Migrant in Berlin von Polizei getötet

AntírassistInnen 10.07.2002 01:25 Themen: Antirassismus
Tod nach Festnahme
Verschiedenen Internetdiensten und Tageszeitungen in der Ausgabe vom 10.07.02 ist zu entnehmen, dass in Berlin-Neukölln am Montag (08.07) in der Sonnenallee ein 31-Jähriger Libanese von 3 Polizeibeamten getötet wurde.

Bullenversion: Der Mann hätte in verwirrtem Zustand Passanten angegriffen und dabei unter Drogen gestanden. Der Drogenkonsum sei auch ursächlich für den Tod. Er hätte "plötzlich" aufgehört zu atmen. "Genaueres" ist den o.g. Pressemeldungen zu entnehmen.

Unabhängig davon, dass der Bruder des Getöteten von mehreren Zeugen spricht, die Misshandlungen beobachtet haben, bleibt festzuhalten:

Wenn Menschen nach einer Festnahme tot sind, ist die Festnahme und die Handlungen der Bullen dafür ursächlich, denn ohne diese wär der jeweilige Mensch noch am Leben.

Das ganze Geschehen passt zum Mord in Köln, als Bullen bei einer Festnahme einen Menschen töteten, es passt zu den Bildern einer brutalen Festnahme in Los Angeles, die heute in deutschen Fernsehsendern zu sehen waren.

Wir alle wissen, was es konkret bedeutet, wenn sich Bullen auf Menschen setzen, um Hände auf dem Rücken zu fesseln.
Bullen bleiben illegitime Exekutivorgane einer illegitimen Staatsform eines unmenschlichen Systems.
In dieser Funktion töten sie auch. Schon immer.

Was nun folgen wird, kennen wir auch zur Genüge: Absprachen der drei beteiligten Bullen, Absprachen mit ihren Vorgesetzten, Alibi-Ermittlungsverfahren, Einstellung des Verfahrens, das Opfer wird zum Täter gemacht. So war und ist es immer.

Abbas Atris ist tot. Getötet durch den Einsatz dreier deutscher Polizisten. Er wurde 31 Jahre alt und hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.

Es bleibt zu hoffen, dass sie irgendwann dafür bezahlen werden.

Die unerträgliche Realität dieser Gesellschaft, die mörderischen Strukturen, verdienen ein konsequentes und abruptes Ende.

Wut und Trauer. Deutschland verrecke.
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Ergänzungen

mensch!

auch mensch 10.07.2002 - 03:24
wieder ein mensch von einem unmenschlichen system getötet! nicht die henker allein tragen die schuld. es hätte jeder/m anderen auch passieren können, nicht nur einem migranten. schaut nach köln.

jedenfalls

noch ein mensch 10.07.2002 - 08:33
mensch und migrant, war er. daß migranten besonders schlecht von polizei behandelt werden stimmt. es stimmt aber auch, daß es jedem hätte passieren können und dass auch ein migrant ein mensch ist und dass jeder, der in die fänge selbstgerechter ordnungshüter kommt und misshandlungen erleiden muss zum klaren opfer von schlimmsten menschenrechtsverletzungen wird. der amtsmissbrauch und die gewalttätigkeiten der beamten an sich sind aber das, was es immer aufzudecken und niemals zu tolerieren gilt, wenn mehr getan werden soll, als tod und status eines menschen (hier: migrant) zum berechenbaren klagelied zu machen. ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan. wie diese zustände durchbrechen? ja, sie sprechen sich ab, ja, sie kommen fast immer ungeschoren davon, und, wie köln gezeigt hat, ist ihnen der schutz der vorgesetzten auch nach der x-ten anzeige so sicher wie einem sonst kaum etwas sicher ist. in einem land/einer welt, die neben ausbeutern, söldnern,faschisten und milliarden hoffnungslosen menschen u.a. angeblich auch noch von einem haufen freiheitlich gesinnter leute bewohnt ist, die, so hört man, allerorten sich immer wieder organisieren, werden seit jahren immer aggressivere und offensiver agierende polizeien und die schärfsten sicherheitspakete völlig anstandslos hingenommen, nie kommt es zu mehr als die-bullen-waren-wieder-mal-so-böse und die-minister-haben-finstere-polizeistaat-pläne leiern, selbst im fall genua, war es fast nur das, was dabei ´rumkam.

aber zugelassen, daß alles noch viel schlimmer wurde und wird, das haben wir alle. geschweige denn, es gäbe ´mal eine politische auseinandersetzung, wenn es schon keinerlei antwort/wertung/kritik gibt, die stark genug ist, solche sachen nicht nur bekannt zu geben, sondern zu bekämpfen... jedenfalls ist polizeigewalt in sich ein übles ding und ein noch größeres problem. und die, die überall die menschen unterdrücken und schinden spekulieren ja mächtig darauf... so neu ist die mär auch nicht.



Migrant

Mörderisches System? 10.07.2002 - 08:46
Hey,Hey!
Wenn du mal ein mörderisches System kennenlernen willst, fahr doch mal nach Argentinien.
Deutschland ist für die Menschen JENSEITS der Grenzen mörderisch. Den hier lebenden geht es verhältnismäßig gut.
Wenn das nicht in euer Selbstbild passt, könnt ihr ja auswandern und im Trikont Revolutionäre spielen.
Wenn jemand - ich kann es nicht sagen, wer von uns war dabei - Passanten angreift, müssen die Bullen eingreifen. Darüber kann man auch froh sein.
Diese Verurteilungen hier sind infantil. Der Fall in Köln verhält sich völlig anders, das war Mord. Mord liegt aber nicht im System der Bullen in Deutschland.
Bevor der Sachverhalt sich nicht zumindest tw aufklährt, ist das hier ein blödsinniger Erguss.

@Mörderisches System?

q 10.07.2002 - 09:17
Nur weil es hier besser geht, ist es noch lange nicht gut oder schützenswert.

das sagt die presse

suchmaschine 10.07.2002 - 10:08
hier links zur berichterstattung in den printmedien.

 http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1740.php
 http://www.taz.de/pt/2002/07/10/a0211.nf/text
 http://www.tagesspiegel.de/archiv/10.07.2002/124982.asp
 http://morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/heute/berlin/story533558.html

auszug aus der süddeutschen:

"...Innerhalb weniger Tage geraten Berliner Polizeibeamte damit zum wiederholten Mal in Erklärungsnot. Am Dienstag verurteilte das Berliner Landgericht zwei Polizisten zu je zwei Jahren Haft mit Bewährung und zu je 2500 Euro Bußgeld, weil sie einen schwunghaften Handel mit Kokain, Ecstasy und Anabolika getrieben haben. Bei dem Verfahren wurde gegen mehr als hundert Leute, darunter 27 Polizisten, ermittelt.

Am heutigen Mittwoch beginnt vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten der Prozess gegen einen 38 Jahre alte Polizeihauptkommissar, dem vorgeworfen wird, bei Krawallen am 1. Mai 2001 einen Demonstranten grundlos und viermal mit der Faust in Richtung Kopf geschlagen und ihn mindestens einmal getroffen zu haben. Ermittelt wird weiter auch gegen eine polizeiliche Einsatzgruppe, die beim Berlin-Besuch des US-Präsidenten George W. Bush einen jungen Libanesen gewaltsam gehindert haben soll, eine Palästina-Fahne zu schwenken. Laut Zeugenaussagen wurde der Libanese von Beamten der Bush-Eskorte zu Boden geworfen und beim Versuch aufzustehen zusammengeschlagen."

@q

MS 10.07.2002 - 10:17
Das habe ich auch nicht behauptet, meine Kritik an deutschland habe ich ja auch angedeutet. Ich finde es nur unsinnig bei dem Artikel hier den Habitus eines auf schweren körperlichen Folterungen etc. aufgebauten Systems zu konstruieren. Das ist hier nicht nötig in Deutschland. Das ist ja das spezifische am deutschen Untertanenstaat: Die Leute tun, was sie tun sollen, und sie tun es auch noch gerne.
Bullenübergriffe sind nicht strukturell, sondern Individualübergriffe, die zugegeben eigentlich nie wirklich verfolgt werden.
Darüberhinaus gibt es für die oben behauptete Geschichte noch keine Beweise, und auch wenn es manchmal schwerfällt: "in dubio pro reo" ist eine kulturelle Erungenschaft, die auch der faschistischen Wilkür entgegensteht.
Das die Bullen eingreifen, wenn jemand Passanten angreift - wenn es denn so war - ist gut und richtig.

hallo d. verecke

migrantenkind 10.07.2002 - 11:10
hi
also erst mal find ich s gut das du dich o auf die seite des toten stellst
aberwas wissen wir über ihn
vielleicht war er opfer der polizeigewalt
vielleicht war er eins von den arschlöchern die ihr ganzes geld für drogen ausgeben und zuhause frauen und kinder terrorisieren
ich meine nicht das dies seinen tot rechtfertigen würde
aber wer weiss ob er wirklich in seinem leben nur opfer war
ich habe manchmal das gefühl das einige leute sich einfach immer auf die seite der vermeintlichen opfer stellen um etwas gegen deutschland zu sagen
ich kann mich sicherlich täuschen abr mir erscheint das mitgefühl oft nicht ehrlich
manche wollen einfach ihrem hass auf brd loswerden es geht gar nicht um die getötete persohn
und ausserdem : kann mir einer mal genau definieren was d.
verecke genau heissen soll?
sollen die posaunen vom himmel d. auslöschen und auch alle eure freunde und bekannten oder wie ist das gemeint
ich wette das stellt sich auch jeder anders vor
nun ja egal
vielleicht hab ich auch den tiefen sinn hinter allem nicht kapiert
muss man auh rein deutsch sein um diesen hass zu verstehen oder kann jeder deutschland so inbrünstig hassen wie d.halts maul

anmerkung

migrantenkind 10.07.2002 - 11:30
wollte nur sagen das es vielleicht s aussieht als wäre ich auf die story vom drogensüchtigen verbrechermigranten reingefallen
bin aber nur so skeptisch weil ich das schon oft in d eigenen familie und bei vätern von anderen mädchen mitbekomme habe
und wenn es so einer war dann ist das für die frauen in d familie die hölle
sollte mich aber von eigenen erfahrungen auch nicht so sehr
beeinflussen lassen
ich habe einfach so eine wut gegen solche männer entwickelt
weil ich weiss was sie mit uns machen

Hallo Leute

AFK 10.07.2002 - 11:56
Ich möchte nur mal an den jährlichen Amnesty Bericht erinnern in dem die BRD in schöner Regelmäßigkeit neben anderen Bananenrepubliken auftaucht, was Bullenfolter angeht.
KEIN MENSCH IST ILLEGAL !!
Deutsche Polizisten sind Mörder und Faschisten (und tun alles um es zu Beweisen).

@ migrantenkind

10.07.2002 - 12:30
Von wem sprichst du da eigentlich? Du kennst das Opfer doch gar nicht!
Es spielt überhaupt keine Rolle wer und wie er war!
Wenn er Opfer polizeilicher Gewalt war, dann ist das eine riesen Scheisse, selbst wenn er ein mieser Faschist gewesen wäre.
Deine Anstrengungen hier über sein Dasein - das EH OHNE JEDE GRUNDLAGE IST - spielt einfach überhaupt keine Rolle hier. Oder denkst du, das Todesstrafe auch ggf. gerechtfertigt ist?

@afk

Wildschwein 10.07.2002 - 12:32
deutschland ist keine Bananenrepublik.

"Die Demokratie muss gelegentlich in Blut ...

Guena Ventura Diaz 10.07.2002 - 12:35
...gebadet werden"
Was is' hier eigentlich los?
Zunäxt einmal dienen die Exekutivgewalten nicht zu unserem oder dem Schutz von Migranten-Familien, sondern zur Aufrechterhaltung des Status Quo.Das sind Aufgaben wie Sicherung der Grenzen, Aufstandsbekämpfung oder Kriegseinsätze und natürlich Verbrechensbekämpfung (unwichtig zu sagen, welche Interessen entscheidend sind, für die Erläuterung, was nach geltendem Recht ein Verbrechen ist).
"Verbrechen sind nur fehlgeleitete Energie",so oder so ähnlich schrieb es einmal Emma Goldman. Ich denke, dass es das ziemlich eindeutig trifft. Selbst wenn jemand seinen/ihren Lebensunterhalt mit Drogen verdient oder sonstwie "kriminell" ist, ändert es zunäxt nichts an der Faktenlage: Ein Mensch ist gestorben, und dass während oder nach seiner Verhaftung.
Es mag sein, dass der Mord an Stephan in Köln, die zahlreichen, ähnlichen und zum Teil noch erschreckenderen Fälle, die im aktuellen Amnesty International Jahresbericht dokumentiert sind, nur "Individual-Übergriffe" sind. Die Exekutivorgane der Herrschenden sind in ihren Funktionen reaktionär und unmenschlich. Sie müssen bekämpft werden. Ein Fall wie dieser kann dazu ein Anlaß sein, denn nicht wir sind es, die hier Täter zu Opfern machen.
Irgendwo steht hier, es wäre gut und richtig, wenn die Polizei andere vor physischen Angriffen schützt.(???9 Nun ja, es ist natürlich ma' wieder bemerkenswert, wie engagiert die Polizei gelegentlich eingreift. Vielleicht, weil der vermeintliche Täter Migrant war? Warum lese, sehe, und höre ich so selten, dass einE ObdachloseR, Flüchtling,Punk oder auch ma' einE GenossIn von denen so beherzt geschützt wird? (eine der möglichen Antworten findest du, wenn du nochmal auf das zurückschaust, was ich eingangs schrieb.
Ich stelle immer öfter mit Erschrecken fest, dass in der "Bevölkerung", in meinem privaten Umfeld und auch leider in der Linken, die Akzeptanz, sowohl für Aktivitäten als auch für die Zuhilfennahme von Bullen, enorm gestiegen ist. z.B. wenn ma' wieder die eigene Moblisierung/Initiative zu gering ist, wenn der Nachbar zu laut, die "falsche" Musik hört, wenn jemand seinen/ihren Lebensunterhalt mit Drogen,geschmuggeltem oder geklauten verdient, wenn jemand auf der Straße um etwas Geld bittet, wenn sich jemand vor der Haustür 'n Schuss setzt und so weiter und sofort....
(Diese Beispiele treffen zum Glück natürlich seltener auf Linke zu... naja, vielleicht sollte ich an dieser Stelle "noch nicht" sagen?!!!)

Migranten in Berlin......

Hr. Lenz 10.07.2002 - 12:38
offen für alle meinungen, ausser faschistische, rassistische, sexistische oder generell menschenverachtende inhalte! oK, das verstehe ich und finde es auch gut, aber dann haltet euch bei euren artikeln die ihr abdruckt bitte auch daran! leute zu mödern zu machen die es lt. beweisen noch nicht sind, finde ich auch menschenverachtend. oder meint ihr: "die sind "bullen" und das sind keine menschen"?

ganz schwacher und überhaupt nicht wahrheitsgemäßer bericht!

sorry, kann euch aber überhaupt nicht für voll nehmen, denn propaganda konnte schon immer die dummen leute

Gruß lenz

Auch hier...

Rambazamba 10.07.2002 - 12:45
...wird wieder an Symptomen herumdiskutiert. Ich bin ja kein Bullenfreund, aber die offizielle Version klingt glaubhaft. Wer schon einmal versucht hat, einen Durchgeknallten auf dem Drogenfilm zu beruhigen, weiß, wie heikel solch eine Situation ist. "Bullen sind Mörder" ist doch hier eine unglaubliche Plattitüde, da wird kurz und knapp alles in ein möglichst einfaches Einheitsschema gepreßt, ähnlich Sprüchen wie "geh doch nach drüben" oder "die sollten mal arbeiten gehen".
Das Niveau der Bullen, die in problematischen Gebieten arbeiten müssen, ist einfach unter aller Sau. Die offizielle Definition dieser Leute ist: ausführendes Organ von Befehlen. Eine spezielle Ausbildung findet nicht statt - teils aus Geldmangel, teils weil die Beamten und Politiker sozialpädagogische Funktionen in ihrem Ordnungswahn einfach einem anderen Berufsstand zugeordnet haben, basta (ein Bulle, der sich sozial verhält, steht der Kündigung schnell näher, als einer, der sich durchprügelt). Die Drogenpolitik nutzt den Drogendealern und einigen Polizei-Führern, nicht aber den Opfern. Die Oberen wollen von strukturellen Problemen nichts wissen, sondern kriminalisieren die sich ausbreitenden Gruppen (Süchtige, Straßenkids...), weil sie an nichts anderes mehr denken, als an die Schauspielerei um den Wahlkampf. In diesem - noch stärker auszuprägenden - Wust sind politische Ansätze zu finden, nicht in unreflektiertem Gepöbel.
Wer nach einer Gesellschaft ohne Polizei ruft, der soll sich mal das Buch "Nacht über Spanien" von Augustin Souchy greifen und schauen, wie die Anarchisten in Madrid mit ihrem Versuch, die Polizei abzuschaffen, auf die Nase gefallen sind. Es breitete sich in Windeseile eine Mafia aus, die die Bewohner in ihren Vierteln drangsalierte und erpreßte. Am Ende mußten dann die Milizionäre nachts durch die Straßen patroullieren. So einfach ist das nicht.

guten morgen !

Björn 10.07.2002 - 12:52
Gegen drei Beamte wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Retzlaff: «Es ist Standard, dass ein solches Verfahren eingeleitet wird.» Es gebe keine Hinweise dafür, dass eine Einwirkung von außen zum Tod des Mannes geführt habe.


schreibts euch hinter die ohren, statt einen polizeistaat herbeizufantasieren



mfg


B.

hallo Guena Ventura Diaz

Wildschwein 10.07.2002 - 13:16
Was mich, Guena Ventura Diaz, immer sehr ärgert, ist es, das Autoren -wie du zum Beispiel- mich in eine Position bringen die Partei zu verteidigen, die es gar nicht verdient hat.
Das tust du und der Artikel oben, in dem du für eine richtige Sache auf eine völlig falsche Art und mit - so sehe ich das - einer falschen weil viel zu einfachen Analyse arbeitest.
"...Zunäxt einmal dienen die Exekutivgewalten nicht zu unserem oder dem Schutz von Migranten-Familien, sondern zur Aufrechterhaltung des Status Quo. Das sind Aufgaben wie Sicherung der Grenzen, Aufstandsbekämpfung oder Kriegseinsätze und natürlich Verbrechensbekämpfung ..."
Das stimmt natürlich. Einerseits. Und die Polizei tut das leider sehr effektiv. Aber, es gibt eben auch ein Gros der Bevölkerung, das, wie auch "Migrant" sehr trefflich schreibt, genau das tut, was sie tun sollen und sogar gerne. In diesem Teil der Bevölkerung schützt die Polizei diejenigen, die sich nicht das Recht des Stärkeren selber nehmen können, wie alte Omas zum Beispiel.
Ich finde diese Rolle der Bullen gut und richtig. Die Verhältnisse sind zurzeit wie sie sind und es gibt jede Menge Arschlöcher, ob sie jetzt Objekte kapitalistischer Zurichtung sind oder Selbsverantwortliche Täter. Ich stimme für letzteres um politisch Handlungsfähig zu bleiben.Wenn dieser besagte Tei sich mal erhebn sollte und den "Herrschenden" - schlicht die mit dem Zugriff auf die grosse Kohle - zu Teufel jagen, dann wird die Polizei sich anders darstellen. Aber dann wird sie wohl eher Militär sein und dann können wir uns nochmal unterhalten.

"...Verbrechen sind nur fehlgeleitete Energie",so oder so ähnlich schrieb es einmal Emma Goldman. Ich denke, dass es das ziemlich eindeutig trifft..."

Emma G. in Ehren, aber bitte denk doch mal selber! Entweder du entmündigst die Bevölkerung hier im Sinne eines falsch verstanden Materialismus: Selbst wenn die Leute Verbrechen begehen, sie können quasi nix dafür, sind halt "fehlgeleitet", oder du blendest einfach einen wichtigen Teil von "Verbrechen" schlicht aus. Ich muß jetzt nicht einen Pöbel von 80 Mio Verbrechern zur Zeit des dt. Faschismus anstrengen, der m.E. nicht fehlgeleitet war, es reichen Zuhälter, Faschisten, Miethaie, Hooligans...heute.
Ob die Menschen in einer Gesellschaft ohne Geld und ohne Tausch netter sein werden, kann man nur hoffen. Zurzeit sind sie es nicht und ich bin froh über einen Teilbereich der Bullen.

"...Die Exekutivorgane der Herrschenden sind in ihren Funktionen reaktionär und unmenschlich. Sie müssen bekämpft werden..."
Naja, was meinst du mit reaktionär? Bekämpfen würde ich jedenfalls lieber die "Herrschenden". Der Feindbildfocus auf die Polizei gewinnt m.E. den Charkter von Sandkastenspielen.

"...engagiert die Polizei gelegentlich eingreift. Vielleicht, weil der vermeintliche Täter Migrant war? Warum lese, sehe, und höre ich so selten, dass einE ObdachloseR, Flüchtling,Punk oder auch ma' einE GenossIn von denen so beherzt geschützt wird?..."
Die Antwort ist ziemlich klar: Weil die Bullen ein Querschnitt der Bevölkerung sind. Ich halte es für einen Fehler, wenn du "die Bullen" nur als "die Bullen" siehst, und nicht als Personen in Uniform. Es ist falsch zu glauben, man könne Mensch durch Uniformen entindividualisieren. Es sind zum großen Teil autoriäre Charaktere, Rassisten und Chauvinisten. Aber eben als Individuen, nicht als staatliche Funktion. Und als Individualisten prügeln sie lieber einen Linken und einen Penner als einen Vorstandsvorsitzenden.
Im großen und ganzen funktionieren sie aber, deshalb ist die Zahl der wirklich schweren Übergriffe auch relativ gering. (siehe Amnesty-Bericht)


"...wenn sich jemand vor der Haustür 'n Schuss setzt..."

...fordere ich ihn einmal auf, sich schnellstens zu verpissen. Bei uns wohnen Kids. Bullen sind da nicht nötig.

apropros

Migrant 10.07.2002 - 14:34

Lesen:

10.07.2002 - 15:58
Rolf Gössner:
Der Apparat - Ermittlungen in Sachen Polizei und
Rolf Gössner und Oliver Neß: Polizei im Zwielicht - Gerät der Apparat außer Kontrolle?

Gelesen

Wildschwein 10.07.2002 - 16:13
so what!?

deutsche Leitkultur

ein Mensch 10.07.2002 - 16:51
Während die Staatsbüttel Menschen töten, sind ihre Vordenker, Schreibtischtäter etc aktiv wie eh und jäh.
Während heute Abend Mi.10.7.der Erfinder des Begriffs Deutsche Leitkultur, General (Faschist) Schönbohm beim  http://www.vdst-berlin.de/
(die angeblich als einzige Burschenschaft, die unter dem
NS-Regime nicht verboten wurde), schrieben gestern u.a.
in der Welt
Michael Stürmer (Kohl Berater und rechter Protagonist im Historikerstreit 1986- Ernst Nolte) über Stoiber in Moskau,
Konrad Adam (u.a. Junge Freiheit Liebling) über Wissenschaftspreise und der Göttinger Professor Bassam Tibi (der Erfinder des Leitkuturkonzepts) einen programatischen
Artikel "Europa muss seine Grenzen sichern"
Hier ein kurzen Zitat zu dem Vorzeige-Assimilierten der zum Kronzeugen und Medienstar geworden ist:
"Bassam Tibi, der in Europa Zuflucht gefunden hat vor Unfreiheit und Intoleranz, versteht sich selbst als "liberalen Muslim". Er fordert seine Glaubensgenossen auf, die demokratischen Grundlagen ihres Gastlandes zu akzeptieren. Schleier und muttersprachlicher Islam-Unterricht seien der Integration nicht förderlich. Umgekehrt sieht er im Islam die größte Herausforderung für die im Umgang mit Fremden immer noch unerfahrene deutsche Demokratie."
Wer jedoch diesen Artikel liest, weiß endlich woran er ist bei diesem Massenpublizisten, der es oft geschickt versteht weichgespühlt, um den transportierten reaktionären Inhalt herumzueiern, den er vertritt:
 http://www.welt.de/daten/2002/07/09/0709fo343314.htx

Mal davon abgesehen das die Autoren aus Springers Welt, inhaltlich häufig deckungsgleich bzw identisch sind mit
Junge Freiheit  http://www.junge-freiheit.de/
Autoren, sind da noch viele Intellektuelle aus dem rechten Sumpf wie z.B. Ansgar Graw der zuvor Karriere beim SFB
(unter Lojewski machte (siehe auch das Buch Rechtsschreiber von Barbara Junge, Julia Naumann, Holger Stark:Elefanten Press, Berlin 1997,). Nicht genug das der Einfluß ehemaliger und aktueller Junge Freiheit Schreiber immer größer werden.
Auch der Einfluß der Jungen Freiheit wird mit der in den letzten Jahren verstärkten Öffnung gegenüber den Rechteren der CDU immer größer.
Der demokratische Faschismus ist überall in Europa auf dem Vormarsch.
Wie schon vor Jahren die FAZ prognostizierte mit "menschlicheren Antlitz".
Zu diesem medialen Einfluß sollte Mensch auch noch von der Fusion der Redaktionen von Welt und Berliner Morgenpost wissen.
Noch ein paar Anmerkungen zum oben erwähnten General (der u.a.die NVA abgewickelt hat)
Manfred Schönbohm, der als Innensenator in Berlin gezeigt hat, wes Geistes Kind er ist und es nun in Brandenburg tut. Seine Interviews in der Jungen Freiheit (der kurze mediale Empöhrung folgte), im Deutschland Magazin und im Hardcore Nazi Waffen Magazin "DMZ" Deutsche Militärzeitung (totgeschwiegen) sollten hier mal erwähnt werden. Außerdem seine von einem Kontraste (SFB) Team gefilmten Ladatio für das Buch "Für eine Berliner Republik" der intellektuellen Faschisten Heimo Schwilk und Ulrich Schacht (JF und Welt Autoren), deren vorheriges Buchprojekt "Die Selbstbewußte Nation" programtisch war und viel Wirbel verursachte.
 http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr40.htm
Diese Laudatio hielt er vor stadtbekannten Faschisten, Konservativen... Hans-Ulrich Pieper, Ursula Popiolek etc
(siehe auch Taz von damals)

Es wäre mal Zeit für Aktionen (z.B.Kundgebungen, Demos, Lichterketten, Mahnwachen, nächtliche Besuche...)
in Kleinmachno, diesem idyllischen Dörfchen im Süden von Berlin.
Mit fundierter inhaltlicher Ausgestalltung und medialer Begleitung.
Denn die Biografien der beiden dort wohnenden Manfred Schönbohm und Horst Mahler bieten Stoff für Filme, Bücher...
Sie sollten eigentlich zum Widerstand reizen, denn an beider Händen klebt sehr sehr viel Blut und sei es nur abstrackt warnehmbar.

Wen dieser Komplex noch mehr interessiert: einfach bei  http://www.google.de/ die erwähnten Namen oder Begriffe eingeben und ihr kommt von diesen, auf Artikel über ein riesiges Geflecht rechter, konservativer, faschistischer Zusammenarbeit (gemeinsame Buchproduktionen, Kongreße, Resolutionen, Erklärungen...)
Spuren verfolgen, recherchieren, sich und andere informieren via Internet kann "kinderleicht sein".
Wer kennt den nicht den Satz "das haben wir doch nicht gewußt". Das muß nicht sein !
Zusammenhänge wahrnehmen, einordnen und weder überbewerten noch verharmlosen, sondern rational analysieren, darum
sollte es gehen. Immer wieder hinterfragen und infrage stellen, in einem Dialektischen Prozeß.
Historisch und perspektivisch denken.
Hintergründe untersuchen, darum sollte es gehen.
Mensch muß deshalb nicht zum Verschwörungstheoretiker oder Paranoiker werden.
SWoweit erstmal in aller Kürze auf die Schnelle.

Links

ein Mensch 10.07.2002 - 17:38
Hier zur Ergänzung mal wieder einige Organisationen

die als Radikaldemokraten
recht vernünftige Arbeit zum Thema Repression und Menschenrechte machen
 http://www.cilip.de/
 http://www.infolinks.de/medien/geheim/
 http://www.humanistische-union.de/
 http://www.grundrechtekomitee.de/
 http://www.ilmr.org/web/hosting/ilmr/liga101.nsf/

und zum Thema Flüchtlings Solidarität (Berlin)
 http://www.berlinet.de/ari/
 http://www.zdk-berlin.de/
 http://www.aric.de/aricbln.htm
 http://www.opferperspektive.de/
 http://www.ffm-berlin.de/

beachtet auch deren Links

Migranten und Polizei

Petra 10.07.2002 - 18:21
Unter welchen Vorwänden die Polizei ausländische Kinder (!) drangsaliert, dazu habe ich heute was auf einer Seite gelesen, die ich unter www.polizeikontrollstelle.de gefunden habe und die wohl vor allem Fälle aus dem Berliner Umland schildert.

Kommentar Pressespiegel

ein Mensch 11.07.2002 - 00:12
Zitat Von: suchmaschine 10.07.2002 09:08:
"das sagt die presse"
Kommentar
"die Presse" gibts erstmal nicht und außerdem sagt sie nix sondern Journalist/inn/en schreiben unter Zeitdruck und bestimmten Vorgaben (Zeilenzahl...) Artikel, die mal mehr, mal weniger in Konzept der jeweiligen Zeitung passen, dann je nach Auflagenhöhe gedruckt und verkauft werden,
wobei, die Mehrheit der Käufer/inn/en mit der jeweiligen Zeitung bzw dem dort verbreiteten Inhalten identifizieren.
Sie kaufen das Produkt freiwillig !

hier links zur berichterstattung in den printmedien.

4 Sichtweisen im interessanten Vergleich

 http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1740.php
guter Artikel, stellt den Fall in einen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen + wer Constanze v. Bullion bei  http://www.google.de/
eingibt findet noch andere interessante Artikel die sie in SZ und TAZ etc geschrieben hat, die Frau scheint o.k. zu sein

 http://www.taz.de/pt/2002/07/10/a0211.nf/text
nah ja, Plu Pla schreibt seit Ewigkeiten für die Taz, meist Gerichtreportagen, mehr schlecht als recht aber hier z.B. relativ erträglich, sie ist mit Johnny Eisenberg zusammen, angeblich super Anwalt aber sonst Arschloch (!?): Spezialgebiet Medienrecht, Taz Hausanwalt + von Ströbele, Tacheles und im "RZ Prozeß"
aber auch Vergewaltiger Verteidiger.... weshalb es in der Linksradikalen Scene vor Jahren schon öfter Debatten u.a. über ihn gab

 http://www.tagesspiegel.de/archiv/10.07.2002/124982.asp
übler rassistischer Hetzartikel, die Bullenversion unhinterfragt als Tatsachen darstellt, daß Opfer wird hier durch den Schreibtischtäter stigmatisiert "Der mehrfach vorbestrafte und als Rauschgiftkonsument bekannte..." , so das jede/r (spießige) Tagesspiegel Leser/in gleich weiß, daß es schon den richtigen getroffen hat
Mal sehen wer hinter demPseudonym lvt steckt !?
Protestbriefe oder Knieschüße oder Lichterketten denkt euch was aus - wer schweigt stimmt zu !!!

 http://morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/heute/berlin/story533558.html
korrekter Artikel, der auch leicht kritisch daherkommt, für Springerpresse immer mal wieder bemerkenswert

Schade, dass niemand da war..

der psychologe 11.07.2002 - 01:30
Schade, dass niemand dabei war. Ich lebe in der CH, und da wurde letzte Woche auch einen Asylanten umgebracht. Er habe die Pistole eines Beamten geklaut, der ihn wegen Motorraddiebstahl verhaften wollte, sei weggerrannt und habe in Richtung Polizei geschossen, und wurde danach mit sieben Kugeln in die Brust getötet. Auch hier diskutieren Alle über die Glaubwürdigkeit der Geschichte, auch, wieso dieser Mann die Pistole geklaut haben sollte, wieso er nicht sofort geschossen habe, und wieso die Polizei (es hatte nur noch ein bewaffneter Beamter) ihn mit 7 Kugeln erschossen habe.
Und auch da gibt es nicht wirklich eine Lösung, denn es war niemand dabei. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Geschichte so zugetragen hat, aber es ist immerhin möglich, dass der Asylant in Panik geriet, und aus diesem Grund die Waffe an sich genommen hat, danach zuerst entsichern musste, bevor er schiessen konnte, usw.
Es kann wirklich niemand einfach so aus der Ferne herausfinden, wer wirklich das Opfer, und wer der Täter gewesen ist.
Wir sollten politisch darauf hinarbeiten, dass es irgend eine Möglichkeit geben wird, solche Polizeieinsätze schlüssig (und öffentlich) beurteilt werden können (Videoaufzeichnungen, Zugang zu den Fakten..). Vielleicht auch, dass sich Jemand die Mühe macht, Kontakte zu Bekannten der Opfer zu knüpfen, um sich ein Bild von der Person zu machen.

Idee

Idee 11.07.2002 - 01:36
In den USA gibts Vereine wie Policewatch, die abends die Polizei regelrecht verfolgen und versuchen die Einsätze mit Kamera aufzuzeichnen. Hierzulande müsste das aber mit Bürgerbewegungen laufen, da wir als Linke wahrscheinlich ziemlich schnell mit gebrochenen Nasenbein enden würden.

@der psychologe

ein Mensch 11.07.2002 - 04:40
Ohne es böse zu meinen, aber der Begriff "Asylant" ist seit Jahre bei aufgeklärten Linken nicht mehr gebräuchlich.
Flüchtlinge, Asylbewerber/innen, Migranten, Nichtdeutsche sind erträglich. Hingegen Fremde und Ausländer sind Bullshit.
Fremd ist jeder den Mensch nicht kennt. Im Fremd steckt das Unverständniß für das nicht kennen oft als implizierte Entschuldigung für das rassistische Verhalten und denken mit drin. Wer fremd wörtlich nehme würde und Probleme mit sog "Fremden" hat müßte sie jeden Tag fast überall haben.
Die Unterteilung in In- und Ausländer zeichnet Grenzkonstrukte nach, auf die weder wir noch die Flüchtlinge Einfluß haben.
Entscheidend für diese Definition, sind die Staatsbürgergesetze, die ja bekanntlich in Deutschland immer noch auf dem Blutrecht von 1913 ("ius sanguinis", lateinisch für: Blutrecht) basieren, wenn auch rot/grün abgemildert (aber u.a. durch Roland Koch s Kampagne eingeschränkt)

Der Pass
"Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen.
Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustande wie ein Mensch.
Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art
und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch
anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann
und doch nicht anerkannt wird...
Man kann sagen, der Mensch ist nur der mechanische Halter eines Passes."
Berthold Brecht - Flüchtlingsgespräche

Auch beim häufiggebrauchten Begriff illegal wird oft vergessen, das kein Mensch illegal ist oder sein kann, sondern nur qua staatlicher Deffinitionsmacht illegalisiert wird, deshalb sollte die Kombination illegalisierte Flüchtlinge als die vernünftigste offensiv gebraucht werden !!!

@der psychologe

ein Mensch 11.07.2002 - 05:24
Sorry ich vergas im obigen Kommentar zu erwähnen, daß "Asylanten" ein, sich eigentlich seit Jahren fest in rechter Hand befindlicher Begriff ist.
Seit den ersten Auseinandersetzungen in diesem Kontext wird diese Begrifflichkeit als verachtend und abwertend denunziert, so daß er kaum noch in linken Kreisen vorkommt.
Bei der Eingabe des Begriffs bei google, kam gleich als eines der ersten Suchfunde
 http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vi195.html
 http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vi214.html
Vielleicht wird ja der Diskurs in der Schweiz so sehr von den Rechten dominiert, daß da auch im sprachlichen Bereich ,
eine rechte Hegemonie existiert.
Ohne behaupten zu wollen, daß hier in Doofland irgend etwas besser wäre.
Die Sprachebene muß nicht viel ändern , kann aber einiges im Bewußtsein der Sprechenden, ändern .
Sprache, Worte, Begriffe sind entscheident innerhalb der zentralen Diskurse. Vor allem die damit oft unterschwellig transportierten Inhalte.
Erinnert sei nur an die Debatten über die "deutsche Leitkultur",
Putzfrauen heißen jetzt Raumpfleger/innen, Menschen die ihren Job verieren werden "freigestellt",... Kollateralschäden, ethnische Säuberungen usw...
Interessant ist auch immer in diesem Kontext wiederum wenn
"Menschen sterben" oder "Bomben fallen". Sie werden nicht umgebracht sondern kommen irgendwie einfach um und Bpmben werden nicht abgeworfen sondern fallen einfach so natürlich wie der Regen vom Himmel.
Immer wieder wird (nicht nur) in den bürgerlichen, staatstragenden Medien, die sich objektiv, bzw seriös nennen oder genannt werden, dafür gesorgt das der /die Täter sprachlich verschwinden und die Tat als selbstverständlich natürlich / verständlich erscheint (erscheinen soll).
Apropos objektiv, da alles im Leben interessensgeleitet ist, sollte Mensch die subtilere Manipulation in den sog. seriösen Medien genauso hinterfragen/infragestellen wie die offensichtliche in den Boulevardmedien, über die sich so gerne aufgerregt wird.

Libanese starb wegen Kokain und Herzkrankheit

k.A. 11.07.2002 - 15:21
+++ Agentur-Meldung +++ Agentur-Meldung +++ Agentur-Meldung +++ Agentur-Meldung +++ Agentur-Meldung +++ Agentur-Meldung +++

11.07.02, Berliner Zeitung Newsticker 12:54 Uhr

Libanese starb an Kokainvergiftung und Herzkrankheit

Berlin (ddp-bln). Die Todesursache im Fall des nach seiner Festnahme verstorbenen Libanesen ist geklärt. Der 31-Jährige starb nach vorläufigen Erkenntnissen der Gerichtsmediziner an einer hochgradigen Kokainvergiftung in Verbindung mit einer Herzerkrankung, sagte am Donnerstag ein Justizsprecher. Ein Fremdverschulden könne mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Da der abschließende Obduktionsbericht noch aussteht, dauern die Ermittlungen an.

14.07.2002 - 00:09
OK Leute, ich glaube die Diskussion hier drehte sich nicht um eine Verteidigung für das schöne deutsche Vaterland und die Rechtfertigung der hiesigen Verhältnisse. Ich glaube niemand zweifelt wirklich an den strukturellen Problemen, mit denen sich vor allem Randgruppen und Menschen nichtdeutscher Herkunft auseinandersetzen müssen. Das Argument, dass es woanders noch schlimmer ist (das ist eine Tatsache, die jeder bestätigen kann, der schon mal in einem Dritte Welt Land war) ist keine Entschuldigung für das Deutschland. Dennoch: wenn man in die Welt setzt, das jemand von Bullen ermordet wurde, sollte man sich schon ZIEMLICH sicher sein, dass es so auch wirklich gewesen ist. Anonsten macht mensch sich unglaubwürdig und es ist tatsächlich eine gewisse Tendenz bei manchen Leuten festzustellen, alles was sie hören und sehen, in ein festgefügtes Weltbild einzuordnen. Bei nächsten MAl (unter der Bedingung der oben geposteten Meldung, dass es tatsächlich kein Fremdverschulden war) hört einem keiner mehr zu, wenn wieder faschistische Übergriffe seitens der Polizei angeprangert werden. Mir scheint, mancher sucht nach Ereignissen und findet dann eine tiefe Bestätigung, wenn er/sie etwas findet, was auch nur ím entferntesten die eigene Meinung von irgendetwas bestätigt.

ich war seine frau

beatrice atris 16.08.2002 - 18:23
ich war seine frau und er hat 3 kinder und nicht 2 hinterlassen und wenn ich lese was für ein blödsinn so manche von euch schreiben dann frage ich mich wie unser leben weitergehen soll . er war der liebevollster vater und ehemann den ich mir nur vorstellen kann und die "deutschen polizisten " haben ihn geprügelt bis er tod war. und ich werde für seine kinder um die gerechtigkeit kämpfen bis diejenigen die uns das angetan haben hinter gitter sitzen