchistische Koordination Ligurien und Piemont und die F.A.I. haben um 12,30 die Gas- und Wasserwerke von Genua besetzt, um gegen die Armut, Elend und Kriege erzeugende kapitalistische und staatliche Kommerzialisierung der Bedürfnisse.

Folgender Text wurde als Flugblatt zur direkten Aktion verteilt:


Wo sind die g8 Herren? Sie sind allerorten und überall. Da, wo Krieg, Dürre, Unterdrückung, Tod, Folter, Bomben und Umweltzerstörung sind, da ist der g8. Wir sind deshalb ein Jahr nach dem g8-Gipfel nach Genua zurückgekommen, weil wir überzeugt sind, dass die g8 Herren und ihre Absperrungen, ihre Grausamkeit, ihre ungleiche "Giustizia" [ > doppelte Bedeutung: a, Justiz, b, Gerechtigkeit, im Original in Anführungsstrichen] immer noch hier sind. Si sind überall dort, wo Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung herrschen. Sie sind überall dort, wo die Interessen weniger millionen verdursten lassen. Sie sind unter denen, die verdursten müssen, weil sie kein Wasser bezahlen können.

Die Welt, die wir wollen wird, sollte sie je zustande kommen , das Werk des Willens der Unterdrückten und Ausgebeuteten in Selbstorganisation zu rebellieren, und jeden Tag, überall, direkte Aktion zu praktizieren. Wasser ist keine Ware.

Die Politik der Weltbank und des IWF zielt auf die Privatisierung von für alle unverzichtbaren Dienstleistungen und Ressourcen. Das Wasser ist fundamental für das Leben und die Autonomie der Menschen, es privatisieren bedeutet, ein essentielles Gut in eine Ware zu verwandeln, und die Existenz von Millionen Menschen in die Hände von Privatpersonen, di einzig an ihren Profit interessiert sind. Die armen Länder werden gezwungen, die Wasserversorgung zu privatisieren, sonst werden ihnen die halsabschneiderischen Kredite gestrichen, die "grosszügig" von Weltbank und IWF vergeben werden, die seit 1994 gemeinsam mit einigen Regierungen und diversen grossen Unternehmen im Welt-Wasser-Rat sitzen, eine Institution, innerhalb der die Wassermultis vertreten sind, nicht aber die Menschen, für die die Privatisierung den Durst bedeutet. Mit der Geburt des Global Water Partnership im Jahr 1996, das den Auftrag hat, die Zusammenkunft von Öffentlichen Körperschaften und privaten Investoren zu Fördern, und dem 1998 die Weltkommision für das Wasser im 21. Jahrhundert folgte, ist ein Business-Komitee entstanden, das im Begriff ist, die Wasserreserven des Planeten in die Hände der üblichen Coca Cola, Vivendi, Suez Lyonnaise, Nestlé zu werfen, dabei ganzen Bevölkerungen, die nicht imstande sind, die von den Privaten auferzwungenen Gebühren, den Zugang zum Wasser zu entziehen.

Sich der Politik von Weltbank und IWF zu widersetzen, bedeutet für uns, für die soziale Vergesellschaftung der Ressourcen des Planeten zu kämpfen, für den Umweltschutz, für die Selbstbestimmung und die generalisierte Selbstverwaltung. Die Globalisierung kann nicht regiert werden, der Kapitalismus, diese gefräßige Lebenszertstörungsmaschine, kann nicht mit einigen Sozialstaats-Almosen "berichtigt" werden, womöglich noch zum Nutzen der Armen in den reichen Ländern.

Die Welt, die wir wollen, für die wir auf die Straße gehen, bezieht ihre Legitimation nicht aus den Gesetzen und den Abkommen, sie hat viel mehr ihre Wurzeln in der Fähigkeit zur Selbstverwaltung und Selbstbestimmung. Ohne Barrieren, ohne Grenzen, ohne Staaten. Eine Welt, um in ihr solidarisch zu leben, nicht ein Territorium der Kontrolle, des Raubbaus, der Unterwerfung den Interessen weniger. Eine sehr viel konkretere Utopie, als die, Freiheit mit Demokratie zu verbinden.

Der Staat und das globale Kapital erzeugen Ausbeutung, Armut, Umweltzerstörung, Unterdrückung, Krieg, Gefängnisse, Rassismus. Der Staat und das globale Kapital sind nixcht reformierbar. Das Leben und die Freiheit von sechs Milliarden Menschen sind nicht mit den Herren der Welt nicht verhandelbar, sie müssen vielmehr in die Hände eines jeden zurückgegeben werden, ob Kind, Mann oder Frau. "Herr von nichts, Diener von Niemand, sich aufmachen, die Zukunft zu erkämpfen."

Anarchistische Koordination Ligurien und Piemont.
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Ergänzungen

Sau geil !

Auch Anarchist 20.07.2002 - 17:58
VIEL ERFOLG !

Hallo!?

rudeboy 20.07.2002 - 21:12
Was heisst da "Viel Erfolg!", du kannst auch einen Teil dazu bei tragen! Geimeinsam schaffen wir es!!