Flugblatt-Aktion an den Universitäten in München
Flugblatt-Aktion an den Universitäten TU und LMU in München gegen die Kommerzialisierung und Entpolitisierung der Hochschule, im Speziellen gegen die Auslagerung der Mensa Werbeflächen an das Unternehmen "Deutsche Hochschulwerbung"
Im Laufe der letzten Woche sind an den Münchner Universitäten Flugblätter aufgetaucht, in denen die fiktive "Vereinigung Antipolitischer Studierender" (Auch zu finden im Internet unter
http://www.vas-online.tk, dort befindet sich auch das Flugblatt zum Herunterladen) den "Verantwortlichen zum Totalverbot für Aktionen aller politischen Gruppierungendem gratuliert", womit hauptsächlich das Studentenwerk München und das Unternehmen "Deutsche Hochschulwerbung" gemeint sind. Die Forderungen die auf dem Flugblatt zu lesen sind, beinhalten unter anderem "Sofortiger Verkauf der Hochschulen an international agierende Konzerne" und "Gezielte Strategien zur Entpolitisierung und Verdummung der Studierenden"
Hinter diesen ironischen Flugblättern steckt in Wahrheit das "Bündnis gegen die Entpolitisierung und Kommerzialisierung der Hochschulen"
http://www.gegen-hochschulprivatisierung.tk/, ein Zusammenschluss verschiedener Münchner Hochschulgruppen, unter anderem der Attac Hochschulgruppe und der Juso Hochschulgruppe.
Dieses Bündnis will mit seinen Aktionen darauf aufmerksam machen, dass vor einigen Monaten der für die Genehmigung von Infoständen zuständige Geschäftsbereich des Studentenwerks an das rein kommerziell orientierte Unternehmen "Deutsche Hochschulwerbung" abgegeben wurde, wodurch seit diesem Zeitpunkt nur noch kommerziell orientierte Infostände in und vor den Mensen zugelassen werden, für deren Betreibung Werbegebühren gezahlt werden müssen.
Somit wurde allen politischen Gruppierungen die Möglichkeit genommen die Studierenden über ihre politische Arbeit zu informieren und zur Mitarbeit zu motivieren. Selbst das Verteilen von Flugblättern und Aufhängen von Plakaten ist nur noch gegen Bezahlung möglich. Mehrere Gruppierungen, die sich diesem Verbot widersetzten wurden laut dem Bündnis mit je 800,- Euro 'Bußgeld' seitens der Deutschen Hochschulwerbung belegt.
Der Schritt des Studentenwerks die Einnahmequelle "Werbefläche Mensa" im großen Stil zu Vermarkten ist sicherlich auf die Kürzung der Mittel durch die Bayerische Staatsregierung zurückzuführen. Im Jahresbericht des Geschäftsführers des Studentenwerks vom 31.01.2002 (
http://www.studentenwerk.mhn.de/ueberuns/vvers2002-5-de.html)ist zu lesen, dass der staatliche Gesamtzuschuss im Jahr 2001 gegenüber dem Jahr 2000 um über 20% zurückgegangen ist. Durch diesen massiven Bildungsabbau werden die Universitäten und Studentenwerke praktisch in die Privatisierung getrieben, die Auslagerung der Werbeflächen an die Deutsche Hoschulwerbung ist nur der erste Schritt.
Das Studentenwerk München ist aber sicherlich auch nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung. So wurde vor 3 Wochen in der Mensa der TU - München für mehrere 10 000 Euro ein neues Chipkartenbezahlsystem eingeführt, obwohl dort schon ein Chipsystem vorhanden war, welches in der Funktionalität dem neuen System nicht umbedingt unterlegen war. In manchen Augen reiner Modernisierungswahn.
Während an der LMU-Mensa schon vor mehreren Wochen die Säulen von Plakaten befreit und mit Verbotshinweisen versehen wurden, ist dies erst gestern Nachmittag (19.06) an der TU-Mensa geschehen.
Jedoch wurde scheinbar ein Hinweisschild aus besseren Zeiten vergessen (siehe Bild 5), oder ist das Plakatieren an einzelnen Säulen doch noch erlaubt?.... Die Verwirrung ist perfekt.
Um sich gegen diese Hochschulprivatisierung und der daraus folgenden Misstände an den Universitäten vorallem in München zu wehren, wurde das Bündnis gegen die Entpolitisierung und Kommerzialisierung der Hochschulen ins Leben gerufen.
Um noch weitere Aktionen durchführen zu können werden noch weitere unterstützende Hochschulgruppen gesucht. Das Treffen ist jeweils Dienstags ab 19.00 Uhr in den Räumen der Katholische Hochschulgemeinde Leopoldstraße 11 in 80802 München.
http://www.vas-online.tk, dort befindet sich auch das Flugblatt zum Herunterladen) den "Verantwortlichen zum Totalverbot für Aktionen aller politischen Gruppierungendem gratuliert", womit hauptsächlich das Studentenwerk München und das Unternehmen "Deutsche Hochschulwerbung" gemeint sind. Die Forderungen die auf dem Flugblatt zu lesen sind, beinhalten unter anderem "Sofortiger Verkauf der Hochschulen an international agierende Konzerne" und "Gezielte Strategien zur Entpolitisierung und Verdummung der Studierenden" Hinter diesen ironischen Flugblättern steckt in Wahrheit das "Bündnis gegen die Entpolitisierung und Kommerzialisierung der Hochschulen"
http://www.gegen-hochschulprivatisierung.tk/, ein Zusammenschluss verschiedener Münchner Hochschulgruppen, unter anderem der Attac Hochschulgruppe und der Juso Hochschulgruppe. Dieses Bündnis will mit seinen Aktionen darauf aufmerksam machen, dass vor einigen Monaten der für die Genehmigung von Infoständen zuständige Geschäftsbereich des Studentenwerks an das rein kommerziell orientierte Unternehmen "Deutsche Hochschulwerbung" abgegeben wurde, wodurch seit diesem Zeitpunkt nur noch kommerziell orientierte Infostände in und vor den Mensen zugelassen werden, für deren Betreibung Werbegebühren gezahlt werden müssen.
Somit wurde allen politischen Gruppierungen die Möglichkeit genommen die Studierenden über ihre politische Arbeit zu informieren und zur Mitarbeit zu motivieren. Selbst das Verteilen von Flugblättern und Aufhängen von Plakaten ist nur noch gegen Bezahlung möglich. Mehrere Gruppierungen, die sich diesem Verbot widersetzten wurden laut dem Bündnis mit je 800,- Euro 'Bußgeld' seitens der Deutschen Hochschulwerbung belegt.
Der Schritt des Studentenwerks die Einnahmequelle "Werbefläche Mensa" im großen Stil zu Vermarkten ist sicherlich auf die Kürzung der Mittel durch die Bayerische Staatsregierung zurückzuführen. Im Jahresbericht des Geschäftsführers des Studentenwerks vom 31.01.2002 (
http://www.studentenwerk.mhn.de/ueberuns/vvers2002-5-de.html)ist zu lesen, dass der staatliche Gesamtzuschuss im Jahr 2001 gegenüber dem Jahr 2000 um über 20% zurückgegangen ist. Durch diesen massiven Bildungsabbau werden die Universitäten und Studentenwerke praktisch in die Privatisierung getrieben, die Auslagerung der Werbeflächen an die Deutsche Hoschulwerbung ist nur der erste Schritt. Das Studentenwerk München ist aber sicherlich auch nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung. So wurde vor 3 Wochen in der Mensa der TU - München für mehrere 10 000 Euro ein neues Chipkartenbezahlsystem eingeführt, obwohl dort schon ein Chipsystem vorhanden war, welches in der Funktionalität dem neuen System nicht umbedingt unterlegen war. In manchen Augen reiner Modernisierungswahn.
Während an der LMU-Mensa schon vor mehreren Wochen die Säulen von Plakaten befreit und mit Verbotshinweisen versehen wurden, ist dies erst gestern Nachmittag (19.06) an der TU-Mensa geschehen.
Jedoch wurde scheinbar ein Hinweisschild aus besseren Zeiten vergessen (siehe Bild 5), oder ist das Plakatieren an einzelnen Säulen doch noch erlaubt?.... Die Verwirrung ist perfekt.
Um sich gegen diese Hochschulprivatisierung und der daraus folgenden Misstände an den Universitäten vorallem in München zu wehren, wurde das Bündnis gegen die Entpolitisierung und Kommerzialisierung der Hochschulen ins Leben gerufen.
Um noch weitere Aktionen durchführen zu können werden noch weitere unterstützende Hochschulgruppen gesucht. Das Treffen ist jeweils Dienstags ab 19.00 Uhr in den Räumen der Katholische Hochschulgemeinde Leopoldstraße 11 in 80802 München.
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Ergänzungen
is ja ekelhaft sauber
Was issn jetzt eigentlich...?
Kommerzielle Auftritte von Unternehmen