Sevilla: Trotz Repression Großdemonstration mit 100.000 Teilnehmern und Kirchen

Am dritten Tag der Aktionen in Sevilla, stand neben der Fortsetzung des Gegengipfels die Solidarität mit den MigrantInnen im Mittelpunkt. Diese Aktion soll der Auftakt für die Sommeraktionen, in denen das Thema Migration thematisiert wird. Weiterhin gab es eine große Demonstration und andere Aktionen. Verschieden Quellen sprechen dabei von 50.000 bis 200.000 TeilnehmerInnen. Angesichts der Tatsache, daß zig Tausende daran gehindert wurden, nach Sevilla zu kommen (wofür es keine rechtliche Grundlage gibt) und angesichts des extrem brutalen Vorgehens der Polizei (welches hunderte Verletzte zur Folge hatte) in den letzten Tagen und des Verschweigens durch die Medien, sind diese Zahlen unglaublich.
Das extrem harte Vorgehen der Polizei gegen die Proteste setzte sich fort. Immer noch wurden Aktivisten gehindert nach Seilla zu kommen, besonders brutal ging die Polizei dabei an der Grenze gegen 400 Portugiesen vor. Im Stadtzentrum kam es zu weiteren Verhaftungen. Ansammlungen wurden wie am Vortag oft schnell zerstreut.
Sogar die deutschen Medien trauen sich heute zumindest ein ganz klein wenig von den Demonstrationen zu berichten.
Text über die Geschehnisse am Freitag: Aktionen trotz Repression - Bilder+Überblick vom Freitag in Sevilla
Besetzungsaktion-Aktion (Übersetzung eines Berichts von heute Mittag):
Mittags: Bis zu 300 DemonstrantInnen haben sich in der Kirche eingeschlossen, um auf die SansPapiers (Illegale) hinzuweisen. Die Polizei hat die Kirche umstellt, die Situation ist kritisch.
Als Teil des Aktionstages gegen das EU-Treffen in Sevilla und um öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen haben sich heute gegen 12:20 etwa 300 Demonstranten in die Kirche gesperrt. Unter den Protestierenden sind auch die Laboratorio Disobediente, die UniversidadNomada und IntergalactiKa. Sie forden Verhandlungen zwischen offiziellen Stellen und hungerstreikenden Migranten (die ebenfalls in der Kriche sind).
Die Situation ist sehr instabil - Polzei hat die Kirche eingekreist ... [Anmerkung von mir: Sogar die DDR hat die Kirche respektiert und hätte sie niemals gestürmt!]... Die DemonstrantInnen haben weder Wasser, Essen, Strom oder Kontakt zur Aussenwelt. Es ist möglich, daß der Bischof versucht mit ihnen zu sprechen. Verschiedene Presseleute sind drinnen und nahmen an einer Pressekonferenz teil. Die DemonstrantInnen warten auf die Ankunft der Anwälte des Social Forum und wollen dann etscheiden, wie es weitergeht. Obohl die Situation für die Demonstranten gefährlich (vulnerable = verletzbar) ist, haben 2 die Möglichkeit genutzt, zu heiraten.
Update 1 oder 2 Stunden später: Die Atmosphäre ist recht ruhig. Die DemonstrantInnen haben ihre Versammlung beendet. Ist bleibt unklar, ob/wann/wie sie rausgehen werden oder nicht. Sie verhandeln gerade mit Vertretern des Social Forum. Es ist unklar, wann sie mit dem Bischof verhandeln wollen, der eine Schlüsselfigur für die MigrantInnen in der Kirche ist. Einige PolizistInnen sind in der Kirche und bewachen die Tür und versuchen die DemonstrantInnen einzuschüchtern. Ausserhalb der Kriche ist eine Große Menge, die "Kein Mensch ist Illegal" ruft.
Die in der Kirche sind, hoffen daß das Social Forum dafür sorgt, daß die große Demo an der Kirche vorbeizieht, um so die Aktion sichtbar zu machen.
Früher Abend: Die Aktivisten kommen aus der Kirche, wo ein Communique "Disobedience as a tool for resistance and struggle" vorgelesen wird.

Audio: Statement aus der Kirche (18.00 Uhr) in italienisch, französisch, deutsch, englisch und catalan.


Bilder:


Etwa 500 AktivistInnen machen ein Sit-in, um die DemonstrantInnen in der Kirche zu untersützen.



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Großdemonstration
Weiterhin fand wieder eine große Demonstration statt, an der zwischen 50.000 und 200.000 teilnahmen. Die verschiedensten Gruppen nahmen teil: AnarchistInnen, KommunistInnen, Feministinnen, Cuba solidarity campaign, eine militante Bauerngewerkschaft, ein antirassistischer Block, UmweltschützerInnen und verschiedene kleine Black Bloc-Gruppen usw. Am Ende der Demo wartete wieder ein Konzert auf die TeilnehmerInnen. Ein Zug des Black Bloc lieferte sich dann noch nach einigen Verhaftungen Auseinandersetzungen mit der Polizei.


Bilder














Bilder vom Gipfel des Social Forum











...und was dominiert die Medien????

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Ergänzungen