Aktionen trotz Repression - Bilder+Überblick vom Freitag in Sevilla
Nach den landesweiten Massendemonstrationen in Spanien, an denen am Donnerstag weit mehr als 1 Million Menschen teilnahmen war der Freitag der Tag der Versammlung sozialer Bewegungen "Sozialforum Sevilla". Ausserdem sollten zahlreiche Aktionen und mehrere Demonstrationen - darunter eine Studentendemo - stattfinden.
Die Polizei versuchte die Proteste im Keim zu ersticken, es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, das alles auch nur rechtsstaatlich aussehen zu lassen. In der Nacht gab weitere Razzien, Räumungen, Verhaftungen und Misshandlungen. Immer wieder kam es im Laufe des Tages in der belagerten Stadt Sevilla zu brutalen Übergriffen seitens der Polizei und zu Verhaftungen. Einige Aktionen, wie die Global Zoo-Aktion konnte nicht stattfinden. Zig Tausend Menschen wurden nicht nach Spanien oder Sevilla gelassen. Allein an der Grenze von Portugal zu Spanien wurden 2000 aufgehalten.
Die Polizei versuchte die Proteste im Keim zu ersticken, es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, das alles auch nur rechtsstaatlich aussehen zu lassen. In der Nacht gab weitere Razzien, Räumungen, Verhaftungen und Misshandlungen. Immer wieder kam es im Laufe des Tages in der belagerten Stadt Sevilla zu brutalen Übergriffen seitens der Polizei und zu Verhaftungen. Einige Aktionen, wie die Global Zoo-Aktion konnte nicht stattfinden. Zig Tausend Menschen wurden nicht nach Spanien oder Sevilla gelassen. Allein an der Grenze von Portugal zu Spanien wurden 2000 aufgehalten.
Dennoch gelang es es immer wieder Aktionen und kleinere Demonstrationen an denen mehrere hundert bis mehrere tausend Menschen teilnahmen, durchzuziehen:
Gegen Mittag fand eine Aktion, die sich "paraiso fiscal" nannte statt, bei der Rechnungen gewaschen wurden. Zur selben Zeit versammelten sich 150 bis 200 Leute für "the abolition of the external debt" am Plaza San Francisco. Nicht weit entfernt laufen einige Nackte durch die Gegend, die ihre Genitalien mit jeweils einem Buchstaben bedeckt haben ("Against the Europe of Capital"). Dies ist fast die einzige Aktion, die in deutschen Medien, die sonst die Proteste totgeschwiegen haben, erwähnt wurde. In der San Salvador - Gegend (heisst das so?) haben einige Leute ein antimilitaristisches Puzzle entworfen. Das 4 mal 3 Meter große Werk sagt: "the military expenses for social uses schools, day-care centers, work and hospitals " - hier nehmen insgesamt 300 Menschen teil.
Viele andere Aktionen können nicht durchgeführt werden, da die Polizei Ansammlungen sofort zerstreut, wobei es immer wieder zu Misshandlungen kommt. Sehr viele Aktivisten wurden erst gar nicht nach Sevilla gelassen. Vor einem Jahr wäre das noch ein Skandal gewesen, wie überhaupt die gesamte Strategie der Regierung, die an finsterste Franco-Zeiten erinnert.
Am frühen Abend gibt es den Versuch, eine RTS durchzuführen, zu der die "Anarquists against Capital" aufgerufen haben. Es schaffen aber nur etwa 50 Menschen auf dem Platz zu bleiben. Zur selben Zeit gibt es eine feministische Demonstrationen, an der 500 Frauen teilnehmen. Gruppen sind hier u.a.: Women Against War, Women in Black und die Frauen-Gruppe des Sevilla Social Forum. Ebenfalls zur selben Zeit schafften es etwa 100 Menschen gegen sozialen Ausschluss zu demonstrieren. Aufgerufen hatte hier die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CGT. "Europe Against Capitalism" stand auf dem Leittransparent. Diese Demo wird immer wieder angehalten und provoziert.
Gegen 20.00 schafft es doch noch eine RTS mit Samba-Band und mehr zu starten. Zur selben Zeit beginnt die Studentendemo, an der etwa 1500 Menschen teilnehmen. Die Demo wird von 30 Polizei-Vans eingekreist, dennoch kann der Kessel durchbrochen werden. Auf dem Leittransparent der Demonstration steht: "With an education system that is public and of quality another world is possible", eine Parole, die gerufen wurde war: "we are students, not terrorists". Zu diesem Zeitpunkt ist es unmöglich, noch irgendwie in die Innenstadt von Sevilla zu gelangen. Später vereinigt sich die Studentendemo mit den Anarchisten und einer Demo von Umweltschützern.
Am späten Abend konnte dann noch ein kostenloses Konzert stattfinden.
Das Wichtigste an diesem Tag war wohl, daß es trotz des Versuchs, jegliche Meinungsäusserung zu unterdrücken, geschafft wurde, inhaltliche Kritik sichtbar zu machen.
Heute wird die Abschlussdemonstration stattfinden, die wieder sehr groß werden wird. Die faschistoide Linie, die die spanische Regierung (natürlich mit Absprache und Unterstützung der anderen Regierungen in der EU) fährt, lässt einiges befürchten.
Bilder von Samstag





Zivilpolizei verhaftet wahllos Protestierende

Sevilla - Stadt unter Belagerung
Während des Generalstreiks und der Massendemonstrationen in Spanien am Donnerstag, an denen Millionen Menschen teilnahmen, gab es extrem brutale Angriffe seitens der Polizei auf die Protestierenden. Diese Angriffe waren teilweise von der Regierung gedeckt. Es gab mehrere hundert (zum Teil schwer) Verletzte. In einigen Städten kam es aufgrund der Angriffe zu teils heftigen Auseinandersetzungen:
Gegen Mittag fand eine Aktion, die sich "paraiso fiscal" nannte statt, bei der Rechnungen gewaschen wurden. Zur selben Zeit versammelten sich 150 bis 200 Leute für "the abolition of the external debt" am Plaza San Francisco. Nicht weit entfernt laufen einige Nackte durch die Gegend, die ihre Genitalien mit jeweils einem Buchstaben bedeckt haben ("Against the Europe of Capital"). Dies ist fast die einzige Aktion, die in deutschen Medien, die sonst die Proteste totgeschwiegen haben, erwähnt wurde. In der San Salvador - Gegend (heisst das so?) haben einige Leute ein antimilitaristisches Puzzle entworfen. Das 4 mal 3 Meter große Werk sagt: "the military expenses for social uses schools, day-care centers, work and hospitals " - hier nehmen insgesamt 300 Menschen teil.
Viele andere Aktionen können nicht durchgeführt werden, da die Polizei Ansammlungen sofort zerstreut, wobei es immer wieder zu Misshandlungen kommt. Sehr viele Aktivisten wurden erst gar nicht nach Sevilla gelassen. Vor einem Jahr wäre das noch ein Skandal gewesen, wie überhaupt die gesamte Strategie der Regierung, die an finsterste Franco-Zeiten erinnert.
Am frühen Abend gibt es den Versuch, eine RTS durchzuführen, zu der die "Anarquists against Capital" aufgerufen haben. Es schaffen aber nur etwa 50 Menschen auf dem Platz zu bleiben. Zur selben Zeit gibt es eine feministische Demonstrationen, an der 500 Frauen teilnehmen. Gruppen sind hier u.a.: Women Against War, Women in Black und die Frauen-Gruppe des Sevilla Social Forum. Ebenfalls zur selben Zeit schafften es etwa 100 Menschen gegen sozialen Ausschluss zu demonstrieren. Aufgerufen hatte hier die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CGT. "Europe Against Capitalism" stand auf dem Leittransparent. Diese Demo wird immer wieder angehalten und provoziert.
Gegen 20.00 schafft es doch noch eine RTS mit Samba-Band und mehr zu starten. Zur selben Zeit beginnt die Studentendemo, an der etwa 1500 Menschen teilnehmen. Die Demo wird von 30 Polizei-Vans eingekreist, dennoch kann der Kessel durchbrochen werden. Auf dem Leittransparent der Demonstration steht: "With an education system that is public and of quality another world is possible", eine Parole, die gerufen wurde war: "we are students, not terrorists". Zu diesem Zeitpunkt ist es unmöglich, noch irgendwie in die Innenstadt von Sevilla zu gelangen. Später vereinigt sich die Studentendemo mit den Anarchisten und einer Demo von Umweltschützern.
Am späten Abend konnte dann noch ein kostenloses Konzert stattfinden.
Das Wichtigste an diesem Tag war wohl, daß es trotz des Versuchs, jegliche Meinungsäusserung zu unterdrücken, geschafft wurde, inhaltliche Kritik sichtbar zu machen.
Heute wird die Abschlussdemonstration stattfinden, die wieder sehr groß werden wird. Die faschistoide Linie, die die spanische Regierung (natürlich mit Absprache und Unterstützung der anderen Regierungen in der EU) fährt, lässt einiges befürchten.
Bilder von Samstag





Zivilpolizei verhaftet wahllos Protestierende

Sevilla - Stadt unter Belagerung
Während des Generalstreiks und der Massendemonstrationen in Spanien am Donnerstag, an denen Millionen Menschen teilnahmen, gab es extrem brutale Angriffe seitens der Polizei auf die Protestierenden. Diese Angriffe waren teilweise von der Regierung gedeckt. Es gab mehrere hundert (zum Teil schwer) Verletzte. In einigen Städten kam es aufgrund der Angriffe zu teils heftigen Auseinandersetzungen:
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Bei dpa liesst sich das etwas anders
"Sevilla (dpa) - Die Staats- und Regierungschefs der EU setzen heute ihr Gipfeltreffen in der spanischen Stadt Sevilla fort. Sie wollen über die Abschlusserklärung beraten. Darin werden unter anderem die Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung enthalten sein, auf die sich die Gipfelteilnehmer bereits geeinigt haben. Am Eröffnungstag des Gipfels explodierten drei Autobomben in Spanien. Bei den Detonationen in Saragossa und in den südspanischen Badeorten Fuengirola und Marbella wurden insgesamt neun Menschen verletzt."
Steht das "d" bei dpa für DDR?
Breaking News übersetzt
10:30 uebertriebene kontrollen einer karawane von autobussen aus granada kommend 11:40 die polizei hat 4 aktivistInnen der coordinadora anarquista in der calle antonia saez, nahe der plaza pumarejo attackiert. Die angriffe bestanden in tritten gegen die knoechel, waehrend der registrierung ihrer
daten. Einer/m wurde ins gesicht geschagen, einer/m anderen auf den kopf. Die polizistInnen haben sich nicht ausgewiesen. Sie haben den aktivistInnen gedroht sie das naechste mal wenn sie sie sehen wuerde zu verpruegeln und in den gefangenenwagen zu stecken. Die "nave casas viejas", die die aktivistInnen beherbergt ist weiterhin von polizei umstellt.
12:45: in der puerta de jerez hat eine gruppe von aktivistInnen flugblaetter verteilt. Die polizei hat ihnen das propaganda weggenommen, auch ihre ausweise und einige fotofilme. Nach der intervention eines/r anwaeltIn hat die polizei das eingezogene material zuruckgegeben.
13:00 der vicerektor der universitaet sevilla hat das aufstellen einer huette der arge sozialer ausschluss des forums (eje de exlusion social del foro) verboten. Davor wude die huette auf der offenen strasse aufgestellt.
Die universitaet, in der sich nach wie vor etwa 400 migrantInnen eingeschlossen haebn, hat auch die durfuehrung anderer aktivitaeten (geplant waren welche fuer kinder) verboten
13:30 zwei frauen aus schweden wuerden, als sie durch die strassen gingen verhaftet. Einer spanischen frau wurde eine tasche weggenommen.
weiterhin verhaftet ist ein mann aus venezuela, der in der naehe der plaza pumarejo festgenommen wurden
UND DIE DEUTSCHEN MEDIEN...
kein wort über die proteste in sevilla, die tausenden aktivistInnen die an den grenzen gestoppt wurden, die repression...FUCK OFF!!!
die bewegung ist nicht tot! auch wenn sie es gern hätten und so aussehen lassen!!!
Sogar im Gegenteil!
Die Medien schweigen nicht ganz grundlos: Wie bei den Studentenstreiks ist es den Herren Journalisten und Regierenden Angst und Bange bei dieser Bewegung. Wie wenig das Schweigen nutzt, sieht man, wenn man bedenkt, daß die Studentenstreiks auch Berlin und Thüringen erreicht haben. Desweiteren mobilisiert die radikale Linke zu den Bauarbeiterstreiks in Berlin und Hamburg, wo es bereits Auseinandersetungen mit der Polizai gab.
Es bewegt sich was!
Fotos unkenntlich machen!
bitte macht die fotos unkenntlich.
bitte bei kommenden beiträgen schon früher!
es ist ziemlich schlimm, dass es mittlerweile offensichtlich völlig unkritisch gesehen wird, die arbeit der policei zu übernehmen.
Bilder von Repression
Gibts eigentlich Aktionen in Deutschland?
(An den vor mir: Ja, sehr lustig! Hihihi)