Spanien: Heftige Angriffe der Polizei auf Streikposten
Während der ersten Stunden des Generalstreiks in Spanien ist es wiederholt zu heftigen Angriffen der Polizei auf streikende ArbeiterInnen gekommen. Im Madrid wurden bei Attacken der Polizei mehrere Dutzend ArbeiterInnen verletzt, rund zwei Dutzend von ihnen schwer. Vor einigen großen Fabriken ist die Polizei aufgezogen, um Blockaden durch Streikposten aufzulösen. Dennoch wird der Generalstreik in vielen Orten nahezu vollständig befolgt.
Während der ersten Stunden des Generalstreiks in Spanien ist es wiederholt zu heftigen Angriffen der Polizei auf streikende ArbeiterInnen gekommen. Im Madrid wurden bei Attacken der Polizei mehrere Dutzend ArbeiterInnen verletzt, rund zwei Dutzend von ihnen schwer. Vor einigen großen Fabriken ist die Polizei aufgezogen, um Blockaden durch Streikposten aufzulösen. Dabei kam es am Citroen-Werk in Vigo zu heftigen Auseinandersetzungen. Bei SEAT in Baix-Llobregat zwei Mitglieder der Gewerkschaft CGT verhaftet. Insgesamt soll es in den ersten Stunden des Generalstreiks bislang mehrere Dutzend Verhaftungen gegeben haben.
Vielerorts verläuft der Generalstreik alles andere als handzahm. In Barcelona sind seit Mitternacht in vielen Stadtteilen Gruppen von ArbeiterInnen unterwegs, die mit Töpfen Krach schlagen, die Nachbarn informieren und zur Beteiligung am Streik auffordern. Die Notausgabe der Zeitung EL PAIS wurde unter massivem Polizeischutz in Barcelona angeliefert. Die Eisenbahnstrecke zum Flughafen wurde sabotiert, so dass auch der geplante Notbetrieb nicht mehr möglich ist. Auf einigen Zufahrtsstraßen wurden am frühen Morgen Barrikaden aus Autoreifen errichtet. Nach Angaben der Polizei beträgt der Morgenverkehr in Barcelona nicht einmal ein Zehntel des normalen Berufsverkehrs.
Auch in Madrid und anderen Städten ist die Beteiligung am Generalstreik massiv und wird durch Blockaden, Demonstrationen, Caceroladas und andere Aktionen unterstützt. In Palma beispielsweise ist der Flughafen durch Busse vollständig blockiert. In vielen Orten und besonders in den größeren Fabriken liegt die Beteiligung am Generalstreik bei nahezu hundert Prozent.
Eine besondere Situation herrscht in Sevilla. Die Stadt gleicht einem Heerlager der Repressionsapparate. Es gab heute erste Festnahmen im Zusammenhang mit dem EU-Gipfel am Wochenende. Überall in der Stadt werden massiv Personalienfeststellungen durchgeführt, von denen auch die Streikenden betroffen sind.
Für heute Mittag und Abend sind in ganz Spanien Demonstrationen angekündigt. In vielen Städten wird es eigenständige Demonstrationen des anarcho-syndikalistischen Spektrums geben.
Die beiden größten Gewerkschaften CC.OO. und UGT spielen bislang eine teilweise zwielichtige Rolle. An den Mautstellen der Autobahn Terrassa-Manresa betätigen sich UGT-Funktionäre als Streikbrecher. In Cornella bei Barcelona wurde heute ein Abkommen zwischen dem Einzelhandelsverband und den lokalen Führungen von CC.OO. und UGT bekannt, in dem die beiden Gewerkschaften zusicherten, es gäbe keinen Streik, wenn die Einzelhändler sich dafür verpflichten, symbolisch zwischen 9 und 11 Uhr das Licht in den Läden zu löschen.
Vielerorts verläuft der Generalstreik alles andere als handzahm. In Barcelona sind seit Mitternacht in vielen Stadtteilen Gruppen von ArbeiterInnen unterwegs, die mit Töpfen Krach schlagen, die Nachbarn informieren und zur Beteiligung am Streik auffordern. Die Notausgabe der Zeitung EL PAIS wurde unter massivem Polizeischutz in Barcelona angeliefert. Die Eisenbahnstrecke zum Flughafen wurde sabotiert, so dass auch der geplante Notbetrieb nicht mehr möglich ist. Auf einigen Zufahrtsstraßen wurden am frühen Morgen Barrikaden aus Autoreifen errichtet. Nach Angaben der Polizei beträgt der Morgenverkehr in Barcelona nicht einmal ein Zehntel des normalen Berufsverkehrs.
Auch in Madrid und anderen Städten ist die Beteiligung am Generalstreik massiv und wird durch Blockaden, Demonstrationen, Caceroladas und andere Aktionen unterstützt. In Palma beispielsweise ist der Flughafen durch Busse vollständig blockiert. In vielen Orten und besonders in den größeren Fabriken liegt die Beteiligung am Generalstreik bei nahezu hundert Prozent.
Eine besondere Situation herrscht in Sevilla. Die Stadt gleicht einem Heerlager der Repressionsapparate. Es gab heute erste Festnahmen im Zusammenhang mit dem EU-Gipfel am Wochenende. Überall in der Stadt werden massiv Personalienfeststellungen durchgeführt, von denen auch die Streikenden betroffen sind.
Für heute Mittag und Abend sind in ganz Spanien Demonstrationen angekündigt. In vielen Städten wird es eigenständige Demonstrationen des anarcho-syndikalistischen Spektrums geben.
Die beiden größten Gewerkschaften CC.OO. und UGT spielen bislang eine teilweise zwielichtige Rolle. An den Mautstellen der Autobahn Terrassa-Manresa betätigen sich UGT-Funktionäre als Streikbrecher. In Cornella bei Barcelona wurde heute ein Abkommen zwischen dem Einzelhandelsverband und den lokalen Führungen von CC.OO. und UGT bekannt, in dem die beiden Gewerkschaften zusicherten, es gäbe keinen Streik, wenn die Einzelhändler sich dafür verpflichten, symbolisch zwischen 9 und 11 Uhr das Licht in den Läden zu löschen.
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Ergänzungen
Bild von Indy-Madrid
Wäre übrigens cool, wenn heute abend Übersetzungen von den spanischen Indymedias gemacht werden könnten.
Krass
In Berlin auch in Klein
Endlich können die Kollegen am Bau Dampf ablassen. Es wurde schon viel zu lange gewartet. Ein gutes Gefühl, wenn so eine Großbaustelle einfach mal
stillsteht. Haben mit ein paar Leuten ein mobiles Soli-Komitee zur Unterstützung der Streiks gegründet. Wir beteiligen uns seit Dienstag aktiv an den
Streikketten am Potsdamer Platz.
Die Arbeiter dort sind dankbar und offen für jede Unterstützung. Die Stimmung ist militant und gut.
Es gab einige Handgreiflichkeiten mit Streikbrechern und von Unternehmern bezahlten Security-Leuten und Disco-Türsteher-Typen. Waren gestern am Rande
einer Massenkeilerei, als die Securities versuchten, unser Transpi zu beschlagnahmen. Streikbrecher wollten sogar mit einem Bagger den Bauzaun und die
Streikketten durchbrechen.
Heute versuchten die Unternehmer und ihre Streikbrecher mit Hilfe der Polizei auf die Baustelle zu kommen.
Der Versuch konnte verhindert werden. Die Bullen zogen sich wieder zurück.
Wir brauchen eine kämpferische Basisgewerkschaft. Dies gelingt uns aber nur, wenn wir das Vertrauen der Leute an der Basis gewinnen, das heißt, nur wenn
wir uns aktiv an ihren Kämpfen beteiligen. Nur so können wir ein Bewußtsein schaffen, das über den eigenen Tellerrand hinausgeht. Jeder soziale Protest
braucht, um erfolgreich zu sein, letztlich die Unterstützung der Betriebe. Dort liegt die wirkliche Macht. Das haben wir bei den Streiks in der Metallindustrie
deutlich gesehen.
2 Tage Streik bei BMW, und die ganze Automobilindustrie ist lahmgelegt.
Gerade die Kämpfe auf der Uni werden nur erfolgreich sein, wenn sie sich mit den Kämpfen auf den Baustellen und in den Betrieben verbinden. Auf Unis zu
streiken ist zwar schön und sinnvoll, aber zu wenig, da von Universitäten alleine zu wenig Druck entfaltet werden kann. Ein Streik auf der Uni gefährdet keine
Unternehmerprofite. Ein Streik auf der Baustelle oder im Betrieb bedeutet aber täglich riesige Verluste für die entsprechenden Konzerne.
Wer in Genua dabei war und selbst mit Hundertausenden gegen Kapitalismus und die G8 protestiert und gekämpft hat, muß sich auch in Deutschland an den
sozialen Kämpfen beteiligen.
Wir treffen uns jeden Morgen 5:30 Uhr am S-Bhf. Potsdamer Platz/Ebertstr.
See you in the morning, bright and early.