Demo gegen Bildungsabbau in Hamburg erste Bilder
Eine Vielzahl an Schüler/innen und Student/innen demonstrierten am 10.6 gegen die Bildungspolitik des Hamburger Senats
Infos zur Aktionswoche an der uni bei:
http://www.asta.uni-hamburg.de/
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Ergänzungen
Frage
nebenschauplaetze
von veranstalterseite wurden 70000 geschaetzt, von polizeiseite hab ich nichts vernommen, laut 'welt hamburg' (..) waren es natuerlich "Tausende".
jedenfalls waren die studierenden leider etwas wortkarg, dafuer haben die schuelerinnen und schueler fuer viel laerm gesorgt - haette niemals geahnt, wie unglaublich viele schulen es in hamburg gibt..
fazit: ein gelungener massenprotest gegen die bildungspolitik des hamburger senats, speziell senator langes dummbrot-technik. leider jedoch keine wortmeldung (oder hab ich was verpasst?) zum wissenschaftssenator draeger, dessen horrorplaene ja weiterhin gedeihen und noch deutlich heftiger als die der rot-gruenen regierung in NRW sind.
Über 70.000 auf der Abschlusskundgebung
Zuvor fand eine Vollversammlung der Studierenden der Universität Hamburg statt, die mit ca. 250 StudentInnen eher schwach besetzt war. Es gab mehrere Aufrufe zu einem Streik, aber bei dieser (nicht-)Beteiligung sehe ich dafür eher schwarz.
Die Demo zum Rathausmarkt war allerdings sehr gut besucht, jedoch weiss ich nicht wieviele davon von der Hochschule für bildende Künste (HfbK) waren.
Auf dem Rathausmarkt selbst war eigentlich nur von SchülerInnen und der miserable Politik von Bildungssenator Lange die Rede -- die anwesenden Studenten fanden ebensowenig Erwähnung wie die Politik von Wissenschaftssenator Dräger. Die Radio-Berichte sprechen auch "nur" von "Schülern, Lehreren und Eltern".
Zahlen
Hamburg 1 berichtete von 30.000......naja wie immer das Problem mit den Zahlen, denke dass es irgendwo dazwischen liegt(wie immer).
Ich denke auch,die faulen studenten hätten ruhig zahlreicher und kreativer erscheinen können....aber wer will heute schon seine Vorlesung blau machen??
Zahl der Demonstranten
Und in der Tat war von den Anliegen der Studenten auf der Kundgebung der Studenten keine Rede. Wahrscheinlich haben das die Organisatoren nicht abgesprochen, dass auch Studenten kommen wollen. Die Studentendemo war wohl recht kurzfristig geplant worden.
Viele Redebeiträge waren auch ziemlich schwach. So argumentierte eine Elternvertreterin, dass der "Standort Hamburg" in Gefahr sei, wenn die Schulen kaputtgespart werden, und es keinen Anreiz für zuzugswillige Eltern gibt, ihre Kinder auf eine Hamburger Schule zu schicken. Kritik muss jedoch wesentlich fundamentaler formuliert werden, schliesslich ist Bildung ein Menschenrecht und kein Standortfaktor. Bei der Frau hatte ich das Gefühl, sie ist eine enttäuschte CDU-Wählerin, die ernstahft glaubt, Ole ins Gewissen reden zu können.
Trotzdem, es ist ein guter Anfang und es war schön zu sehen, dass auch sehr viele junge Schüler anwesend waren (hoffentlich aus eigener Überzeugung, und nicht weil sie von Lehrern gelockt/genötigt wurden).
Dazu fällt mir nix mehr ein...
Ein Angestellter des Studentenwerks wollte uns aus der Mensa werfen, auf unsere Argumentation, das mit der Privatiserung der Uni sein Job ebenfalls in Gefahr gerät, reagierte er mit absolutem Unverständnis.
Danach gingen wir in eine (BWL?) Vorlesung, erklärten kurz worum es ging und wollten die Menschen zum mitkommen bewegen. Resultat: Wir wurden von unseren Kommilitonen bepöbelt, ausgebuht und beschimpft. Ein Kommentar (Zitat): 'Ich bin lieber in der Vorlesung als auf eurer scheiß Demo.' Argumente wurden ignoriert. Nicht eine/r ist mitgekommen.
Angesichts so viel Ignoranz könnte ich drei Tage lang ko**en. Was muß noch alles passieren damit diese Menschen ihre Wohlstandsärsche erheben? Für zukünftige Aktionen und Streiks sehe ich mit dieser Einstellung ehrlich gesagt schwarz.
Die Schüler
zu dem was Schulze schreibt...
Das was Schulze beschrieben hat, ist übrigens auch eine Auswirkung davon, daß immer weniger Leute aus einfachen Verhältnissen studieren können. Es sind nun mal mehr als die Hälfte Kiddies von Bessergestellten. Die haben genug Geld und denen ist egal, ob ein paar Leute weniger Geld fürs Studium aufbringen können.
Zum Thema faul fällt mir ein: Die meisten Studenten, die keine reichen Eltern haben, arbeiten mittlerweile auch in 20- oder 30Stunden-Jobs. Das wird immer gerne verschwiegen, wenn gegen die faulen Studis die den Staat soviel kosten gehetzt wird.
Studierende
verfremdet?
oder wurden im anschluss noch schnell ein paar autos zertrümmert?